A. Allgemeines
B. Bitte
C. Charta
D. Dank
E. WWW/Suchmaschinen
F. Häufig gestellte/beantwortete Fragen
F.1. Elektronikversender
F.2. Grundausstattung des Bastlers
F.3. Schaltungsvorschläge
F.4. Löten
F.4.1. Entlöten
F.4.2. Crimpen
F.4.3. Steckerbelegungen
F.5. Software zur Erstellung von Schaltplänen und Layoutvorlagen
F.5.1. Schaltungssimulation
F.5.2. Taschenrechner
F.5.3. VCC & Co.
F.6. Herstellung von Leiterplatten
F.6.1. Durchkontaktieren
F.6.2. Silberleitlack
F.6.3. Lötstoplack
F.6.4. Layout
F.6.5. Folienleiter
F.7. Microcontroller
F.7.1. Atmel AVR Controller
F.7.2. Microchip PIC
F.7.3. Intel 8051 kompatible
F.7.4. EPROMs / GALs programmieren
F.7.5. EPROMs löschen
F.7.6. Massenspeicher an Mikrocontrollern
F.7.7. Flash-EEPROMs
F.7.8. A/D - D/A Wandler
F.7.9. serielle Schnittstelle RS232
F.7.10. Speicherprogrammierbare Steuerungen SPS
F.8. LEDs
F.8.1. Multiplexanzeigen
F.8.2. Laufschrift
F.8.3. Infrarot Fernbedienungen
F.9. Netzteile
F.9.1. Labornetzteile
F.9.2. Symmetrische Versorgungsspannung für OpAmps
F.9.3. Kleinnetzteil ohne Trafo
F.9.4. Einschaltstrombegrenzung
F.9.4.1. MOV Überspannungsschutz
F.9.5. Solarladeregler
F.9.5.1. Energy Harvesting
F.9.6. Spannungsreferenzen
F.10. Schrittmotoren
F.10.1. BLDC brushless direct current bürstenlose Gleichstrommotore
F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen
F.12. VFD Vakuumfluoreszenzanzeigen
F.13. Bauteile prüfen
F.13.1. MOS-Transistoren
F.13.2. Farbcodes
F.13.3. linear oder logarithmisch ?
F.14. Kondensatoren
F.14.1. Abblockkondensatoren Stützkondensatoren
F.15. VA = W?
F.16. Welche Sendefrequenzen für Bastler?
F.16.1. Schädlichkeit von elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen
F.17. Laserdioden
F.18. Wasserstandsmesser
F.19. Wellenwiderstand eines Kabels
F.20. Firma aufbauen
F.20.1. CE-Zeichen / Elektronikschrott / RoHS / WEEE / Bleifrei / ISO9001
F.21. Akkus und Memory Effekt
F.21.0. Akkupacks schweissen
F.21.1. Schutz gegen Tiefentladung
F.21.2. Verpolschutz
F.22. Transistoren und Dioden
F.22.1. MOSFET Treiber
F.23. Das KFZ-Bordnetz
F.24. Schaltregler
F.24.1. KFZ 'Netzteile'
F.25. Motoren & Dimmer
F.25.1. Snubber
F.25.2. Entstörung von Relais an Mikrocontrollern
F.26. Roboter
F.27. Oszilloskop
F.28. Drehstrom
F.29. Quadraturdecoder für Inkrementaldrehgeber
F.29.1. Entprellen von Tastern
F.29.2. Aus einem Impuls zwei machen
F.30. Audioverstärker
F.30.1. Operationsverstärker
F.30.2. Audioeffektgeräte
F.30.3. Dynamikkompressoren / Limiter
F.30.4. Dezibel
F.31. Oszillatoren
F.32. Temperaturmessung
F.32.1. Gas-Sensoren
F.33. Drosseln & Spulen
F.34. Gehäuse
G. Links
H. Drucker (Tinte / Laser)
H.1. CD-Player / CD-Brenner / DVD-Laufwerke
I. Magazine
J. ASCII art oder: Warum kann ich die gepostete Schaltung nicht lesen ?
K. Kritiken und Buchempfehlungen
L. Patente
M. Elektroinstallationen
N. Schluss
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- Wenn du ein Problem gelöst hast, freuen wir uns auch über eine Erfolgsmeldung. Du produzierst damit keinen überflüssigen Traffic, sondern es können alle von dir lernen, deren Antwort nicht passte.
Danke.
de.sci.electronics Elektronik in Theorie und Praxis, gegründet 1994 von Thomas Schaerer und Martin Huber
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/dse15y.htm
Die folgenden Gruppen befassen sich auch mit Elektronik in deutscher Sprache:
auch erreichbar über
das Batronix Forum
Bei spezifischen Themen frage besser in den Newsgruppen, die sich speziell mit dem Thema befassen, da wissen die Leute einfach mehr.
Wenn du etwas verkaufen oder anbieten möchtest, sind die oben genannten Newsgruppen der falsche Ort dafür. Nimm:
Und wenn du der englischen Sprache mächtig bist, gibt es eine Reihe englischsprachiger Newsgruppen, in denen sich teilweise Antworten auf schwierige Fragen erhalten lassen. In sci.electronics.design findest du z.B. Winfield Hill, einen der Autoren des vielzitierten Buches "Art of Electronics / Hohe Schule der Elektronik".
Und der Vollständigkeit halber:
Allgemeine Regeln zur Benutzung von Newsgruppen finden sich hier:
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
Hiermit Dank an alle Usenet-Autoren und denen, die an diesem Dokument mitwirkten:
Von: Ralf Stephan 23.11.1999 und MaWin 17.7.2000
Das WWW und dessen Suchmaschinen sind deine Freunde. Die meisten Hersteller elektronischer Bauteile und Geräte haben sehr früh begriffen, wozu das WWW taugt (kein Wunder, Branchennähe). Du findest inzwischen sehr viel im Netz, wenn du nur das richtige Stichwort in die richtige Suchmaschine eingibst. Das heisst, das die meisten Leute in d.s.e damit umgehen können - sei daher nicht beleidigt, wenn man Dich darauf hinweist, wie einfach du dir auch selbst deine Fragen beantworten kannst.
Vor dem Posten solltest du natürlich auch mal in den Nachrichten blättern, die auf deinem News-Server eh schon vorliegen.
Das heisst nicht, dass alte Fragen in neuem Gewand und mit interessanten Neuerungen hier verpönt sind -- im Gegenteil.! -- von guten Fragen und Antworten lebt dieses Forum sprichwörtlich. Achte aber bitte auf exakte und ausführliche Fragestellung, in der alle dir bekannten Angaben zum Problem enthalten sind, auch wenn sie dir unwichtig erscheinen. Schliesslich fragst du, weil du beim Nachdenken in eine Sackgasse gelaufen bist. Meistens hätte man schon bevor das Problem auftauchte einen anderen Weg einschlagen sollen. Die 'Antworter' sind keine Hellseher und es gibt meist viel mehr Lösungsvarianten, als du dir denken kannst, daher sind Hintergrundinformationen unbedingt notwendig.
Was nicht schon in d.s.e oder anderen spezielleren Foren durchgekaut ist, liegt aber womöglich auf einer der Milliarden Webseiten. Die zur Zeit besten Suchmaschinen, neben Metasearchern, dafür sind wohl:
Diese Maschinen geben auch auf deutschsprachige Stichwörter Ergebnisse, die dann meist auf deutschsprachige Seiten verweisen.
Datenblätter für aktuelle Bauteile werden meist problemlos von allgemeinen Suchmaschinen entdeckt, zudem gibt es umfangreiche Verzeichnisse
Auch die Hersteller haben meist kostenlose Suchmaschinen für ihre Produkte. http://www.bgs.nu/sdw/ und http://www.xs4all.nl/~ganswijk/chipdir/index.htm helfen dir beim Finden der Firmen-Webseite, auch ausgehend von der IC-Bezeichnung. http://www.sachon-zvei-elektro-einkaufsfuehrer.de nennt Hersteller nach Produktgruppen, ähnlich die Kennzifferzeitschrift Markt & Technik, die zur Standardlektüre jedes Elektronikfertigenden gehört.
Eine Liste der Halbleiterhersteller mit URLs, deutschen Adressen und Distributoren, Versender, Broker und Beschaffer in D + CH + A ist auf http://www.aufzu.de/semi/halbleit.html und eine Anfrage bei 20+ Händlern geht mit http://www.findchips.com/ schnell.
Viele Hersteller bieten kostenlos CDs mit dem Inhalt ihrer WebSites an, und manchmal werden diese kostenlosen CDs dann teuer von Elektronikversendern weiterverkauft :-(
Antworten auf viele Fragen beantworten die folgenden Sites. Allerdings sind hier meist englischsprachige Texte referenziert. Trotzdem, versuche es bitte erst hier, gerade wenn es um Reparatur von Handelselektronik geht:
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
Dieses Kapitel enthält herausragende Artikel einiger d.s.e-Autoren. Die Auswahl musste natürlich subjektiv stattfinden, und konnte erst einen kleinen Teil der Artikel berücksichtigen.
Von: MaWin 17.7.2000
> Gibt es ausser Conrad noch andere Elektronikhändler ?
Die meisten Versender sind inzwischen online erreichbar. Es lohnt sich, die Preise zu vergleichen. Aber Beschaffbarkeit und Lieferbarkeit spielt letztlich die grössere Rolle. Wenn man ein spezielles Teil braucht, wird man auch den Rest bei diesem Versender kaufen, um Portokosten zu sparen. Portogünstig sind meist auch die bei eBay auftretenden Anbieter bei denen es oft auch exotische Bauteile gibt, manchmal direkt aus HongKong. Distributoren sind für gewerbliche Kunden und liefern meist nur ganze Verpackungseinheiten. Die in vielen Städten noch bestehenden lokalen Elektronikgeschäfte sind zwangsweise teurer und haben eine geringere Auswahl. Also unterstützt eure Elektronikläden, wenn euch daran liegt, das es sie morgen auch noch gibt.
Gewerbliche Kunden erfahren Beschaffungsquellen aus den kostenlosen Kennzifferzeitschriften wie Markt & Technik, Elektronik, Design & Elektronik (http://www.elektroniknet.de/). Die Marktübersichten sind online verfügbar. Beschaffungsquellen aus China sind zu finden bei http://www.alibaba.com .
Speziellere Bauteile (Sensoren etc.) finden sich bei spezielleren Händlern. Siehe http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/mawin.htm
Vergleichstypen sucht man bei http://www.electronica-pt.com/db/componentes.php und manchmal werden welche genannt bei http://www.ersatzteilblitz.de/
Bei http://www.bsh-group.de/ finden sich (wenn man sie findet bei der katastrophen WebSite) im Notfall Ersatzteile für Siemens und Bosch Geräte per Versand, aber zu superfrechen Preisen: Ein Geschirrspüler, der neu 499 EUR kostet, kostet in Ersatzteilen 2187 EUR. Man kauft dort also nur, was man woanders nicht bekommt, und was man nicht ersetzen kann, und keinesfalls Schrauben, elektronische Einzelbauteile oder so. Ein Kondensator, den es bei Reichelt für 89 Cent gibt, wird dort schon mal für 25 EUR vertackert.
Von: MaWin 17.7.2000, Michael Rübig 18.5.2010
Man hat den Eindruck, als ob sich immer weniger Leute mit Elektronikbastelei als Hobby beschäftigen. Dabei war es noch nie so kostengünstig wie heute, und noch nie so einfach, sich die notwendigen Informationen zu beschaffen.
Zwar kann man alle elektronischen Geräte des täglichen Bedarfs preiswert fertig kaufen, aber das Spektrum der 'selbstbaubaren' Geräte ist wesentlich umfangreicher als früher. Vom Selbstbau-Handy, -Fernseher oder -PC wird man die Finger lassen, aber interessanterweise sind bereits HiFi-Verstärker (DIE Paradebeispiele für angeblichen Preisdruck) billiger im Selbstbau als im Laden. Und bei Reparaturen zahlen sich Elektronikkenntnisse erst recht aus.
Von: Clemens Waechter, 25.3.2008
Ein prinzipieller Einstieg ist leichter geworden. Wenn man sich aber an Techniken wie USB und Ethernet versuchen will, dann ist das für mich ähnlich schwierig wie das was Du damals [Vor-Internet-Aera] gemacht hast.
Allerdings gibt es auch da inzwischen Fertigpakete, die einem das Leben leichter machen: Ethernet: Lantronix XPort, Olimex ENC28J60H, Pollin AVR NetIO. USB: FTDI FT232RL (auch auf Platine über eBay), wenn man keine hohe Performance braucht.
Von: MaWin 17.7.2000
Besser als ein fertiges Starterset ist es, wenn man sich einige Gerätschaften selber zusammenkauft. Für Schüler gab es bis 2001 die Elektronikkästen von Schuco (früher Philips) http://ee.old.no/ oder die einfacheren von Kosmos http://www.generalatomic.com/teil1/index.html . Deren Anleitungsbücher kann man sich herunterladen, aber so toll waren die nicht, es wird zwar erklärt wie man z.B. einen aufgebauten Multivibrator langsamer blinken lässt, aber nicht wie sich die darin beteiligten Transistoren gegenseitig sperren, also nur oberflächliche Bedienweise statt tiefergehendem Verständnis gelehrt. Heute sind die Steckbrett-Baukästen (und nur die) wie "Lernpaket Elektronik" von http://www.franzis.de/ trotz ähnlicher Qualität der Handbücher die bessere Wahl, zumindest wenn man sie günstig kauft http://www.pearl.de/a-PK4421-3521.shtml oder im Ausland http://www.makershed.com/ProductDetails.asp?ProductCode=MKSL1&Show=ExtInfo weil echte elektronische Bauelemente und ordentliche Steckbretter verwendet werden. Bausätze übertreiben oft (Mückenscheuchen verscheuchen keine Mücken, etc.) können aber den Einstieg in die Elektronik erleichtern. Wer nur ein Buch für Kinder haben will, ist vielleicht mit "Der kleine Elektroniker: Band 1 - Erste Versuche" ISBN 3837003310 zufrieden.
Für den Lehrbetrieb gibt es
Wer es ohne Baukasten probieren will:
a) Ein Lötkolben. Für den Anfang tut es gut ein Ersa TIP260 mit Lötspitze 162KD von z.B. http://www.reichelt.de/ mit dem man bleihaltiges Lötzinn gut löten kann und der extrem schlank ist so daß man gut auch an entfernte Lötstellen kommt, aber wenn man bleifreies Lötzinn verwenden will, sollte man eine temperaturgeregelte Lötstation kaufen. Luxuslötkolben kommen z.B. von Pace oder Metcal, aber JBC's AD2950 hat die Klassiker wohl ausgebootet. Billige 5 EUR Lötkolben sollte man sich nicht antun.
b) 100g bleihaltiges Elektroniklötzinn 1mm, 1.7m Entlötlitze 2mm, Flussmittel als Stift oder echtes Kolophonium (http://www.conrad.de/ 813419) in Spiritus auflösen. Kein Lötlackspray (davon geht 90% daneben und es klebt ewig bis man es endlich mit dem Haarfön trocknet), und auf keinen Fall Lötfett oder Salzsäure, in solchen absoluten Notfällen noch eher Tannenharz mit etwas Aspirin. Bleihaltiges Lötzinn hat den Vorteil, daß man eine Lötstelle auch mehrmals wieder aufschmelzen kann bis alles in Ordnug ist. Bei bleifreien Lötzinn ist das eher nicht möglich, da muß die Lötung beim ersten Versuch passen. Dennoch spricht im Hobbybereich viel für bleifreies Lötzinn, denn während man bei fertigen Geräten vom Kauf bis zur Entsorgung nicht mit dem Blei in Berührung kommt und dort bleifrei aus Benutzersicht überflüssig ist, fasst der Bastler das bleihaltige Lötzinn an und wäscht sich vor dem Essen bekanntlich nicht die Hände. Er nimmt also das giftige Blei auf, sogar in grösseren Mengen als in der Industrie. Der Nachteil ist die höhere Temperatur die man zum Löten braucht, woraufhin sich die Leiterbáhnen eher von der Platine ablösen, die Lötspitzen schneller vergammeln, und eventuell einige Bauteile durch Überhitzung kaputt gehen, auch produziert man leichter schlechte Lötverbindungen. Es ist also die höhere Kunst, sich mit bleifreiem Lötzinn auseinanderzusetzen. Aber warum sollte man die nicht lernen ? Zur Reparatur älterer Geräte, die noch mit bleihaltigem Lötzinn gelötet wurden, sollte man einen anderen Lötkolben, zumindest aber separate Lötspitzen verwenden, und niemals Werkzeuig für bleihaltig und bleifrei mischen.
c) Ein einfaches Digitalmessgerät, wie DT830B das es um 5 EUR gibt, aber besser eines mit durchgängigen Bereichen (fragt, ob es auch einen 2A= und einen 0.2V~ Messbereich hat) wie das PeakTech 2010 oder http://www.komerci.de/shop/product_info.php?products_id=402&cPath=26_36&session=true Teurere Messgeräte sollten dann TrueRMS beherrschen (externer Vorsatz http://www.elv.de/ 60-077-91 oder http://www.mario001.de/elektronik/schaltungen/truerms.htm), damit bei Wechselspannung der angezeigte Wert auch bei nicht-Sinusförmigem Signal mit dem effektiven Durchschnittswert übereinstimmt. Das Metex 3650 hat wohl Startprobleme bei schwacher Batterie und einen zu langsam reagierenden Durchgangsprüfer. Das Metex 3640d zeigt unterhalb 2 Ohm nur Zufallszahlen an. Das Fluke 289 trueRMS zeigt im uA-Bereich 1000uA, nach Vertauschen der Messpitzen -923µA, im mA Messbereich +1.08mA, vertauscht -1.03mA. Merke: Schrott muss nicht billig sein und kann unter einem grossen Namen daherkommen.
d) Ein 10er Satz Prüfstrippen mit Krokoklemmen. Achtung: Die Krokomäuler müssen für feinste Litzen ganz zugehen, es gibt da oft Ramsch. ML6028 von http://www.reichelt.de/ ist zwar teuer, aber kontaktsicherer, leider nicht vergoldet.
e) Ein Cutter (feiner Seitenschneider, der dünnste Drähte trennt) ist Gold wert. Die billigen taugen meist nichts (schneiden keine Litze). Stahldraht sollte man aber von allen fern halten. http://www.schmitz-zangen.de
f) Pinzette, Zange, Schraubendreher, Abisolierzange, etc. aus dem Bastelkeller
g) Das Buch "Art of Electronics" / "Hohe Schule der Elektronik". Siehe unter K.
h) PC zur Layouterstellung, Simulation und zum Datenblattlesen (hast du ja :-)
und dann je nach Entwicklung
i) Ein Experimentiersteckbrett (Labor-Steckboards, Experimentierboard, Breadboard, Protoboard, günstig bei http://www.reichelt.de/, http://www.conelek.de/, http://www.pollin.de/ und http://www.elv.de/)
j) Ein regelbares Netzteil. Eine einfache Version mit LM317 und vielleicht einigen Konstantspannungen (LM78xx) kann man sich als erstes Projekt selbst bauen (siehe F.9. Netzteil), ein 'dickes Ding' wird man besser kaufen (Ratho RPS2305 = Reichelt LM305 0-30V/5A 70 EUR, DF-1731 http://www.pollin.de/ 2*0-30V/3A 180 EUR), siehe Schaltpläne zu 512982, 518077, 511412, 510391, 510343, 512028 von http://www.conrad.de/ oder die Geräte von http://www.elv.de/.
k) 3 DIN-A5 Fotoschalen und 1 Warmhalteplatte, Natriumhydroxid (Ätznatron) als Entwickler, Eisen-III-chlorid als Ätzmittel und eine Belichtungsvorrichtung (siehe F.6 Leiterplattenherstellung)
l) Wer Platinen aus Epoxy (FR4) herstellen will, sollte eine Kleinbohrmaschine mit Bohrständer für Hartmetallbohrer kaufen. Dafür tut es kein 'Hobbydrill' oder 523666 oder 523674 von Conrad, auch ein Dremel ist sinnlos da es dafür keine vernünftigen Bohrständer gibt und die Lager schon nach kurzer Zeit ausschlagen sollen. "Finger weg vom Dremel. Der hatte bei mir damals mehr Spiel als der Bohrerdurchmesser. Ich hab den dann bei eBay vertickt und mir ne Proxxon gekauft. Kein Spiel und auch viel mehr Drehmoment für die größeren Sachen. Und billiger auch noch." Allerdings gilt die Proxxon MF70 als nicht solide. Sie überhitzt wenn sie nach längerer Arbeit abgestellt wird was erst beim nächsten Einschalten als weisser Rauch auffällt.
Geeignet ist z.B. der Proxxon IB/E + Bohrständer MBS140 oder Micromot 50/E + NG2/S + Bohrständer aus Geschenkkoffer 28514 + Spannzangenset (damit die 1/8" Industriebohrer verwendet werden können, das 50/E kann nur 3mm), Das Schnellspannbohrfutter ist für die hohen Drehzahlen nicht geeignet. Die Proxxon TBM220 ist sehr laut und serviceunfreundlich aufgebaut. Vollhartmetallbohrer holt man bei http://www.hartmetalltools.de 1.65 EUR nachgeschliffene vom Nachschleifservice http://www.ch-instruments.de/ (10 Bohrer kosten um 5.50EUR), oder über eBay und keinesfalls von Proxxon, schon gar nicht das 'Elektroniker Set', aber eine Trennscheibe ist nützlich (nicht mit Diamant).
Zum Sägen von Platinen kann man von Laubsäge, Dekupiersäge über Proxxon KS230 und FKS/E (die FET ist mangels Drehzahlregelung eher für Holz) bis zu Diadisc (http://www.mutronic.de/pdf/prospekt%20diadisc%205200.pdf) oder 6000 EUR Precisaw (http://www.reinhard-ag.com/Reinhard/php/Precisaw.php) alles verwenden was der Geldbeutel und Professionalität zulässt. Mit einem Teppichmesser vorritzen und über ein Kante brechen geht auch, ebenso wie Tafelscheren für Metall oder eine Stichsäge mit hartmetallbestücktem Sägeblatt. Leiterplattenfirmen fräsen die Konturen.
m) Ein LRC-Meter (Induktivitäts- und Kapazitätsmessgerät) wie das 122211 für 40 EUR von http://www.conrad.de/ oder das SE8280 von http://www.elv.de/ oder selbstgebaut siehe unter "Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät". Will man Gebäudeinstallationen messen, sollte das Messgerät die CAT III erfüllen, wie z.B. das PCE-DM 32, oder gar CAT IV:
n) Und wenn man es sich leisten kann ein Oszilloskop, siehe Abschnitt F.27.
o) Für Basteleien an Schaltnetzteilen ein (200 VA) regelbarer Trenntrafo.
p) Ein Chipprogrammiergerät wie GALEP von http://www.conitec.net/ oder Xeltek SuperPro 280U USB von http://www.xeltek.com/
Das Geld für Zeitschriften spart man heute besser, siehe Abschnitt I.
Die genannten Produkte und Markennamen bedeuten nicht, das dies die einzigen verwendbaren Teile sind. Aber es sind welche, die sich bewährt haben (bzw. eben nicht).
Bastlergrundausstattungen bei http://www.marsch-elektronik.de/ und einige brauchbare Sortimente hat http://www.pollin.de/ aber die meisten sind Schund, ansonsten findet sich eine kleine Bauteilegrundausstattung für Experimente auf dem Experimentierbrett:
und jetzt fehlen nur noch hunderte von kleinen Beispielschaltungen dafür :-) Einige davon befinden sich in dieser FAQ, im Übungsbuch zu 'Art of Electronics', in den Online-Büchern auf http://www.vias.org/electronics.html und in AN-32, AN-20 von http://www.national.com/ und holt euch die Datenblätter von allen gekauften Bauelementen.
Megabytegrosse Datenblattsammlungen (DL111/126 Transistoren, DL135 MOSFETs, DL128 Analog-IC-Übersicht, DL129 Digital-HCMOS-ICs) gibt's bei http://www.onsemi.com/ , recht geeignet um mal eine Übersicht und einen Datenblatt-Grundstock zu bekommen. Sogar die (nutzlos informationsreduzierte) Pocket Guide gibt es noch http://focus.ti.com/lit/ug/scyd013b/scyd013b.pdf
Chiptypennummern nach Verwendungszweck als Startpunkt der Bauteilsuche:
Einstellbare Spannungsregler: LM2931/LM317L (100mA) LM317, LM337 (1.5A) , LT1086 (1.5A low drop), LM350, LM333, LT1085 (3A), LM338 (5A), LT1084 (5A low drop), LT1083 (7.5A), LT1038 (10A), PQ7DV10 (10A 1.5-7V Sharp, edel-schrott.de) ADP3310 (extern low drop) Hochvoltregler: MC1466 (floating bis hunderte Volt, berüchtigt für ausser Tritt kommen des internen Reglers) LM317HV 1.25-60V1.5A, L146 = 80V uA723, LM2576HV 1.25-60V3A (NS) B3171V (1.2-57V1.5A RFT) TL783 1.25-125V700mA(TI), LR8 1.25-450V10mA (Eingangsspannungsflankensteilheit>50us) LR12 1.2-88V50mA (Supertex), VB408 1.2-400V40mA (ST), LT3010 80V50mA (Linear), HIP5600 (50V..) (Harris) VB409 (alt ST, nur AC, 5V40mA), MAX610 (alt 5V/40mA aus 230V~) IXCY10M90S (1-100mA bis 900V, Darisus) ATT2405/06/16 (alt, Lucent)+6V..+600V | +---|I BSP135 (Depletion NMOSFET) | | | +-- ca. 6V wenn R1=R2 | | | R1 | | +----+ | R2 | GND
Hochvoltschaltregler: LNK304/305/306 (100-700V/120-360mA PowerInt) LTC3703 LT3758 LT8300 (100V) LM5116 LTC3703 (100V LT) LM5008/SM72485 (95V NS) SM3320 (50V NS MPP) HV9910/HV9961/ZLED7001/TS19450 (450V externer MOSFET, Stromregler) Präzisere Spannungsregler: LP2954AIT (TO220 250mA 0.1% NS) LP2986AIM (SOT8 200mA 0.5% NS), LT1086 (1% 1.5A 0.015% TO220 LT) Abschaltbare Spannungsregler ADP3367 (5V 0.3A LBO genau verkehrt für SHDN) LT1579 (5V 0.3A 2 Eingänge 2 LBO passend für SHDN), LM2941 (1A ADJ low=on) LP2951 (0.1A ADJ low=on), LP2985 (0.15A ADJ low=off Rückstromdiode), BAxxCC/BAxxDD (1A/3A, low=aus, Rohm), UCC383 (3A, 1.25-8.5V, Ube low=aus, TI) TPS76801 (1A, 1.2-5.5V, TTL hi=aus, TI) LTC3440 (step up, 2.5..5.5V ca. 500mA) R1200 (Ricoh, 2.3..5.5V->..21V, 700mA switch, ca. 50mA Ausgang) Niedrigstleistung-Spannungsregler (mit oft sehr schlechten PSRR ab 100Hz): HT71xx (2.2uA Holtek) MCP1700 (1.6uA)/MCP1702-33 -50 (2uA OnSemi, bei Reichelt) NCP551 (4uA OnSemi) S817 (1.2uA Seiko) Niedrigstspannungs-Step-Up-Schaltregler für 1 Zelle: AS1322 (AMS) L6920 (ST), LTC3401 (LT) ZXSC100 (Zetex) TPS61000 (TI) NCP1450 (OnSemi), LTC3108 (LT, ab 20mV) Referenzdioden: LM336/385/4040/4041 (NS), REF12Z/25/ADR291/AD1582 (Analog), ICL8069 (Intersil), TC04, ZRA245/250 (Zarlink), LT1009 (LT), MC1403, CS1009 (OnSemi) Zaehler/7SegDecoder: MM74C92x (NS) ICM7217 (4 stellig), U125D, ICM7249 (6 stellig), ICM7226 (8 stellig) (Intersil) HEX zu 7-Segment: MC14495, DM8880/9368, V40511 (Oppermann, eBay), D345, D346, CD4311 (CD4511 kann kein hex), CD4368, 74C915 oder eben ein GAL16V8 VFD-Treiber: A681x/A581x (Allegro), MAX6920-32 (Maxim), LB1240 (Sanyo), PT6311 (Princeton), NE594, MM58241/58242/58248/58341/58342/58348 (NS) MSC1162/1163 (Oki), SED2020/2032 (Seiko Epson), CS1087-1089 (OnSemi) EL-Folien-Treiber: SP4403 (Sipex) Ladungspumpen: ICL7660/LTC1044/MAX1044/LM2660 (5V/10mA), XC6351 (1.2V <10mA Torex) LT1026/MAX680/681(=MAX232 ohne RS232), LTC1044A (12V/10mA) ICL7662 (15V/10mA), MAX662 (5V->12V/30mA), MAX619/LTC1046 (5V/50mA), LTC1144 (15V/50mA), LTC1263 (5V->12V/60mA) LTC/MAX660/TC1121 (5V/100mA) (LT/Maxim/Microchip) MAX665 (8V/100mA) TPS61000 (100mA TI) MAX889 (5V/200mA) TPS60130 (300mA/5V TI) LT0154 (100mA 15V Reichelt) GHz-Vorteiler/Prescaler: CND2047, PMB2312/2313, MC12017/12079/12080/12095, U664/666/813 (schwingen leicht) U891/893/6024, SP4908/8718/8719/8792/8910/8755/8720/8786A, M54462AL (:256 1GHz Mitsubishi) LMX2322/2326, SAB6456, HMC426MS8 (Hittite) RESET-Controller für 8051: DS1833 (Dallas) RESET-Controller für 5V/12V: MB3771 (Fujitsu) Klangregler Volume/Treble/Bass: LM1036 (NS), TDA1074A, TDA4292, TDA7318 (Philips), LC7530, LC7532, LC7533, LC7535, LC7537 (Sanyo) DDS: ML2035/2036 (25/50kHz Fairchild), HSP45102/45106/45116 ISL5314 (Harris), AD7008/9832/9850/9851 (Analog) Q2240I (Qualcom) rauscharme OpAmp fuer Audio (Linepegel): TL071 (TI, nicht TL072/074), NE5532/5534 (Philips), SA5532/5534 (noch besser) MC33078 (Mot), LM833/837 (NS), OPA134/604 (TI) OP176/275/ADA4075 (Analog) billiger R2R Rail-To-Rail OpAmp: LMV324/824 LMC6482/6484 (NS), AD82x (Analog), TS912-924 (ST), TLV272/2372 (TI) LMC662 geht in latchup bei Vin > V+ - 1V OpAmp Rail-To-Rail R2R Ausgang über 24V Betriebsspannung: LTC6090 (140V 10mA LT) AD823 (36V JFET 0.2mV-2mV 15mA 500pF), ADR821/ADR827 (+/-15V inkl. 1.2/2.5V Referenz) OPA170/2170/4170/171/2171/4171 (36V TI) OP184/284/484 (36V Analog), LM7321/LM7322/LM8261 (30V, 0.7mV-6mV, 65mA, unlimited cap) CA3140 (30V RCA) Niedrigstspannungs-1V-OpAmps: LM10 (NS), MC33501/502/503, NCS2001 (OnSemi), MAX4289 (Maxim, langsam) XC221 (Torex) Hochspannungs-OpAmps für höhere Spannungen: PA240 (350V) LTC6090 (140V 10mA R2R LT) OPA454 (100V) OPA445 (60V) PR2201/2202 (80V Prema), MC1436 (60V OnSemi) OpAmp mit Referenz: LM614 (NS QuadOpAmp+TLV431) LM10 LM432 (NS), TSM101, TSM106, TSM107, TSM103 (ST) = NCP4300 (OnSemi) = TL103 (TI) = LTC1541 (5uA, LT) FP701/702 (Feeling, 1.25V overvoltage Schmitt-Trigger) TSM105 = AP4305 (1.25V + 2 OpAmps, nur - Eingang zugänglich, Ausgang verodert) OpAmp & Komparator & Referenz: TC1026, LTC1541, MAX951 (5uA), LM613=LM358+LM339+TL431 präzise hochohmige OpAmps: OP07A (TI), LTC1150/2050 (LT), AD707/8571 (Analog), LT1014A, LTC2050 (zero drift, R2R 2uV/us Slew, LT) extrem rauscharme OpAmps für niederohmige Quelle (Audio-MC-Phonovorstufe, dyn. Mikro): LT1028/1115 (LT), AD797 (Analog) chopperstabilisierte OpAmps: LTC1049/1050/1052/1150 Leistungsopamps: LM675 (3A) L165 (3A) OPA547T (60V 2A) open collector OpAmp: TAA761/861, TAE/TAF1453/2453/4453, TAA752/765/765/2761/4761/2765/4761/4765A, B761D/B765D/B861D/B865D/B2761D/B2765D/B4761D/B4765D over the top beyond the Rail OpAmp: TLV2401 (5V), OPA2340 (0.5V, TI), INA117 (200V, TI), LT1490/LT1491/LT1638/LT1639 (44V, LT), OP191/291/491 (20Vpp), TL071/072/074/etc. LF411 etc. LF356/357 (50V http://www.national.com/an/AN/AN-447.pdf) high side Strommessung: ZXCT1009 (Darisus) sauschnelle OpAmps: THS4303, THS3201, OPA847 (1.8 - 3.9 GHz TI), LTC6409 (10 GHz) OpAmp für hohe kapazitive Last: LT1363 (LT), LM8261/8272/6161/6261/6361/6362/6364/6365 (NS), AD817/826/827/847/848/849 (Analog) http://www.analog.com/library/analogDialogue/archives/31-2/appleng.html MC34071 (OnSemi) OpAmp für Ansteuerung Piezo, EOMs, Pockelszellen bis MHz: PA97 PA98 PA85 (Apex) Normale OpAmps steuern höhere Spannungen: http://www.national.com/ AN271, AN272 Leistungs-OpAmp schneller als L272 mit weniger Offset: LT1210 (1.1A 35MHz, LT), L2722/2724 (ST), TCA0372 (OnSemi) (nicht für Audio geeignet, da wie LM324/358 ruhestromlos) AD8534 (4 x 250mA bis 6V aber 30mV Offset) verbesserter LM386 1W/8 Ohm Audioamp für 5V ohne Ausgangselko: LM4861/4871/488x (NS) Kopfhörerverstärker (32 Ohm, 0.15W): MC34119 (OnSemi, TS34119 Conrad), NJM2113 (NJR, will besser abgeblockt werden als der MC34119), TDA7050/TDA2822 (Philips) TS922 (ST, phase reversal) Lautsprecherschutzschaltungen: uPC1237, TA7317 KFZ-Audioleistungsverstärker: TDA7375 (4*4W/2*22W), TDA7560 (4*30W) TDA8563 (2*40W an 2 Ohm) Heim-Audioleistungsverstärker: TDA7294/7285 (ST), auch als Piezotreiber gut, TDA7293 parallelschaltbar, LM3875 LM3886 (NS) OpAmp für Ausgang Funktionsgenerator: LT1206/1207 (LT, auch bandbreitenbegrenzt als Kopfhörerverstärker gut) Elektrometer: INA116 (1-200fA), AD549L (40-250fA) AD515 (75-300fA), LMC6001A (25fA-4pA), OPA129 (30fA-20pA) LMC6482 (20fA-10pA), LPC660/LPC661/LMC6041 (2fA-100pA), OPA111/128/129 (0.5-2pA), AppNotes: AN242 LB37 AN241 (NS), AB075 (BurrBrown) Instrumentenverstärker: AD620/621/624/625/626 (Analog), INAxxx (TI), LT1167/1168 (lt) Platin-Temperaturmesswiderstandsverstärker, Pt100, Pt1000, RTD: ADT70 (Analog) Thermoelementmessverstärker: MAX6675 (Maxim), LT1025 (lt) Dehnungsmessstreifenverstärker und -Wandler: MAX1400-1403 (Maxim) Mikrofonverstärker mit Kompressor: SSM2165 (Analog) VCAs: 2181 (That), AD600/602/604 SSM2010/2013/2014/2018/2020/2022/2118/2120/2122/2164 (Analog), BA7655 (Rohm), M5244 (Mitsubishi), CLC5523 (NS), SL550 (Plessey), VCA2612/2613/2614/610 (TI) OTAs: BA6110 (Rohm), CA3060/3080/3280 (Intersil), LH0045 LM3080, LM13600/13700 (NS) = NE5517 (Philips) = NJM13700 (New Japan Radio), OPA2662/660 (TI), LT1228 (lt) Transimpedanzverstärker: OPA665 (TI) AD9617//9618 (Analog) SA5211/5212/5214/5217/5225 (Philips) TZA3023/3033/3034/3043/3044 (TI) (Sander Electronic) Multiplizierer: XR2208 (Exar), ICL8013 (Intersil), RC4200 (Fairchild), AD532/633 (Analog) MPY100/634 (TI) logAmps: MAX4206/4207 (Maxim) BB4127/LOG100/101/102 (TI), AD8304 (Analog) [teilweise stückweise lte Interpolation] TrueRMS Konverter: AD536/636/637/736/737 AD8361 (lin) AD8362 (log) ADL5902 (9Gz 65dB) (Analog), LTC1966, LT1088 (lt) Hall-Strommesser: ACS750 (Allegromicro), Sanken CS-Series bis 5A Hallsensoren: KSY10/13/14 (Infineon), A1321+A3141-44 (Allegromicro) , THS125 (Toshiba), HG106 (Asahi-Kasei), GH700 (F.W. Bell), Micronas, Melexis Strommessstift: http://www.farnell.com/datasheets/1387648.pdf LiIon Protection in SOT23-6: NCP800, R5421, T63H0002A, AAT8633, MC33349, S8231 (SO8) S8254 (3-4 Zellen) Akkulader-ICs: ADP3811, BQ2000/2002/2004, CH127/128, MC33092, MAX1640/1641/1647/712/713/846, ICS1700/1702/1722, AIC1781-1783, LM3647, LT1512/1571, LTC1759, TEA1102/1103/1104 Nullspannungsdetektor: TDE2907, 8T363 Fensterkomparator: MC34161 (Motorola), TCA965 (Infineon, veraltet) TRIAC-SteuerIC: alt: TDA1023/24, U217B=T2117, U106, U208 (alle veraltete) neuer: U2008/2010 (Temic, Atmel), TCA785, SL440/SL441/SL443 (Plessey, veraltet, Weller Lötkolben, Hinkel-Elekctronic) NE555=SE555=LM555 (4.5-16V, 500kHz) in CMOS: ICM7555 (2-18V, 1MHz Intersil), TLC551 (1-16V, 2MHz, TI), TLC555 (2-15V, 2.1MHz, TI), TS555 (3-16V, 2.7MHz, ST), LMC555 (1.5-12V, 3MHz, NS), ZSCT1555 (0.9-6V, 330kHz, Zetex), IR2151 (Gegentakt MOSFET Treiber Ausgang) MIC1555 (2.7-18V, SOT23-5) Langzeittimer: U6046/6047/6049, ICL8250, XR2240, 74HC5555, CD4541 CD4543 CD4536 CD4045 CD4445 CD4451 F->V Konverter/Tachometer-ICs/Frequenz-Spannungswandler: LM2907/2917 (NS), ADVFC32 AD636 (Analog), TC9400 (Tel) IR(De)Coder (RECS/RC5): SAA3004/3006/3007/3009/3010/3027/3049 SAB3210/3209 (Infineon), HT11/12 (Holtek), MC14497/145026/27/28 (OnSemi) uPD6121/uPD6122 (NEC) 21/2222+2225 (princeton.com.tw) IR-Coder (PPM): PTPT2221/2222 (Princeton), uPD6120/21 (NEC) oder LC7461M/62M (Sanyo), UM3750/3758 (UMC) Infrarotdemodulationsempfaenger: SFH505A SFH5110 TFMS5300/5360 (Infineon), TSOP17xx/18xx/48xx (Vishay), IS1U60 IS1460 (Sharp) PIC26043SM einstellbare Demodulationsempfänger: SL486, U2538B/T2525/T2527, AIC1862, TDA4050B, TBA2800 IrDA: IRM3001, TFDS3000/4000/4500/6500, TOIM3000/3232 PLL FSK Demodulation: NE567/NJM2211 AM Radio ICs: TCA440, TDA1056, A244 FM Radio ICs: TEA5767HL DCF Funkuhr: UE6005, T4227 (Atmel) U4223/4224 (alt) StereoCD D/A: LC7881 7.10, PCM56 (TI) StereoDecoder: MC1310 diffuse LEDs: TLVR/TLVG/TLVY4200, Superflux Uhren-ICs: alt: MM5314/5316/50250 (NS), U125, neuer: LM8560 (Sanyo, Reichelt)=TMS3450 (TI), HT1340/1391 (Holtek) RTC-ICs: M41T00 (ST,0.8uA), PCF8563/8573/8583 PCA8565 (10-200uA, Alarm) PCF8593 (wenig Strom, Alarm, Philips), DS1307 (Dallas) Fernsteuerservo: alt: SN76604/SN28654=B654, ZN409, NE544, neuer: NJR2611, M51660, M52461, M64611, AA51880 Funkfernsteuerungsencodersender: LM1871 Märklin Modellbahn: MC145026, MC145027 (Motorola) RS485: SN75176BP SN75LBC176 (TI), LTC485 (lt), MAX487 MAX489E MAX490E (Maxim) IL485 (Isolationskoppler, NVE) RS422: µA9638 4-20mA: XTR110 (TI), AD420 (Analog), AM422 http://www.analogmicro.de/ HPIB, GPIB, IEEE488: alt: TMS9914A, SN75160 (Daten), SN75161 (Steuersignale) (TI) USB: CY7C6300x (Cypress), PDIUSB11/12 (Philips), FT8U232/245 (FTDI), PIC16C765 (Microchip), TUSB3210 (TI) RGB->Composite PAL-Encoder: MC1377 (schlecht, Trafo, OnSemi), TDA8501+TDA4568 (Philips) Videodigitalisierer/Framegrabber: SAA7111/7113 (Philips) RDS Decoder: TDA7330, SAA6588 schnelle SRAMs: ISSI, Cypress, Alliance Semiconductor I2C-Repeater: PCA9515 (Philips), IL712 (Isolationskoppler, NVE) Quadraturdecoder: LS7166, LS7266 (LSI Logic), HCTL2022/2032 (HP), DDM01 (amira.de) Analogschalter: CD4016 (alt), CD4066 (15V), LC4966 (37V), DG2xx, DG4xx, Audio: SSM2402/04 (Analog) TDA1028 (ST, uralt), NJM2750 (Stereo 4:1 JRC) FSA2269 (5V analog Fairchild) DG2750 (5V analog Vishay) PI5A4764 PI5A4765 (clickless Pericom) TK15210 TK15324 usw. (unidirektional Audio MUX, Toko) Kreuzschienenverteiler: AD75019 (Analog) MT8808, MT8816 (Zarlink) TEA6420/TEA6422 (ST) 3-Klang Gong: alt: SAB0600, neuer: SAE800 OnScreenDisplays: PCA8516, SAA5242, STV5730A Sensor-Dimmer: alt: S566/576 SLB0586/0587 (Siemens), auch schon alt: HT7700C/7703/7704 (Holtek), neu: HT7713 (Holtek), LS7231-33/7314-15/7237/7339-40/7535/7538-39/7631-32 (LSI CSI) Schwingungspaketsteuerung Heizungsdimmer: TDA1023, U217, T2117 Bargraphanzeige: U237/247/257, LB1403-1426, dabei 1412 5.50 (Peak,12, Sanyo), LB1494, LM3914-16/LM4700 (10) MM5451 (35, NS), U1096 (30), A277 UAA170 UAA180 (12), KAA2281 (2*5) KAA2283 (10), TC826 (40 LCD Microchip), LC7556 (2*12 Peak VFD Sanyo) TL476/487/489/490/491 (alt), D620 (TFK, 10) Audio Spektrum-Analyzer-Display: MSGEQ7 (Watterott, Sparkfun, http://www.youtube.com/watch?v=4tWXBv-PpRs) BA3822(5)/23(5)/24(5)/26(7)/30(6)/33/34(7)/35(5) (Rohm) NJM2760(4) NJU7505(5/10)/07(7)/08(11)/09(11) (NJR) 7band +-12db uC Graphic Equalizer: LM835 (NS), LC7522, LC7523, 5-Band: TDA7317 (ST) BA3812/22-24 (Rohm) MOSFET-Treiber: MMH0026=DS0026=MC34151/34152 (OnSemi, schwingt leicht), LM5112 (7A NS) UCC37321-325 (9A TI), TPS2811/12/13 (TI, ähnlich 0026 mit Spannungsregler), ICL7667 (Intersil, Hysterese), TC429 (9A Hysterese) LTC1693 (lt), HIP4080-82A (Harris, nicht die nicht-A-Typen, siehe TB321, aber lese AN9404, on/off time einstellbar), IXDD430 (30A, Ixys), SN75374 (500mA, versorgungsspannungsflexibel, TI) DRF1200 (13A 30MHz 1kV isol. Microsemi Hybrid) TC426 (Toshiba), MAX4426/4427/4428 (Maxim), MIC4422 (Micrel, gut) TC4422 (TelCom+Maxim, unzuverlässig) UCC27323-37325 (TI, halten auch Rückstrom aus) MOSFET-Treiber für NMOSFET an positiver Rail: L6384-6 (ST), IR2110 (IRF, dead-time sehr kurz), MAX620/MAX621 (Maxim) TLE6280 TLE7184 (3 Phasen, Infineon) ISL83202 (H-Brückentreiber, 55V Intersil) MOSFET-Treiber mit Ladungspumpe für NMOSFET an positiver Rail: LTC1154/1155/1156 (single, dual, quad, gute dead time, teuer), MIC5011 (highside, mit chopper-Strombegrenzung) MOSFET Treiber mit Strombegrenzung: MIC5020 (lowside) MIC5021 (highside+charge pump, Micrel) MIC5013 (high side für MOSFET mit Sense-Ausgang) IR2121 (lowside) IR2125 (highside) IR2130 (3-phase) LT1158 (lowside, highside) MOSFET-Treiber mit Enable: EL7158 (12A Intersil), IXDD509/IXDE509 IXDD414PI (9A Ixys) Vollbrücken: BA6208/6209/6218/6219/6229/6283/6285-6288/6417/6418/6920 BD622x (Rohm), TLE420x, TLE6209R (Infineon), TCA3727/4727 (Philips), BTS780 (30A Siemens), VNH3SP30 (30A ST) TMC32NP2 (Trinamic) si9986 (1A SO8 Vishay) SLA2402M (600V 2A) TC4469 (4x300mA 4.5-18V Conrad) L9958 (ST 28V 8.6A) Vollbrückentransistoren: DRV8833 (2.7-10.8V 1.5A) TA8304K (7V 0.8A Toshiba) ZHB6792TA (NPN+PNP 70V 1A Zetex, Reichelt) ZXMHC6A07T8TA (MOSFETs 60V 2.2A Zetex, Reichelt) DTMF: Empfänger: MT8800, Sender: MT8880 (Mitel) Signalspannungsbegrenzung: QS3244/32244 Quickswitch (IDT), TXS02612, TXB010X, 74LVC8T245, 74CBTD3861, TL7726 (TI), GTL2002 (Philips), MAX3370-3397/MAX13047 (Maxim), FST4244/FST3245/FXLP34 NC7WZ07 (Fairchild) High-Side Driver: ULN2076, SAA1300 (5 x 85mA I2C) Audioleistungstransistoren: MJL4302/4281 (OnSemi bei Reichelt) 2SA1494+2SC3858 (für 150Wrms an 4R), 2SA1295+2SC3264, 2SC2921+2SA1215, 2SC2922+2SA1216 (70mOhm Ringemitter) 2SC4386+2SA1671 2SC4388+2SA1673 2SA2151/2SC6011 (Sanken) STD0xN/P (Sanken, tempco Diode) 2SB1163/2SD1718=2SA1302/2SC3281=2SB1317/2SD1975 (Toshiba/Panasonic) MJL21193/4/5/6 (OnSemi) NJL3281D/NJL1302D (tempco Diode, OnSemi), BD245+246 BD249+250 (jeder) Audio-MOSFETs: 2SK133-135+175-176+1056-1058+2220-2221/2SJ48-50+55-56+160-162+351-352 (Hitachi lateral) ECF/ECX10P16+20+ECF/ECX10N16+20 (Exicon lateral), BUZ900+905/901+906/901D+906D (Philips) http://www.renesas.eu/products/discrete/power_mos/power_mosfets_for_amplifier/power_mos_gen_amp/Documentation.jsp Audio-Treibertransistoren: BC550/560, NE856/85633 (eigentlich HF, aber voll spezifiziert) 2SK389 (JFET, 0.5dB) matched Pairs: NPN: BCV61 PNP: BCV62 (NXP) MAT02 (0.05mV), MAT01/LM194 (or 0.1mV), LM394BH SSM2210/20 (0.2mV), MAT03 (rauscharm), MAT04 (lt) HFA3127/3134/3135 CA3046/3083/3083/3096/3127 (Intersil) (Achtung: Unterschiedliche Qualität bei 3083, LM3046 soll schlecht sein) 2SC3381 (80V, obsolet) http://www.thatcorp.com/300-series_Matched_Transistor_Array_ICs.shtml http://www.micross.com/pdf/LSM_LS302_SOT-23.pdf (high beta high voltage) 2N4045 (5mV, NPN 45V Oppermann) THAT120 (quad 5% PNP) MAT14 (quad 4% NPN) Doppeltransistoren: BC846BS+BC856S/BC847BS+BC857S, MMPQ6700 (quad) MMBQ2222A, PBSS3515VS, PEMB9/PUMB9 lowsat bipolar NPN Kleinleistung: 2SC2878 (42mV 20mA 2mA 300mV 300mA 30mA, hohe UBEreverse von 25V, hohe hFE reverse von 150) ZTX1047 FMMT617 (150mV 3A 50mA) ZXTN19060CG (200mV 7A 700mA) ZXTN19020DG (200mV 9V 450mA) und andere von Zetex, PBSS4120T PBSS4620PA (120mV 3A 30mA 200mV 6A 300mA) und andere BISS von Philips, 2SC5707 (typ 110mV bei 2A, schnelle Schaltzeit, bis 8A, Reichelt) high beta Transistor: BCX70/71 (hFE>380 2mA) MPSA18 (500-1500 10mA) 2SC3112A (hFE 600-1800 2mA) 2SC3112B (hFE 1200-3600 2mA, Toshiba) Transistoren mit definiert niedrigem Sperrstrom cutoff current FFB2222A (NPN 10nA @ 25GradC) kleiner LogicLevel NMOSFET: BSS98 BSS295 (TO92), BSP297 (SOT223), IRF7401 (SO8) LogicLevel PMOSFET: IRF7416 (SO8), IRLML5203 (SOT23), BSS84 (SOT23) FDN338 (Fairchild SOT23 1.3A 20V @ -2.5V) MTP50P03 (OnSemi TO220 50A 30V) MOSFET mit >20V Ugs: FQPF12P10, STH8NA60FI 2SK2251-01 (Fuji) IRFPC50A MOSFET mit Kelvin Sense Strommess Anschluss: IRCZ44 (60V/50A/Reichelt) 20V/2.5A/0.1Ohm LogicLevel NMOSFETs in SOT23: Si2302DS (Vishay/Philips) GF2304 (Pollin) selbstleitende depletion NMOSFET: BSS126/139/169, BSP135/149 (Infineon), LND150/LND250+DN2540+DN2470-DN3545 (Supertex bis 700V 500mA 6Ohm) MOSFET, 0.9V Uth bei 3V durchschaltet: IRF7401 (NMOS) / IRF7404 (PMOS) (IRF) TN0200T TN0702 (NMOSFET), TP0101T (PMOSFET) (Vishay/Philips) BSH103 (30V 0.85A 0.6 Ohm bei 1.8V) FDN338 (PMOSFET) MOSFET der bei 1.5V immerhin 1.5A durchschaltet: RUQ050N02 (20V 5A) MOSFET der bei 1.8V immerhin 10.5A durchschaltet: FDS4465 (P-Kanal) schnelle kleine MOSFETs ohne Diode auf einem Chip: SD5000-Serie JFET mit niedrigem RDSon: J105 Hochstrom-MOSFET: IRFP4368 (195A/75V/TO247/10nF, Reichelt), IRF3004/IRFS3004-7 (240A/40V/D2PAK-7/10nF) IRF1324S-7P (429A/24V/D2PAK-7/8nF) VMM1500-0075X2 (1500A/75V Halbbrücke) VMO1600-02P (Ixys 1600A/200V/1.7mOhm) MOSFET mit Bulkanschluss/herausgeführtem Substrat: BSS83 (von NXP), 2N4351, BSD22, SD210 SD5000 SD5400 Serie, SST210 Serie, MIC94030/94031, CD4007 Niedriger Eingangsstrom: 3fA DF703 (Röhre), 80fA PF5301 (JFET) 100pA SD210 (MOSFET), 75fA AD515AL OPA128 LMC6041 (OpAmp, kompensiert) Hcohspannungs-MOSFETs: BUZ50, 2SK1119, STP5NK100, 2SK1489 (1000V) STP4N150 2SK1317 (1500V) Hochspannungs-IGBTs: DIM400XSM65 (6.5kV/Dynex) 5SNA0400J650 (6.5kV/ABB) MIO600-65 (6.5kV/Ixys) FZ200R65 (6.5kV/Eupec) CM600HG-130H (6.5kV/PowerEx) QIS4506001 (4.5kV/60A), IXEL40N400 (4kV/40A) Hochspannungsdioden für Mikrowellenöfen: NTE517 (15kV 550mA 5uA rev) Hochspannungsschottkydiode, Silizium-Carbid SiC Dioden: GBP3SHT24-89 (2400V 0.3A 225 GradC 1uA rev) NPN bipolare Hochspannungstransistoren: BUH2M20AP (1200V ST), 2SC4913 (2000V/20mA Hitachi) 2SC4686A (1200V/50mA Toshiba), BUX87 (1000V/500mA TO126) STX616 (500V TO92) BV32 3DD13001 (400V TO92) KSE13005 (400V) KSE13004 (300V) PNP bipolare Hochspannungstransistoren: 2SB832 (900V Sony) 2SA1967/2SA1968 (900V Sanyo) 2SA1831 (800V Sanyo) 2SA1379/2SA1807/2SA1413Z/2SA1486/2SA1627 (600V) ZTX560 (500V Zetex) 2N5852 (500V) 2SA1862 (400V) NPN bipolare Hochstromtransistoren: BUX75, BUR50 IGBT Hochspannung Hochstrom Halbbrücke: FF1400R12IP4 (1200V 1400A) Hochspannungs Solid State Relais: http://www.highvoltageconnection.com/high-voltage-solid-state-relays.html (Behlke bis 150kV) Hochspannungsoptokoppler: OC250 (25kV) http://www.voltagemultipliers.com/html/Opto-coupler%20Information%20Index.html PNP hochsperrende Transistoren: 2SA1359 2SB1705/06/07/08/09/10/13/22/30/31/32/33/34 (100nA bei 25 GradC max) 2SB891 (1uA) NPN hochsperrende Transistoren: BC547 (ONSemi, typ 200pA, max 4uA) PMBTA45 PBHV9050T (max 10uA) BSP125 (100nA max bei 25 GradC 5uA max)BSS225 BSP225 Dual NJFET: PMBFJ620 (Schottky-)Dioden niedriger Flußspannung (aber hohem Rückstrom) als Germaniumersatz: BAT60A SK24A: 0.12V@10mA 0.2V@100mA LL103x: 0,2V@1mA@25°C MBRS120, MBRS140: 0,23@30mA@25°C MBRS320, MBRS340: 0,22@50mA25°C B340F: 0,2V@10mA@25°C SB320, SB330, SB340: 0,2@10mA@25°C SK24A: 0,13V@10mA; 0,2@100mA; 0,33@1A, MBRB2515L (0.28V@10A, 200mA Ireverse@100°C)
Tunneldioden: http://store.americanmicrosemiconductor.com/diodes-tunnel-diodes-general-purpose.html AM Kapazitätsdioden: BB212 (Philips), KV1235, KV1530, KV1560NT (Toko, compotek.de) HN2V02H-B (Toshiba) SVC321 (neuhold.at)
Von: MaWin 17.7.2000
Zunächst mal finden sich gute Schaltungsvorschläge zu letztlich allen denkbaren Themen in den Application Notes der Chip und Sensor Hersteller. Man muss nur lange die geeignetste suchen, denn es gibt so viele. Die technischen Daten dieser Schaltungsvorschläge werdet ihr nur bei perfektem Aufbau erreichen, denn da waren natürlich Profis am Werk. Es hilft, wenn bei der AppNote ein Platinenlayout dabei ist, wie viele von http://www.st.com/ und http://www.maxim-ic.com/. Natürlich favorisieren die Chiphersteller wo möglich ihre eigenen Bauteile. Oft kann man die Schaltungen genau so gut (und manchmal besser :-) mit Bauteilen anderer Hersteller aufbauen. Allgemeines erst mal hier:
Wer bloss Schaltungsideen sucht, sollte mal hier reinschauen:
Die als PDF http://www2.produktinfo.conrad.com/ downloadbaren Anleitungen für Conrad-Bausätze enthalten die vollständigen Schaltpläne und Platinenlayouts. Man muss sich also die Bausätze nicht kaufen, wenn man die Platine sowieso selber machen will.
Bei http://www.elv.de/ kosten Anleitungen meist Geld (Ausnahmen als PDF gibt es, vor allem indirekt bei Conrad). Das ist aber immer noch billiger, als regelmässig die Zeitschrift zu kaufen bis mal was brauchbares dabei ist, und die Platinen und Spezialteile kann man so gleich mitbestellen. Leider kostet bei ELV der Katalog Geld (scheinbar bei Onlinebestellung nicht), und die Zeitschriften sind nur ein verkapptes Katalogupdate.
Dann gibt es zu vielen kommerziellen Geräten die Schaltpläne. Wenn man will, kann man die also nachbauen, soweit keine Spezialteile verbaut wurden. Findet man im Internet nach Eingabe der Modellbezeichnung in eine Suchmaschine keinen Schaltplan und schickt einem der Hersteller auf Nachfrage keinen Schaltplan kostenlos zu, so kann man versuchen, Kopieen davon für teures Geld zu kaufen:
Bei kommerziellen Geräten zählt jeder Cent, insbesondere bei Consumerware die millionenmal hergestellt wird. Deswegen meiden Hersteller teure Chips selbst wenn sie besser sind oder Schaltungen mit viel weniger Bauteilen erlauben. Daher die unglaublich vielen Schaltungen mit LM324 und Einzeltransistoren. Für den Hobbyelektroniker spielt der Preisunterschied keine so grosse Rolle, er kann und sollte die besseren Chips verwenden. Wer wissen will, WIE schlecht der LM324 ist, sollte mal seinen Vergleich im Datenblatt des LMV324 angucken. Zur Auswahl steht alles, was der Elektronikversender im Katalog hat. Die hochpräzisen Chips von Analog, Linear, Burr-Brown sind dann wieder so teuer, das der Hobbyist, der die technischen Daten dieser Chips mangels physikalischer Grundlagenkenntnisse eh nicht ausreizen kann, von selbst Abstand nimmt, und diese Chips besser den Profis überlässt.
Schaltpläne von Hobbyelektronikern sind zahllos im WWW vertreten. Diese sollten sich mit geschickt gewählten Suchbegriffen festnageln lassen. Einen umfassenden Einstieg gibt http://www.epanorama.net/ . Allerdings funktionieren nicht alle Schaltungen, die man im Web so findet, und die meisten schreiben voneinander ab oder vergessen beim Abschreiben von AppNotes die Hälfte. Daher verweisen bei ePanorama leider die meisten Links auf Schrott.
Von: MaWin 17.7.2000
Das Löten von normalen Platinen und Schaltlitzen ist mit einem Elektroniker Lötkolben kein Problem, wenn die Metallflächen OXIDFREI und sauber sind und man dem Lötkolben passend Zeit zum Aufheizen gibt. Das im Lötzinn enthaltene Flussmittel sorgt für eine gute Lötstelle. Als Bastler darf man Schaltungen weiterhin mit bleihaltigem Lot löten, das Verbot gilt nur beim Inverkehrbringen, aber gerade beim Löten besteht ja - im Gegensatz zum fertigen Gerät aus dem Handel welches man ungeöffnet wegwirft - die Gefahr mehr und mehr Blei aufzunehmen, gerade als regelmässiger Bastler, denn wer wäscht sich schon nach jedem Anfassen von Lot, fertigen Platinen oder angelöteten Bauteilen die Hände. Also wäre gerade der Bastler derjenige, der von der nun kostengünstigen Verfügbarkeit von bleifreien Loten seine Gesundheit profitieren lassen kann. Mit Balver SN100C oder Felder SN100+ (Silberlote wie Armack BF32-3 von Display3000 soll zum Handlöten gut sein) stehen Lote zur Verfügung, die keine der Nachteile der alten untauglichen SAC-Legierungen mehr haben. Mein Tip für Bastler: Stellt auf bleifrei um, und repariert nur alte mit Blei gelötete Geräte mit euren alten Werkzeugen. Und nehmt bei Dauerlötspitzen kein kupferhaltiges Lot.
Oxidierte Oberflächen verhindern gute Lötstellen. Die Industrie verwendet i.A. keine Bauteile mehr, die länger als 1 Jahr ausserhalb einer Stickstoffatmosphäre gelagert wurden. Ein temperaturgeregelter Lötkolben ist im industriellen Einsatz sein Geld wert, als Hobbyist kann man abwarten, bis der Lötkolben die passende Temperatur hat bzw. ihn ausstöpseln oder in den feuchten Zelluloseschwamm drücken, wenn er zu heiss wird, oder einen normalen Dimmer vorschalten (nichts anderes ist beispielsweise in der elektronischen Lötstation WTC100 drin http://www.uoguelph.ca/~antoon/circ/wlc100.html oder in MS 250 von Ersa), damit man ihn wenigstens einstellen kann. Im Moment ist der Ersa Multi-Pro 25W Lötkolben für 25 EUR besonders interessant, weil es für ihn kostengünstige MicroWave SMD-Lötspitzen SolderWell gibt. Allerdings wurde Ersa aufgekauft und versucht seit dem mit minderwertiger Produktionsweise Geld zu sparen, selbst alte Lötspitzen wie die 832 werden durch doppelteilige ersetzt, die einfach nur Murks sind, weil sie nun schlechter die Wärme leiten und bei Druck sich lockern.
Die berühmten Weller Magnastat sind technisch überholt (zu klobig, teure Lötspitzen), für das ganze Sortiment gibt es aber offenbar jahrzehntelang Ersatzteile bis zur kleinsten Schraube. http://www.hinkel-elektronik.de/pdf_node/134.pdf
Wer NiCd-Akkus ohne Lötfahnen direkt am Boden (laut den Datenblättern der Hersteller ist das nicht erlaubt, man soll punktschweissen, Anlage siehe http://www.guido-speer.de/html/punktschweissgerat.html und http://www.teralab.co.uk/Electronics/Spot_Welder/Spot_Welder_Page1.htm ) ähnlich massive Dinge löten will, braucht einen richtig dicken Lötkolben und geeignetes Lötzinn. Wer es mit einem 25W Lötkolben und rumbraten probiert, beschädigt den Akku. 150 Watt und eine kurze dicke Lötspitze, dann lassen sie sich (direkt nach dem man sie mit feinem Sandpapier saubergeschliffen hat) in wenigen Sekunden löten, ohne das der Akku selbst heiss wird. Alu (Bleche, keine Kühlkörper) oder Stahl (Akkus und Glühlampensockel) lassen sich mit Multicore Alu-Sol Lot und einem heissem Lötkolben gut löten. Bitte Dauerlötspitzen (Ersadur etc.) nicht verbiegen oder gar dran rumfeilen und kein PVC damit anschmurgeln, die Beschädigungen der Beschichtung führen sonst sofort zum Weggammeln der Lötspitze.
Wer vor seinem ersten Bausatz mal das Löten üben will: Es gibt die klassischen Lehrstücke: 10 10cm lange Stücke Schaltdraht abisolieren, im 5 x 5 Gittermuster aufeinanderlegen und zusammenlöten. Dasselbe nochmal mit alten oxidierten Drähten :-) Und man sollte auch mal zur Übung BEWUSST so lange auf einer alten Platine rumbraten, bis die Leiterbahnen abgehen, damit man lernt, wie lange das dauert.
Bei Lochrasterplatinen ohne Kupfer steckt man die Bauteile durch, biegt die Anschlussdrähte so, das die zu verbindenden Anschlüsse verschiedener Bauteile zusammenkommen, und lötet die zusammen. Es gibt ein Problem, sobald sich Leitungen kreuzen, also sind die Platinen nur für allereinfachste Anwendungen. Ausserdem halten die Bauelemente nicht besonders, weil sie ja letztlich nicht festgelötet sondern nur angebunden sind. Sie eignen sich aber als Träger für die Fädeltechnik (Anschlüsse mit Kupferlackdraht verbinden) besser als Platinen mit Lötaugen, weil man die notfalls auch wieder auslöten kann.
Bei Streifenrasterplatinen ordnet man die Bauteile so an, das die zu verbindenden Anschlüsse jeweils nebeneinander (in Richtung der Kupferstreifen) liegen. Dabei sind mehrere Gruppen pro Kupfersteifen möglich, man muss nur den Kupferstreifen (an einer dazwischenliegenden Stelle) durchtrennen. Dann lötet man die Bauteile ein. Wegen den nur in einer Richtung verlaufenden Kupferstreifen benötigt man oft Brücken oder Drähte, mit denen man quer zum Kupferstreifen verlaufende Verbindungen herstellt. Die brauchen viel Platz, daher sind diese Platinen nur für einfache Schaltungen geeignet. Für 230V~ gibt es Platinen mit 5mm Rasterabstand.
Bei Lochrasterplatinen mit Lötaugen lötet man erst ganz normal die Bauteile ein und schneidet die Drähte ab, und setzt dann mit nicht zu heissem Lötkolben auf jedes Lötpad auf dem Weg der zukünftigen Leiterbahn einen Hügel aus viel Lötzinn und 'schleppt' ihn zum vorherigen Pad. Dann lässt man ihn erkalten, bevor man den nächten Pad angeht. So bekommt man schnell ansehnliche Lochrasterplatinen. Das Umbiegen der Anschlussdrähte der Bauteile sollte man vermeiden, da damit späteres Auslöten erschwert wird. Extra Kupferdraht ist unnötig. Das dicke Lötzinn ist leitfähig genug.
Und dann gibt es noch die Lochrasterplatinen, die mit Kupferstreifen die Verbindungen der Experimentierbretter (5 quer, 2 längs) nachahmen. Da lötet man de Bauteile und Drähte so drauf, wie man sie im Experimentierbrett stecken hatte :-) als wilder Verhau.
Bei SMD ICs wird die Verarbeitung kritisch. Verwende viel Flussmittel (aus einer Spritze mit z.B. Kolophonium in Spiritus), die Platine sollte beim Löten nass sein, dann lassen sich ICs problemlos einlöten. Im Prinzip hängt dabei das Lötzinn an der Lötspitze, mit der man über die IC-Pins rollt. Das extra Flussmittel verhindert, das das Lötzinn zwischen den Pins hängen bleibt. Passiert das doch, probiert man es nochmal mit mehr Flussmittel, sonst muss man es mit Entlötlitze und Flussmittel wieder entfernen. Bei 1.27mm Pinabstand geht das, aber bei 0.5mm kaum noch.
Man kann auch zuerst die Pads durch drüberrollen mit einer Lötzinnkugel dick verzinnen, dann das Bauteil plazieren und an 2 Ecken je einen Pin anlöten, alles mit Flussmittel einstreichen und per Heissluft löten. Dabei den IC, nicht die einzelnen Pins herunterdrücken.
SMD Lötpaste braucht man nicht, da einem sowieso die Möglichkeit fehlt, diese in exakter Menge aufzubringen. Wenn man bei http://www.pcb-pool.de/ für 100 EUR eine Schablone fertigen lässt, oder in eine 0.15mm Overheadprojektorfolie per CNC die Löcher bohrt, kann man mit einem Rakel (Fenstergummi) Lötpaste aufbringen und in einem handelsüblichen Mini-Grill Reflow-Löten:
Eine verzinnte Leiterplatte ist hilfreich, die Industrie rollverzinnt oder macht HAL hot air levelling, das kann man selber mit Rosol3 und Heissluft bewerkstelligen:
Jedoch mit dem Lötkolben Zinn aufbringen oder Glanzzinn bei 35-40 GradC (normalerweise 5g Zinn-II-Chlorid oder -Sulfat und 50g Thioharnstoff THS in schwefelsaurer Lösung (50g Batteriesäure) in 1l Wasser, Seno macht aber was anderes, Sn-II-Cl in NaOH geht ab 60GradC auch) bringt meist mehr Ärger als Nutzen. Auf jeden Fall Glanzzinn sofort mit heissem Wasser gründlich abwaschen und mit einem festen Tuch blank polieren.
1l warmes Aqua Dest 10g Zinn-II-Chlorid 10g Natriumacetat 1g Benzolsulfonsäure 2g Natriumhypophosphit 15g EDTA (zuletzt zugeben) im Kühlschrank ewig lagerfähig
Alternative: 1l 40 GradC warmes Aqua Dest 10g Zinn-II-Chlorid 50g Thioharnstoff 12ml Schwefelsäure (37%, Akkusäure) zuletz zugeben im Kühlschrank ca. 6 Monate lagerfähig
Halbindustriell kann man im Tauchbad löten. Eine flache Schale aus Alu oder Eisen auf einer Herdplatte oder ähnlichen Heizquelle, gefüllt mit Lötzinn dessen Oxidschicht vor dem Löten per Rakel zur Seite geschoben wird, in die man die mit Schaumfluxer / Flussmittel besprühten lötstopplack-beschichteten Platinen waagerecht mit einem Halter (aus Alu) ein paar Sekunden eintaucht, und alle Lötstellen sind auf ein Mal verlötet. Ein Eigenbau ist nicht schlechter als teure kommerzielle Lösungen, das professionellste ist dabei das 220-250 GradC Thermostat.
Dann hat man auch eine Maschine, die Bauelemente aus einem Gurt im gewünschten Raster biegt und die Drähte passend abschneidet. Seitenschneider ade.
Das Löten von Installationsleitungen ist erlaubt: VDE 0100-520, 526.2 "Lötverbindungen in Leistungsstromkreisen sollten vermieden werden. Werden diese angewendet, müssen die Verbindungen so ausgeführt sein, dass das Fließen des Lötmittels, mechanische Belastung und Temperaturerhöhung im Fehlerfall berücksichtigt sind." Wer also die Drähte zuvor mechanisch fixiert und dann verlötet, kann sie in innenklebendem Schrumpfschlauch isoliert unter Putz verschwinden lassen.
Die Entlötfederpumpen sind eine Qual (muss möglichst schwer sein und so dicht, das der Kolben bei zugehaltener Spitze mehr als 10 Sekunden braucht um zurückzulaufen), und einen Entlötkolben mit Vakuumpumpe wird man nicht haben. 2-beinige Bauteile gehen raus, in dem man erst die eine Lötstelle heiss macht und den Draht rauszieht, dann die andere. Bei 3-beinigen muss man ihn reihum in Schritten rauskanten. Bei DIL-ICs auf einseitigen Leiterplatten entfernt man zunächst mit Entlötlitze das alte Zinn (es gibt schlecht funktionierende Entlötlitze: mit extra Flussmittel tränken), wackelt dann mit der Pinzette an jedem Beinchen, um es vom Rand zu lösen, und zieht den IC dann raus. Wenn bei durchkontaktierten Leiterplatten die Löcher gross genug sind, kann man eine Spritzennadel über den Pin durch das Loch in das heisse Zinn stecken und die Pins damit einzeln blosslegen. Bei durchkontaktierten Leiterplatten mit zu kleinen Löchern siehe SMD Vielbeiner. Von Ersa & Weller gibt es für bestimmte Lötkolben Lötspitzen, mit denen sich alle 16 oder 28 Pins eine DIL-ICs gleichzeitig erhitzen lassen. Die sind aber umständlich, weil man den Lötkolben senkrecht in einen Schraubstock spannen muss, die Lötspitze aufheizen lassen muss, und dann die IC-Beinchen der Platine in die Rillen der Lötspitze halten muss. Da feilt man sich doch lieber aus Alu einen Block mit Rillen passend zum jeweils auszulötenden IC, den man mit einer Gasflamme oder elektrisch erhitzt. Sooo high-tech ist Löten ja nun auch nicht, als das es bei den Preisen nicht auch ein Provisorium täte, vor Allem wenn man es nur seltenst braucht. Sind die Anschlussdrähte draussen, kann man die Löcher freilegen, in dem man einen dünnen Stroh-(die Betonung liegt auf Stroh, also unschmelzbar)-halm im Mund das Loch freipustet, das man mit dem Lötkolben von unten erhitzt.
Bei SMD mit 2 Anschlüssen nimmt man am besten 2 Lötkolben als Pinzette (Achtung: Das Bauteil schnell wieder abschütteln, es ist dann weg), sind die Spitzen breit genug reicht das auch für Grössere. Bei Vielbeinigen fangen die Probleme an: Entlöten geht leicht, wenn man ENTWEDER das Bauteil ODER die Platine retten will. Platine retten: Pins mit Minitrennscheibe am Bauteil absägen und mit Lötkolben Platine saubermachen. Bauteil retten: Platine von unten mit Heissluft (oder auf Ceran Herdplatte) heiss machen, Bauteile mit Pinzette abheben. Schwierig wird es, wenn man beides bewahren will :-) Ein Verbiegen der Pins verhindert ein späteres Einlöten, die Pins brechen beim Zurückbiegen meist ab. Jeder hat da so seine eigene Methode, abhängig vom Werkzeug, das zur Verfügung steht. Letztlich gibt es Entlötspitzen für alles ausser BGAs, und natürlich hat es einen Grund, das die Industrie bei SMD meist komplette Platinen tauscht.
BGA Sockel: http://www.ironwoodelectronics.com/ (vorher hinsetzen)
Quetschverbindungen sind elektrisch gesehen besser als Löten, weil der Kontakt direkt, ohne Lötzinn dazwischen erfolgt. Aber die Quetschverbindung muss *gasdicht* sein. Die 'isolierten Kabelschuhe' für's Auto mit Blechzange für 2.50 EUR im Baumarkt sind das nicht und daher der programmierte Wackelkontakt. Aber die klassischen 'unisolierten Kabelschuhe' von AMP, Pfostenstecker, BNC oder Telefon- und Netzwerkstecker funktionieren hervorragend, *wenn* man die passende Crimpzange verwendet. In zum Löten ungeeigneten heissen Umgebungen sollte man vernickelte Stahlstecker crimpen, denn Messing verliert seine Federkraft. Eine geeignete Zange für unisolierte Kabelschuhe (aka AMP Stecker) gibt es für 9.95 EUR bei http://www.pollin.de/, BNC kostet dort 8.95 EUR, http://www.elpro.org/ hat die EWZ202B fuer 4.27 EUR, http://www.reichelt.de/ für 29.95 EUR die Zange für PSK-Kontakte. Für Flachbandkabelpfostenstecker u.ä. tut es ein Schraubstock, Aderendhülsen werden beim Festschrauben eh gequetscht. Bleibt RJ11 Telefon und RJ45 Netzwerkkabel, für die es billige Plastikzangen gibt.
Die Unterschiede zwischen 50 Ohm und 75 Ohm BNC-Steckern sind kleiner als gedacht: http://www.amphenolrf.com/products/bnc.asp
Wenn kommerzielle Crimpzangen exorbitant teuer sein sollten, ebenso wenn sie für die industrielle Fertigung zu unbequem sind, besteht natürlich immer die Möglichkeit, einen Einsatz für eine der normalen Crimpzangen oder einen Automaten oder Schraubstock selber anzufertigen. Es gibt nicht umsonst den Beruf des Werkzeugmachers, was zeigt, das man Werkzeuge auch selber machen kann und nicht zu Wucherpreisen kaufen muss.
Stecker für hohen Strom und Versorgungsspannungen werden oft nachgefragt: Wie wäre es mit: Harting 09140022601 Axialschraub-Modul 40 Stifteinsatz 1000V/40A 2,5-6mm˛ 2-polig Harting 09140022602 Axialschraub-Modul 40 Stifteinsatz 1000V/40A 6,0-10mm˛ 2-polig Harting 09140022701 Axialschraub-Modul 40 Buchseneinsatz 1000V/40A 2,5-6mm˛ 2-polig Harting 09140022702 Axialschraub-Modul 40 Buchseneinsatz 1000V/40A 6-10mm˛ 2-polig
Von: MaWin 17.7.2000
Schaltzeichen
Es gibt ausreichend viel Software gratis, wenn auch die Einschränkungen der Demoversionen oft weh tun (das sollen sie ja, sie sollen zum Kauf animieren, aber wenn schon die limitierte Demo unzumutbar oft abstürzt, wie bei Protel 98, Target 2001 oder Eagle 4.0 ist das natürlich nicht besonders werbewirksam). Meldet eine ältere vom Hersteller inzwischen nicht mehr supportete Version von Target Error 104L, hilft eine Rückstellung des Systemdatums, es liegt der Verdacht nahe´, daß absichtlich auch volllizensierte Versionen eine programmierte Haltbarkeitkeitsbeschränkung haben. Aber es ist nicht notwendig, sich ein billiges und übersimples Programm wie Sprint Layout von http://www.abacom-online.de/ zu kaufen. Dennoch wirst du bei JEDEM Layoutprogramm feststellen, das schon für die erste Schaltung ein Bauteil in der Library fehlt. Man malt es sich halt selber. Ebenso normal ist die 'gewöhnungsbedürftige' Bedienung. Für Eagle findet man weitere Bibliotheken bei http://www.cadsoft.de/, und wer Eagle unter Windows NT verwenden will sollte im Control Panel unter Options des User interface Always vector font einschalten. IB Friedrichs Politik, alle 18 Monate eine neue Target-Version mit minimalen Funktionserweiterungen rauszubringen, und neue Library-Teile erfordern die, bei Support einer dann älteren Version hört man 'kaufen Sie die neue', steigert nicht gerade die Beliebtheit. Werbung wie "Machen Sie Mund-zu-Mund-Propaganda und erhaschen Sie 10% Rabatt auf den Preis für ein Update oder Upgrade, wenn Sie TARGET in einem nationalen oder internationalen Elektronik-Forum lobend erwähnen, und unser Produkt dadurch in's Gespräch bringen" bedeutet, daß jeder positive Bericht über Target unglaubwürdig ist (stand mal unter http://www.ibfriedrich.com/billiger.htm). Target3001 gibt es in unlimitierter Professional Version ohne Gerber-Export mit inkompatiblen Dateiformat und abweichender Bauteilbibliothek von Firmen die wollen, daß man die Platine bei ihnen fertigen lässt, http://www.conrad-target.de/ und http://www.pcb-distrelec.com/de/target3001.html
Wer glaubt, das er zum Verteilen von Bauelementen auf einer Lochrasterplatine ein Computerprogramm wie Stripboarddesigner oder LochMaster von http://www.abacom-online.de/ benötigt, sollte sich ein anderes Hobby suchen. Der einzige Grund, warum man sich mit einem umständlichen CAD-Programm statt einer schnellen Handskizze beschäftigt, besteht in der Erzeugung eines sauber gezeichneten Leiterbahnbildes. Eben genau dieses ist bei Lochrasterplatinen / Streifenplatinen schon fertig.
Von: Oliver Bartels 25.8.2001
> Aber wenn der Hobbymensch mit 100 * 160mm Eurokarte auskommt,
> darf ich daran erinnern, dass wir gerade auf vielfache Nachfrage seitens
> dieses Forums eine unter 100 Euro Version des BAE eingeführt haben,
> und kostenlosen Schaltplaneditor gibt's auch: http://www.bartels.de/
Was? BAE für 100 EUR ???! Na das ist ja interessant...
Ich habe vor etlichen Jahren (fünf vielleicht) mit BAE gearbeitet - 3.2 war damals glaube ich angesagt. War insgesamt ein sehr schönes System, stabil, guter Autorouter - aber die Bedienung... Bezeichnend war damals, daß das Handbuch für die User-Language doppelt so dick war wie das BAE-Handbuch. Und einfach zu bedienen wars nicht - durch die extreme Flexibilität hatte man ja auch die Möglichkeit, beliebig viel falsch zu machen. Wettgemacht hat das Ganze aber der sagenhaft gute Telefonsupport - typischwerweise telefonierte man mit jemandem, schilderte ein Problem (..."ich glaube, sowas habe ich schonmal irgendwann programmiert - mal suchen") - und am Nachmittag war die Lösung als user-language-code da. Wirklich klasse. Wenn ich daran denke, wie grauenhaft schlecht der Support von Viewlogic war (und was ich von Mentor kenne, ist auch nicht besser). Aber wehe, man hatte den BAE mal ein paar Monate nicht mehr benutzt - dann war man schon wieder draußen.
Ich erinnere mich noch, wie die erste Windows-Version rauskam: Was für eine Enttäuschung: Nix mit File->new, sondern einfach die alte BAE-Menüstruktur in Windows gepackt, die natürlich überhaupt nicht dazu gepaßt hat. Damals war BAE wirklich gut, wenn man ständig damit gearbeitet hat, extrem mächtig und sehr flexibel. Aber definitiv nichts für Gelegenheitsbenutzer. Ich frage mich, wie sich das geändert hat - von irgendwem (Vertrieb ?) habe ich gehört, daß das vor allem am Chef läge, dem saubere Programm- und Datenstrukturen und leistungsfähige Autorouter-Algorithmen wichtig wären, aber Benutzerfreundlichkeit...
Überhaupt habe ich mich schon immer gefragt, wie Ihr eigentlich Geld verdienen könnt. Ich lese regelmäßig alle möglichen Elektronikzeitschriften, aber ich habe noch keine einzige Werbung für BAE gesehen ! Sicher, der Router ist auch in anderen Systemen drin, aber wenn man Werbung von anderen Programmen sah, war das meistens auch irgendwas shape-based oder so (und das ist BAE definitiv nicht). Das kann ja fast nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda funktionieren!
Aber wenn BAE in der Bedienerführung und Dokumentation nicht massiv besser geworden ist, wird ein Hobby-User seine liebe Not mit dem Programm haben, könnte ich mir vorstellen ! Andererseits, wenn jemand sich wirklich interessiert und sich einarbeitet, bekommt er für 100 EUR viel fürs Geld !
Machen lassen:
> Welche Schaltungssimulationsprogramme kann man empfehlen ?
Spice ist DER Standard zur Simulation elektronischer Schaltungen. Die aktuelle Version 3f5 gibt es im Quellcode gratis, verbesserte Versionen wie PSpice (kann Analog und Digital, also mixed-mode) kosten Geld. Aber es gibt Stolperfallen, nicht bloss das man in jeder Schaltung ein GROUND vergisst, oder vergisst, jedem kondensatorabgekoppelten Teilnetz einen (hochohmigen) Pfad nach GND zu geben. Eine SEHR geglückte Einführung:
sci.electronics.cad "Spice 3F5 and transistor bug on Linux" von Charles Williams news:C.D.H.Williams-2103021613440001@cw-mac.ex.ac.uk
OK, ich hab' den Übeltäter: statt '.END' muss es '.end' heissen! Hätte ich die Beispiele vorher gesehen wäre das wohl nicht passiert. Bemerkenswert: Thomas' SPICE3f5 frißt die Großschreibung, meins nicht (ich hatte Doku von 2G6 und PSPICE in der alles großgeschrieben war).
Verwende nicht temp als Parameter für Temperaturmesschaltungen weil temp auch als globale Variable von Modellen als Umgebungstemperatur verwendet wird.
> Ich habe die PSPice Demo heruntergeladen. Nun habe einen Schaltplan mit
> Capture gezeichnet. Leider funtioniert Pspice nicht. Nachdem ich die
> Buttons fuer Pspice aktiviert habe, sind die nun da, aber ausgegraut. :-(
Von: Klaus Bahner 12.5.2012
Du hast dein Projekt vermutlich als "Schematics" definiert. Um PSpice zu benutzen musst du das Projekt als "Analog or Mixed A/D" anlegen.
> Hat jemand Modelle für LEDs ?
Man kann die Modelle in die Datei "standard.dio" im Ordner /lib/cmp eintragen und es dann über das Kontextmenü der Diode per "pick new diode" auswählen.
LTSpice: Anzeige der Verlustleistung: Alt-Linksklick auf Bauelement oder
und Tina6, CircuitMaker2000, SuperSpice, VisualSpice, MicroCap7, MultiSim, SpiceA/D, SpiceCreator, AimSpice, Edison, Simetrix, Aplac, Target3001 ...
230V Stromnetznachbildung in Spice:
+--100R--+
+--+ +--o
| +--500uH-+
|
(V) SINE 50 325
|
+--------------o
oder Impedanz einer Netznachbildung nach CISPR16:
+-----+--250uH--+--50uH--+-- L1 | | | | 0.25R 4uF 8uF 250nF | | | | 230V~ 10R 5R 50R | | | | | GND GND GND | +-----+--250uH--+--50uH--+-- N | | | | | 4uF 8uF 250nF 1R | | | | 10R 5R 50R | | | | GND GND GND GND
Obwohl OffTopic, kommt oft die Frage: Soll ich einen Taschenrechner von Hewlett Packard mit UPN (umgekehrte polnische Notation, also 3 Enter 4 + statt 3 + 4 = ) Eingabe nehmen oder einen 'normalen' von Texas Instruments (http://www.ticalc.org/ http://www.datamath.org/) oder einem der anderen Hersteller ? Diese Frage hat der Markt entschieden. HP stellt keine Taschenrechner mehr her. Die ACO Division ist nach 10 Jahren Untätigkeit pleite: http://www.hpcalc.org/goodbyeaco.php
Und nicht mal eine Pleite währt ewig: http://www.shopping.hp.com/calculator
Der HP28 hat ein zugeschweisstes Gehäuse (Plastikzapfen unter der Alufront) das man zu Reparaturzwecken kaum zerstörungsfrei aufbekommt.
Ich persönlich finde übrigens die Formeldarstellung und Matrixrechnung der Casio Serie FX-ES am angenehmsten weil edierbar.
> Was bedeuten die Bezeichnungen VCC, VDD, ...
Das Problem bei der Sache: Das sind bloss NAMEN. Ob man VCC und VDD miteinander verbinden darf, hängt von der Schaltung ab. Und ebenso, ob man VCC des einen und VCC eines anderen Chips miteinander verbinden soll. Insofern ist Platinenlayoutsoftware, die gleichnamige Power-Anschlüsse automatisch miteinander verbindet, obwohl auf den ersten Blick bequem, eigentlich Unfug. Und sogar unbrauchbar, wenn sie das erzwingt.
Von: MaWin 17.7.2000
Als Bastler, der i.A. eine Schaltung nur ein Mal aufbaut, stellt sich zuerst die Frage, ob überhaupt eine geätzte Leiterplatte benötigt wird. Gerade Anfänger investieren oft besonders viel Mühe in eine möglichst perfekte Platine, bevor sie ihre Schaltung überhaupt das erste Mal ausprobiert haben. Später siegt oft der Pragmatismus und die Lochrasterplatine.
Zum Ausprobieren einer Schaltung mit bedrahteten Bauelementen eignen sich Experimentiersteckbretter (Labor-Steckboards, Experimentierboard, Breadboard, Protoboard, von http://www.conelek.de/, http://www.pollin.de/ und http://www.elv.de/ , z.B. 68-172-58). Solange man keine zu dicken Drähte einsteckt halten sie sehr lange, ansonsten neigen sie zu Kontaktproblemen. Bei Kontaktproblemen kann man aus einem kleinen Experimentierboard die Metallkontaktstreifen herausnehmen und die defekten im grossen Board damit ersetzen.
Kleine Schaltungen lassen sich fliegend verdrahten, auf ein Brett mit blanken Reisszwecken als Lötstützpunkte als Brettschaltung montieren, oder auf einer Lochrasterplatine aufbauen.
Oder man verwendet eine kupferbeschichtete Leiterplatte als Massefläche, lötet dann alle mit Masse zu verbindenden Bauteileanschlüsse darauf fest, biegt die anderen hoch und bringt die restlichen Bauteile fliegend dazwischen an (Dead Bug Methode). Das eignet sich gut für Schaltungen die im Steckbrett nicht besonders gut funktionieren, wie Schaltregler oder Hf.
Wenn man allerdings eine Schaltung dauerhaft aufbauen will, übersehen die meisten Bastler die Notwendigkeit eines soliden mechanischen Aufbaus. Bei Netzspannung führenden Teilen ist ein perfekter Aufbau Pflicht ! So ein Gerät muss auch nach mehrmaligem Runterfallen noch elektrisch sicher sein !
Wenn man also eine geätzte Leiterplatte benötigt, stellt sich die Frage, ob nicht eine Einseitige reicht, wie sie die Industrie aus Kostengründen in praktisch allen Consumer-Geräten (Fernseher etc.) verwendet, auch in Mischbestückung bedrahtet (oben) und SMD (Unterseite), oder ob es eine Doppelseitige sein muss. Multilayer kann man sowieso nur (200 EUR teuer) herstellen lassen (http://www.pcb-pool.com/). Für SMD auf Lochraster gibt es 'Mini-Mount' Adapterplatinen (siehe auch bei http://www.elv.de), man kann solche Adapter aber auch bei PCB-Pool oder so herstellen lassen, das ist oft billiger.
Es lohnt sich auf jeden Fall, so lange am Layout herumzuzeichnen und Drahtbrücken zu setzen, bis eine einseitige Platine möglich wird, denn das sogenannte Durchkontaktieren ist für Bastler nervend. Da lohnt sich jede Zeit, die man vorher in ein gutes Layout investiert. Ein Autorouter wird kein gutes Layout erzeugen, kann einem als restartbarer Router aber helfen.
Wenn man recht viele Leiterbahnen auf der Unterseite unterbringen kann und nur noch ganz wenige auf der Oberseite hat, die allerdings kreuz und quer verlaufen und daher für Brücken ungeeignet sind, kann man auch Fädeln, d.h eine einseitige Platine herstellen und die restlichen Verbindungen mit Kupferlack-, Wire-Wrap- oder 'Patch'-Draht herstellen. Als Draht tut es jeder lötbare 0.2mm - 0.3mm dicke Kupferlackdraht, als Führung der Vero-Fädelstift.
Das komplette Fädeln einer komplexen Platine ist auch möglich, man kann damit sogar Boards realisieren, die mehreren Lagen Multilayer entsprechen, aber es ist SEHR fehleranfällig, ebenso wie Wire-Wrap, das zu dem recht teure Gerätschaften (Farnell, Seltronics) erfordert. Elektrisch ist fädeln aber einwandfrei, solange es nicht um wirklich hohe Ströme oder Spannungen geht. Man kann versuchen, die Stromversorgung und weitere einfache Verbindungen auf eine einseitige Platine zu ätzen und nur die verbleibenden Verbindungen fädeln. Wire-Wrap neigt per Hand gewickelt schon mal zu Wackelkontakten, und wenn dann nur die letzten Windungen nicht fest anliegen ist gleichstrommässig alles einwandfrei aber es bilden sich kleine Induktivitaeten, die high speed digital stören.
Ist das Layout einfach genug und erlaubt breite Leiterbahnen und grosse Abstände, kann man es mit einem Dalo PC 33, einem Staedler Lumocolor permanent, oder einem Edding 400/3000/3300 oder Lackstift 750/751/780
direkt auf die blankgescheuerte oder mit Metallputzmittel (Sidolin) gereinigte Kupferseite einer bereits gebohrten Hartpapierplatine malen, die Platine in einen Beutel mit Eisen-III-chlorid-Lösung stecken (nach Anleitung auf der Packung ansetzen bei 40-70 Grad, üblich sind 800g der gelben Brocken aus Eisen-III-chlorid-Hexahydrat mit einem Anteil von 56% Eisen-III-Chlorid in 1 Liter Wasser, was eine 25%ige noch nicht so stark schäumende Lösung ergibt, höhere Konzentration sind für Schaumätzanlagen sinnvoll) und hat nach einigen Minuten Schwenken seine fertige Platine.
Einseitige Layouts mit nicht zu dünnen Leiterbahnen und ausreichenden Abständen (alles >1mm, also nicht durch IC-Pins) kann man mit Laserdrucker oder Kopierer auch auf dünnem glattem Zeitschriftenpapier (Der Spiegel, Reichelt-Katalog) drucken und mit einem Laminator (PAVO HD220-PRO bis 160 GradC, PAVO HD320-PRO bis 200 GradC, nur Ganzmetalllaminatoren halten die notwendigen Temperaturen von 180 GradC aus, bei modifizierten Laminatoren im Kunststoffgehäuse bleibt doch immer ein Risiko daß Halterungen schmelzen) auf eine blankgescheuerte oder mit Metallputzmittel (Sidolin) geputzte Platine übertragen. Das Papier löst sich in Wasser auf, der Toner bleibt als Schutzlack. Misslungene Platinen kann man mit Aceton wieder reinigen.
Inzwischen lassen sich auch Ätzresist und Lötstopmasken direkt auf eine PLatine drucken, mit dem Epson Stylus Pro 3880 ohne Modifikationen, mit anderen nach kleinen Umbauten http://techref.massmind.org/techref/pcb/etch/directinkjetresist.htm Die Durabrite Tinten sind beständig genug, allerdings macht doppelseitig noch Probleme weil man es nur schwer deckungsgleich bekommt.
Muss man den fotografischen Weg gehen, benötigt man zuerst eine Vorlage. Jahrzehntelang war es industriell üblich, mit Abrubbelsymbolen und Kreppbändern, meist im Massstab 1:2, auf Folie ein Layout zu zeichnen, die Erklärung spar ich mir hier aber.
Man nimmt besser ein Layoutprogramm, einen Laser oder Tintenstrahldrucker und geeignete Folien. Schwer zu empfehlen ist für Laserdrucker die Zweckform Avery Folie #3491 "Laser-Folien für die Druckformerstellung" (100 Blatt im Bürobedarf, für 30 EUR bei SMA 08024 641343). Schwarz ist da im Auflicht sattschwarz, in Durchsicht dunkelgrau, ergibt also genau dieselbe Deckung wie auf Papier. Nur der Träger ist halt transparent. Niemand käme nun auf die Idee, beim Belichten noch ein unbedrucktes weisses Blatt dazwischenzulegen. Das wäre dann identisch mit dem Druck der Vorlage auf Papier statt Folie. Leider ist die Folie nur für schwarz/weiss Laserdrucker tauglich. Für Tintendrucker nimmt man die vom Druckerhersteller empfohlenen InkJet-Folien, eventuell 2 mal bedrucken (Achtung: Für Epson gibt es Folien mit 'Abstandshaltern', die sind unbrauchbar), oder Zweckform Avery #2502/#2503 z.B. von Reichelt (Eine neue Packung dieser Folie erscheint uns dünner, und der Drucker macht mit Folien der neuen Lieferung nur noch Probleme). Gute Vorlagen kann man per Photoplot auch bei einer örtlichen Druckerei erstellen lassen, die sind dann wirklich lichtdicht und erlauben einen grösseren Belichtungsspielraum als die halbtransparenten selbstgedruckten. (DIN A4 Siebdruckvorlage ca. 10 EUR) http://so-pbdl.de/leiterplattenfilme.htm = http://www.cadgrafik-bauriedl.de/leiterplattenfilme.htm . Etwas schwärzer (aber auch kantenunschärfer) wird's mit Tonerverdichter (Butylacetat) http://www.huber-troisdorf.com/ (Solvent50, Plastik70, Oranex) wenn sich der Toner davon anlösen lässt, was je nach Hersteller wohl unterschiedlich ist.
Wenn man auf oberflächenglattes Transparentpapier oder Kopiererpapier druckt, sollte man nur Sorten ohne optischen Aufheller verwenden, da sonst das mühsam erzeugte UV-Licht sinnlos verpufft. Wegen dem hohen Reflexionsgrad bei diesen Materialien hat man sowieso schon merklich erhöhte Belichtungszeiten (ca. x 4), insbesondere wenn man keinen Belichtungskasten verwendet (im Kasten würde reflektiertes Licht wieder zurückreflektiert werden, bis es durch die Vorlage hindurchkommt, wenn man nur eine Glühlampe über die Vorlage hängt kommt reflektiertes Licht ja nicht wieder). Klare OHP-Folien führen meist zu Haarrissen. Das Aufeinanderlegen von 2 Folien geht nur für anspruchslose Layouts. Da die obere Folie ja nicht mit der bedruckten Seite direkt auf der Platine liegt, kann sie nur unscharf die Fehler der Unteren verdecken. Bedenkt, das die meisten Leute nur von EINEM Detail ihres Erfolges reden, z.B. "hey, bei mir geht Papier sehr gut in 1 Minute" und dabei den Rest vergessen "aber ich habe eine professionelle Siebdruckbelichtungsanlage". Fragen wie 'wie lange belichtet ihr' sind daher sinnlos. Es müsste die ganze Apparatur beschrieben werden, damit man mit der Antwort was anfangen kann, und keine 2 Leute haben wohl alles (Aufbau, Platinenmaterial, Konzentration, Lampenalter, Temperatur) identisch vor sich. Die Belichtungsreihe ist die EINZIGE Methode, die richtige Belichtungszeit zu ermitteln. Und wenn dann beim nächsten Mal der Entwickler nicht 25 GradC sondern nur noch 20 GradC hat, muss man sich nicht wundern, wenn kein ordentliches Ergebnis bei rauskommt.
Man braucht: Eine Platine, die man in zig 2 x 2 cm kleine Stücke schneidet, eine Belichtungsvorlage und eine Eieruhr. Man schreibt auf die Rückseite des 1. Stücks eine 1, legt sie exakt 1 Minute im Belichter auf die Vorlage, legt sie dann exakt 1 Minute in den korrekt konzentrierten Entwickler (mit Badbewegung bzw. Pinsel), und wirft sie dann in das Ätzbad. Die Platine 2 kommt 2 Minuten ins UV-Licht, dann 1 Minute in den Entwickler, dann ins Ätzbad. Platine 3 4 Minuten, Platine 4 satte 8 Minuten, Platine 5 16 Minuten belichten, Platine 6 32 Minuten, aber alle nur 1 Minute in den Entwickler. Je nach dem, welche Platine am besten geworden ist, probiert man noch einen Mittelwert (3 Minuten oder je nach dem). Da man jedesmal auf die gleiche Art entwickelt hat, hat man nur einen freien Parameter (Belichtungszeit). Hätte man versucht, beim Entwicklen das Optimum herauszuholen, wäre die Probiererei ein Fass ohne Boden. Beim beschriebenen Verfahren muss man nur nach der besten Platine im Ätzbad suchen und kann sich später sogar den Ätztest zur Ermittlung der richtigen Entwicklungszeit sparen.
Man sollte als Platinenmaterial auf jeden Fall hellbraunes Hartpapier (Phenol FR1, FR2) oder FR3 Epoxy nehmen, (dunkelbraunes hat oft schlechte Qualität), denn das kann man mit normalen HSS-Bohrern und Säge bearbeiten. Glasfaser Epoxy (FR4) wird in der Industrie nur verwendet, wenn chemisch durchkontaktiert werden muss, und das kann man als Hobbyist sowieso nicht. Man braucht es höchstens wegen der Festigkeit (Einsteckkarten). Dafür muss man Epoxy mit Hartmetallbohrern (gebrauchte von eBay halten noch ewig), in einer spielfreien Bohrmaschine mit Bohrständer (z.B. Proxxon Micromot40/E in MBS140, vergesst hier den fetten Bosch Bohrhammer im Wolfcraft Billigbohrständer) bohren, und kann sie nur mit Trennscheibe, Hartmetallsäge oder Schlagschere trennen. Die Glasfasern ruinieren normales Werkzeug sofort.
Wenn man keine fertig beschichtete Ware kaufen will, sollte man es erst gar nicht mit Photopositivlack probieren, sondern blaue Photonegativ-Rollenware laminieren mit einem üblichen Bürolaminator wie PLG-5210, GBC1200, SSI10PAK, mit beheizten Rollen durch den die 1.5mm Platinen durchpassen. Die nicht-glänzende Schutzfolie auf der Innenseite (dorthin, wo sich die Folie zusammenrollt) abziehen (mit Tesa an der Ecke anheben). Bei Bungard kosten 25m 43 EUR, a.seck@t-online.de bietet DIN A4. 15 Sekunden belichten, mit Natriumcarbonat entwicklen.
Hat man sein Layout erstellt und eine Vorlage gemacht, muss sie mit einer UV-Lampe auf die fotobeschichtete Platine kopiert werden. Ein paar 8-15 Watt Schwarzlicht-, Bräunungs- oder BL350 Insektenkiller-Leuchtstoffröhren sind geeignet, wenn man sie in einem Kasten mit dünner Glasscheibe reinbaut (Alukoffer oder leerer Flachbettscanner) und an Drossel und Starter für 8W Leuchtstofflampen oder der Elektronik aus zerbrochener Energiesparlampe
passender Wattzahl betreibt
8W Stabform Ř16mm: 150mA 56V Länge 294mm 7W Doppelrohr Ř13mm: 175mA 47V Länge 112mmoder an
+--4u7--150R--+
| 250V 1W |
| | 1N4007
+-------+-220nF--+----|>|------+--|>|--+
| | | 1N4007 | | |
| | | 1N4007 | +---+
o | +-(----|>|------+ | |
230V~ 0.1uF/X2 | | | 8W|
o | | +----|<|----+ | |
| | | 1N4007 | +---+
| | | 1N4007 | | |
+-------+------+------|<|----+----22R--+
| | 2W
+--4u7--150R--+
250V 1W
Abstand der Röhren untereinander doppelt so gross wie von der Glasscheibe.
Dämpft die Glasscheibe zu viel UV ? Ausprobieren: UV-Lampe auf weisses
Papier oder T-Shirt mit optischem Aufheller strahlen lassen, verschiedene
Glasscheiben dazwischen, man sieht, welche stark und welche wenig dämpft.
Ein Gesichtsbräuner mit 4 UV-Röhren für 10 EUR vom Flohmarkt oder 30 EUR neu ist eine gute Wahl, Drosseln, Starter und Zeitschaltuhr sind schon drin. Nitraphot/Vitalux (brennt schnell durch) und Quartzbrenner (hartes UV Licht, augenschädigend) sollte man meiden. Früher ging eine 1000W Fotoleuchte oder ein 500W Baustrahler bei herausgenommener Glasscheibe, aber inzwischen haben Halogenlampen einen UV-Stop und eignen sich genau so wenig wie normale Glühlampen. Und die Sonne scheint in Deutschland bekanntlich kaum und vor allem nicht zuverlässig. UV-LEDs altern leider schneller als UV-Röhren:
Schutzfolie von der Platine abziehen, die Vorlage (bedruckte Seite zur Platine) auf die Platine, eine dünne Glasscheibe drauf (Am besten wäre Quartzglas, das ist viel UV-durchlässiger als Fensterglas. Unbrauchbar sind teure Bilderrahmen deren Glas einen UV-Stop hat), und belichten. Die einzige Methode, um die richtige Belichtungszeit zu bestimmen, ist die oben angeführte Belichtungsreihe. Man KANN hier keine Angaben machen da jedes Platinenmaterial, jede Lampe, jede Folie, jede Glasscheibe anders sind. Aber so 1 Minute (Quartzhochdruck) bis 10 Minuten (UV Leuchtstoffröhren) sollte es dauern, bei Halogenlampen bis 30 Minuten.
Ein doppelseitiges Belichtungsgerät für doppelseitige Platinen erspart Zeit und Ärger mit verrutschten Vorlagen. Ansonsten fertigt man durch Aufkleben von 2 Platinenresten auf den beiden Folien eine Tasche, in die die zu belichtende Platine eingeschoben wird und belichtet zwei mal. Die Platine an 2 vorher gebohrten kleinen Löchern und passenden Marken auf der Vorlage auszurichten, ist im Halbdunkel beim Belichten nervig.
Die belichtete Platine kommt in den Entwickler (7g Natriumhydroxid in 1 Liter Wasser), oder nach dem Aufdruck auf der Packung, die Lösung bitte jeden Tag neu ansetzen, sie hält sich nicht sondern verwandelt sich mit dem Kohlendioxyd aus der Luft in Natriumhydrogencarbonat. NaOH freier Entwickler ist nicht besser, auch er macht entgegen der Werbung Probleme bei falscher Zeit oder Konzentration, er verätzt nur die Augen nicht so. Bad bewegen (oder mit einem weichen Pinsel über die Platinenoberfläche streichen) bis die belichteten Stellen komplett frei sind. Wer zuvor eine Belichtungsreihe gemacht hat, entwickelt wieder genau so lange und kennt das Ergebnis. Für Negativfilme wird 1%ige Natriumcarbonatlösung als Entwickler benötigt.
Wer keine Belichtungsreihe gemacht hat (ist selber schuld) MUSS einen Ätztest machen. (Platine kurz in Ätzlösung, wenn nach 30 Sekunden unabgedeckte Stellen nicht rötlich werden (kristallines Kupfer) abwaschen und zurück in den Entwickler). Denn: Selbst wenn es so aussieht, als ob der Fotolack ab ist, man sieht es nicht. Es ist je nach Photoschicht verschieden, aber meist bildet sich beim Entwickeln violette Farbe und man kann violette Leiterbahnen erkennen. Aber fertig ist die Platine erst, wenn die auch verschwinden und die Platine 'ganz leer' erscheint. Man sieht Leiterbahnen dann nur nach dem Herausnehmen im Auflicht leicht hellgelb schimmern. Dauerte das Entwickeln länger als 2 Minuten, sollte man das nächste Mal länger belichten.
Alle Bedingungen (Platinenmaterial, Lampe, Abstand, Belichtungszeit, Glasplatte, Folie, Entwicklerkonzentration) MÜSSEN exakt gleich bleiben. Wer also jedesmal die Anlage neu nach Gutdünken aufbaut und den Entwickler mit dem Löffel abschätzt, muss sich über dauernde Probleme nicht wundern. Bekommt man anderes Platinenmaterial, muss man die Belichtungsreihe neu durchziehen. Insofern kann sich der Kauf von 'definiertem' Platinenmaterial (Bungard) lohnen.
Nach Angaben von Kontakt Chemie halten Photolacke je nach Temperatur maximal 2 Jahre. Optimale Ergebnisse gibt es innerhalb der ersten 3 Monate, danach steigt die benötigte Belichtungsdauer.
Stimmte die Belichtung und die Entwicklung, sollte dem Ätzen nichts mehr im Wege stehen. Eisen(III)chlorid (500g/l, unkritisch, man verbraucht ca. 40g pro Europakartenseite) eignet sich gut als Ätzmittel in einer Fotoschale auf einer Warmhalteplatte bei 40-70 Grad (unkritisch) oder das Einmachglas (wenig Ätzmittel, zuschrauben, schütteln), und wird benötigt für Schaumätzanlagen (http://www.conrad.de/ 530018 nur einseitig Euro). Wegen Schaumbildung ist es aber nicht so gut für Blubberätzmaschinen geeignet. Natriumpersulfat (270g/l dest. Wasser, kritisch, Gefahrstoff brandfördernd O Abgabe nur an Erwachsene die damit Platinen ätzen wollen) bei 40-50 Grad Ätztemperatur (kritisch) ist dafür die richtige Wahl, aber nicht besonders für die Fotoschale (zu wenig Bewegung, zu geringe Ätzgeschwindigkeit). Blubberätzmaschine mit 150W Heizstab kostet 95 EUR bei http://www.hw-electronics.de/ allerdings ist die Bauweise der Elektronik tödlicher Leichtsinn, 150 EUR bei http://www.saemann-aetztechnik.de/aetzanlagen/index.html, 115 EUR bei http://www.reichelt.de/, 150 EUR bei http://www.conrad.de/ . Gummis lösen sich aber auf wenn das Ding monatelang mit Ätzmittel rumsteht.
Salzsäure/Wasserstoffperoxid (770ml Wasser, 220ml HCl 35%ig dazutun, 30ml H2O2 30%ig dazutun, sehr kritisch, etwas verbrauchtes Ätzmittel als 'Katalysator' dazutun sonst startet der Ätzvorgang nur aus Zufall, hat man bis dahin mehr H2O2 hinzugetan haut's einem das Zeug um die Ohren) eignet sich am Besten für eine Sprühätzanlage (Industrie). Da die Mischung korrosive Gase erzeugt und von alleine zerfällt, daher jedes Mal neu angesetzt werden muss, wobei das H2O2 auch pur nicht lange lagerfähig ist, ist sie für Hobbyisten nicht zu empfehlen. Sie kann explodieren und hat so schon Leiterplattenfabriken das Dach vom Haus gesprengt. Der Hauptgrund, warum die das einsetzen, liegt in der verhältnismässig einfachen Kupferrückgewinnung, die sich als Hobbyist eh nicht lohnt. Verbrauch etwa 80ml pro Eurokarte, Ätzgeschwindigkeit niedriger als bei Eisen(III)chlorid.
Mit Eisen(III)chlorid kommt man auf Ätzzeiten von unter 2 Minuten, wenn man den Prozess beherrscht und ausreichend schüttelt. Beherrscht man ihn nicht, macht aber das Umsteigen auf kritischere Lösungen keinen Sinn.
Verbrauchte Ätzlösung nicht ins Klo kippen (das legt eine feine Spur bis ins Klärwerk, in dem jemand sauer wird, weil ihm die Bakterien verrecken), sondern gratis beim Schadstoffmobil abgeben. Die Lösungen sind verbraucht, wenn das Ätzen deutlich länger dauert, und Persulfate zerfallen auch von alleine. APS durch Umkristallisation, Natriumpersulfat durch Abspaltung von Sauerstoff (daher nie in gasdichten Behältern aufbewahren) in auskristallisierendes Natriumsulfat. Eisen(III)chlorid kann man durch Zugabe von Salzsäure (35% techn.) eine Zeit lang auf demselben pH-Wert halten wobei sich ein Teil des Schlamms wieder löst. Natriumpersulfat nimmt ca. 30g Kupfer pro Liter auf, Eisen(III)chlorid 50g.
Eine Platine kann man mit 3M Orgol 8600 Überzugslack schützen, dann bleibt sie lötbar, und es gibt Verdünner und Reparaturkits damit man die Platinen wieder lackfrei bekommt.
Von: Uwe Bredemeier und Michael Linnemann 1999
> "Laser-Folien für die Druckformerstellung", Zweckform No. 3491. Gibts
> im hiesigen Büro-Fachhandel, ohne extra Bestellung oder so. Der
> 100er-Pack kostete meiner Erinnerung nach so um die 35 EUR, und
> funktioniert einwandfrei.
Ist das beste (und einzig taugliche) was mir bislang untergekommen ist. Ausser Satzbelichter oder Fotoplot natürlich. Bis zur Entdeckung dieser Folie habe ich die Layouts für Prototypen/Bastelprojekte geplottet. Allerdings ist auch das ein heikles Thema an dem ich lange herumgefeilt habe.
Ich habe über die Jahre immer mal verschiedene Folien mit Laser und Tintenstrahldrucker getestet, war immer enttäuschend. Bei klarer (Overhead-) Folie im Laser scheinen Lichtbrechungen in der Folie das Problem zu sein, beim Tintendrucker eine Neigung zur Tropfenbildung. Besagte Folie, mattiertes Polyester, wird mit dem Laser schon mit Standardeinstellung vollständig undurchlässig. (Laserjet 4). Ein Test mit dem Tintenstrahler (Deskjet 850C) brachte ebenfalls ein erfreuliches Ergebnis. (Die Folie ist nicht für Tintendrucker geeignet, bei denen die Tinte nicht trocknet, sondern auf salzhaltigem Papier gerinnt, wie bei Epson).
Scannen und Drucken von Vorlagen aus Zeitungen ist problemlos möglich. Für die Belichtung ist die mattierte Folie kein Problem. Etwas länger halt. Das "spiegelverkehrt" gedruckt werden sollte ist doch wohl selbstverständlich?
Von: Oliver Betz 2000
Platinenbohrer: Hartmetall-Speerspitzbohrfräser (Bürklin 4.10 EUR) sind viel robuster als Wendelbohrer und auch freihändig (ohne Bohrständer) verwendbar. Sie machen aber auch unsaubrere Löcher. Eine Alternative könnten auch die HSS Platinenbohrer von http://www.RS-Components.de sein (suche nach "HSS Platine") mit einem Schaftdurchmesser von 2.4mm.
aus: http://www.fpga-faq.org/FAQ_Pages/0043_Steps_to_make_a_Printed_Circuit_Board.htm
Von: Matthias Heinrichs 27.11.2007
Fragt euch, ob euer Lohnbestücker wenigstens die Grundlagen beherrscht:
Information zum Ätzen:
Gehäuseabmessungen:
Anbieter Platinenherstellung:
Einseitige kann man günstig bei den semiprofessionellen Anbietern bei eBay machen lassen. Für doppelseitig durchkontaktierte Leiterplatten sind die Profis zuständig. Soll die Platine bleifrei gelötet werden, muss die Platine die höhere Löttemperatur aushalten (Produkthaftung auf Grund ungeeigneter Materialien), leider ist die Grenze nicht einfach vom temperature grade Tg abzuleiten: Epoxy Tg 130 ist schon mal ungeeignet, Tg 170/180 nicht immer geeignet, Tg 200 schon. Hartpapier teilweise bei Tg 135 schon. G200 nicht.
Alle Sendungen von Waren, deren Gesamtwert einen Betrag von 22 Euro nicht übersteigt sind einfuhrabgabenfrei. Das bedeutet sie unterliegen keinem Zoll und keiner Einfuhrumsatzsteuer. Liegt der Wert der Waren zwischen 22 Euro und 150 Euro sind die Sendungen zwar zollfrei, aber nicht frei von Einfuhrumsatzsteuer. Wenn die Ware mit einem Paketdienst geliefert wird, nimmt der oft 20 EUR Bearbeitungsgebühr auch wenn kein Zoll anfällt. Die Post macht es kostenlos, wenn alle Unterlagen vollständig dabei sind. Bei privaten Geschenksendungen die ohne Zollförmlichkeiten verschickt werden dürfen fällt sowieso keine Einfuhrumsatzsteuer an, bei einem Wert über 45 EUR allerdings eventuell eine Verbrauchsteuer wie Kaffeesteuer etc.
Gewerbliche Empfänger müssen die Einfuhr von Waren aus Nicht-EU Staaten bei Zoll unter ihrer EORI Nummer, die sie eventuell erst beantragen müssen
anmelden. Zum Import von Kleinsendungen mit einem Warenwert von unter 1000 Euro reicht eine sog. mündliche Anmeldung beim Zollamt. Ab 1000 EUR muss die Sendung über das Internet beim Zoll angemeldet werden. Bei Sendungen über 10.000 Euro ist zudem eine Zollwertermittlung notwendig.
Die Webanwendung wird gestartet, indem man im linken Menü die Option "Internet-Zollanmeldung Einfuhr" auswählt. Anschließend sind drei Formularseiten auszufüllen. Bei manchen Fällen gibt es eine kontextsensitive Hilfe, bei anderen ein Auswahlpopup, bei manchen hilft nur Raten. Das ist aber nicht weiter schlimm, Fehleingaben können beim Zoll korrigiert werden, sobald die Anmeldung erst mal richtig im System ist. Beim Warenwert ist der Kaufpreis zzgl. eventuell anfallender Kosten für Transport und Handling anzugeben. Ich empfehle, nur die Pflichtfelder auszufüllen und ansonsten alles frei zu lassen. Ein kritischer Punkt ist das Feld "Bearbeitende Dienststelle". Hier muss die Kennnummer des lokalen zuständigen Zollamtes eingetragen werden! Die Website zur Ermittlung der Zollstelle findet sich hier http://ec.europa.eu/taxation_customs/dds/csrdquer_de.htm (Empfehlung: Suche über „übliche Bezeichnung“) oder http://www.zoll.de/dienststverz/index.html Nachdem die ersten drei Seiten ausgefüllt wurden, muss auf den Button "Positionsdaten" geklickt werden! Dann öffnet sich der finale Teil der Anmeldung (keine Ahnung, wer da für die Bedienerfreundlichkeit der Anwendung Pate stand). Hier ist die Warennummer der Stolperstein. Die Warennummer legt die Höhe des Zolls fest. Über den untenstehenden Link lässt sich diese Nummer zusammen mit den Zolltarifen ermitteln [Nick L. aus uhrforum.de] http://ec.europa.eu/taxation_customs/dds/tarhome_de.htm
TARIC Nummern
85340011 Mehrlagenschaltungen, gedruckt, nur mit Leiterbahnen oder Kontakten 85340019 Einlagenschaltungen, gedruckt, nur mit Leiterbahnen oder Kontakten 85340090 Schaltungen, gedruckt, mit Leiterbahnen, auch Kontakten, und anderen passiven Elementen (ausg. mit passiven und aktiven Elementen bestückt) 84716090 Ein-/Ausgabeeinheiten für elektronische Datenverarbeitungsmaschinen, kein Drucker oder Tastatur 84716050 Tastaturen 91201200 Digitalarmbanduhren
Aber Achtung: Der deutsche Zoll zieht bei Einfuhren wo entweder Absender oder
Empfänger gewerblich sind oder das Porto auf dem CN22 Zollaufkleber
versehentlich im Warenwert mitenthalten ist zur Maximierung der
Staatsfinanzen auch das komplette Porto zum Zollwert hinzu, obwohl die
Leistung ja im Ausland abgegolten wurde und per Gesetz die Verzollung des
Inlandtransportanteils nicht erlaubt ist.
Auf Grund der mit der Realität kollidierenden Regelung hat der Zoll
Schwierigkeiten mit Sendungen von Digikey, bei denen (ab 65 EUR) keine
Versandkosten berechnet werden, und schlägt, weil Digikey INCOTERM 2000: DDP
statt INCOTERM 2000: DDP
Gerber Dateiformat wie es die Leiterplattenhersteller gerne hätten:
Schwieriger wird es, wenn flexible oder Hochtemperaturplatinen nötig sind,
nur wenige Anbieter verarbeiten RT/duroid 5880 (bis 260 °C) oder RO4003c
(bis 280 °C) von http://www.rogerscorporation.com/ (sowie (RO4350, RO4405),
oder IS620i (bis 220 °C) oder P97 (G30) (bis 260 °C) von
http://www.isolalaminatesystems.com/ die Sorten von
http://www.ccieurolam.com/cms/content/view/24/84/lang,de gefertigtb bei
http://www.brockstedt.de/de/prod/index.html
> Wie schliesse ich 2 Leuchtstoffröhren an 230V~ an ?
Starter für Tandemschaltung: Osram ST151 + ST172, Sylvania FS-22,
Philips S2, SiS2 und S2-E. Normale Starter sind nicht geeignet. Ebenso
kann man als Drossel für 2 x 18W in Tandemschaltung nicht eine für
36W nehmen, sondern muss eine nehmen die bei der geringeren
Restspannung denselben Strom wie bei einer einzelnen 18W Lampe
fliessen lässt.
Billige 'elektronische' Starter enthalten neben einer Diode ein Relais
um den Heizstromkreis nach 2 Sekunden zu unterbrechen. Um in 0.2 Sekunden
eine Leuchtstoffröhre mit konventionellem Vorschaltgerät zu zünden,
lassen elektronische Schnellstarter beim Starten per Diode nur eine
Halbwelle durch, so das die Drossel in Sättigung geht, um einen höheren
Heizstrom erzielen zu können. Aber heute nimmt man besser gleich ein
elektronisches Vorschaltgerät, die sparen mehr Strom als sie kosten:
> Wie lange hält eine Leuchtstofflampe
Von: Rolf Bombach
Die norm-Einschaltdauer, auf welche sich die angegebenen Lebensdauern
beziehen, ist 3 Stunden. Bei nur 10 Minuten Einschaltdauer reduziert
sich die Lebensdauer auf 20%. Bei non-stop-Brennenlassen erhöht sich
reichlich spekulativ die Lebensdauer auf das vier- bis fünffache.
Ist aber Extrapolation, da kaum jemand Kurven publiziert, die über
24h resp. 150% hinausgehen.
> Muss man Leuchtstoffröhren unbedingt heizen ?
> Wie schliesse ich eine 8W Leuchtstofflampe an 12V an ?
Osram Accutronic AT7/9/12L 30x40x80mm sind offenbar besser als
KFZ-Bastelleuchten oder http://www.conrad.de/ 192422 weil die
Röhre damit heller ist (effektiver) und schonender betrieben wird
und die Elektronik offenbar haltbarer ist.
Elektronische Vorschaltgeräte:
Normale Kabel (Y) sind nur bis zu 70GradC einsetzbar, bis 120GradC gehen
7Y Kabel.
Wer eine doppelseitige Platine herstellt, muss nach dem Bohren
durchkontaktieren. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, alle sehr
arbeitsaufwändig:
- bei VIAs Draht durchstecken und oben und unten anlöten.
- bei zugänglichen bedrahteten Bauteilen ebenfalls oben und unten anlöten,
das geht auch bei den sogenannten 'Präzisions-IC-Fassungen', wenn man
von der Seite mit dem Lötkolben rankommt.
- bei sonstigen Bauteilen zuerst dünne Litze aus 230V~ Kabeln durchstecken
und oben auf wegführender Leiterbahn anlöten, dann erst Bauteil einstecken
und unten verlöten.
- kurze Aderendhülsen oder Hohlnieten (http://www.reichelt.de/) durchstecken,
oder verpressen lassen (http://www.gsel.de/): Man muss diese oben anlöten,
sonst gibt es in kürzester Zeit einen Wackelkontakt, ohne das einem das Loch
zuläuft, also Einsteckwerkzeug (Zahnstocher :-) während des Lötens drin
lassen. Auch Verpressen (Bungard) hilft dagegen nicht. Scheissarbeit. Die
Nieten dürfen auf keinen Fall korrodiert sein, müssen also entweder neu oder
vergoldet sein.
- Bauteilpin in Lötpaste eintunken und in genau passendes Loch stecken.
Die Paste schiebt sich oben zusammen und schmilzt beim Einlöten des Bauteils,
auf dem man ein bischen länger rumbraten muss als sonst. Dosierung der
Menge muss man üben. Platine hinterher waschen.
Oder eben echtes chemisches Durchkontaktieren oder gleich herstellen lassen
(siehe oben). Eine doppelseitige Eurokarte ist mit 50 EUR zwar teuer, aber
bei hunderten von Durchkontaktierungen wird man das Geld gerne ausgeben.
35..40g NaOH in 1 L aq. dest. bei 60..80 GradC und 20..35 g KMnO4 (wenn Lösung
grün wird ist sie zu alkalisch) in Fotoschale, Platine rein bis sich nicht
mehr abwaschbar braune Beläge in den Löchern bilden, gründlich spülen, dann
in 500ml Lösung von 50..80 ml Isopropanol und 5 bis 10gr Pyrrol oder Thiophen
und etwas Hcl oder Zitronensäure zum leichten ansäuern in aq. dest. Diese
Mischung reagiert mit dem angelagerten Manganionen und polymerisiert dabei
das Pyrrol zu einer elektrisch leitenden Polypyrrolschicht. Diese leitende
Polymerschicht ist dann im nachfolgendem Galvanikprozess direkt metallisierbar.
Etwas besser haftet es wenn die Platine vorher in einen Queller kommt aus
Butylcarbitol (Diethylenglykolmonobutylether) ca. 200-300 ml/l, Ethylenglycol
50..100 ml/l, 3..10 g/l NaOH T 40..80°C ca 3min
Wie machen es die Leiterplattenfabriken ? Es wird unterschieden nach
den Innenlagen einer Multilayerplatine, die belichtet und geätzt werden wie
beschrieben, und den Aussenlagen, die erst bearbeitet werden, wenn alle
Lagen der Platine verklebt sind. Es werden dann die Löcher gebohrt, und
danach das Epoxy ein wenig weggeätzt (z.B. mit heisser Kaliumpermanganat
Lösung oder Plasmaätzen) damit das Kupfer der Innenlagen nicht mit Epoxy
verschmiert ist, sondern sogar etwas hervor steht. Dann wird die Platine
chemisch in einer Kollodiallösung (oft EDTA oder formalinhaltig) mit feinen
Kupfer oder Palladiumpartikeln beschichtet oder mechanisch mit Graphit
bestaubt, danach wird dünn stromlos Kupfer darauf abgeschieden, dann
noch dicker galvanisch (mit 1A/dm^2) verkupfert. Dann kommt die
Photoschicht darauf, wird belichtet und entfernt von den Stellen, wo später
Leiterbahnen sind. Danach kommt galvanisch eine ätzfeste Schicht (Gold,
Silber, Nickel, Blei-Zinn oder Glanzzinn) auf die freien Kupferflächen und
in die Löcher, der Photolack kommt runter und es wird das ungeschütze
Kupfer weggeätzt. So bleibt das Kupfer in den Löchern. Wenn man
Leiterplatten länger lagert, sollte man lieber chemisch Gold als chemisch
Zinn verwenden. Also verdammt viel Aufwand, dafür sind 50 EUR für eine
einzelne Eurokarte fast geschenkt, und der Preis fällt rapide mit der
Stückzahl.
Platinenstecker oder so sollte man vergolden. Alle Kontakte werden durch
eine Leiterbahn verbunden, die ausserhalb der Platine verläuft und nachher
abgesägt wird. Dann zuerst reinigen (Sidolin Metallputzmittel), - an die
Leiterbahn, dann mit einem Vileda-Tuch auf Edelstahlelektrode an + eines
Netzteils. Vernickeln auf 4-6um bei 4.5V/300mA (531057 von
http://www.conrad.de/), dann erst 1.5um vergolden bei 3V/300mA (530522
von http://www.conrad.de/) denn direkt Gold auf Kupfer verträgt sich nicht.
Es gibt Ferro-Graph-Galvano-Leitlack, den man durch die Löcher presssen
könnte, um sie dann galvanisch zu verkupfern, aber irgendwie funktioniert
das nicht.
Von: (Name war dem Autor bekannt)
> Taugt der Leitsilberlack von Conrad was ?
Ich hatte früher mal Gelegenheit, mit Silberleitlack professioneller Qualität
zu arbeiten und war dann Jahre später von der "Conrad-Silbersuppe" L100
schwer enttäuscht.
Mein Eindruck ist der, dass hier jemand professionellen Leitlack mit der
zehnfachen Menge Verdünnung gestreckt hat. Für sinnvolle Anwendungen ist der
Conrad-Leitlack IMHO unbrauchbar. Er läßt sich nicht vernünftig auftragen
und ist für die gelieferte Winzmenge total überteuert.
P.S.: Es scheint inzwischen andere Ware zu sein, zumindest sieht die Flasche
anders aus. Dafür sehen die von Reichelt und Pollin so aus, wie die alte von
Conrad :-(
> Warum sind die meisten Platinen eigentlich so grün, aber im Laden bekomme
Weil praktisch alle industriellen Platinen mit Lötstopplack überzogen sind,
und der ist meist grün (oder selten rot). Epoxy als Basismaterial ist fast
immer milchig weiss und nur ganz selten mal blau. Beim Lötstopplack sind nur
die Lötpads nicht abgedeckt.
Lötstopplack soll verhindern, das im Durchlauflötbad der industriellen
Fertigung die ganzen Leiterbahnen voller Lötzinn sind (kostet Geld) und
Lötzinn zwischen Leiterbahnen hängen bleibt (Kurzschluss). Als Bastler, der
per Hand lötet, braucht man das nicht. Eine Platine ohne Lötstopplack ist
also ein Zeichen von Qualität aus einer Manufaktur.
Wer nicht so gut löten kann und einen gewissen Schutz der Leiterbahnen haben
will, ätzt im Dunklen und belichtet nochmal mit einer Maske, die die Lötpads
nicht abdeckt, und entwickelt noch mal an statt die Platine komplett zu
entschichten, dann dient der Photolack als billige Lötstopmaske.
Normalerweise wird die Lötstopmaske per Siebdruck aufgebracht. Jedoch gibt es
bei http://www.octamex.de/ , Bungard und http://www.walterlemmen.de/ UV
lichtempfindliche Lötstopplackfolie (grün) als Trockenresist zum Laminieren,
die recht einfach zu verarbeiten ist.
> Und wie bekomme ich Lötstopplack auf meine Platinen ?
Bei eBay nach "uv curable" suchen und Lötstoplack auch in kleinen Mengen
für günstige Preise finden. Auf die fertig geätzte Platine etwas von diesem
Lötstoplack mit Pinsel oder Rolle oder einem Rakel dünn verteilen und unter
Wärme z.B. im Backofen trocknen lassen. Die Platine mit dem aufgetrockneten
Lötstoplack in den Belichter legen, eine Photovorlage mit den Pads drauflegen,
und belichten. Nach dem Belichten die unbelichteten Stellen mit Waschbenzin
oder dem empfohlenen Lösungsmittel abwaschen, und wahlweise noch mal im Ofen
und unter UV Licht aushärten lassen.
Von: Route 66 30.08.2012
Normaler Lötstoplack erlaubt es nicht, die Abstände von spannungsführenden
Leiterbahnen zu verringern, aber es gibt Lack der die Anforderungen erfüllt:
Die DIN EN 50178 (VDE 0160) sagt in 5.2.15.1 Luft- und Kriechstrecken: Sind
Leiterplatten mit einer solchen Lack- oder Schutzschicht versehen worden, so
ist eine Prüfung nach 9.4.4.4 durchzuführen. Unter 9.4.4.4: Die Eignung der
Lack- oder Schutzschicht auf Leiterplatten, unter der keine Festlegung für
Luft- und Kriechstrecken gelten (siehe 5.2.15.1 Absatz 6), wird nach
Abschnitt 6 von IEC 60664-3 mit dem Schärfegrad 2 geprüft. Dort werden dann
eine ganze Reihe von Prüfungen, angefangen von mechanischen Ritzprüfungen
über Spannungsfestigkeiten nach unterschiedlicher Vorbehandlung bis zu Löt-
und Lösemittelbeständigkeit aufgelistet. Namhafte Leiterplattenhersteller
können solche Solder-Masks liefern.
Von: Falko Jahn
Für alle die es interessiert, habe es endlich geschafft, Lötstoplack auf
meine Platinen zu bringen!
Viele werden jetzt sagen, man sollte das lieber machen lassen, womit
sie wohl auch recht haben, aber für diejenigen die für wenig Geld
eine professionelle Platine haben wollen und genug Zeit haben, meine
bisherigen Erfahrungen.
Von http://www.peters.de/ gibt es ELPEMER fotostrukturierbaren
Lötstopplack. Dort bekommt man auch kostenlose Muster. Es ist ein 2
Komponenten Lack.
Also Lack 4:1 mischen und auf die Platine bringen. Ich habe das im
Siebdruckverfahren gemacht (mit einen zusammengebastelten Holz Rahmen,
werd mir aber demnächst was "richtiges" kaufen, habe auch von der
Airbrush Methode gehört, hab ich aber nicht getestet). Dann im Backofen
vorgetrocknet, das ist recht kritisch, wenn zu lange vorgetrocknet wird,
läßt sich der Lack nicht mehr entwickeln.
Bei mir waren es ca. 30min bei 75°C mit Umluft, hab die Tür leicht
aufstehen lassen, damit die Lösungsmittel entweichen können. Dann
abkühlen lassen und belichten. Die Zeit muss man ausprobieren (bei mir
waren es bei durchsichtiger Folie und 4 Röhren a 25W ca, 20cm Abstand
- 3 min). Dann Entwickeln mit 1% Natriumcarbonat Lösung.
Natriumcarbonat gibt es in der Apotheke - 1kg ca. 8 EUR - dauert ca.
1-2 min Endhärtung bei 150°C im Backofen ca. 1h. Fertig !!!
Das sind meine ersten Erfahrungen. Es gibt bei Peters auch
fotostrukturierbaren Bestückungsdrucklack. Einfach hobbymässig kann
man aber auch den Bestückungsdruck auf hochkalandriertes Papier
(glaenzend und dünn wie die Seiten aus der Zeitschrift 'Spiegel')
oder Tonertransferfolie drucken und auf die Platine überbügeln.
Zum Schutz vor Witterungseinflüssen kann man Platinen nach der
Bestückung lackieren, z.B. mit 3M ORGOL 8600 UEBERZUGSLACK.
Bevor man seine Schaltung aufbaut, muss man entscheiden, welche Bauteile
man in bedrahteter Form (thru hole) und welche man als SMD Bauelemente nimmt.
Das hängt etwas von der erwarteten Stückzahl ab.
Bedrahtete Bauelemente werden bei Handbestückung bevorzugt. Das geht schnell,
eine Bestückerin schafft mehr als 5000 Bauteile pro Tag. Die Drähte werden
meist auf einen Rutsch vor dem Löten gekürzt, manchmal von der
Drahtbiegemaschine vor dem Bestücken, und normalerweise nicht einzeln per
Frontalschneider.
Es stellt sich auch die Frage, wie gelötet wird. Per Hand, per Lötbad oder
per Durchlauf-Wellenlötanlage. Einerseits hängt das davon ab, was da ist,
andererseits kann man 10 Platinen problemlos per Hand löten, 100 Platinen
per Lötbad, und bei 1000 wird man sicher eine Durchlauf-Wellenlötanlage
verwenden wollen.
SMD kann gut ein Automat bestücken, der klatscht die Bauteile schneller
auf die Platine als man gucken kann, insbesondere wenn Bauteile nur wenig
verschiedene Werte haben und alle in derselben Orientierung plaziert wurden.
Leider muss dem Automat vorher gesagt werden, wo hin das Bauteil kommt,
also sind die Rüstkosten so hoch, das es sich bei weniger als 1000 Platinen
kaum lohnt. Einzelne SMD Bauteile kann man per Hand bestücken (lassen), aber
schon bei wenigen Bauteilen verwendet man besser eine Schablone (Stencil)
zum Auftragen der Lötpaste.
SMD lötet man gerne mit Heissdampf, weniger gerne per Infrarotstrahlung
und nur bei unkritischen Teilen durch Eintauchen in flüssiges Lötzinn in
einer Lötanlage.
Wenn man bedrahtete Bauteile und SMD mischt, muss man zwischen
verschiedenen Kombinationen wählen:
Einseitige Platine. SMD muss auf die Unterseite und im Lötbad verlötet
werden, also sollten nur wärmeunempfindliche SMD Bauteile (Widerstände
und Keramikkondensatoren, notfalls kleine Transistoren und ICs) verwendet
werden, und sie müssen aufgeklebt werden.
Doppelseitige Platine: Empfindlichere SMD Bauteile können oben bestückt
werden und per Reflow verlötet werden, die Unterseite steht wie bei der
einseitigen Platine zur Verfügung.
Wenige bedrahtete Bauteile: Man kann beidseitig empfindliche SMD Bauteile
bestücken und Reflow verlöten, weil die bedrahteten Bauteile per Hand
nachträglich eingelötet werden können, wenn es eine überschaubare Anzahl
von Platinen ist.
Preisbeispiel Bestückung der SMD-Teile für
http://bibo.iqo.uni-hannover.de/dokuwiki/doku.php?id=eigenbau:temperaturregler_diodenlaser
> sah so aus: Lötpastenschablone, einmalig : 90 EUR
Bei einer einseitig Automat-SMD bestückten Platine mit 20 Bauteilen, davon 2
ICs, kostet die Bestückung ohne Bauteilkosten so 20 ct wenn man 1000 abnimmt,
auch in Deutschland. Bei 10000 aus China so 7 ct:
Siehe http://www.analog.com/ FF_Sect10.pdf (GROUNDING IN MIXED SIGNAL SYSTEMS)
Beachte die Regel für getrennten Analog und Digital Ground, und lege Analog
und Digital in räumlich getrennte Bereiche (Analog links, Digital rechts :-) aber
verbinde danach alles mit einer grossen Ground Plane, das verbessert EMV und
schadet nicht, weil der Strom immer die kürzeste Verbindung nimmt, also dennoch
da lang fliesst, wo er nicht die anderen stört..
Für OpAmps siehe Kapitel 17 aus http://www-s.ti.com/sc/psheets/slod006b/slod006b.pdf
http://eportal.apexmicrotech.com/mainsite/support/pages/app_notes.asp AN28 und
http://www.analog.com/library/analogDialogue/archives/39-09/layout.pdf (A Practical
Guide to High-Speed Printed-Circuit-Board Layout) Siehe auch Layouttipps im Kapitel
F.24. Schaltregler
Die Induktivität einer Leiterschleife hängt von der umschlossenen Fläche ab.
Wenn ein (Rechteck-)Signal zu klingeln anfängt
Leitfähigkeit von
> Welchen Abstand sollten Leiterbahnen voneinander haben ?
Nun, das hängt von vielen Faktoren ab, der Spannung, der Verschmutzung,
der Isolationsklasse, dem Land, der Höhe über NN des Einsatzortes, daher
gibt es keine einfache Antwort. Für 230V~ in Verschmutzungklasse 2 bei
doppelter Isolation sind 5mm erforderlich. Wo sowieso 230V sind, reichen
2.3mm.
> welche Breite sollten Leiterbahnen haben ?
> aus welchene Gründen, kann man eigentlich bei verschiedenen Geräten
Normalerweise ist bei einer Audioanlage der Verstärker geerdet und alle
anderen Geräte nicht. Das ist sinnvoll, weil es in einer Anlage einen
gemeinsamen Erdungspunkt geben sollte (erstens leitet das Einstrahlungen
ab, zum anderen fliegt dann die Sicherung wenn zufälligerweise irgendwo
ein Isolationsproblem auftritt), und der Verstärker zentral ist.
Dummerweise gibt es bei grösseren Anlagen noch weitere Verbindungen zur
Erde, nämlich über Antennenkabel und Telefonleitung, und es entstechen
Brummschleifen (eine leitende Verbindung über Schutzleiter und
Abschirmungen hinweg die eine grossen Kreis bilden und daher wie eine
Trafowicklung wirken in der der durch 50Hz induzierte Strom fliesst und
je nach Leitungswiderstand einen Spannungsabfall verursacht, der dann als
Signal mitverstärkt wird), wenn sie nicht per Mantelstromfilter oder
Audiotrennübertrager getrennt wird.
Bei besseren Verstärkern kann man die Verbindung zwischen Masse und
Schutzleiter trennen, da ist auch ein besserer Trafo drin.
Von: Emil Obermayr
Jede Signalmasse soll auf Erdungspotential liegen, muß also wenigstens an einem
Punkt mit dieser zusammengeschaltet sein. Nur derjenige der den Schaltplan der
kompletten Anlage kennt weiß, welcher Punkt der Erdung dafür sinnvoll ist.
Deswegen kann man bei manchen Geräten "aussuchen" ob man die Masse 'hier' erden
möchte. Im folgenden die Ansatzpunkte, nach denen man eine Erdung planen und
die Erde/Masse-Verbindungspunkte auswählen kann:
Häufig sind Erdungsleitungen nicht sehr niedrohmig ausgeführt. Das fängt bei
Leitungen mit zu niedrigem Querschnitt an und wird durch schlechte Verbindungen
in/an den Geräten noch schlimmer. Dann sind die Erdungspotentiale von
zusammengeschalteten Geräten nicht auf gleichem Niveau. Wenn man nun Masse und
Erde zusammenschaltet, fliessen Ausgleichsströme über die Masseleitungen der
Signalleitungen. Das kann sich negativ auf die Signalqualität auswirken und
Regelkreise beeinträchtingen.
In stark elektromagnetisch "verseuchten" Bereichen sammeln Ring-förmig
zusammengeschaltete Leitungen induktiv Brummspannungen ein (meist deutlich
schwächer tut das jede 'gerade' Leitung auch kapazitiv). Wenn man das auf
Signalmasse legt, hat man dieses Brummen auch auf den Signalleitungen. Das
umgeht man, indem man die Erdung Stern-förmig plant. Leider geht das nicht
immer. Verstärkt wird dieser Effekt durch nicht hinreichend niederohmige
Leitungen (s.o.), denn erst durch den Leitungswiderstand wird aus dem
Induktionsstrom eine Brumm_Spannung_. Nebenbemerkung: Deswegen sind
Stromschleifen auch immer so angelegt, daß sie keine elektromagnetische
Strahlung aufnehmen, üblicherweise durch verdrillen der Signalleitungen.
Und dann kommt es vor, daß Geräte die Erdung durch Störspannung direkt
verseuchen. Z.B. Motoren oder Relais, deren Entstörung unzureichend oder
defekt ist. Das fängt man sich dann ein, wenn man Masse und Erde verbindet.
Auch dieser Effekt wird schlimmer mit zu hohen Leitungs-Widerständen.
Tausende Folienleiter findet man in der Aswo Euras Ersatzteildatenbank
(zugänglich z.B. über http://www.elv.de/ Ersatzteil-Shop und
http://www.ersatzteile-online.biz/ unter STECKER/KABEL/ADAPTER
AUDIO/VIDEO-VERBINDUNGEN FOLIENLEITERBAHN) aber es gibt natürlich viel mehr.
Die Newsgroup zum Thema ist news:comp.arch.embedded
Ein deutschsprachiges Forum http://www.mikrocontroller.net/
Von: MaWin 17.7.2000
Die meisten elektronischen Schaltungen sind Steuerungen oder Regelungen und
lassen sich mit Microcontrollern heute einfacher realisieren, als das noch
vor ein paar Jahren der Fall war. Viele Spezialchips vergangener Zeiten
lassen sich heute durch billigere Microcontroller ersetzen, wenn auch in
anderer Beschaltung. Man sollte sich also gerade bei alten Bauvorschlägen
fragen, ob dieses heute mit einem uC nicht einfacher geht. Man muss eben
neben der Schaltung auch das passende Programm für den Controller erstellen.
Aber für Analog- oder Hochfrequenztechnik sind sie kaum zu gebrauchen.
Welcher Chip wird in der Industrie bevorzugt eingesetzt ? Der billigste, der
die Aufgabe erfüllen kann. Punkt. Stellt sich hinterher heraus, daß ein
anderer billiger gewesen wäre, ärgert man sich über die Fehlentscheidung.
Wobei 'der billigste' alle Nebenkosten mit einschliesst, und das kann für
geringe Schulungskosten bedeuten, einfach den uC zu nehmen, den man schon
kennt, oder den, bei dem der Hersteller passende Problemlösungen als
application notes anbietet, oder man den teureren Chip nimmt weil er seltener
ausfällt (aber das sind dann schon extreme Kenntnisse, man wusste eher
hinterher daß frühe AVRs in der TCO total cost of ownership keine glückliche
Wahl waren).
Nicht jeder Chip ist leicht beschaffbar und ohne Aufwand zu programmieren.
Daher haben sich unter Hobbybastlern gewisse Chips verbreitet, die sich
einfach verwenden lassen: AT90Sxxxx ATtiny/ATmega (AVR) und AT89Sxxxx (8051
kompatibel) von http://www.atmel.com/, PIC16F8xx von http://www.microchip.com/,
Flash-EEPROMs statt EPROMs, GALs statt PALs, schon alleine weil ICs im Gehäuse
mit Quartzfenster zum Löschen durch UV-Licht teuer sind. Alle genannten Chips
lassen sich mit kostenlos im Netz verfügbarer Software programmieren, so das
man die angebotenen Starterkits nicht benötigt, die aber ängstlichen Personen
eine gewisse Funktionssicherheit geben können.
Eine schöne Anfänger-Einführung "Understanding Small Microcontrollers"
http://www.freescale.com/files/microcontrollers/doc/ref_manual/M68HC05TB.pdf
auf Basis des HC05 kommt von Motorola/Freescale. Freescale erlaubt gerade
mit dem Flexis QE128 auch den direkten Vergleich von 8 bit CPU zu 32 bit CPU
bei ansonsten gleichen Bedingungen, 8 Bit $3,59/10k 11mA, 32 Bit $3,80/10k
27mA. Der 8 Bit hat natürlich bessere Codedichte und es gibt ihn auch
optional in kleinerem Gehäuse (wohl wegen kleinerer Chipfläche).
Das Problem lautet: Welche Programmiersprache: BASIC, C oder Assembler ?
In BASIC programmierbare Microcontroller sind durch die Bank schlecht,
wenig leistungsfähig, teuer, eben wie C-Control (es gibt da noch die
Basic-Briefmarke, Basic-Matchbox, 8052AH Basic). Es gibt dafür eigentlich
gar keinen technischen Grund, denn für so eine simple Programmiersprache
wie BASIC liesse sich ein hervorragend optimierender CrossCompiler erstellen,
aber Dummköpfe werden halt abgezockt.
Wenn man bereit ist, uC in ihrer Assemblersprache zu programmieren, tut sich
ein riesiges Angebot an billigen guten Chips auf. Für manche gibt es auch
kostenlose C-Compiler (oder Interpreter :-), aber das lohnt sich erst bei
Programmspeicher über 1k (manche sagen 8k).
Von: Erik Hermann
Es sei denn Du bist so blöd wie wir und kaufst den (IAR) Compiler beim
Prozessorhersteller (NEC) statt bei IAR direkt. Wir hatten nämlich ein
Problem das am Compiler hing und bekamen von IAR die lapidare Auskunft das der
Compiler ein OEM Produkt ohne direkten Support sei. Der Prozessorhersteller
konnte den Fehler zwar nachvollziehen, aber leider nichts dran ändern,
zumindest nicht in endlicher Zeit. Leider verloren. Support gibt's bei IAR eh
nicht, siehe d.s.e Message-ID 3DA0175D.28E0C75D@uc-elektronik.de und Produkte
von IAR darf man sowieso nicht kaufen,
siehe http://www.mikrocontroller.net/topic/229999#2321275
> Ich benötige für den Modellbau einen Microprozessor.
Von: MaWin 1999
Analogausgänge gibt es (fast) nicht, es werden fast immer schnell ein- und
ausgeschaltete Digitalausgänge verwendet (PWM), auch beim C-Control, um
IM MITTEL eine Analogspannung zu erzeugen, die man dann noch mit einem
Tiefpass filtern muss, wenn das angeschlossene Gerät (Glühbirne, Motor) nicht
sowieso zu träge ist. Immerhin erlaubt der TI TMS320F28069 Piccolo trotz nur
80MHz Takt eine zeitliche PWM Auflösung von bis zu 150ps (6.7GHz).
Braucht man echte Analogausgänge, muss man externe
D/A-Wandler-ICs verwenden, weil D/A-Wandler eine ganze andere
Chiptechnologie verwenden (lasergetrimmte Dünnschichtwiderstände) als
Microcontroller (klassische CMOS Technologie). ANALOGEINGÄNGE werden
hingegen immer häufiger. Hier nur die reprogrammierbaren:
- AT90S8535 von http://www.atmel.com/ 8k Programm, 512 Byte RAM, 512 Byte
EEPROM, 8 A/D 10bit, 10 EUR bei http://www.reichelt.de/ oder ATMega163
- PIC16F877 von http://www.microchip.com/ 8k Programm, 368 Byte RAM, 256
Byte EEPROM, 8 A/D 10bit, 10 EUR bei http://www.reichelt.de/
- MB90F497 von http://www.fujitsu.com/ 64kB Programm, 2kB RAM, 2 UART
(auch SPI), 8 A/D 10 bit, CAN, PWM, 6 EUR bei http://www.glyn.de/
oder MB90F549 mit 256kB Flash und 6kB RAM für 11 EUR.
Alles was du brauchst (Datenblatt, Assembler, Applikationen, Debugger) gibt
es kostenlos zum Download bei den Herstellern, die Programmierschaltungen
sind einfach (ISP-Programmierung über Parallelport) und Programmiersoftware
gibt es reichlich im WWW.
Ponyprog http://www.lancos.com/prog.html hat Probleme mit modernen
GHz-Pentiums und behandelt 0 als gesetzt bei Fuse-Bits von manchen
AVRs (ATmega8, ATmega128L), läßt sich aber seit ich-weiß-nicht-wann von
der Kommandozeile aus steuern, wenn auch nicht über Parameter, sondern über
script files. Ponyprog damit in automatisierte Compilerläufe einzubauen, ist
wirklich einfach http://www.lancos.com/e2p/ponyprog2000.html#s4
Und wenn du fragst, wieviel Programmspeicher man braucht:
http://www.picoweb.net/ zeigt einen kompletten Web-Server in 7k
Programmspeicher. Man kann, wenn man nicht so doof ist wie Microsoft, auch
in 8k eine Menge machen. In 512 Byte passt z.B. eine (Funk-)Uhr mit Datum &
Wecker wenn man ein paar Programmierkniffe kennt.
Alternativ Motorola MC14500 ICU, ein 1 Bit Prozessor in 3-18V CMOS Technik
mit beliebigem Programmspeicher, eher als kleiner Industriekontroller.
Von: Andi Gysi
Ich weiss, der C-Control schien mir zuerst auch verlockend, jetzt liegen zwei
davon hier rum und ich weiss nicht, was ich damit anfangen soll...
> Mitsubishi M16C / Renesas R8C
Billige Prozessoren mit grossem Flash-EEPROM stellt Mitsubishi/Renesas her.
Das Starterkit mit dem M30624FGAFP gibt's für 50 EUR bei http://www.glyn.de/,
programmiert wird der uC in circuit über die serielle Schnittstelle. Die CPU
ähnelt dem MC68000. Es gibt reichlich C-Compiler für ihn, unter anderen GCC.
Seit dem Artikel in der Elektor Nov. 2005 hat der kleine Bruder, der R8C,
weitere Verbreitung unter Hobbybastlern gefunden, gab es doch den Controller
mit C-Compiler umsonst. Nur die Programmierschaltung musste man selber bauen:
Von: Volker Stegmann
Wenn du einen C-Compiler für den M16C brauchst, laß die Finger von dem IAR
Compiler, solange du in der Lage bist, Makefiles zu schreiben, oder eine IDE
hast, die das auch für dich macht.
Ich hab bezüglich Compilerfehlern schlimme Erfahrungen damit gemacht. Nimm
besser den NC30 von Mitsubishi. Der ist meiner Meinung nach ausgezeichnet.
> Wo gibt's den C-Compiler für Hitachis SH8, Mitsubishis M16C, Renesas R8C ?
Bei Renesas, schwer zu finden, man muß sich registrieren und bekommt dann eine
Demo die 30 Tage läuft und danach nur 64k linkt, was für einen R8C aber locker
ausreicht. Um direkt im C-Quelltext zu debuggen erzeugt man einen Debug-Build.
Dafür enthält die VS2010 basierende HWB Bedienoberfläche die das ganze Projekt
erstellt, leider beim R8C/13 eine zu kleine Vorgabe beim verfügbaren
Hauptspeicher, wodurch der Linker schon bei 8k eine Fehlermeldung auswirft,
man hätte bei der Erstellung des Projekts die Speichergrösse auf 16k stellen
müssen.
Carlos Duerschmidt sagt dazu:
Mit dem Prozessor kämpfe ich auch gerade. Im Moment sieht es noch so aus, als
ob der Prozessor gewinnt.
> Cypress PSoC
sind M8C (R8C) basierte Microcontroller mit zusätzlichen nützlichen Baugruppen
auf dem Chip, darunter bis 14 bit A/D und D/A Wandler, Operationsverstärker,
Filter und Komparatoren, PWM, SPI und UART, I2C, SPI und USB, in Stückzahlen
ab 2 EUR zu bekommen und der Grund dafür, warum aus Asien die bessere
Elektronik kommt, daher auch viele WebSeiten aus Asien.
> ARM (Advanced Risc Machine) http://de.wikipedia.org/wiki/ARM-Architektur
Ist der Kern von manchen Prozessoren in Microcontrollern, wie XScale von Intel,
StrongARM von DEC, PXA270, LPC2000 von NXP, AT91 von Atmel. Da die meisten für
PDAs konstruiert wurden enthalten sie meist einen integrierten LCD-Controller
und sind interessant wenn größere LCDs anzuschliessen sind.
Leider ist die CPU schlecht dokumentiert. Hier ist wohl das Basisdokument:
> Embedded Linux
Wer etwas mehr Rechenleistung haben will, und statt einem Microcontrollerchip
eine ganze Platine einsetzen kann, die unter Linux mit Ethernet-Schnittstelle
verwendbar ist, kann vorkonfektioniert von Atmel den AVR32 nehmen:
oder Ethernet-WLAN-Boards mit dem RTL8181/RTL8186 und PCI-Interface verwenden:
> MSP430
Von: Alexander Weiss 20.11.2000
Der MSP430 ist ein baulich kleiner und billiger 16bit uC mit geringem
Strombedarf von http://www.ti.com/ , der seit seiner Erwähnung in der c't bei
Bastlern mehr Verbreitung findet. Seine Struktur ist ähnlich der PDP-11. Er
lässt sich anständig in C programmieren, allerdings sind die
Entwicklungsumgebungen noch recht teuer und der Chip ist schwer einzulöten.
Seine I/O-Pins sind nicht 5V tolerant, was die Verwendung von
Periperiebausteinen einschränkt.
Wenn man jedoch batteriebetriebene winzige Schaltungen aufbauen will, ist der
uC trotz überdimensionierter 16 bit Wortbreite derzeit eine gute Wahl, läuft
er doch an einem 32kHz Uhrenquartz mit nur 1.5uA und nur bei Bedarf mit einem
internen Frequenzmultiplier. Dazu passt dann ein MAX1724 Spannungsregler,
klein und extrem stromsparend. Und Dank stromsparen auch als Uhr erhältlich:
> Siemens/Infineon C167 Verfügbarkeit
Die "normalen" C167 gibts noch ganz gut (3 Monate Lieferzeit sind üblich),
die Katastrophe geht bei den Flash-Typen los. Nachdem Infineon den
Flash-Prozess nicht auf die Reihe bekommen hat, haben sie sich mit ST
zusammengetan, von denen gibt es die ST10-Serie, die mit den C167
kompatibel ist.
Nachdem wir aufgrund der schlechten Verfügbarkeit der C167 ziemlichen
Ärger hatten, sind wir auf die Fujitsu 16LX-Serie umgestiegen (MB90F543
etc.), die sind von der Leistung vergleichbar, haben 5V-Flash on chip,
einen kostenlosen C-Compiler und kosten die Hälfte der C167er.
> Wo bekommt man den Fujitsu MB90Fxxx und was für Werkzeuge gibt es?
Von: Erik Hermann
Beliebige Stückzahlen (auch Einzelstücke) bekommt der Geschäftskunde bei
http://www.glyn.de/. Workbench mit C-Compiler, Assembler und Debugger
bekommt man kostenlos auf CD oder im Internet
Programmiert werden die Dinger über RS232, d.h. ohne zusätzliche Hardware
(ausser einem MAX232 o.ä. auf dem Controllerboard).
MB90F497 64kB Flash, 2kB RAM, 2 UART (auch SPI), 10Bit 8Kanal
ADC, CAN, PWM, etc., ca. 6 EUR
MB90F549 256kB Flash, 6kB RAM, 2 UART, 2SPI, ADC, CAN,
PWM, etc. ca. 11 EUR
> 68HC08
Von: Rafael Deliano
Heutzutage sind 68HC908QY4 viel schöner. Der ist DIL16 mit 14 verwertbaren
Pins weil RC-Takt und Resetgenerator auf dem Chip ist. Das macht sich auch
bezüglich EMV gut. Dadurch dass die I/O ziemlich einheitlich ist, kann man
als Emulation einen 68HC908GP32 in DIL40 nehmen. Die "überzähligen" Pins von
dem sind zum Softwaretest sehr erfreulich weil man dann Testpins hat um mit
Oszilloskop zu sehen was die Applikation in Echtzeit so tut.
> Hat jemand. Erfahrung mit FFMC16 Controllern?
Die CPU ist im Vergleich zu C167 oder M16C langsamer (Akkumulatormaschine).
Weiterhin ist ein bischen lästig, dass man die Priorität von
Software-Interrupts nicht vorher einstellen kann. Ein Software-Interrupt
wird immer mit höchster Priorität aufgerufen und man muss dann in der ISR
den Level einstellen. Damit wird evtl. ein hochpriorer Interrupt
unterbrochen, der Software-Interrupt gestartet, der dann seine Priorität
selbst zurücksetzt - das kostet ziemlich Rechenzeit.
Ein weiterer Nachteil: In der Toolchain von Fujitsu fehlt ein Monitor-Debugger
(es gibt nur einen Simulator), den Debugger gibts aber von uns zu kaufen.
http://www.accemic.com/.
Die gute Verfügbarkeit war für uns der Grund, von den ST10-Flash-Typen auf
16LX umzusteigen.
Sehr günstig im Vergleich zu vergleichbaren 16-Bittern mit CAN und Flash.
Eva-Boards gibts von Glyn für 49 Euro.
Ein Bonbon noch: Von http://www.segger.com/ gibts ein Echtzeitbetriebssystem
(in der Trial-Version auf 2 Tasks beschränkt), mit dem man aber sehr gut die
Arbeitsweise eines RTOS studieren kann. Für Diplomarbeiten lohnt es sich zu
fragen, um eine kostenlose Voll-Lizenz zu bekommen ;-)
> Videosignalerzeugung PAL / TFT LCD mit Microcontrollern:
Hitachis H8S (ähnlich 68000) hat Zähler und DMA drin, mit denen die Erzeugung
der Signale möglich ist, aber mit 24k RAM nicht genug internes RAM für ein
Graphikbild. Für den direkten Anschluss einer VGA an einen Controller eignet
sich der MB91FV310A.
> Hat jemand über den Motorola 68HC332 positive oder negative Erfahrungen
Von: Hartmut Schaefer
> Welchen Wert sollen die Kondensatoren beim Schwingquartz bekommen ?
Kein Wunder, die hängen mehr vom Quartz und Leiterplattenlayout ab, als vom
Oszillator des uC, und wer hat schon die Datenblätter der Quartze...
Aber glücklicherweise sind die meistens ähnlich. Nimm 22pF. Erklärung:
32kHz Uhrenquartze haben eine kleinere Leistung als die normalerweise
verwendeten Quartze, die in Resonanz einen Widerstand von 50 Ohm haben und
ca. 1mW Leistung verbraten. Schalte einen Widerstand von 100k bis 470k in
Serie davor (also zwischen XOUT und dem Kondensator am Eingang des Quartzes)
und einen 1-10MOhm Widerstand parallel zum Quartz, bis die Kurvenform der
grösstmögliche saubere Sinus ist (Achtung: Kapazität des Oszilloskoptastkopfes
kann stören). Alle normalen Quartze arbeiten in Serienresonanz. Der Colpitts
Oszillator ist am einfachsten und betriebssichersten.
> Ich habe 2 Controller an einem Quartz angeschlossen, d.h. XOUT von
Ja. Verbinde XOUT und XIN des zweiten Controllers über 1MOhm, und XOUT des
ersten Controllers über 100pF mit XIN des zweiten Controllers. Und schliesse
den Quartz wie gehabt an den ersten Controller an. Die Ursache und Begründung
für diese kapazitive Kopplung liegt im eventuell unterschiedlichen
Gleichspannungspegel der Oszillatoren.
> Wie lange dauert es bis der Quartzoszillator eines uC sauber läuft ?
Von: Oliver Bartels, Oliver Betz, Uwe Hercksen, Rafael Deliano
Typischerweise kommt so ein uC Quarzoszillator bei z.B. 8 MHz in <1ms hoch,
die Amplitude ist dann aber noch nicht völlig stabil.
Berechenbar ungefähr über die Güte Q der Gesamtschaltung als gespiegelte
Exponentialfunktion:
A(t) = A0 (1- exp(- (omega t) / (2 Q) ) )
Das Omega ist wie gehabt 2 pi f_res, die Güte von einem Wald- und Wiesen-Quarz
alleine liegt ca. bei 40000 bis 50000, das Loaded Q (Quarz mit Schaltung als
Last) eher <10000 je nach Chip und Schaltung.
Keramikschwinger schwingen offensichtlich deutlich schneller an als ein Quarz.
Anderer Aspekt beim Einschalten des Gateoszillator ist die RC-Zeitkonstante
(R parallel zum Quartz, C nach Masse) die erstmal auf VCC/2 hochgelaufen sein
muß damit überhaupt was schwingt. Kleiner Kerko und 1 MOhm statt 10 MOhm
ist schneller.
Der Colpitts-Oszillator eines 68HC912D60A ist so schlapp, daß er mehrere
Millisekunden braucht. Aber der uC rennt schon bei kleinsten Amplituden los
und stürzt dann gerne mal ab, wenn das Rauschen schneller war als der maximal
mögliche Bustakt.
> Gibt es auch schlechte Microcontrollerfamilien ?
Zumindest Motorola's 6803, dem ST62 von ST und Infineon's C166 sagt man das
nach.
> Warum gibt es eigentlich keine Mikrocontroller mit ebenso hohen Taktfrequenzen
Weil die Entwickler von solchem Kleinkram wie Mikrocontrollern alles Deppen
sind, noch heute auf dem Stand (von Intel & Co.) von 1985. Sicher wäre ein
schnellerer uC teurer, aber sicher nicht so teuer wie ein Pentium. Eigentlich
bietet sich ein uC geradezu an, um mit hoher Taktfrequenz zu arbeiten,
schliesslich bleiben alle hochfrequenten Leitungen auf dem Chip und müssen
nicht herausgeführt werden. Intel baut auch kleine Gigahertz-uC um ihre
Fertigungstechnik zu testen, verkauft sie aber nie. Die leistungsfähigsten
sind die DSPs: Analog Blackfin (600MHz), TI C55X (500MHz), Intel XScale/ARM
(400MHz), Toshiba TMPR495x (400MHz) aber es gibt nichts schnelles kleines.
Ebenso gibt es praktisch keine uC mit ausreichend RAM, weil die Hersteller es
schon seit zig Jahren nicht in den Griff bekommen, dynamisches RAM und
Flash-EEPROM auf denselben Chip zu packen, und zu geizig sind, ausreichend
viele statische RAM Zellen dazuzulayouten. Der Philips LPC2106 hat zum 60MHz
ARM7 wenigstens 128kFlash und 64kRAM und 32 I/O-Pins, leider hat sich Philips
bei seiner XA-Architektur als nicht besonders zuverlässig herausgestellt.
Klassisch sind Marketing-Aussagen wie solche von Siemens (heute Infineon):
Keiner brauche angeblich uC mit Flash, sagten die, es wäre total unsinnig und
daher würde Siemens auch keine herstellen. Bis zu dem Tage, als auch Siemens
Flash produzieren konnte (weil die Technologie teuer von ST eingekauft wurde,
die Fertigung dort hin ausgelagert wurde). Seit dem ist Flash plötzlich die
beste Erfindung seit dem Rad.
> Was ist ein DSP ?
Ein Digitaler Signal Prozessor, das ist ein Microprozessor der möglichst
schnell gewisse mathematische Operationen (vor allem Fouriertransformationen)
ausführen kann. Früher gab es einzelne Prozessoren, heute eher 'Controller'
bei denen Peripherie mit integriert ist, die in bestimmten Anwendungen, wie
Handys, benötigt wird. Billige Evaluationboards bei http://www.ti.com/, nette
Prozessoren bei http://www.mot.com/ (siehe auch F.30.1. Audioeffektgeräte).
Eventuell hat jemand hierfür eine Anwendung (Boards mit bis 100MHz per FPGA
realisiertem uC mit fast 1MB Flash/RAM, viel Peripherie und C-Compiler):
Ähnlich dem Propeller gibt es für Inmos Transputer-Fans von XMOS einen
concurrent optimierten Prozessor mit eigener Programmiersprache namens XC:
Kein Chip ist wirklich sicher, viele werden für 300 US$ in China ausgelesen:
Die AVRs von http://www.atmel.com/ gehören derzeit wohl zu den
interessantesten Microcontrollern für Hobbyanwendungen. Atmel bietet eine
sehr umfangreiche Serie von Winzigchips (ATTiny) mit A/D-Wandler bis hin
zum 128kByte fassenden ATMega103. Allerdings sind die älteren AVR's
(AT90) sehr EMV empfindlich (der Chip selbst fängt sich die Störungen ein,
also hilft auch bestes Leiterplattenlayout nicht), bei den neueren (ATTiny,
ATMega) hat Atmel nachgebessert. Beim einigen ATMega8 sind AVCC und VCC
intern fehlerhafterweise über einige Ohm verbunden, das ist in der
Beispielschaltung mit 10uH/100nF kein Problem, kann aber ein Problem werden
wenn man davon abweicht. Der AT90USB1287 hat schon eingebautes USB.
Hier hast du ein bischen was zum AVR:
Leider sind verschiedene Versionen (4 und 5) so inkompatibel, daß gerade
Anfämger Probleme haben, ältere Projekte auf neueren AVR Studios zu
benutzen. Seit Version 4.19 erkennt AVR Studio ein installiertes WinAVR
nicht mehr automatisch, sondern will den AVR Toolchain von Atmel sehen.
Viele Treiber, z.B. vom USB AVR Lab, zicken unter 64 bit
Windows rum. Insgesamt hat die Anfängerfreundlichkeit stark gelitten,
was zu einem guten Teil auch auf von Microsoft in Win7 programmierte
Inkompatibilitäten zurückzuführen ist. Nehmt Windows XP, damit funktionieren
die meisten im Web stehenden Beschreibungen.
Aktuell weit verbreitet sind die auf AVRs basierenden Arduino Boards.
Hat alle I/O herausgeführt und ist betriebsbereit. Programme schreiben
kannst du in C mit z.B. AVR-Studio. Das übertragen der Programme (*.hex)
geht einfach über USB mit dem XLoader http://xloader.russemotto.com/
Da ist dann kein zusätzlicher Programmer notwendig.
und richtig, du kannst sie alle mit einem selbstgebastelten Kabel (5 Leitungen)
vom Parallelport des PC aus programmieren. Software brauchst du nicht selber zu
schreiben, PonyProg, AVR.EXE und andere gibt's gratis.
Wenn du mit einem STK200 Kabel den ATmega mit Atmel's Software programmieren
willst, und eine Meldung bekommst, das du das 'Value added pack dongle'
brauchst, löte einen Draht von Pin 2 zu Pin 12 des Druckerports, damit die
Software dein Kabel als STK200+ Kabel akzeptiert. Achtung: Bei einigen ATmega
sind die Pins MISO, MOSI für die ISP-Programmierung nicht identisch mit der
Pinbelegung am Anfang des Datenblattes ! Auf jeden Fall unter Serial
Downloading im Datenblatt nachsehen welche Pins für die ISP-Programmierung
verwendet werden. Unter Linux tut's uisp am AN910-Programmer.
> ich habe die AVR´s bisher immer in Assembler programmiert, möchte jetzt
Von: Andreas Schwarz 22.3.2001
Der meiner Meinung nach beste freie C-Compiler für die AVRs ist AVR-GCC.
Er kann von der Leistungsfähigkeit her mit anderen Compilern locker mithalten,
sogar C++-Programme sind möglich, was man bei anderen Herstellern erst ab
ein paar Tausend EUR bekommt (wobei man den Sinn von C++ auf 8 bit-uC
allerdings in Frage stellen kann...). Hier ein paar Links zu AVR-GCC:
Andere kostenlose Compiler:
> Was ist der Unterschied zwischen dem AT90S1200 und dem AT90S1200A ?
Beim A-Typ ist der RC-Oszillator statt dem Quartzoszillator voreingestellt.
Das ist nützlich, wenn man den Atmel seriell programmiert, da man dabei nicht
die Oszillatorart verstellen kann. Allerdings sollte man anstelle des AT90S1200
sowieso lieber den AT90S2313 kaufen, da ist mehr drin zu fast demselben Preis.
Dann hat man das Oszillator-Umschaltungsproblem nämlich nicht.
Der AT90S1200 hat auch noch einen anderen unangenehmen Effekt: Er lässt sich
nur beim Einschalten durch RESET auf low in den Programmiermodus schalten,
ein erneutes Einschalten des Programmiermodus ist ohne Abklemmen der
Versorgungsspannung nicht möglich. Da der Programmieralgorithmus auch noch
unterschiedlich zu den anderen AVRs ist, kann man anhand der ID auch nicht
herausfinden, um welchen uC es geht. Aber avrdude beherrscht den 1200er.
> Das Problem ist, dass uisp den Prozessor mal erkennt (eher selten) und mal
> Wie muss ich beim AVR die Fuses beim Programmieren richtig setzen ?
Von: Gnoomy
Hat sich gerade erledigt, ich hab mal so probeweise einen 100nF Kondensator
zwischen VCC und GND gehängt und jetzt tuts.
> woran könnte es liegen, das der interne RC-Oszillator vom AT90S2343
Von: Christoph Brudy
Ich hab' hier ein Errata Sheet zum AT90S2343, dort steht ungefähr folgendes:
"Wenn VCC beim Einschalten kurzzeitig negativ wird, kann es sein, dass das
RCEN-Bit irrtümlich als nicht gesetzt angesehen wird". Ansonsten scheint der
AT90S2343 auch gegen zu langsames Ansteigen der Betriebsspannung allergisch
zu sein. So wie bei den ATmega161 errata: "At certain frequencies and
voltages ... may fail." Auf deutsch: "Wir haben keine Ahnung, was wir da
verramscht haben, aber manchmal geht es halt doch" ;-(
> AVR ALE tot ?
Von: Jesper Hansen
Die Latch-Pulse auf ALE sind SEHR kurz, ca. 30ns bei 8MHz. Zugriffe auf
internes SRAM erzeugen ebenfalls 1-20ns kurze Pulse auf ALE (siehe Seite
53 "Interface to External SRAM" und die Abbildungen 43 und 44 im
AT90S8515 Datenblatt). Der 74HC573 und ähnliche Latches sind kritisch,
manche funktionieren und andere nicht. Ein 100pF Kondensator zwischen
Enable und GND kann helfen.
Von: Jan-Hinnerk Reichert
Das externe RAM-Interface des AT90S8515 hat einige Merkwürdigkeiten.
Zunächst ist die RD-Pulsweite sehr viel kleiner als die WR-Pulsweite. Hier
kann das Einschalten von Waitstates Abhilfe schaffen.
Das weitaus größere Problem ist aber, daß es beim Schreibzugriff keine
garantierte Dataholdtime gibt, d.h. der Datenbus wird gleichzeitig mit /WR
zurückgesetzt. Viele Peripherie-Chips brauchen aber die Daten noch einige
ns. Oft bewegt sich das ganze im Grenzbereich, so daß das Schreiben
manchmal oder fast immer funktioniert. Auch unscheinbare Änderungen in der
Schaltung können so plötzlich zu Fehlern führen (geringfügige Verzögerung
von Signalen durch parazitäre C).
Waitstates können hier *keine* Abhilfe schaffen!
Ich habe in einem Fall durch Längswiderstände (150 Ohm) auf dem Datenbus,
eine ausreichende Verzögerung erreichen können. Möchte das aber nicht
unbedingt weiterempfehlen, da sich die Verzögerung eines RC-Glieds mit
unbestimmtem C schlecht ausrechnen läßt ;-)
IMHO sollte man für Projekte mit externem RAM, den ATmega161 (bzw. den
Nachfolger ATmega162). Der mega161 hat ein deutlich überarbeitetes
SRAM-Interface und auch sonst ein paar nette Features mehr (BOR und
Bootloader sollen fehlerhaft sein)
> Gibt es AVRs für niedrige Betriebsspannung so wie die PIC16Lxxx ?
AtTiny43U ab 0,7V, ATtiny12V, ATtiny28V ab 1,8V, die L-Typen laufen ab 2.7V,
und Silabs hat C8051F90..93 die ab 0.9V per internen DC/DC-Wandler laufen,
OKI ML610Q läuft ab 1.1V aber 0.5uA in Halt, Texas Instruments MSP430L092
von 0.9V bis 1.65V aber 3uA in Halt. Holtek: HT6xF0xM (int. DC/DC) Semtech:
XE8801/02/05 selber Core wie die von EM Micro, AT32UC3 als imo bessere
Alternative zu den STM32L.
> Passende RESET-Controller ?
MC34064-5 (4.6V), TL7757 (4.55V), MC34164-xx (4.3V,2.7V), TS831-5 (4.33V),
MC33464-xxATZ (0.9V, 2.0V, 2.7V, 3.0V, 4.5V). ICL7665(A/B), MN138x1 (2-4.9V),
MAX809/917/918/637x/6806, TL7702/7705, S1009N46 (270nA, sii-ic.com)
> Wie ändere ich mehrere Port-Pin-Zustände ?
Von: http://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_PIC_51-Vergleich
Das ist besonders bei AVRs (außer den Typen seit 2004: ATtiny2313 usw.) ein
Problem. Architekturbedingt ist nur ein Teil der Ports bitweise schaltbar,
kein Port kann mehrere Bits gleichzeitig interrupt-fest schalten. Daher ist
es eigentlich oft (dann wenn die betreffenden Register in Interrupt-Routinen
und im Hauptprogramm verändert werden) nötig, um Port-I/O herum Port-ändernde
Interrupts abzuschalten, was aber kaum jemand macht, zu dem es keine
unterschiedlich priorisierten Interrupts gibt. Folge: ab und zu
"seltsames Verhalten", nicht reproduzierbar. Besonders gefährlich bei
Software-Baukasten-Prinzip, wenn da manche Selbstverständlichkeiten eines
Moduls plötzlich nicht mehr so selbstverständlich sind.
Von: MaWin 17.7.2000
Die PICs von http://www.microchip.com/ sind vor den Atmels erschienen und
werden daher oft genannt. Allerdings sind nur die F Modelle (PICxxFxxx)
elektrisch reprogrammierbar und damit basteltauglich. Die C Modelle (PICxxCxxx)
sind im Plastikgehäuse nur ein mal programmierbar (OTP) und nur im teuren JW
Gehäuse mit Quartzfenster mit UV-Licht löschbar (siehe F.7.5.) zum erneuten
programmieren. Microchip hat sehr gute Application Notes, auch für Atmel
Benutzer lesenswert, und die A/D-Wandler sind schneller. Dafür ist die
Architektur (W-Register und die Aufteilung des RAMs in mehrere 'banks')
grausam. Sie wurde 1975 von General Instruments als 'Peripherial Input
Controller' entworfen, ist also sogar älter als der 8051, und man merkt das.
Diese Links führen dich erstmal weiter, allerdings machen viele der primitiven
Programmierschaltungen Probleme, weil sie nicht auf deinem Rechner laufen,
nicht deinen PIC programmieren, irgendwelche Bits falsch setzen, gar die erste
Stelle des EEPROM zerstören, Fehlermeldungen liefern obwohl keine Fehler
aufgetreten sind, etc. pp. Leider habe ich keinen Link auf einen frei
erhältlichen Programmer, der auch unter Windows NT, auch auf 2GHz-Prozessoren,
auch mit dem PIC16F84A, etc. zuverlässig läuft.
Microchips eigener Programmer PICStart+ bis Version -R4 muss zum Brennen
neuerer PICs geupdatet werden, wozu man erst einen teuren PIC17C44JW-25
kaufen muss und zwingend MPLAB IDE V5.7.x statt V6 benötigt. Ganz neue
PICs sind damit dennoch nicht programmierbar. Bei Version -R5 bis -R19
braucht man einen PIC18F6720, den man aber noch nirgends bekommt, und
benötigt MPLAB IDE ab v6.40 . Erst ab Version -R20 ist der updatefähige
PIC18F6720 schon drin.
Das Problem der 13V in-circuit-Programmierspannung bei den 16F84 ist mit der
16F87x-Reihe beseitigt, die von der Austattung her den 17ern ähnlich sind.
> Kann man den in alten Bauanleitungen angegebenen PIC16C84 durch den
Im Prinzip ja. Der 16F84 hat doppelt so viel RAM (daher geht's umgekehrt nicht
immer) und man muss das ConfigBit PWRTE invertiert programmieren (das kann
man aber an Programmiersoftware, die nur den 16C84 kennt, meist einstellen).
Im Datenblatt zum PIC16F84A 35007a.pdf gibt es ein ganzes Kapitel mit den
Unterschieden der Prozessoren.
> Lässt sich ein PIC16F84A mit Programmern für den PIC16F84 brennen ?
Im Prinzip ja. Allerdings will der A-Typ recht genau 13V an MCLR als
Schaltspannung sehen, viele Primitivprogrammierschaltungen verwenden dort
nur 9V. Also mal nachmessen. Siehe auch DS30189D.PDF von Microchip.
> Warum läuft mein PIC16C711 nicht mit dem Quartz, der am PIC16C71 geht ?
Es scheint Typen zu geben, deren Vorwärtsleitwert < 100uS statt 450uS ist.
> Warum funktioniert PortA von meinem PIC16F628 nicht wie vorgesehen ?
Es scheint Probleme mit diesem Chip und TRISA zu geben, das sich von selbst
verstellt, siehe d.s.e Message-ID 3F17CA22.8060202@alpha.pl
> Warum funktioniert mein PIC16F648A beim EEPROM-Programmieren nicht ?
Siehe Errata 80151e.pdf "Unexpected program execution may occur during
data EEPROM write cycles" in PIC16F648A Silicon revision A1.
> Warum kann ich aus meinem PIC16C5..JW auch nach dem Löschen nur
Alle CP0 und CP1 protection bits auf 1 gesetzt ?
Von unglaublich vielen Herstellern
werden uC hergestellt, deren Kern (und damit Assemblersprache) kompatibel
zum alten 8051er von http://www.intel.com/ ist, so dass sich viele Leute
schon mit der Architektur auskennen und viele Beispiele existieren.
Schon http://www.atmel.com/ hat eine ganze Palette vom kleinen AT89C2051
über AT89C51/53, der auch mit externem Speicher erweitert werden kann,
und den T89C51CC01 von Atmel/Temic mit 32k Flash, 2k EEPROM, 8*10bit 4,
CAN Bus (der T89C51RD2 vergisst jedoch ohne Reset-Controller manchmal den
Inhalt des Programmspeichers) bis 66 MHz. Bis 300 GradC arbeiten HT83C51
im Keramikgehäuse von http://www.honeywell.com/hightemp (dazu Bauteile von
http://www.cissoid.com/ ) und einiges bis 220 GradC von Texas Instruments
8-fach 24-Bit ADC http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/ads1278-ht.pdf
Spannungsreferenz http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/ref5025-ht.pdf
C28xE DSP http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/sm320f2812-ht.pdf , bis
200 GradC der JFET-OpAmp I-6H001 und I-6H005 12bit A/D von Interfet,
ARM7TDMI mit 60 MHz http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/sm470r1b1m-ht.pdf
und bis 12V auch an den Eingängen/Ausgängen arbeiten Micronas HVC22xyA
HVC24xyA und Infineon TLE7810G.
https://www.silabs.com/ bietet 16*12bit A/D+2*12bit D/A, 64 I/O und 64k
Flash+4k RAM, http://www.analog.com/ hat den ADUC824/834 mit 24bit A/D,
3 x 16 bit A/D, 12 bit D/A, PWM und 62k Flash, 4k EEPROM, 2k RAM und
http://www.infineon.de/ (Siemens) hat den (veralteten) 80C537 und neue C5xx,
und http://www.dalsemi.com/ (Maxim) den 33MHz schnellen DS87C550, Silicon
Labs den C8051F4 mit 100MHz, Tezzaron den TSCR8051L bis 200MHz, und
http://www.ti.com/ den TUSB3210 mit USB Interface (miese Doku, kein
Herstellersupport) Cypress EZ-USB (bessere Doku) oder den MSC1210 mit
32k Flash (partitionierbar für Daten und Programm), 1k RAM, 24 Bit ADC mit
PGA und 2 UARTs. Der Philips P89LPC932 hat wohl noch reihenweise
Maskenfehler.
Beim 87C51 - einem 8051-Derivat mit Bus für externen ROM/RAM - kann man
Code aus dem RAM ausführen, in dem man PS (Programmstrobe) mit RD verknüpft.
Zum simplen Programmieren von AT89C2051/4051 gibt es BlowIt und Prog2051.
Die grösseren AT89C sind nur parallel so wie Intel's 8751 zu programmieren.
Die AT89S hingegen (bis auf 8253) lassen sich besonders einfach mit AVR ISP
V2.65 über 5 Leitungen vom Parallelport eines PC programmieren, aber:
"Experiments using AT89S devices have shown that if the user code writes to
any of the ISP I/O pins (MOSI, MISO, SCK) within approximately 500ms of the
user code coming out of RESET condition, any subsequent serial programming
operation fails. The problem is then that the only way to re-program the
device successfully is to physically remove it from the target board and
erase it in a parallel programmer. Make sure that the user code does not
access any of the ISP I/O pins within 500ms of coming out of RESET condition"
Man braucht einen anderen Adapter, um mit der Atmel "ISP89 Software" zu
programmieren. Damit kann man dann den AT89S8253, sowie auch die neuen
kleinen MCs AT89S4051 und AT89S2051 und weitere Typen der 89S / 89LS /
89LP -Serie programmieren.
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/isp_C_v5.PDF
Dabei handelt es sich um einen JTAG-Adapter. Man braucht nur die Signale
neu zuzuordnen. TCK=SCK TDO=MISO TMS=RST TDI=MOSI (An manchen LPT-Ports
könnte es mit den 100R-Serien-Widerständen Probleme geben, dann ggf. auf
47R verringern.) Hier ein Bsp. für vereinfachten Adapter und Anschaltung:
http://www.fi.uba.ar/materias/6609/docs/NotasISP.pdf
Der Adapter lässt sich noch stark abrüsten, entspricht im wesentlichen dem
gängigen AVR ISP-Adapter, nur mit anderer Belegung der Steckverbinder.
Bei den T89C von Atmel erfolgt die Programmierung über die serielle
Schnittstelle, ebenso wie bei vielen von Philips. https://www.silabs.com/
verkauft $99 billige Development Toolkits. Die anderen genannten Chips
erfordern meist eine aufwändigere Programmierschaltung. GnuC gibt es leider
nicht, aber Keil und SDCC.
> Mein AT89S8252 lässt sich seriell (z.B. mit PonyProg) nicht programmieren.
Siehe http://www.atmel.com/atmel/acrobat/doc1486.pdf (89S ISP errata)
> Mein AT89S8252 liefert beim Programmieren immer 0x00, 0x01, 0x02, .. 0xFF, 0x00, 0x01, ...
Dann sind die Lock-Bits (durch einen Programmierversuch mit fehlerhaftem Timing ?
Durch Spannungsversorgungsprobleme ?) gesetzt. Lösche den ganzen Chip.
> Gibt's einen billigen einfachen Reset-Controller für den active high Reset der
DS1833 (TO92), LM810/MAX810 (SOT23), TS836, ICL7665, TL7705 (DIL8)
Atmel hat dazu auch eine Application Note: "External Brown-out
Protection for C51 Microcontrollers with Active High Reset Input"
Von: Dieter Petz
Der Keil C51 Compiler in der Version 4.01 ist bestens bekannt mit Falschmeldungen´
jeder Art. Danach die Fehler zu suchen ist meist Zeitverschwendung,
Syntaxfehler werden meist nicht erkannt und die 'lustigsten' Fehlermeldungen
produziert.
Verschiedene C-Compiler verlangen nach unterschiedlicher Syntax, z.B. bei der
Definiton von Interruot-Routinen:
sdcc: void service_routine(void) interrupt 0 { }
Keil: void interrupt 0 service_runtime(void) { }
Von: MaWin 17.7.2000
Die Bauvorschläge sind meist nur für wenige Typen geeignet, und halten sich
nicht 100% an die Herstellervorschriften. Wer sich was fertiges leisten will,
der ist mit dem GALEP gut bedient (beherrscht erst ab Version 4 auch 3.3V
Chips) aber der ist nicht von den Chipherstellern zertifiziert. Wenn man sich
bei denen wegen nicht-programmierbarer Bausteine beschweren will (und bei hohen
Stückzahlen will man das), kommt also nur ein noch teureres Gerät in Frage,
z.B. von DataIO.
Kommerzielle Universalprogrammiergeräte enthalten meist hunderte von
Transistoren um die Universal Pin Driver zu realisieren oder Spezial-ICs
die Edge (http://www.semtech.com/) für Fertigungstestanlagen herstellt.
Viel zu teuer oder aufwändig zum Selbstbau. Da man als Hobbyist aber
sowieso nur wenige Chiptypen verwenden wird, und diese in grösserem
zeitlichen Abstand, kann man es sich einfach machen, wenn man GND, VCC
und VPP umsteckt. Alle (40) Pins kommen über ein Kabeljumperpatchfeld oder
ein dickes vorverdrahtetes 84 pin Steckermodul an normale I/O eines
Microcontrollers, der TTL kompatibel ist und zumindest bis 6.5V VCC
toleriert, wie AT89S8252 und AT90S8515 und es werden nur die obigen
Anschlüsse direkt mit per D/A-Wandler (TLC7528) einstellbaren
Spannungsquellen verbunden. Macht 5 Chips (2*AT90S8515, TLC7528, MAX232,
TLC272) tutto completti.
Programmieralgorithmen in den Datenblättern und hier:
Bauvorschläge:
GAL Programmiergeräte zum Selbstbau findet man unter
GALs brauchen auf Grund ihrer internen Struktur (Analogtechnik) unglaublich
viel Strom und reagieren sehr empfindlich auf Latch-Up, also wenn die Spannung
an einem Eingang mal höher ist als die Versorgungsspannung ist (das passiert
z.B. wenn man im Betrieb mal einen entladenen 100nF Kondensator über die
Versorgungsspannungsanschlüsse klemmt oder aus Versehen die Versorgungsspannung
kurzschliesst und Kondensatoren an irgendwelchen Eingängen hängen) und zu viel
Strom von den Eingängen über die Eingangsschutzdioden zum
Versorgungsspannungsanschluss fliesst. Dann zündet intern ein Thyristor,
schliesst VCC und GND kurz und das GAL stirbt an zu hoher
Kurzschlussstromaufnahme. Wenn man Glück hat, ist es nachher 'nur' gelöscht
(inklusive der PES). Viele GAL Anwender schwören auf eine externe zusätzliche
Diode vom EDIT-Eingang (Pin 2, Anode) nach VCC um versehentliches Umschalten
in den Programmiermodus zu verhindern.
Kommerziell:
Atmels FPSLIC (also AVR und FPGA in einem Gehäuse, leider externes EEPROM
notwendig weil kein Flash drin ist) sind trotz 'Evaluation Kit' für Bastler
ungeeignet, da die donglegeschützte IAR Software >500 Euro pro Jahr kostet.
Grössere Stückzahlen bekommen eh nur gute Atmel-Kunden, also sind sie auch
für Firmen uninteressant. ST fängt auch gerade an, einen uC mit (schlappen)
16 Makrozellen zu erweitern.
Wer nicht unbedingt 5V-Teile braucht, sondern mit 3.3V oder 2.5V auskommt,
findet bei Lattice kostengünstige ispMACH M4A CPLDs, erhältlich bei Reichelt
und Kessler.
APEX20K FPGAs erfordern (entgegen ihrem Datenblatt), das VINT erst mit oder
nach VIO angelegt wird (also Schaltregler für VINT an VIO hängen), sonst
gehen sie in Latch Up.
Analoge FPAAs konnten sich bisher nicht durchsetzen.
Von: jetmarc
Ich finde, das wichtigste beim VHDL lernen ist, nicht die ganze Sprache
zu lernen. Es gibt so viele Konstrukte die sich hinterher gar nicht
synthetisieren lassen. Ich nenne das "akademisches VHDL". Die Fachbücher
sind voll davon, und man kann daraus niemals funktionierende Chips machen.
Stattdessen sollte man sich auf einen einfachen Grundnenner beschränken.
Den findet man am besten in den Help-Dateien des Synthesizers, und im
Usenet (comp.lang.vhdl). Man braucht die Grundstruktur eines Registers,
eines Latch, synchroner Reset, asynchroner Reset, kombinatorische Logik,
Multiplexer, Tristate. Dazu noch elementare Dinge wie if/case und die
Zusammenführung mehrerer Blöcke durch port/map.
Das ist einfacher zu lernen als C, und funktioniert auch in der Praxis !
In den USA hat sich Verilog etabliert, also sind vermutlich alle komplexen
Chips der aktuellen Zeit mit Verilog gebaut worden. Vergleicht man Verilog
und VHDL fällt auf, daß Verilog pragmatisch ist und VHDL akademisch, VHDL
erinnert an ALGOL oder ADA, Verilog verstellt den Blick auf die Inhalte
nicht durch endloses Gequatsche und verquaste Regeln. Klingt danach, als ob
man für erfolgreiche Chips besser Verilog lernt.
> und wenn es statt VHDL echte Chips sein sollen...
allerdings kostet eine 130nm Maske so 400000 EUR, da wird man sich mit einem
MPW (multi project wafer) Run begnügen müssen.
> und wenn man Polymerelektronik Transistoren einfach selber drucken möchte
...dann kauft man bei http://www.hcstarck.de/ flüssiges organisches Clevios
Halbleitermaterial von http://www.baytron.com/, füllt es in einen Epson
Piezo-Tintendrucker mit iColor Tank (enthalten keinen Schwamm) wie z.B.
C80/C82/C84, der fast alles verdruckt, auch Lebensmittelfarben, füllt in
den anderen Tank gelöstes PVP als Isolatormaterial, und druckt los.
Und wem Halbleiter zu modern sind, der kann auch Röhren selber bauen.
Dieses ist wohl die allerhöchste Kunst der Beschäftigung mit Elektronik.
Von: MaWin 17.7.2000
EPROMs werden durch ein paar Minuten Bestrahlung mit UV-Licht der Wellenlänge
254nm gelöscht. Dazu tut's keine Schwarzlicht-, Bräunungs- oder
Insektenkillerlampe oder UV-LED, sondern nur eine G4T5 oder TUV4, als
Ersatzlampe für EPROM-Löscher von http://www.conrad.de/ 982270,
http://www.reichelt.de/ und anderen für ca. 15 EUR zu haben (oder die
ozonerzeugenden 185nm Lampen, aber die wird man auch kaufen müssen, und Ozon
ist schädlich, das wäre dann also eher ein Fehlkauf):
Man muss diese Lampe in einen lichtdichten Kasten einbauen, da das Licht die
Netzhaut schädigt (http://www.misty.com/~don/uvbulb.html). Man betreibt die
Lampe in einer Fassung mit Drossel und Starter für 4 Watt Leuchtstoffröhren,
oder an der Elektronik einer zerbrochenen 5 Watt Energiesparlampe. Lege die
Chips in Leitschaumstoff ca. 1 cm bis 3 cm an die Lampe ran.
National Semiconductors schreibt: "The recommended integrated dose is
6Wsec/cm2 at a wavelength of 254nm." Und an anderer Stelle: "If the device
appears erased after 8 minutes, continue exposure for a total of 24 minutes."
Das gilt für uralte ebenso wie für aktuelle Chips.
Bevor ihr einen eigenen Zeitgeber baut: Schaut doch mal, ob ihr den nicht aus
einer alten Mikrowelle/Grill ausschlachten könnt. Auch Treppenlichtautomaten
gehen. Ansonsten gibt es fertige digitale Steckerschaltuhren mit Count-Down
Timer für keine 10 EUR, meist aber nur im Minutentakt. Musst halt mal im
Baumarkt suchen... Zum Selbstbau von Langzeittimern mit Zeiteinstellung per
Poti ohne Displayanzeige eignet sich der CD4541 oder 74HC5555.
> Kann man EPROMs mit Röntgenstrahlen löschen ?
Von: W.Riedel 9.5.2001
Habe ich doch: 1980er mit OTP-2708 in Kunststoffgehäuse.
Quelle war ein Röntgenfluoreszenzspektrometer. Anodenspannung 40 kV.
Strahlungsintensität unbekannt, aber ausreichend, um in einer roten
PVC-Halterung nach einigen Versuchen eine gelbliche Verfärbung zu
erzeugen. Mehrere kurze Löschzyklen mit anschliessendem Auslesen,
sollten ausreichende Löschdauer bestimmen. Hat geklappt, lohnt sich
aber nicht. Eines ist jedoch sicher: Einige Gepäckdurchleuchtungen
können keine EPROMs löschen. (Wurde manchmal vermutet).
Es sieht so aus, als ob die meisten Chips mit Dosen zwischen 10kR und 100kR
gelöscht werden, das dabei aber der Chip selbst so beschädigt wird, das z.B.
die Stromaufnahme DRASTISCH ansteigt und der Datenerhalt nach
Neuprogrammierung nicht mehr gewährleistet werden kann.
> Wie schliesse ich eine Festplatte / CD-ROM / DVD-ROM / CompactFlash
Im Prinzip: Direkt. Vorausgesetzt es sind genügend PortPins frei. Ein 16 bit
uC macht die Arbeit einfacher. Unter den unendlich vielen MP3-Projekten
wird auch eines mit deinem Controller sein. Schwieriger ist es, ein Projekt
zu finden, was Daten auch schreiben kann (eh nur auf Festplatte/Flash),
weil man dafür fast das ganze DOS nachbilden muss. Das passt kaum in 8k
Programmspeicher :-(
> Wie schliesse ich ein Floppylaufwerk an einen Mikrocontroller an ?
Nicht direkt :-( Die Floppy liefert Takt und Daten auf einer Leitung und es
muss ein Datenseparator her. Dafür sind Mikrocontroller i.A. zu langsam,
man braucht mindestens 16Msps Abtastrate. Aber es gibt kleine feine
Single Chip Floppycontroller, gerade auf uralten PC Multifunktionskarten,
wie Goldstar GM82C765, HMC HM83740, Winbond W82765, FDC9266, DP8473,
die auf der einen Seite einen 8 bit Bus haben und auf der anderen direkt
den Anschluss eines Floppylaufwerks erlauben. Und da man bei einem
Mikrocontroller eh Treiber bräuchte, um die Floppylaufwerkanschlüsse
mit ausreichend viel Strom bedienen zu können, sind es auf diese
intelligente Art sogar weniger Bauteile.
Wie man den Controller bedient, steht im BIOS deines Rechners :-) Das
komplizierte kommt erst noch: Man muss das DOS nachbasteln. Daher ein
Tip, wenn man nur Daten schreiben will (z.B. 32k): Einfach mal eine Floppy
auf dem PC so formatieren und beschreiben, dann (mit DEBUG)
nachschauen was draufsteht, und vom uC nach dem Neuformatieren alle
Sektoren, ausser den eigentlichen Datensektoren, ohne Verständnis des
Inhalts schreiben lassen, wie sie auf der Beispiel-Floppy waren. Die Datei
hat dann zwar immer dasselbe Datum (der uC weiss vermutlich eh nicht wie
spät es ist), und Bad Sectors kann man nicht ausmappen (sondern muss
eine solche Floppy mit Verifyfehler abweisen), aber was soll's...
Auf Grund der Unzuverlässigkeit von Floppys, die auf einem anderen
Laufwerk beschrieben werden als sie formatiert wurden, sollte man die
Floppy auch stets formatieren.
> Und wie schliesse ich einen USB-Memory-Stick, eine SD/MMC Karte an ?
Das sind serielle Protokolle, bei denen man über die notwendige
Hardwareunterstützung am uC verfügen sollte (USB, SPI) damit
die Datenübertragung ausreichend schnell geht. Man findet
Quellcode bei den passenden uC ebenfalls im MP3-Player Umfeld.
> Ich suche ein möglichst grosses seriell ansprechbares Flash-EEPROM
AT45Dxxx von http://www.atmel.com/, Geht bei 1 MBit los. gibt's bei
http://www.ineltek.de/ (11,80 EUR P&V) und http://www.segor.de/ zu
kaufen, und http://www.ssti.com/ bei http://www.endrich.com/ zu bekommen,
und 512kBit gibt es bei http://www.st.com/ mit I2C
Und wenn das Flash nicht will: Für scharfe Flanken auf den Timing-kritischen
Leitungen sorgen, und einen dicken Bypass-Kondensator (4u7 Ta) an VCC.
> Warum funktioniert mein serielles 93C46 EEPROM nicht ?
Manche 93C46 haben einen Write-Protect-Pin, manche nicht.
93C46 gibt es mit 8-bit- sowie mit 16-bit-Organisation, manche
Typen sind über einen Pin (ORG) auf 8- oder 16-bit konfigurierbar.
93C46 gibt es mit verschiedenen Versorgungsspannungs-Spezifikationen,
nicht jeder läuft z.B. mit 3.3V, die meisten jedoch mit 5V.
Die genau zu den Chips passenden Datenblätter wären da sicher hilfreich.
Oder die Serie einfach meiden.
> serielles RAM:
> single bit non volatile state saver Memory wie Flip Flop
FM1105B, FM1106, FM1107, FM1110, FM1114 (RamTrom FERAM)
> Was ist der Unterschied zwischen Flash und einem EEPROM ?
Beides sind EEPROMs, also elektrisch überschreibbare Festwertspeicher. Beim
teureren EEPROM kann man einzelne Bytes ändern, bei den Flash-EEPROMs kann
man nur ganze Seiten (eventuell den ganzen Chip) löschen, dafür sind sie pro
Bit billiger und mit grösserer Kapazität erhältlich. Im Allgemeinen sind die
nicht-Flash EEPROMs auch öfter überschreibbar, aber schau in's Datenblatt.
Bei beiden gibt es Varianten, die eine extra Programmierspannung von meist 12V
benötigen, und solche, die sich aus der 5V Betriebsspannung selber eine machen.
> Was ist der Unterschied zwischen NOR und NAND/AND Flash ?
Der interne Aufbau. Der führt allerdings dazu, das bei NAND/AND-Flash nicht
garantiert werden kann, das alle Bits richtig programmiert werden. Obwohl viele
NAND/AND-Chips EEC (Error Correction) enthalten, verwendet man also besser
NOR-Flash für Programmspeicher, und NAND eher für Audio oder solche Daten.
Beim NOR-Flash hängen alle Speicherzellen nebeneinander an der Wortleitung
(wired OR), beim NAND Flash ist jeweils nur ein Bit mit der Wortleitung
verbunden, die anderen Bits dahinter, deswegen braucht NAND weniger
Verdrahtungsfläche und bietet doppelt so viel Kapazität pro Fläche. NOR lässt
sich schnell direkt adressiert auslesen (random access), bei NAND ist hingegen
der sequentielle Zugriff schneller. Inzwischen speichert man 2 und sogar 4 bit
in einer Flash-Speicherzelle.
> analog? digital?
Von: Joachim Wehlack, 3.9.05
Ein Signal ist digital, wenn eine abzählbare Menge von Signalzuständen
definiert ist und analog, wenn die Menge von Signalzuständen nicht per
Definition eingeschränkt ist.
Wenn z.B. *alle* Werte zwischen 4 mA und 20 mA als gültig definiert sind, dann
ist die Menge gültiger Werte unendlich groß. Es ist dann ein Analogsignal.
> Welche Analog->Digital und Digital->Analog Wandler sind denn für
(und vor allem billig...) Einfache softwarebasierte A/D-Wandlung ?
Bis 6 bit gehen selbstgebaute R-2R-Ketten aus 1% Metallfilmwiderständen an
einem ordentlichen HC-MOS-Ausgang (nur der liefert 'fast' 0V und 'fast' 5V,
vorausgesetzt man betrachtet die +5V als Referenz oder gewinnt sie aus einer
Referenzspannungsquelle (LM336-5.0, bei LS-TTL sind die Spannungen zu
ungenau), aber für mehr als 6 bit braucht man 0.1% Widerstände und die sind
teurer als fertige Chips.
Echte D/A - A/D-Wandler
bei mehrkanaligen bis 10bit A/D sind die in uC eingebauten meist billiger,
manchmal braucht man aber einen teureren Besseren, schliesslich stört
der uC spätestens das 9te Bit seines eigenen Wanders selbst.
Grundlagen zum Einsatz von D/A-Wandlern als Potiersatz siehe AN-19.PDF
von http://www.analog.com/.
> Datenerfassung am PC
Das Gameport dient bereits als A/D-Wandler, allerdings für einen regelbaren
Widerstand von 0 bis 100k Ohm. Durch den wird, intern über weitere 2k2 in
Reihe, ein 10nF Kondensator im PC geladen bis er 3.3V erreicht hat und vom
BIOS die dazu benötigte Zeit mit einem Zahlenbereich von 0 bis 255 gestoppt.
Schon der Anschluss von anderen Potis (Kreuzknüppel Funkfernsteuerung,
regeln meist nur von 2k bis 3k) bereitet Schwierigkeiten. Wenn man jedoch
überlegt, das durch den Joystick ein mittlerer Ladestrom zwischen 33uA und
1.5mA fliesst, erkennt man, das extern eine (steuerbare) Stromquelle reicht.
Der Strom durch das 2-3k Poti führt zu einem Spannungsabfall von 0.68-0.955V
am 510R. Der Stromspiegel überträgt diesen Spannungsabfall auf den 180R, wo
entsprechend weniger Strom durch den Transistor in das Gameport fliesst. Und
damit bei der 3k Poti Einstellung nur sehr wenig Strom fliesst, wird der 180R
mit dem 330R/47R Spannungsteiler auf eine 0.62V unter 5V vorgespannte
Spannung gelegt. Der 47R macht also Nullpunktanpassung, der 180R bestimmt die
'Verstärkung' zur Anpassung an eigene Potis.
Es tut auch eine mit hoher Frequenz mit 0-100% PWM gepulste 5V Spannungsquelle
Den MAX186 (8 Kanäle mit 12 bit) oder MAX192 (8 Kanäle mit 10 bit) kann man auf
Grund des niedrigen Stromverbrauchs direkt an den seriellen Port des PC
anschliessen und mit einem ganz einfachen Programm 8 Spannungswerte in
Millivoltschritten von 0V bis 4,095V oder -2,048V..2,047V auslesen
Der 68HC11 stellt 8 analoge Eingänge mit 8 bit Auflösung und mehrere
digitale Ein- und Ausgänge zur Verfügung. Davon können einige Dank
hardwareunterstützer PWM zur Ausgabe einer gemittelten (durch RC oder
aktive Filter wie Bessel geglätteten) Analogspannung verwendet werden.
Der 68HC11 wird über den MAX232 mit der seriellen Schnittstelle des PC
verbunden. Man schreibt ein winziges Programm, das in den 512 Byte des
internen EEPROM des uC Platz findet, das die Werte der A/D-Eingänge
seriell an den PC sendet und vom PC die Anweisungen erhält, welche
Ausgänge einzuschalten sind. Nachher wird man PD0(RxD) mit PD1(TxD)
verbinden. Das Programm läuft dann selbsttätig aus dem EEPROM ab 0xB600
los. Diese Schaltung ist billig, einfach, passt an jeden PC, ist wegen der
seriellen Schnittstelle leicht zu Programmieren, und der uC kann kleine
Tätigkeiten direkt ausführen, z.B. Umrechnungen oder eben die
PWM-Signale erzeugen. Als Protokoll zur Kommunikation mit dem PC kann
man einfaches ASCII verwenden, mit CRLF als Datensatztrenner und zur
Synchronisation. Leider habe ich kein fertiges Programm. Vielleicht schickt
mir jemand eines, das ausreichend universell ist.
Aber der 68HC24 Porterweiterungschip wird nur noch von http://www.tekmos.com/
hergestellt (http://www.elektronikladen.de/ verkauft ihn), ebenso wie der
X68C75 nicht mehr von http://www.xicor.com/ hergestellt wird, insofern ist
der 68HC11 nicht mehr so interessant wie früher, als man sich bei ihm damit
rumgeplagt hat, daß er keine zeitliche frei bestimmbaren Interrupts auslösen
kann, sondern man für definierte Zeiten aktiv den 16 bit Timer pollen muß.
Verbessern kann man das über eine genauere analoge Referenzspannung
per LM336-5.0 und Eingangsverstärker wie z.B. LMC6484 mit Trimmpotis für
Verstärkung und Nullpunkt, sowie Ausgangsverstärker wie ULN2803 oder
Schrittmotortreiber wie L297+L298/L6208. Dadurch wird ein richtig universelles
Teil daraus, je nach Anwendungsgebiet (Messtechnik, Roboter).
Hier zur ratiometrischen Temperaturmessung mit Platinwiderstandssensoren:
Rechenweg mit Linearisierung durch R5, Excel-Spreadsheet:
http://www.ti.com/general/docs/lit/getliterature.tsp?baseLiteratureNumber=slyt442
http://www.ti.com/lit/an/slyt437/slyt437.pdf (Seite 21 mit
RTD_Linearization_v7.xls aus slyt442.zip auch als Dreidrahtanschluss)
Da besonders temperaturstabile Widerstände besser als 0.1% langsam ins Geld
gehen, ist bei steigenden Genauigkeitsanforderungen ein Konzept sinnvoller,
bei dem zwischen dem RTD und einem Referenzwiderstand eine Vergleichsmessung
vorgenommen wird.
Der AD7762/7763 macht das besonders einfach und präzise, aber es geht auch
mit Analogschaltern, weil es dann nur auf die absolute Präzision dieses
Widerstands ankommt mit dessen Messwert man die aktuelle Verstärkung
korrekturrechnet. Mit R1/R2/R3 wird der Messstrom aus der Refrenzspannung
Aref abgeleitet (R1=2k4, R2=100R, R3=100R für 1mA), mit dem 74HC4051 schaltet
man den Messtrom auf einen Vergleichswiderstand oder einen der Pt100 und ein
zweiter Multiplexer verbindet den Messverstärker damit, dort bestimmen die
Widerstandswerte R4/R5/R6 den Messbereich (R4=23k, R5=2k2, R6=22k ergibt 21.5
GradC (0V) bis 586 GradC (2.5V) .
Als OpAmp an 5V tut es ein ultrapräziser single supply OpAmp wie LT1013.
Für 0.1 GradC Genauigkeit und 0.01 GradC Auflösung von -200 bis +800 GradC:
Die http://www.pollin.de/shop/downloads/D810144B.PDF ist leider unsäglicher
Murks, da der Strom einer LM317L Stromquelle un die Spannung aus dem 7805
schon stärker mit der Temperatur schwanken als der Pt1000 Widerstandswert,
und damit die Messwerte völlig ruiniert, zudem linearisiert sie nicht. Eine
Konstantstromversorgung ist nur dann notwendig, wenn der Sensor mit
Vierdrahtanschluss abgetastet werden soll. Aber auch in dem Fall bietet es
sich an, den Strom aus der Referenzspannung des ADC Wandlers abzuleiten,
leider liegt dabei kein Anschluss des Pt100 auf Masse. Rt/Ct/Cx dienen der
Filterung von Störeinflüssen und sind je nach Bedarf auszulegen (ca. 10k für
Rt, 1nF für Ct und 22nF für Cx).
Wesentlich weniger Ärger macht man sich, in dem man einen Spannungsteiler aus
dem Pt100 und einem temperaturstabilen Präzisionswiderstand mit einem 24 bit
A/D-Wandler ratiometrisch ausmisst, dann geht nicht mal die Referenzspannung
in die Messung mit ein (Linear Technology AN78 LTC2400 Bonus Circuit #1) und
hinterher linearisiert.
Schaltung für K-Type NiCr thermocouple Thermoelement siehe Datenblatt des
OP291 und LT1014. Sekundenthermometer ähnlich TM-902C Typ K mit ICL7106 siehe
Elektor Oktober 1991.
Auch Thermoelemente wie die üblichen Type K lassen sich heute einfach direkt
an moderne uC wie ATXmega anschliessen, weil deren eingebaute 64 Gain
Verstärkung ausreicht und interne Temperatursensoren eine Kompensation
erlauben, oder man baut extern einen Rail-To-Rail Präzisions-OpAmp dran wie
AD8551 (1uV) LTC1250 (5uV chopperstabilisiert) AD8622 (10uV) AD8671 (20uV)
OPA188 (25uV) LT1078 (35uV, 0.3mV max) AD820 (100uV, 1.2mV max) TS507 (100uV),
der die geringe Thermoelementspannung auf den Messbereich verstärkt,
und addiert die Temperatur der Klemmen dazu. Ist der Sensor kälter als die
Klemmen, werden negative Spannungen erzeugt. Ebenso einfach sind die anderen
Thermoelemente verwendbar, es gibt inzwischen ausreichend genaue OpAmps.
Auf der seriellen Schnittstelle werden digitale Signale mit (für Digitaltechnik)
hoher Spannung (LO = 3..15V, HI = -3..-15V) aber kurzschlusssicher mit
Strombegrenzung (10-20mA, so als ob ein 330 Ohm Widerstand in Reihe liegt)
übertragen, so das sich die Schnittstelle eignet, um daraus Kleingeräte
(Computermaus) zu versorgen. Der Norm-Eingangswiderstand liegt bei
3 bis 7kOhm, ein RS232 Ausgang sollte auf 20mA und 30V/us Slew-Rate
begrenzt sein.
Auf Senderseite liegen die notwendigen Versorgungsspannungen (10..15,
-10..-15V) bei einfachen Geräten, die meist nur mit 5V versorgt werden, leider
nicht vor.
Es gibt deshalb den Klassiker MAX232 (auch ICL232, AD232, HIN232, ST232,
LT1x81...), der aus 5V per Kondensatorwandler selbst +10V und -10V macht.
Nimm Alu-Elkos, keine Tantalkondensatoren, der teurere MAX232CPE kommt
sogar mit noch kleineren Keramik-Kondensatoren aus.
Der LT1x81 ist wohl weniger ESD empfindlich, der HIN232 kritischer in
der Anwendung: Bei ihm darf beim Einschalten keine Last an V- hängen.
Siehe d.s.e Message-ID 3CC041A6.AECF9D43@ibl-automation.de .
Soll der Kondensator von V+ an VCC oder GND angeschlossen werden ? Es ist
bei Maxim egal, nach VCC braucht er weniger Spannungsfestigkeit, aber
ältere Sipex gingen wohl in den Latch-Up, wenn der Kondensator an GND
angeschlossen wurde. Siehe d.s.e Message-ID
4602d47d$0$6440$9b4e6d93@newsspool2.arcor-online.net .
Nachbauten, die mit VCC Probleme haben, sind mir nicht bekannt. Ein
universelles Layout sollte den Elko also an VCC legen, siehe
http://www.devicemart.co.kr/mart7/upload/pdf/20070110150145.pdf
Damit spart man sich den Aufwand, den man mit einem SN75185=GD75232, den
MC1488=SN75188/MC1489=SN75189 oder MAX202/AD202 hätte. Schliesst man auf
Empfängerseite einen (ausreichend schnellen !) Optokoppler mit Schutzdiode
(1N4148) an
Da eine serielle Schnittstelle mehrere (Steuer-)leitungen hat, kann man,
wenn man softwareseitig dafür sorgt, das mindestens 2 Steuerleitungen
unterschiedlichen Pegel haben, auch die Spannungsversorgung vom
Muttergerät nehmen und einen RS232-kompatiblen Ausgang daraus ableiten.
Den Kurzschlussschutz liefert das Muttergerät.
Den MAX232 kann man auch verwenden, wenn man in einer Digitalschaltung mal
eben wenige mA aus +10V/-10V zur Versorgung von Operationsverstärkern braucht.
Braucht man die serielle Schnittstelle nicht, oder hat man Angst das bei
Belastung der seriellen Schnittstelle die +10V/-10V zusammenbrechen, macht das
der LT1026 oder MAX680/681.
Aber besonders sauber ist die auf diese Art erzeugte Versorgungsspannung nicht.
Nun, eine per StepUp Schaltregler erzeugte Spannung wäre es ebenfalls nicht.
Also gut filtern.
Will man sich seine Steuerung nicht auf Basis eines Mikrocontrollers selber
bauen, gibt es fertige SPS von Siemens (Logo, S7), Moeller (Easy) oder
Beckhoff, zu Preisen, bei denen man hintenüberkippt, ob als Einzelstück
oder zum halben Preis für 1000 Stück. Ein Blick nach Asien hilft:
http://www.mitsubishi-automation.de/products/microcontrollers_ALPHAXL.html
Auch Theben Pharao kann eine Linderung sein weil das bei eBay keiner kennt.
Schon die Programmierkabel werden unverschämt teuer angeboten, bei Moeller
ist eine unbekannte Elektronik drin, das Siemens-Kabel ist in Elektor Juli
1999, LOGO!-Interface, beschrieben, aber der Stecker ist nicht erhaeltlich,
das Memory Modul 6ED1 056 kostet bei eBay manchmal 10 EUR, sonst 25 EUR.
http://www.mikrocontroller.net/topic/12192
http://www.muff-electronic.ch/ (ICs für S7 SPS-Steuerungen)
http://www.microsps.com/
Von: MaWin 30.4.2001
Das 'kalte', farbenreine Licht der Leuchtdioden fasziniert viele Leute. Als
einfache Kontrollanzeigen oder Hintergrundbeleuchtungen sind LEDs inzwischen
jedem bekannt. Aber ebenso ranken sich auch heute noch Mythen um die Dinger.
Schaut man direkt in eine LED, interessiert die Helligkeit, daher wird bei
LEDs, die als Kontrolllampen vorgesehen sind, die Helligkeit in Candela
angegeben, 1 Candela erscheint so hell wie eine Haushaltskerzenflamme. Möchte
man mit einer LED aber etwas beleuchten, interessiert die Lichtmenge, LEDs zu
Beleuchtungszwecken haben also eine Angabe in Lumen, eine Haushaltskerze
erzeugt 12 Lumen. Leider lassen sich beide Zahlen nicht ohne weiteres
ineinander umrechnen, siehe Beitrag von Rolf weiter unten.
Die Helligkeit von kleinen (5mm, 20mA) LEDs reicht von unter 1 Millicandela
bis über 1 Candela, die hellsten LEDs entsprechen also tausenden von
Billig-LEDs aus dem 'Sortimentsbeutel' (sprich Ausschuss), obwohl der
Strombedarf derselbe ist. Eine kleine LED braucht 3.6V@20mA=72mW und erzeugt
daraus 6mW optische Leistung (http://www.nichia.co.jp/). Daher kann eine
kleine LED nicht spürbar warm werden.
Der Wirkungsgrad der guten LEDs übertrifft inzwischen den Wirkungsgrad von
Halogenlampen. Allerdings liegen LEDs in einer kleineren Leistungsgröße als
Halogenlampe, man braucht also mehrere. Will man dieselbe Lichtmenge wie bei
einer Halogenlampe erzeugen, muss man viele LEDs verwenden, und dieses
LED-Array wird dann ebenso viel (Ab-)Wärme erzeugen, wie die Halogenlampe und
ebenso heiss (wer ein Mal vor einer LED-Videowand gestanden hat, weiss wie
heiss LEDs strahlen können). Dummerweise vertragen LEDs nicht so viel Wärme...
Also vergesst besser LEDs als Zimmerbeleuchtung, Halogen ist billiger und
einfacher zu verwenden und haben ausserdem nicht so eine grausam künstliche
Lichtfarbe. Für wenig Licht (Taschenlampe, Fahrradlicht), tun es 1 oder 3 Watt
LEDs von http://www.luxeon.com/ http://www.cree.com/ http://www.nichia.com/
(NCCW002E) oder http://www.osram-os.com/ (LA W57B, LY W57B) oder ein paar
hocheffektive 5mm LEDs mit je z.B. 3 Lumen, um eine Glühbirne zu ersetzen.
100W 6500lm Hochleistungsleds von OptoFlash gibt es bei http://www.tme.eu/ .
3200lm aus 50W macht die Edison Highpower Star, weisses Licht aus 4 Farben
macht beispielsweise die ACULED VHL RGBY von PerkinElmer von
http://www.pur-led.de/ oder die P5-III von Seoul, dort gibt es auch die P7
mit 900lm aus 7.2 Watt. Die Linienlampen von http://www.advancedillumination.com/
sind leider sauteuer, etwas günstiger von OptoFlash bei TME.
Wenn man farbenreines Licht haben will, das man aus einer weissen Lichtquelle
erst mühsam per Farbfilter erzeugen müsste, steht eine LED prinzipiell besser
da als eine Halogenlampe mit Farbfilter, das macht sie z.B. bei einer
Dunkelkammerleuchte effektiv (allerdings fällt mir nicht ein wozu man gerade
in dem Fall auf teure Art Strom sparen sollte). Immerhin kann man sie als
bunte, schnell ein- und ausschaltbare Effektbeleuchtung einsetzen, wie man
inzwischen auf der Bühne bei Musikveranstaltungen sehen kann.
Es bringt auch nichts, eine LED zur angeblichen Helligkeitssteigerung mit
Impulsen höheren Stroms zu betreiben, z.B. statt 20mA nur 10% der Zeit 200mA
zu verwenden. Die LED wird NICHT heller, da der mittlere Strom und damit
die mittlere Helligkeit gleich ist, stattdessen sind die Verluste minimal
höher. Probierts einfach selber aus bzw. lest mal ein LED-Datenblatt.
Bei extremer Abkühlung steigt bei gleichem Strom die Flussspannung der LEDs
stark an, die Farbe wird bläulicher, die Helligkeit bleibt jedoch vergleichbar.
> Wie rechnet man Candela in Lux um ?
Von: Rolf Bombach
1 cd entspricht bei grün (555nm) ca. 1.46 mW/sr, bei anderen Farben mehr,
1 mW/sr entspricht bei grün (555nm) ca. 684 mcd, bei anderen Farben weniger,
siehe Augenempfindlichkeitskurve, DIN-mässig festgelegt ohne Rücksicht auf
dein individuelles Empfinden, die bei rot und blau nur die Hälfte hat.
1 cd in 1 m Entfernung macht 1 lux, also lumen pro Quadratmeter.
Die Beleuchtungsstärke nimmt mit der Entfernung quadratisch ab. Eine LED
von 1,7 cd hat 2,5mW/sr und produziert in 5 Meter Entfernung
1.7cd / (5m)^2 = 0.07 lux, und 10 davon 0.7 lux. 1 Lux = 0.5mW/cm2.
Wenn die Lampe gleichmässig rundrum strahlt, und in jeder Richtung eine
Helligkeit von 1 candela hat, liefert sie 4 * pi, also ca. 12.5 lumen.
Candela sagt also nur, wie hell du die LED empfindest und sagt nichts
über den abgegebenen Lichtstrom (Lumen) ab. Die Helligkeit in Candela
wird natürlich umso grösser, je besser man das abgestrahlte Licht bündelt.
Allerdings nur, wenn man genau geradeaus vor der LED steht.... Mit einer
Lupe betrachtet ist die LED dann noch heller, da sie die Lupengrösse nicht
ausfüllt. (Dein Bildschirm mit einer Lupe betrachtet wird *nicht* heller).
Mit einer Optik kannst du die Candelas nochmals massiv erhöhen, ohne das
ein einziges Photon mehr rauskommt. Zu Lasten des Abstrahlwinkels natürlich.
Kurzum, Candela-Angaben sind Angabe :-)) Die 150000000 km entfernte Sonne
hat 2000000000000000000000000000 Candela, für dieselbe Helligkeit müsste man
eine 1 Candela LED ca. 6mm vor das Auge halten.
Seit dem kommenden Glühlampenverbot haben Hersteller plötzlich Hochvolt-
Halogenlampen mit besserer Energieffizienzklasse erstmals zu sparsamen
Preisen (unter 2 EUR) im Angebot, sogar in klassischer Glühlampenform.
Offenbar haben die Hersteller aber aus dem Fiasko der Energiesparlampen
nichts gelernt, denn erneut betrügen sie in der Werbung den Kunden nach
Strich und Faden. Nicht nur weil bei Osram die Lampenkörper kleiner ist.
So soll die 42W Lampe eine 60W Lampe ersetzen, erzeugt aber nur 630 Lumen
statt 710 Lumen. Da ist eine Energieeinsparung um 30% leicht möglich,
kommen doch 12% schon mal durch die geringere Lichtmenge.
Das ist keine Einsparung. Die teurere Halogentechnik (1.99 EUR für 2000
Stunden Haltbarkeit) bringt gegenüber der billigeren Normalglühlampe
(0.34 ct für 1000 Stunden Haltbarkeit) nur 20% bessere Effizienz, spart
bei 20ct/kWh im Lampenleben von 2000h 2*(0.34+1000*52.8)-1.99+2000*42
/1000*0.2 = 4.30 EUR ein. Na immerhin, die teurere Lampe für 1.99 kaufen
und trotzdem 4.30 zu sparen als wenn man zur billigeren Lampe von 0.34 EUR
gegriffen hätte. Vorausgesetzt, die Lampe lebt tatsächlich 2000 Stunden.
Die 10 EUR, die bisher eine Hochvolt-Halogen gekostet hat, haben sich
nämlich nie gelohnt, zudem haben die Dinger keinerlei Energie gespart.
Da üblicherweise 500 Lux (=500 Lumen/m2) als Beleuchtungsstärke am
Arbeitsplatz angenommen werden, und diese mindestens 50 cm drumrum eingehalten
werden muss, ist eine Lampe mit 2000 Lumen zur (direkten, indirekt geht ja
noch mehr verloren, ein Alublechreflektor wirft nur 70% zurück) Beleuchtung
von 4m2 erforderlich, oder 120 1 Watt LuxeonStar-LEDs oder 8000 5mm LEDs oder
1500-4500 Watt LED Licht. LEDs sind zur ordentlichen Beleuchtung also völlig
ungeeignet, nur für Schummerlicht brauchbar, und dafür ist ihr Licht zu
ungemütlich. Denn gerade bei weniger Licht hat sich der Mensch wohl durch die
Abenddämmerung an rötlicheres Licht gewöhnt wie es Glühlampen aussenden, es
gilt die Kruithoff'sche Behaglichkeitskurve. Ich war gerade in einer Kneipe
mit gemütlich dämmrigen Licht, die verwendeten Kühlschrankglühbirnen in den
Lampen.
Da der LED Betriebsspannungsbedarf mit der Temperatur schwankt, darf man eine
LED nicht direkt (also ohne weitere Bauteile) an eine Spannungsquelle
anschliessen. Die Helligkeit einer LED hängt vom durch sie hindurch
fliessenden STROM ab, sie benötigt also eine STROMquelle (meist von 20mA für
volle Helligkeit), die Spannung an der LED stellt sich dann schon passend ein.
Wenn man nur eine Gleichspannungsquelle hat, muss diese eine Spannung liefern,
die grösser ist, als die Spannung, die die LED unter ungünstigsten Umständen
benötigt. Zwischen LED und Spannungsquelle kommt dann ein Widerstand, der den
Strom auf die benötigten 20mA begrenzt. Für eine blaue LED (benötigt bis 4V)
wäre also eine 5V Spannungsquelle ausreichend, für eine hellrote LED (2.1V)
reichen schon 2 Alkali-Mangan-Batteriezellen aus, aber nicht mehr wenn sie
leer werden (1.8V).
Wenn nun der Spannungsbedarf der LED wegen Temperaturänderungen von 3.2V bis
4V schwankt, ändert sich der Strom von 26mA bis 15mA und damit die Helligkeit
nicht mal um 1:2, was meist akzeptabel ist. Wenn zusätzlich auch noch die
Spannungsquelle nachlässt (Batterie statt Spannungsregler) sieht es schon
schlechter aus, dann muss die Spannung der Spannungsquelle noch deutlich
höher über dem Spannungsbedarf der LED liegen.
Bei den superbilligen Taschenlampen und Schlüsselfindern wie 'Photonenpumpe'
ist die LED manchmal ohne Vorwiderstand direkt an ein paar (Alkali-Mangan
oder Lithium) Knopfzellen angeschlossen. Das widerspricht scheinbar der oben
gemachten Aussage, daß man eine LED nicht direkt an eine Spannungsquelle
anschliessen darf. Es geht aber, weil die billigen Knopfzellen einen hohen
Innenwiderstand haben, der als Vorwiderstand wirkt. Gut ist die Konstruktion
dennoch nicht, weil die Helligkeitsänderung im Laufe der Batterielebensdauer
zu stark ist. Am Anfang (gut für den Anbieter beim Ausprobieren im Geschäft)
wird die LED massiv über ihren Grenzwerten betrieben, ist richtig hell, es
fliesst zu viel Strom. Die Batterie wird aber schnell leer, ihre Spannung
fällt und reicht eigentlich nicht mehr für die LED aus. Es kommt dann nur
noch Schummerlicht raus, bis man den Schrott endlich wegschmeisst, denn
Batterietausch lohnt meist nicht. Man darf bei den Lampen auch keine
qualitativ höherwertigen Batterien mit geringerem Innenwiderstand einsetzen,
weil sonst die LED noch mehr leidet.
Wenn man ganz knapp kalkuliert, und z.B. den LD39300-3.3 Spannungsregler mit
ausgemessener Ausgangsspannung von 3.30V hat, eine LED wie Cree XP-G so
montiert ist dass sie bei 3.2W ca. 40 GradC heisser wird und dann einen
ausgemessenen Spannungsabfall von 3.178V hat, dann kann man einen 0.12 Ohm
Widerstand an diesen Spannungsregler vor die LED hängen.
Die LED wird im Einschaltmoment, wo sie noch kalt ist, 84mV mehr Spannung
benötigen und damit nur mit 720mA betrieben, was deutlich dunkler ist.
Sie heizt sich aber auf und wird heller, was teilweise durch die geringere
Helligkeit bei steigender Temperatur kompensiert wird.
Sackt die Akkuspannung unter 3.35V, wird der Spannungsregler nicht mehr die
volle Spannung liefern und die LED nicht mehr mit vollem Strom betrieben,
sondern bei 2.8V (Abschaltspannung eines LiIon Akkus) auf 120mA zurückgehen.
Diese Schaltung ist möglich, und trotz linearem Spannungsregler mit 88% recht
effektiv, aber die Bauteile müssen ausgemessen werden, die Toleranzgrenzen
sind zu knapp. Man braucht nur 4 Bauteile.
Eine blaue/weisse LED (Spannungsbedarf 3.6-4V) an einer (0.9V-1.5V) oder zwei
(1.8V-3V) Batteriezellen erfordert einen Step-Up Spannungswandler. Es geht
der PR4401 von http://www.prema.com , ähnlich sind HT7727-7750 die geregelte
2.7 bis 5V liefern. In chinesischen Gartenleuchten ist der 4-polige ANA608
oder ZE002 verbaut der im Hellen auch gleich ausschaltet.
Effektiv aber ungeregelt ist der ZXSC300 von http://www.zetex.com/ .
Geregelter Output kommt aus Stromschaltreglern wie LT1073 oder LT1110 von
http://www.linear.com/ (aber nicht die -5 oder -12 Varianten). Sie sind
effektiv wegen einer Feedback-Spannung von bloss 0.2V, leider sind sie teuer
und liefern maximal 40mA (also maximal 4 LEDs in 2 Strängen a 2 LEDs), dafür
ist aber noch ein Batterie-Leer-Sensor drin.
+---L1----+---+
| | |
+---+----+--+ +-|<|-+ |A | Dimensionierung siehe Datenblatt
| | 2| 3| |5 | LED |
+| R1 +--------+8 | | |+
| | | | | | 47uF
9V +--| LT1073 |---)---+ |
| | | | | |
| 1+--------+ | R2 |
| |4 | | |
+-----------+-------+---+---+
Für 1W Luxeon Stars wurde der ZXSC310/400 geschaffen, siehe Design Note DN61,
wenn man nicht einfach 4 NiCd-Zellen mit 3R9 Vorwiderstand nimmt. Der TPS61020
versorgt bei minimaler Bauteilanzahl eine 1W Star aus 1.8V bis 6.5V und
verbraucht nur 0.5V, er ist aber für Hobbyisten nicht lötbar. Der LTC3454 oder
LTC4390 geht da schon eher. Der ZD850 von Zywyn regelt die LEDs sogar an bis
zu 16V Wechselspannung. Der L6920 von http://www.st.com/ reicht wohl nicht
ganz. Bleibt nur der LT1305. Der TPS61030 schafft 5W Stars. Ebenso Linear's
LT1618 (http://darisusgmbh.de) mit bloss 50mV Feedback, zu dem verhindert er
gleichzeitig Überspannung. LM3404/3410 regelt bis 1A runter bei 0.2V Feedback.
Der MAX1763 unterstützt an/aus Taster, man muss bei ihm aber ebenso wie beim
LM2623 die Feedback-Spannung anheben, sonst hat man zu grosse Verluste. Die
Schwankungen einer Diode in der Feedback Leitung sind bei dieser Anwendung
gerade noch tolerierbar. Bis 6W step-up liefert CAT4240 (darisusgmbh.de), und
TS19371 (2.5-18V->30V/0.35A) und TS19377 (3.6-23V/2A) (Reichelt) noch mehr
bei nur 0.1V feddback-Spannung. Als StepDown taugt der ZXLD1362 von Zetex.
Der LT1961 hat einen ausreichend präzisen Unterspannungssensor um
Batterietiefentladungen zu verhindern.
Oft reicht eine simple (einstellbare) Konstantstromregelung, bei der man am
Strommesswiderstand aber möglichst weniger als 0.7V Spannung verlieren will:
Soll mehr als eine LED parallel angeschlossen werden, braucht man
Stromverteilungswiderstände, und einer davon bildet dann den Shunt. Dann muss
aber ein PMOSFET oder PNP Transistor verwendet werden. Der soll Gesamtstrom
und Verlustleistung aushalten bei möglichst hoher Stromverstärkung da vom
LM10 nicht mehr als 20mA kommen und dennoch niedriger Sättigungsspannung
(also kein Darlington, sonst müsste man sich die Kosten des LM10 wegen der
0.2V niedrigem Referenzspannung nicht aufhalsen sondern hätte LM358 + LM385
oder TL103 nehmen können). Brauchen die LEDs mehr Spannung (5W Luxeon Star
oder mehrere pro Strang in Reihe) kann der LM10 bis 40V (statt 7V beim LM10L)
vertragen. Liegt die Betriebsspannung unter 9V braucht man einen seltenen
LogicLevel-Power-PMOSFET, liegt sie zwischen 10V und 20V reicht ein normaler
PMOSFET, über 20V muss man dessen Gate schützen.
Leider ist diese Schaltung empfindlich bei Hochfrequenzstörungen aus dem
Netz, wie sie durch Rundsteuerimpulse oder Powerline-Modems auftreten, und
man müsste sie durch eine Drossel abblocken. Die ist dann leider so gross
wie ein Trafo. Zudem fordert VDE eine zusätzliche Plastikabdeckung, da die
LED keine ausreichende Isolierwirkung hat. Nimm also gleich eine Glimmlampe
:-) die braucht nicht mal 1mA. Allerdings beträgt die mittlere Lebensdauer
einer Glimmlampe auch nur 10000 Stunden, was als Betriebsanzeige also ok,
als Dauerlicht aber eher nicht zu gebrauchen ist.
> Wie schliesst man Optokoppler und Lichtschranken an ?
Will man den Eingangsspannungsbereich erweitern, sollte man eine Stromregelung
bauen. Der 150k Widerstand muß bei minimaler Spannung ausreichend Basisstrom
zulassen damit der BU805 bis 5mA erlaubt, und darf bei maximaler Spannung
nicht zu viel Leistung verbraten und Strom für den BC547 erlauben. Der
Transistor für die LED muß ausreichend (über)spannungsfest sein und falls ein
sehr weiter Bereich der Eingangsspannung gewünscht ist, fährt man mit einem
Darlington gut. Der 150R Widerstand bestimmt den Strom durch die LED und ist
auf 5mA ausgelegt. Legt man noch einen 4u7 Siebelko C hinter den
Gleichrichter, pulsiert der Ausgang bei 50Hz nicht mehr, er reagiert dann
träger.
> LED als Lichtsensor
Wer wissen will, ob es überhaupt dunkel genug ist, um LEDs einschalten zu
müssen, kann die LED auch als Lichtsensor nutzen:
> Wie funktionieren eigentlich Glimmlampen ?
Die klassischen meist orange leuchtenden Glimmlampen kommen auf Grund
ihrer recht hohen Betriebsspannung von ca. 70V leider aus der Mode, dabei
sind es interessante Bauteile. Für den Betrieb reicht eine Spannungsquelle
ab 120V und ein Vorwiderstand von ca. 47k (bei 120V) bis 270k (an 230V~)
normaler Leistung (0.25W), weil eine Glimmlampe nur 0.5 bis 2.5mA benötigt.
Da eine Glimmlampe eine höhere Zündspannung (beispielsweise 100V) als
Brennspannung (z.B. 70V) besitzt, hat sie einen Betriebsbereich mit negativer
Widerstandskennlinie und kann deshalb als Oszillator (F.31.) und Speicher
(siehe F.28.) verwendet werden. Als Dauerbetriebsleuchten (Lichtschalter)
halten sie leider nur ein paar Jahre, als Betriebsanzeige (Waschmaschine)
aber i.A. das ganze Geräteleben lang.
Wenn man mehrere Stellen von 7-Segment LED Anzeigen haben will, oder gar
alphanumerische 16-Segment Anzeigen ansteuern muss, bietet sich ebenso wie
bei Laufschriften das Multiplexverfahren an. Manchmal wird es von
mehrstelligen Modulen gar erzwungen, weil die Anschlüsse schon so
verschaltet sind:
(siehe Multiplexbetrieb von LCDs im Abschnitt F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen)
Im Multiplexbetrieb ist zu einer Zeit nur eine Stelle (Digit) an, also
leuchten nur dort die gewünschten Segmente. Da das bei einer N-stelligen
Anzeige aber auch nur 1/N-tel der Zeit sein kann, muss es derweil N mal
heller sein, also der N-fache Strom fliessen (der bei normalen 7-Segment
Anzeigen 10mA/Segment beträgt, also N*10mA). Bei den Digitleitungen, über die
bei 7-Segment Anzeigen ja der gesamte Strom von den 7 Segmenten und dem
Dezimalpunkt fliessen muss, ist der Strom noch höher, nämlich 8*N*10mA. Mehr
als 10 Stellen sollte man nicht zusammen multiplexen, denn mehr als 100mA
schadet den Anzeigen.
Das steuernde IC (meist ein Microcontroller) muss also ausreichend Strom
liefern können. Teste mal (mit einem 1k Poti), bei welchem Strom (bei Display
mit gemeinsamer Anode von +5V in einen auf LO geschalteten Ausgang und bei
Displays mit gemeinsamer Kathode von einem HI Ausgang nach GND) der Ausgang
auf 1V von seiner Versorgungsspannung weggezogen wird. Bei M Segmenten und N
Digits entsteht dabei schon alleine für die Segmente eine Verlustleistung von
M*N*10 [mW], also bei einer 4-stelligen 7-Segment Anzeige mit Dezimalpunkten
0.32W. Mehr Strom sollte man also nicht entnehmen, die IC-Hersteller werden
gar nur den Maximalstrom für 0.8V angeben.
Also muß man den Strom meist verstärken, dazu dienen externe Transistoren. Es
gibt mehrere Möglichkeiten:
1. bipolare Transistoren als Emitterfolger
Verringert die Strombelastung des IC-Ausgangs um den Stromverstärkungsfaktor
des Transistors (braucht also nur 1mA um 100mA schalten zu können), benötigt
keine zusätzlichen Bauteile (Basisvorwiderstände) kostet aber oft fast 1V
Spannungsabfall am Transistor (schau in Ucesat im Datenblatt deines
Transistor bei dem benötigten Strom) und bewirkt entsprechende
Verlustleistung (die allerdings meist kein Problem darstellt).
Blaue/weisse LEDs an 5V zu multiplexen ist damit nicht möglich, denn es
bleibt keine Spannung mehr übrig für den unbedingt notwendigen Widerstand der
den Strom definiert der durch die LED fliesst (5V-3.6V-1V-1V = unter 0V, er
bräuchte so 1V), die Schaltung taugt nur für rote bis grüne 2.1V LEDs oder
mehr Spannung (ab 6V). Allerdings eignen sich blaue/weisse LEDs wegen des
geringeren Verhältnisses von Dauerstrom zu Spitzenstrom eh nicht so gut zum
Multiplexen.
1.1. Strom in eine Anode
2. bipolare Transistoren in Emitterschaltung
Schalten einen etwa 10 bis 60 (schau ins Datenblatt bei Ib/Ic für Sättigung)
mal höheren Strom als der IC-Ausgang liefern kann, R1 muss angepasst werden.
R2 ist nur nötig, wenn der IC-Ausgang nicht auf +5V bzw. auf Masse schaltet
(ein Ein-/Ausgangspin der nach Reset auch als Eingang geschaltet sein kann,
open collector Ausgang, seinerseits ein Transistor, ...). Man benötigt also
zusätzliche Bauteile (Widerstände), denn Digitaltransistoren sind nicht
einsetzbar weil deren bereits eingebaute Widerstände zu hohe Werte haben.
Am ehesten taugt noch DDTB122.
Vorteil: Der Transistor schaltet in Sättigung und insbesondere LowSat
Transistoren wie BC368/BC369/ZTX1047/ZTX1147/FMMT617/NSS20201 haben dabei
einen niedrigeren Spannungsabfall als beim Emitterfolger. Das bewirkt nicht
nur geringere Verlustleistung, sondern mehr Spannung für die LED, was
insbesondere bei blauen/weissen LEDs und niedriger Gesamtspannung (5V) eine
Notwendigkeit ist, um den Strom durch Vorwiderstände ausreichend genau
einstellen zu können.
Wählt man als Transistoren jedoch Darlingtontransistoren wie BC517 in der
Hoffnung auf höhere Stromverstärkung oder ICs mit Darlingtonausgangsstufen
wie ULN2803, so ist der Vorteil des niedrigen Spannungsabfalls hinfällig,
denn die Darlingtons bewirken noch mehr Verluste als ein Emitterfolger. Man
nimmt besser saturated driver wie TPIC2701/TPIC6273 (TI) und TD62381/2
(Toshiba), der LB1268 macht 1A, 1A und 2A.
2.1. Strom in eine Anode
3. MOSFETs
MOSFETs wie IRF7401/IRF7314 lösen das Problem mit der Stromverstärkung, dem
Spannungsabfall und den zusätzlichen Bauteilen, sind aber baulich grösser und
teurer. Man braucht Typen mit niedriger Uth Schwellspannung (LogicLevel) weil
man ja i.A. nur mit 5V arbeitet. In vielen Fällen sind MOSFETs die beste
Lösung.
3.1. Strom in eine Anode
Wenn die Betriebsspannung der Ansteuerschaltung nicht mehr ausreicht, um die
LEDs zu versorgen (weil im Display mehrere in Reihe geschaltet sind), sind die
Schaltungen nicht mehr geeignet. Man braucht Source Driver wie UDN2981 oder
TD62783. Die haben zwar einen noch grösseren Spannungsabfall, aber man hat
sowieso eine höhere Spannung zur Verfügung. Bei Spannungen unter 20V können
MOSFET-Treiber-ICs sinnvoll angewendet sein. Alternativ nimmt man integrierte
Treiber die nach Masse schalten wie ULN2803 oder gar strombegrenzte Treiber
wie MBI5016 (siehe unten) und muss nur noch einen diskreten PNP Transistor
nach Plus schalten, der dann als gesättigter Schalter agiert:
+---+-- +Ub (nach nach Treiber bis 17V oder 50V)
| 10k |E
MB5016 |---------+--|< PNP, z.B. BC368
| |
Anoden der LEDs
Verfügbare ICs:
Baut man eine Multiplexanzeige mit nicht strombegrenzten Treibern auf, muß
der Strom durch die LEDs durch Widerstände in den Zuleitungen definiert
werden. Dabei gibt es eine untere und eine obere Toleranz durch Streuungen
im Spannungsverlust an Transistoren und LEDs, für den meist in Datenblättern
nur typische Werte in Diagrammen angegeben werden die nicht mal bis zu den
Spitzenströmen reichen. Der Widerstand muss also so dimensioniert sein, dass
bei minimal möglichen Spannungsverlusten der maximal erlaubte Spitzenstrom
der LEDs nicht überschritten wird, und gleichzeitig bei maximal denkbaren
Spannungsverlusten immer noch ein ausreichend hoher Strom und damit eine
ausreichenden Helligkeit der Anzeige entsteht. Deswegen muss der
Spannungsabfall am Widerstand deutlich grösser sein als die Toleranz der
anderen Spannungsabfälle, man sollte so 2V am Widerstand erreichen. Damit
wird die Gesamtversorgungsspannung schon zu einem Problem. Glücklicherweise
eignen sich die weissen und blauen LEDs mit 3.6V nominellem spannungsabfall
eh nicht so zum Multiplexen, denn sie erlauben meist keine deutlich höheren
Pulsströme, so dass rote und grüne LEDs mit typ. 2.1V für Multplexanzeigen
besser passen. Da zum Schalten von Spitzenströmen auch ausreichende
Basisströme nötig sind, ist auch eine Kalkulation der Basisströme nötig, bei
der man schnell erkennt, daß der übliche Sättigungssgtrom von 1/10 Ic nicht
immer erreichbar ist, und man im Datenblatt des Transistors genauer hingucken
muss, welcher Strom wirklich nötig ist.
Bei einer 4-stelligen 7-Segment Anzeige mit 10mA/Segment für Normalhelligkeit
fliessen also 40mA pro Segment, und 320mA pro Digit (wenn alle Segmente der
Stelle AN sind). Bei 120 Ohm Basisvorwiderstand fliessen 32mA Basisstrom.
20mA pro LED bei 1:8 Multiplex braucht 160mA pro Zeile, 8 LEDs parallel macht
1A pro Spalte. Ein helle rote LED mit 160mA Spitzenstrom kann schon 2.5V
Spannungsabfall haben, an den MOSFETs fallen zusammen nicht mal 50mV ab,
bleiben 2.5V für den Widerstand für 1A also 2.5 Ohm bei einer mittleren
Belastung von 0.05W.
Achtung bei RGB: Die meisten blauen (und weissen) LEDs erlauben gar keine
so hohen Spitzenströme wie für Multiplexbetrieb nötig sind. Man sieht das
Drama an solchen Multiplexanzeigen wie
http://www.watterott.com/download/2088RGBMatrix.pdf
die für 20mA spezifiziert sind, aber nur 70mA peak erlauben, wo die 20mA
also gar nicht genutzt werden können sondern maximal 8mA Durchschnittsstrom
bei eben nur 1/3 der angegebenen Helligkeit (die sowieso nicht so überragend
ist). Immerhin reduzieren solche Anzeigen die Anforderungen an die
Treiberschaltung :-)
Das bei vielen AppNotes z.B. AN529 "Multiplexing LED Drive and 4x4 Keypad
Sampling" von http://www.microchip.com/ oder AppNote AVR242 "Multiplexing
LED Drive & a 4x4 Keypad" von http://www.atmel.com/ die Anzeigen mit
weniger Strom versorgt werden, heisst nicht, das das oben Stehende falsch
ist, sondern daß die AppNote, weil die Microcontroller sonst überlastet
würden, Schummerlicht in Kauf nimmt oder teurere 2mA low current
7-Segmentanzeigen voraussetzt, weil man den Leser nicht mit solchen
Schaltungsdetails abschrecken will. Hier eine Schaltung eines 4x4x4 LED
Würfels, die nur 5mA durch jede LED schickt, gerade noch am Rande des
brauchbaren:
Und hey: Wenn einem das Display bei Normalstrom zu hell erscheint: Man muss
ja die Stellen nicht jeweils 1/N-tel der Zeit anlassen :-)
Es wird eine Menge darüber erzählt, das schnell 'gepulstes' Licht (kein
Blinklicht) vom Auge besser wahrgenommen wird, aber das ist Unsinn. Kann
jeder selbst ganz leicht mit einer LED ausprobieren, bevor aus Halbwissen
wieder endlose Threads in d.s.e rumtheoretisieren.
http://members.misty.com/don/ledp.html . Standard-LEDs sind bei Nennstrom am
effektivsten, low current LEDs und high efficiency rote LEDs sind jedoch bei
höherem Strom, wie er sich z.B. bei Multiplexansteuerung ergibt, effektiver
als bei Nennstrom, siehe Datenblatt. Braucht man keine Multiplexansteuerung
könnten solche LEDs mit gepulstem Strom etwas effizienter betrieben werden,
aber die Effekte sind so klein, das sich keine zusätzlichen Strom
verbrauchende Pulsschaltung lohnt. Schon gar nicht darf man von einer LED auf
andere Typen verallgemeinern.
Wenn das Gerät mit Netzspannung betrieben wird, kann man auf besonders
einfache Art ein Display im Duplex-Multiplexbetrieb betreiben, um die Hälfte
der IC-Anschlüsse einzusparen und braucht dennoch keine leistungsstarken
Zeilentreiber: Es ergibt halt flimmrige 50Hz. Ein Trafo mit 2 Wicklungen in
Mittelpunktschaltung erlaubt:
Bei Digitaluhren werden viele Displays verwendet:
Matrixanzeigen bei denen hunderte von LEDs, eventuell mehrfarbig, ein Bild
oder Laufschrift erzeugen können, sind einfach aufzubauen, solange man sich
über EMI-Störstrahlung keine Gedanken machen muss. Unterschätzt aber den
Verdrahtungsaufwand und Stromverbrauch nicht und nehmt nicht die billigsten
LEDs, sondern nach Helligkeit selektierte, oder noch besser fertige 7x5 oder
8x8 Anzeigeblöcke. Die sind zwar teuer, aber nicht bloss gleichmässig hell
sondern sogar von schräg betrachtet gleichmässig hell. Da die grossen
Hersteller von Laufschriften irren Mengenrabatt bekommen und selber
selektieren, gibt es billige Laufschriften mit geringwertigen LEDs für
weniger Geld, als die LEDs alleine kosten (und die von denen aussortierten
LEDs landen dann im 1000er Pack).
Man kann die LEDs jeweils per Vorwiderstand an eine Kette von zig 74HC595
anschliessen, das erlaubt volle 20mA pro LED.
oder NLSF595 (74HC595 mit SPI von OnSemi) oder HEF4894 oder UCN6277 oder
UAA2022 (obsolet, 16, SPI) oder PCA9532D (16*25mA dimmbar I2C, Philips bei
Sander-Electronic), TD6276 (Toshiba), HM6276 (Hopefind) oder MBI5016
(Macroblock, 16*bis 90mA) TB62706 (Toshiba, 16*bis 90mA) PCA9626 24*100mA
bsi 40V (I2C, NXP). Oder M5450/5451 (ST, Micrel) / MM5450/5451 (NS) nehmen,
an den 34/35 15mA LEDs ohne Vorwiderstand passen (bei Farnell um 6 EUR).
Rohm hat BD7851FP, BU2092/F/FV, BU2098/F/FV, BU2099/F/FV, BD7871FP mit bis
zu 50mA Konstantstromtreibern, erhältlich bei http://www.weisbauer.de/ .
Im Multiplexbetrieb spart man Anschlüsse, aber der Strom summiert sich (siehe
Abschnitt F.8.1. Multiplexanzeigen) so das man entweder starke Treiber oder
effektive 2mA LEDs verwenden muss oder Schummerlicht in Kauf nimmt.
Der MC14489 schafft 25 Einzel LEDs mit 7mA. Oder, wenn 5mA pro LED ausreichen,
je 64 Stück an einen MAX7221 oder 128 an einen MAX6954/55/60-63. HT1632C für
8x32 oder 16x24 mit 100uA oder 10mA bei externen Spaltentransistoren. Oder den
billigeren und leichter beschaffbaren ICM7218A, der bringt aber nur 3.8mA/LED
und ist nicht wirklich seriell anschliessbar, auch MAX7219 oder AS1106.
SAA1064 geht notfalls auch. BD26502 (Rohm) versorgt 117 LEDs mit 2.85mA.
Wie man 64 LEDs an 9 Leitungen hängt oder 56 an 8 zeigt
leider ist der Aufwand, aus einem three state Ausgang einen mit Power zu
machen, eher hoch:
100 Leitungen klingt nicht zu wenig, aber damit meine ich schon nach dem
Decodieren, also z.B. hinter einer Handvoll HEF4514, wo nur eine der 100
Leitungen high sein kann und man mit 7 bits und einem Enable auskommt.
Will man damit Lampen schalten und mehr als eine soll eingeschaltet sein,
dann braucht man Latches (74HC259), die allerdings ihrerseits meist nicht
den benötigten Strom oder die benötigte Spannung schalten können, also noch
mal Treiberstufen dahinter. Es kann einfacher sein, an jeden Ausgang einen
Thyristor zu klemmen, vom kleinen BRX49 für 500mA (aber immerhin 400V) bis
zu den dicken BTA139 der als TRIAC sogar negative Lasten mit positiven
Impuls einschalten kann. Bei Gleichspannung als Versorgungsspannung bleiben
diese eingeschaltet bis die Versorgungsspannung durch den 100ten Ausgang
kurz abgeschaltet wird (z.B. ein MOSFET in der Zuleitung oder ein
abschaltbarer Spannungsregler) so daß der Strom unter den Haltstrom fällt.
Dann kann man blitzschnell alle Ausgänge, die eigentlich an bleiben sollten
wieder einschalten ohne daß der Benutzer was merkt. Bei Spule (Relais) als
Last dauert das Abschalten leider zu lange, bei Glühlampen sieht man nicht
mal was flimmern. Allerdings kostet ein eingeschalteter Thyristor/TRIAC
meist 1.5V.
Und wenn man nur Ausgänge ohne TriState hat und nur 1 LED leuchten muss
kann man auch ein bischen mehr rausholen:
Q0----------+--+
| |
R R
LEDs | |
+--|>|--+ |
Q1--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q2--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q3--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q4--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q5--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q6--+--|<|--(--+
| |
+--|>|--+ |
Q7--+--|<|-----+
Billiger ist es, sich die Multiplexelektronik selber zu bauen: Bei 128 LEDs
in 8x16 Matrix und 20mA/LED sind das 2.56A aus 5V für den Spaltentreiber, der
an einem Decoder mit open collector Ausgängen wie 74141 hängt, und 160mA für
jeden Zeilentreiber, dafür gehen zwei 150mA TPIC6B595 (oder 350mA TPIC6A595)
sehr gut (http://www.ti.com/, 1.33 EUR bei http://www.elpro.org/).
Wer einfach nur ein simples Lauflicht haben will, ohne dafür gleich einen
Microcontroller zu programmieren, muss wohl mindestens 2 ICs verwenden.
Entweder einen Oszillator (74HC14, TC4S584, NE555 oder ganz besonders
schlau eine Blink-LED am PullUp als Oszillator, den U880B gibt es ja leider
nicht mehr) und einen Zähler mit Decoder (CD4017, erlaubt auch weniger als 10
LEDs durch Rückführung eines Ausgangs an RST, CD4022) oder ein Oszillator mit
Zähler (CD4060) und Decoder (CD4028). An Q9 auch eine LED, Q1+Q8 parallel an
eine LED, ebenso Q7+Q2, Q6+Q3, Q5+Q4 für Knight Rider K.I.T.T. Lauflicht.
Geht der 270R Widerstand der LED nicht an GND sondern an den Ausgang des
NE555, blitzen die LEDs, vor allem wenn R1 gross im Vergleich zu R2 ist.
Es geht auch ganz analog mit einem Sinus- oder Dreieckoszillator (XR2206,
ICL/XR8038) und einer Leuchtpunktanzeige wie LM3914 (http://www.national.com/ ),
aber obwohl der LM3914 mit 3V auskommt, brauchen die XR mindestens 10V.
Und wer einfach nur einen Zähler mit Grossanzeige will (oft gefragt) kann
aus mehreren LEDs in Reihe die Segmente bilden und einen mit bis zu 15V
versorgten up/down-Zähler CD40110 nehmen (http://www.elpro.org/).
Und elektronische Würfel:
gehen manchmal kaputt und müssen ersetzt werden, oder man möchte eigene
Geräte bauen, und praktischerweise fertige Fernbedienungssender verwenden. Um
die Codes herauszufinden, klemmt man ein Oszilloskop an die Sende-LED einer
vorhandenen Fernbedienung und protokolliert die Impulse und deren
Trägerfrequenz. Es gibt viele verschiedene Sendeverfahren, eine gute Quelle
ist hier: http://www.mikrocontroller.net/articles/IRMP
Wenn man den üblich sparsambilligen HiFi-Geräten einige Tasten von der
Fernbedienung auf die Frontplatte bauen will, nimmt man eine zweite
Fernbedienung (oder zumindest deren Chip oder man programmiert einen uC
denselben Job zu tun), baut deren Tasten in die Frontplatte, entfernt die
Sende-LED und schliesst deren Zuleitung an den Ausgang des IR Empfängers des
Geräts per wired-or an (dabei muss man die Potentiale beachten, aber ihr
erkennt sicher das Prinzip).
Möchte man ein nicht-fernbedienbares Gerät fernsteuern, nimmt man eine
bestehende Fernbedienung und den dazu passenden Empfängerchip (oder
programmiert einen uC dasselbe zu tun), lässt von jedem dekodierten Ausgang
einen CD4066 Analogschalter schalten, der den jeweils gewünschten Taster im
Gerät überbrückt. VDD/VEE des CD4066 kommt an die höchste/niedrigste
Betriebsspannung des steuernden Geräteteils.
So muss man sich keine Gedanken machen um eine eventuelle Multiplexabfrage
der Tasten des Geräts. Potis muss man natürlich durch Motorpotis und
entsprechende Ansteuerung ersetzen.
Universell lernfaehige Fernbedienung:
Empfänger:
IR-Einschalter fuer PC
Funkfernsteuerung 4 x analog 10 bit, 8 digital, mit Conrad-Modulen
Funkfernsteuerung chinesischer Spielzeugautos seziert:
Von: MaWin 17.7.2000
Klassischerweise gehört zum ersten selbstgebauten Gerät ein einfaches
Netzteil mit integriertem Spannungsregler. Üblicherweise wird dieses erst mal
mit falscher Bauteiledimensionierung aufgebaut und hält dann keine Dauerlast
aus oder liefert keine saubere Ausgangsspannung bei Netzstörungen. Auch
Bauvorschläge aus Zeitschriften oder gekaufte Bausätze sind manchmal falsch
ausgelegt.
Siehe Application Note 1707.pdf "Power Supply Design Basics" von
http://www.st.com/ und "Linear & Switching Voltage Regulator Handbook"
HB206/D von http://www.onsemi.com/ mit sehr detaillierter und begründeter
Siebkondensatorauswahl, Kühlkörperberechnung, Leiterplattenlayouttipps,
Transistorparallelschaltung, Schaltnetzteilauswahlkriterien, und allein 20
Seiten Erklärung wie man einen Transistor auf einen Kühlkörper schraubt.
Ebenso AN1040/D (z.B. in DL111-D enthalten) von Motorola mit seitenlangen
Montageanweisungen und Wärmewiderstandsberechnungen auch für exotische
Transistorgehäuse mit vielen Messwerten und Zahlenangaben zu Isolatoren.
Alles was mit dem Stromnetz verbunden wird muss besonders sorgfältig
aufgebaut werden, damit auch beim mehrmaligen Runterfallen keine Gefahr
besteht. Bei Schutzklasse I ist ein Metallgehäuse mit dem Schutzleiter
verbunden. Geht innendrin ein Kabel ab, gibt es einen Kurzschluss mit dem
Gehäuse und die Sicherung fliegt raus, aber für den Menschen bestand keine
Gefahr. Schutzklasse II hat einen 2-poligen Eurostecker und Plastikgehäuse
und alles ist doppelt gesichert: Selbst wenn ein Draht abgeht oder eine
Isolation durchschmurgelt, darf damit keine Netzspannung an berührbare
Kontakte kommen. Alles was galvanisch getrennt ist und maximal 25V~ oder 60V=
bringt, darf nach Schutzklasse III berührbar sein. Eine Funksteckdose hat
einen berührbaren Schutzleiterkontakt und ist daher Schutzklasse I und darf
kein Doppelquadrat tragen, ähnlich wie eine Master-Slave Steckdose. Braucht
man Schutzklasse II muß die eingebaute Schukosteckdose einen Deckel bekommen.
Siehe BGI 5090, Ausgabe 2006, Kapitel 7.2 . Nach DIN VDE 0100-410 ist die
DAUERND zulässige Berührungsspannung bei DC 120V. Allerdings ist bereits ab
60V ein Basisschutz gefordert (z.B. ein Gehäuse). Kondensatoren mit mehr als
1Ws Ladung müssen mit einem Parallelwiderstand versehen sein der sie in
weniger als 1 Minute entlädt (auf unter 60V). Ladungen bis 45mC sind für
Spannungen bis zu 15 kV erlaubt, gespeicherte Energie von 350mJ darüber. Oder
der Strom ist auf unter 2mA zu begrenzen.
Merkwürdigerweise gibt es, seit dem sich Firmen mit CE Bapperl selbst die
Zulässigkeit ihrer Geräte zusprechen, Metallgehäuse ohne Schutzerde in
denen 230V an der Platine liegt, so das schon eine abgefallene Schraube
an der falschen Stelle eingeklemmt zu einen 'heissen' Gehäuse führt. Solchen
Pfusch sollten Hobbybastler lieber lassen. Consumerschrott ist leider nicht
immer ein Vorbild für preiswerten, einfachen Aufbau (aber oftmals doch, dazu
muss nur eine Plastikkarte zwischen Platine und Gehäuse geschoben werden :-).
Lichterketten, bei denen nach Glasbruch der kleinen Lämpchen (und wem ist
das noch nicht passiert...) 230V offen rumliegen, weil sich der Hersteller
den Trenntrafo gespart hat, oder Toaster, die ein festgebackenes Toast
verbrennen, wenn man es nicht schnell - autsch - mit dem Frühstücksmesser
rauspult - wo die 230V an den Heizwendeln nicht mal 1 cm weit weg sind, weil
der Hersteller ein Ceranglas gespart hat, halte ich aber für vorsätzlichen
Mord, die Toaster sind übrigens nur durch eine Ausnahmeregelung zulässig
bei denen die Lobby bestimmt gejammert und bestochen hat.
EN 61010 (Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und
Laborgeräte), EN 60335 (Sicherheit elektrischer Geräte für den Hausgebrauch,
EN 60950 (Sicherheit von Einrichtungen der Informationstechnik), 72/23/EEC
(Niederspannungsrichtlinie), 2004/108/EC (EMV-Richtlinie), 93/68/EEC
(Richtlinie zur CE-Kennzeichnung), 85/374/EEC (Produkthaftungsrichtlinie).
Bei Telekommunikation, Aufzügen, Schienenfahrzeugen, Medizintechnik:
98/37/EC (Maschinenrichtlinie), EN 60601 (Medizinische elektrische Geräte) =
UL60601 (Medizin) http://www.psui.com/1upower/pdf/906_ref.pdf , 93/42/ECC
(Richtlinie für medizinische Geräte), 98/79/EC (Richtlinie für in-vitro
Diagnostik), 94/9/EC (ATEX-Richtlinie), 2001/95/EC
(Produktsicherheitsrichtlinie). http://www.bbr-service.de/umrichter.pdf
http://www.brand-rex.com/espana/getFile.php?fileType=TUTORIAL&id=238
EN 61000-4-5 beschreibt, welche Surges das Gerät überstehen muss, EN
61000-3-2 beschreibt die zulässigen Oberwellen bei Netzversorgung,
ab wann ein Netzteil also eine PFC enthalten muss
DIN EN 61000-4-x misst die Störfestigkeit bei 80-1000MHz mit 10V/m, oder 3V/m
bei 1,4 bis 2,7GHz. Dazu kommen halt auch die Tests mit elektrostatischer
Entladung gegen das Gehäuse mit +/- 4kV Kontaktentladung, sowie +/- 8kV
Luftentladung. Dann noch die Surge-Tests auf den Netz- und Signalleitungen.
und EN 61000-3-3 die Spannungsschwankungen und Flicker, (EN 50081-2)
EN 61000-6-4 Funkstörungen im Industriebereich, (EN 50081-1) EN 61000-6-1
Störfestigkeit im Wohnbereich, Geschäfts- u. Gewerbebereich und in
Kleinbetrieben, EN 61000-6-3 Funkstörungen im Wohnbereich, (EN 50082-2),
EN 61000-6-2 Störfestigkeit im Industriebereich, (EN 50082-1).
Die EN61000-6-2 beinhaltet eigentlich nur eine Zusammenstellung von Normen
der EN61000-4-x Reihe, deswegen ist die 6-2 auch nur wenige Seiten stark.
EMV-Richtlinie (EMC) 2004/108/EG
EMV-Normen
Die Niederspannungsrichtlinie fordert, daß zu jedem Produkt eine technische
Dokumentation angelegt werden muss und legt in Anhang III die Art der darin
enthaltenen Informationen und Dokumente fest. Sie dient dem Nachweis, dass
die Sicherheit eines Produktes richtig beurteilt wurde. Sie muss für 10 Jahre
nach der Herstellung des letzten Produkts unverändert aufbewahrt werden.
Netzteilbau:
Für bestimmte Ausgangsspannungen tun es Festspannungsregler-ICs sehr gut, der
bekannteste ist Fairchild's uA7805, auch als UA7805 von Texas Instruments,
LM7805 von National Semiconductors, L7805 von ST Microelectronics und unter
ähnlichen Namen von anderen Herstellern zu bekommen, und als 7812 und 7815
u.s.w. für andere Spannungen zu bekommen, vereinfacht schreiben wir 78xx.
MC78LCxx für 80mA, 78Lxx für 0.1A, MC78FCxx für 120mA, TA78DLxx für 0.25A
low drop, AN78Nxx für 0.3A, 78Mxx für 0.5A, 78xx für 1A, 78Sxx für 2A
(KA278RxxC abschaltbar), 78Txx für 3A, 78Hxx für 5A, CS5207 für 7A, CS5208
für 8A, 78Pxx für 10A an einem Graetz-Brückengleichrichter.
Wenn man aus einem Trafo mit 2 Wicklungen umschaltbar die einfache oder
doppelte Spannung erhalten möchte, geht diese Schaltung, die zwischen
Grätz-Brücke und Mittelpunktgleichrichtung umschaltet:
Wenn man eine positive und eine negative Versorgungsspannung braucht, reicht
ein Trafo. Wenn er 2 Wicklungen hat geht:
Die Schaltung taugt auch, wenn man doppelte und halbe Spannung aus einem Trafo
mit 2 Wickungen braucht:
http://www.mikrocontroller.net/topic/272842#2861322
Wenn der Trafo nur eine Wicklung hat (aber genug, um nicht zu sagen zu viel
VA Leistung), geht
> 48V Phantomspeisung aus 2 * 18V Trafo
Einfache Netzteile berechnen lassen:
Der Trafo muss auch bei 10% Netzunterspannung (0.9) nach Gleichrichtung (1.414)
eine Spannung liefern, die die gewünschte maximale Ausgangsspannung um die
Verluste des Spannungsreglers (2.5V drop out), der Gleichrichterdioden (2*1V)
und dem Elko (0.8 = 80% gehalten = 20% Ripple) übersteigt.
also für ein 5V/1A Netzteil mit 7805 als Regler: 9V Trafo. Trafos dürfen im
Kurzzeitbetrieb stärker belastet werden:
Der Elko soll bei Maximalstrom die Spannung nach dem Gleichrichter auf < 20%
glätten, bei 9V Trafospannung und 1 Ampere Maximallast also 4700uF. Für 10%
Ripple wären schon satte 10000uF notwendig (<10% Ripple ist eher unüblich,
der kleinere Stromflusswinkel führt dann zu verstärkten Verlusten im Trafo, für
die er nicht berechnet ist). Bei 50Hz nach Vollwellengleichrichtung, also 100Hz
Ripple oder 0.01s, ist die Formel ganz einfach:
Wenn das Netzteil sich nicht durch den Ausfall von ein paar Halbwellen des
230V~ Netzes stören lassen soll, wie es beim Anlaufen von schweren Maschinen
der Fall sein kann, muss der Elko grösser gewählt werden. Bei 1 Halbwelle
also doppelt so gross, bei 3 Halbwellen 4 mal so gross. Zu Hause testet man
das, in dem der Staubsauger in derselben Steckdose eingeschaltet wird, und
ein RESET-Controller den Spannungsregler-Ausgang unter Volllast prüft. Es
gibt auch ein Limit für die Siebelkogrösse, meist durch den Gleichrichter und
dessen Spitzenstrom vorgegeben, z.B, im Diotec Datenblatt des B..C3700/2200:
Der Elko muss dabei die gleichgerichtete (+41% = *1.414) Leerlaufspannung
(ca. +15% = *1.15) des Netztrafos bei 10% Überspannung (*1.1) im Netz aushalten,
also in unserem Fall:
Kleine Trafos produzieren oft hohe Leerlaufspannungen, also im Notfall messen:
Trafo+Gleichrichter+spannungsfesten Elko fast beliebiger Kapazität dran, keine
Last und dann messen und zur Sicherheit *1.1 (=10% Netzüberspannung) nehmen.
Aber bereits eine geringe Last (LED als Kontrollleuchte) bringt die Spannung
meist in akzeptable Regionen, weil sich ganz schnell der Diodenspannungsabfall
einstellt. Und Trafos mit grossem Leerlaufspannung/Nennspannung Quotienten
haben einen hohen Innenwiderstand und belasten somit die Gleichrichterdioden
viel weniger, weil der Stromflusswinkel viel grösser ist als bei Trafos mit
niedrigem Innenwiderstand. Beispielwerte für Leerlaufspannungsüberhöhung
handelsüblicher Trafos:
Wenn man ein Netzteil Surge und Burst Tests unterwirft, kann die
Wicklungskapazität des Trafos hohe Spannungen auf Sekundärseite übertragen,
die die Sperrspannung der Dioden des Brückengleichrichters überschreiten können.
10 bis 100 nF parallel zu jeder Diode koppeln diese auf den Ladeelko, so dass
die Dioden überleben. Die Kondensatoren bekämpfen auch die Störungen, die
entstehen, weil die Diode nicht sofort sperrt, wenn die Trafospannung die
Elkospannung unterschreitet, sondern erst Strom in Gegenrichtung fliessen
lassen, der dann abrupt gestoppt wird, was Nadelimpulse erzeugt, die über den
Siebelko hinweg die Schaltung stören können. Zudem verhindern sie die
Gleichrichtung hochfrequenter Einstreuungen.
Der Chip des Spannungsreglers darf bei der anfallenden Verlustleistung von
Maximalstrom*(1.57*Trafospannung-2-minimaleAusgangsspannung) Watt (hier
7.13 Watt) nicht über 150 Grad heiss werden (Tj im Datenblatt), also braucht er
einen Kühlkörper dessen Wärmewiderstand bei 40 Grad Umgebungstemperatur
zusammen mit dem Wärmewiderstand des Gehäuses (TO220: 5 K/W) nicht über
(150-40) / 7.13 - 5 liegt, also hier 10 Kelvin/Watt. Da Kühlkörper selten so
optimal eingebaut sind, das ihre Werbe-Datenblattwerte erreicht werden, nimm
ruhig einen dickeren Kühlkörper von 5 K/W. Immerhin enthalten die 78xx eine
Übertemperaturschutzschaltung. Fehlt diese, muss man mal einen Dauerlauftest
unter den ungünstigsten Bedingungen machen und bei Überhitzungsgefahr
eine Temperatursicherung dranschrauben. Ist ein geschlossenes Gehäuse drumrum
ist die Umgebungstemperatur der Bauelemente in diesem Gehäuse natürlich höher
als draussen. Wenn der Wärmewiderstand des Gehäusematerials vernachlässigbar
ist und nur der Wärmeübergang der Oberflächen zählt, kann man von 3W/(m˛K)
ausgehen, ein 10x10x10cm3 Gehäuse wird bei 10 Watt innen also um 60K wärmer.
Für quadratisches 2mm starkes Alublech bei senkrechter Montage, freier
Luftzirkulation und mittiger Montage der Wärmequelle gilt in etwa:
Der Trafo muss die LEISTUNG liefern können, den die Schaltung maximal
benötigt, hier 5 Watt Ausgangsleistung + 7.13 Watt für den Regler + 1.4 Watt
für den Gleichrichter ergeben ~14 Watt. Also 14VA, das sind bei 9V ca. 1.6A.
Diesen meist so 1.4 bis 1.8 mal höheren Strom am Trafo vergessen die meisten.
Da der Strom im Trafo in Pulsen fliesst (90% der Zeit gar nicht, 10% der Zeit
läd der 10fache Nominalstrom den Elko auf) und die Verlustleistung durch den
Widerstand des Kupferdrahtes quadratisch vom Strom abhängt, also (10% von
10*10) = 10 mal höher ist als bei Gleichstrom (den's beim Trafo nicht gibt,
aber RMS), ist der benötigte Trafo sogar noch grösser.
Folgende Korrekturfaktoren nennen Trafohersteller, um vom Strom, den man dem
Ladeelko entnehmen will, auf den Strom zu kommen, den der Trafo nach Aufdruck
(also als RMS-Wert) liefern können muss:
Trafos gibt es mit maximaler Innentemperatur von 130, 155 oder 180 GradC, die
halten bei der Temperatur dann im Mittel 10 Jahre. 10 GradC weniger verdoppelt
die Lebensdauer, es lohnt sich also, sie nicht voll auszulasten. Grössere Trafos
übertragen bei 50Hz so 70W/kg, kleinere deutlich weniger. Kleinere Trafos haben
auch einen deutlich schlechteren Wirkungsgrad, unter 10VA problemlos unter 50%,
während grosse Trafos über 1000VA oft über 99% kommen.
Besser ist immer eine im Trafo eingewicklete Temperatursicherung, aber wenn
der Trafo keine besitzt, wie bei vielen aus dem Versandhandel, dann muss man
wohl oder übel eine Feinsicherung anbringen. Die primäre Sicherung probiert
man am besten aus: Netzteil anschliessen, voll belasten und Primärstrom
messen. Eine träge Sicherung mit 1.25 bis 2 fachem Strom nehmen. Sie darf
beim Einschalten des voll belasteten Netzteils noch nicht durchbrennen.
Wenn man aber den Elko auf Sekundärseite kurzschliesst, und dann das Gerät
einschaltet, sollte sofort die Sicherung durchbrennen. Hat der Trafo mehrere
Sekundärwicklungen, muss die primäre Sicherung ja bei Kurzschluss jeder
einzelnen durchbrennen. Tut sie dies nicht, sind auch Sicherungen sekundär
angezeigt. Bei kleinen Trafos (unter 10VA) ist der Draht der primären
Wicklung so dünn, daß er selbst als Sicherung im Falles eines wegen
Überhitzung schmelzenden Trafos fungiert, eine extra Sicherung ist nicht
notwendig.
Von: Bernd Wiebus 14.7.2008
Achtung: (5x20 und 6.3x32 mm Fein-)sicherungen werden nach europäischem
Standard mit der Stromstärke bedruckt, die die Sicherung noch sicher führen
kann, nach amerikanischem Standard mit der Stromstärke, bei der sie sicher
auslöst, Umrechnungsfaktor ca. 1.4 laut einem Fachartikel von Wickmann
(nicht mehr verfügbar seit dem Wickmann von Littlefuse aufgekauft wurde).
Wenn man die Bauteile (Trafo, Kühlkörper) unterdimensioniert, sollte man
Temperatursicherungen (meist 105 Grad) einbauen. Ein Netzteil ist
unterdimensioniert, wenn es keinen Dauerkurzschluss aushält, also zählt
nicht der Nennausgangsstrom (hier 1A), sondern die Strombegrenzung des
Spannungsreglers (hier 1.5A). Man kann auch einen PTC (z.B. Polyfuse)
verwenden, um eine unkaputtbare Strombegrenzung zu erreichen.
Also kauft Steckernetzteile, so lange die möglich sind, bei FRIWO, die
28% aller weltweiten Handyladenetzteile produzieren, z.B. kosten die im
Schnitt 1.13 EUR und bringen 3 ct Gewinn lt. Geschäftsbericht.
Ab 75W gilt EN61000-3-2, und deren Grenzwerte für Oberschwingungsströme
lassen sich mit einem einfachen Netztrafo nur schwer erfüllen, so bald ihm
eine klassische Gleichrichterschaltung folgt.
Ein Labornetzteil sollte als Spannungsquelle und als Stromquelle einsetzbar
sein und demnach neben der Spannungseinstellung eine regelbare Strombegrenzung
haben, die die Spannung nicht weiter erhöht, wenn schon bei niedrigerer
Spannung so viel Strom fliesst wie eingestellt. In Einzelfällen kann an Stelle
der Strombegrenzung auch eine abschaltende Sicherung zum Schutz des
angeschlossenen Geräts sinnvoll sein, die sollte aber eine umschaltbare
Trägheit haben.
Ansonsten wird jeder seine eigenen Anforderungen an so ein Netzteil haben.
Spannungsbereich (der eine will 0-30V, der andere 10-300V), Strom (je mehr je
besser aber auch teuer), Genauigkeit (normalerweise nicht besonders hoch, aber
es gibt Ausnahmen), Ausregelgeschwindigkeit (es gibt furchtbar langsame
Netzteile), beständig gegen induktive (Überspannung durch Zündfunke beim
Abschalten einer Spule, abgefangen durch rückwärtsleitende Diode über dem
Regeltransistor) und hochfrequente (Drossel am Ausgang soll verhindern
das Hf hoher Leistung ins Gerät zurückfliesst) Lasten, digital einstellbar per
RS232/IEEE488, eventuell mit Zurückübermittlung der aktuellen Messwerte.
Auch interessant ist der Fall, in dem an den Ausgang eines auf 30V und 350mA
eingestellten Labornetzteils eine 1W LED angeschlossen wird. Wenn dabei das
Netzteil am Ausgang einen dicken Elko hat, der eine zu langsame Regelschaltung
kaschieren soll, brennt die LED trotz der eingestellten Strombegrenzung durch,
weil sich erst mal der Elko mit weit mehr als den eingestellten 350mA entlädt.
Also auf einen möglichst kleinen Elko direkt am Ausgang des Netzgeräts achten.
Beim Preisvergleich (boh sind fertige Labornetzteile teuer, ähm die Bauteile
alleine kosten auch so viel, es sei denn man schlachtet einen dicken
HiFi-Verstärker, von dem meist Gehäuse, Trafo, Gleichrichter, Elkos,
Leistungstransistoren, Potis, Knöpfe, Kühlkörper und OpAmps zu verwenden
sind, insbesondere für ein Netzteil mit positivem und negativem Ausgang,
aber Achtung: Aus einen 4*120-Watt Verstaerker wird kein 2*30V/8A Netzteil,
Verstärker-Angaben sind durch RMS-Angaben nach oben geschönt, nachrechnen)
sollte man die verbilligenden Tricks der Hersteller kennen: Ich habe hier
z.B. die Wuchtbrumme PS2403D von Conrad. Aus der Referenz LM336 regelt
Strom und Spannung ein RC1458 über LEDs verodert per TIP31C einen 2N3773
auf SK02/100mm Kühlkörper. Das geht nur, weil der 2*160VA Trafo per Relais
in 3 Stufen umgeschaltet wird, ansonsten könnte weder der Kühlkörper noch
der Transistor die Leistung aushalten. Dafür merkt man schon beim Drehen am
Spannungsknopf, wie das Gerät beim Umschalten aus der Regelung fällt. Und
wenn ein 12V Akku dranhängt, leuchtet eine LED auch, wenn der Netzstecker
draussen ist. Schliesst man eine Dauerlast bei ungünstiger Spannung an, so
das am 2N3773 eine hohe Verlustleistung abfällt, reicht trotz
Trafoumschaltung der Kühlkörper nicht und es nützt nichts das auf ihm ein
Thermoschalter als Übertemperaturschutz geschraubt ist: Der Transistor
legiert wegen Überhitzung zuerst durch, und nimmt den OpAmp gleich mit,
wenn man dann den Spannungsreglerknopf auf 0V stellt. So was kann man
natürlich billiger bauen, als ein Gerät, das bei geringer Ausgangsspannung
die volle Trafospannung am Ladeelko hält, um in Mikrosekunden nach
Belastungsende auf volle Ausgangsspannung kommen zu können (was man aber
auch nur selten braucht). Aber teure Netzteile sind nicht unbedingt besser,
das Hameg HM7042-5 macht z.B. Überspannungsspitzen beim Ein- und Ausschalten.
Die moderne Konstruktionsweise von diskreten linearen Labornetzteilen regelt
vor der Last. Es profitiert von einem Hilfstrafo der nach Gleichrichtung und
Siebung eine potentialfreie Hilfsspannung für den Regelteil liefert, die zur
besseren Brummunterdrückung mit einem Festspannungsregler VReg geregelt
werden kann, aber nicht muss.
Über R1 wird eine Referenz Ref versorgt, wenn man nicht gleich die
Hilfsspannung aus VReg als genau genug annimmt. Die Hilfsspannung fliesst
über R2 in die Basis der NPN Ausgangsleistungstransistoren T1 und T2 und
steuert diese durch. R2 muss also klein genug sein, damit multipliziert mit
der Stromverstärkung der Transistoren der maximale Ausgangsstrom erreicht
werden kann. Damit R2 nicht zu klein und die Stromlieferfähigkeit der
Hilfsspannung zu gross werden muß, bietet es sich an, für die
Ausgangsleistungstransistoren eine Darlingtonschaltung einzusetzen.
Übersteigt der maximale Strom und Spannung des Netzteils den sicheren
Arbeitsbereich SOA und die Kühlfähigkeit eines Transistors, sind mehrere
parallel zu schalten, was hier mit T1 und T2 angedeutet wurde, aber natürlich
an die Bedürfnisse angepasst werden kann.
Die halbwegs gleichmässige Verteilung des Stroms durch die Transistoren
bewirken die Rs. Ein Spannungsabfall in Höhe der Referenzspannung von 1.2V
ist ausreichend für bipolare (Darlington-)Transistoren und hält die
Verlustleistung in den Rs in verträglichem Rahmen um 5 Watt, da mehr als 2A
pro Transistor kaum realistisch sein werden. Bei MOSFETs muß man eher 5V
ansetzen, es sei denn man verwendet laterale MOSFETs oder LogicLevel Typen,
wo es auch 2.5V tun sollten. OpAmp V regelt die mit UPoti eingestellte
Spannung, dabei erreicht man ene Ausgangsspannung in Höhe der
Referenzspannung genau dann, wenn das UPoti den Widerstandswert von R3
bekommt. R4 ist zum Schutz des OpAmp-Eingangs wenn die Regelung nicht so
hinhaut, und dient zusammen mit C1 als Kompensationsmöglichkeit der Regelung.
OpAmp A begrenzt den Strom der als über die R zum Mittelwert summierter
Spannungsabfall über den Rs gemessen werde. C3 dient der Kompensation der
Regelschleife. Die Dioden D1 und D2 zur ODER-Verknüpfung kann man sich
sparen, (wenn der V-OpAmp ODER der A-OpAmp den über R2 fliessenden Basisstrom
von den Ausgangstransistoren nach Masse der Hilfsspannung ableitet, regelt
das Netzteil runter) wenn man OpAmps mit Open Collektor Ausgang verwendet wie
den TAE2453. Die gesparten 0.7V an den Dioden erlauben es in dem Fall, daß am
Ausgang keine Darlingtons notwendig sind, dennoch mit single supply für die
OpAmps auszukommen.
Der Ausgangskondensator C wird ermittelt, in dem das Netzteil mit wiederholt
schlagartig wechselnder Belastung geprüft wird und C auf minimalen
Spannungseinbruch und maximale Nachregelgeschwindigkeit eingepasst wird. Im
Spannungsbegrenzungsbetrieb in dem der V-OpAmp aktiv ist, wird C1 auf
optimale Regeleigenschaften ohne Neigung zum Schwingverhalten bei reelen und
komplexen Lasten ausgelegt, C2 wird angepasst im Strombegrenzungsbetrieb bei
dem der A-OpAmp aktiv ist.
Da die Regelung über eine Hilfsspannung versorgt wird und nichts mit der
Leistungsspannnung zu tun hat (und falls im Fehlerfall doch, sind die
Ströme durch R3, R4 und die R begrenzt, ich empfehle daher ab 10k für diese
Widerstandswerte), kann das Netzteil recht weit dimensioniert werden, bis zu
hunderten von Volt. Die Spannung des Leistungstrafos und Strombelastbarkeit
des Netzteils wird nur durch die Ausgangsleistungstransistoren begrenzt.
Der Strom durch R2 muß von jedem OpAmp einzeln nach Masse abgeleitet werden
können. Man will einerseits einen möglichst hohen Basisstrom für die
Ausgangstransistoren da dann nicht 3 hintereinandergeschaltet werden müssen
sondern ein Darlington oder bei Kleinleistungsnetzteilen gar ein einzelner
Transistor ausreicht, weil die schneller sind. Allerdings wird der
Ansteuerstrom mitgemessen. Das heisst, daß normale OpAmps mit nur 20mA
Ausgangsstrom ein eher niedriges Limit setzen. Auch das spricht für solche
OpAmps wie den TAE2453.
.
Glücklicherweise ist so eine negative Hilfsspannung leicht erzeugbar in dem an
Position >Z eine Z-Diode eingebaut wird, z.B. 4V7 (der eventuell ein kleiner
Elko parallel geschaltet wird um ihre dynamische Impedanz zu verringern).
Dann liegt bei -VCC eine Spannung von -4.7V an, Masse vom Spannungsregler ist
Masse und +VCC liefert die positive Versorgungsspannung für die OpAmps.
Verwendet man keine single supply OpAmps ist so eine negative Hilfsspannung
sowieso notwendig. Benötigt man eine bessere Stabilität, kann man natürlich
ein split power supply mit 2 Spannungsreglern für die Hilfsspannung aufbauen,
fängt sich damit aber eventuell Probleme ein wenn die negative Spannung vor
der positiven zusammenbricht, weil der Regler dann nicht mehr den Strom aus
den Leistungstransistoren abziehen kann, und die Ausgangsspannung hochläuft.
Wenn das UPoti eine Unterbrechung bekommt, regelt das Netzteil die Spannung
hoch.
An Punkt x sind Hilfsspannung und Leistungsstromkreis verbunden. Der in die
Basis der Leistungstransistoren fliessende Strom fliesst hier wieder in den
Hilfsspannungstrafo zurück und nicht in die Last, wurde aber an den Rs
mitgemessen.
Da selbst gesperrte Ausgangstransistoren noch immer etwas Strom durchlassen
ist es notwendig, den Ausgang zu Belasten. Entweder durch Widerstände
von Basis zu Emitter und einer Ansteuerspannung unter 0, oder durch einen
Widerstand vom positiven Ausgang zum negativen Ausgang oder durch einen
Widerstand von den Emittern vor dem Rs damit der Strom nicht mitgemessen
wird zur negativen Hilfsspannung.
Legt man von aussen eine Ausgangsspannung an das Netzteil die höher ist als
die eingestellte Spannung, werden die Transistoren verpolt belastet. Oftmals
ist eine Diode in Rückwärtsrichtung in den Transistoren eingebaut oder von
aussen dazugeschaltet, damit zumindest der BE-Durchbruch bei 7V verhindert
wird. Allerdings lädt dann die Ausgangsspannung die Siebelkos im Netzteil und
versorgt es selbst dann, wenn dessen Netzschalter ausgeschaltet wird, mit dem
Risiko die maximale Spannung der Bauteile zu übrschreiten. Daher kann es
sinnvoll sein, hinter die Ausgangstransistoren noch Dioden in Flussrichtung
mit einer ausreichendes Sperrspannug einzufügen.
Schaltet man mehrere Netzteile in Reihe, kann es passieren, daß ein Netzteil
dem anderen eine verpolte Ausgangsspannung verpasst. Dazu sollte eine
Leistungsdiode in Sperrichtung an den Ausgang, damit nicht mehr als ca. 1V
verpolt entstehen kann. Gegen einen Akku hilft das nicht, weil der keine
Strombegrenzung hat. Eine Schmelzsicherung im Ausgangskreis mit einem
Schmelzintegral welches kleiner ist als das der Diode kann das verhindern,
die Verbindung zum Upoti muss aber näher an der Ausgangsklemme sitzen damit
der Spannungsabfall an der Sicherung bei hohem Strom nicht mitgemessen wird
(Nennstrom 3A, Absicherung 3.15A flink, Diode BY550 für 5A).
Labornetzteil 24V/2A mit uA723 aus einem 24V/72VA Trafo
uA723 mit per 470 Ohm Poti einstellbarer Strombegrenzung ohne den beim uA723
üblichen Foldback und mit Sziklai-Darlington, damit der Spannungsverlust ab der
Trafospannung nicht so gross wird, mit ab 0 einstellbarer Ausgangsspannung per
5k Poti. Ziel war, keine zusätzlichen OpAmps verwenden zu müssen, denn sonst
hätte man den uA723 auch gleich ersetzen können. Da der uA723 maximal 660mW
verträgt, sind bei 40V nur 15mA durch den inneren Transistor erlaubt (das
passt auch zu den 25mA der Z-Diode an Pin 9) und der BD138 verträgt laut SOA
auch nur 150mA bei 40V was mit 6 W aber schon einen Kühlkörper verlangt. Der
2N3055 verträgt 2A bei 40V und die 80 Watt sind Dank der 200 GradC maximal
erlaubten Temperatur des TO3 Gehäuses mit einem 0.4K/W Kühlkörper abführbar,
also einem üblichen CPU-Kühlkörper mit Lüfter, die Bauteile sind also gerade
ausreichend um aus einem 24V~/72VA Trafo ein 24V 2A Netzteil zu bauen. Braucht
man weniger Spannung, reicht ein 18V~ Trafo für 3A mit dem 2N3055.
Die Parallelschaltung von 2 oder mehr Transistoren erleichtert die Kühlung
und ist notwendig bei Plastiktransistoren wie BD249, erfordert aber
Stromverteilungswiderstände an den Emittern. Die Ansteuerung muss nicht
verändert oder neu berechnet werden, denn der Strom bleibt gleich, er teilt
sich nur auf mehrere Transistoren auf.
Leider gibt es keine LED, die den Eintritt des Strombegrenzungsmodus anzeigt,
und bevor nun jemand auf die Idee kommt, diese per extra OpAmp nachzurüsten:
Dann kann man gleich die richtige Labornetzteilschaltung mit präziser
Stromregelung von oben nehmen.
aber am Diagramm "Maximal entnehmbarer Strom in Abhängigkeit von der
eingestellten Ausgangsspannung" sieht man, daß die Schaltung dennoch
untauglich ist weil der Kühlkörper viel zu klein ist, die Spannung 30V~ AC
übertrieben ist (der uA723 hält nur 40V aus, 30V~ ergeben gleichgerichtet
aber 42V, bei 10% Netzüberspannung und 112% Spannung im Leerlauf noch
deutlich mehr, ein 24V~ Trafo wäre passender oder ein L146 statt dem uA723).
Die OpAmps OPA548 und OPA549 zeigen in ihren Datenblättern Labornetzteile
bis 25V/5A manuell oder digital einstellbar, die besonders einfach aufzubauen
sind, man muß nur die maximal per Kühlkörper erreichbare Verlustleitung von
50 bzw. 90 Watt beachten, immerhin schützen sich die Bauteile vor Überhitzung.
Bei regelbaren Labornetzteilen kann man die Spannung am Elko vorregeln.
Allerdings verringert sich die Nachregelgeschwindigkeit dadurch drastisch.
Siehe AN32 von http://www.linear.com/ . Der MOSFET in folgender Schaltung von
Winfield Hill aus s.e.d. arbeitet als Schalter der nur am Anfang jeder
Halbwelle den Ladekondensator C2 niederohmig an den Trafo koppelt.
Diese Schaltung hat den Vorteil, eine maximale Verlustleistung für den
MOSFET (relativ ungenau) zu regeln, und bei niedriger Spannung mit 0.5
Ohm zu belasten:
> Wie schliesse ich digitale Einbauinstrumente (wie das DVM210 126594
Die Panelmeter benötigen, ausser den teuren DPM951/952/961/962 197564 von
http://www.conrad.de/ (die durch den verwendeten MAX138 letztlich nichts
anderes enthalten als das unten mit ICL7660 zusammengebaute), eine
potenzialgetrennte Versorgungsspannung von 9-12V, die man im Netzteil
normalerweise nicht hat, es sei denn man klaut aus einer alten
Ethernetkarte den 5V->9V Wandler oder baut die Schaltung aus dem Februar
1997 Magazin ltm9702.pdf von http://www.linear.com/ nach oder portiert die
Messspannung mit einem LTC1043. Es funktioniert NICHT, aus dem Ladeelko mit
einem 78L09 eine Betriebsspannung herzustellen, und dann eine Spannung ab 0V
oder gar darunter zu messen. Es ergeben sich zwar Messwerte, aber die stimmen
überhaupt nicht und schwanken stark mit der Versorgungsspannnung.
Man kann einen extra 6.3V-Trafo per Einweggleichrichtung ungeregelt, oder
einen 12V/0.33VA Trafo mit Brückengleichrichter, Elko und 78L09
Spannungsregler spendieren. Wenn man die in den meisten Modulen intern
verbundenen Anschlüsse COM und INLO (Pin 30 und 32 des ICL7106) trennen kann
(das geht beim DVM210 von Conrad NICHT) oder mit dem ICL7106 ein Messgerät
selbst gebaut hat, geht es, mit einem 78L05 erst 5V herzustellen, und dann
aus den 5V mit einem ICL7660 -5V zu erzeugen und dann das Messgerät zwischen
5V und -5V anzuschliessen. Dann kann es Spannungen um 0V messen, also mit
Spannungsteiler R1/R2 oder Stromshunt R auf Masse bezogene 200mV.
Bei Schaltungen für tragbare Messgeräte sollte man die Batterieanschlüsse
als +Ub und -Ub eventuell benötigter OpAmps hernehmen und COM liefert dann
problemlos die virtuelle Masse ca. 2.8V unter +Ub. Bei Widerstandsmessung,
einfachen NTC Sensoren oder Brücken (KMZ10 Magnetfeldsensor) kann man
beim ICL7xx6 sogar ratiometrisch ohne irgendwelche Verstärker und
Referenzspannungsquellen messen. Ein passender AC/DC-Wandler zur
Wechselspannungsmessung ist in Datenblatt des ICL7611 beschrieben.
Strommessung mit Differenzverstärkern
Besser ist es, man spiegelt den Strom nach Masse, wie es der ZXCT1009 tut:
Wer einen Wechselspannungs-Netztrafo hat, kann immer irgendwie zur normalen
positiven Versorgungsspannung noch eine negative Versorgungsspannung
hinzuzaubern (siehe F.9. Netzteile), aber ungewöhnlich oft wird danach
gefragt, wie man aus einer 'einfachen' Gleichspannungsquelle (sei es eine 9V
Batterie oder ein 12V= Steckernetzteil) eine symmetrische Spannungsversorgung
macht, wie sie von OpAmp Schaltungen benötigt wird (obwohl man dann eigentlich
zwei 9V Batterien oder ein Wechselstromnetzteil nehmen sollte). Aber es gibt
dennoch Möglichkeiten:
Wenn die Spannung doppelt so hoch ist wie benötigt und 'halbiert' werden kann,
nimm einen Spannungsteiler und schalte einen OpAmp als Puffer (Spannungsfolger,
Buffer) dahinter (siehe TLE2425/TLE2426 von TI). Der LM675 ist nicht unity gain
stabil aber sein Datenblatt von http://www.national.com/ zeigt wie man solche
dennoch einsetzen kann. (Der OPA569 wäre unity gain stabil bis 2A bei 5V)
Der OpAmp muss i.A. nur wenig Strom liefern können, weil meist sowieso nur
ein paar Widerstände an der virtuellen Masse hängen (in Gedanken einfach alle
Ausgänge voll auf + und Strom berechnen), und selbst wenn ein anderer OpAmp
vollen Strom nach Masse ableitet, hat er meist eine Strombegrenzung von 20mA.
In ungewöhnlich kritischen Fällen schalte über einen Vorwiderstand noch 2
Elkos zur Entkopplung dahinter, oder verwende Figure 5 aus dem LMV321
Datenblatt.
Wenn zur positiven Spannung eine gleich grosse negative Spannung hinzukommen
soll, die nur wenig belastet wird, nimm einen der üblichen Ladungspumpen
Spannungsverdoppler ICL7660/LTC1044/MAX1044 (5V/10mA), LT1026/MAX680,
LTC1044A (12V/10mA) ICL7662 (15V/10mA), MAX619/LTC1046 (5V/50mA) LTC1144
(15V/50mA) LTC/MAX660 (5V/100mA) MAX665 (8V/100mA) MAX889 (5V/200mA)
(Intersil/Linear/Maxim). Schaltplan jeweils im Datenblatt. Effizienz einer
Ladungspumpe:
Reicht der Strom nicht aus, bleibt nur ein Schaltregler wie MC34063. Siehe
AN-1118 von http://www.national.com/ wie ein LM2595 5V zu +/-12V macht, oder
nimm gleich den MAX743 oder TPS65130, TPS65131.
Aber Vorsicht: Die höherfrequenten Störungen auf der Versorgungsspannung, die
Ladungspumpen oder Schaltregler liefern, werden von OpAmps VIEL schlechter
unterdrückt, als 50Hz oder 100Hz Störungen, für die der PSRR Wert angegeben
wird. Also immer gut filtern, das geht bei höherer Frequenz ja auch leichter
(also bleibt der Bauteileplatzbedarf etwa gleich gross). Natürlich geht auch
ein (meist ungeregelter) Spannungswandler mit potentialfreiem Ausgang, dessen
positiven Anschluss man mit Masse der Schaltung verbindet, aber solche Module
sind meist zu teuer.
> Wie kann ich ohne Trafo aus 230V~ z.B. 24V mit ein paar mA erzeugen ?
Wenn man ohne Potenzialtrennung auskommt, gibt es mehrere Möglichkeiten:
Mit Kondensatoren in Form eines kapazitiven Netzteils wie in TB008/AN954 von
http://www.microchip.com/ gezeigt oder mit ICs http://www.intersil.com/
(HIP5600), http://www.st.com/ (VB408 für 5V)
ABER: Die ICs sind teurer und nicht ausreichend robust gegen die Widrigkeiten
eines realen Stromnetzes und alle Varianten reagieren sauer auf hochfrequente
Signale im Netz (Surge-Test, Rundsteuersignale, Powerlinemodems) und sollten
daher eigentlich eine Drossel vorgeschaltet bekommen, die ab 60Hz zu dämpfen
anfängt und leider ebenso gross wie ein Trafo wäre. Ich hab hier ein Gerät
von Sigma, welches trotz 15V 0.6W Z-Diode reproduzierbar seinen 78L05 und
dann die nachfolgende Schaltung himmelt, wenn der Stecker kurz nacheinander
eingesteckt wird, weil das Kondensatornetzteil mit 1.5uF ausgerüstet werden
musste, da die Schaltung viel Strom brauchte. Nimm also doch besser einen
kleinen Trafo, der ist nicht nur wesentlich billiger, sondern auch sicherer
und unterdrückt noch kostenlos Netzstörungen, oder ein Schaltnetzteil.
Wer trotzdem ein Kondensatornetzteil bauen will, sollte mal berechnen, was
mit dem passiert, wenn auf dem Netz ein Rundsteuerssignal liegt:
In http://www.microchip.com/ DD1002 findet man noch eine lustige Variante mit
LEDs + Photozellen.
> grössere Leistungen ?
> Und die Gegenrichtung ?
http://www.atmel.com/ AppNote AVR182 "Zero Cross Detector"
http://www.microchip.com/ AN521 "Interfacing to AC Power Lines"
Wenig Bauteilaufwand und wenig Verlust am Vorwiderstand (0.325W) benötigt
diese Schaltung, deren Ausgang aber nicht gleich nach dem Nulldurchgang
einschaltet, sondern später. Man muss programmtechnisch die Mitte des (HI/LO)
Impulses rausfinden um den Zeitpunkt des (Spannungsmaximum/Nulldurchgang) zu
erfahren mit dem Wechselspannungs-Optokoppler PC/KB/LTV 814/824/844.
Ebenfalls möglich und seit dem sie bei Reichelt halbwegs preiswert sind
lässt sich vielleicht mit dem zweiten Kanal etwas anfangen.
Von: MaWin 29.8.2001, Ralf Kusmierz 22.9.2004
Grosse Trafos (so ab 500 VA) und Motoren brauchen eine Begrenzung des Stromes
beim Einschalten, sonst leidet der Netzschalter und es donnert ggf. die
Haushaltssicherung raus.
Zum Einen braucht das Gerät im Einschaltmoment mehr Strom, weil erst die
Siebelkos im Netzteil aufgeladen werden müssen. Zum Anderen fliesst im Trafo
durch dessen parasitäre Induktivität um 90 Grad der Spannung nacheilender
Wechselstrom. Dieser Strom wäre, wenn der Trafo nicht im Spannungsmaximum
eingeschaltet wurde, im Einschaltmoment nicht 0 gewesen. Er muss jedoch beim
Einschalten bei 0 beginnen. Der Wechselstrom ist daher mit einer abklingenden
Gleichstromkomponente überlagert. Das erste Strommaximum kann durchaus beim
Doppelten des üblichen Werts liegen. Es dauert nun etwas, bis diese
Gleichstromkomponente verschwindet. Zeitkonstante L/R, mit L von mehreren
Henry bei grossen Trafos und R Wicklungsdrahtwiderstand und Impedanz des
Stromnetzes, also einige Ohm.
Eine Möglichkeit zur Reduzierung des Einschaltstromes ist ein Vorwiderstand
der in Reihe zur Primärwicklung liegt. Statron verwendete einfach einen
Drehschalter als Einschalter dessen Mittelstellung "Vormagnetisierung" über
einen hochohmigen Widerstand führt der nur die Restremanenz aus dem Kern
holt, automatisiert kann man ihn von einem (230V) Wechselstromrelais
überbrücken lassen, das einfach parallel zur Primärwicklung angeschlossen
wird. Etwas unzuverlässiger ist ein Gleichstromrelais am Siebelko.
Allerdings wird man den Widerstand von der Wattzahl und Grösse her so auslegen
müssen, das er nicht länger als eine Sekunde den Strom durchhält, und bekommt
daher ein Problem, wenn das Relais mal ausfällt. Ein Widerstand mit
Rücklötauslöser (ein am Widerstand festgelöteter federnder Draht, der abgeht,
wenn der Widerstand so heiss wird, das das Lötzinn schmilzt, weil er nicht
schnell genug vom Relais überbrückt wird, http://www.krah-rwi.de/d_fth.pdf)
oder ähnlicher Überlastungssicherungseinrichtung ist erforderlich.
Statt dem Widerstand kann man einen NTC ('Anlaufheissleiter', current inrush
limiter, http://www.thinking.com.tw/, http://www.epcos.com/) nehmen. Den legt
man auf den maximalen Dauerstrom des Gerätes aus.
Murata http://www.murata.com/thermis/index.html sagt, welcher NTC bei 240V~
zu welchem primären Siebelko passt: Bis 69uF: 16R/9mm, bis 99uF: 8R/9mm, bis
122uF: 4R/9mm, bis 139uF: 11mm, bis 243uF: 12mm, bis 469uF: 16mm, bis 868uF:
20mm, bis 1493uF: 23mm. So spart man sich das Relais, allerdings ist der NTC
noch heiss, wenn man das Gerät nur kurz ausschaltet. Vielleicht ist so lange
aber auch der Elko noch voll, vor allem wenn der Netzschalter kurz vorher
auch sekundär den Verbraucher trennt.
Und dann kann man elektronisch verzögert den NTC überbrücken, sobald die
Ausgangsspannung stabil ist. Dann kühlt der NTC ab, während das Gerät an ist,
und man kann das Gerät auch mal kurz aus- und wieder einschalten. Für eine
Schaltung siehe
Kühlschrankkompressoren haben dafür übrigens eine simple Kapsel drin, beim
Klixon heizt ein Widerstand einen Bimetall, um die Kurzschlusswicklung des
Spaltpolmotors nach dem Anlaufen zur Wirkungsgradverbesserung abzutrennen.
Nicht wirklich hi tech, braucht aber auch einen Moment zum Abkühlen.
Metalloxidvaristoren (MOVs, VDRs) bieten Überspannungsschutz, in dem sie bei
Überschreiten einer bestimmten (aber nicht besonders genau festlegbaren)
Spannung zu leiten anfangen, ähnlich wie Z-Dioden aber bidirektional, aber
sie halten nicht ewig:
Of prime concern is the fact that MOVs have a lifetime "joule" rating. The
joule is an engineering term for energy (energy can be measured in joules).
The joule rating for an MOV means that when a particular MOV has received the
specified amount of energy, it no longer works! This could be the result of
one or two large surges or several small surges. Therefore, for MOVs to be
used reliably, a strict replacement schedule is necessary. It is like not
having a gas gauge in your car - you never know when you are going to run out
of gas so you have to keep putting more gas in your car! Lack of replacement
can have very serious results - MOVs have been known to cause fires.
Eine sinnvolle Schaltung besteht aus 2 MOVs VDR140 für 140V~ in Reihe, deren
Verbindungspunkt per Gasableiter mit Schutzerde verbunden wird, wobei jeder
MOV mit einer drangeklemmten Temperatursicherung für 98 GradC auf Überlastung
und Alterung kontrolliert wird, und eine Kontrolllampe (entweder Glimmlampe
mit Vorwiderstand oder LED mit Schaltung für 230V~, siehe F.8. LEDs an 230V~)
signalisiert, ob die Schaltung nicht schon lange beschädigt ist:
oder baut sich eine Crowbar:
Achtung, der Thyristor muss nicht nur ein grösseres Schmelzintegral aushalten
als die Sicherung, sondern auch das dI/dt aushalten, sonst legt er nach der
ersten Aktion das Netzteil für immer lahm. Also nicht den dicksten aber dafür
langsamsten Thyristor nehmen, sondern so was wie 2N6505 .
>Wie funktioniert eigentlich ein Shunt-Solarladeregler?
Einfaches Ding:
Das Solarmodul ist über eine Diode, welche u.A. verhindern soll, dass sich
Nachts die Batterie in das Modul entlädt, an den Akku angeschlossen. Über
dem Modul ist ein LeistungsMOSFET angeordnet, der bei Erreichen der
Ladeschlussspannung des Akkus das Modul kurzschliesst. Da bei
Spannung=0 der Strom fast egal ist, entsteht dadurch keine nennenswerte
Verlustleistung, weder im Solarmodul noch im MOSFET.
Angesteuert wird der MOSFET von einem Komparator, der die gemessene
Batteriespannung mit einer Referenz vergleicht, z.B. in Form des fertigen
Überspannungssensor ICL7665 eingestellt auf 13.8V. Der Komparator schaltet
bei einer höheren Spannung den MOSFET ein und erst bei einer niedrigeren
Spannung wieder aus (Hysterese), dadurch wird verhindert das der MOSFET im
Analogbetrieb 'halbdurchlässig' wird. Die dabei entstehende Verlustleistung
hält er nämlich nicht aus. Die Hysterese darf durchaus klein sein (also z.B.
0.1V und nicht 1V, aber zumindest so gross wie der Spannungsabfall bei
maximalem Ladestrom am Akkuinnenwiderstand), so das der MOSFET auch bei
vollem Akku immer wieder kurz eingeschaltet wird, das führt zur
Erhaltungsladung. That´s it. Wahlweise kann man den MOSFET mit konstanter
Frequenz ansteuern und bei Annäherung von 13.7V an 13.8V die relative
Einschaltdauer von 100% auf 0% zurücknehmen (PWM).
Weiteres unter F.21. Bleiakkus.
Bei einem (Wasser-/Wind-)Generator möchte man nicht kurzschliessen,
sondern die überschüssige Energie verheizen. Also schliesst du deinen
Heizwiderstand einfach in die Drainleitung des N-MOSFETs.
Die besseren Solarladeregler verwenden einen Schaltregler und arbeiten im
maximum power point (MPP tracking, man entnimmt also der Solarzelle so viel
Strom, das ihre Spannung nur so weit zusammenbricht, das die entnommene
Leistung gerade maximal ist, SM3320, LT3652, BQ25504, SPV1040) so lange der
Akku noch nicht seine Ladeschlusspannung erreicht hat, und wandelt die
Spannung (meist per StepUp) in die gerade aktuelle Akkuspannung um. Normale
Schaltregler eignen sich nicht an Solarzellen, weil sie, so lange noch wenig
Leistung aus der Zelle kommt, besonders viel Strom ziehen, und damit kommt
die Solarzelle nie auf ihr Leistungshoch (deadlock). Man braucht eine
Anlaufschaltung.
Braucht man nur die Unterspannungsabschaltung als Tiefentladeschutz tut es:
Energy Harvesting ist heute in Mode, ebenso wie Elektromobilität. Wer sich um
Enegry Harvesting kümmert, sollte erst mal (sinnvolle) Beispiele kennenlernen:
Um für irgendwas (Messschaltung, Netzteil) eine genaue Spannung zu bekommen,
gibt es reihenweise Chips. Ein paar ausgesuchte:
Von: MaWin 17.7.2000
Ein Bauteil allgemeinen Interesses sind die Schrittmotore aus alten Druckern
und Floppylaufwerken. Es gibt unipolare Motoren, bei denen jeweils 2
gegenläufige Wicklungen pro Magnetfeld vorhanden sind von denen nur eine von
Strom durchflossen wird, die benötigen 5 oder 6 Anschlüsse, und bipolare
Motoren für die 4 Anschlüsse ausreichen, bei denen der Strom in den Wicklungen
umgepolt werden muss was eine aufwändigere Steuertechnik erfordert aber
bessere Ausnutzung ermöglicht. Man kann jeweils nur ein Magnetfeld mit Strom
versorgen und bekommt den leistungsschwachen Wave Betrieb, oder man versorgt
im Vollschrittbetrieb 2 Phasen für mehr Kraft bei mehr Abwärme, die
Kombination von beiden ergibt den Halbschrittbetrieb. Hier gut erklärt:
Weicher laufen die Motoren im Mikroschrittbetrieb, durch den auch die
maximale Stromaufnahme und Verlustleistung verbessert wird. Allerdings kann
Mikroschritt nicht feiner Auflösen, als das Verhältnis von Haltemoment zu
Rastmoment, oft so 1:16. Motoren gibt es als Variable Reluctance
(Weicheisenkern) oder Permanentmagnet (meist im Blechfingerkäfig) oder Hybrid
(beides zusammen).
Regelmässig bauen Leute erst die Teile aus, und fragen dann, wie man sie
ansteuert. Leute, messt VOR dem Ausbauen, und nehmt die Ansteuerschaltung
gleich mit, die braucht ihr nämlich.
Schrittmotoren sollte man nicht auseinanderbauen, es kann sonst sein, daß sie
nach dem Zusammenbau teilweise magnetisiert bzw. entmagnetisiert sind.
Schiebt vorher ein Eisenrohr über den Rotor.
Schrittmotoren haben, vor allem bei simpler Ansteuerung (UCN5804, SAA1027)
einen schlechten Wirkungsgrad und kommen ohne Bremsresonatorplatte schnell
an ihre Eigenresonanzgrenze. Ein Floppymotor muss halt nur den Kopf verschieben
können. Wie viel sind die xx Nm (Newton-Meter) Drehmoment bzw. Haltemoment
des Motors eigentlich ? 1 N ist die Erdanziehung von 102 Gramm. Baut man an den
Motor eine Seilrolle von 1 Meter Radius, kann ein Motor mit 1 Nm also ein
Gewicht von 102 Gramm anheben, oder 10kg bei einer Rolle von 2cm Durchmesser.
Kein Wunder, das Floppyschrittmotoren bloss milliNewtonMeter (ab 0.001 Nm)
haben. Bei Nenndaten (z.B. 6V/1A pro Spule, also 12W) wird der Motor innendrin
ca. 65 GradC wärmer als die Umgebung, kühlt man ihn verträgt er mehr Leistung.
Will man einen Motor voll ausnutzen, benötigt man eine mehrfach überhöhte
Betriebsspannung und Ansteuerung per Stromchopper oder gleich Mikroschritt.
Also etwas Grundlagen zum Schrittmotor:
Grundschaltung für unipolare Schrittmotoren ( _ aus, - an) ohne Stromregelung.
+------|<|---------+
COM| ` ZD6V2 |
+----+ |
| |--Phase1--+ |
| | | |
| ULN|--Phase2--+--+ |
|2003| | |
|o.ä.|--Phase3--+--+--+-- +5V
| | |
| |--Phase4--+
+----+
Eine einfache Methode, um Motoren etwas leistungssteigernd zu betreiben,
ist eine niedrigere Spannung bei Stillstand, eine (für Dauerstillstand zu hohe,
wegen der Spuleninduktivität im Betrieb aber tolerable) Spannung beim Bewegen,
wie in folgender Schaltung für 6V Spulen, oft in Floppys eingesetzt:
Phase 1 +++o---o
Phase 2 -o+++o--
Mikroschritt
Phase 1 sinus
Phase 2 cosinus
Grundschaltung für bipolare Schrittmotoren (skizzierter Halbschrittbetrieb,
jede Leitung muss eine Diode nach Masse und eine Diode nach VCC besitzen
um die Gegen-EMK abbauen zu können, im L293D sind die schon enthalten,
Chips ohne eingebaute Dioden benötigen 8 schnelle externe Dioden)
+-----+
| |----+ +++o---o+++o (+ = verbunden mit positiver Spannung)
| | Phase1 (o = Ausgang offen oder Ausgang
| |----+ ---o+++o---o (o = hat dieselbe Spannung wie der andere)
|L293D| (- = verbunden mit negativer Spanung)
|o.ä. |----+ -o+++o---o++
| | Phase2
| |----+ +o---o+++o--
+-----+
http://www.trinamic.com/ baut ganze Servo-ICs (regelt Schrittmotor per Encoder
auf Sollposition, inklusive Mikroschritt, jedoch eher nicht geeignet wenn man
mit 2 Motoren Kreise fahren will), jedoch leider in bipolar statt DMOS.
Schrittmotoransteuerung
Das nötige Netzteil zur Versorgung eines stromgeregelten Schrittmotores im
Mikroschrittbetrieb berechnet sich durch folgende Rechenschritte:
Maximaler effektiver Motorstrom I, Innenwiderstand der Motorwicklung R,
Widerstand des oberen und unteren Schalttransistors der Endstufe (angenommen
synchrone Gleichrichtung, also derselbe Spannungsabfall in der Freilaufzeit),
Faktor F (im Vollschrittbetrieb 2, im Mikroschrittbetrieb 1.4),
erzeugtes Drehmoment M in Nm laut Motordiagramm bei Drehzahl n in upm.
Beispielsweise Nanotec Nema23 ST5709X2508 mit 3.5A 0.42Ohm und 0.5Nm bei
300upm im Mikroschrittbetrieb an einem TB6560 mit 0.4 Ohm und 0.5 Ohm:
BLDC haben immer einen Permanentmagnet. Sie ähneln Schrittmotoren, die
einfachen (aus Ventilatoren) haben ebenfalls nur 2 Spulen und unterscheiden
sich nur durch viel geringere Schrittanzahl pro Umdrehung, aber üblich sind
3-phasige Modelle die Drehstrommotoren ähneln.
Der BLDC dreht sich synchron zum umlaufenden Magnetfeld. Im Gegensatz zum
asynchronen Drehstrommotor, der sein Magnetfeld aus dem Schlupf erzeugt
oder zum synchronen Drehstrommotor, der es per Erregerfeld erzeugt,
muß das Magnetfeld eines BLDC genau im richtigen Zeitpunkt von der
Ansteuerleketronik umgeschaltet werden, sonst verliert er den Antrieb, daher
verwendet man Hallsensoren oder die Auswertung der Back-EMF Spannung der
Spulen um diesen Zeitpunkt einhalten zu können. Die Zeitpunkte an denen man
die Phasen taktet bestimmen also nicht die Drehzahl, sondern hängen von ihr
ab. Die Drehzahl ergibt sich aus der effektiv angelegten Spannung, die über
den von ihr erzeugten Strom zum Drehmoment führt, welcher die Drehzahl
ergibt. Ansteuerung z.B. A8925 oder A8984 (Allegromicro) und DRV8332 (TI)
oder TB6588 (Toshia, sensorless, Drehzahl abhängig von Steuerspannung, bis
50V/2.5A).
Von: Bernd Rüter 13.1.2012
Prinzipiell stellt sich zu jeder Speisespannung eine ideale Schrittfrequenz
also Drehzahl ein. Ideal heißt in dem Falle, dass die Phasenlage genau zur
Rotorlage passt. Der stepping Modus zeichnet sich aber dadurch aus, dass man
die Rotorpossition nicht kennt. Dadurch wird der Rotor bei einem
Schrittwechsel erst auf die neue Position beschleunigt und dann, weil das
timing nicht stimmt, wieder abgebremst, bis der nächste Schritt erfolgt.
Daher kommen die Vibrationen. Das geht schnell so weit, dass es erst zu
unrundem Laufverhalten kommt und dann die Kommutierung ganz versagt, obwohl
man nur ein paar Prozent neben der Phase liegt. Das liegt daran, dass der
Rotor beim erreichen des nächsten Schrittpunktes nicht einfach stehen bleibt,
sondern überschwingt und sich dort erst einpendeln muss. Das heißt, dass der
Motor unter Umständen noch pendelt, wenn der nächste Schritt kommt. Das führt
zu instabilen Startbedinungen für den nächsten Schritt und kann den Motor in
Summe bei passendem timing aus dem Tritt bringen.
Wenn es um das Gewinnen der BEMF Spannungen geht würde ich (ausgehend von
einem AVR) die Komparator Methode empfehlen. Die ADCs sind erfahrungsgemäß
nicht schnell und genau genug. Die Komperatoren sind bei gutem Design gut
genug um schon nach einem kräftigen Schritt ein verwertbares Signal zu
liefern. Bei ADCs mit 12bit und um die 100kS/s ist diese Auswertung natürlich
eleganter, besonders weil sie eine zuverlässige Sinuskommutierung ermöglicht.
Ich stimme übrigens zu, dass das filtern des PWMs eine nicht ganz triviale
Angelegenheit ist. Das Resümee meiner Tests ist, was die PWM f an geht: Um so
höher um so besser. Scheiß auf die Umschaltverluste, denn du musst entweder
einen riesen Aufwand für das timing machen und im richtigen Moment die BEMF
Auswertung abschalten um nicht auf das eigene PWM zu triggern oder man muss
einen Tiefpass vorschalten. Das Problem beim Tiefpass ist aber, dass er auch
einen Phasenversatz mit sich bringt, den man berücksichtigen muss. Daher: Um
so höher die Differenz zwischen Schrittfrequenz und PWM-Frequenz um so höher
kann der Tiefpass angesetzt werden und um so kleiner ist auch der verursachte
Phasenversatz.
Von: MaWin 17.7.2000
Eine weiteres Bauteil allgemeinen Interesses sind die LC-Displays. Dabei gilt
es 4 Varianten zu unterscheiden:
a) einfache Gläser aus Uhren und Taschenrechnern
werden mit Rechteckwechselspannung von ca. 5V angesteuert (die
Mindestspannung hängt vom verwendeten Flüssigkristall ab, aber 5V reicht
eigentlich immer). Das ist einfach bei direkt angesteuerten (siehe AN563 von
http://www.microchip.com/), geht noch bei 2-fach gemultiplexten
(http://www.zilog.com/ Z8 Appnote lcd_apnt.pdf und auch AN563)
und sollte bei mehrfach gemultiplexten mit speziellen LCD-Treiberchips
wie PCF211x/8566/8577 von http://www.nxp.com/ uPD7225 (mit 7/14 Segment
Decoder, aber wohl nicht mehr beschaffbar) von http://www.nec.co.jp/
oder LC7582/75821/75823/75850 von http://www.sanyo.co.jp/ erfolgen.
Sonst siehe AN786 von http://www.national.com/ mit variabler
Betriebsspannung zur Kontrastregelung, nicht jedermanns Sache.
b) Punktmatrixanzeigen aus FAX-Geräten und Kartenlesern sind fast alle gleich,
basierend auf Hitachi's HD44780 oder kompatiblen wie Samsungs KS0066 oder
Sunplus SPLC780
Aber fast alle Leute haben Probleme damit, weil sie keine negative
Kontrastspannung bei Typen mit erweitertem Temperaturbereich anlegen oder das
Timing bei der Initialisierung nicht einhalten. Es wird manchmal behauptet,
dass die Controller unterschiedliche Initialisiserungssequenzen brauchen,
weil unterschiedliche im Datenblatt stehen, aber das ist falsch, sie sind nur
verschieden angeordnet.
Unterlängen bei 11-pixeligen Displays sieht man nur nach function set
Umschaltung und bei bestimmten (anderen) Zeichencodes. Zum Umschalten in den
4-bit Modus verwendet man am besten 3 mal 0x20. Das geht auch, wenn das
Display schon im 4-bit Modus war. Dann kommt ein 0x01 (in 2 Nibbles).
Einzeilige Displays mit 16 Zeichen (1*16) sind als 2-zeilige zu initialisieren
und zu behandeln als ob 2 mal 8 Zeichen hintereinander stehen. Das Timing
sollte nicht zu knapp sein, schliesslich fährt nicht jeder Hersteller sein
Display mit derselben Taktfrequenz wie Hitachi in seinem Datenblatt, und das
Originaldatenblatt hat man ja meist nicht.
Und wer nach seriell (I2C) ansteuerbaren LCD-Modulen fragt: PCF8574 (LCD
im 4 bit Modus) davorlöten statt teuer fertig kaufen ?
oder aus Nokia 3310 ausbauen wie es unter anderem im Olimex LPC-P1227 ARM Board
eingebaut ist. Der Controller
http://www.nxp.com/acrobat/datasheets/pcd8544_1.pdf
ist per SPI ansteuerbar:
c) Die digitalen TFT-Displays aus Laptops etc. verwenden oft den Flat Panel
Display Link (FPD-Link) http://www.national.com/an/AN/AN-1032.pdf aber die
Stecker sind nicht genormt, man muss Kabel mit Adaptern zusammenfummeln.
Neue Grossdisplays haben http://en.wikipedia.org/wiki/OpenLDI .
Ältere Displays sind nicht standardisiert, man kommt nicht drumrum das
Datenblatt zu besorgen. Nur leider gibt es kaum Datenblätter. Mit Glück
findet man die Ansteuerung in der Beschreibung eines LCD-Grafikcontrollers
von Samsung, Oki, Epson (SED1335, S1D1370x) oder Toshiba. Bei den meisten
gibt es mehr oder weniger nur eine Taktleitung und n Datenleitungen (Pixel).
Zudem eine Leitung die das erste Pixel pro Zeile markiert und eine die die
erste Zeile des Bilds markiert. Die Alternating Line bei DSTN-Displays muss
bei jedem Bild den Zustand wechseln. Die Signale müssen mit stabilem Timing
generiert werden, bevor die LCD Spannung aufgebaut wird, und beim Abschalten
auch erhalten bleiben bis die LCD Spannung wieder komplett weg ist. Also
sollte man tunlichst die 'Grafikkarte' aus dem Laptop mit ausbauen, denn an
eine normale Grafikkarte für VGAs passen die nicht. Brauchbarer sind da schon
die Typen aus CamCordern mit Videosignal Eingang.
Von: Andreas Schwarz 11.8.2000
d) Die meisten kleinen Grafik-LCDs (128x32) haben den HD61830 als Controller,
die grösseren (240x128) oft den T6963C, die ganz grossen (320x240) den
SED1330. Das dumme am SED1330 ist, dass er AFAIK keinen Zeichengenerator
eingebaut hat, ansonsten gibt's keine grossen Unterschiede, und an einen
uC-Bus hängen kannst du sie alle. Aber wenn man sich ein LCD in einer
bestimmten Grösse rausgesucht hat, hat man meistens keine Wahl mehr, welchen
Controller man bekommt.
> Woher bekommt man eigentlich die für LCD Hintergrundbeleuchtung bei Laptops oder
CCFL sind Leuchtstofflampen ohne Heizung, in denen wenige Milligramm Quecksilber
UV-Licht aussenden, das vom Leuchtstoff in sichtbares Licht konvertiert wird. Bei
40 GradC sind sie am hellsten, bei 0 GradC kommen nur noch 25% der Helligkeit
wie bei 25 GradC heraus, bei 1,5-fachem Spannungsbedarf. Erst nach 30 Sekunden
erreicht die Helligkeit ca. 90%, von 70% direkt nach dem Zünden.
Von: MaWin 15.5.2001
Das sind die meist blaugrün leuchtenden Anzeigen in HiFi-Geräten. Das sind
noch echte Röhren mit Heizung, Anode und Kathoden und einem Leuchtstoff
wie in der Fernseherbildröhre, sie sind aber Dank Niederspannung einfach
anzusteuern. Datenblätter sind oft nicht zu bekommen, da die Anzeigen meist
kundenspezifisch hergestellt werden, also sollte man vor dem Ausbauen mal
nachmessen.
Die Heizung benötigt Wechselspannung, aufdrehen bis die Heizdrähte bei meist
4V im Dunklen dunkelrot glühen, die Segmente eine positive Spannung gegenüber
der Heizung von ca. 26V (von 6V bis 40V aufdrehen) bei weniger als 1mA pro
Segment. Für Multiplexbetrieb liegt zwischen den Heizdrähten und den
Segmenten noch ein Gitter. Ist das Gitter mit der Heizung (oder ein bischen
negativer) verbunden, sind die dahinterliegenden Segmente aus, ist es mit
der Segmentspannung (oder ein bischen weniger) verbunden, sind sie an.
Von: MaWin 17.7.2000
Das häufigste Problem beim Reparieren von Geräten ist das Prüfen von
Bauteilen. Es geht um das Prüfen der Grundfunktion, dann aber auch um das
vollständige Prüfen. Je nach Schaltung kann es notwendig sein, das Bauteil
abzuklemmen, um es ausmessen zu können. Daher lohnt sich ein Verständnis der
Schaltung (oder gar ein Schaltplan, in dem meist auch Sollspannungsangaben
drin sind) beim Messen. Manchmal hat man Glück, und hat ein vergleichbares
heiles Bauteil da, das ersatzweise eingelötet wird (es kann aber die Schaltung
so weit kaputt sein, das dieses heile Bauteil beim Test zerstört wird, aber bei
Zeilentrafos ist dieses Vorgehen der einfachste Weg)
Für das Prüfen der Grundfunktion gibt es Messgeräte. Einen Ohmbereich,
Diodentest und Transistortest hat schon das 5 EUR Vielfachmessinstrument,
ein LRC-Meter (wie 122211 für 40 EUR von http://www.conrad.de/ oder selber
bauen siehe unter "Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät") ist nützlich
damit man auch Kondensatoren und Spulen bestimmen kann. Was dann meist
fehlt, sind Messgeräte für hochkapazitive Elkos und MOSFETs, IGBTs,
Thyristoren, TRIACs. Bei ICs hilft meist nur, sich das Verhalten des Chips in
der Schaltung anzusehen und mit den Datenblattangaben zu vergleichen, z.B.
die Stromaufnahme.
Dieser simple Durchgangstester aus einem OpAmp mit Offsetabgleich hat einen
besonderen Vorteil: Er wird so eingestellt, das er nur unter 0.1 Ohm anschlägt
und man kann dadurch tatsächlich durch Leitungen verbundene Stellen von
solchen unterscheiden, bei denen Bauteile dazwischenliegen. Die Messspannung
von 1 Millivolt reicht nämlich nicht aus, ausreichend Strom durch die Bauteile
fliessen zu lassen (bis auf den 0.01 Ohm Shunt, aber den wird man auch so finden).
ABER: Selbst wenn ein Bauteil den Grundfunktionstest besteht, kann es dennoch
in der Schaltung der Grund des Ausfalls sein. Ein Bauteil kann z.B. erst bei
hoher Spannung oder Wärmebelastung sein Fehlverhalten zeigen, daher ist
Kältspray ein übliches Mittel in Werkstätten. Und die ganzen Daten eines
Bauteils (z.B. Güte von Spulen, ESR von Elkos) kann nur ein Komponententester
ermitteln.
Den ESR von Elkos und Spulen kann man messen, wenn einem das Datenblatt fehlt:
Elkos sind bei älteren Geräten ein häufiger Ausfallgrund. Man könnte sie pro
forma gleich ersetzen. Aber Vorsicht: 105 Grad Typen sollte man nicht durch
85 Grad Typen ersetzen, sonst hat man das Problem in kurzer Zeit wieder, und
low-ESR Elkos nicht durch normale Elkos (und machmal nicht umgekehrt).
Und da man die spezielleren Elkos selten da hat, lässt man die alten besser
drin, solange sie noch gehen.
Von: MaWin 17.7.2000
Bei einem NJFET verbindet man G und S mit - Batterie und schliesst D über ein
Milliamperemeter an + einer 9V Batterie an. Es soll ein Strom von 0.1-100mA,
meist 5-10mA, fliessen.
Ein Thyristor oder TRIAC hat einen Zündstrom und einen Haltestrom (meist
50mA). Man schliesst A (A2) über eine ca. 12V/50mA Glühlampe an + und K (A1)
an - einer 9V Batterie an. Die Lampe bleibt aus. Verbindet man G über 180
Ohm mit + der Batterie, geht die Lampe an und bleibt an, auch wenn man G
wieder abtrennt oder mit - verbindet. Sie geht erst aus, wenn die Lampe kurz
abgeklemmt wird oder (trickreicher) der TRIAC mit einem Taster (der eignet
sich dann auch zum Lampentest) überbrückt wird.
Beim TRIAC funktioniert das auch, wenn die Batterie verpolt wird, beim
Thyristor nicht.
> Wie schliesse ich einen TRIAC richtig an ?
A1 ist der Bezugspunkt, sozusagen der Emitter. Ein verkehrt eingebauter
TRIAC (A1 und A2 vertauscht) geht kaputt und nimmt die Schaltung mit.
Die meisten TRIACs zünden in allen 4 Quadranten, also sowohl wenn A2
in Bezug zu A1 positiv als auch negativ ist und sowohl wenn in G Strom
nach A1 hineinfliesst als auch aus G herausfliesst. Nur die moderneren
'snubberless' TRIACs zünden nicht in Quadrant IV. Da manchmal statt
dem Quadranten auch die Triggerart genannt wird, hier eine Tabelle:
I positiv gegenüber A1 positiv gegenüber A1 I+
II positiv gegenüber A1 negativ gegenüber A1 I-
III negativ gegenüber A1 negativ gegenüber A1 III-
IV negativ gegenüber A1 positiv gegenüber A1 III+
> Warum sollte bei einem MOS Transistor ein Vorwiderstand vor das Gate ?
Im Linearbetrieb wird der MOSFET oft von OpAmps angesteuert, und viele OpAmps
sind nicht stabil bei hohen kapazitiven Lasten wie sie das Gate eines MOSFET
mit bis zu 1nF darstellt. Dann ist zur Stabilität des OpAmps ein Widerstand
notwendig, falls man nicht passende OpAmps wie den MC34071 verwendet.
Desweiteren haben Sourcefolger ebenso wie Emitterfolger eine Schwingneigung
auf hohen Frequenzen, denn die Schaltung ist mit parasitären Effekten ein
Colpitts-Oszillator. Dessen Schwingneigung dämpft man mit einem Widerstand
vor dem Gate bzw. in der Basisleitung.
Im Schaltbetrieb bildet ebenso die Zuleitung (Induktivität) und das Gate
(Kapazität) einen Schwingkreis, und mit störender Neigung zum Klingeln, was
man durch Verschlechterung der Güte des Schwingkreises durch den Widerstand
mindert.
Zudem befindet sich zwischen Gate und Drain des MOSFET ein Kondensator,
und schnell ansteigende Impulse am Drain schlagen auf das Gate durch und
können den steuernden IC in den LatchUp treiben, wenn man den Strom nicht
per Widerstand begrenzt. Man muß aber darauf achten, daß der Widerstand
es nicht erlaubt, daß das Gate des MOSFETs über die meist zulässigen 20V
gezogen werden kann, notfalls ist eine Z-Diode direkt von Gate zu Source zur
Absicherung vor eingekoppelten Impulsen notwendig.
Der erste Ring ist oft breiter als die anderen, der letzte Ring ist oft
abgesetzt von den anderen. Jeder kennt sie, aber kennt ihr auch diese ?
Kohleschichtwiderstände
Die ersten beiden Farbringe sind die Ziffern, der dritte Farbring die Anzahl
der Nullen, der vierte die Toleranz und der nur selten vorhandene fünfte die
maximale Betriebsspannung.
Metallschichtwiderstände
Die ersten drei Farbringe sind die Ziffern, der vierte Farbring die Anzahl
der Nullen, der fünfte die Toleranz und der nur selten vorhandenen sechste
die Betriebsspannung.
Sicherungswiderstände
Sicherungswiderstände sind Metallschichtwiderstände, die bei Überlastung
definiert durchbrennen, und haben oft einen blauen, violetten oder weissen
letzten Farbring und ein Ausrufungszeichen auf der Platine.
Meßwiderstände
haben als sechten Ring eine Angabe des Temperaturkoeffizienten nach DIN41429
IEC 115-1-4.5.
NTC-Widerstände (Widerstandswert bei t=25°C)
Farbcodes von Kondensatoren (Toleranz absolut bei <10pF, relativ bei >=10pF)
EIA-96 - Widerstands-Wertkennzeichnung (meist auf SMD)
Diese Tabelle zeigt die ersten zwei Ziffern der drei-Zeichen-EIA96-Kodierung:
Der folgende Buchstabe ist ein Multiplikator:
> Ich habe hier einen Scheibenkondensator mit folgender Aufschrift: 241K
241 ist die Kapazität in pF, wobei die letzte Ziffer die Anzahl der Nullen
angibt, also 240pF. Also vergleichbar mit SMD-Widerstandsmarkierungen oder
den Widerstandsfarbringen. Da 240 entweder als 240pF oder 24pF verstanden
werden könnte, lässt man die 0 oft weg. Der Buchstabe ist die Toleranz:
A=Sondertoleranz, B=0,1pF, C=0,25pF, D=0,5pF/0.5%, F=1pF/1%, G=2pF/2%,
H=2,5%, J=5%, K=10%, M=20%, P=+100%/-0%, R=+30%/-20%, S=+50%/-20%,
Z=+80%/-20%, X = GMV (was auch immer GMV heisst).
Ein zweiter Buchstabe kann die Spannungsfestigkeit nach DIN41930 angeben:
a=50V, (Kapazitätswert unterstrichen)=63V, b=125V, c=160V, d=250V, e=350V,
(keine Angabe)=400V, f=500V, g=700V, h=1000V.
Heute relevanter: Z=30V, Y=63V, X=160V, V=400V, U=630V.
> Auf einem SMD-Keramikkondensator steht S4. Was bedeutet das ?
Der Buchstabe steht nach EIA für die Kapazität in pF
> Auf einem SMD Elko steht 470 jFK 4k3 oder 22 VFC 4R2 oder 47 HFK 6V5,
Das wird ein Panasonic FK bzw. FC Elko sein, der Buchstabe vor FK/FC sagt:
g=4V, j=6.3V, A=10V, C=16V, E=25V, V=35V, H=50V, J=63V, K=80V, 2A=100V
Trifft auch für andere Elkoserien zu, wie TG, HA, HB, aber Serie S verwendet
Ziffern 4=4V, 6=6.3V, 10=10V, ....
Spulen
Wie Kohleschichtwiderstände in uH. Militärisch spezifizierte Spulen beginnen
mit einem dicken silbernen Ring, dann die 3 Widerstandsfarbringe, dann der
Toleranzringvon 1%, 2%, 3% bis 4% (braun, rot, orange, gelb) zusätzlich zu 5%,
10% und 20%. Oder Kapazität in uH mit goldenem Ring an Stelle des Kommas
z.B. rot gold violett braun 2.7uH 1%
z.B. silber(breit) blau grau braun orange 680uH 3% mil
bei DDR Polyesterkondensatoren zeigt ein Farbfleck an der Seite die
Spannungsfestigkeit: blau 25V, gelb 63V, rot 160V, grün 250V, braun 400V,
schwarz 630V, orange 1000V.
Einige Polyesterkondensatoren sind z.B. mit UNL7W4P7 beschriftet und haben
keine 4p7 sondern 4u7 bei 750V: http://www.cde.com/catalogs/UNL.pdf
Dioden
Im bedrahteten Glasgehäuse gibt es Farbringe als Ziffern von 1Nxxxx,
beginnend beim dicken Ring, der die Kathode kennzeichnet
z.B. weiss braun gelb = 1N914, gelb braun gelb grau = 1N4148
oder,
wenn sie mit rot oder seltener braun beginnt eventuell nach Pro Elektron
bei SMD Gehäusen MELF DO-213AB GL41 hat Vishay seine eigene Codierung
1. Ring
2. Ring
1. Ring
2. Ring
1. Ring
1. Ring
2. Ring
Welcher Hersteller ?
Und SMD Halbleiter lassen sich hier finden:
Bei Potis verwenden manche einen angehängten Kennbuchstaben A oder B, wobei
nicht standardisiert ist, was A oder B bedeutet, also muss man nachmessen,
ob das Poti bei halber Stellung halben Widerstandswert hat oder eben nicht.
Japanisch eher A = log und B = lin, europäisch eher A = lin und B = log, in
älteren Produkten findet man auch gelegentlich A = lin taper, C = log. for
audio taper, F = antilog taper. Habe auch M- bzw. S-Type gefunden.
Von: Ing. Franz Glaser 1999
> Wie hart ist die Grenze der Spannungsfestigkeit von Becherelkos ?
Das ist einfach eine Frage der Lebensdauer der Elkos. Die Grenze ist ja nicht
eine harte Kante, sondern ab der Nennspannung gibt es zunehmend Durchschläge,
die allerdings selbstheilend sind.
Meine Erfahrung zeigt, dass das nicht so schlimm ist, wenn der Elko nicht auf
hoher Temperatur betrieben wird, z.B. mit hohem Ripplestrom. Und es kommt auch
auf das Fabrikat an. Ein guter Industrie-Elko verträgt viel mehr Spannung als
aufgestempelt ist unter normalen Umgebungsbedingungen. Das lässt sich ungefähr
mit dem Verhältnis Volumen (mechanisch) zu Coulomb ausdrücken.
Ich habe vor vielen Jahren einen Siemens Elko der professionellen Baureihe mit
einem halb so voluminösen einer anderen Firma in diesem Zusammenhang
verglichen. Der 40V-Elko von Siemens gab die ersten hörbaren Knacker bei über
80V von sich, der andere bei 46V. Beide waren 470uF / 40V.
An den Elkos erkennt man übrigens sehr schnell, wes Geistes Kind der
Hersteller / Entwickler ist!
Elkos lassen sich behutsam hochformieren. Das heisst, dass man sie zu etwas
höheren Spannungen hin "erziehen" kann, wenn man die Spannung eine Zeitlang
über einen Widerstand anlegt. Aber ich habe einfach vergessen, wie der
dimensioniert sein soll :-)) Sie verlieren dabei aber entsprechend an
Kapazität.
Von: MaWin 7.11.2000
Beim Einsatz von Elkos sollte man sich noch Gedanken machen, WELCHE Elkos
man verwendet. Siehe "power supply noise reduction and filtering" in
"mixed-signal and DSP design techniques" section 10 von
http://www.analog.com/ "Training and Events"
Es gibt
1. die Aluminiumfolienelkos
Haben hohe Toleranzen und trocknen mit der Zeit aus. Isolator ist Aluminumoxid
mit Dielektrizitätskonstante von ca. 7 und einer Durchschlagspannung von
800000V/mm. Die Kapazitäten werden mit Gleichspannung (G-Kapazität) oder 100Hz
Wechselspannung (W-Kapazität, ca. 1.1 bis 1.5 kleiner), gemessen. Elkos die
nur für Zeitgeber gedacht sind haben also die G-Kapazität aufgedruckt, andere
Elkos die W-Kapazität. Bei tiefen Temperaturen (z.B. -40 Grad) haben Elkos
insbesondere bei hoher Frequenz (z.B. 16kHz) eine wesentlich grössere Impedanz
(*100) als bei hohen Temperaturen, z.B. 85 Grad. Hochvolttypen, die lange
gelagert wurden, sollte man vor der ersten Verwendung vorsichtig formieren,
d.h. über einen Widerstand an Formierungsspannung (meist 1.5 * Nennspannung)
legen, damit er sich langsam in ein paar Sekunden aufladen kann, und dann noch
eine Zeit dranlassen. Vor dem Abklemmen entladen! Sonst gibt's einen gewischt.
Es gibt verschiedene Typen:
1.1. die normalen 'Elko rauh'
Nimmt man, solange nichts besseres notwendig ist. Sind verhältnismässig
klein in der Bauform. 'Schaltfest' sind heute eigentlich alle, d.h. sie dürfen
durch einen Kurzschluss entladen werden ohne das sie dabei gleich sterben.
Aber dennoch sollte man z.B. für Blitzgeräte passende Elkos verwenden, auch
in dicken 50Hz Netzteilen lohnt sich ein 'besserer' Elko zur Siebung oder die
Parallelschaltung mehrerer Elkos. Denn wenn man den Wechselstrom durch
einen Elko mit dessen ESR-Widerstand betrachtet, so führt die entstehende
Verlustleistung von I*I*R zu einer Erwärmung des Elkos von innen, und so
was verkürzt die Lebensdauer ungemein.
1.2. glatte Elkos
Sind für ganz spezielle Anwendungsfälle im Audiobereich geeignet, da sich die
Kapazität mit steigender Frequenz nicht so ändert wie das bei den 'rauhen'
Elkos der Fall ist. Allerdings passt es bei vielen Audioanwendungen, wie bei
Koppelkondensatoren, eher, wenn die Kapazität mit steigender Frequenz sinkt.
Die 'Audio-Caps' z.B. von Elna sind nicht wirklich glatt, sondern nur nicht so
rauh. Ich habe hier noch einen alten Glattelko von 15000uF/16V in der Grösse
einer Bierdose.
1.3. low ESR Elkos
Haben einen geringen Innenwiderstand und möglichst geringe parasitäre
Induktivität. Gut zur Filterung von Schaltreglern geeignet. (Klassischerweise
gilt: Je mehr Volumen ein Elko bei ansonsten gleichen Daten hat, je geringer
ist sein ESR. Widersteht der Elko mehr Spannung als nötig, hat er auch mehr
Volumen. Die Parallelschaltung von 2 Elkos ist nur ganz wenig besser als
einer mit doppelter Kapazität, aber montagetechnisch oft günstig). LowESR
wird bei hohem Ripplestrom benötigt, damit dieser am Innenwiderstand
möglichst nicht zu mehr als 20 K Temperaturerhöhung im Inneren des Elkos
führt. Besonders niederohmig sind organische Elektrolyte wie in OS-CON und
Poscap. http://www.saga-sanyo.co.jp/oscon/cgi-bin/e_sizecode.cgi?id=SEPC
halten hoche Ströme aus.
1.4. 105 GradC Elkos
Das sind die 'länger haltbaren' Elkos. Sie sind notwendig, wenn sich der Elko
durch hohe Rippleströme und deren ohmsche Verluste zwangsweise stärker
erwärmt, wie es in Schaltreglern der Fall ist. Die Gradangaben sind ziemlich
übertrieben, ein 85 GradC Elko hält nur 1000 bis 5000 Stunden bei dieser
Temperatur durch, ein 105 GradC Elko ebensowenig bei seiner Temperatur,
aber laut Arrhenius wird pro 10 K geringerer Temperatur die Lebensdauer
verdoppelt, also Elkos immer schön kühl halten und nicht direkt neben
Kühlkörpern plazieren.
1.5. bipolare Elkos
Bestehen aus 2 gegeneinander verpolten Elkos doppelter Kapazität in Reihe.
Oft in Tonfrequenzweichen verwendet, obwohl man die Dinger eigentlich meiden
sollte. Denn an der inneren Verbindung sollte sich ja /eigentlich/ eine
Spannung einstellen, die grösser (oder kleiner, je nach Polung) ist als die
Spannung an jedem einzelnen Anschluss, sonst wäre ja ein Elko verpolt.
Allerdings arbeitet der endliche Widerstand des Dielektrikums
(Spannungsteiler) dagegen an und es funktioniert nur, weil gelegentlich
einer der beiden durchschlägt. Hat man eine Spannung, die nie positiver
(oder nie negativer) ist, als beide Elkoanschlüsse (des benötigten bipolaren
Elkos), baut man lieber 2 normale Elkos in Reihe und legt die Verbindungsstelle
mit einem hochohmigen Widerstand an die Spannung.
1.6. Blitzelkos
Sind extra für die gelegentliche starke Entladung ausgelegt und sauklein.
Normale Elkos passen als Ersatz nicht rein, Blitzelkos gibt es aber kaum bei
den Versendern.
2. Tantalelkos
Gesintertes Tantal mit trockenem Mangandioxid als Elektrolyt und
Tantalpentoxid mit Dielektrizitätskonstante 30 als Isolator. Wegen ihrem
geringem Reststrom gut für Langzeitgeber geeignet, haben aber hohe Toleranz.
Werden gerne bei SMD verarbeitet, als Entkoppelkondensatoren. Vertragen
aber keine hohen Ladeströme, z.B. das direkte Anlegen der Nennspannung über
einen Schalter. Daher nicht geeignet in Schaltreglern zur Siebung, dabei
explodieren sie gerne. Man sollte die Spannungsfestigkeit bei Tantal immer
deutlich (*2..*4) höher wählen, damit die Dinger ausreichend zuverlässig
werden. Tantalelkos trocken nicht aus, halten aber auch nicht ewig. Eine ganze
Platine voller 20 Jahre alten Tantalperlen ist mir beim ersten Anlegen der
Betriebsspannung einfach explodiert, also lösen die sich auch innerlich
irgendwie auf und halten nur 80 GradC aus.
3. Doppelschichtkondensatoren (Goldcaps, UltraCaps)
Bestehen nicht aus Gold, sondern haben ihre hohe Kapazität im Faradbreich
weil sich auf den beiden Kohlenstoffelektroden in schwefeliger Säure jeweils
eine superdünne Isolierschicht bildet, die leider nur 2.3V aushält (höhere
Spannung nur durch interne Reihenschaltung). Haben aber auch einen relativ
hohen Innenwiderstand. Sind als Ersatz für Akkus zur Pufferung von
CMOS-RAM zu verwenden, weil sie keine besondere Ladeschaltung benötigen.
Reparaturbetriebe berichten aber, das sie nicht zuverlässiger als Akkus sind.
Siehe auch: http://www.abcde.de/solaruhren_ersatzteile_citizen.html (nicht
die einzigen Lieferanten für MT Lithium Titanium Akkus in Deutschland).
Mehr Strom können die Ultracaps von http://www.maxwell.com/ultracapacitors/
Nicht mehr erhältlich sind 2700F/2.3V und 470F/13.8V von http://www.epcos.com/
. Bei Panasonic SD zeigt die Spitze der Dreiecke auf den Minuspol.
3.1. Lithium-Ionen Kondensatoren
ähneln Lithium-Ionen Akkus, dürfen z.B. nicht unter 2.2V entladen werden,
und vereinen die Nachteile von Doppelschichtkondenstaoren und LiIoN Akkus.
4. Folienkondensatoren
Für höhere Ansprüche an die Zuverlässigkeit, weil Ausfälle tödlich sein
könnten, gibt es Kondensatorklassen (EN60950):
X2: Verwendung zwischen 230V Phase und Null (Kurzschluss löst Sicherung aus, 2.5kV Test)
X1: Zwischen 400V Drehstromphasen (Kurzschluss löst Sicherung aus, 4kV Test)
Y2: Zwischen 230V Phase und berührbaren aber geerdeten Geräteteilen (Kurzschluss tödlich wenn Erdung defekt, 5kV Test)
Y1: Verwendung zwischen Phase und berührbar nicht geerdeten Geräteteilen (Kurzschluss wäre tödlich, 8kV Test, 2 * X1 in Reihe)
Vergleichsliste Aluminium-Elektrolytkondensatoren, nur um mal zu zeigen wie
viele verschiedene es gibt, die alle gleich aussehen:
Beispiele zur Haltbarkeit von Aerovox:
Formal gibt es eine DIN zur Kennzeichnung von Folienkondensatoren:
WIMA MKS2 metallisierte Polyester miniaturisiert
WIMA MKS4 " " für erhöhte Anforderungen, grösser
C0G (temperaturstabile Keramik +/-30ppm), Glimmer (Mica): 0..+70 ppm,
Polycarbonat, Polystyrol (Styroflex): -50..-250 ppm, Polysulfon
HF-Kondensatoren geringer Toleranz und hoher Güte
gespeicherte Energie in Kondensatoren hängt quadratisch von der Spannung ab:
und führt zum Kondensatorproblem: http://www.hcrs.at/KOND.HTM
Von: Christian Almeder 1999
> Wie testet man, ob son Ding noch in Ordnung ist ? Mit ´nem Standard-
Oje, wenns 11uF angezeigt hat, geht er wahrscheinlich nicht mehr...
Trotzdem eine Methode:
Auf eine bekannte Spannung U aufladen (ein paar Volt reichen, aber
Nennspannung wäre gut zum Testen der Spannungsfestigkeit), einen Widerstand
R anschliessen und tau stoppen (die Zeit, bis nur noch 37% der Spannung
anliegen). tau ist die sog. Zeitkonstante: Mit u=U*e^(-t/tau) und tau=R*C
ist dann C=(-t/ln(u/U))/R=tau/R Ich würde ca. 10s messen wollen, 30uF also
mit R=tau/C=10s/30uF=ca. 330k Ohm
Kapazitätsmessgerät / Induktivitätsmessgerät:
Von: MaWin 1999
> Wo findet man ein paar Daumenregeln für sowas?
Bei TTL/LS/HC: 100nF Keramik Z5U, möglichst SMD
Bei S/F/AC: eher 10nF Keramik Z5U SMD
So ein Kondensator muss den Strom liefern können, den der Chip beim
Umschalten zieht, BEVOR (aufgrund ihrer Induktivität) die Zuleitung den
Strom nachliefern kann, ohne dass der zwischenzeitliche
Versorgungsspannungsabfall eine Fehlfunktion provoziert. Ein CMOS-IC ohne
Takt zieht fast keinen Strom, nur beim Schalten, was je nach Taktfrequenz
zigmillionenmal pro Sekunde passiert. Die grössten Umschaltimpulse gibt
es, wenn ein Ausgang mit kapazitiver Last umschaltet. 100nF ist
normalerweise viel grösser als alle kapazitiven Lasten zusammen (und das
sollte er auch um mehr als den Faktor 25 sein), aber dicke FPGAs brauchen
ganze Batterieen von Kondensatoren. Ist der Kondensator zu gross, kann er
nicht schnell genug reagieren (Streuinduktivität) und hilft nicht am
Impulsanfang. Braucht man grosse Kondensatoren (1uF Tantal oder so), muss
ein kleiner (27nF oder so) dazu, um erstmal am Anfang eines jeden Impulses
den Strom liefern zu können. Es spielt keine Rolle, wie oft der IC
schaltet (1 mal pro Sekunde oder 1 Mrd mal pro Sekunde), sondern wie
schnell er schaltet (langsames CD4xxx oder schnelle AHC)
Das Keramikmaterial Z5U ist superbillig und speziell dafür gemacht (vermeidet
Resonanz durch Kapazitätsänderung in Abhängigkeit von der Spannung, für
andere Anwendungen taugt es nicht), leider fallen sie öfters mal mit Kurzschluss
aus.
Sitzen auf einer Platine viele 100nF Abblockkondensatoren, sollten auch noch
einige normale 10uF Elkos dazu, die durch ihren Serienwiderstand die
Schwingneigung dämpfen, die sonst das Board irgendwo zwischen 5 und 20MHz hätte.
Bedrahtete 100nF Keramikkondensatoren verlieren oberhalb 7MHz ihre Wirkung
SMD 100nF Keramikkondensatoren verlieren oberhalb von 17MHz ihre Wirkung
100nF in Präsisionsfassungen schon oberhalb von 3MHz
Von: Thomas Rehm 2.2002
Bei 1 GHz (nochmal angemerkt, das es hier um die Flankensteilheit und nicht
unbedingt die Impulswiederholrate geht) sind Kondensatoren größer 1nF schlicht
unwirksam.
Beispiel: 10nF-Kondensator in SMD-Technik, Bauform 0805, also
etwa 2mm lang. Als Faustformel sagt man haben 1cm Leitungslänge
etwa 10nH Induktivität. Der 10nF-Kondensator hat also etwa
2nH Induktivitätsbelag, dazu kommen noch Leiterbahnlängen.
Im bestmöglichsten Falle (2nH) wird der 10nF-Kondensator also
eine Serienresonanzfrequenz von 37 MHz(!) besitzen (Thomsonsche
Schwingungsformel). Oberhalb von 37 MHz wird der Kondensator
zu höheren Frequenzen hin mehr und mehr induktiv, also hochohmiger.
Du siehst also nun, warum du bei 1 GHz keine "Probleme" mit
Kondensatoren 20n..100n hast? ;-)
Für optimale, breitbandige Abblockung bis 1GHz müßte man eigentlich
eine Kondensatorbatterie zusammenschalten: 10pF, 100pF, 1nF, 10nF.
Bei zu groß gewähltem Abstand der Werte kann es jedoch zu
Parallel-Resonanzen kommen, wodurch es erst Recht Probleme gibt.
Wenn man also tatsächlich bis 1GHz abblocken muß, wird man nicht
drumherum kommen, Layout und Abblockmassnahmen sinnvoll zu kombinieren
(Ground und Power als eigene Planes z.B., und Leiterbahnen zuerst an
die Abblockmaßnahmen heranführen, nicht zunächst an die abzublockenden
Bauteile etc.).
Von: Robert Hoffmann
Die Dinger nennt man meist "Stützkondensatoren" bei Digitalschaltungen bzw.
"Bypass-Kondensatoren" bei Analogschaltungen. Sie sollen für die
hochfrequenten Anteile des Stroms, den der Baustein zieht, einen möglichst
niederohmigen und bei sehr schnellen Schaltungen auch einen möglichst
niederinduktiven (d.h. Ko sehr nahe ans IC) Pfad darstellen. Damit erreicht
man, dass Bezugspotenziale (insbesondere Masse) möglichst "rein" bleiben.
Z.B. benötigen CMOS-Bausteine statisch praktisch keinen Strom, während sie
im Umschaltvorgang Strom ziehen. Die entsprechende Energie kommt aus dem
Stützkondensator und kann insbesondere in den Schaltpausen von der externen
Versorgung relativ langsam "nachgefüllt" werden.
Prinzipiell hängt die Grösse des Kondensators davon ab, wie gross diese
Stromspitzen sind, wie oft sie auftreten und wie gut die externe Quelle den
Ko aufpäppeln kann. Bei den meisten Digitalschaltungen werden so typ. 47nF
bis 100nF KERKOS (am besten Vielschichtvarianten wenn nicht ohnehin SMD)
verwendet. Bei Bausteinen mit sehr grossem Stromverbrauch z.B. grosse FPGAs
kann man dann noch zusätzlich einen Tantal-Elko hinzufügen, dabei sollte der
Kerko aber näher beim IC sitzen, als der Ta-Elko.
Übrigens: wenn die Kondensatoren irgendwo anders sitzen, dann bilden sie mit
der Zuleitung zum Verbraucher einen Schwingkreis (1nH/mm als Faustregel pro
Hin- bzw. Rückleitung) und erzeugen dann ein sog. "Klingeln" auf der Leitung,
das man erstens auf andere Leitungen überkoppeln kann => Störung, bzw. die
Versorgung, die der IC an seinen Anschlüssen sieht wird verhunzt. Das kann
dann heissen, dass er Digitalpegel nicht mehr richtig erkennen kann. Ähnlich
dramatische Auswirkungen auf eine Analogschaltung kannst du dir ja dann
vorstellen.
Von: Ing. Franz Glaser 1999
In der Wirklichkeit ist es aber so, dass viele Laien und Halbfachleute
überhaupt nicht daran denken, dass die Watt-Angabe von elektrischen Geräten
was ganz Anderes besagt als die U*I - Formel vermuten liesse.
Ein typisches Beispiel ist ein Kühlschrankmotor. Ich nehme den hier deswegen,
weil er ein 230V - Verbraucher ist. Der hat zwar laut Typenschild eine
Nennleistung von z.B. 500W, aber das ist die Leistung an der Welle, nicht die
vom Netz aufgenommene ! Und die Angabe besagt auch überhaupt nicht, dass er
500W abgibt, sondern das ist nur eine Angabe, die sich auf seine BELASTBARKEIT
bezieht. So, dass er nicht durchbrennt. Ein Motor nimmt immer so viel Saft
aus dem Netz, wie er an der Welle gerade abgeben muss, im Gegensatz zu einem
Heizkörper.
So ein Motor hat einen Wirkungsgrad von angenommen 75% und einen cos_phi von
0,7 womit sich eine Scheinleistung von 952 VA ergibt. Die Stromstärke wäre
daher ca. 4,33A. Und das ist nur der Nennwert. Bei einem Kühlschrank wird der
nur beim Einschalten überschritten, und zwar um ein Vielfaches, weshalb
Gefriertruhen und Kühlschränke erfahrungsgemäss nicht an 10A - Sicherungen
hängen können. Andere Antriebe können repetitive Stossbelastungen erzeugen,
die weit höher sind als die Motor-Nennleistung. Da kann man sich zwar mit
trägen Sicherungen oder Schutzschaltern abhelfen, aber es ist in jedem Fall
zuerst die Sicherung zu dimensionieren und darauf aufbauend die Belastbarkeit
zu ermitteln.
Oder umgekehrt: Die Stromaufnahme der Verbraucher bestimmt, welche Sicherung
eingesetzt werden muss und daraus ergibt sich die nötige Draht-Dimensionierung.
Und deswegen habe ich mich dagegen gesträubt, mich auf die Watt einzulassen
und stattdessen die Ampere-Betrachtung eingeführt.
Von: Oliver Bartels 1999
> Frage: Darf ich in Deutschland überhaupt mit etwas selbstgebasteltem
Es gibt die ISM Bänder (27MHz, 40MHz, 434MHz, 2,45GHz, 5,8GHz, 24GHz, also
für jeden etwas ...) sowie das SRD Band (868MHz mit sehr genauen
Nutzungsvorgaben), auf denen Geräte mit begrenzter Sendeleistung unter einer
allgemeinen Frequenzzuteilung (d.h. ohne "Anmeldung") arbeiten können.
Voraussetzung ist die Einhaltung der einschlägigen Normen (ETS 300 220, ETS
300 440, ETS 300 328 für erhöhte Leistung mit Frequency Hopping im 2,4GHz
Bereich), diese begrenzen im allgemeinen die Leistung auf 10mW (im GHz-
Bereich teilweise mehr).
Wenn ein Gerät zu mehr als nur Testzwecken genutzt und insbesondere in
Stückzahlen produziert werden soll, braucht es für die Nutzung dieser Bänder
eine EU Baumusterbescheinigung. Die gibt es entgegen landläufiger Meinung von
vielen Stellen, nur nicht von der Post (der Begriff "Postzulassung" ist daher
schlicht Quatsch), in Deutschland sind (m.W. nach) derzeit acht Testhäuser
als benannte Stelle beliehen, die so etwas ausstellen. Allerdings wird man die
EU Baumusterbescheinigung nur dann beauftragen, wenn die Entwicklung
abgeschlossen ist. Auf deren Basis schreibt dann der Hersteller selber die
Konformitätserklärung für das ce-Zeichen. (Der Test vorher ist nach dem EMVG
ausdrücklich zugelassen, sofern niemand gestört wird. Auf Messen dürfen mit
Hinweisschild auch Geräte noch ohne Zulassung gezeigt werden, auch solange
niemand gestört wird.)
Es gibt auch die Möglichkeit, einzeln höhere Leistungen und spezielle
Frequenzen zugestanden zu bekommen, im Extremfall für kurze Zeit sogar breite
Bänder (was meinst du wohl, wieviel von dem bei F1-Rennen genutzten Equipment,
das irgendwo herumfunkt, zertifiziert ist, das geht alles über spezielle
Zuteilungen ... Soviele Kanäle für On Board Kameras gibt es nornalerweise gar
nicht ;-)
Der Knackpunkt für den "Bastler" ist nur das Einhalten der Vorgaben z.B. nach
den ETS-Normen. Ohne Geräte wie Spektrumanalyser oder Messempfänger ist das
sehr schwierig, die Wahrscheinlichkeit, das irgendwelche Nebenwellen jemanden
stören, ist recht gross.
Im Grunde gilt das auch für viele Amateurfunker, nur nutzen die (wegduck ;-)
sowieso bloss wieder fertige Kisten, die dann auch wieder zertifiziert sind.
Daneben ist gerade bei Bastlern und hohen Frequenzen die Wahrscheinlichkeit
eh' recht gross, dass der Sender infolge Konstruktionsfehler gar nichts
sendet, bei 2,4GHz reichen da z.B. 5..10mm (!) Draht anstelle einer
impedanzrichtigen Leitung an manchen Stellen völlig aus. Ohne
Netzwerkanalysator (noch so eine Kiste, hat mit dem Spektrumanalysator wenig
gemein und dient zum Bestimmen der sogenannten s-Parameter, welche u.a. etwas
über die Anpassung aussagen) schaut man da recht alt aus. Die Störfestigkeit
ist daneben bei der ce auch ein Thema, hier sind u.a. Signalgeneratoren recht
nützlich ...
Ein Beispiel: 434MHz Modul mit PLL.
Problematik: Störstrahlung, Nebenwellen in ca. 13 MHz Abstand links und rechts
vom Träger.
Ursache: Einstreuung einer Teilerfrequenz der PLL, Mischung, festgestellt
mittels Spektrumanalyser und Probe.
Abhilfe: Layoutänderung und eine Massnahme im Signalpfad.
Folge: Neue Leiterkarte, neue Bestückung ...
Problematik: Grosssignalfestigkeit, SAW Filter notwendig,
Kunde baut ihn testweise ein, nach Einbau geht nichts mehr.
Ursache: Fehler in der 50 Ohm-Anpassung des Filters.
Messung mittels Netzwerkanalysator.
Nach Messung, Berechnung und Realisierung eines Anpassungs-
netzwerks geht es besser als vorher ;-)
So, und nun wünsche ich unserem Bastler mit dem 250 EUR
Conrad-Skop (wenn überhaupt) viel Glück, er wird es brauchen.
Um einen Preiseindruck zu geben:
- Messtechnik:
Spektrumanalyser brauchbar so ab 10000-15000 EUR
Networkanalyser dto., wobei gut da eher bei 30000-40000 EUR liegt
Signalgenerator ca. 5000-25000 EUR je nach Modulationsart.
Probe für HF so um die 2500 EUR
achja, es gibt auch DSOs, Programmer, Counter, Multimeter,
Netzteile usw.
- Entwicklung, Test:
Leiterkarten : etwa zwei bis vier Durchgänge (je einige Tausend EUR,
insbesondere bei anderem Basismaterial als FR4, oder wenn
man nicht auf den Pool warten will, Bestückung der bei hohen
Frequenzen nötigen SMDs nicht zu vergessen).
Testhauskosten : realistisch 5000-15000 EUR je nach Schwierigkeit.
... und nicht zu vergessen: einige Mannmonate Zeitaufwand für
die reine Entwicklung.
All das macht die Sache für ein Bastelprojekt nicht gerade einfach.
Darum war das klassische Bastelprojekt früher die 27MHz/40MHz
Fernsteuerung (LM1871) für Modelle aller Art, weil da die Anforderungen
an den Schaltungsaufbau eher gering sind. Bei 434MHz wird es schon
sehr schwierig (ich kenne einige Leute bei Fahrzeugherstellern,
denen bestimmte Zähne fehlen, weil sie sich diese daran ausgebissen
haben ;-), darüber hinaus sieht es ohne Messmittel eher nach
Glücksspiel aus ...
Das ist auch der Grund, warum Anfragen nach Schaltbildern hier
regelmässig Freude und Heiterkeit auslösen. Jeder, der sich auch nur
ein bisschen mit HF auskennt, weiss, das ein einfaches Verdrahten der
Bauteile nach Schaltplan ohne geeignete Leiterplattenkonstruktion und
ohne Auswahl der richtigen Bauteile (gilt selbst für simple Kondensatoren)
schlicht nicht funktioniert, von der Einhaltung der ETS-Normen einmal
ganz zu schweigen. Wer das weiss, fragt nicht nach Schaltbildern, wer
das konstruieren kann, macht sich auch das Schaltbild schnell selber.
Und wer's nicht lassen kann: Schaltungen und Platinenlayouts in den
Datenblättern und AppNotes von Atmel Chips T5754, U2741, U2745,
T5743, T5744, U3741, U3742, U3745, Mono-FM-UKW-Sender MAX2606,
und dazu zeigt AN192 von Philips ein UKW Radio mit TDA7000.
Antennen auf Platine:
Von: MaWin am 20.8.02
Grenzwerte für Feldstärken im Bereich 10-400MHz:
Von: MaWin 2002
Funk, also elektromagnetische Wellen, und elektrische Felder, sind ebenso
wie magnetische Felder seit Anbeginn der Welt um uns und um alle Tiere und
Pflanzen herum. Sie stammen aus dem Weltall, von Blitzen, und vom Magnetfeld
der Erde. Sie sind sogar recht stark im Vergleich mit den technisch erzeugten,
beispielsweise ist die Erde gegenüber den Wolken so stark negativ geladen,
das dein Kopf in einer Gegend ist, die ca. 200 Volt positiver ist, als deine
Füsse (dennoch passiert nichts, weil die Luft so ein schlechter Leiter ist,
so das der 'Kurzschluss' durch den menschlichen Körper sofort zu einer
Angleichung der Spannung führt, zum Zusammenbrechen des Feldes, aber das
nur als technische Erklärung am Rande). Bei DEUTLICH mehr als 100V/m,
je nach Luftfeuchte nämlich so ab 100000V/m, gibt es einen Blitz :-)
Auch Nordlichter sind letztlich 'offene' Neonröhren von immensem Ausmass
(über 100GW = 100000000000 Watt), und irgendwo ist zu jeder Zeit eins aktiv,
ebenso wie irgendwo auf der Erde zu jeder Zeit gerade ein Gewitter blitzt,
ca. 100 pro Sekunde mit jeweils 20000 Ampere für 30 Mikrosekunden, ein Blitz
bringt maximal 1TW und eher 300 kWh, taugt also nicht als Stromquelle.
Wir wissen aber alle, das viele technische Geräte durch Gewitterblitze und
Sonnenwindeffekte in ihrer normalen Funktion gestört oder zerstört werden,
was zeigt, wie stark die Naturgewalten hier sind.
Die Stromversorgung in Kanada brach 1989 in ganzen Bundesländern
zusammen, weil elektrisch geladene Teilchen von der Sonne an den Polen
bis zur Erdoberfläche durchdringen und in den Hochspannungsleitungen
so hohe Ströme induzieren, daß im Stromnetz die Sicherungen rausflogen.
Selbst der menschliche Körper (Nerven, Gehirn, Muskeln) arbeitet elektrisch,
und die bewegten elektrischen Teilchen produzieren damit elektromagnetische
Wellen (wie auch der Laie am EEG und EKG erahnen kann). Merkwürdigerweise
gibt es Personen, die Magnetismus eine positive Wirkung zuschreiben und
Elektrizität eine negative Wirkung unterstellen, dabei tritt untrennbar immer
beides zusammen auf.
Das zeigt sich auch sehr schön, wenn man die Elektrotechnik physikalisch
herleitet. Dazu benötigt man nur Coulomb und Relativität. Die magnetischen
Effekte ergeben sich dabei als Scheinkräfte aus der Zeitverzögerung.
Niemand behauptet, das elektrische Felder und elektromagnetische Wellen
KEINEN Einfluss auf Menschen und die anderen biologischen Lebewesen haben.
Vielleicht gäbe es uns Menschen ohne sie nicht, ebenso wie es uns ohne
Radioaktivität wegen fehlender Mutation nie gegeben hätte. Möglicherweise
haben sie sogar schädliche Auswirkungen, eventuell würden wir ohne sie 200
Jahre alt oder wären doppelt so klug....
Es nützt also nichts, alle technischen Quellen von 'Elektrosmog' abzustellen,
denn es gibt viel zu viele natürliche Quellen die oftmals stärker sind, und
oft ausgeprägter sind (das impulsartige Spektrum von Blitzen überdeckt
fast alle technisch genutzen Frequenzbereiche, die 230V der Steckdose
entspechen gerade mal der Feldstärke von 2 Metern, etc.).
Wer den Test machen will, ob es ihm ohne elektrische Felder und ohne
elektromagnetische Wellen besser oder schlechter geht, der kann sein Leben
in einem faradyschen Käfig (einer Kiste aus Blech) verbringen, denn dort
dringen keine Funkwellen hinein und dort herrscht kein elektrisches Feld.
Als Mensch habe ich dazu keine Lust. Aber viele Tiere mussten schon ihr
ganzes Leben in Käfigen (aus Metall, und damit faradaysche) verbringen.
Das war sicher ein doofes Leben, aber biologisch verbessert (oder
geschadet) hat es ihnen millionenfach erkennbar nicht.
und Leute die nicht daran glauben:
> Ist Gleichstrom oder Wechselstrom gefährlicher ?
Gesetzliche Grenzwerte für potentialfreie offen liegende elektrische Teile:
25V bei Wechselspannung und 60V bei Gleichspannung (Kinder, Nutztiere) und
50V bei Wechselspannung und 120V bei Gleichspannung für Erwachsene, etwas
zeitabhängig http://www.schaltungsbuch.de/norm071.html es sind aber auch
schon Leute unter extrem ungünstigen Bedingungen an einer 9V Batterie
gestorben http://www.darwinawards.com/darwin/darwin1999-50.html
Leider macht technisch Gleichstrom bei Schaltern schon ab 40V Probleme wegen
Funkenlöschen, was bei Wechselstrom kein Problem ist.
Von: Andreas Ferber
Der Unterschied liegt in der Physiologie der Muskelzellen begründet.
Eine Muskelzelle wird durch elektrischen Strom zur Kontraktion
angeregt. Dabei löst ein einzelner Impuls nur ein kurze Zuckung der
Muskelzelle aus, ebenso das Einschalten eines lang andauernder
konstanter Strom. Danach erschlafft die Zelle sofort wieder. Wenn
mehrere Impulse kurz aufeinander folgen, erschlafft die Faser nicht
vollständig bevor die nächste Kontraktion beginnt. Je dichter
aufeinanderfolgend die Impulse sind, desto stärker wird die
durchschnittliche Kontraktion der Muskelfaser, bis ab einer gewissen
Schwelle der sogenannte Tetanus eintritt (dann sind die Fasern
vollständig kontrahiert).
Der Punkt, an dem ein Loslassen eines umfassten elektrischen Leiters
nicht mehr möglich ist, nennt man die Loslassstromstärke. Bei der
50Hz-Wechselspannung unseres Stromnetzes liegt sie bei 10-20mA.
Trägt man die Loslassstromstärke gegenüber der Frequenz des Stroms
auf, so erhält man ungefähr den folgenden Verlauf:
Tödlich kann der Wechselstrom sein, weil die oben beschriebenen
Vorgänge natürlich genauso auch beim Herz zu finden sind, daher löst
der Strom u.U. einen Herzstillstand oder Kammerflimmern aus.
Bei reinem Gleichstrom sieht das ganze ein wenig anders aus. Wenn der
Gleichstrom eingeschaltet wird (ob gewollt oder nicht), verkrampfen
die stromdurchflossenen Muskeln einmal kurz und erschlaffen dann
wieder. Häufig führt dies bereits dazu, daß der Kontakt zu der
Spannungsquelle unterbrochen wird, da man durch die Muskelzuckungen
fortgeschleudert wird. Beim Ende des Stromflusses sind auch wieder
Bedingungen gegeben, die zu einer Muskelverkrampfung führen, daher
gibt es beim Abschalten auch noch einmal einen kurzen Krampf. Während
der Strom aber konstant fliesst, ist ein Loslassen unabhängig von der
Stromstärke immer möglich. Beim Gleichstrom hat man von daher nur
Messungen gemacht, ab welcher Stromstärke freiwillige Versuchspersonen
nicht mehr bereit sind, die Krämpfe beim Ein- und Ausschalten
hinzunehmen, und der Versuch daher beendet wurde. Diese Stromstärke
liegt bei ca. 75mA, also bereits deutlich höher als die Loslassstromstärke
beim Wechselstrom.
Reiner Gleichstrom ist aber im Gegensatz zu Wechselstrom i.d.R. nicht
in der Lage, ein Kammerflimmern oder gar einen Herzstillstand zu
verursachen (dies kann nur dann geschehen, wenn das Ein-/Abschalten
des Stroms genau in die sogenannte "vulnerable Phase" des Herzschlags
kurz vor Beginn der Diastole fällt, aber selbst dann ist es relativ
unwahrscheinlich), daher sind tödliche Unfälle mit reinem Gleichstrom
ziemlich unwahrscheinlich (selbst bei höheren Spannungen von mehreren
100V).
Anders sieht es mit technischem Gleichstrom aus, der noch eine gewisse
Welligkeit besitzt. Dieser setzt sich im Prinzip aus einem reinen
Gleichstrom und einem Wechselstrom zusammen, und diese beiden Ströme
kann man im Hinblick auf ihre physiologische Wirkung getrennt
betrachten. Ein aus Wechselspannung durch eine einfache Diode ohne
Glättung gewonnener pulsierender Gleichstrom ist sicherlich nicht
wesentlich weniger gefährlich als der Wechselstrom.
Eine andere Wirkung, die unabhängig von der Art des Stromes immer
auftritt, ist die thermische Wirkung des Stroms. Diese ist jedoch
relativ selten tödlich, nur bei Hochspannungsunfällen ist sie eine
häufige Todesart. Dabei ist zu beachten, daß damit nicht nur äussere
Verbrennungen gemeint sind. Ein Stromopfer kann äusserlich relativ
unverletzt sein, während das Körperinnere regelrecht verkocht ist.
Auch z.B. das bei Hochspannungsunfällen häufig auftretende
Nierenversagen hängt mit diesen Effekten zusammen. Äussere
Verbrennungen entstehen meistens durch Lichtbögen, die vor allem bei
Mittel- und Hochspannungsunfällen häufig entstehen.
Zum Spielen eignen sich mit 1mW (CD-Player) bis 10mW (CD-Brenner) infrarot
strahlende (und damit nur sinnvoll mit einer Videokamera erkennbare)
Laserdioden oder mit 1mW (Laserpointer) bis 25mW (DVD-Brenner) sichtbar rot
strahlende Laserdioden (wobei solche mit 635nm 4 mal heller erscheinen als
solche mit 670nm gleicher Leistung). Aber behandelt die Dioden vorsichtig,
sie gehen durch elektrostatische Entladung in Nanosekunden kaputt (Vor dem
Ausbauen oberhalb der Platine einen blanken Draht ein paar mal um die 3 Pins
wickeln, erst nach dem Einbau wieder entfernen). Ab einem bestimmten Strom
beginnen die Dioden zu leuchten, ab einem höheren Strom zu lasern und bei
noch höherem Strom gehen sie schlagartig kaputt und werden zur teuren LED.
Leider weiss man nicht wie weit man den Strom aufdrehen darf weil die
Herstellungsschwankungen locker 1:5 betragen (schaut mal in so ein Datenblatt).
Wenn man die Diode nicht riskieren will, nimmt man eine Photodiode wie BPW33,
lässt einen Laser gleicher Wellenlänge bekannter Leistung komplett darauf
scheinen und vergleicht den Photostrom mit dem warmgelaufenen einzustellenden
Laser. Echte Laserpowermeter sind kalibriert und vermeiden zusätzlich Streulicht
und Spiegelung. Da kalte und alte Laserdioden in der Leistung nachlassen, haben
alle Laserdioden eine Photodiode eingebaut, mit der man den Strom so regeln
kann, das die Helligkeit gleich bleibt, was auch jeder CD-Player aber nicht
jeder Laserpointer tut. Leider ist auch der Photostrom kein absoluter Messwert,
sondern schwankt je nach Exemplar um 1:4 so das ein Einstellen per
(Selbstbau-)Laserpowermeter nicht zu vermeiden ist. Daher lohnt sich unbedingt
der Kauf von fertigen Lasermodulen mit bereits justierter Regelelektronik,
passender Laserdiode und ordentlich montierter und justierter Linse. Denn der
Laserstrahl ist ohne Optik absolut nicht gebündelt, sondern divergiert um 30
Grad in der horizontalen und 10 Grad in der vertikalen, ist also schlechter
gebündelt als eng abstrahlende LEDs.
Mit einer Linse (wie im CD-Player) kann man ihn fokussieren, will man einen auf
grosser Länge gleichdicken runden Strahl braucht man schon 2 justierbare Linsen,
und die Mechanik bekommt man kaum besser und billiger hin als in fertigen
Modulen. Wenn das aus irgendwelchen hoffentlich wirklich guten Gründen nicht
geht, gibt es die Regelschaltungen auch einzeln überall wo es Laserdioden gibt,
aber wenn man den Strahl schnell ein- und ausschalten (modulieren) will, z.B.
um Daten zu übertragen, braucht man spezielle (eben modulierbare) Lasermodule
bzw. Regelschaltungen. Einen Strahl hoher Qualität (konstante Wellenlänge,
kein Modensprung, hohe Kohärenzlänge, holographietauglich) bieten einige
Laserdioden wenn man die Chiptemperatur per Peltier konstant hält und den Strom
komplett rauschfrei (da ist eine Batterie besser als ein Spannungsregler) durch
die Diode schickt.
Laser(module) gibt es z.B. bei:
Und wer Musik in schlechter Qualität über Lichtleiter senden will nimmt
60-280-49 von http://www.elv.de/ oder aus Funkamateur 4/2008
http://www.sander-electronic.de/bs0006.html, für gute Qualität
wandelt man A/D auf Senderseite und D/A auf Empfängerseite mit klassischen
DigitalAudiochips (Cirrus Logic) und überträgt digital (z.B. im
Standardformat S/P DIF).
Für das von BlueTooth verwendete CVSD (continuously variable slope
delta) Modulations-Verfahren gibt es haufenweise Chips (MC34115, CMX639,
HC55564), ansonsten geht ADPCM noch recht einfach. Zur Datenübertragung
gibt es viele Vorschläge
Der Benzinstand im Auto wird mit Schwimmer gemessen, der über einen Hebel
den Schleifer eines Potis um einige Grad bewegt. Man kann auch einen Draht
(bewusst kein temperaturunabhängiges Konstantan, sondern eher Kanthal mit
höherem Widerstand) von oben nach unten durch den Tank laufen lassen, ein
mal den Widerstand messen, dann erneut mit hohem Stromfluss messen, da der
Teil im Wasser gekühlt wird, ist die Widerstandserhoehung proportional zum
Wasserstand. Man kann auch einen Drucksensor als hydrostatischen Füllstands-
sensor im Tank versenken, wie http://www.tecson.de/partikel.htm oder oben
im Tankverschluss einen Ultraschallentfernungsmesser drankalten.
Von: Hans-Joachim Koch
Von: Mario Ruetti 1999
(Zusammenfassung des Threads)
Von: Michael Linnemann 1999
Ein konkreter Vorschlag (den ich hier schon ein paar mal breitgetreten
habe...) ist eine kapazitive Sonde. Die besteht aus zwei i.A. zylindrischen
Elektroden (z.B. zwei Kupferrohre unterschiedlichen Durchmessers), von denen
die dünnere in der dickeren steckt, um einen Zylinderkondensator zu bilden.
Beide werden durch Abstandshalter voneinander getrennt und sind zusätzlich
durch Lack isoliert, um genau die evtl. vorhandene Leitfähigkeit des Wassers
etc. aus der Messung rauszuhalten.
Der Trick ist, dass das Wasser in den Zwischenraum zwischen den Elektroden
eindringt und die Kapazität der Anordnung ändert. Man erhält also eine
Parallelschaltung aus einem Zylinderkondensator der Länge l-h (mit l als
Gesamtlänge und h als Fullhöhe) und der Dielektrizitätszahl 1, und einem der
Länge h und der Dielektrizitätszahl 81 (die von Wasser). Und zur Auswertung
Mein Vorschlag wäre: Schau dir Applikationsbeispiele für den 555-Timer an, und
such dir eine Schaltung raus, die mit deinem Sensor (Selbstbau, Ehrensache)
Ausgangsfrequenzen im hörbaren Bereich verspricht. Häng einen Kopfhörer dran
und probier es aus! Ziel auf einen "mittleren" Frequenzbereich (1kHz), denn du
wirst das Ziel womöglich gehörig verfehlen, und dann willst du wissen wo du
gelandet bist. Wenn du so weit bist, dass eine brauchbare Frequenz rauskommt,
kannst du die direkt an deinen Mikrocontroller verfüttern, um die Frequenz zu
messen.
Von: MaWin 1999
Mach's doch so wie alle: Druck messen. Ein Schlauch (unten angeschlossen, nach
oben führend) voller Luft, oben ein fertiger Druckmesser dran. Wenn's billig
sein soll und Schaltstufen reichen, bau eine Druckdose aus einer Waschmaschine
aus.
Von: Oliver Betz 2000
Bei langfristiger Anwendung wird der Schlauch mit der Zeit voller Wasser sein,
denn "ganz dicht" ist schwierig. Deshalb mit einer kleinen (Membran-) Pumpe
wenig (!) Luft in den Schlauch pumpen, so daß unten Bläschen rausblubbern. Das
wird z.B. industriell im Ex-Bereich (Benzintank usw.) eingesetzt.
Von: Rafael Deliano 1999
Oder einfach die Schachtel mit dem Sensor auf Grund senken. Es gibt z.B. von
Siemens (für 75 EUR allerdings) hübsche Piezosensoren mit korrosionsfester
Metallmembran. Könnte man wohl mit einigen ICs als 4-20mA beschalten.
Temperaturempfindlichkeit des Sensors problematisch, wenn der Behälter flach
ist. Dann müsste man den Temperaturfühler auch noch beschalten. Druck ist
nicht so billig wie kapazitiv, macht aber weniger Überraschungen.
Ultraschall gäbs auch noch. Entweder von Grund zur Oberfläche (Flüssigkeit
ist für Ultraschall günstiger als Luft) oder durch Luft von oben zur
Oberfläche (Weniger Probleme mit Korrosion, Dichtigkeit). Man kann sich
jedoch ekelhafte Probleme durch Mehrfachechos von Seitenwänden holen. Zudem
nicht billig und schaltungstechnisch aufwendig. Je niedriger die Frequenz,
je weiter kommt man. Bei 40kHz nur 20m, bei 1kHz gar durch Staub hindurch.
Die Ultraschalllaufzeit ist temperaturabhängig, man muss also kompensieren.
Von: ? 1999
Rad auf Achse lagern und an dieser ein Drehpotentiometer oder einen digitalen
Drehgeber befestigen. über das Rad eine Schnur füren, an welcher ein Schwimmer
und ein Gegengewicht befestigt ist.
> Den Prof angesprochen, dass man sich da nichts vorstellen kann, antwortete der:
Von: Bernd Langmann
Wenn du an eine Leitung eine Spannung anlegst, welcher Strom fliesst dann im
ersten Moment ? Die Spannungsquelle kann ja wegen der endlichen
Ausbreitungsgeschwindgkeit des Lichts nicht wissen, was sich am hinteren
Ende der Leitung befindet. Der Strom wird also zunächst nur durch die
Parameter der Leitung (Induktivität, Kapazität) bestimmt, der
Proportionalitätsfaktor zwischen Spannung und Strom ist der Wellenwiderstand
oder die Impedanz des Kabels. Nun läuft eine Welle mit dem Spannungssprung
durch die Leitung, nicht ganz mit Lichtgeschwindigkeit, etwas langsamer
(Verkürzungsfaktor), bis zum Ende. Je nach Leitungsabschluss wird dann eine
positive oder negative Welle reflektiert (oder keine) und erst wenn das sich
ausgleicht, fliesst der Strom entsprechend "richtig".
Für Hochfrequenzanwendungen wird man versuchen, die rücklaufende Welle zu
vermeiden, indem man den Abschlusswiderstand gleich gross wie die
Leitungsimpedanz macht. Da man sich aber nicht sicher sein kann, das es
keine rücklaufende Welle gibt, muss man auch den Ausgangswiderstand der
Quelle an den Wellenwiderstand es Kabels anpassen, um wenigstens dort die
Reflektion zu unterdrücken.
Früher gab es 60 Ohm Koaxialkabel und 240 Ohm Antennenleitungen, dann hat
man sich aus technischen Gründen im professionallen Bereich, vor allem bei
Sendern, für 50 Ohm entschieden (die Impedanz eines Lambda/4 Stabes mit 4
abwärtsgewandten Lambda/4 Radials als Hf-Ground) damit man maximale Leistung
über das Kabel transportieren kann, und beim Empfang 'zu Hause' für 75 Ohm
(die Impedanz einer Lambda/2 Dipol Antenne, leider mit Balun von symmetrisch
zu asymmetrisch zu transformieren), weil dort die Verluste am niedrigsten
sind, zumindest wenn man Luft als Dielektrikum nutzen würde. Die normalen
2-adrigen Leitungen (Telefon, Klingeldraht, Flachbandleitung) haben um 120
Ohm.
Auch eine Antenne ist nichts anderes als ein Impedanzwandler von den 50 Ohm
des Sendeantennenkabels auf die 377 Ohm des freien Raums. Ein gefalteter
Lambda/2 Dipol hat 300 Ohm und für Fernsehempfang geeignete grosse Bandbreite
und wird oft mit Yagi-Direktoren/Reflektoren versehen.
Von: Oliver Bartels 1999
1. Vor-/Rücklaufende Welle:
Strom kann in beide Richtungen fliessen, und kann auch an beiden Enden eines
Kabels eingespeist werden. Ganz einfaches Beispiel: Wenn ich einen kleinen
Akku an das eine Ende vom Kabel hänge, und eine Birne an das andere Ende,
wird Energie aus dem Akku in die Birne transferiert, sie leuchtet. Ersetze ich
nun die Birne durch ein Ladegerät, so wird der Akku geladen, es fliesst
Energie zurück vom Ladegerät in den Akku. Das ist eine Binsenweisheit, gilt
aber auch für Wechselspannungen und für Hochfrequenz. Die Energie kann in
beide Richtungen fliessen.
2. Wellenwiderstand:
Ein am einen Ende der Leitung angelegtes Signal ist nicht unendlich schnell
am anderen Ende, es braucht seine Zeit. Warum ? Was ist denn das
wesentliche an einem Leiter: Elektronen, die sich in gewissen Grenzen frei
bewegen können (sog. Leitungsband nahe am Valenzband). Nun "schubsen"
die Elektronen sich aber nicht gegenseitig, sondern stossen sich sogar ab,
weil allesamt negativ geladen. Ausserdem sind sie sehr langsam, wer es
nachrechnet, wird feststellen, dass die Dinger bei Gleichstrom sich im
Kupferkabel in der Geschwindigkeitsregion Meter/Minute (sic!) bewegen.
Was da schnell ist (das Einschalten der Lampe dauert keine Minute ...) sind
also nicht die Elektronen, sondern das Feld. Die Elektronen führen nur das
Feld am Leiter, die Energie selber steckt im Feld! Das Feld ist das gleiche
wie das für das Licht, nämlich das elektromagnetische, ergo breitet sich so
eine Welle maximal mit Lichtgeschwindigkeit aus.
Was passiert dabei: Die Ladungsverschiebung baut ein Magnetfeld auf
(das will die Physik so), das sich ändernde Magnetfeld baut wieder ein
elektrisches Feld auf, dass sich anfänglich dem ursprünglichen Feld
entgegenstemmt. Deshalb braucht es etwas länger, bis das Signal sich
ausbreitet. Abhängig vom Dielektrikum des Kabels kann es kürzer oder
länger dauern, bis sich das elektrische Feld aufgebaut hat, weil da u.U. im
Material zwischen den Leitern noch ein paar Elektronen oder gar Moleküle
mit Ihrer trägen Masse verschoben oder gedreht werden wollen (Polarisation).
Man kann diesen Vorgang nun durch ein Modell nachbilden, bei dem ein
Bauteil, dass gerne steigenden Strömen Spannungen entgegenstellt,
nämlich eine Induktivität, mit einem anderen Bauteil, das auch etwas Zeit
braucht, bis es geladen ist (d.h. in ihm sich das Feld aufgebaut hat), nämlich
einem Kondensator, verknüpft. Der Kondensator hängt dabei parallel zu den
Polen der Quelle, die Induktivität davor in Serie. Um das Modell nun genauer
zu machen, hängt man mehrere solcher Teil-Modelle hintereinander und
lässt am Ende deren Zahl gegen unendlich gehen. Dafür muss man
natürlich die Induktivitäts- und Kapazitätswerte durch die Anzahl der
Teilmodelle teilen, und wenn es um unendlich kleine Grössen geht, ist die
Infinitesimalrechnung das Mittel der Wahl.
Und die zeigt nun (hier ohne Nachweis, füllt mehrere Buchseiten), das eine
Quelle dann keine Induktivitäts- oder Kapazitäts- werte mehr sieht (also nur
noch einen realen Widerstand), wenn die Leitung mit einem realen
Widerstand Z abgeschlossen ist, der die Grösse (ohne reale
Widerstandbeläge) Z = sqrt (L'/C') hat. Optimal funktioniert die
Energieübertragung dann, wenn die Quelle den selben Innenwiderstand hat,
man kann aber auch mit Leitungen solche Innenwiderstände transformieren
(sic!).
3. Stehwellen:
(habt Ihr das alle vergessen ;-)
Wenn die Leitung nicht mit einem solchen realen Widerstand abgeschlossen ist,
bleibt irgendwo in der Leitung Energie im Feld stecken (quasi bezahlt und
nicht abgeholt ;-), und die führt zu einem rücklaufenden Strom (Woher weiss
der Strom, in welche Richtung er fliesst: Wie beim Akku, wenn z.B. bei
positiver Spannung Strom in den Pluspol reinfliesst, ist die Quelle keine
Quelle, sondern eine Senke ;-), da wir es aber hier mit Feldern zu tun haben,
gibt es eine rücklaufende Welle. Diese Reflexion findet im Modell an der
Stelle statt, an der sich die Diskontinuität befindet, also an der sich
entweder der Wellenwiderstand ändert (z.B. Stecker!) oder der
Abschlusswiderstand nicht gleich dem Wellenwiderstand ist. Auch dieses Signal
braucht wieder seine Zeit zurück bis zur Quelle.
Bei richtiger HF (also nicht zittrigem Gleichstrom ;-) hat aber in der Zeit,
in der der Strom einmal über das Kabel läuft, dieser schon einige Mal seine
Richtung geändert, d.h. die Wellenlänge ist kurz gegenüber der Kabellänge.
Jetzt wird klar, warum das Kabel in Teilstücken gerechnet werden muss: An
jeder Stelle ist eine andere Spannung vorhanden und eine andere Stromrichtung!
Das Modell erlaubt es nun, die vor- und rücklaufenden Wellen zu addieren (d.h.
Spannungen werden addiert, Ströme subtrahiert, laüft auf sogenannte
Bilineartransformationen hinaus), das Ergebnis ist eine Interferenz dieser
Wellen, die Stehwellen erzeugt. D.h. es gibt Stellen auf der Leitung, bei
denen in Summe keine Spannung zu sehen ist, und solche, bei denen die
doppelte Spannung zu sehen ist (Genauer muss man das eigentlich auch mit den
Strömen rechnen, deshalb nimmt man normierte Wellen, weil beides bei HF
so schlecht zu messen ist, das führt dann zu den s-Parametern und zu einem
sündteuren Messgerät namens Networkanalyser. Billiger gehts mit der SWR-
Messbrücke, die aber wieder nur die Hälfte anzeigt, die Phaseninfo fehlt ...).
Diese Stehwellen führen im günstigsten Fall zu merkwürdigen Effekten, im
ungünstigsten Fall können sich so hohe Spannungen aufbauen, dass sich die
Quelle auf französisch verabschiedet und den Reparaturetat belastet. Letzeres
passiert gerne bei leistungsstarken Sendern, wenn z.B. ein Windstoss die
Antenne "klaut" ...
4. Videosignal/75 Ohm Abschluss:
Wo diese Minima und Maxima liegen, ist frequenzabhängig. Und genau da liegt
das Problem für das Videosignal: Eine schlecht angepasste Leitung beeinflusst
das Videosignal in einer frequenzabhängigen Art und Weise, insbesondere bei
hohen Frequenzanteilen (karierte Kleidung, kleine Schrift usw.)
Bei kurzen Kabeldistanzen würde das noch nicht viel ausmachen, bei langen
Distanzen (3MHz entsprechen ca. 100m, 30MHz 10m Wellenlänge in Luft, aber
verkürzt, da Kabel langsamer, um gut einen Faktor zwei bis drei (ungefähr
sqrt(eps_r) für mu_r~=1), also bei einem Monitorkabel mit 100MHz nur noch z.B.
1m für eine komplette Welle mit beiden Polaritäten!). Man sieht, dass die
Problematik bei Fernseh-Video noch nicht so gross ist, hingegen bei
Computermonitoren je nach Zusammensetzung des Bildes bei schlechter Anpassung
die schönsten Muster entstehen können, je nach Bild und Länge des Kabels!
5. Audio:
Bei Audio bringt das nichts, weil die Wellenlänge im km-Bereich liegt und
zudem der reale Widerstand des Kabels im Modell signifikant wird
(Z=sqrt((R'+i omega L')/(G'+i omega C') mit realen Belägen, da omega klein,
wird R' signifikant, das mögen sich die HiFi-Kabel-Fritzen hinter die Ohren
schreiben).
6. Merkregel, Buchempfehlung:
a.) Der Leitungswellenwiderstand ist das Verhältnis einer einzigen, in positiver
Leitungsrichtung laufenden Spannungswelle zur damit verbundenen Stromwelle.
b.) Die Merkregel zu a.) stammt aus Hoffmann, Hochfrequenztechnik, Springer
Verlag (ISBN 3-540-61667-5, auch wenn die ISBN nicht streng wissenschaftlich
ist ;-)
7. Genauigkeit von Modellen:
Dieses Modell bedingt, dass die Leitung sich in etwa durch solche Teilstücke
simulieren lässt. Das ist nicht selbstverständlich, weil Spulen Magnetfelder
erzeugen, die auf andere Spulen wirken können und das auch tun (siehe Trafo),
gleiches gilt für das elektrische Feld von Kondensatoren. Solange wie das
modellierte Kabel halbwegs homogen ist, funktioniert das Modell aber ganz
gut.
Andernfalls wird es sehr kompliziert, man muss dann eine echte 3D
Feldberechnung anhand der (von Oliver Heaviside in die uns heute bekannte
Form überführten) Maxwellschen Gleichungen durchführen, das geht mit FEM,
FMM oder FDTD Simulatoren, die komplex zu bedienen und zumeist nicht
ganz billig sind. Die Maxwellschen Gleichungen sind nette partielle
Differentialgleichungen mit ersten Ableitungen von allen Feldkomponenten
jeweils nach allen Raumdimensionen und der Zeit, ineinandergeschachtelt gibt
das zweite Ableitungen und die MW-Gleichungen sind, ausser für einfache Fälle
(Transversalwellen, einfachste Antennen und Kabel etc.) analytisch nicht
lösbar. Selbst für eine schnöde Leiterbahn gibt es nur Schätzformeln, die
sich rein von ihrer Grösse und Komplexität "gewaschen" haben.
Die Simulation ist aber nötig, weil solche inhomogenen Kabel auch Filter aller
Art (eben Leitungsbauteile), aber auch Zirkulatoren oder Antennen sein können,
ganz lustig wird es, wenn dann auch noch dielektrische Materialien mit
seltsamen Eigenschaften dazukommen (geht hin bis zum magnetisch abstimmbaren
YIG-Oszillator).
Von: Oliver Betz 2000
Die Newsgroup zum Thema: news:de.etc.beruf.selbstaendig
> Von der Idee zum Produkt
Ihr habt eine Schaltungsidee, und sogar schon einen Prototypen aufgebaut ?
Ihr glaubt, das sich das als Produkt verkaufen lässt ? Nur zu, aber es gibt
eine Menge Hürden, die für die etablierten Firmen alle kein Problem sind,
nicht zuletzt die Handwerkskammern, für die so was in den Bereich
"Elektrotechnisches Handwerk" fällt und die dazu einen Meistertitel oder
Ingenieur sehen wollen, wenn man was von "Inbetriebnahme", "Installation",
"Reparatur" auf die Gewerbeanmeldung geschrieben hat statt "entwickeln",
"herstellen", "vertreiben" wofür die IHK zuständig wäre, produzieren geht
immer im Rahmen eines Hilfsbetriebes.
DARF das Produkt verkauft werden ? Verstösst es gegen keine Patente und hält
es die Vorschriften ein und ist es im Sinne der Produkthaftung unbedenklich ?
Das ist schon schwer zu prüfen, aber ein batteriebetriebenes Gadget ohne
spitze Kanten kann höchstens nicht-funktionieren. Nach IEC61508 und 61511
müssen für Geräte, die höchstens leichte Verletzung einer Person bzw. kleinere
schädliche Umwelteinflüsse verursachen können, keine SIL-klassifizierten
Teile verwenden werden. Bei netzbetriebenen Schaltungen sollte man die 230V~
im Steckernetzteil lassen, so lange dieses möglich ist, das erspart eine
Menge Probleme. Sobald etwas funkt, an die Telefonleitung oder im Auto
eingebaut wird, werden die Vorschriften zur Wissenschaft.
KANN das Produkt sinnvoll hergestellt werden ? Manch einer hat eine Idee, die
sich dann aber als zu teuer in der Fertigung herausstellt. Massenproduktion
senkt die Herstellungskosten immens, aber die Investitionen sind auch nicht
ohne. Und die meisten wollen garantierte Abnahmemengen, bevor sie sich auf
gute Preise einlassen. Diese Garantie darf man natürlich nie geben, sondern
nur für das was man sich gerade leisten kann. Ein kommerzielles Produkt
benötigt ein ordentliches Plastikgehäuse, ab einer bestimmten Stückzahl wird
man das im Spritzguss anfertigen lassen. Wer nach Preisen fragt, kommt mit
Aluformen für einige tausend Spritzgussvorgänge aus, und braucht keine
Stahlformen für 500000 Schüsse, ausserdem könnten Formen noch mal
aufgearbeitet werden, bei glasfaserverstärktem Kunststoff ist das nach 5000
Vorgängen eh nötig. Bei wenigen Exemplaren gibt es verschiedene Methoden zur
Herstellung von Prototypen http://www.cp-gmbh.de/ . Wechselformplatten für
ein gemietetes/zurückgegebenes/mehrfachverwendetes Stammwerkzeug
(http://www.hasco.com/) sind recht preisgünstig, wenn nicht gehärtet wird und
die Oberflächen keine Struktur oder hochglanzpoliert werden sollen kommt man
mit 1000 EUR hin. Oberflächen kosten Geld, hochglanz 600 EUR, geätzt
Lederoptik 450 EUR, bei Kleingehäusen, natürlich je nach Grösse.
Spritzgussform ohne Einleger kostet so um 3000 EUR, mit 2 Einlegern, z.B.
Messinggewindebuchsen, oder 2 Schiebern für Hinterschneidungen schon 5000 EUR.
Man besorge sich eine Stammform komplett mit Führungen die zur
Spritzgussmaschine der benötigten Grösse passt, die kann man beim nächsten
Projekt wiederverwenden wenn man geschickt ist, lasse die obere und untere
Formplatte per CNC herstellen, aus Aluminium falls man nur wenige tausend
braucht sonst aus Stahl, setze die Formplatte mit Angussdüse und den
benötigten Auswerfern in die Stammform ein und montiere Kühlflüssigkeitsnippel
(falls benötigt, für 100 Schüsse in PP, PA und bedingt ABS geht's notfalls
langsamer ohne Kühlung) wie verlangt in internationaler oder anderer Norm,
dann kann eine Firma die Kunststoffteile auf ihren Maschinen herstellen, dabei
rechnet man mit 80-120 Hüben/Stunde bei Maschinenstundenpreisen von 20-50 EUR
(Dumpingpreise auch mal 10 EUR/h) bei bekanntem Materialverbrauch für je nach
Kunststoffsorte 1 bis 5 EUR/kg und lasse sich nicht Material für Angussnippel
bei fehlender Heissdüse in Rechnung stellen, die werden wieder eingemahlen.
Mit Rüstzeit können 1000 handliche Gehäuse also schon mal 1000 EUR kosten,
zusätzlich zur Form), eine bestückte gedruckte Leiterplatte, ein gedrucktes
Manual und einen ordentlichen Karton, ein CE-Bapperl und eine EAN-Nummer, und
bei all den Dingen muss man 1000, besser 5000 Stück auf ein Mal abnehmen,
damit die Preise interessant werden. Handarbeit ist bei geringen Stückzahlen
gar nicht mal so teuer, ihr glaubt nicht wie schnell man 100 Platinen
bestückt, in ein Gehäuse eingebaut, in einen Karton gesteckt, in Folie
eingeschweisst und auf eine Palette gestapelt hat, man braucht dazu mit Übung
nur 1 Tag und ein Tauchlötbad mit Drahtabschneider. Bei Handbestückung werden
bei passender Arbeitsumgebung bloss 3 Sekunden pro Bauteil angesetzt. Ihr
könnt also selbst ausrechnen, wie viel Gewinn bei 'nur 3,5 cent/Bauteil' dem
Bestücker bleibt.
Für SMD Hühnerfutter sind 0,5 cent/Bauteil ausreichend, das wird schliesslich
automatisch platziert, allerdings sind die Einrichtungskosten erheblich.
In China fällt ein DVD-Player für 7 Euro mit Verpackung vom Band.
KENNST du die nötigen Leute ? Wer nicht schon Abnehmer und Lieferanten
kennt, bekommt schlechtere Konditionen oder gar keinen Fuss in die Tür. Nicht
umsonst lebt dieses Land von Beziehungen und Bestechungen. Und das ist
uch kein Wunder, denn wenn du dir selbst überlegst, mit wem du Geschäfte
machen möchtest, denkst du auch zunächst an Freunde und Bekannte, obwohl
du weisst, das die nicht unbedingt die Allerbilligsten oder Allerbesten sind,
aber man weiss bei ihnen wenigstens, was man hat, und hofft, nicht total
beschissen zu werden.
WIRD das Produkt den Kunden erreichen ? Herstellen alleine genügt nicht, das
Produkt muss auch an den Mann gebracht werden, und ihr ahnt nicht, wie
schwer es ist, einen Karton in die Regale grosser Handelsketten zu bekommen.
Ohne Bestechung (aka Regalfläche mieten) geht da eigentlich gar nichts.
Glücklicherweise ist der Vertrieb seit dem Online Shop im Internet wesentlich
einfacher geworden, aber manche Produkte müssen halt im Einzelhandel unter
die Leute gebracht werden. Und Werbung ist noch ein ganz anderes Kapitel.
Einfacher ist es, wenn man Zulieferer ist, und man den Abnehmer schon kennt,
dafür verdient man dabei auch weniger weil man vom Abnehmer abhängig ist.
HÄLT das Produkt, was es verspricht ? Ausfälle und Reklamationen sind teuer.
So lange sie nur am Gewinn zehren, geht das noch, aber es kann anfangen, mehr
Geld zu kosten, als die ganze Sache ursprünglich eingebracht hat. Erst Recht,
wenn Anwälte und Gerichte ins Spiel kommen. Warum stecken in vielen
kommerziellen Geräten mehr Bauteile, als in der Application Note des
Herstellers ? Warum werden bestimmte Bauteile verbaut, andere (bessere,
billigere) aber nicht ? Das hat meist etwas mit der Erfahrung der anderen
Anbieter zu tun. Sie ergänzen die Schaltung, damit sie zuverlässig
funktioniert, sie meiden Bauteile, die für Ausfälle oder Beschaffungsprobleme
bekannt sind. All das weisst du nicht. Insofern lohnt es sich immer, ein
ähnlich geartetes Gerät der Konkurrenz zu kaufen, und die darin verwendeten
Bauteile und Methoden zu übernehmen, solange nichts dagegen spricht.
Patente stören weniger als man denkt, denn die meisten Schaltungstricks sind
schon alt und die Patente lange lange ausgelaufen. Bekommt man Ärger, lohnen
sich eigene Patente, die man zum Tausch anbieten kann. Das ist letztlich auch
der einzige Anwendungszweck für ein eigenes Patent, denn zum Schutz vor
Konkurrenten sind die eigentlich untauglich: Die Anmeldung ist ohne 5000 EUR
Patentanwalt unmöglich, 18 Jahre Gebühren kosten ebenso viel, doch wenn man
sich die Kosten der 3 Gerichtsverfahren zum Streitwert nicht leisten kann,
muss man das Patent erst gar nicht anmelden, man könnte es eh nicht einklagen.
Sollte ein Unternehmensberater also lediglich auf die steuerlichen Aspekte
eingehen, schmeisst ihn gleich wieder raus. Denkt allerdings als Freiberufler
an die Betriebshaftpflicht, denn ohne GmbH seid ihr voll haftbar, nicht nur
bei Vorsatz (dann hilft auch keine Haftpflicht). Eine 1 Mio Versicherung
kostet ca. 1500 EUR im Jahr. Orientiert euch, was es als einzelbetriebliche
Förderung in eurer Region gibt, da kann der Staat schon mal 65% des
Investitionsvolumens wegsubventionieren, wenn der Bürgermeister einen mag.
von: Chris D.
Die IHK bietet einen Lotsendienst, pensionierte Manager/Unternehmer die
ehrenamtlich einen Blick auf dein Unternehmen (oder die Idee) werfen und
Tipps geben. Das ist besser als jeder Unternehmensberater, denn die haben
nie ein Unternehmen geführt sondern wollen nur Geld machen.
Entscheidend ist, was man in der Gewerbeanmeldung angibt, das sollte
ausreichend handwerksfern (nicht: Fernseher-Reparatur) sein, z.B.:
§ 2 - Gegenstand des Unternehmens - Der Gegenstand des Unternehmens ist
- die Entwicklung elektronischer Baugruppen und Geräte der Rundfunk- und Nachrichtentechnik
- Leiterplattenlayout
- Aufbau von Mustern und Prototypen
- Projektierungs- und Beratungsleistungen auf den Gebieten der Rundfunk- und Nachrichtentechnik.
oder
- Dienstleistungen im Bereich elektronischer Baugruppen
- Handel mit Elektronikkomponenten/Waren aller Art ausgenommen Erlaubnispflichtigen
Meldet sich jemand von der HWK Handwerkskammer, hilft es nachzufragen, in
welcher Ausbildungsbeschreibung seiner Stände denn deine Tätigkeiten, wie:
"Layout von Leiterplatten" oder: "Entwicklung von Programmen in der Sprache C"
so vorkommt.
1) FA will erstmal nur, dass Du Dich registrierst und monatlich Deine
2) Zuersteinmal will die IHK kein Geld sehen (Beiträge üblicherweise
3) Gewerbeanmeldung kostet hier einen Zehner - nur aufpassen, dass Du
4) RoHS ist geschenkt, CE-Zert. kannst Du Dir sparen, wenn Du Dir sicher
5) Steuerberater benötigst Du am Anfang nicht, es sei denn Du machst
6) Wenn Du eigene Produkte verscherbelst benötigst Du natürlich eine
Von : superK 21.1.12
Ich sehe die UG für Absolventen die Startups gründen um ihre
Innovationen an den Mann zu bringen gerade zu als Bestmittel! Wo sonst
kann man anders als Technologieträger z.B. seine Software oder Hardware
verkaufen? Etwa als Einzelperson??? - Vor allem können so steuerliche
Vorteile genutzt werden, auch wenn man zu Anfangs nicht die großen
Umsätze einfährt.
Sollte das Geschäft laufen, wird sowieso automatisch eine GmbH daraus
nach dem man seine 25T€ zusammengeschäffelt hat. (25% dess
Jahresgewinns müssen als Stammkapital eingezahlt werden bis man die 25T€
erreicht hat).
Trick 17: bei 12500€ einfach die Firma liquidieren und eine GmbH mit
12500€ Stammkapital gründen, da eine UG nicht wie sonst üblich bei 12500
zur GmbH wird sondern wirklich erst ab 25T€.
Haften tut übrigens auch eine UG mit 25.000€ falls das Kapital keine
25T€ schwer ist, haften die Gesellschafter ergänzend mit ihrem
Privatvermögen.
Ein Vorteil ist die Steuerliche tolleranz seitens der Finanzämter. Eine
Überweisung der USt.VA ist nicht sofort nach Rechnungserhalt nötig,
sondern kann bei erhalt des Rechnungsbetrages überwiesen werden.
Ich kann die UG als Rechtsform für Startups nur empfehlen!!!
Hier übrigens eine kleine Schritt für Schritt Übersicht der Kosten und
Behördengänge:
1. Stammkapital (bspw. und auch sinnvoll mind. 1000€) auf ein Konto
einzahlen (ggf. eigenes Konto mit Guthaben von mind. 1000€ vorweislich
bereit halten).
2. Termin mit Notar zwecks Gesellschaftervertrag und Gründung einer UG
Vereinbaren
3. Zum Termin mit dem Notar den Kontoauszug mitbringen wo das
Stammkapital sich befindet.
3a. Gründungskosten im Gesellschaftervertrag auf max. 1/10 des
Stammkapitals festsetzten (mehr ist nicht erlaubt... also im Falle von
1000€ = 100€)
3b. Gegenstand der Gesellschaft bspw.: Vertrieb von Software und
Softwareentwicklung als Dienstleistung
3c. ggf den Gesellschaftervertrag einer GmbH als Vorlage benutzen wenn
es mehr als einen Gesellschafter gibt.
4. Nach Erhalt des Gesellschaftervertrags bzw. einer Kopie des Notars
zur Bank gehen und ein Geschäftskundenkonto auf Namen der UG "in Gründung"
eröffnen.
5. Notar erledigt Handelsregister Anmeldung und IHK Anfrage ob das in
Ordnung geht oder ob Einwände bestehen.
6. Stammkapital auf das Konto einzahlen
7. UNBEDINGT EINEN STEUERBERATER/IN SUCHEN UND MIT IHM/IHR:
- Die Gewerbliche Steuer/Ust. Anmeldung der UG fürs Finanzamt ausfüllen
- Die Eröffnungsbilanz der UG machen und ans Finanzamt senden
- Basics für die Buchhaltung erklären lassen z.b. wenn ich ein PC kaufe
für 1001€ im Namen der UG, da man dann direkt insolvent ist das der
Einkauf das aktuelle Stammkapital überschritten hat! Man muss vorher
angeben mit was man diesen Invest bezahlen will!! UNBEDINGT VOM
Steuerberater erklären lassen!!!
- Ordnerstruktur und Konten für Einkäufe/Verkäufe
8. Nach erhalt der Ust/St ID kann die Geschäftstätigkeit beginnen.
(diese könnte auch vorher beginnen aber erst nach der Anmeldung der UG
beim Handelsregister greift die beschränkte Haftung!!)
Gründungskosten:
Notar mit Gesellschaftervertrag (bspw. 2 Personen und erweiterter
Vertrag) = 480€
Anmeldung beim Handelsregister + Bundesanzeiger = 150€ + 1€
Eröffnungsbilanz = 100€ (ggf. aushandeln)
Laufende Kosten:
monatlich: Steuerberater zwecks Belege und Ust voranmeldungen. 50€
jährlich: Jahresabschluss + Bilanz + etc.: 600 - 1000€
Von: Rafael Deliano 1999
> Gefühl für Elektronik-Preise
Dass man sich alle Fakten nicht aus dem Finger saugen kann ist klar, aber auf
Gefühl sollte man sich nicht verlassen.
> Automobilbereich
Immer im Auge behalten, dass "einfache" Schaltungen, dort nicht mehr einfach
sind. Die Teile sollen erweiterten Temperaturbereich haben (nicht immer
billig, nicht immer handelsüblich), die Aufbauten sollen vibrationsfest,
korrosionsfest sein. Es gibt spezielle EMV-Anforderungen für Abstrahlung, seit
sie ABS, Funktelefone usw. haben. Das Bordnetz ist bekannt schmutzig, man
muss also auch störfest sein. Alles in der Entwicklungsphase raussuchen,
Liefersperre vom Kunden während der Fertigungsphase kann für kleine Firmen
der Ruin sein. Pfuschen ist für Grossfirmen eben leichter. Kunden habe ferner
scharfe Stichprobenprüfungspläne. Einige Nieten können zu Rücksendungen
ganzer Lieferungen führen (= Lieferausfall, teuer). D.h. kosteneffektive und
gute Testbarkeit berücksichtigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei hohen
Stückzahlen Ausfälle durch Bauteilstreuung oder Lötfehler nicht mehr durch
Reparatur so nebenbei zu beheben sind, es sind dann einfach zu viele Boards
die man bearbeiten müsste. Niemand kann im Prüffeld eine chinesische Armee
aufbauen um solche Fehler zu suchen und wem nicht klar ist, warum man die
Baugruppen nicht wegwerfen kann, dem kann ich das gerne separat erläutern.
Also Optimierung von Schaltung und Layout dahingehend frühzeitig ernsthaft
betreiben.
> Stückzahlen 1...3 Mio/a.
Real oder Vertriebsprognose ? Meine Erfahrung: Inschinöre schätzen um Faktor
2, echte Vertriebsleute um Faktor 4 - 10 zu hoch, wenn es um zu erwartende
Stückzahlen für ein Produkt geht, das die Firma bisher nicht produziert hat.
> Aber wie bekommt man die zu erwartenden Preise in den Griff?
- Im Rechner der Distributoren stehen bekanntlich Preise bis 100 St als
Listenpreise. Oberhalb 1k wirds recht schnell Verhandlungssache. Wobei der
Kunde die besten Karten hat, der über längere Jahre hohe Stückzahlen bei dem
Distributor gekauft hat. D.h. ein neues, unbekanntes Unternehmen kriegt hohe
Preise genannt, kalkuliert dementsprechend teuer, fliegt bei Ausschreibung
sofort raus.
- Da der Wechselkurs oft in den Preis eingeht (Distributor fragen, wie er
abrechnet), kann es interessant sein Wechselkurse über die Jahre bezüglich
bestimmter Währungen zu beobachten. Von Katastrofen abgesehen, gibt es immer
Trends die ein paar Jahre halten. Man hat schliesslich die freie Wahl, ob man
als Controller einen Japaner oder Amerikaner oder Europäer einbaut.
- Lieferfähigkeit ist während der Produktionsphase wichtiger als der Preis
(sieht jeder erst ein wenn's zu spät ist). Manche Mengen kann man nicht vom
Lager der verschiedenen Distributoren zusammentelefonieren. Auch mündliche
Zusagen der Distributoren über Lieferfähigkeit sind wertlos, nach einem
halben Jahr erinnert sich da niemand mehr dran. Aber andererseits will
niemand langfristige Lieferverträge mit Distributoren abschliessen. Wenn die
Fertigung schleppend hochfährt, oder die Stückzahlprognose zu hoch lag oder
die ewig fleissigen Entwickler das Teil schon wieder rausdesigned haben kriegt
man Teile, die man nicht braucht, und soll sie zahlen. Die Lieferverträge
decken manchmal das Währungsrisiko ab, hängt aber oft ab was im Detail
vereinbart wurde.
Wenn man sich ohne langfristige Verträge bei Halbleitern durchmogeln muss:
- second source verfügbar ? Heute oft kaum noch möglich das zu
berücksichtigen. Upgrades funktioniert oft noch: d.h. OP mit Standardpinning
immer durch anderen, besseren ersetzbar.
- Reputation des Bauteilherstellers bezüglich Lieferfähigkeit beachten. Einige
sind berüchtigt: Motorola, Maxim ...
- Unbekannte Hersteller die über Preis in einen Markt eindringen wollen, aber
praktisch noch nichts fertigen oder verkaufen sind auch verdächtig. Sie gehen
so schnell wie sie kommen.
- Bei Distributoren anfragen welche Stückzahlen er ab Lager liefern könnte.
Hohe verfügbare Menge deutet auf viele design-ins hin und das Teil sollte damit
gängig sein.
- Zu alte oder zu neue Teile meiden. Alte, exotische Teile (vor 1990) werden
oft abgekündigt, weil der Hersteller die Fertigungslinie abbaut. Bei neuen
Teilen sammelt er oft schon Bestellung, kriegt die Fertigung aber nicht so
schnell hoch wie er meint. Rückstau zwangsläufig, kleinster Kunde hat
geringste Priorität.
Für kleine Firmen sind die hohen Stückzahlen oft eher eine Einladung sich das
Genick zu brechen, als eine lukrative Gelegenheit.
Von: Rafael Deliano 1999
>> Lieferfähigkeit ... wichtiger als der Preis
Man kann auch sagen warum: wenn geliefert wird, kommt Zahlung rein. Ob das
Produkt statt ein wenig Gewinn, ein wenig Miese macht, merkt man selbst oft
erst beim Nachrechnen. Die Bank jedenfalls merkt nichts. Wenn jedoch wegen
Lieferunfähigkeit keine Zahlung kommt, wird die Bank nervös und knipst einem
oft vorschnell das Licht aus.
>> (ca. 1 kB ROM, ca. 200 Byte RAM)
Ein derartiger Controller (20 Pins) wie der 68HC707J1A kostet bei 1k als OTP
nur noch 1.20 EUR. Die Variante KJ1A (16 Pin) als OTP bei 1k -.80 EUR ist bei
grösseren Stückzahlen (500k) unter -.45 EUR. (Das sind Preise die Future mal
veröffentlichte) ROMs sind nochmal billiger, aber die Stückzahlen ab denen sie
der Hersteller annimmt sind dementsprechend hoch. Offensichtlich sind Typen
wo man die Fertigung mit OTPs hochfahren kann und erst wenn alles stabil ist
auf ROM wechselt empfehlenswert.
> kundenspezifischen ASIC
Wie oben gesehen ist gegen Standardcontroller vom Preis nicht viel zu holen.
CPLDs sind teuer und brauchen viel Strom, Gate Arrays sind nicht so
änderungsfreudig wie Software und es dauert oft Monate bis die Samples kommen.
Ich hab vor 10 Jahren mal ein kleines gemacht: 50% der Zeit ging drauf das
Programm für den Tester zu schreiben ...
5 Punkte gäb's noch um am Preis für hohe Stückzahlen zu bohren:
- Für simple Anwendungen ist 8 Bit oft überdimensioniert. 4 Bit CPUs werden
speziell für Preiskriege immer noch gemacht. Hauptsächlich Japaner. Aber z.B.
in Deutschland (Eching/Heilbronn Fertigung in Frankreich) MARC4 von
Atmel/Temic. Einige Teile auch OTPs. Einsatz z.B. mit Transpondern in
KFZ-Schliessanlagen (Temic gehörte mal Daimler-Benz). Wenn man beim
Distributor fragt, wird man meist abgewimmelt. Besagt aber nichts, die Teile
werden hauptsächlich für einen Kundenkreis, der nicht bei Distributor kauft,
gefertigt. Besser direkt beim Hersteller bohren.
- bipolare Analogschaltungen kann man mit Zetex als "analoge" GateArrays
fertigen, braucht allerdings Stückzahlen (10k/Jahr ?). Auf dem Chip sind NPN,
(lausige) PNP, Widerstände, kleine Kondensatoren. Man zahlt nur eine
Metallisierungsmaske. Die Standard-ICs die Zetex selbst anbietet basieren alle
auf diesen vorgefertigten Arrays. War bei vielen Produkten von Ferranti und
Exar genauso. Hat den Vorteil, dass die Parameterstreuung ständig kontrolliert
wird und das Ausgangsprodukt billig ist. Zum Entwickeln gibts DIL-IC-Kits die
die Transistoren enthalten. So kann man Breadboards aufbauen. Ferner gibts die
Transistordaten in PSPICE-Format, man kann also auch MonteCarlo-Analyse
machen (konnt man bei Ferranti damals noch nicht).
- Leiterplatten aus Fernost in FR1/FR2 und einlagig sind billiger. Die Sorte
wird in Deutschland zwar kaum noch produziert, aber immer noch von vielen
Firmen bei preiskritischen Produkten verwendet. Technisch ist es nötig das
Layout (Leiterbahnbreite, Lötaugendurchmesser) sorgfaltig abzustimmen, wegen
der schlechteren Haftfestigkeit des Kupfers. Man kriegt auch einfache
SMD-Schaltungen drauf. Als Material gibt es die "echten schlechten" braunen
aus Fernost, aber auch das gelbliche, plastikartige FR3-Material das z.B.
auch für Posttelefone eingesetzt werden durfte und in Europa noch produziert
wird. Vorher abklären wie es in der Anwendung um Anforderung an Flammschutz,
Aufquellen bei Feuchtigkeit, mechanischer Festigkeit aussieht. Bei grossen
Boards (Netzteilen) verzieht sich FR1 beim Schwallen oft unschön oder hängt
bei Trafos durch.
Wenn man weiches Leiterplattenmaterial hat, muss man die Boards auch nicht
mehr bohren sondern kann Stanzwerkzeug (allerdings grösserer Lochdurchmesser)
machen, was bei hohen Stückzahlen sinnvoll sein kann.
- Lieber mehr als weniger herumtelefonieren, wenn Teile teuer und der Markt
uneinheitlich ist. Trifft besonders für elektromechanische Teile und ähnliche
Exoten zu. Ich brauchte unlängst einen 600:600 Ohm Übertrager ohne weitere
Anforderungen. Erste Anruf an Haufe/Deutschland: die wollten 5 EUR. Weiter
zu Consar, der amerikanische Trafos für Modems führt. Kompakte Teile, guter
Qualität aus automatischer Fertigung, aber etwa 2 EUR. Verwendet wurde dann
ein Teil aus Fernost das etwas über -.50 EUR kostet. Es ist keine Augenweide,
funktioniert aber auch.
- Versuchen Probleme prinzipiell anders anzugehen, insbesondere in Software zu
verlagern. Ich habe hier eine Leiterplatte mit einem kleinen Controller und
einem bipolaren analogen Freisprech-IC (4 EUR) das zusätzlich einen Schwung
kleiner Aluelkos benötigt. Da der Controller abgekündigt wurde, kommt ein
etwas grösserer rein der zusätzlich A/D-Wandler und mehr Pins hat. Alles nicht
benötigt, aber der Typ ist die preiswerteste Alternative in der Familie.
Gleichzeitig werde ich versuchen das Freisprech-IC durch einen Analogschalter
4066 (0,10 EUR) zu ersetzen und den Controller die Schalterei machen zu lassen.
Er kann sich durch die A/D-Wandler den Pegel in beiden Kanälen bestimmen und
tut während des Sprechens ohnehin sonst nichts.
> "Entwickeln" kann man ja eigentlich nicht sagen, da das ja eh nur
Manch einer denkt, daß Seriengeräte nur nachgebaute ApplicationNotes sind.
Für industrielle Anwendung ist servicefreie Lebensdauer, also verbesserter
Blitzschutz interessant.
die analoge Beschaltung kann oft deutliche Auswirkung auf die
Fehlerhäufigkeit BER haben. Eher bei höheren Geschwindigkeiten ein Problem.
die analogen Telefonnetze in Europa sind nicht sonderlich kompatibel und daß
es Zulassungstests besteht bedeutet nicht, daß es in der Praxis dann auch
überall funktioniert. Z.B. innerhalb Nebenstellenanlagen.
einige (Modem-)Chipsätze hatten Macken. Rockwell z.B. manchmal nur
Verbindungsaufbau zwischen Rockwell-Chips aber nicht zu anderen Modems.
Auch der automatische Wechsel zwischen Geschwindigkeiten im Betrieb war
früher oft problematisch.
D.h. "jeder" kann zwar ein bischen ein Modem bauen, aber nur spezialisierte
Firmen mit KnowHow und geeigneten Meßgeräten können Produkte basteln die
marktfähig sind. Ist in den meisten Branchen so.
Wer beim Aufkleben des CE-Bapperls Skrupel hat, ist als Unternehmer
charakterlich ungeeignet.
Die folgenden Absätze betreffen nur gewerblich Handelnde. Wer nur Oma's
Altgeräte oder seine ausrangierten Basteleien verkauft, keine nachhaltige
Gewinnerzielungsabsicht sondern nur Liebhaberei (Finanzamtsdeutsch)
dahintersteht, braucht sie nicht zu beachten. Wer allerdings Bausätze für
andere Modellbaufreunde anbietet, damit er die 100 zu viel gekauften Platinen
wieder los wird, muß sich schon überlegen, ob das nicht gewerblich aufgefasst
werden könnte.
> CE
Jedes in Europa auf den Markt gebrachte Gerät muss den in seinem Bereich
geltenden Richtlinien und Gesetzen genügen, und das signalisiert der
Inverkehrbringer (nicht unbedingt der Hersteller, sondern auch Importeur oder
derjenige dessen Markenname auf dem Gerät klebt) durch Aufkleben des
CE-Zeichen, wozu er vom Hersteller eine Declaration of Conformity für das
Gerät benötigt, in der der Hersteller sagt welche Normen und Anforderungen
das Gerät erfüllt. Harmonisierten Normen dienen den Herstellern als
Hilfestellung zur Risikoanalyse (IEC262626, IEC61508) und bei der Umsetzung
der grundlegenden Anforderungen. Klagen können Wettbewerber, wenn sie
herausfinden, daß das Gerät gegen eine Vorschrift verstösst. Man sollte also
die für einen geltenden Vorschriften kennen und im Zweifel messen ob die
eigenen Geräte sie einhalten, sonst kann man böse Überraschungen erleben. Das
Produkthaftungsgesetz sollte man gelesen haben und auch BGB §823(2). Optimal
ist es, ein Prüflabor zu beauftragen. Damit bekommt man dann eine "Expert
Opinion" von einem "Notified Body". Damit ist man bestens gegen rechtliche
Probleme gewappnet. Mehr kann man im Prinzip nicht tun.
Wer keine selbständig funktionierenden Endprodukte sondern nur Bauelemente
liefert, der muß CE Konformität nicht nachweisen, es ist bei Bauteilen sogar
unzulässig ein CE-Zeichen aufzukleben.
Es ist ja auch unmöglich, bei nackten Platinen oder Bauteilen den Berührschutz
etc. sicherzustellen, dennoch sind manche Produkte anders: Netzkabel, Trafos,
PC-Einsteckkarten, obwohl ohne Gehäuse so ein Teil natürlich Abstrahlungen
weit oberhalb der erlaubten Werte hat und ein CE Bapperl eigentlich Unsinn ist.
Hier hat aber wohl die fälschliche Gepflogenheit der EAR, die für solche
Ersatzteile - obwohl sie kein Gerät mit eigenständiger Funktion sind - auch
Abfallanmeldung und Gebühren haben will, auch andere irritiert. Alle Teile
müssen aber geeignet sein, die CE Richtlinien zu erfüllen, es gibt also keine
Ausrede für zu geringe Sicherheitsabstände auf der Platine, oder nicht UL94
genügende Unbrennbarkeit der Materialen, ein Käufer wäre zu Recht unzufrieden,
er benötigt ja die Declaration of Conformity z.B. über die Unbrennbarkeit von
Gehäusen um entscheiden zu können ob er das CE Zeichen aufkleben darf.
Für alle Produkte, die unter eine oder mehrere der nachfolgend genannten
Richtlinien fallen, existiert eine CE-Kennzeichnungspflicht:
ATEX (94/9/EG)
Aufzüge (95/16/EG)
Bauprodukte (89/106/EWG)
Druckgeräterichtlinie (97/23/EG)
EMV-Richtlinie (2004/108/EG)
Gasverbrauchseinrichtungen (2009/142/EG)
Maschinenrichtlinie (2006/42/EG)
Medizinproduktrichtlinie (93/42/EWG)
Niederspannungsrichtlinie (2006/95/EG)
Persönliche Schutzausrüstungen (89/686/EWG)
Spielzeugrichtlinie (2009/48/EG)
Normen für die elektrische Sicherheit:
EN 60950: Niederspannungsrichtlinie
EN 60204: Sicherheit von Maschinen - Elektrische Ausrüstung von Maschinen
EN 60947-5: Niederspannungsschaltgeräte (NOT AUS)
NFPA 79: Electrical Standard for Industrial Machinery
EN ISO 12100:2010: Sicherheit von Maschinen - Allgemeine Gestaltungsleitsätze - Risikobeurteilung und Risikominderung (Zusammenlegung von EN ISO 12100-1, EN ISO 12100-2 und EN ISO 14121-1)
> EMV
Üblich sind:
Störfestigkeit nach EN 50082-2 DIN 61000-6-3 (EMV-Störfestigkeit)
Elektromagnetische Verträglichkeit Fachgrundnorm Störfestigkeit
Funkentstörung nach EN 55022 Klasse A DIN 61000-6-1 (EMV-Abstrahlung)
Elektromagnetische Verträglichkeit von Einrichtungen der Informationsverarbeitungs- und Telekommunikationstechnik
IEC-60929 elektronische (Leuchtstofflampen-)Vorschaltgeräte
Sicherheit von Einrichtungen der Informationstechnik einschließlich elektrischer Büromaschinen
ISO 26262 für Elektroautos, zumindest IEC61508, ECE R100 wenn man es nicht verkaufen will.
Wenn in der Konformitätserklärung die DIN EN 60204-1 genannt ist, muß davon ausgegangen
werden daß die Erstprüfung nach BGV A3 erfolgt ist, sie ist ja Bestandteil der Norm.
Beispiel: Schneeräumgerät mit elektrischem Motor:
Beispiel CNC Fräse
> Zoll
> Ersatzteile (Art. 4 Abs. 4 und 5 der RoHS-II-Richtlinie)
Für Ersatzteile oder Zubehörteile gelten dieselben Kriterien wie für das
Gerät für welches das Ersatzteil bestimmt ist, zum damaligen Zeitpunkt als
es gebaut wurde. Stammt das Gerät von vor 2006, muß es RoHS nicht einhalten,
bei Medizingeräten gar bis 2014.
Baut man Teile aus einem Altgerät aus, um sie in einem Neugerät einzusetzen,
darf man 10 Jahre alte Richtlinien verwenden, wenn die Widerverwendung in
einem closed-loop business-to-business return system erfolgt und den
Verbrauchern mitgeteilt wird, dass Teile wiederverwendet wurden. Eigentlich
hätte das für wiederbefüllte Tonercartridges gelten können, aber leider steht
im Gesetz B2B.
Wer gewerblich importiert/exportiert hat mit dem Zoll zu tun und beantragt
eine EORI-Nummer mit obenstehendem Formular. In einigen Bereichen gilt das
Reverse Charge Verfahren für die Umsatzsteuer bei Integrierten Schaltungen
ab 5000 Eur, d.h. der Lieferant stellt dem gewerblichen Kunden keine MWSt.
in Rechnung, und der Kunde, der sowieso eine monatliche
Umsatzsteuervoranmeldung abgibt und gegenrechnet, hat sie - soweit nicht
ausgeglichen - an das Finanzamt abzuführen. Kennt der Absender die Regelung
nicht, reicht dem Finanzamt auch ein Trackingnachweis des
Transportunternehmens.
> UL
Im Gegensatz zu CE in Europa ist UL in den USA kein gesetzlicher Zwang, wird
aber von vielen Kunden als Sicherheitskriterium verlangt. Damit ein Produkt
die UL Prüfung in einem der Underwriter Laboratories besteht, sollten alle
sicherheitsrelevanten Bauteile UL listed sein. Per Steckernetzteil oder
Batterie betriebene Geräte sind vor allem dann nicht UL relevant, wenn die
Leistung sowieso nicht ausreicht um einen Brand zu verursachen. Letztlich
legt UL fest, welche Bestandteile der Schaltung sicherheitsrelevant sind,
aber wo Netzspannung anliegt kann man davon ausgehen. Das betrifft also die
Leiterplatte (Category Code ZPMV2 Wiring, Printed - Component), Schalter,
Steckverbindungen, Netzzuleitung, Trafo, Optokoppler oder X und Y
Kondensatoren. Bei normalen Bauteilen und Gehäusen gilt UL94 (Tests for
Flammability of Plastic Materials for Parts in Devices and Applications) als
ausreichend, die wird von IC Herstellern normalerweise in einem
Sammeldokument belegt. Letztlich muß der Hersteller der Leiterplatte für
genau diesen Typ (also z.B. Epoxy doppelseitig durchkontaktiert) UL
zertifiziert sein, sich regelmässig prüfen lassen und darf dann das
UL-Zeichen mit seinem Herstellerzeichen und dem Fertigungsdatum aufdrucken,
und ebenso der Fertiger der Baugruppe und der Hersteller der das Produkt in
Verkehr bringt. Mit bestandener UL kommt das Produkt bei einer FCC
(Funktechnik) oder FDA (Medizintechnik) Prüfung auch schneller durch. Da in
den USA der Importuer haftet, möchte der oft eine FCC Compliance (EMV)
Prüfung sehen, die von einem FCC zertifizierten Labor (auch in Deutschland)
gemacht wurde.
> ISO9001
Die ISO9001 will im Kern sicherstellen, daß deine Produkte stets dieselbe
(ob hohe oder niedrige ist dabei egal) Qualität haben. Dazu gibt es
verschiedene Methoden. Selbst wenn man sich nicht zertifizieren lässt (was
bei Kleinbetrieben sowieso nicht geht weil die ISO mindestens 4 Mitarbeiter
fordert die nicht dieselbe Person sein dürfen, nämlich Geschäftsführer,
Qualitätsmanager der an Geschäftsleitung berichtet, ISO9000 Beauftragter der
an den Qualitätsmanager berichtet und derjenige dessen Arbeit nach ISO9000 zu
überwachen ist) ist es sinnvoll, sich über die Qualitätssicherung Gedanken zu
machen, damit z.B. bei der Softwareentwicklung nicht dersselbe Bug zum
zweiten mal gefixt werden muß, oder einem bei Zulieferung keine Fälschungen
untergejubelt werden. Viele schlechte Umsetzungen erfordern allerdings hohen
zusätzlichen Arbeitsaufwand, nur wenn es vollautomatisiert (und damit auch
automatisch protokolliert) umgesetzt wurde, ist es gut gelungen.
> E-Typgenehmigung
Für Fahrbetriebs- oder Sicherheitsrelevante oder eventuell störende in KFZ
eingebaute Geräte braucht man eine e-Typgenehmigung nach 72/245 EG (aktueller
Änderungsstand 2006/28 EG) bzw. die E-Typgenehmigung nach ECE R10, sie
unterliegen dafür im Gegenzug nicht der WEEE. E1 kommt aus Deutschland, E13
aus Luxenburg ist oft preiswerter zu bekommen und hier auch gültig.
Nach Anfangsbewertung deines Unternehmens durch das Kraftfahrbundesamt, bei
der eine Zertifizierung nach ISO 9000 ff. hilfreich ist, gehst du mit deinem
Equipment zu einem vom KBA zertifizierten Prüflabor, das Dich berät, ein
Gutachten erstellt, und den Antrag zur Typgenehmigung beim KBA einreicht.
Das KBA erteilt dann nach Prüfung der Unterlagen gegen Gebühr 522,00 EUR die
Typgenehmigungsnummer. Gelegentlich wird deine Fertigung vom KBA Dresden
gemäß 70/156/EWG, Anhang X, geprüft.
Wer sein Auto umbauen will, sollte beachten, daß die Betriebserlaubnis
erlischt durch:
a) Die in der Betriebserlaubnis genehmigte Fahrzeugart wird geändert.
b) Eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern ist zu erwarten.
c) Das Abgas- und Geräuschverhalten wird verschlechtert.
In explosionsgefährdeten Bereichen brauchen Geräte eine ATEX (EEx Zone 0, 1,
2, 22) Zulassung. Anschlüsse nach aussen (z.B. Batterieladekontakte) müssen
Vorkehrungen enthalten, die ein Kurzschliessen verhindern, oder verhindern
daß zündfähige Energie an die Anschlüse geliefert wird, Bauteile im Gerät
müssen in der Leistung so begrenzt sein, daß Temperaturklasse T4 eingehalten
wird wenn irgendwo Kurzschlüsse auftreten, das Aussengehäuse darf nicht
elektrostatisch aufladebar sein, u.s.w. Autos sind aber von der Richtlinie
94/9 EG ausgenommen, dort gilt ja schon 72/245 EG.
> RoHS ElektroStoffV
Haushaltsgroßgeräte, Haushaltskleingeräte, Geräte der Informations- und
Telekommunikationstechnik, Geräte der Unterhaltungselektronik,
Beleuchtungskörper, elektrische und elektronische Werkzeuge, Spielzeug
sowie Sport- und Freizeitgeräte, medizinische Geräte, Überwachungs- und
Kontrollinstrumente einschließlich Überwachungs- und Kontrollinstrumente
in der Industrie, automatische Ausgabegeräte, sonstige Elektro- und
Elektronikgeräte die nicht unter die Nummern 1 bis 10 fallen und mit bis zu
1000V~ oder 1500V= betrieben werden (wozu dann die vorherige Auflistung?)
ausser Geräte, die für den Schutz der wesentlichen Sicherheitsinteressen der
Bundesrepublik Deutschland erforderlich sind einschließlich Waffen Munition
und Wehrmaterial für militärische Zwecke, Ausrüstungsgegenstände für einen
Einsatz im Weltraum, Geräte, die speziell als Teil eines anderen, von dieser
Verordnung ausgenommenen oder nicht in den Geltungsbereich dieser Verordnung
fallenden Gerätetyps konzipiert sind und installiert werden sollen und ihre
Funktion nur als Teil dieses Geräts erfüllen können und oder nur durch
gleichartige, Geräte ersetzt werden können,
ortsfeste industrielle Großwerkzeuge, ortsfeste Großanlagen, Verkehrsmittel
zur Personen- oder Güterbeförderung mit Ausnahme von elektrisch
angetriebenen Zweirad-Fahrzeugen, die nicht typgenehmigt sind, bewegliche
Maschinen, aktive, implantierbare medizinische Geräte, Photovoltaikmodule
die zur Verwendung in einem System bestimmt sind das zum ständigen Betrieb
an einem festen Ort zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie
für öffentliche, kommerzielle, industrielle und private Anwendungen von
Fachpersonal entworfen, zusammengesetzt und installiert wurde und
Geräte, die ausschließlich zu Zwecken der Forschung und Entwicklung entworfen
wurden und nur auf zwischenbetrieblicher Ebene bereitgestellt werden.
dürfen nicht mehr als 0,1 Gewichtsprozent Blei, Quecksilber, sechswertiges
Chrom, polybromiertes Biphenyl (PBB) oder polybromierte Diphenylether (PBDE)
je homogenen Werkstoff oder 0,01 Gewichtsprozent Cadmium je homogenen
Werkstoff enthalten. Dafür bekommen sie eine EU-Konformitätserklärung in
deutscher und englischer Sprache und ein CE-Zeichen entweder auf dem Gerät
der Verpackung oder den beigelegten Unterlagen, die Unterlagen sind 10
Jahre aufzuheben. Der Hersteller muss sicherstellen, dass seine Elektro- und
Elektronikgeräte zur Identifikation eine Typen-, Chargen- oder Seriennummer
oder ein anderes Kennzeichen und seinen Namen, eingetragene Firma oder
eingetragene Markennamen tragen.
> WEEE
Ab März 2006 muss Elektronikschrott von den Herstellern zurückgenommen und
entsorgt werden. Europaweit http://www.weee-forum.org/members_list.htm und in
Deutschland ist die http://www.stiftung-ear.de/ zuständig. In der Schweiz
heisst das seit 1998 VREG. Für kleine Hersteller ergibt das viele Fragen,
gerade wenn sie viele unterschiedliche nicht direkt vom Endverbraucher
einzusetzende aber in ganz Europa direkt bestellbare Sachen produzieren, wie
z.B. uC-Entwicklungssystem. Präventiv kann man schon mal alle Geräte gleich
machen, in dem man sie mit einem übergeordneten Begriff versieht (statt
ARM-Developer, PIC-Master etc. einfach uCDevelop for ARM, uCDevelop for PIC
und einfach den uCDevelop anmeldet). Eine gute Darstellung findet sich hier:
Die Gegenseite liefert solches hanebüchenes:
Die möglichen Kosten sind immens und übersteigen den mit dem Verkauf zu
erzielenden Gewinn bei Weitem. Wer vor der Stiftung EAR einen
Feststellungsantrag stellt in dem die Stiftung einem verbindlich bescheinigt,
daß man von den Regelungen des ElektroG nicht betroffen ist, soll alleine für
dessen Bearbeitung 400-800 EUR zahlen. Auch wer wenig produziert, bekommt
eventuell einen Container an Elektronikschrott zur Entsorgung aufgedrückt. Zur
Entsorgung können sich viele Kleinanbieter zusammenschliessen, die Anmeldung
muss jedoch jeder selbst durchführen und bezahlen. Bei Kleinmengen unter 30kg
bzw. 300kg im Jahr reicht inzwischen die Anmeldegebühr von 200 EUR.
Vermutlich sind allerdings die von der EAR in Rechnung gestellten Kosten nach
Az. AN 11 K 08.01161 vom 29.10.2008 rechtswidrig, also immer Einspruch
einlegen damit man ggf. zurückerstattet bekommt. Man kann die Stiftung
verklagen weil sie im Sinne des § 78 Abs. 1 Nr. 1 VwGO. passiv
prozessführungsbefugt ist. So lange man nur in andere EU-Länder verschickt,
reicht eine Anmeldung in Deutschland, kommt es im anderen EU-Land aber unter
einem anderen Namen von einer lokalen Vertretung, muss es auch dort gemeldet
werden. Wenn man bedenkt, das in das System auch hundertausende Tonnen von
Altgeräten einfliessen, sollten kleine Hersteller gar keine Rolle spielen und
ausgenommen werden (allerdings würden dann mittlere Hersteller einfach ein
Dutzend Unterfirmen gründen um das zu umgehen).
Da Glühlampen keine Elektronik enthielten und nicht unter EAR Rücknahme fielen
sind auch LED-Leuchtkörper nicht bei EAR zu registrieren und bekommen kein
Mülltonnenverbotssymbol. Man sieht, wie widersinnig mache Gerichtsentscheidung
ist.
Betrachtet man die Anmeldungen bei EAR, sieht es so aus, als ob die meisten
Importeure sich nicht anmelden. So lange man seinen Produkten keine Namen
gibt, sondern sie nur an andere Leute verkauft, die ihren Namen draufstempeln
bevor die Geräte an Endanweder gehen, ist man als OEM nicht vom EAR betroffen.
Eventuell muss man die VerpackV beachten, die gegenüber dem ElektroG mit 27
Seiten recht harmlos ist und mit 20 EUR erledigt werden kann. (Bähr kleine
Lizenz 35 EUR verrechenbar mit Kartons, Landbell AG). Wer Batterien (von der
Knopfzelle bis zum Bleiakku) in Deutschland erstmals in Verkehr bringt (also
herstellt oder importiert), der muss sich beim Umweltbundesamt registrieren
und ein Mülltonnen-Zeichen auf seinen Produkten anbringen.
Bausätze werden wie die sich daraus ergebenden Geräte (falls der Bausatz
überhaupt ein Gerät nach WEEE ergibt) behandelt, entgegen der Vorstellung
mancher Uninformierter, immerhin ist das Gewicht meist gering und die
meisten sind auch nach dem Zusammenbau keine eigenständig funktionierenden
Geräte.
Wer Geräte herstellt, die nur angebaut eingesetzt werden, z.B.
Maschinensteuerungen "sind ohne an die Maschine angebaut zu werden sinnlos",
dann fallen die Produkte nicht unter WEEE.
Hersteller von Geräten, die zur Reparatur oder Produktion benötigt werden
und daher i.A. gewerblich eingesetzt werden, wie Messgeräte, müssen sich bei
der EAR nur für die Geräteart "Überwachungs- und Kontrollinstrumente für
ausschließlich gewerbliche Nutzung" registrieren, so machen es Agilent,
Tektronix und National Instruments. Das Beagle-Board versucht sich auf
rechtlich zweifelhafte Art aus RoHS und WEEE rauszuhalten, unterliegt aber
als nicht eigenständiges Gerät natürlich nicht CE und EAR:
Andere Länder, andere Sitten, äh, Kennzeichnungen:
Elektronikschrott ist auch was wert:
Daher kann es sinnvoll sein, eine grössere Menge so einem Entsorger zu
übergeben, sich das quittieren zu lassen und bei der EAR zu melden. Damit
ist man raus aus dem Verteilungsverfahren und braucht keine insolvenzsichere
Rücklage nachweisen so lange man im Plus ist UND hat etwas Geld verdient statt
ausgegeben.
Die RoHS Richtlinie verbietet die Verwendung von Bleilegierungen als Lot in
Consumer-Geräten (Medzintechnik und Fernmeldetechnik ist teilweise
ausgenommen) und man hört von bis 3mm langen Zinn-Nadeln (Tin-Whiskers) die
Probleme bei Verwendung von Reinzinn vor allem an nicht-verlöteten
Bauteilanschlüssen verursachen:
Derzeit wird behauptet, daß die immense Ausfallsquote bei Microsofts XBox360
von über 30% mit Schäden von über 1 Milliarde Dollar auf bleifreies Lot an
wärmebelastetem BGA zurückzuführen ist. Auch der Ausfall des LHC soll auf
bleifreies Lot zurückzuführen sein. Man kann das unterschiedlich bewerten,
da aber RoHS in Japan eingeführt wurde auch mit dem Ziel, nicht-RoHS-konforme
Importe verhindern zu können, ist das ein voller Sieg von Sony. RoHS hat es
geschafft, einem ausländischen Konkurrenten zu schaden.
Bei Jägern, die jährlich 3000-4000 Tonnen Blei allein in Deutschland verpusten,
hat man das Bleiverbot wieder gekippt:
Die Firmen selbst müssen ihre elektrischen Einrichtungen auch prüfen oder
prüfen lassen nach BGV A3 (VDE701/702), was unter 5 EUR pro Gerät kosten
sollte, und das muss dokumentiert werden damit Versicherungsschutz besteht,
sollte von dem Gerät ein Schadensfall ausgehen, und dazu muß jedes Gerät und
jedes Kabel eine Identifikation (z.B. Barcode) bekommen, was wiederum bei
Neuanschaffungen jede Menge Arbeit macht.
Von: MaWin 4.7.2000
> Wie lädt man Akkus wieder auf ?
In Nickel-Cadmium (NiCd) und Nickel-Metallhydrid (NiMH) Akkus kann man einfach
14 Stunden lang einen Strom hineinschicken, dessen Mittelwert einem Zehntel der
Kapazität entspricht, also z.B. einen 700mAh Akku mit 70mA aufladen. Das tun
die ganzen Billigladegeräte, bei denen der spezielle Trafo gleich die
Strombegrenzung übernimmt (Prinzip Klingeltrafo) und die man nach 14 Stunden
manuell abklemmen soll.
Achtung: Es lohnt sich, bei gekauften Ladegeräten mal den mittleren Ladestrom
bei halbvollem Akku (1.2V/Zelle) mit einem einfachen Analoginstrument oder
Digitalinstrument nachzumessen. Der Strom liegt meist so weit vom Sollwert
entfernt, das man die aufgedruckte Ladezeit entsprechend korrigieren sollte.
Manche Akkus sind mit höherem Strom auch in 4 Stunden schnellladefähig.
Am Fahrrad tun es 5 NiCd-Zellen (6V) hinter einem Brückengleichrichter weil der
Dynamo konstant 500mA liefert und damit zum Akkuladen ideal geeignet ist, wenn
der Akku ausreichend Kapazität hat (z.B. ein in 4h schnelladefähiger 2Ah-Akku
aus SubC-Zellen wie für Modellbau). Der Akku stabilisiert zu dem die Spannung,
braucht aber einen Tiefentladeschutz, notfalls einen simplen Schalter.
Gleichrichter Schalter S
Dynamo --+---|>|-+--+--o/o---+----IRF7410----+-------+
| +-|>|-+ | + | | | |
| | Akku MAX810L----+ Lampe Rücklicht (6V)
+-(-|<|-+ | - | | |
Masse -----+-|<|-+--+--------+---------------+-------+ (NICHT Rahmenmasse)
5*1N4001
Es geht auch simpler, wenn es nicht akkugepuffert sein soll:
Wenn der voll geladene Akku im MP3-Player nur als halbvoll angesehen wird,
liegt es nicht unbedingt an einem defekten Ladegerät, sondern an einer
billigen Akkuanzeige, die nur die aussagelose Spannung anzeigt, und für 1.5V
Batterien statt 1.2V Akkus ausgelegt ist. Bei 0% (0.9V) sind wenigstens beide
leer. Hier Entladekurven üblicher Akkus und Batteriezellen:
Will man ein einfaches Ladegerät mit einem normalen Trafo selber bauen,
benötigt man eine explizite Strombegrenzung, die leider zu zusätzlichen
Verlusten führt. Einfach ein Vorwiderstand, besser eine Glühlampe die
etwas stromregelnd wirkt und Kontrolle zugleich ist, oder aufwändig mit
elektronischer Stromquelle z.B. mit dem LM317, der aber mindestens 4.5V
'verbraucht'. Aber Achtung: Bei der gezeigten einfachen
Gleichrichtervariante ohne Siebung ist der Strom im Mittel geringer, als
das was man mit Spitzenwerten ausrechnet, also schön aufpassen.
Zu dem ändert sich ja die Akkuspannung pro Zelle von 0.9V (je nach
Entladezustand auch 0V) auf 1.5V (je nach Strom der beim Laden fliesst,
bei Schnelladung auch bis 2V), und in allen Varianten soll die
Strombegrenzung zumindest zu ähnlichem Strom führen, also muss die
Trafospannung insbesondere beim einfachen Vorwiderstand und Lampe
deutlich höher liegen als die Akkuspannung. Die letzte Variante mit
einem OpAmp wie TLC271 ist für eine konstante Versorgungsspannung
vorgesehen, die dafür nur so hoch wie die maximal zum Laden benötigte
Spannung von 2V/Zelle sein muss. Wenn Spannungsteiler R1 und R2 0.1V
bildet (also z.B. 49k und 1k bei 5V), dann muss bei 0.1V durch R3 der
gewünschte Ladestrom fliessen (also z.B. 1.42 Ohm für 70mA)
Wenn man auch teilentladene Akkus mit mehr Strom aufladen will, muss das
Ladegerät eine automatische Akku-voll-Erkennung und Abschaltung enthalten.
Da ein voller Akku die hineingesteckte Energie nicht mehr chemisch binden
kann, wird die Energie statt dessen in Wärme umgesetzt. Wenn man genügend
Strom zum Laden verwendet (1C), ist die Temperaturerhöhung deutlich
erkennbar, und man kann sie direkt am Akkumetallgehäuse messen und bei ca.
40 GradC abschalten, z.B. mit einem Bimetall-Temperaturschalter und einem
Relais oder Thyristor in Selbsthaltung (denn es soll natürlich nicht
weitergeladen werden wenn die Temperatur wieder unter 40 GradC sinkt). Man
kann einen Widerstand über den Kontakt legen der den Akku abschaltet um mit
geringem Strom von C/50tel eine Erhaltungsladung zu realisieren. Der von
Pollin angebotene Temperaturschalter PEPI-C ist für eine Notabschaltung bei
57 GradC in Ladegeräten gedacht, die normalerweise per -DeltaU abschalten
sollten. Als normale Akku-Voll-Abschalttemperatur ist das zu viel.
Da -DeltaU bei NiMH früher abschalten muss als bei NiCd, sollte man NiMH
nicht in automatischen NiCd-Ladern aufladen, das Ladeende wird nicht
rechtzeitig bzw. nicht zuverlässig erkannt, der Akku eventuell überladen.
Umgekehrt geht es, bei NiCd wird halt der Schnellladevorgang etwas früher
beendet. Da bei so einem Ladevorgang der Akku nicht überladen wird, spielt
der auf dem Akku aufgedrucke maximale Ladestrom keine Rolle, schliesslich
darf er auch beim Entladen überschritten werden.
Man nimmt normalerweise 1C (also 1 Stunde Ladezeit), damit die Akkus am
Ende der Ladezeit so 40 GradC warm werden können, weil das Ladegerät nur
an der wegen steigender Wärme fallenden Spannung erkennt, das der Akku
voll ist. Trotz dieser Ladezeiten muss man keine explizit schnellladefähigen
Akkus verwenden, sondern es tun normale mit C/10tel angegebene Akkus.
Lädt man in 15 Minuten mit 4C spielt der Innenwiderstand der Zelle schon
eine Rolle, das sollte man also nur niederohmigen (also vom Hersteller als
hochstromgeeignet und schnellladefähig gekennzeichneten) Zellen zumuten,
läd man in 4 Stunden mit C/4 wird der Akku nicht richtig warm, es sei denn,
er ist in ein Gehäuse verpackt.
Wer neue Akkus kauft, bei denen man nicht weis wie lange sie schon rumliegen,
vor allem NiMH, und wer ein Ladegerät hat, das per -DeltaU elektronisch
abschaltet, der sollte die Akkus erst mal (im Gerät, also auf ca. 0.9V/Zelle)
entladen (sind sie vermutlich eh), dann ausrechnen wie lange sie im Ladegerät
laden müssten (per Kapazität/Ladestrom Berechnung, ohne Korrekturfaktoren wie
140%), sie laden lassen und zur berechneten Zeit aus dem Ladegerät rausnehmen,
im Gerät benutzen bis sie leer sind und noch mal auf die beschriebene Art
laden. Erst danach sollte man das Ladegerät seine eigene Ladeschlusserkennung
anwenden lassen, in der Hoffnung das es die Akkus dann nicht auf 70 GradC
aufkocht, was sonst leicht passiert, weil bei neuen Akkus offenbar das
Ladeeende nicht gut erkannt werden kann und in Ladegeräten oft nur die
zeitgesteuerte Notabschaltung greift, wenn es denn überhaupt eine hat.
Das Schnellladegerät beendet den Schnellladevorgang mehrerer Zellen, wenn die
erste Zelle voll ist. Um die restlichen Zellen voll zu laden, darf man aber
durch die volle Zelle nur noch den Nennladestrom von meist C/10tel schicken.
Der Akku muss also noch einige Zeit (1 Stunde oder so) im topping charge mit
maximal dem aufgedrucken Ladestrom nachgeladen werden. Danach schaltet man in
den trickle charge Modus (mit C/50 oder was das Datenblatt als
Erhaltungsladestrom empfiehlt) zurück, um mit Dauerladung den Akku gegen
dessen Selbstentladung immer voll zu halten, bis er aus dem Ladegerät
entnommen wird. NiCd scheinen mit Dauerladestrom besser zurecht zu kommen
als NiMH.
Das Reflexladeprinzip des ICS170x ist besonders interessant und wird im
NC2000 verwendet. Auch ohne Entladeimpuls eignet sich der IC besonders für
Schaltregler (LM2576T-ADJ) als Stromquelle, weil er vor dem Messen die
Stromquelle abschaltet. GalaxyPower ist pleite und stellt die ICS17xx-Chips
nicht mehr her (Ersatz AIC1781), aber das Patent auf das Reflexladeprinzip
ist auch ausgelaufen, man hat also kein Problem sich den Algorithmus in
einen uC mit 12 bit A/D zu programmieren. Er hier versucht es mit 10 bit:
Das Computerized Charging System (CCS9620 von http://www.conrad.de) von BTI
http://www.bticcs.com ist bloss ein vorprogrammierter PIC Microcontroller
ohne A/D-Wandler. Das VDX-Verfahren (Voltage Descend Expander) vergleicht
die Ladespannung mit und ohne Ladestrom und das Reflex-ähnliche ACT-Verfahren
kommt von hier: http://www.actcharge.com/
Ein Überblick findet sich in http://www.basytec.de/ladung/ladung.html
Ein NiCd/NiMH-Akku geht kaputt, wenn er umgepolt wird. Das passiert bei
einer Säule, wenn eine Zelle leer wird (0V) und die anderen Zellen (über den
Innenwiderstand des angeschlossenen Geräts) ihre Spannung entgegen der
Polung an die leere Zelle anlegen. Einen abgeklemmten Akku (kein uA darf
fliessen) kann man problemlos lagern, möglichst leer aber nicht kurzgeschlossen
(Selbstentladung schadet offenbar), und im Kühlschrank. Nach längerer Lagerzeit
muss er, ebenso wie neu gekaufte Akkus, ein paar mal aufgeladen / entladen
werden, bis er seine volle Leistungsfähigkeit wieder erreicht. Hat sich ein
voll aufgeladener und danach abgeklemmt gelagerter NiCd/NiMH Akku schon nach
wenigen Tagen selbst fast ganz entladen, hat man Ausschuss mit defektem
Separator erwischt.
Von: Robert Obermayer 8.2.2006
Die mittels Widerständen gekillten Akkus waren 2200er GP und 2000er
Panasonic (also die besten 4/5 SC NiMH), die durch langes Lagern bei
0V ausgelaufenen waren 1250SCR, CP1700, N-SCRC 1700 (die guten schwarzen)
und einige 650er Varta AA(NiCd). Mindenstens gleich lange rumliegende,
aber nicht gesondert entladene Packs des gleichen Typs haben die
Lagerzeit ohne Kapazitäts (und Flüssigkeits-)verlust überstanden und
hatten noch >1V/Zelle wie ich sie wieder geladen habe.
Panasonic schreibt in einem manual auch sinngemäß:"for extended storage
periods, recharge every year to avoid leakage" und hat da imo. recht
Wie schnell sollte das Ladegerät den Akku aufladen ? Das hängt von der
Verwendung des Akkus ab. Im Prinzip gilt, "ebenso wie er entladen wird".
Bei Hochstromanwendungen (Modellsport) also schnell Laden, bei
Niedrigstromanwendungen (Wecker) besser langsam laden. Der Grund liegt in der
Kristallbildung im Akku: Hohe Ströme brechen die Kristalle, was zu niedrigerem
Innenwiderstand führt (gut bei Hochstrom) aber auch die Selbstentladung
beschleunigt (schlecht bei geringem Strombedarf). Ebenso enthalten
schnellladefähige Akkus viel Katalysator, was ebenfalls die Selbstentladung
beschleunigt. Allerdings *müssen* automatisch abschaltende Ladegeräte
schnellladen, da sich nur dann bei vollem Akku eine Temperaturerhöhung ergibt,
die in Folge zu einer Spannungsänderung führt, die dann gemessen werden kann.
Länger als 4h sollte also kein automatisch abschaltendes Ladegerät brauchen
(und unter 15min wird's auch kritisch). Zeitgesteuerte Ladegeräte sollten den
Akku vorher entladen (auf 0.9V/Zelle) und dann 14h oder 4h aufladen und dann
auf Erhaltungsladung (kleiner C/25tel) umschalten. Bis zu welcher Spannung darf
man einen NiCd/NiMH-Akku entladen ? Im Prinzip 0V, aber dabei muss in einer
Säule JEDE Zelle beachtet werden, da ja keine umpolen darf. Die Akkukapazität
wird aber nach IEC durch eine Entladung bis 0.9V/Zelle gemessen, ebenso wie
bei normalen Zink-Kohle / Alkali-Mangan Batterien, und da man bei
0.9V*Zellenanzahl bei einer Säule davon ausgeht (was in der Praxis oft, aber
nicht immer hinhaut), das jede einzelne Zelle noch mehr als 0V hat und nicht
umgepolt wird (was tödlich wäre), nimmt man für Akkus auch 0.9V bei Entladung
von C/10tel. Die Spannung bricht ab 1.1V eh so schnell zusammen das unter 0.9V
eigentlich nichts mehr zu holen ist. Bei Hochstromentladung spielt der
Akkuinnenwiderstand aber eine grössere Rolle, so das bis 0.5V herunter entladen
wird.
Einfache Schaltung ähnlich AN17 von Galaxy Power ohne überflüssigen DCHG
Ein Bleiakku (Pb) wird an eine Spannungsquelle angeschlossen, die pro Zelle
2.3 Volt liefert (bei 20 GradC, temperaturabhängig -4mV/K), also 13.8V für
einen Autoakku. Die Spannungsquelle muss damit klar kommen, das der Akku mehr
Strom haben will, als der Akku aushält und die Spannungsquelle liefern kann.
Wieviel steht i.A. drauf, wenn nicht kann man sich nach Panasonic richten,
die sagen 0.4C bei ihren Bleigelakkus, also 4.8A bei 12Ah Akku. Der Lader
muss also eine Strombegrenzung als Schutzeinrichtung enthalten, wie das
normalerweise bei integrierten Spannungsreglern der Fall ist (z.B. LM317,
einstellbar L200 Schaltung im Datenblatt beachten, PB137, UC3906 macht
temperaturkompensierte Schnelladung mit nachfolgender Erheltungsladung,
AppNote U131, UC2909 ist moderner. Die Temperaturabhängigkeit kann man gut
mit einem Pt100 RTC Platinwiderstandstemperatursensor, NTC oder einer
Siliziumdiode im Spannungteiler des Spannungsreglers ausgleichen, siehe
Datenblatt des LT1038 von http://www.linear.com/ oder AN66 Figure 148.
Ein Bleiakku geht kaputt, wenn er entladen rumsteht (er sulfatiert dann),
netterweise darf man ihn ewig an einem wie beschrieben spannungsgeregelten
Ladegerät lassen. Der Selbstentladestrom liegt so um 1/100 der Kapazität.
Lädt man ihn nur kurz auf und klemmt ihn dann vom Ladegerät ab, darf man
auf 14.4V (2.4V/Zelle bei 20 GradC) gehen, so wie es die Lichtmaschine im
Auto macht. Die billigen Autoakkuladegeräte enthalten lediglich einen
strombegrenzenden Trafo und einen Gleichrichter ohne jede
Ladespannungsbegrenzung, der volle Akku wird also gnadenlos überladen, er
gast. Beim Autoakku kann man dann das zersetzte destillierte Wasser wieder
nachfüllen, 'wartungsfreie' Bleigel-Akkus sind dauerhaft geschädigt.
Den relativen Akkurestkapazitätszustand kann man über 4-Leiter
Innenwiderstandsbestimmung mit C/5 Entladeimpulsen in Millisekundenlänge
ermitteln.
Üblich ist bei 11.4V eine Akku-Leer-Warnung und bei 10.8V der Lastabwurf,
bei hohem Entladestrom (Automotoranlasser) geht es auch mal unter 8V.
Erst bei 12.6V wird die Last wieder drangeschaltet. Kam der Akku mal unter
11.4V, darf er ein mal bis auf 15V (2.5V/Zelle bei 20 GradC nur bei genauester
Beachtung der Temperaturkompensation) aufgeladen werden, kam er mal unter
12.4V kann man ihn ein mal bis 14.4V aufladen.
Es gibt länger haltbare (Bleigel-)Akkus, z.B. Effekta BTL mit 8-10 Jahren,
Excide/Sonnenschein A602/200 mit 18 oder Absolyte GP mit 20 Jahren.
> LiIon/LiPoly
Lithium-Ionen-Akkus werden im Prinzip ebenso wie Bleiakkus geladen,
allerdings muss die Ladeschlussspannung von 4.20 Volt (man achte auf die 0)
JEDER ZELLE auf 0.5% genau eingehalten werden, sonst wird sie entweder nicht
voll, 0.1V macht 10% aus, oder fängt beim Überladen Feuer:
0.5% einzuhalten ist nicht so einfach. Nimm einen fertigen LiIon Ladechip,
falls nicht schon ein Li-Ion protection chip im Akkupack enthalten ist. Mit
solchen vor Überladung und Tiefentladung geschützen Akkus ist der Ladevorgang
ein Kinderspiel: Er schaltet den Akku ab, bevor er zu tief entladen wird oder
wenn das Geraät zu viel Strom zieht (Kurzschluss), und er klemmt den Akku von
der Ladestromversorgung ab, wenn er voll ist oder zu viel Ladestrom bekommt.
LiIon-Akkus mit eingebauter Schutzschaltung sind also nur für Belastungen und
Ladeströme bis zu bestimmten Werten zu gebrauchen, meist nur bis 1C, darüber
trennt die Schutzschaltung den Akku wegen Überstrom ab. Daher verwenden
Modellbauer Akkus ohne Schutz und benötigen deshalb kompliziertere Ladegeräte.
Zum Laden geschützter Akkus reicht aber einfach eine strombegrenzte
Spannungsquelle nicht zu hoher Leerlaufspannung (meist unter 6.5V gefordert).
Man kann den Ladestrom per Vorwiderstand begrenzen, oder einen schon
strombegrenzten Trafo verwenden, oder ein Schaltnetzteil welches bei zu hoher
Belastung die Spannung zurücknimmt. Das nennt man CCCV Ladung, Ladung zuerst
mit begrenztem Strom Constant Current CC und dann begrenzter Spannung Constant
Voltage CV.
Hat man mehrere LiIon Zellen in Reihe, darf man die Reihe nicht mehr
weiterladen, wenn eine davon schon voll ist, also wird die andere nicht
ganz voll. Die ist jedoch beim Entladen als erste leer. Dadurch veringert
sich die nutzbare Kapazität des Gesamtakkus, obwohl die Zellen selbst noch
Kapazität hätten. Um das zu vermeiden, gleicht ein Balancer unterschiedlich
geladene Zellen wieder an. Es ist nicht erforderlich (und sinnvoll) das beim
Laden mit dem vollen Ladestrom zu tun, sondern es reicht, nach dem Laden
(während des rumliegens) mit geringem Strom umzuladen. Entweder in dem die
vollere Zelle langsam entladen wird:
> LiFePo4
LiFePo4 Akkus (Daten der 2600mAh Rundzelle) sind nicht so kritisch wie
LiIon oder LiPoly. Sie verkraften weit höhere Ladeströme (typ 2.5A max 5A)
und Entladeströme (typ 10A max 25A) und reagieren nicht so sauer auf eine
ungenaue Ladeschlusspannung (typ 3.65V max 4.1V) und Entladespannung (typ
2.5V max 2V) aber manche haben trotz kompletter Tiefentladung keinen Schaden
genommen. Wenn man die eingebaute Strombegrenzung eines LM317 nutzen kann
(die bis 3A gehen kann), reicht
Wer ein bisher mit NiCd/NiMH-Akkus ausgestattetes Gerät (Akkuschrauber) hat,
das über ein strombegrenztes Steckernetzteil geladen wird (meist ca. 400mA für
4 Stunden laden eines 1.2Ah Akkus), der kann es leicht auf LiFePo4 oder sogar
LiIon umbauen, in dem er die Akkus im Akkupack wechselt und mit einer
Schutzschaltung versieht. Die Schutzschaltung für LiIon muß genau sein und
einzelne Zellen überwachen, man nimmt beispielsweise einen Sharp S8205, für
LiFePo4 tut es eine einfachere Schaltung mit einem ICL7665, zumindest bis 4
Zellen.
Der Inhalt des bisherigen Ladeteils wird unverändert übernommen. Beispielhaft
hier gezeigt mit grüner LED für Netzspannung vorhanden und roter LED für lädt
ausgestattet, aber ohne Zeitschaltung oder gar intelligenten Ladecontroller,
R zur Ladestrombegrenzung implizit im Steckernetzteiltrafo:
> Nickel-Zink
Als Nachfolger der Nickel-Metallhydrid-Akkus könnten sich die Nickel-Zink
Akkus mit 1.6V Spannung etablieren. Bei Mignon um 30mOhm Innenwiderstand,
1.2Ah Kapazität und 3% Selbstentladung pro Monat sind ordentliche Werte,
allerdings vertragen sie nicht über 4C Entladestrom und brauchen andere
Ladegeräte. Bei Conrad für 4 EUR pro Stück kein Schnäppchen, aber bei
Geräten die 1.5V benötigen und mit 1.2V schlechter laufen eventuell sinnvoll.
Ladevorgang strombegrenzt mit 1.9V Ladeschlusspannung, z.B. per L200:
> Alkali
Es gibt inzwischen auch wiederaufladbare Alkali-Mangan Akkus für Geräte, die
1.5V/Zelle benötigen. Allerdings sind diese Akkus sehr schlecht. Sie können
(sogar nach Herstellerangabe) nur wenige Male (ca. 25) wieder aufgeladen
werden. Rechnet man die Kapazität einer nicht wiederaufladbaren Alkali-Mangan
Zelle (Mignon 2.8Ah) und die Kapazität eines Alkali-Mangan-Akkus (1.5Ah wenn
neu, 0.5Ah kommen bei jedem Wiederaufladen dazu), gegen den Preis auf, lohnt
sich das nicht. Siehe http://horst-lehner.mausnet.de/efaq/efaq.pdf Kapitel 2.6
und c't 23/2002 S. 193. und AppNotes zu BQ2902/2903 von http://www.ti.com/ ,
die von Rayovac verwendet wurden.
> Was tritt eigentlich bei Alkali-Mangan Batterien als weisses Kristallpulver aus ?
Der Elektrolyt aus 35 bis 50 Gew.% KOH, 6 Gew.% ZnO und Zusätzen von LiOH oder
Ca(OH)2.
> Memory-Effekt
Mit 'Memoryeffekt' wird das Verhalten von NiCd-Akkus beschrieben, die mehrfach
nur teilentladen wurden (z.B. durch eine automatische Abschaltung des Geräts)
und dann ein Mal weiter entladen werden soll. Die Spannung bricht an der Stelle
der alten Abschaltgrenze messbar zusammen. Die Restkapazität lässt sich nur bei
verringerter Spannung herausholen. Warum ?
Da die chemische Reaktion 'Ladung' im NiCd nicht gleichmässig über das innere
Volumen abläuft, gibt es bei 'halbleeren' Akkus Zonen die chemisch entladen
sind, wenn andere noch chemisch geladen sind. In einer lange nicht
'angefassten' Region vergrössern sich Kristalle, ebenso wie in einem Akku, der
lange rumliegt. Grössere Kristalle bewirken einen erhöhten Innenwiderstand.
Ein belasteter Akku mit höherem Innenwiderstand bricht in der Spannung ein, er
erscheint dem angeschlossenen Gerät 'leerer', es schaltet früher ab, wodurch
diese 'Zone' des Akkus nie mehr angefasst wird, also auch nicht besser wird.
Man behebt den Effekt durch mehrmaliges entladen (bis die schwächste Zelle nur
noch 0.5V hat) und wieder aufladen.
Siehe section 5 "battery chargers" des "practical design techniques for power
and thermal management" aus "Training and Events" von http://www.analog.com/ .
Es gibt im Web auch eine andere Meinung zu lesen, aber man behebt sie auf
dieselbe Art, so das einem die Physik dahinter egal sein kann.
NiMH Akkus sind von diesem Effekt bei weitem nicht so stark betroffen, aber
ich habe hier NiMH Akkus erlebt, die zwar fast volle Kapazität hatten, aber
mit dem Alter einen immer weiter steigenden Innenwiderstand (2 Ohm) der sich
auch durch Hochstrom-Lade-/Entladezyklen nicht besserte und die damit
unbrauchbar waren.
> Zellen knacken
Unbelastete Akkuzellen haben ja eigentlich, auch wenn sie leer sind, eine
Spannung von um die 1 Volt. Was tun, wenn in einer Akkusäule eine Zelle nur
0 Volt hat ? Diese Zelle ist dann intern kurzgeschlossen. Durch Umpolen der
Zelle während einer Tiefentladung sind Cd-Nadeln gewachsen, die beide
Elektroden miteinander verbinden. Man kann diese Cd-Nadeln durch einen
Hochstromimpuls knacken (z.B. vollgeladenen 10000uF/35V Elko an die Zelle
halten). Das hilft aber nicht wirklich, da sich nicht die ganze Cd-Nadel
zurückbildet. Der Akku hat eine höhere Selbstentladung, wird also in der
Säule wieder als erster leer, wird umgepolt und man hat das Problem erneut.
Ersetzt man nur diese Zelle, hat man in einer gebrauchten (verbrauchten :-)
Säule einen neuen Akku, der seine Stärken nicht ausspielen kann. Ersetze
lieber gleich alle Zellen und verwende die restlichen woanders.
> Wie redet mein Notebook mit seinem Akkupack ?
> Wie lädt mein Telefon seinen Akku wieder auf ?
Von: Ingolf Pohl
Beim Entladen wird der Strom gemessen (eher selten) oder die Software
des Telefons kennt die Verbräuche des Gerätes in den einzelnen Zuständen
hinreichend genau. Einige Hersteller veranstalten dazu einen ganz
schönen Aufwand bei der Produktion, bei jedem Telefon im Endtest wird
der Stromverbrauch für die einzelnen Zustände protokolliert und im
geräteeigenen EEPROM abgelegt, ohne ständiges Messen im Betrieb kann
die Software so einigermaßen bilanzieren.
Die Software des Gerätes verwaltet dazu ein Ladekonto mit aktuellem
Ladezustand und maximalem Ladezustand im EEPROM.
Ich versuch jetzt mal so ein Lade-Entladezyklus zu beschreiben,
ausgehend davon dass leere Akkus in ein neues Gerät gesetzt werden.
1. Das Gerät verfügt über eine Voreinstellung des maximalen
Ladezustandes von 500mAh. Es lädt den eingesetzen Akku mit 120% (bis
150% je nach Mut des Herstellers) des maximalen Ladezustandes. Ein
500mAh Akku wäre mit 120% überladen, ein 1600mAh Akku nur zu 1/3
geladen. Das Ladekonto wird auf 500mAh gesetzt
2. Beim Entladen wird je nach Aktion vom Ladekonto abgebucht. Hat es zum
Beispiel 10% erreicht, dann gibt das Telefon bescheid, denn bei einem
angenommenem 500mAh Akku wären ja nur noch 50mAh Rest. Bei einem
1600mAh Akku wären noch 1150mAh Rest.
3. Wird jetzt das Telefon nicht gleich hysterisch auf die Ladeschale
gesteckt, sondern echt leer telefoniert bis die Hardware eine
Tiefenentladung durch Zwangsabschaltung bei kleiner 0.9V/Zelle
vollstreckt, dann hat das Ladekonto (im EEPROM) beim 500mAh Akku
ungefähr 0, beim 1600mAh Akku einen negativen Wert, denn es wurden ja
320% entnommen.
4. Beim nächsten Ladezyklus wird zuerst der maximale Ladezustand
korrigiert, beim 500mAh Akku wird er sich nicht sonderlich ändern, beim
1600mAh Akuu wird er um 220% größer sein, als das letzte Mal. Jetzt wird
wieder mit 120% (der korrigierten Kapazität) oder mehr geladen...
Fazit der Methode ist einfach:
Ähnliche Methoden wurden (werden) auch bei GSM-Telefonen eingesetzt,
das erklärt auch warum bei einigen die Batterieanzeige nach längerem
Benutzen immer ungenauer wird, oder warum plötzlich bei 50% Anzeige das
Telefon abschaltet. Man muß auch hier öfter mal das Telefon komplett tot
telefonieren und anschließend schön voll laden. Bei meinem ältlichen GSM
ist das tatsächlich so, plötzlich ist bei "halbvollem" Akku Schluss.
Wenn der Strom wieder da ist, dann hat auch das Bilanzprogramm gemerkt,
dass der Akku leer war und die Anzeige wieder auf Null gesetzt...
Laptop-Akkus verfügen oft über eine Fuel-Gauge, also einen Chip im Akku
der rein- und rausfliessenden Strom misst und versucht, die Akkukapazität
mitzuführen, wie BQ2010 (siehe Datenblatt bei http://www.ti.com/ ). Wohl
wegen unzureichender Software im Laptop haben diese Chips die Eigenart,
mit der Zeit immer weniger über den Akkuladezustand zu wissen und auch
leere Akkus nicht mehr nachladen zu wollen oder volle Akkus als leer
anzusehen. Bei vielen hat es geholfen, der Chip mal vom Akku abzulöten
(Rücksetzen) oder per direktem Ansprechen (über die Parallelschnittstelle
des Laptops) umzuprogrammieren, und plötzlich spielten die Akkus wieder
mit. Also: Schaut auch im WWW um, was sich bei eurem Akku machen
lässt, bevor ihr verzweifelt dessen Zellen tauscht.
> Wie baue ich ein Lade-Netzteil für mein Handy bzw. Notebook ?
Handys und Notebooks haben meist eine ganz einfache Akkuladeschaltung
drin: Ein Transistor schaltet den Strom vom Netzteil direkt an den Akku,
der jedoch je nach Ladezustand eine unterschiedliche Spannung benötigt.
Wenn das Netzteil zu viel Strom liefert (weil es seine Nennspannung halten
will) geht, insbesondere bei leerem Akku, dieser Transistor und sonstwas
kaputt. Das Netzteil muss also eine Strombegrenzung haben und darf im
Leerlauf eine nicht zu hohe Spannung liefern. Wie viel, steht meist auf dem
alten Netzteil drauf (z.B. 4.5V/250mA oder 16V/3.8A). Der Grund liegt darin,
das im Gerät (Handy bzw. Notebook) keine zusätzliche Wärme entstehen
soll, und daher ein analog runterregelnder Transistor, der bei ausreichend
Spannung von selbst den Strom begrenzt, wegen der anfallenden Verluste
nicht verwendbar ist.
Daher darf man ein Notebook nicht direkt an den Autoakku anschliessen,
obwohl ja meistens die Spannung des Notebookakkus, zumindest entladen,
niedriger liegt als die Autoakkuspannung und die Spannung des Netzteils
vom Notebook höher liegt als die Autoakkuspannung, es also eigentlich
passen müsste.
Bei leerem Akku würde jedoch das Notebook versuchen, den Akku zu laden,
und dabei würde zu viel Strom fliessen, weil der Autoakku ja hergibt, was er
kann. Wenn man jedoch den Akku aus dem Notebook entfernt, geht es oft,
das Zuleitungskabel sollte jedoch eine KFZ-Schutzschaltung enthalten.
Man kann ein Labornetzteil (so ein Ding mit einstellbarer Maximalspannung
und Maximalstrom) verwenden, in dem man den Maximalstrom auf den zum
Akku passenden Ladestrom einstellt, oder ein vorhandenes (Schalt-)Netzteil
entsprechend umbauen.
Die primitivsten Handyladesteckernetzteile haben einen simplen Trafo drin,
der wie ein Klingeltrafo kurzschlussicher ist, weil bei steigendem Strom
dessen Verluste (Wärmeentwicklung) so hoch ansteigen, das kaum noch
Spannung rauskommt, und dahinter Gleichrichter und Siebelko. Das
allerprimitivste Autoladekabel besteht aus einem Vorwiderstand (13.8V-
Akkuspannung)/Ladestrom und einer Z-Diode (begrenzt Maximalspannung
bei Leerlauf und bietet Schutz vor Verpolung und Überspannung) am
Ausgang, aber die Bauteile verheizen ziemlich viel Leistung (5W
Widerstand, 3W Z-Diode) und sind deswegen nicht billig. Die Besseren
verwenden einen Linearregler wie L200 (nicht die defekte Charge L200C
82A333 ST SING, Reichelt) von http://www.st.com/ mit eingebauter
Strombegrenzung, der braucht aber auch einen Kühlkörper. Effektiver
ist ein Schaltregler wie MC34063, bei dem man zumindest den
Eingangsstrom begrenzen kann, und damit den Ausgangsstrom bei nicht zu
stark abweichender Eingangsspannung im Rahmen halten kann. Siehe auch
F.24. Schaltregler Nokia Laderegler.
Am Besten ist aber eine Konstruktion, bei der ein Schaltregler sowohl
Feedback von der Ausgangsspannung als auch vom Ausgangsstrom
erhält. Siehe LT1510, LT1512, TL494, TL598. Hat das Netzteil 3 Leitungen
(Masse, Versorgungsspannung, Ladespannung) ist meist die Ladespannung
strombegrenzt, die Versorgungsspannung nur gegen Kurzschluss geschützt.
Einschalten und Ausschalten der Spannungsversorgung per Taster:
Akku-+---+
1M |E
+--|< PNP oder PMOSFET
| |
1k +-----------+--- Versorgungsspannung für Schaltung
| 10k
+--|>|--+--|<|--+--- uC Eingang LOW Impuls zum abschalten
| |
| +------- Taster nach Masse für ein/aus
|
+---|>|----+
|
NPN >|--1k-- uC Ausgang Einschalten
E|
GND
> Mein Batteriehalter schmilzt beim Laden weg
Verwende Batteriezellenhalter von Bulgin (bei Conrad, Farnell, RSOnline),
die halten bei Lötfahnenanschluss bis 20A aus.
> Ich brauche über mehrere Jahre Batteriestrom
Für Weidezaungeräte gibt es Batterien und Akkus um 100Ah als Zink-Kohle,
Alkali-Luft, Zink-Luft, und Bleiakkus, die speziell bei geringer
Stromentahme lange Laufzeiten erreichen zu akzeptablen Preisen:
Desweiteren ist die (6V) "Laternenbatterie" recht gross und günstig.
> Ich brauche eine Batterie für hohe Umgebungstemperaturen
Panasonic BR1225A, BR1632A, BR2330A, BR2450A und BR2477A. (man achte auf das
A) geht bis 125 GradC, ist aber sehr schwer zu bekommen.
> Der Akku meiner Uhr ist kaputt
Von: Peter Diener
Ein Kondensatorschweißverfahren eignet sich nicht zum Schweißen von
Akkulötfahnen. Kondensatorentladeverfahren heizen grundsätzlich per
Lichtbogen, diese können an den planen Lötfahnen nicht gezündet werden.
Ein Aufschalten auf einen direten Kurzschluss verheizt fast die gesamte
Energie in den Schaltelementen (Thyristor) und den Kondensatoren. Das
liegt daran, dass Kondensatorverfahren - um die benötigte Energie
bereitzustellen - mit sehr hohen Spannungen arbeiten (bis 250 V) und
dabei die Innenwiderstände der Kondensatoren zu groß wären für eine
Kurzschlussschweißung.
Akkulötfahnen werden immer mit Transformatorpunktschweißgeräten
geschweißt. Die Elektroden sind nicht aus Wolfram, sondern aus Kupfer.
Damit sie nicht schmelzen, werden sie von innen wassergekühlt. Die
Schweißströme liegen je nach Blechdicke zwischen 1000 A und 5000 A,
wobei die Schweißzeit bei so dünnem Material etwa 0,5 Sekunden beträgt.
Damit der Strom nicht durch den Akku fließen muss, wird immer eine
gerade (x*2) Anzahl an Elektroden verwendet. Der Strom fließt von einer
Elektrode durch das Blech durch, in die Akkuoberfläche, von dort zur
anderen Schweißstelle und wieder durch das Blech zurück in die zweite
Elektrode.
Während dem Schweißvorgang wird zunächst zum Heizen eine relativ geringe
Kraft auf die Elektroden aufgebracht und nach etwa 2/3 der Schweißzeit
dann die Schweißstellen verpresst, wobei der Trafo dann im vollen
Kurzschluss arbeitet und durch Elektromigration bei Schweißtemperatur
die Schweißstelle auf Molekularebene verbunden wird und mechanisch
spannungsfrei gehalten wird. Der Übergangswiderstand ist jetzt recht
gering geworden und die freigesetzte Leistung reicht nicht mehr, um das
Material auf Schmelztemperatur zu halten. Bis zur Abkühlung auf etwa
700°C bleibt der Kurzschlussstrom noch anstehen, was dazu beiträgt, dass
die Abkühlung nicht zu schnell passiert, andernfalls entstehen
Spannungsrisse. Dann wird abgeschaltet.
Die Abschalttemperatur ist ein entscheidender Parameter für die Härte
und Sprödigkeit der Schweißstelle, deswegen ist es sehr schwierig, im
Hobbykeller die richtigen Parameter nachzubilden und die Bleche halten
dann nicht.
Wenn man nicht genug Leistung hat, kocht die Zelle am Ende, weil die
Schweißzeit viel zu groß sein muss.
Ich habe das auch mal mit einfachen Mittlen versucht, aber das hält
einfach nicht. Deswegen löte ich jetzt alle meine Zellen. Ich habe damit
auch noch keine zerstört, man braucht halt auch hier genug Leistung,
damit es entsprechend schnell geht.
> Wie schützt man einen Akku vor Tiefentladung ?
Geht am einfachsten mit einem Relais, was bei der Entladeschlusspannung von
alleine abfällt, und dessen Kontakt man zum Einschalten mit einem Taster
überbrückt, aber das braucht Strom und leider sind Relais nicht so besonders
genau. Genauer geht's mit einem Unterspannungssensor (z.B. TL7702, ICL7665,
MC34161, TL431, LTC1440), oder einer Kombination aus OpAmp als Komparator und
Spannungsreferenz (es muss ja nicht der teure LM10 sein), dessen Ausgang so
lange mit Masse verbunden ist (active high Reset Pin), wie die
Betriebsspannung über der Mindestspannung liegt (je nach Unterspannungssensor
fest oder einstellbar), und dessen Ausgang den Spulenstrom des Relais
dauerhaft aushält. Diese Schaltung braucht aber eingeschaltet ebenfalls
zusätzlich den Relaisstrom.
> Ladezustand von Akkus anzeigen.
Suche nach 'Fuel Gauge/Gas Gauge' von Benchmarq bei http://www.ti.com/
wie BQ2010 und SAA1501 bei Philips.
Einige Akkuladegeräte:
Wenn der Spannungsabfall an einer normalen (oder Schottky) Diode zu gross ist
> Durchlassspannung einer Diode
Eine Halbleiterdiode lässt den Strom nur in einer Richtung hindurch. Aber eine
Diode ist kein ideales Ventil, das in einer Richtung ohne Verluste arbeitet,
und in der anderen Richtung dicht ist. Auch die oft genannte
Vereinfachung, das an einer normalen Silizium-Diode einfach 0.7V Verlust in
Leitrichtung auftritt, also die Diode unter 0.7V einfach nicht leitet, ist falsch.
Man sollte sich daran gewöhnen, das Dioden bei vollem Strom nach Datenblatt
ca. 1V Spannungsverlust bewirken. Fliesst nur ganz wenig Strom durch eine
Diode liegt der Spannungsverlust eher bei 0.5V. Die Spannung ist auch noch
stark temperaturabhängig (was in einem Thermometer ausgenutzt werden kann).
Schottky-Dioden haben so 0.3V weniger, sperren aber auch schlechter.
Germanium-Dioden haben bei kleinen Strömen noch weniger Spannungsverlust,
der aber normalen Strömen schnell ansteigt und Silizium-Dioden überflügelt.
Den Zusammenhang zwischen Strom und Spannung in Durchlassrichtung einer
Diode drückt die Shockley-Formel aus:
Eine Diode soll verhindern, das Strom 'rückwärts' durch sie hindurchfliesst.
Aber es ist dem Hersteller nicht möglich, dieses Sperrverhalten unabhängig
von den anderen Anforderungen zu optimieren. Zu dem verdoppelt sich der
Sperrstrom bei einer Temperaturerhöhung um 10K. Daher gibt es verschiedene
Dioden, und man sollte für den jeweiligen Zweck die passende wählen. Grosse
Dioden haben auch eine grosse Kapazität in Sperrrichtung, die auch nervt.
Und die forward recovery time unterscheidet schon die 1N4004 von der 1N4007,
aber natürlich auch die anderen Dioden voneinander:
Von: MaWin 12.11.2003
Der Bipolartransistor besteht aus einer Diode von Basis nach Emitter
(das ist auch das im Schaltzeichen eingezeichnete Diodendreieck) die sich
auch wie eine Diode mit einer Sperrspannung von ca. -6V verhält. Ab +0.5V
zwischen Basis und Emitter fliesst zunehmend mehr Strom.
Das besondere am Transistor ist nun, das der kleine von Basis nach Emitter
fliessende Strom es ermöglicht, das ein grosser Strom vom Kollektor zum
Emitter fliessen kann, wenn denn am Kollektor ausreichend Spannung anliegt.
Ein kleiner Strom durch die Basis-Emitter-Diode ermöglicht dabei einen um
den Stromverstärkungsfaktor hfe (zwischen 10 und 1000, meist so 100)
grösseren Strom durch den Kollektor.
Natürlich wird der Kollektorstrom nur so gross, wie es die umgebende
Schaltung erlaubt, im Beispiel bestehend aus Spannungsquelle und Last.
Beide Ströme fliessen zusammen durch den Emitter wieder aus dem Transistor
heraus. Leider sind die Dinger recht unlinear, was man mit geeigneten
Schaltungen zu begradigen sucht.
Wenn man z.B. eine Spannungsverstärkung um das 10fache erreichen will,
muss der Lastwiderstand einen 10 mal so hohen Widerstandswert haben
wie der Emitterwiderstand, sagen wir Re=10 Ohm und Rl=100 Ohm.
Wenn wir 24V als Versorgungsspannung haben, fliessen maximal 210mA
durch beide, wobei durch den Emitterwiderstand zusätzlich der
Basisstrom fliesst, und der Emitter im Transistor auch schon ein
paar Ohm beiträgt. Damit diese 210mA durch den Emitterwiderstand
fliessen, muss an ihm ca. 2.2V anliegen, und an der Basis ca. 2.9V.
Bei nur 0.6V an der Basis geht der Transistr aus, es liegt keine
Spannung am Emitterwiderstand, es fliesst kein Emitterstrom und
kein Kollektorstrom und damit auch kein Strom durch die Last und
die hat damit keine Spannung.
Oft findet man in Geräten Transistoren mit der Bezeichnung A1015, C557, C38,
D998, F830, H945 oder K1117 die in keinem Katalog zu finden sind. Fügt dann
ein 2S, IR, SC2, KT oder B vor die Typennummer und sucht im Katalog erneut,
denn asiatische Hersteller lassen gerne das 2S weg, die DDR das S und die 2,
Koreaner das KT, Europäer manchmal das B, ST beim Nachbau von Motorola-ICs
den MC34 Prefix (063 steht dann für MC34063) und International Rectifier das
IR. Aber glücklicherweise gibt es kaum Nummernüberschneidungen. Die obigen
Typen sind also 2SA1015, BC557, SC238, IRF830 und 2SK1117. Leider funktioniert
das manchmal doch nicht: KSD/KTD998 und 2SD998 oder KSC/KTC778 und 2SC778 sind
nicht dasselbe. Ersatztyp für KTD998/KTC778 ist 2SC4387/2SA1672 oder mit
Isolierscheiben TIP33C/TIP34C oder BD245/246. Mit H beginnen manche Hitachi
Consumer-Transistoren. H945 ist also ein schlechterer 2SC945, HA42 ist
MPSA42, H548 ist BC548, H9012 ist C9012. Wobei C9012 ein Consumer-Transistor
von Motorola ist, nicht ein 2SC9012 oder gar BC9012, die gibt's nämlich nicht.
Elektor Crescendo / Mini-Crescendo 2SJ50/2SK135 = 2SJ56/2SK176 =
2SJ1058/2SK162 in TOP3P
Viele Hersteller wie Motorola (MT), Fairchild (FD), ST (ST), Philips (PH),
Harris (RF), OnSemi (ND) Samsung (SS), Siliconix (SM) bezeichnen MOSFETs
nach einem einfachen Schema: MTP50N10 heisst Motorola TO220 50A NMOSFET
100V, also Herstellerkürzel, Gehäusebuchstabe A=TO220isoliert B=D2PAK
D=DPAK E=ISOTOP F=TOP3Pisoliert H=TO218 I=I2PAK J=TO220isoliert K=STO82
M=TO3 N=SOT223 O=SOP8 P=TO220 S=TO220isoliert U=TO251/IPAK V=D3PAK W=DIP
X=TO220isoliert Y=TO264, Amperezahl, Kanal-Polarität, Volt in 10er Schritten.
Auch IGBTs folgen oft diesem Muster: STGB20NB32 schafft z.B. 20A, 320V.
Manchmal hilft ein Herstellerkürzel auf dem Transistor, ansonsten orientiert man
sich erst mal an den Bezeichnungen der anderen im Gerät verbauten Transistoren.
Bei SMD-Bauteilen reicht der Platz für Typennummern nicht aus, und die Kürzel
sind HERSTELLERBEZOGEN, also mehrfach vergeben:
Transistorgrundschaltungen finden sich in
Warum kann man Emitter und Collektor nicht vertauschen, dem Ersatzschaltbild
eines Transistors nach haben die doch keine Unterschiede?
Doch, haben sie, von der Geometrie her, trotzdem funktioniert ein Transistor
bei vertauschen Emitter/Collektor im sogenannten inversen Betrieb, und der
hat 4 Effekte: Eine viel geringere Stromverstärkung, so 5 statt 100, und eine
viel niedrigere Sättigungsspannung VCEsat. Die Transitfrequenz ist in dieser
Betriebsart wesentlich höher. Die maximale Spannung viel niedriger, meist nur
5V (UBEreverse).
> Warum schaltet mein MOSFET direkt am uC Ausgang angeschlossen nicht durch ?
Weil du vermutlich im Datenblatt den UGSth-Wert fälschlicherweise als die
Spannung angenommen hast, ab der der MOSFET durchschaltet. Das ist aber
mitnichten so, es ist die Spannung ab der er gerade eben nicht mehr sperrt.
Die Spannung, ab der er bestimmt leitet, steht hinter der RDSon Angabe meist
in Form eine @UGS xxV. Das liegt daran, weil die Gate-Threshold-Spannung sehr
starkt schwankt, von Exemplar zu Exemplar und von Betriebsbedingung zu
Betriebsbedingung. Garantiert leiten tut der MOSFET nur bei einer Spannung
zwischen Gate und Source, die bei RDSon angegeben wurde (auf diese Spannung
hin wird der MOSFET auch in der Fabrik geprüft), als Beispiel mal dieses
Datenblatt welches zeigt, daß die UGSth Schwankung von 0.5V bis 3.2V reicht:
> Kann man MOSFETs zur Leistungssteigerung parallelschalten ?
Von: Rolf Zimmermann
MOSFETs als Schalter betrieben kann man ohne Symetrier-R parallel schalten.
Der Kanalwiderstand Rds(on) steigt mit der Chiptemperatur, und symmetriert
den Strom durch den einzelnen FET entsprechend der Temperatur (der kühlste
FET bekommt mehr Strom ...)
MOSFETs im Linearbetrieb (also 'nicht ganz durchgeschaltet') verhalten sich
ab einer bestimmten Ugs gerade umgekehrt (der wärmste FET bekommt noch mehr
Strom...) weil die Gate-Source-Spannungskennline negativ temperaturabhängig
ist. Hier braucht's dann mindestens die R's in die Source des FETs. Da die
Threshold-Spannung von MOSFETs mit ca. 3.5V viel grösser ist als die nur 0.6V
grosse Ube-Spannung von Bipolartransistoren und die Werte auch locker um
Faktor 2 streuen, benötigt man im Vergleich zu Bipolartransistoren recht
grosse Widerstandwerte bei den Stromverteilungswiderständen und erhält damit
recht grosse Verlustleistungen. Man sollte wenigstens die MOSFETs gut
selektieren.
MOSFETs brauchen wenig Strom wenn sie langsam umgeschaltet werden können, ein
Microcontrollerausgang reicht für Frequenzen bis 20kHz wenn LogicLevel MOSFETs
verwendet werden. Der N-Kanal MOSFET schaltet die Verbindung nach Masse ein
wenn der Microcontrollerausgang HIGH ist:
+--- Ausgang
|
uC --|I N-Kanal LogicLevel MOSFET (2.7V Typen falls der uC mit 3.3V versorgt wird)
|S
GND --+
Daher gibt es fertige MOSFET Treiber ICs wie den simplen MC34151/34152 von
http://www.onsemi.com/ , den schnellen LTC1693 von http://www.linear.com/
bzw. TPS2811-15 von http://www.ti.com/ und IR2010/2011/2104/2111 mit
Ladungspumpe von http://www.irf.com/ bis hin zu 30A Treibern IXDD430 von
Ixys, und sogar optisch isolierte wie HPCL3120. Doch manche machen Probleme,
insbesondere die ganz schnellen:
> HIP4080
Aus sci.electronics.design von Adam Seychell:
Has anyone here used this chip successfully? I'm designing a high frequency
PWM H-bridge using the HIP4080IAP MOSFET driver (to provide +-3V output at 20
amps). After reading all the application notes from Intersil they point out a
"shoot through" situation can occur when the the driver is first powered up.
They provide a circuit to fix this problem
(see http://www.intersil.com/data/TB/TB3/TB321/TB321.pdf )
It seems to me that this was a design fault in the driver because the fix
they describe is shown at ends of application notes and is not included in
the evaluation board. Their explanation of the issue is very brief and I was
wondering if anyone who has used this chip before could recommend what to do
about a power up circuit.
Winfield Hill:
I have used the 4080A chip in several designs without any problem at all with
powerup. Please notice that the TB321 was written for the 4080 and 4081
chips (old non-A versions, don't buy them, are even they still available?).
Of course the 4080A with its separate HI and LO inputs gives you the
capability to externally cause trouble, but that's your issue! I would pay
attention to the stuff in AN9404. How are you planning to implement your
H-bridge control? I'm a really big fan of the 4080A and the 4081A, have used
them to 2MHz, and have often recommended them here on s.e.d. They're so hip.
:-)
Jim Stockton:
I have used it in the past and it worked well after sorting out some ground
bounce issues. The then Harris FAE Ivars was very helpful in taming the
beast. I had to use a 33pf & 1 Ohm snubber from each output of H bridge to
ground and added 1 Ohm resistors in series with BHS & AHS lines to
controller. He had also suggested Toshiba Magnetics spike killer beads (AMO
Beads?) on Source Leads on top Fets & on Drain leads of bottom Fets. I didn't
need to use them though. Great part once circuit is tamed but in the mean
time plan on buying a tube for development work. They arent very forgiving at
high power levels.
Winfield Hill:
High-voltage power MOSFETs love to RF oscillate at from 10 to 30MHz when used
in the linear mode at even modest currents, like 5mA, and with more than say
25V across their drain-source. The easiest way to prevent this is to use two
ferrite beads and slip one over both the gate and source leads of a TO-220
part. Sometimes a gate resistor alone can spoil the oscillation (they're
always recommended anyway, and especially if you use a gate-source zener,
isolate the gate with a resistor), but I have better results and am more
comfortable with two ferrite beads.
Wenn man nicht so schnell umschalten will (für Motoren und Glühlampen reicht
eine eher langsame PWM ab 100Hz die man so nebenbei softwareerzeugen kann)
kann man auf die Idee kommen, LogicLevel MOSFETs (also solche, die bereits bei
4.5V soll durchgesteuert sind) direkt an einen PortPin eines uC oder Ausgang
eines CMOS-ICs zu hängen. Da aber das durchschalten beispielsweise von +5V
auf einen entladenen Kondensator (die Gate-Kapazität) wie ein Kurzschluss
wirkt, fliesst dann Strom ausserhalb des absolute maximum ratings des ICs.
Daher findet man an dieser Stelle oft einen Gate-Widerstand um den Strom auf
das erlaubte Maximum zu begrenzen. Allerdings müsste der Gate-Widerstand um
220 Ohm haben, was selbst bei 100 Hz die Umladezeit einer 1nF Gate-Kapazität
schon deutlich beeinflusst, so daß viele Entwickler den Widerstand auf 10
Ohm reduziern. Damit geht der Ausgang doch in die Abschnürbereich und der
Widerstand verhindert genau nix.
Auch für Rückwirkungen aus der Drain über die Gate-Drain Kapazität, die aus
einem schlagartigen ansteigen der Drain-Spannung zu einem Anheben der Gate
Spannung über die Betriebsspannung des ICs führen könnte und zu einem Strom
über die Schutzdioden des Ausgangs bis hin zum latch-up Effekt, hilft der
Widerstand nichts, dafür ist er zu niederohmig als Strombegrenzung und zu
hochohmig um das Gate festzuhalten.
Für nicht rasend schnelles umschalten komplementärer MOSFETs aus ausreichend
hohen Ansteuerspannungen kann ein CD4041 hilfreich sein.
Zur genauen Berechnung der Umschaltzeit eines MOSFETs siehe dieses Dokument:
> Warum sollte bei einem MOS Transistor ein Vorwiderstand vor das Gate ?
Weil die Zuleitung (Induktivität) und das Gate (Kapazität) einen Schwingkreis
bilden, und so eine Schwingneigung bei sehr hohen Frequenzen existiert, die
durch Verschlechterung der Güte des Schwingkreises durch den Widerstand
gemindert wird.
Zudem befindet sich zwischen Gate und Drain des MOSFET ein Kondensator,
und schnell ansteigende Impulse am Drain schlagen auf das Gate durch und
können den steuernden IC in den LatchUp treiben, wenn man den Strom nicht
per Widerstand begrenzt.
Von: MaWin 11.8.2000
Häufig werden Fragen gestellt, wie man mit 'den 12 Volt' im Auto umgehen soll.
Sei es, weil man ein Handyladegerät bauen oder einen PC im Auto betreiben
möchte. Dabei hat ein Autoakku 8 Volt beim Anlassen, 12.6 Volt beim Rumstehen,
14.4 Volt beim Fahren, 28.8 Volt beim Jumpstart vom LKW, kurzzeitig -100 Volt
wenn ein Relais abfällt oder +100 Volt wenn ein Kabel der Lichtmaschine einen
Wackelkontakt hat, von Störungen (bis 60V und massiver Masseversatz) wenn am
Auto geschweisst wird ganz zu schweigen, die sind ja auch nicht in den
Testimpulsen berücksichtigt.
Nur mal zur Verdeutlichung die Testimpulse, die ein KFZ-Bauteil nach
ISO16750 (ehemals ISO7637 und DIN40839) und AEC-Q100 aushalten muss
Von: Thomas Rehm 26.6.2000
siehe Datenblatt des VN750 und VNH3SP30 von http://www.st.com:
Alle im Auto fest eingebauten (Prinzip: Man wirft sie zusammen mit dem Auto
weg, würde ihren Ausbau also als ausschlachten und nicht als abstöpseln wie
bei einem Handyladegerät oder Navi am Zigarettenanzünder betrachten)
Schaltungen brauchen eine E-Typgenehmigung nach ECE R10, siehe "F.20. Firma
aufbauen" wie man die erlangt. Der VDA spezifiziert für Elektronik eine
Haltbarkeit von 15 Jahren, 250.000 km, 5000 Betriebsstunden und je nach
Hersteller 20..2000 Temperaturwechsel zwischen -40°C bis 70°C oder >100°C.
Achtung: Kommerzielle Geräte zum Anschluss an den Zigarettenanzünder die mit
dem Hinweis 'nur bei ausgeschaltetem Motor betreiben' versehen sind haben
KEINE Schutzmassnahmen und halten obige Testimpulse NICHT aus. So etwas ist
natürlich in der Praxis unbrauchbar und grob fahrlässig. In einem Original
Siemens KFZ Handyladeadapter befindet sich aber sehr wohl eine
Schutzschaltung wie unten gezeigt.
Immerhin ist im Auto an Klemme 30 (meist rot) Dauerplus und an Klemme 15
(meist schwarz) Plus über Zündung und Klemme 31 (meist braun) ist Masse.
Für einfache Anwendungen reicht es oft, nur die Stromzufuhr gegen
zerstörerische Spannungsspitzen abzublocken. Kernbauteil ist dabei ein
Spannungsregler, der auch noch bei der geringsten Spannung von 8V (wenn
die Schaltung auch beim Anlassen nicht ausgehen soll) oder 10V (wenn die
Schaltung nur im Betrieb laufen muß) in der Lage ist, die gewünschte
Ausgangsspannung zu regeln. Üblich sind L49xx von http://www.st.com/ oder
LM2931 von http://www.national.com/ . Kurze Spannungseinbrüche puffert ein
Elko vor dem Spannungsregler. Damit dieser Elko beim Absinken der
Bordnetzspannung nicht entladen wird, sollte eine Diode in Reihe vor ihn,
die Betriebsstrom und maximale Spannungsimpulse aushält. Um Störungen mit
so hohen Frequenzen abzuhalten, die der Spannungsregler gar nicht erst
ausregeln kann und die der Elko wegen seines ESL nicht filtert, ist eine
Drossel sinnvoll, die diese Frequenzen dämpft. Eine möglichst hohe maximale
Eingangsspannung des Spannungsreglers ist wünschenswert damit er auch beim
Jump-Start vom LKW (28.8V) noch funktioniert, manche Regler schalten vorher
auch ab, überleben aber die Spannung, was in vielen Fällen auch akzeptabel
ist und übermässige Verlustleistung verhindert. Nun muß man noch höhere
Spannungen vom Regler fernhalten mit einer Überspannungsschutzdiode (VDR,
Transil, Transzorb) die also bei 28.8V noch nicht leitet und auch bei vollem
Ableitstrom nicht mehr als die maximal erlaubte Spannung an den Regler lässt,
oft 40V. Die dabei entstehende Verlustleistung wird sie aber nicht überleben,
daher muß man sie vor längeren Impuls als oben aufgeführt schützen: Entweder
mit einer Sicherung, die vorher durchbrennt. So eine Sicherung muß aber
auswechselbar sein, und ist daher nur einsetzbar, wenn die Schaltung
zugänglich ist, z.B. im Zigarettenanzünderadapter. Bei niedrigen
Betriebsströmen kann auch ein Vorwiderstand helfen, zu hohen Strom vor der
Schutzdiode fernzuhalten so daß sie zumindest die Testimpulse überlebt. Oder
man benötigt einen Transistor, der die Verbindung zum Bordnetz bei
Überspannung kappt und seinerseits die Spannungen übersteht.
Von: Rafael Deliano 26.8.2000
Siehe im Datenblatt des LTC1435 von http://www.linear.com/ den Abschnitt
"Automotive Considerations: Plugging into the Cigarette Lighter"
Von: MaWin 11.8.2000
Anstelle von 50Hz Trafos und Linearreglern werden vermehrt Schaltregler in
Netzteilen oder Spannungsreglern eingesetzt, die mit kleineren Spulen oder
Trafos auskommen und weniger Verluste haben und daher ab irgendeiner
Leistungsgrenze billiger (und wenn nicht billiger und kleiner, so zumindest
leichter und kühler) sind.
Leider sind die Dinger auf der einen Seite schwer zu bauen, auf der anderen
Seite gehen sie gerne kaputt. Bei der Reparatur hat man das Problem, das
Netzteile primär an 230V~ hängen und auf 325V= gleichrichten. Ein
Trenntrafo ist nützlich, damit man auf dieser Seite wenigstens messen kann.
Meistens sind Schaltnetzteile einfach zu reparieren. Der Starterwiderstand
(so 50k auf Primärseite, durch ihn fliesst Strom zum Aufladen in einen kleinen
Elko auf der Primärseite aus dem der IC seine initiale Betriebsspannung bezieht)
brennt gerne durch, worauf hin das Netzteil gar nicht anläuft. Der *kleine*
Elko auf der Primärseite und die Siebelkos auf Sekundärseite verlieren gerne
Kapazität, worauf hin man das Netzteil mehrmals ein-/ausschalten muss, bis es
anläuft, oder schlechtes Regelverhalten zeigt. Eine Überspannung aus dem Netz
zerstört gerne den Leistungstransistor auf Primärseite, meist hat der
entstehende Kurzschluss dann den Strommesswiderstand am Emitter zerstört,
die Sicherung ausgelöst und den SCK 'inrush current limiter' NTC beschädigt
und den Schaltregler-IC mitgenommen. http://www.ti.com/ "Off-Line SMPS Failure
Modes" SLVA085.PDF . Pfeift es, kann man versuchen, die Spulen zu verlacken.
Wer allerdings aus einem normalen PC-Schaltnetzteil den Lüfter ausbaut, weil
er meint, der Umbau der Transistoren und Dioden auf externe grössere Kühlkörper
wäre ausreichend, vergisst, das auch die restlichen Bauteile wie Elkos und
Widerstände in so einem Netzteil kostenoptimiert auf Zwangsbelüftung ausgelegt
sind. So ein Netzteil hält dann keine 6 Monate durch.
Die Schaltpläne mit Spannungsangaben und Oszillogrammen befinden sich in den
Datenblättern des verwendeten Steuer-ICs, und für den Selbstbau enthalten
diese Datenblätter alle notwendigen Infos. Insbesondere AN19, AN25, AN30,
AN66 und AN84 und AN118 für hohe Spannungen von http://www.linear.com/,
http://www.national.com/appinfo/power/files/f5.pdf und die Simple Switcher
von http://www.national.com/ und TOPSwitch von http://www.powerint.com/ AN120
von Philips oder VIPer und L4970/4980 von http://www.st.com/ haben
ausführlichste Application Notes und Tipps zur Bauteilauswahl, aber es ist
meist schwer, die vorgeschlagenen Bauteile zu bekommen. Nicht jeder Elko und
nicht jede Spule ist für Schaltregler geeignet, 50Hz Netzgleichrichterdioden
(1N4004) schon gar nicht. Alleine die Verluste im Abschaltmoment liegen bei
P=0,5*Irrm*Vout*trr*f. Wenn die Kiste nicht sofort abraucht, führen
ungeeignete Bauteile zu verringerter Leistung oder zu höheren Störungen. Ohne
100MHz Oszilloskop kommt man denen nicht auf die Schliche. Bei hohen
Leistungen scheinen sich CoolMOS/MDmesh als Schalter und SiC-Dioden ab
200V/100W/250kHz zu bewähren. Bei Spannungen ab 200V mag zwar eine UF4007
Diode nach Datenblatt ausreichen, sie hat aber eine viel zu hohe reverse
recovery charge (Ladung, bei hohen Spannungen viel wichtiger als reverse
recovery time, denn P=0,5*C*U*U*f ist die Verlustleistung die wegen dieser
Ladung irgendwo im Schaltregler verbraten wird. Eher HFA04TB60, 8ETH06,
MUR1620, BYV29FX-600). Siehe AN849 des MAX1856.
Designhilfe
Spulenberechnung für alle SMPS Topologien:
Hobbytaugliche Grundlagen für DC/DC-Wandler um 100 Watt
Mini-Ringkernrecher (berechnet Induktivität aber keine Stromdichte):
Micrometals Designsoftware (für Reichelt Ringkerne -18 und -26)
Für Schaltregler braucht man Elkos mit hoher Wechselstrombelastbarkeit und
niedrigem ESR (Innenwiderstand). Bei http://www.rs-components.com/ und
http://www.farnell.de/ sind solche Angaben wenigstens im Katalog aufgeführt,
andere Versender haben meist gar nicht begriffen, das Angaben wie "Elko
1000uF/16V" heutzutage nicht mehr ausreichen. Man sollte daher 105Grad Elkos
aus geschlachteten Schaltnetzteilen und PC-Mainboards gut aufheben, und sich
möglichst ihre Datenblätter wegen Wechselstrombelastbarkeit und ESR-Angaben
aus dem Internet holen oder messen:
Eine Spule soll (bei der Schaltfrequenz) die benötigte Induktivität aufweisen
ohne durch den Strom in Sättigung zu gehen (wobei sie ihre Induktivität
verlieren würde und der Strom rapide ansteigt, siehe C4 in Appendix C von
AN25 von http://www.linear.com/ ). Sie darf ausserdem nicht zu heiss werden.
Optimalerweise in dem die Hälfte der Verluste im Kern und die andere Hälfte
der Verluste im Draht auftritt, aber dieses Optimum ist nur selten zu
erreichen.
Ein Kern ist je nach Material nur bis zu bestimmten Frequenzen zu gebrauchen
und hat bestimmte Grenzwerte, nämlich eine maximale Spannung/Windung und
einen maximalen Strom*Windung, bei deren Überschreitung die Verluste zu sehr
ansteigen (Sättigung, Eddy current Wirbelströme - hierher kommt die Erklärung
warum bei einem Trafo die kleinste Wicklung nicht immer einfach nur eine
Windung hat). In einem Trafo sind die Kernverluste abhängig von der Höhe der
Eingangs(wechsel)spannung und deren Frequenz, und die Kupferverluste steigen
quadratisch mit dem fliessenden Strom, also der Belastung. Bei zu hoher
Temperatur altert ein Kern in dem er mehr und mehr Verluste durch steigende
Eddy-Currents bekommt: http://www.micrometals.com/thermalaging_index.html
Oszillogramm am Ausgangskondensator hinter der Spule:
Von: Johannes 24.10.10
Das ist ein ziemlich komplexes Thema, zuerst must Du herausfinden, welche
Prüfspannungen für dich gelten.
Bei Netzbetrieb (230V~) gilt normalerweise die Überspannugnkategorie II;
wenn das Gerät dauerhaft fest am Stromnetz angeschlossen ist, die
Kategorie III.
Bei Kategorie II und Verschmutzungsgrad 2 gelten folgende Werte:
(alle Angaben ohne Gewähr!)
Basis-Isolierung:
Luftstrecke: 1,5mm
Kriechstrecke auf Leiterplatten: 1,5 mm
Stoßspannung: 2500V
Wechselspannung (1 min): 1350 Veff
Gleichspannung (1 min): 1900 V
Verstärkte Isolierung:
Luftstrecke: 3,3 mm
Kriechstrecke auf Leiterplatten: 3,3 mm
Stoßspannung: 4250V
Wechselspannung (1 min): 2300 Veff
Gleichspannung (1 min): 3250 V
Dann brauchst du die entsprechenden Messgeräte, mit denen Du diese
Prüfungen machen kannst.
Mit Hobby-Mitteln kann man eigentlich nur die Luft- und Kriechstrecken
optisch überprüfen, wenn man die Prüfgeräte nicht hat.
Und im Zweifelsfall die Wicklungen lieber etwas dicker isolieren und
dafür größere Verluste durch die Streuinduktivität in Kauf nehmen.
Fertige Spulen gibt es von Epcos, Coiltronics, Coilcraft, Talema, Pulse,
Taijo Yuden. Für Simple Switcher ausgewählte Spulen gibt es bei
http://www.farnell.de/ und http://www.darisus.de/ . Speicherkerne von der
Stange sind für StepUp-Wandler gedacht, die mit einem DeltaB von ungefähr
0.3*Bmax gefahren werden. Bei mehr werden die Kernverluste größer und der
Kern heißer.
Unbewickelte Ringkerne von http://www.amidoncorp.com/ und die "-18" und "-26"
von http://www.micrometals.com/ gibt es bei http://www.reichelt.de/ ,
passende Datenblätter jeweils bei den Herstellern, Wickelmaschinen kommen von
Jovil.
Bei grösseren Leistungen nimmt man Ferrit E-Kerne von http://www.conrad.com/,
vollständige Daten dafür bei http://www.tridelta.de/, Material MF198=N87
100kHz, MF196=N27 25kHz, direkt aufeinandergeklebt bei Koppeltrafos, mit
Spalt bei Speicherspulen, veränderter Al-Wert im Datenblatt ablesbar.
Unter 20kHz erlauben Kerne aus MetGlas http://www.metglas.com/ die höchsten
Flussdichten, vor allem China steigert damit die Effizienz seines Stromnetzes.
Theoretisch müsste man für jeden Kern Grösse, Verluste und Preis ausrechnen,
um den 'Besten' (nach Kosten, Effizienz oder Platzbedarf) zu ermitteln, aber
mit Material 77 von Amidon für Koppeltrafos bis 100kHz, 26 von Micrometals
für Speicherspulen bis 50kHz und 18 für Speicherspulen bis 500kHz liegt man
nicht völlig daneben. Die ringkerntypisch hohe Temperaturabhängigkeit der
Induktivität stört beim Schaltregler nicht. Ein FT87-77 überträgt schon 20
Watt bei 20kHz, ein FT240-77 schafft maximal 1700 Watt bei 100kHz, gross
genug sind sie also auch. Bei Ferritkernen ist die Kopplung gut und man kann
auf eine Seite die primäre und auf die andere Seite die sekundäre Wicklung
aufbringen. Bei Eisenpulverkernen mit ihrem verteilten Luftspalt ist die
Kopplung schlecht, so daß man beide Wicklungen ineinander, also bifilar
wickeln sollte, wenn man einen Trafo baut.
Ansonsten bleibt einem nichts anderes übrig, als Speicherspule eine Drossel,
wie sie zur Entstörung von TRIAC Schaltungen angeboten werden zu nehmen und
auszuprobieren. Oft ähneln sie dem Amidon Eisenpulver-Material 16, sind sie
gelb mit weisser Seite dem Micrometals 26, und ein distributed air gap haben
konstruktionsbedingt alle Eisenpulver Materialien. Die Maximalstromangabe
dieser Spulen ist in RMS, das Material geht also erst bei mehr als dem
1.4-fachem Strom in Sättigung. Allerdings sind diese Drosseln für höhere
Spannungen ausgelegt (mehr Windungen um V/Wdg und damit Wirbelströme
klein genug zu halten) und somit nicht für Niederspannungsregler (minimaler
Drahtwiderstand) optimiert.
Bis 50kHz sollten sie aber einsetzbar sein. Man kann sie auch neu wickeln.
Bisherige Windungsanzahl Nalt zählen und Al aus Induktivität Lalt berechnen
Al = (Nalt^2) / Lalt, neue Windungsanzahl Nneu für die Sollinduktivität Lneu
berechnen Nneu = sqrt( Lneu / Al ), und bedenken, das die Strombelastbarkeit
Aneu = (Nalt^2 * Aalt) / (Nneu^2) ist.
Braucht man einen Koppeltrafo, nimmt man stromkompensierte Drosselspulen
mit 2 Wicklungen, die haben einen hochpermeablen Ferritkern.
Möchte man die transformierte Primärspannung messen, darf man den Kern nicht
in Sättigung fahren, ein 230V~ Trafo eignet sich also nicht, um unbelastet
die Netzspannung messen zu können, aber 175V~ kommt zunehmend weniger raus,
bis bei 230V~ je nach Qualität 10% im Kern verloren gehen. Man braucht also
400V~ Trafos oder 2 230V~ Trafos in Reihe (sekundär auch in Reihe), oder
andersrum: Zur Spannungsmessung mehr Windungen/V wickeln als nach Datenblatt
vorgeschlagen.
Im Allgemeinen stört es nicht, wenn der Kern eine grössere Induktivität (oder
höhere Strombelastbarkeit) hat als berechnet, denn oft liegt die Induktivität
bei Nennlast sowieso nur halb so hoch wie angegeben. Es verschiebt sich nur
der Übergang vom kontinuierlichen Betrieb zum diskontinuierlichen Betrieb, in
der Hoffnung, das der Regler in beiden Betriebsarten eine stabile
Regelschleife hat. Aber MC34063 (NCV3063, AIC1563 bis 30V, NJM2374AE bis 48V),
78S40 und TL497 sind so alt das das noch nicht gilt. Beim 78S40 und MC34063
berechnet man Ct (entgegen dem Datenblatt) so das die Spule massig Zeit hat
sich in den Ausgang zu entladen (also off-Zeit festlegen). Die on-Zeit ist
dann durch Ct so lang, das sie immer vorzeitig durch Erreichen der
Strombegrenzung (Widerstand Rs also passend zum maximalen Spulenstrom
dimensionieren) abgebrochen wird. Die Induktivität ist also kleiner als das was
sich nach Datenblatt als minimale Induktivität errechnet. Bei extrem überhöhter
Induktivität nimmt die Ausregelzeit des Schaltreglers zu. Eine zu kleine
Induktivität oder ein Kern der sättigt führt dazu, das der Transistor vorzeitig
wegen Überstrom abgeschaltet wird, wenn der Schaltregler eine Strombegrenzung
hat. Dann führt das zu zu wenig Leistung. Oder sogar stirbt, wenn der
Schaltregler keine Strombegrenzung hat.
Manche Schaltregler (beispielsweise selbstoszillierende Push-Pull) verwenden
aber auch absichtlich die Sättigung des Kernes, was zu höherer Strombelastung
und potentiell Zerstörung der Transistoren führt, wenn man einen 'besseren'
Kern nimmt oder eine nicht-passende Induktivität.
Also berechnet man aus der angelegten maximalen Spannung die minimale Anzahl
der Windungen (und nimmt bei Niederspannung eher mehr). Wählt dann einen Kern
mit dem passenden Al-Wert aus, um die benötigte Induktivität n*n*Al erreichen
zu können. Da die üblichen Kernmaterialien einen viel zu hohen Al-Wert haben
und somit schon bei viel zu niedrigen Strömen in Sättigung gehen, führt man
einen Luftspalt ein oder nimmt Ringkerne mit 'distributed air gap'.
Eigentlich sind im Frequenzbereich der einfachen Schaltregler (<50kHz) alle
Eisenpulver- und Ferritkerne geeignet. Richtig Gedanken muss man sich nur
machen, wenn man den baulich kleinsten, effektivsten oder billigsten Kern
haben will. Aber Bauweisen mit geringem Streufeld (Ringkern, Topfkern,
Schalenkern) sind natürlich vorzuziehen. Entsprechend der Windungsanzahl und
dem Platz dafür schaut man, welche Drahtstärke man verwenden kann. Dann
rechnet man die Verluste im Draht (getrennt nach Gleichstromanteil und
Wechselstromanteil in Schaltfrequenz, denn wegen des Skin-Effekts ist der
Wechselstromwiderstand ja meist höher) aus und schaut nach, ob man mit dem
Kern hinkommt oder den nächstgrösseren braucht.
Möchte man auf einem T80-18 eine 100uH/1A Spule selber bauen, guckt man nach
dem Al-Wert des Kerns. Vorsicht: Der wird unterschiedlich in nH/Wdg,
uH/100Wdg oder in mH/1000Wdg angegeben, in der Formel ist er in H/Wdg
einzusetzen. Die notwendige Windungszahl N für eine Induktivität L ergibt
sich aus N = sqrt(L/Al), beispielsweise bei Al=31nH/Wgd bekommt man 100uH
durch sqrt(0.0001/0.000000031) = 57 Windungen.
Material Sättigungsflussdichte
18... 0,6T
26... 0,9T
52... 1T
Ein Buch kann meist nicht schaden:
Kleinere Trafos bekommt man bereits, wenn man die Gleichspannung am Eingang
in eine höherfrequente Rechteckwechselspannung zerhackt, am einfachsten mit 2
nicht überlappend angesteuerten gegensinnigen Wicklungen (TL494, TL598,
UCC2808, SG3525, L4990/L5991, LTC3705, LM5015), und am Ausgang mit schnellen
Dioden (UF4004) gleichrichtet. Das ist effizient, aber die Ausgangsspannung
ist ungeregelt.
Es reicht z.B. für KFZ-Audio-Verstärker, in denen die nachfolgende Endstufe
ja selbst als Spannungsregler der Ausgangsspannung zum Lautsprecher hin wirkt.
Die maximale Ausgangsleistung so eines Verstärkers ist dadurch natürlich
eingangsspannungsabhängig, was dumme Jungs mit dicken Stabilisierungselkos
und Zuleitungskabeln teuer bekämpfen versuchen an statt einfach den nächst
grösseren Verstärker zu nehmen.
Möchte man eine geregelte Ausgangsspannung, regelt man nicht am Ausgang mit
zusätzlichen Verlusten, sondern natürlich besser eingangsseitig und kommt zum
Flusswandler (forward converter): Eine Drossel am Ausgang des obigen Trafos,
deren Induktivität im Verhältnis zur Schaltfrequenz hoch ist, dämpft dessen
Wechselspannung in einen dezent steigenden und fallenden Strom, mit dem der
Ausgangselko geladen wird, um die gewünschte Ausgangsspannung (von ca. 80%
Sekundärwechselspannung des Trafos) zu erzeugen.
Die tatsächliche Ausgangsspannung in Abhängigkeit von der Last wird dann
durch das prozentuale AN/AUS Verhältnis der primären Wechselspannung
geregelt. Fehlt der Trafo und ist der Eingang somit nicht galvanisch vom
Ausgang getrennt nennt man ihn step down oder Buck Regler. Er kann die
Eingangsspannung nur auf eine kleinere Ausgangsspannung reduzieren, macht
das aber effektiver als ein Linearregler.
Besonders einfach ist der Buck Regler als Hystereseregler: Er schaltet AN so
lange die Ausgangsspannung zu klein ist, und AUS wenn die Ausgangsspannung zu
hoch wird. Da dessen AN-Zeit aber sehr lang sein kann, und der Strom durch
die Spule in der Zeit besonders hoch ansteigt, muss er eine für den
Normalbetrieb überdimensionierte Spule haben. Daher ist die zu gross und
teuer. Man nimmt lieber Regler mit begrenzter AN-Zeit oder einen der
ausschaltet wenn der Spulenstrom einen beabsichtigten Maximalwert (unterhalb
der Sättigung der Spule) erreicht. Dann dauert es halt etwas länger bis der
Ausgang auf Spannung kommt, man hat aber im Normalbetrieb keine Nachteile.
Dafür ist die Betriebsfrequenz etwas stabiler.
Sperrwandler (flyback converter): Prinzip Zündfunke: Die Spule wird aus der
Spannungsquelle 'geladen', und wenn man die Spannungsquelle abschaltet,
entsteht schlagartig eine EMK Spannung in entgegengesetzter Polarität, die
über eine Diode sekundär in einen Ausgangselko geleitet wird. Bei jedem
Puls wird ein klein wenig Energie (Joule) transportiert, man braucht einfach
genug Pulse, um die Ausgangslast zu versorgen.
Ein Sperrwandler mit einer Spule der nicht galvanisch trennt heisst step-up
(Boost-Regler), ein Sperrwandler dessen Spule eine Anzapfung hat und der
so die Ausgangsspannung noch ein wenig höher transformiert heisst
boosted step-up und ein Sperrwandler mit Trafo, der Primärkreis und
Sekundärkreis galvanisch trennt, heisst Flyback, hergeleitet vom Fernseher,
bei dem aus 130V auf diese Art 1000V erzeugt werden, die man braucht, um die
Ablenkungsspule für den Rücklaufimpuls schnell genug umzusteuern. Da beim
Sperrwandler die Spule nicht kontinuierlich genutzt wird, sondern nur die
halbe Zeit aufgeladen und die halbe Zeit entladen wird und nur eine
Magnetisierungsrichtung verwendet wird, lohnt sich dessen Einsatz nur unter
100 Watt, darüber verwendet man besser andere Topologieen (Flusswandler)
weil die zusätzlichen Transistoren dann billiger sind als ein dickerer Trafo.
Buck-Boost: Invertierender Regler. Die einfachste Art, ohne Trafo eine
Ausgangsspannung zu erhalten, die grösser und kleiner als die
Eingangsspannung ist, da es in vielen Fällen nicht stört, wenn GND der
Eingangsspannung nicht GND des Ausgangs ist. Ansonsten:
SEPIC und Zeta-Wandler: Uneffektive Abwandlung eines Buck-Reglers durch einen
zusätzlichen Kondensator im Strompfad und 2 Spulen, damit er sowohl step-up
als auch step-down wandeln kann. Nimm lieber Buck-Boost (inverting),
http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN954-D.PDF oder Trafo, die brauchen eh
weniger Bauteile.
SEPIC lohnt nur manchmal, wenn man durch ihn einfache fertige Spulen statt
eines speziell gewickelten Trafos verwenden kann. Der LM3478 spinnt wohl
manchmal: c0236a96-544e-49bd-a26b-367bb8a78ad3@i7g2000prf.googlegroups.com .
voltage mode beim Flusswandler: Der Schaltregler regelt in Abhängigkeit von
der Ausgangsspannung das AN/AUS Tastverhältnis beim NÄCHSTEN Impuls. Eine
Sättigung der Spule wird durch eine festgelegte maximale Impulsdauer
verhindert, aber ein zusätzlicher Überstromschutz ist notwendig wenn das
Netzteil kurzschlussfest sein soll.
voltage mode beim Sperrwandler arbeiten meist so, das sie die (durch
konstante Einschaltzeit in der Form festgelegten) Impulse komplett
unterdrücken, so lange die Ausgangsspannung ausreichend hoch ist.
current mode: Der Schaltregler regelt in Abhängigkeit von der
Ausgangsspannung den Spitzenstrom beim nächsten Impuls, dadurch eingebaute
Überstromsicherung und Schutz vor Sättigung der Spule. Das Prinzip ist gut
geeignet für Sperrwandler.
Snubber: Schaltet der Transistor den Strom durch eine Spule (auch ungewollt
die Streuinduktivität der Zuleitung eines Trafos) aus, entsteht der bekannte
'Zündfunke', dessen hohe Spannung den Schalttransistor gefährdet, wenn nichts
dagegen getan wird. Hier leitet die Diode die Energie in einen Kondensator C.
Die in C aufgefangene Energie wird dann in einem Widerstand R verheizt. Diese
Schaltung aus Diode und RC-Glied heisst Snubber:
Es gibt auch noch viele andere Snubber-Methoden. http://www.ti.com/
"Snubber Circuits" SLUP100.PDF wobei Patente für so etwas wie die
Baker Clamp längst ausgelaufen sind, also heute nicht mehr stören.
http://www.elektroniknet.de/?id=243
Die wohl billigsten Schaltregler-ICs sind die uralten TL497, uA/LM78S40 und
MC34063 (http://www.onsemi.com/pub/Collateral/AN920-D.PDF) für
Niederspannung, die alle auf Grund der niedrigen Schaltfrequenz leicht zu
beherrschen sind und für die es Zweithersteller gibt. Leider erreicht man mit
ihnen kaum über 75% Effektivität, vor allem bei step-down, da sie einen
uneffektiven Darlington NPN Emitterfolger als Schalter haben, und damit eine
recht hohe Schalt-Verlustspannung von ca. 2V. Man sollte sie eher in step-up
einsetzen, oder von relativ hohen Spannungen runterregeln (ja, es gibt da
auch noch die Schaltung mit dem externen PNP Transistor, aber wer will schon
zusätzliche Bauteile spendieren, wenn man einfach andere ICs nehmen könnte).
Da sie die Eigenschaft haben, die Spannung durch Auslassen von Impulsen zu
regeln, kann so ein Regler allerdings je nach Last pfeifen oder rauschen.
Noch billiger geht es ohne ICs:
So sieht ein kommerzieller KFZ-Handyladeadapter aus, ohne jegliche
Schutzbeschaltung (Betrieb also nicht bei laufendem Motor) und prompt
fehldimensioniert (R1=0.5R, R2=5k1) so das das Handy wegen
Überspannung und Überstrom abschaltete, richtig war R1=1.2R, R2=3k3
und an den Eingang sollte wenigstens 100uF/35V.
Einen Schaltregler mit einfach regelbaren Ausgang von 0-5V zeigt AN66 von
http://www.linear.com/
Für Netzspannung gibt es die current mode controller UC384x/38C4x = LT124x,
guter Nachfolger UCC3802 und NCP1200, noch kompakter ICE2Axxx von Infineon
oder FSEZ1317A von Fairchild, ganz modern SG6858 (SOT26 Fairchild) und R7731
(SOT23-6 Richpower), und TDA4605(-3) für Sperrwandler, MAX1856 ist ein
UC3842 ab 3V für negative Ausgangsspannungen, bzw. die voltage mode
controller SG3525 und TL494/TL598 für Flusswandler. Um aus einer oder zwei
Batteriezellen eine konstante Spannung zu machen, gibt es MCP1640 (Microchip,
Reichelt -.55) TPS610xx, UCC3941 (TI), LT1073/1173/1300/1613 (Linear), MAX631
(Maxim) und andere. Der NCP1400 von http://www.onsemi.com/ geht gar bis 0.2V
runter, L6920 ab 0.6V.
MSCAD+SCAD berechnet die Schaltregler von http://www.linear.com/.
Die für die bei den Versendern eher erhältlichen älteren Typen LM257x
benötigte Simple Switcher V3.3 Software ist hier zu finden:
http://www.national.com/en/power/switchers_made_simple.html
Gerade die Simple Switcher sind sehr einfach aufzubauen. Es reicht, die
Bauelemente fliegend zu verdrahten, in dem die gekürzten Anschlussdrähte
direkt zusammengelötet werden, mit dem GND-IC-Bein als Massepunkt
und alle Bauteile sternförmig drumrum. Es wird funktionieren, wenn man
die Schaltung nicht ohne eine Mindestlast entsprechend dem kleinsten im
Berechnungsprogramm angegebenen Ausgangsstrom betreibt. Ohne
Oszilloskop bekommt man keine bessere Schaltung hin. Nur mechanisch
muss man sich überlegen, was die Bauteile hält, ohne das die
Verbindungsdrähte zu lang werden. Lochrasterplatinen und Drähte unten
umknicken funktionierte bei mir gut.
Nationals Simple Switcher Berechnungssoftware gibt wenigstens Vorschläge
für Rc+Cc bei den Wandlern mit COMP-Anschluss an, die optimalen Bauteilwerte
hängen aber von den Nebenwerten der anderen Bauteile und dem Layout ab.
Nachmessen und Anpassen ist also für optimalen Wirkungsgrad,
Ausregeleigenschaften und Störreduzierung notwendig. Bei
http://www.linear.com/ braucht man ein Oszilloskop dafür, kann dann aber die
besser ausregelnden LT107x, LT117x, LT1270 verwenden. Man braucht zum Messen
aber eine (z.B. mit 100Hz) geschaltete Last:
Siehe http://www.analog.com/ POWER_SECT8.PDF "Power supply noise reduction
and filtering" und "Grounding techniques for regulator circuits"
Fertige einseitige Platinenlayouts im Datenblatt des MC34063 von
http://www.onsemi.com/ und LM2671 von http://www.national.com/
AN711, AN776, AN1229 zeigen optimale Leiterplattenlayouts,
gute Platinenlayouttipps am Beispiel MAX1636, MAX1771 in AN1031 von
http://www.fairchildsemi.com/, im L4960 Datenblatt und in AN557 zum L4970
und in AN1074 zum VIPer20 von http://www.st.com/.
Galvanisch getrennte Schaltregler
Chips für simple primärgetaktete Schaltnetzteile kleiner Leistung:
Halogenlampentrafos
Energiesparlampenvorschaltgeräte
Eine der häufigsten Fragen in d.s.e ist, "wie mache ich aus 12V irgendwas im
Bereich von 16V bis 24V bei einigen Ampere", meist zur Versorgung des Laptops
im Auto, und ein Schaltregler (hier step-up) ist die Lösung. 240W mit UC3845
erzeugt diese Schaltung, die im lückenden Betrieb stabil regelt, im
kontinuierlichen Betrieb jedoch eine Rampenkompensation per extra Transistor
benötigt um SHOs (Oszillationen) zu vermeiden:
Betrachtung zu Kompensationsnetzwerken bei Buck-Konverten von Fralla:
http://www.mikrocontroller.net/topic/236132
z.B.
C3 = 1/(2*Pi*Fz*R1)
R3 = 1/(2*Pi*Fz*C3)
R1=18k
R2=9k
C3=2n
R3=1k2
C1=3n9
C2=250p
R4=3k158
Für nicht-einstellbare Belastungen kann man auch 2 niederinduktive
Belastungswiderstände nehmen und den einen mit einem MOSFET per Oszillator
schalten, dann muss nix angepasst werden und die Flanken sind besser als
jedes Netzteil regelt.
Für die positive und negative Versorgungsspannung von bis zu +/-35V/8A,
die ein Verstärker im Auto benötigt, die aber ungeregelt sein kann, bietet sich
der SG3525 oder TL494 Push-Pull IC an. Er arbeitet wie ein Wechselstromtrafo,
kann ihn aber regeln und bietet Überstromschutz, ist also viel besser als ein
NE555 und nicht viel teurer. Man lässt ihn mit 40-120kHz arbeiten. Verwendet
einen Ferritkerntrafo (Ringkern oder E-Kern).
Wer gleich das PC-Netzteil ersetzen will, kann ein altes PC-Netzteil nehmen.
Vorher Schaltfrequenz messen, Topologie ermitteln (Flusswandler, Sperrwandler,
resonanter Wandler) und primäre Induktivität berechnen, die Sekundärseite so
lassen, den Trafo abwicklen (Sekundärwindungen zählen), und den Primärteil für
Ub=10-14.4V z.B. je nach Topologie mit einem UC3843A neu aufbauen (weniger
Windungen mit dickerem Draht). So sind wenigstens Bauteilauswahl und
Layout der Sekundärseite geeignet, aber man wird wohl nur die Hälfte der alten
Leistung herausholen können. Die war sowieso nicht so üppig wie es in der
Werbung stand, denn auch bei PC-Schaltnetzteilen setzen sich PMPO-Angaben
durch: Schaut vor dem PC-Schaltnetzteilkauf mal in das Original-Datenblatt vom
Hersteller (wenn er denn überhaupt ein informatives Datenblatt hat) und erkennt,
das die angeblichen 400 Watt gar nicht gleichzeitig entnommen werden dürfen,
sondern nur 280 Watt, und selbst diese 280 Watt nicht kontinuierlich geliefert
werden können, sondern manchmal nur 80 Watt (erkennbar an Angaben wie
12V mit 14A maximal, 4.6A nominal).
Die ältere Lösung, einen 50Hz Rechteckoszillator (Multivibrator) mit zwei
Transistoren zu bauen, und einen 2*12V->24V Trafo mit Brückengleichrichter
anzuschliessen, klingt einfach aufzubauen (wenn man so einen blöden Trafo
findet), ist aber schwerer und teurer. Für 230V~/50Hz gehen normale Trafos
und da (unterbrechungsfreie Stromversorgung) ist diese Schaltung noch immer
handelsüblich (Trapezwandler, nur 25% der Zeit ist der obere an, 25% der
untere und 50% keiner, damit die Spitzenspannung wie beim Sinus ist,
die mittlere Leistung auch wie beim Sinus, aber in den Pausen muss die
Blindstromkompensation stattfinden).
Besser natürlich Sinuswandler wie AN35 von http://www.linear.com/ oder
Reference Design PICREF-1 von http://www.microchip.com/ oder (rudimentärer)
Appendix 7 aus
http://www.worldbank.org/astae/quappv/ECN/AOS2131%20ECN%20Appendices.pdf
Dann kommt noch oft die Lösung mit dem ungeregelten Spannungsverdoppler
aus Elkos und Dioden. Vergesst den, er hat einen schlechten Wirkungsgrad
(elektrophysikalisches 'Paradoxon': verbindet man einen vollen mit einem leeren
Elko, hat man im Endergebnis nur noch die halbe Energie - der Rest verpufft im
Verbindungskabel) und die arg strapazierten Elkos gehen schnell kaputt.
Von: MaWin 11.11.2000
Oft wird gefragt, wie man einen Elektromotor (gemeint sind Gleichstrommotore)
in der Geschwindigkeit oder eine Glühlampe in der Helligkeit steuert (Dimmer).
Bei beiden reicht es, die Betriebsspannung schnell (mit 50Hz bis 5kHz) ein- und
auszuschalten, damit IM MITTEL die für die gewünschte Drehzahl oder Helligkeit
notwendige Spannung geliefert wird. Das geht einfach mit einem Transistor oder
MOSFET, der in diesem Schaltbetrieb nur geringe Verluste hat. Dafür bekommt
der Motor bei geringen Drehzahlen mehr Drehmoment, wird aber auch heisser.
Parallel zum Motor sollte eine Diode 'verpolt' angeordnet sein, um dessen
Spannungsspitzen beim Abschalten abzufangen (Freilaufdiode). Bei Glühlampen
kann man sich die sparen, muss aber den 10 x höheren Einschaltstrom
einkalkulieren und sollte bei Dimmern daran denken, das eine 230V~ Glühbirne
beim Durchbrennen oft einen Kurzschluss produziert, weil der entstehende
Metalldampf einen gut leitenden Lichtbogen ermöglicht. Die 16A Haussicherung
reicht zum Schutz des TRIACs nicht aus, es sollte eine 2A flinke Sicherung
dazu.
Diese Schaltung erzeugt so ein PWM-Signal, so das der Motor mit der Spannung
an v (z.B. über Poti) einstellbar ist. Bauteiledimensionierung je nach Motor,
alle R sind mit 10k nicht so schlecht, Rv passend für genug Basisstrom. Die
Betriebsspannung des Reglers kann man noch mit Vorwiderstand, Z-Diode und Elko
stabilisieren.
Für den PC-Lüfter tut's diese Lüfterreglung, bei der der Motor aus ist wenn
die Temperatur zu niedrig ist, er immer schneller wird, wenn die Temperatur
steigt, und Vollgas läuft, wenn die sehr hoch ist (einstellbar über P1 und
P2, C1/R5 bestimmt PWM-Frequenz, die eher 30Hz als 30kHz betragen sollte).
Die Schaltung ist für 'echte' Motoren und nicht solche mit Elektronik
ausgelegt, obwohl viele Lüfter mit Elektronik dennoch damit laufen und
regelbar sind.
Um gewisse Eigenschaften zu verändern, kann man nun zusätzliche Bauteile
spendieren. Ein Z-Diode von z.B. 5V1 ergibt eine Mindestspannung für den
Lüfter von 7V und somit eine gewisse Mindestdrehzahl, das schützt auch
davor das man den Lüfter mit dem Poti ganz ausdreht:
Bei Wechselstrom (Bohrmaschine oder Glühlampe) kann man Dimmer mit TRIACs für
PhasenANschnitt verwenden:
oder IGBTs für PhasenABschnitt (bei elektronischen Halogentrafos o.ä.
kapazitiven Lasten):
Bei kleinen Leistungen versagen TRIACs, weil sie einen Mindeststrom brauchen,
selbst ein T1M5F600A braucht 5mA Haltestrom, und ein MOC3042/3062 mit zero
cross kann keine Lasten schalten die auch nur eine geringste
Phasenverschiebung ergeben, die bleiben dann immer an. Nehmt einen MOC3052.
Ganz ohne Mindeststrom gehen 600V PhotoMOS wie AQY216, will man Trafos oder
andere induktive Lasten an Wechselspannung schalten nimmt man eines mit zero
cross detection wie APT1211S.
http://www.hoelscher-hi.de/hendrik/light/analogdimmer.htm sagt was zur
Entstörung bei Phasenanschnitt: Zur Entstörung sollte in jeden Kanalabgang
eine Ringkerndrossel mit Eisenpulverkern gehängt werden: Diese Induktivitäten
dämpfen die Transienten beim Phasenanschnitt und verhindern so ein Brummen in
der PA und ein Summen der Glühwendeln. Zur Einschätzung dieser Dämpfung wird
bei kommerziellen Dimmern häufig die 'rise time' angegeben. Hierbei handelt
es sich um die Zeit (in µs) in der der Strom nach dem Zünden des Triacs von
10% auf 90% ansteigt. Nach Umformen einer Differentialfunktion lässt sich die
benötigte Induktivität berechnen durch L = (t*U)/(2.198*I) wobei 't' die
risetime in [s], 'U' die Spannung in [V] und 'I' der Strom in [A] ist. Eine
Risetime von 80µs (ca. 1mH bei 10A) ist schon schön - für hochempfindlichen
Studioumgebungen werden sogar Dimmer mit Risetimes von 500µs verbaut. Die
Netzzuleitung selbst kann mit 500uH parallel zu 100 Ohm simuliert werden.
Wenn man beim Dimmer 'slow turn on' braucht, um den Anlaufstrom zu verringern
nimmt man den U2008/2010 oder diese einfache Schaltung (deren 'Turn-On
Verzögerung' aber leider von der aktuellen Dimmeinstellung abhängt):
Zum Umschalten der Richtung muss man einen Gleichstrommotor M umpolen. Das
geschieht mit einem doppelpoligen Umschalter oder Relais 2*um als Polwender
Der Transistor T8 verhindert die Zerstörung der Transistoren wenn links und
rechts beide aktiv sind, braucht man das nicht, lässt man T8 und R3 weg.
Die unten angeordnete Schaltung aus R5, dem Transistor T7 und den beiden
Dioden zu den Eingängen dient dem Kurzschlussschutz. Vor Überstrom bei
Überlastung hilft sie nur bedingt. Zwar regelt sie die Transistoren runter
wenn ca. der 1.5-fache Strom fliesst, aber dann sind die Transistoren nicht
mehr voll durchgeschaltet und die Verlustleistung an ihnen steigt an. Ohne
auch für Strombegrenzung ausreichenden Kühlkörper überhitzen die schnell.
Bauteiledimensionierung je nach Betriebsspannung und Motorstrom. Ggf.
Darlingtontransistoren für die 4 in der Brücke oder MOSFETs. R6,R8,R9,R11
verbessern das Ausschaltverhalten. Sie bilden bei MOSFETs einen
Spannungsteiler mit dem verwendeten R7,R10 um eine maximale Gate-Spannung
von kleiner 20V zu erreichen, und können bei Bipolartransistoren entfallen
wenn man die Brücke nicht schnell mit PWM schalten will. Ansonsten nimmt
man bei bipolaren Transistoren Werte in der Grössenordnung der R. Anstelle
der beiden äusseren Transistoren kann man auch Phototransistoren von
Optokopplern verwenden, wenn man die Ansteuerung galvanisch trennen möchte,
leider ist dabei so einfach kein Überstromschutz möglich, der aber auch nur
begrenzt nützlich ist, weil man die Transistoren nicht auf die im
Überstromfall entstehende Verlustleistungswärme auslegen kann. Man sollte
bei Überstrom besser abschalten.
Mit einer H-Brücke kann man den Motor auch bremsen und die Energie
zurückgewinnen. Verringert man den PWM duty cycle wird der Motor schon
langsamer, will man definierte Bremskraft, schaltet man einen Transistor und
nutzt die Freilaufdiode eines anderen, um den Motor kurzzuschliessen, bis der
benötigte Strom fliesst, dann öffnet der Transistor und der Strom aus der
Induktivität des Motors wird über die andere Freilaufdiode in die
Versorgungsspannung geleitet bis er unter den zur Bremskraft notwendigen Wert
absinkt.
Bei maximal 6V (sonst würde UBEreverse überschritten) und einer
Ansteuerspannung die ebenso hoch ist wie die Motorspannung lässt sich die
Schaltung mit 4 NPN Transistoren, davon zwei als Emitterfolger, vereinfachen,
der Motor bekommt +Ub-UBE-VCEsat ab, also ca. 4.5V bei 6V Versorgung.
F für vorwärts, R für rückwärts auf high legen, aber niemals beide zusammen:
Eltako ER12DX kann man direkt an serielle Ports anschliessen.
http://www.atmel.com/atmel/acrobat/doc2508.pdf zeigt, wie man ohne Optokoppler
einem Microcontroller die Phasenlage des Wechelstromnetzes mitteilt, auch wenn
der Microcontroller potenzialgetrennt (über Trafo) angeschlossen wird.
Allerdings kann man dann ebenso die Sekundärwicklung des Trafos verwenden,
wenn nicht zufällig der zu steuernde Stromkreis an einer anderen Phase hängt.
Natürlich geht es auch mit einem Relais am Parallelport
Die AN53 von http://www.linear.com/ enthält viel Interessantes: "Wie steuert
man einen MOSFET an, wie baut man einen Kurzschlussschutz, wie berechnet man
einen Shunt als Leiterbahn, wie steuert ein Notebook seinen Stromverbrauch".
Wer mit MOSFETs schaltet, sollte die gelesen haben.
Wer einen Servo bauen will (Poti regelt Gleichstrommotor auf Position die
ebenfalls per Poti erfasst wird): TLE4206 und TDA3629 geht bis 0.8A, MC33030
bis 1A, DRV590/591/593/594 regeln Motoren bis 3A durch PWM. Eine Nachführung
eines Solarpanels geht mit 2 mitgedrehten Photodetektoren, von denen einer
mehr beschienen wird wenn die Sonne weiter links steht. Am Morgen sollte es
dann umgekehrt sein. LDRs sind in dieser Anwendung angenehm träge, allerdings
macht man so eine Nachführung besser per Uhrzeit. Lediglich auf einem
bewegten Objekt (Wohnwagen) macht eine Sonnennachführung per Sensor Sinn.
> Wie Drehstrommotor an Wechselstrom anschliessen ?
Man braucht einen Metallpapierkondensator von 47-80uF pro kW Motorleistung,
den man an die dünnste (hochohmigste) Wicklung und, je nach Drehrichtung,
eine Zuleitung anschliesst. An die anderen Anschlüsse kommt die
Wechselspannung. Das ist die Steinmetz-Schaltung. Motorenhersteller schreiben
merkwürdigerweise für's griechische mü ein grosses M. Beispielmotoraufschrift:
Solche Kondensatormotoren kann man nicht so einfach in der Drehzahl regeln.
Wenn man die Kraft statt der Geschwindigkeit verändern will wie es bei
Deckenventilatoren üblich ist kann man die Betriebsspannung mit einem
Stelltrafo verändern oder falls vorhanden die unterschiedlichen Wicklungen
am Motor verwenden. Auch Drehstrommotore lassen sich nicht so leicht in der
Drehzahl regeln, man benöütigt FU Frequenzumrichter, die man besser fertig
bei eBay erwirbt. Bei Waschmaschinen gibt es mindestens drei verschiedene
Motoren: In alten stecken Asynchron-Drehstrommotoren mit 2 unterschiedlichen
Statorspulensätzen für niedrige (Wasch-) Geschwindigkeit und hohe
(Schleuder-) Geschwindigkeit. In normalen WaMa stecken tachogeregelte
Allstrommotoren mit meist auch 2 Statorwicklungen für niedrige und hohe
Geschwindigkeit (3 Anschlüsse) und eine einzeln zur Drehrichtungsumkehr
zugängliche Rotorspule (2 Anschlüsse) und einen eingebauten Tachogenerator
entweder als Spule (2 Kontakte), oder als Hallsensor (3 Kontakte), teils
mit eingebautem Thermoschalter (weitere 2 Anschlüsse) die man am besten mit
dem TDA1085 ansteuert. Und in modernsten stecken bürstenlose BLDC die die
Haltbarkeit der Drehstrommotore mit der Regelbarkeit der Allstrommotore
kombinieren, aber schwierig zu regeln sind (siehe BLDC).
Beispiel: 10-poliger Motoranschluss, Rotorwicklung (8-9) 1.72 Ohm,
Statorwicklung (5-10) 1.3 Ohm, halbe Staturwicklung (5-1) 0.47 Ohm
(demnach bleiben 0.87 Ohm für die andere Hälfte zwischen 1 und 10),
Tachogeneratorwicklung (3-4) 184 Ohm, Temperatursicherung (6-7) 0 Ohm.
Relais benötigen unbedingt eine Freilaufdiode, denn da sich bei einer Spule
der Stromfluss nicht plötzlich ändern kann, will beim Abschalten der
Spulenstrom weiterfliessen, und dazu steigt die Spannung des Spulenanschluss
am Schalttransistor schlagartig bis der Strom einen Weg gefunden hat (Prinzip
Zündfunke). Für diesen Strom bahnt die Freilaufdiode einen Weg, so das die
Spannung nur bis zur Betriebsspannung steigt und nicht darüber hinaus. Die
in der Induktivität der Relaisspule gespeicherte Energie wird dadurch
vernichtet. Um Störungen zu vermeiden (der am Schalttransistor befindliche
Spulenanschluss ändert schlagartig seine Spannung, was sich durch kapazitive
Kopplung auf den anderen Relaisanschluss, der an Betriebsspannung hängt, auf
diese auswirkt), werden Relais direkt am Siebelko, noch vor dem
Spannungsregler angeschlossen (also 9V Trafo, 12V Relais, 7805 für 5V).
Wegen der höheren zu schaltenden Spannung kann man das Relais nicht direkt an
einen uC Ausgang anschliessen, sondern benötigt einen Schalttransistor (NPN
wie BC338 über 220R wenn der uC bei HI ca. 1/20tel des Relaisspulenstroms
liefern kann, ansonsten z.B. bei uC der 8051er Reihe NPN-Darlington wie BC517
über 2k2, NMOSFET wie BSS295, oder IC wie ULN2003 mit eingebauten Dioden).
Da der Spulenstrom nach dem Abschalten des Transistors noch deutlich länger
durch die Freilaufdiode fliesst, weil statt der Betriebsspannung nur noch die
Diodenflussspannung anliegt, bleibt das Relais noch ein paar Millisekunden
angezogen. Wünscht man ein schnelleres Abschalten, nimmt man eine Z-Diode
parallel zum Schalttransistor, die erst so bei doppelter Betriebsspannung,
zumindest aber unterhalb der Maximalspannung des Transistors, leitet. Dann
klingt der Stromfluss schneller ab, das Relais geht schneller aus.
> Haltespannungsabsenkung
Schrack sagt:
Für monostabile Gleichspannungsrelais (DC-Spule) ist bei niedrigen Schwing-
und Schockanforderungen eine Reduktion der Leistungsaufnahme der Spule
möglich. Nach einem Ansteuerpuls mit mindestens der Spulenbemessungsspannung,
muss nach 100 ms mindestens noch die minimale Ansprechspannung (75% der
Spulenbemessungsspannung), an der Spule anliegen. Nach dem der Kondensator
geladen bzw. entladen ist muss die Spannung an der Spule für ein 12 V Relais
im Bereich von konstant 4,4…6 V liegen. Unter diesen Betriebsbedingungen ist
ein Betrieb bei einem max. Kontaktstrom von 22 A bis zur Umgebungstemperatur
von +85°C, bei einem max. Kontaktstrom von 26 A bis zu +75°C zulässig.
Nachdem es noch keine de.sci.roboter gibt, posten viele Leute Fragen zum
Roboterbau in d.s.e. Zur Mechanik kann man nur eines sagen: Nehmt ein
fertiges funkgesteuertes Modellauto ! Damit werden alle Beschaffungsprobleme
für Motoren, Getriebe und Mechanik kostengünstig erschlagen und die
Ansteuerung (Modellbauservoimpulse) ist auch sehr einfach.
Zwischen Fernsteuerempfänger und Servos kommt dann ein Microcontroller,
dadurch gibt's die Funkverbindung zum Roboter auch noch umsonst.
Der uC sollte, ebenso wie es die Fernsteuerung macht, die Servoimpulse
nacheinander erzeugen, damit nicht alle Servos zur selben Zeit Strom ziehen,
und gut entstört muss der uC auch sein (siehe F.23. Das KFZ-Bordnetz).
Zudem ist die Lenkung viel interessanter als die 'Panzersteuerung' der
üblichen tonnenförmigen Roboter und schneller sind die Teile auch noch.
DANACH könnt ihr euch um Sensoren, Algorithmen, Greifarme etc. kümmern,
und scheitert nicht wie so viele schon an der Beschaffung eines GETRIEBES.
Notfalls für 40 EUR den fertigen Emiglio-Roboter aus dem Spielwarenladen.
Und wenn die Elektronik euer Problem ist: Mit dem Handy-Board wurden schon
tausende von Robotern erfolgreich ausgerüstet, es sollte also auch für euch
geeignet sein, zumal die Software (C-Interpreter) umsonst beiliegt. Auch
fertige Platinen sind davon erhältlich. http://handyboard.com/
Ein nützliches Messgerät in der Elektronik ist ein Oszilloskop (Oszi, Scope),
GERADE wenn man erst die Grundlagen der Elektronik erlernt, weil es einem
zeitliche Signalverläufe sichtbar machen kann. Bedienung:
Leider sind Oszis teuer. Die klassische Frage eines Hobbyisten lautet:
"Welches ist erschwinglich und universell", aber das ist die falsche
Fragestellung. Man frage sich besser nach konkreten Messaufgaben (und wenn
man noch keine hat braucht man noch kein Messgerät), und suche dann das
Messgerät, welches die Messaufgabe zum günstigsten Preis ausreichend
erledigt. Wenn man Pech hat, reicht nicht mal das 375000 EUR teure 62GHz
Agilent :-) http://www.datatec.de/Agilent-DSOX96204Q.htm
Bei Oszilloskopen gibt es vier Möglichkeiten:
a) ein einfaches Oszilloskop für <500 EUR neu kaufen, wie Hameg oder LG,
inzwischen auch als erschwingliches Digitaloszilloskop von Rigol oder UniT
Das Einkanal-Gerät 122413 von http://www.conrad.de/ ist zwar besser als gar
keins, aber normalerweise greift man für 200 EUR zum 20MHz 2-Kanal Gerät
(Sako 2-Kanal 20 MHZ inkl. Tastköpfen bei eBay, CS-4128 von
http://www.pollin.com/, oder Hameg, LG, EZ-DIGITAL, auch einiges bei
http://www.atzert-elektronik.de/ ), wer bis 500 EUR gehen kann wird sich
ein Digitalspeicheroszilloskop leisten können.
Denn es gilt: Je besser, je teurer, und Eigenschaften wie 2 Kanäle (erlaubt
Vergleiche), Delay, zweite Zeitbasis, höhere Nachbeschleunigungsspannung,
Digitalspeicher, oder höhere Bandbreite möchte man nicht mehr missen, wenn
man sie erst mal kennengelernt hat. Der Profi verwendet sicherlich nichts mit
weniger als 100MHz, oder gleich ein Digitalscope von Tektronix und Gould.
Wenn man sich fragt, wie die eine A/D-Wandlung mit 1Gsps hinbekommen: Gar
nicht. Bei Tektronix TDS210, 220, 1002, 1012, 2002, 2012, 2014, 2022 und 2024
und Fluke ScopeMeter Serie 190 wird das Signal erst mal in einen CCD analogen
Eimerkettenspeicher eingelesen, also sozusagen tausendfaches analoges
sample&hold, und dann gemächlich durch einen A/D-Wandler geschickt.
Dadurch sieht man ein gewisses Grundrauschen der analogen CCD. Das
entfällt erst bei viel teureren Geräten (Gould) mit mehreren zeitversetzten
Flash-A/D-Wandlern.
b) ein gebrauchtes Oszilloskop
Bei http://www.ebay.de/ gibt es manchmal echte Schnäppchen, aber man sollte
den Preis eines entsprechenden Neugeräts kennen und die Beschreibung
aufmerksam lesen, denn viele sind kaputt (war leider keine Steckdose da...).
Per Annonce http://www.dhd.de/ kann man sich das Gerät wenigstens vorher
ansehen bevor man dafür Geld bietet. Gebrauchtgerätehändlern
geben zumindest ein gewisse Funktionsgarantie, die sind aber nicht billig.
Wenn aber ein altes Gerät kaputt geht, was urplötzlich passieren kann,
bekommt man kaum noch Ersatzteile, oder vielleicht nur sehr teuer.
Hameg und LG lassen sich meist leicht reparieren weil sie überwiegend aus
Standardbauteilen bestehen, Tektronix, Philips und Hewlett-Packard sind wegen
Spezialbauteilen (Nuvistoren, Hybridschaltungen) und Verschleierung von
Typennummern oft unreparabel. Nur als Beispiel, wie diese Firmen Gold aus
Standardbauteilen mach(t)en:
Von: TekMan
> Die Schaltungsunterlagen zu den P6460 Data Probes habe ich mir
Der Preis ist nicht so sehr das Problem. Das IC ist schlichterdings
nicht lieferbar, da Tektronix den Support dafür eingestellt hat und es
nicht mehr produziert. Die IC Division ist schon vor Jahren an Maxim
verkauft worden, und Maxim hat die Produktion der Tek ICs nicht weiter
verfolgt, da die Stückzahlen (nach Maxim-Massstäben) nicht gross
genug sind. Soviel zum Thema 'Support eines Markenherstellers'.
c) einen Vorsatz für den PC kaufen, um dadurch ein Oszi zu ersetzen
Klingt wie eine preiswerte Variante, schliesslich sparen die Hersteller dabei
Gehäuse, Netzteil, Bildschirm und Bedienknöpfe ein, sie sind aber in
Wirklichkeit viel teurer als vergleichbare Analoggeräte. Warum ? Weil ein sps
(Sample/Sekunde) nicht mit einem Hz (Hertz) vergleichbar ist, ein 20Msps
Digitalscope ist eben NICHT mit einem 20MHz Analoggerät vergleichbar, da
braucht es schon 200Msps für (die 10-fache Abtastrate), OBWOHL manche
Werbung da gerne rumlügt (aber z.B. Tektronix nennt ehrlichere Angaben).
Das Shannon'sche Abtastheorem hin oder her (für eine Erklärung siehe Elrad
12/97). Digitale Scopes wie Conrads 121887 sind also immer noch recht teuer.
PC-Einsteckkarten kann man zu dem wegschmeissen, wenn das nächste
Betriebssystem kommt oder der nächste PC (der dann keine ISA-Slots mehr
hat :-( ). Allerdings können Digitalgeräte auch als Speicheroszilloskop
arbeiten und damit langsame Vorgänge aufzeichnen, so das die Kombination
schnelles Analoges + im Vergleich langsames Digitales sehr praxisorientiert
ist.
d) und die Soundkarte ?
Es gibt eine Reihe von Programmen, die die Soundkarte verwenden, aber die
unterliegen natürlich alle den Rahmenbedingungen der Soundkarte: Sie kann
keine Gleichspannungsanteile darstellen (im Prinzip wegen dem
Koppelkondensator, aber der wurde natürlich schon lange auf den Chip als SC
Filter integriert), sie kann nur 44000 samples/Sekunde, ist also effektiv nur
als Oszilloskop von 40Hz bis 4kHz einsetzbar, und der A/D-Wandler ist kein
Messwandler: Drift, absolute Genauigkeit und missing codes sind bei Audio
ziemlich egal. Aber: Wer sich als Anfänger gar kein Oszi leisten kann, der
kann ja dafür sorgen, das seine Experimente nur in diesem Frequenzbereich
stattfinden, und wenn man nur den Kurvenverlauf und gar nicht eine absolute
Genauigkeit braucht, ist der PC-Oszi eine billige Möglichkeit. Und eine
hochqualitative 24 bit, 192ksps Soundkarte kann schon einen Audiomessplatz
abgeben. Aber Achtung: Es kann sein, das die beiden Eingangskanäle nicht zur
selben Zeit sampeln, sondern nacheinander. Deswegen sind
Korrelationsrechnungen mit Vorsicht zu geniessen.
Die 'USB Oszilloskope' sind mit ihren 200ksps und gleichstromgekoppeltem
(aber selten mit Eingangsvorteiler ausgestattetem) Eingang ein winzig kleines
bischen besser (und genauer) als Soundkarten, eignen sich aber auch nur für
den Audiobereich bis 20kHz. Leider ist die Software Proprietär, so das einem
ein Soundkartenoszilloskop letztlich wohl doch mehr Freude macht, zu mal die
USB-Oszilloskope für den einen Chip innendrin masslos überteuert sind.
Und nein, von Taschenoszilloskopen (Fluke, Wilke, GBDSO) reden wir hier gar
nicht, die sind vielleicht witzig, aber letztlich rausgeschmissenes Geld.
Technik
Damals hat man noch kompakt hochqualitativ über die Technik hinter den
eigenen Produkten geschrieben, um die Kundschaft über die Unterschiede
zur Konkurrenz zu informieren:
Oszi-Tastköpfe:
Normale (1:1) Tastkopfkabel sind NICHT an die Impedanz des Kabels bzw.
des Oszilloskops angepasst und haben deswegen einen Widerstandsdraht
im Koaxialkabel um die Reflexion ausreichend zu dämpfen. Für die meisten
Messungen reichen die gekauften Tastköpfe (die leider teuer sind, obwohl
sowohl TesTec als auch EldiTest nur die allerbilligsten Alligatorclips
verwenden, soviel zur deutschen Qualität), aber wenn man wirklich gute
Messungen machen möchte, muss man sich seinen Tastkopf selber bauen:
Oszitastkopf selber bauen
nicht ganz perfekter Bauvorschlag. Fragt Mathias Guenther
Einfachvariante:
Fertiggeräte:
Und wenn das Oszilloskop keinen 'Komponententester' enthält, baut man sich
halt einen aus einem 6V/50mA Kleintrafo, anstatt dafür Geld auszugeben:
Von: Michael Koch
Klar geht das, aber ob es sich lohnt ist eine andere Frage.
Hab das vor 20 Jahren auch mal gemacht.
Du brauchst zwei Ablenkspulen-Sätze. Einer verbleibt an der
Bildröhre, da wird ein Stereo-NF-Verstärker angeschlossen.
(das begrenzt natürlich die Ablenkfrequenzen auf NF)
Der andere Spulensatz wird irgendwo weiter weg gelegt und an
die Fernseher-Elektronik angeschlossen. Das ist notwendig,
weil sonst die Hochspannungs-Erzeugung nicht mehr geht.
Problem der Sache: Die dynamische Focussierung geht so
natürlich nicht mehr, der Strahl ist unscharf.
http://www.dansworkshop.com/Homebuilt%20oscilloscope.shtml
http://www.holmea.demon.co.uk/SpecAnHtml/SpecAn.htm
http://www.circuitcellar.com/library/print/0406/Armitage-189/index.htm
http://www.oocities.com/hagtronics/analyzer.html
Noch einer als Bausatz: http://www.science-workshop.com/
Logicanalyzer: http://alternatezone.com/electronics/pcla.htm
http://www.freepcb.com/eebit/
Spektrumanalysator mit AVR:
http://instruct1.cit.cornell.edu/courses/ee476/FinalProjects/s1999/lisa/
Sinusgenerator: http://seti.harvard.edu/synth/index.html
http://www.amplifier.cd/Technische_Berichte/Amplifier_reiner_Sinus/Amplifier_reiner_Sinus.htm (Aufbaue der LinearTech AN67: 10kHz -160dBc mit LT1007 LT1230 LT1228)
Netzwerkanalysator: AD5933 (Analog Devices)
Frequenzmesser: http://www.mino-elektronik.de/fmeter/neue_versionen.htm
Vorstufe: http://www.mikrocontroller.net/topic/231005 (0-50MHz, 5V)
Drehrichtungsanzeige
> Suche Schaltplan für Messung von Leistungsaufnahme / Energieverbrauch
Von: Dietrich Lotze
"EDN January 7, 1993, Page 102: EDN-Design Ideas: Four transistors measure
rms power (Joseph L. Souza, Sipex, Billerica, MA)" eine (passive) Schaltung,
die über die Kennlinien der Transistoren eines 4-Transistor-Arrays (CA3096)
Strom- und Spannung miteinander multipliziert und als (DC-)Spannung ausgibt.
Wirkleistungsmessungs-IC 0.1%: CS5462 (Cirrus Logic), PM9102/9602 (SAMES),.
AN32 von http://www.linear.com/ hat auch eine (schwer lesbare) teurere Lösung.
AN265 von http://www.national.com/ ist auch verwendbar, AVR465 von Atmel
zeigt einen 1-Phasen Wirkleistungsmesser, INA219 digitalisiert Strom und
Spannung einer Gleichspannungsleitung bis 26V und liefert die Leistung per
I2C. Znd mit LM394:
http://electronicdesign.com/article/test-and-measurement/what-s-all-this-wattmeter-stuff-anyhow-2190.aspx
Will man nur die effektive Spannung (oder Strom) messen, tut es:
Will man nur den Strom aus einem Stromwandlertrafo gleichrichten um ihn
mit einem uC messen zu können, tut es ohne Filterung:
> möchte die Ausgangsspannung beibehalten, ohne den Trafo zu modifizieren.
Von: Harald Wilhelms
500VA sind bei 220V 2.27A, mit 90% Wirkungsgrad 2.5A. 2.5A bei 10V sind 25VA.
Nimm einen 230V->10V 25VA Trafo und lege dessen Primärwicklung ans Netz und
die 10V Wicklung (richtig gepolt, sonst wird's für 210V~) in Reihe zur 220V~
Wicklung des alten Trafos.
> Mein einfacher 230V (Rechteck)wechselrichter bringt nicht genug Spannung
Wenn nur das eine Gerät anzuschliessen ist, kann ein (Motor)kondensator in
Serie in der Zuleitung helfen. An den passenden Wert sollte man sich rantasten
(Spannung im Gerät am Ladeelko messen), aber ein paar uF werden notwendig
sein.
> Umwandlung von Drehstrom in stärker belastbaren Wechselstrom
Scott-Trafo oder Z-Wicklung, 2 Phasen werden addiert, dadurch entsteht eine
Wechselspannung die phasenrichtig zur dritten parallelgeschaltet werden kann,
verwendet z.B. in der Galvanik oder Schweisstechnik.
Übrigens: Ein Inkrementaldrehgeber ist simpel die von 2 Lichtschranken
durchleuchtete Schlitzscheibe einer Maus. Die hat sogar 2 davon :-) Gibt's
auch mit Drehknopp als Poti-Ersatz oder ganz teuer für industrielle Zwecke
mit schweinehoher Auflösung. Mit 2 verdrehten Hallsensoren (KMZ51) und
einem Magneten kann man sich sogar ein Sinus/Cosinus Analogsignal
liefern lassen.
Magnetfeldmessung bis 7500A/m mit KMZ10C, 2000A/m mit KMZ10B und 500A/m mit
KMZ10A bei umgekehrt proportionaler Empfindlichkeit, der C dämpft die
Reaktionsgeschwindigkeit und erhöht die Störunempfindlichkeit.
> Inkrementale Drehgeber wie auswerten?
Von: Michael Biere 29.9.1999
Zunächst muss man sich von der Vorstellung frei machen, dass die beiden
Signale A und B des Drehgebers irgendwelche Zähler triggern müssen und
man deshalb die Flanken erkennen muss. Sonst bekommt man früher oder
später Probleme mit "Flattereffekten" deren Frequenz man nicht mehr folgen
kann. Prellende Signale darf man niemals auf Interrupteingänge geben:
Statt dessen macht man sich klar, dass die beiden Signale zusammen VIER
Zustände annehmen können:
Die Spuren müssen nun mit einer Mindestfrequenz abgetastet werden. Diese
Frequenz ist abhängig von der Strichzahl des Gebers und der maximal möglichen
Drehzahl. Es muss sichergestellt sein, dass bei voller Drehzahl jeder der vier
Zustände erkannt werden kann. D.h. die Abtastrate muss mindestens viermal so
groß sein, wie die Signalfrequenz einer Spur. Angenommen der Anfangszustand
ist "ab". Wenn der letzte Zustand "ab" ist und man liest "Ab" ein, dann
inkrementiert man den Positionszähler. Liest man "aB" ein, dann dekrementiert
man den Positionszähler. Liest man "AB" ein, dann hat man zu langsam
abgetastet, denn dann ist ein Zustand übersprungen worden. Soweit zum
Grundprinzip. Wenn jetzt ein Signal anfängt zu flattern (es kann immer nur ein
Signal flattern, da sich von einem Zustand zum nächsten immer nur ein Signal
ändert), dann "übersieht" die abtastende Software zwar einige Flankenwechsel,
die resultierende Position ist aber immer korrekt. Es gibt kein Wegdriften
durch übersehene Flankenwechsel.
Von: MaWin 25.7.2001
Am einfachsten realisiert man das mit einer state machine als Tabelle. In C
sieht das so aus.
ansonsten brennt man sich das in ein GAL: Falk Brunner
Wenn ein Taster direkt ein Taktsignal für einen IC liefern soll, z.B. um bei
jedem Tastendruck ein Flip Flop umzuschalten, damit ein Gerät AN und AUS geht,
dann muss man den Tastenkontakt entprellen. Am einfachsten geht das mit einem
Taster mit Umschaltkontakt (DigiTast), und entweder einen RS-FlopFlop wie
74xx279, 4044, (wahlweise LS TTL oder HC CMOS, lässt sich auch mit 2
NAND-Gattern eines 74xx00 aufbauen) oder einen CMOS-Puffer wie 74HC04 (TTL
geht auf die Art nicht).
+-----------+
VCC --4k7---+ +--|\ |
| | )o--+ |
/o--+-----|/ | |
GND --o/ +--------+ |
o--+ +--|\ |
| | )o-----+--
VCC --4k7---+-----|/ 74xx00
Man kann an einem Port hängende Tasten gleich in einem Rutsch verarbeiten,
bei einem 8-bit-Port also 8 Tasten auf einmal, im Beispiel Port D, das spart
Anweisungen.
while(1)// die Programm-Hauptschleife
{
tasten=PIND; // 8 Taster auf ein mal, liefern 1 wenn gedrückt (sonst ~PIND)
gedrueckt=tasten&~gedrueckt;
if(gedrueckt&1)
{
// Taster 1 wurde gerade runtergedrückt, mach was
}
if(gedrueckt&2)
{
// Taster 2 wurde gerade runtergedrückt, mach was
}
// mach was sonst in der Programm-Hauptschleife passieren muß
gedrueckt=tasten;
_delay_ms(10); // damit sie bestimmt länger dauert als eventuelles Prellen
}
Macht 3 Anweisungen für 8 Taster, das ist so wenig, dafür lohnt nicht mal eine
eigene Funktion. Kann man natürlich mit Erkennen des Loslassens oder Erkennen
ob gleichzeitig mehrere Taster gedrückt sind oder ab in kurzem Abstand
derselbe Taster erneut gedrückt wurde (Doppelklick) erweitern. Wer neben dem
Entprellen auch Störungen filtern will, kann das durch eine Tiefpassfunktion
wie bei Peter Dannegger erreichen:
while(1)// die Programm-Hauptschleife
{
geaendert=tasten^PIND; // key changed ?
zaehler0=~(zaehler0&geaendert); // reset or increment zaehler0
zaehler1=zaehler0^(zaehler1&geaendert); // reset or increment zaehler1
geaendert&=zaehler0&zaehler1; // count until roll over ?
tasten^=geaendert; // then toggle debounced state
gedrueckt=tasten&geaendert; // 0->1: key press detect
if(gedrueckt&1)
{
// Taster 1 wurde gerade runtergedrückt, mach was
}
if(gedrueckt&2)
{
// Taster 2 wurde gerade runtergedrückt, mach was
}
// mach was sonst in der Programm-Haputschleife passieren muß
_delay_ms(5); // damit 3 davon sie bestimmt länger dauern als eventuelles Prellen
}
Von: Martin Siegwarth 5.4.2005
Will man bei jedem Tastendruck umschalten, kann man Entprellung und FlipFlop
verbinden. Diese Schaltung lässt sich auch gut zum Ein-Ausschalten einer
Schaltung mit einem Taster verwenden:
Recht oft kommt die Frage, wie man aus einem Impuls beim einschalten und beim
ausschalten je einen weiteren, kürzeren Impuls machen kann. Da gibt es viele
Möglichkeiten. Mit RC Verzögerung und einem EXOR Gatter braucht man einen
Schmitt-Trigger hinter dem RC damit das Signal für den EXOR gut genug wird.
Leider gibt es keine EXOR mit eingebautem Schmitt-Trigger. Ein zweites Gatter
des Schmitt-Triggers lässt sich zur Verbesserung des Eingangssignals
verwenden, denn die Schaltung ist Abhängig von der HI/LO Spannung des
Eingangssignals.
Gerne gebaut werden Audioverstärker, als ob es so was nicht fertig zu kaufen
gäbe. Aber die Leistungsangaben kommerzieller Verstärker (zuerst Sinus, dann
Musik, dann RMS, dann PMPO, dann Maximalleistung) sind halt oft geschönt,
("200 Watt PMPO aus einem 2x 1.2 Watt RMS Verstärker", "2*120 Watt mit einen
4.8VA Steckernetzteil", "120W PMPO aus 2 TDA2822 mit je 0.38W", "2x160 Watt
PMPO Maximalleistung; 2x5.25 Watt RMS", ein Brüllwürfel gibt beim Aufprall
120 Watt ab wenn man ihn aus grosser Höhe fallen lässt, die Rechnung kommt
ziemlich genau hin, d.s.e Message-ID 2r55f1F163u5iU1@uni-berlin.de) weil
mickrige Kühlkörper, kleine Trafos und Ausgangstransistoren billiger sind
(TDA7294 Datenblatt sagt, man legt sie für 1/10 der Leistung bei 10%THD aus)
(auch die angebliche 'high end' Branche macht trotz exorbitanter Preise keine
Ausnahme) so das man 'was ordentliches' selber bauen muss, wenn einem
Bühnenequipment nicht hochwertig genug ist. Selbst IC Hersteller wie Philips
machen aus dem 4*25W TDA8569Q von 1997 einfach 2003 einen 4*40W Chip. Immerhin
sind die JBL Brüllwürfel, wie Creature II, ehrlicher, 63VA Trafo und TDA8512
ist aber trotz solider Bauweise von HiFi weit entfernt.
Für Kopfhörer (TS482/TS922, TDA2822/TDA7050, MC34119/TS34119, NJM2113 mit
100nF direkt an VCC), für PC Lautsprecher (LM4861/71, TS4871, TDA7052/TDA7053,
TEA2025), als einfacher Amp (LM1875/1876/3875/3876, TDA7056 bis 300kHz), oder
für viel Power (TDA2052, LM3875/3886/4780, TDA7293/7294/7295 (über 50W nur in
der aufwändigen high efficiency Schaltung einsetzbar oder mit 2 Chips als BTL)
suchen Viele einen Bauvorschlag. Im Auto geht TDA7375 (4*4W, 2*22W - der geht
bei Medion schon mal als '4*70 Watt PMPO' durch) und TDA7560 (4*30W), AN7161
(20W+Kopfhörer) TDA8563 (2*40W) TDA8571 (4*40W) TDA7250 (60W) TDA8591 (2*75W)
oder TDA1562 (70W Musik Class-H aus 14.4V durch Spannungsverdopplung, eher
für höhere Frequenzen) oder TDA1514A/7381. Es müssen ja nicht gerade die für
ihren Klirrfaktor und ihre Schwingneigung bekannten uralten TBA810, TDA1020,
TDA2002, LM386 mit grossem und teurem Ausgangselko sein, die damals den
IC-Verstärkern den bis heute schlechten Ruf eingebracht haben.
Aus Japan kamen früher viele STK Hybridverstärker, bei denen Transistoren und
SMD Widerstände auf einer Platine mit Plastik umhüllt wurden. Leider sind
Bauteile und Datenblätter schwer beschaffbar, so daß bei einer Reparatur der
Austausch des ganzen Endverstärkers gegen einen (Bausatz) mit diskreten
Bauteilen sinnvoll sein kann. Bekommt man jedoch so einen STK als Schnäppchen,
kann man mit ihm ruck-zuck einen brauchbaren Audioverstärker aufbauen. Die
zusätzlich nötige Schutzschaltung steht im Datenblatt zum STK4182II (der wird
schon mal in "400 Watt" Endstufen verbaut), auch eine Kühlkörperberechnung
wie sie laut EIJA bei kommerziellen Verstärkern gemacht wird steht dort drin.
Solche unterschiedlichen Leistungsangaben kann ein und derselbe Verstärker
haben, wenn man nach den unterschiedlichen Vorschriften misst:
Für Zimmerlautstärke nimmt man üblicherweise eine elektrische Leistung von
50 mW Durchschnittswert an, die Spitzen liegen vom Pegel her so 5 mal höher,
d.h. als Leistung das 25-fache, also bei 1.25W. Um 3 bis 5W Dauerleistung zu
erhalten, das ist dann schon Partybeschallung, sollte es also ein Verstärker
von 75 bis 125 Watt sein. Daher fallen die winzigen Kühlkörper und kleinen
Trafos bei kommerziellen Verstärkern meist nicht auf, die Musik kocht meistens
nur auf kleiner Flamme. Erst bei Konzerten will man mehr Dauerleistung,
entsprechend dicker fallen die Kühlkörper an PAs (Public Address,
Publikumsveranstaltungen) aus. Zum Belastungstest kann man 10
parallelgeschaltete 5 Watt Widerstände in ein Glas mit Wasser stopfen bis es
kocht.
Für die Wahnsinnigen, deren Autos an Wettbewerben wie "dB drag racing"
teilnehmen, reicht das natürlich nicht. Da bei 170dB die Trommelfelle platzen,
wird dort glücklicherweise nur mit einem tiefen (aussuchbar 20-80Hz) Dauerton
gemessen. Man muss also versuchen, bei diesem Ton den optimalen Wirkungsgrad
herauszuholen. Und den bekommt man, wenn die Resonanzfrequenz des Ganzen
(Lautsprecher und Schallraum) bei genau der Frequenz des Tons liegt, und der
Lautsprecher genau so viel Volumen 'vor' der Membran hat wie 'dahinter'. Aber
Achtung: Normale Lautsprecher schlagen da heftig mit den Membranen an, es muss
ein speziell geeigneter Lautsprecher mit viel Weg sein, und ein gepanzertes
Auto, denn ab 160dB splittert Glas und verbiegt Blech, oder ein MTX Audio
T9922-22" 6000 Watt JackHammer Subwoofer. Glücklicherweise lassen sich bei den
tiefen Tönen effektive Class-D Subwoofer-Verstärker einsetzen, wie der
A6000GTi mit 6kW RMS von http://www.jbl.com/ (nach dem BCA Prinzip von
http://www.crownaudio.com/ , die bauten 1987 auch den MacroTech MT10000 mit
10kW, heute nur noch IT8000, ähnlich http://www.hoellstern.com/ DELTA 7.2.2,
eher P.M.P.O. liefert der http://www.labgruppen.com/ FP13000 die 13kW mit
230V/16A Stecker) dummerweise verlangt ihm der Messton jedoch die
Sinusdauerleistung ab.
Niemand zwingt einen, den Strom mit unsinnig dicken Kabeln aus einer 12V
Autobatterie holen zu müssen, was einen uneffektiven Wandler erfordert,
sondern man kann auch je 10 Akkus in Reihe schalten und hat saubere +/-120V
für 6kW an 2 Ohm, bei immer noch 60A Peak.
Die Spannung am Ausgangstransistor liegt (bei den üblichen mit positiver
und negativer Spannung versorgten Verstärkern mit Lautsprecher an Masse)
nicht bei einfacher Versorgungsspannung, wie es bei einem Widerstand als
Last der Fall wäre, sondern im ungünstigsten Fall bei der vollen
Versorgungsspannungsdifferenz, weil ein Lautsprecher eine komplexe Last
darstellt. Der Strom liegt aber schon bei
(einfacher Versorgungsspannung)/Lautsprecherimpedanz,
und das Verlustleistungsdiagramm sollte unter der SOA-Grenze des
Ausgangstransistors bleiben, sonst muss man mehrere parallelschalten.
Ein Audioverstärker ist ein Spannungsregler, dessen Ausgangsspannung variabel
ist und durch die Spannung des Eingangssignals vorgegeben wird. Daher braucht
ein Audioverstärker kein geregeltes Netzteil, im Gegenteil, 2 aktive Regler
nacheinander schaukeln sich ggf. auf und sind schwer stabil zu bekommen.
Da aber die üblichen Netzspannungsschwankungen +/-10% und der Ripple den die
Siebelkos zulassen (-10% bis -20%) und die Leerlaufspannungsüberhöhung eines
Trafos von +10% zusammen eine Versorgungsspannungstoleranz von x bis 1.6 * x
ergeben, kann es schwer werden, die maximale Leistung insbesondere aus IC
Verstärkern zu holen, ohne unter ungünstigen Rahmenbedingungen die zulässige
Spannung zu überschreiten. Dann benötigt man eine Vorstabilisierung der
Versorgungsspannung und dafür bieten sich vor allem Emitterfolger an, weil
die stabil sind und kein Regelproblem haben. Wer nun allerdings erwartet,
daß so ein Netzteil für besseren Klang sorgt, der irrt, denn die
Spannungsschwankung unter Belastungsspitzen hinter so einem Emitterfolger
sind grösser als die Spannungsschwankungen direkt aus dem Siebelko,
schliesslich ergibt der Transistor einen erhöhten Stromquellenwiderstand.
Immerhin im Takt der Musik und damit nur als Klirrfaktor und nicht mit
Netzfrequenz als Brumm. Hier ein solches Netzteil mit Spannungsverdopplung
zur Erzeugung einer Vorspannung für die Z-Dioden, damit diese einen halbwegs
konstanten Strom bekommen auch wenn die Siebelkospannung kurz vor dem drop
out steht.
Typischer bis theoretisch maximaler (bei Vollaussteuerung) Wirkungsgrad
verschiedener Verstärkertopologien:
1 2
+--+---+-- +
R | |
+-|< | NPN
A| |E |
D +--|< NPN
| R |E
D +---+-- out
| R |E
D +--|< PNP
K| |E |
+-|< | PNP
-|< | |
+--+---+-- -
Klasse AA, ebenso Class A+ (1977) New Class A (1979, STK 8050, STK8040),
Class AA (1985), MOS Class AA (1995), Class H+ (1994, Hybrid): Technics
Markenname für Klasse B Endstufen mit kleinen Erweiterungen wie ein paar
Widerstände zwischen Treiber und Endtransistor oder dynamischer Ruhestrom-
anpassung, ergibt bis runter auf 0,0003% Klirr (SE-A100 0.0007%THD mit 170W
an 8 Ohm) oder 0.0001% (Halcro dm68)
Klasse C Ein Transistor leitet nach +, negative Schwingung durch Schwingkreis:
Nur Sinus, 75-100%, HF-Sender-Endstufen
Klasse D (1 bit D/A Wandler mit Power): 80% bis 100%
Klasse E Patent 1976 Nathan Sokal abgelaufen (nur Sinuserzeugung durch ein/aus
Schalter und Schwingkreis): bis 100%
Klasse G: Modulation durch Betriebsspannungsregelung: http://www.classeradio.com/
Klasse H: Modulation durch Betriebsspannungsregelung: http://www.classeradio.com/
Klasse H (Klasse AB mit Kondensator-Spannnungsverdoppler, TDA1562): bis 78%
Klasse H (Klasse AB mit niedriger und hoher Versorgungsspannung) Yamaha: bis 86%
Klasse I (http://www.crownaudio.com/ ) = Klasse D
Klasse T: Siehe Elektor 402 = Klasse D Variante
Klasse Z = Klasse D von http://www.zetex.com
Die heutzutage von kommerziellen Verstärkern angegebenen technischen Daten
(>100dB Rauschabstand N, <1 Promille THD) lassen sich kaum erreichen
(Schliesslich feilen die ernsthaften Hersteller seit 25 Jahren an derselben
Grundschaltung rum, um durch Detailverbessungen, zueinander passende
Bauteileauswahl, optimale Bauteileanordnung und Leiterbahnverlauf einen
kostengünstigen Verstärker hinzubekommen, der in den jeweiligen Messungen
super abschneidet) und schon gar nicht mit Hobbymitteln messen. Man sollte
daher keine Schaltungen nachbauen, bei denen KEINE Messdiagramme für einen
Musteraufbau angegeben werden, denn das heisst dann nur, das die technischen
Daten nie ermittelt wurden. Da nimmt man besser den Schaltplan eines bekannt
guten kommerziellen Verstärkers oder eine AppNote eines Chipherstellers und
baut die nach, solange er keine speziellen Bauteile verwendet, aber möglichst
nichts von vor 1985 (Ausgangselko).
Neu sind Class D Verstärker, die per Pulse Width Modulation (1 bit D/A
Wandlung, wie bei CD Playern) arbeiten, aber nur für tiefe Frequenzen (Subwoofer)
geeignet sind, da 44.1ksps bei 16bit satte 2.89GHz ergeben, zu schnell
für aktuelle MOSFETs, auch wenn Tripath das gerne hätte. Selbst moderne
Chips (TPA3000) werden teils vom Hersteller (TI) nicht mehr empfohlen,
wohl weil sie ihre Versprechen nicht halten konnten. Übrigens erkennt man
an den 2.89GHz auch, das moderne 1 bit D/A-Wandler in CD-Playern nicht so
gut sein *können*, wie echte 16 bit Wandler guter Qualität, es liegen nur
die Verzerrungen im Klang dort, wo man sie nicht erwartet, die Hersteller
sagen 'nicht hören kann', jeder kann sich selbst seinen Reim drauf machen.
Die meisten Audioverstärker enthalten am Ausgang ein Boucherot-Glied, eine
RC-Kombination parallel zum Lautsprecher (findet man auch bei der Ansteuerung
von Elektromotoren). Das Teil soll die Reaktanz des Lautsprechers kompensieren
und die Sprungantwort verbessern. Da man den konkreten Lautsprecher aber nicht
kennt, und grosse Kondensatoren teurer sind, sind die verwendeten Werte immer
weniger als perfekt. Korrekterweise ist R gleich dem Gleichstromwiderstand und
C exakt so, das er die Induktivität der Spule aufhebt C = L / (R*R), aber das
ist bei Mehrwegeboxen natürlich nicht mit einem Bauteil zu erreichen (z.B.
ausprobieren bis keine relevanten Überschwinger auf dem Oszilloskop).
Man kann hier gegenüber kommerziellen Verstärkern durch Anpassung an den real
verwendeten Lautsprecher einiges (THD, Klirr) herausholen, insbesondere bei
Aktivboxen wo Lautsprecher und Verstärker prinzipbedingt aneinander gebunden
sind. So schlecht sind Lautsprecher aber auch nicht, hier ein paar Messwerte
von 0.2% THD: http://web.telecom.cz/macura/speaker_dist.htm Frequenzweichen:
http://www.sup-audio.com/assets/applets/coils.pdf
Was wir hören und was man messen kann:
http://electronicdesign.com/article/analog-and-mixed-signal/-House-of-Fire-Firebottles-And-Groove-Tubes-Versus-Devices-That-Find-Their-Origins-in-Sand-Part-1-
und
http://electronicdesign.com/article/analog-and-mixed-signal/Tubes-Versus-Solid-State-Audio-Amps-The-Last-Word-Or-House-Of-Fire-Part-2-
Von: dfhhdrjh 20.09.2012
Um Audioverstärker durchzumessen reicht eine bessere Soundkarte und Software:
Right Mark Audio Analyzer ist meiner Meinung Schrott da unflexibel was die
Pegel angeht, aber sehr beliebt weil es die Messergebnisse
praktischerweise gleich als hübsch formatiertes html abspeichert.
Von: big 18.05.2012
Um die Thiele-Small Parameter des Lautsprecher Chassis zu bestimmen reicht
eine Soundkarte und ein paar Widerstände sowie ARTA als Messprogramm unter
Wer sich mit der Lautsprecher-Messtechnik genauer befassen will, dem empfehle
ich auch das Buch von J. D'Appolito zum Thema. Dort gibt es die theoretischen
Grundlagen zu der praktischen Umsetzung der Messungen, die mit ARTA
vorgenommen werden können.
Kopfhörerverstärker:
Da ein gegengekoppelter Verstärker und ein Oszillator im Prinzip dasselbe ist,
muss der Verstärker in der Bandbreite begrenzt werden, damit er nicht schwingt.
Das passiert durch einen kleinen Kondensator an passender Stelle, der über 20kHz
die Verstärkung mit 6db/Oktave verringert. Damit ein Verstärker eine Bandbreite
von 100kHz haben kann, muss er so schnell sein, das seine Oszillationsfrequenz
über 500kHz liegt, damit man ihn mit dem Kondensator bei dieser Frequenz
ausreichend bedämpfen kann. Deswegen sind Verstärker mit deutlich mehr als 20kHz
Bandbreite selten. Manchmal schwingt auch eine Stufe alleine. Bei Röhren und
MOSFETs helfen 1k Ohm bzw. 100 Ohm Widerstände in der Gates/Gitter Zuleitung
die intrinsische Schwingneigung zu unterdrücken. Auch 100nF Kondensatoren an
der Versorgungsspannung und Ferritperlen an den Signalwegen können helfen.
Wenn er schwingt, tut er das meist auf unhörbar hoher Frequenz, so das sich
das ohne Oszilloskop nur in erhöhtem Rauschen äussert. Manchmal steigt auch
die Stromaufnahme und Wärmeentwicklung.
Gegenkopplung verbessert die Linearität, aber wenn der nicht-gegengekoppelte
Verstärker einen Klirrfaktor von 1% hat, den man per Gegenkopplung auf 0.01%
drücken will, dann muss der Verstärker eine Verstärkung haben, die 100 mal höher
ist als ohne Gegenkopplung nötig wäre, und das über den ganzen Frequenzbereich
100 * 20000 (Hz) = überschüssige GBW von 2MHz. Also muss schon der
nicht-gegengekoppelte Verstärker möglichst linear und klirrarm und schnell sein.
Sammlung üblicher Audioschaltungen:
einfacher 2-Transistor Audio(vor)verstärker mit Berechnungsgrundlagen
einfachster Audiomischer (Summenlautstärke bleibt gleich):
Verzerrer-Abschwächer um Line Signale in Phono-Eingänge (MM) schicken zu können:
Will man was Verstärken (Spannung, Strom, allgemein Leistung) tut es oft ein
Transistor, vor allem im digitalen Schaltbetrieb, aber auch bei Analoganwendung.
Die Berechnung von Transistorschaltungen füllt ganze Bücher (MausNet FAQ).
In vielen Fällen ist jedoch ein Operationsverstärker die angemessenere Lösung.
Grundschaltungen in AppNotes AN-20 und AN-31 von http://www.national.com/
400 Seiten Op Amps for Everyone (wirklich nicht schwer) Design Guide
http://www-s.ti.com/sc/psheets/slod006b/slod006b.pdf
Filterberechnungen
(aber Achtung: Simuliere aktive Filter mit dem gewählten OpAmp auch per
Spice, denn hohe Frequenzen werden von handelsüblichen OpAmps erschreckend
schlecht bearbeitet, da kann sich ein aktiver Filter schon mal ins Gegenteil
verkehren).
Normale Operationsverstärker verstärken eine Spannungsdifferenz zwischen
beiden Eingängen und produzieren davon abhängig eine radikal verstärkte
Ausgangsspannung.
Wegen der sehr hohen Leerlaufverstärkung kann man sagen, das der Ausgang
nach +V geht wenn der + Eingang positiver als der - Eingang ist, und
nach -V geht wenn der - Eingang positiver als der + Eingang ist (oder
der + Eingang negativer als der - Eingang ist, wie auch immer man will).
Damit der OpAmp nicht zum Komparator wird, muss also die Schaltung drumrum
so aufgebaut sein, das die real produzierte Ausgangsspannung so auf zumindest
einen Eingang rückwirkt, das dadurch beide Eingänge wieder gleichziehen
können, die sogenannte Gegenkopplung, meist realisiert durch einen
Widerstand vom Ausgang zurück zum Eingang.
Die beiden Eingänge sind also möglichst hochohmig, sollen sie doch wie ein
Voltmeter funktionieren. Es gibt aber auch andere Bauarten. Man kann auch den
durch den Eingang (nach Masse oder zum anderen Eingang) hineinfliessenden
Strom zur Grundlage der Messung machen, dazu wäre ein Eingang dann
möglichst niederohmig. Und der Ausgang könnte als Stromquelle/senke
ausgelegt werden. Eine Tabelle:
Extrem rauscharme Opamps für niederohmige Quelle (dyn. Mikrophon,
Audio-Moving-Coil-Phonovorstufe, vor allem die professionellen mit nur 200
Ohm. Die 600 Ohm für Amateur-Videorecorder oder das 500 Ohm Shure SM57
erfordern nicht so teure ICs):
Bei Photodioden recht man so:
Kai Klaas 24.9.10:
Transimpedanzverstärker mit Fotodiode an "-" Eingang, "+" Eingang auf
Masse und 1M Widerstand in der Gegenkopplung. Macht beim TL07X
18nV/SQRT(Hz) am Ausgang aufgrund des Spannungsrauschens, welches mit
dem Faktor 1 verstärkt wird (die Kapazität der Fotodiode soll jetzt mal
vernachlässigt werden, kann bei Bedarf aber auch berücksichtigt werden).
0,01pA/SQRT(Hz) ergibt am 1M Widerstand einen Spannungsabfall von
10nV/SQRT(Hz), der genauso, also unverstärkt, am Ausgang des OPamp
erscheint.
Kommt noch das Widerstandsrauschen des 1M Widerstands dazu, also
129nV/SQRT(Hz), das ebenfalls genauso also unverstärkt am Ausgang
erscheint.
Jetzt entscheide selbst, ob der Rauschstrom des TL07X ins Gewicht fällt
oder nicht.
Bei Fotodioden mit hoher Kapazität, tritt das Spannungsrauschen des
OPamp stärker in den Vordergrund. Da gibt es dann andere Möglichkeiten
der Abhilfe...
Das Ersatzschaltbild einer Fotodiode besteht im wesentlichen aus einem
hochohmigen Widerstand und parallel dazu der Detektor-Kapazität. In
vielen Fällen ist dieser Widerstand erheblich größer als Rf, sodaß, bei
Vernachlässigung der Detektorkapazität, die Noise Gain gleich 1 ist. Die
Rauschspannung des OPamp wird also mit dem Faktor 1 verstärkt.
Wenn die Detektorkapazität nicht vernachlässigbar ist, erhöht sich die
Noise Gain spürbar mit zunehmender Frequenz. Bei 50pF hast du bei 1kHz
eine Impedanz von rund 3M. Wenn Rf in der gleichen Größenordnung liegt,
dann ist die Noise Gain dort nicht viel größer als 1.
Bei 100kHz ist die Impedanz der 50pF Detektorkapazität aber nur rund
32k. Mit Rf=3M3 beträgt die Noise Gain dort also schon rund 100!
Allerdings haben Opamps meistens Probleme beim Rauschen im Bereich tiefer
Frequenzen, das "1/f - Knie" liegt meist im Bereich einiger 100 Hz, diskret
bekommt man das besser hin. Beispielsweise 2N4403 mit Rb 4 Ohm, BCW60 mit
Rb 10 Ohm gegenüber BC560 mit Rb 30 Ohm, BCX70K. Ansonsten ist für tiefe
Frequenzen der OP470 nicht ungeeignet, auch LT1028 und OP27 (Quellimpedanz
3-4 kOhm) manchmal ok.
> Mikrofonverstärker mit Kompressor:
> Präzise Operationsverstärker
dazu passen dann Widerstände . Mit gewöhnlichen
Metallfilmwiderständen in der Beschaltung muss man es erst gar nicht
probieren, die sind schlechter als die OpAmps, da wäre der OpAmp
rausgeschmissenes Geld. 0.005% Widerstände haben dann jedoch einen geringeren
Temperaturkoeffizienten als die Kupferzuleitungen, sind meist also auch
rausgeschmissenes Geld. Mehr Infos zu Widerständen:
Anja 05.07.2012:
Naja. Echte Präzision und SMD schließen sich eigentlich aus. Anschlußdrähte
halten einiges an mechanischer Spannung vom Widerstandselement ab.
Entscheidend ist vor allem das Herstellverfahren. Billige 0.1% Widerstände in
SMD sind Dickschicht-Widerstände. Nach Reflow und Alterung bleiben bis zu 2%
Abweichung. Bessere Widerstände in Bezug auf Alterung sind Dünnfilm. In SMD
sind dies häufig runde Bauformen (Melf, MiniMelf). Es gibt aber auch flache
Bauformen (RN73, RN73H). Für high-end Anwendungen gibt es dann noch Vishay
Metallfolien-Widerstände, z.B. VSMP-Serie (0.2ppm/K (typ) + 50ppm Alterung).
Bei den bedrahteten sieht es ähnlich aus. Weit verbreitet sind die
RC55Y-Widerstände. (15ppm/K Dünnfilm) Dann gibt es eine Reihe von
Drahtwiderständen (NEOHM UPW25, UPW50, Riedon USR2, 5E10, 8E16, Rhopoint
Econistor) mit 3-5ppm/K und 25-50ppm Alterung. Und natürlich auch Vishay
Metallfolien-Widerstände S102 oder Z201. (2ppm/K bzw. 0.2ppm/K). Wenn es
besonders alterungsstabil sein soll dann auch noch im hermetisch dichten
ölgefüllten Metallgehäuse. (VHP-100).
Wer Widerstände besser als 0.01% benötigt
http://www.vishaypg.com/foil-resistors/voltage-dividers-networks/
http://www.vishay.com/resistors-discrete/res-tol-less-pt01/
http://www.vishay.com/docs/63081/smn.pdf
kann von Vishay welche Lasertrimmen lassen, will man nur 2 Widerstände in
genauem Verhältnis haben altern die vielleicht sogar gleichartig genug.
Oder als 10 MOhm 6 Dekaden Spannungsteiler für Vielfachmessgeräte
http://de.farnell.com/vishay-sfernice/cns471a6/praezsionsspannungsteiler-duenn/dp/1165210
> Instrumentenverstärker
> Analogcomputer
Diskret aufgebaute Operationsverstärker erlauben 80V/60mA oder 0.5nV/sqrt(Hz):
> Galvanische Trennung
Trenntrafo: Übertrager können nur dann optimal angepasst werden, wenn die
Eingangs- und Ausgangsimpedanz bekannt ist. Ein '600 Ohm' Telefon-Übertrager
hat keine 600 Ohm (Wicklungswiderstand oder eigene Impedanz), sondern hat bei
600 Ohm Eingangs- und Ausgangs-Impedanz einen optimalen Frequenzgang
erreicht durch Kernlamellenaufbau, Drahtdurchmesser und Wickeltechnik, damit
sich Induktivität und Kapazität zu einem glatten Frequenzgang im
interessierenden Bereich (300Hz-3500Hz bei Telefontrafos, 20Hz-20kHz bei
Audiotrafos, 50Hz-5MHz bei Videotrafos, kein Wunder das Telefontrafos billiger
sind) ergänzen. Bei Conrads GLI-18 (311405) steht die Impedanz leider nicht
dabei, daher sollte man zu etwas Besserem greifen: Pikatron, Haufe, Lundahl
(http://www.lundahl.se/) Jensen (http://www.jensen-transformers.com/), Sowter
(http://www.sowter.co.uk/), Monacor, Behringer, oder eine DI-Box mit
Ground-Lift wie http://www.netzmarkt.de/thomann/artikel-159520.html
Audiooptokoppler: IL300 (Vishay), HCNR200/201 (HP), KP9010 (Cosmo bei Endrich),
LOC110/111/112/117/210/211 (Clare)
LDR-Optokoppler: NSL32/37V51 (Silonex, bei Farnell)
> Rail-To-Rail Operationsverstärker
Seit dem die Versorgungsspannungen bedingt durch die immer kleineren
Chipstrukturen, die immer weniger aushalten, immer niedriger werden, kann
man es sich nicht mehr leisten, mit dem Ausgang eines Operationsverstärkers
nur so 3V an die positive und negative Versorgungsspannung heranzukommen (für
bessere Linearität nutzen bessere Verstärker gar nur das mittlere Drittel).
Seit dem bieten die Hersteller sogenannte Rail-To-Rail (R-R, R2R) OpAmps an.
Diese OpAmps schaffen es, mit dem Ausgang bis auf weniger als 0.1V an die
Versorgungsspannungen heranzukommen, wenn die Belastung nicht zu hoch ist (so
10k). Manche vertragen auch Eingangsspannungen bis an die Grenzen der
Versorgungsspannung heran, oder sogar darüber hinaus (INA117 200V, LT1490
44V. Inzwischen hat sich der TS912 wohl als Standardteil durchgesetzt. Denn
Vorsicht: Viele Rail-To-Rail OpAmps sind nicht so gut wie bisherige normale
OpAmps.
Oliver Betz hat mal eine Liste zusammengestellt http://oliverbetz.de/rropv.htm
und schlägt den TLV272 statt dem LMV358 oder TS912 vor, und den TLV2372
oder LMC6482 anstelle des teuren AD822, der entgegen dem Datenblatt doch
unter phase reversal leidet.
Wer nicht ganz R-R braucht, sondern nur einen single supply OpAmp sucht,
der am Eingang und Ausgang bis Masse geht: Da hat sich der TLC274 von
http://www.ti.com/ etabliert, so lange er nicht besonders schnell sein muss.
Er ersetzt in CMOS den bipolaren Klassiker LM324, ist aber inkompatibel zum
TS271/TS274 von http://www.st.com/, was Reichelt offenbar nicht weiss :-(
Braucht man's genauer als die 900uV VOS des TLC279, geht der LT1013 (150uV)
oder der LT1077 (micropower 40uV) als single supply OpAmp.
Eigentlich braucht man aber meist nur einen OpAmp, der am Ausgang R-R kann,
dafür am Eingang keine Übernahmeverzerrungen hat und zwar bis Masse, aber
nicht unbedingt bis VCC akzeptieren muss, weil man meist ja sowieso
verstärkt. Das leisten MCP609 oder LT1885, der OPA188 ist sogar auf 25uV
genau.
LTC2054MP geht bis 150 GradC, Texas Instruments OPA211HT bis 210 GradC,
ebenso Analogs Instrumentenverstärker-OpAmp AD8229, Cissoid CMT-OPA bis 225
und Honeywell HTOP01 und HT1104 funktionieren bis 300 GradC, allerdings ist
die Lebensdauer bei so hohen Temperaturen nicht mehr so berauschend und der
Eingangsstrom nimmt deutlich zu.
Siehe "amplifiers for signal conditioning" in "Sensor Signal Conditioning"
section 10 von http://www.analog.com/ "Training and Events"
Operationsverstärker werden normalerweise mit Gegenkopplung betrieben. Der
tatsächliche Verstärkungsfaktor wird durch einen externen Spannungsteiler
eingestellt, beispielsweise auf (R1+R2)/R1 beim nicht-invertierenden Betrieb:
Bei Verstärkern mit sehr hoher Leerlaufverstärkung kriegt man ja tiefe THD
(total harmonic distortion, Verzerrungen) in invertierter Schaltung hin, siehe
AD745 usw.
In nicht-invertierter Schaltung braucht man hohe CMRR, und zwar bei
Audiofrequenz und nicht bei DC. Da gäbe es etwa den AD797, mit dem
man 120dB THD erreichen könnte.
THD+N (noise, Rauschen) ist ein anderes Kapitel, bei audiotypischem Level
wird man da kaum über 100dB kommen.
Für niedrigst-Rausch-Anwendungen hätte man gern nicht-invertiert mit
Verstärkung >=100, dort sind dann auch sehr schnelle Opamps irgendwann
mal am Ende und viel mehr als -90dB THD+N sind dann auch nicht mehr drin.
Für schnelle Signale tut es der LM7171 oder LM6171 ganz gut.
Von Kai Klaas 18.6.10:
Da beim invertierenden Verstärker die Noise Gain immer größer ist als
die eingestellte Signalverstärkung, machen sich hier Offsetspannungen
beispielsweise stärker bemerkbar. Bei V=-1 hat man beispielsweise am
Ausgang die doppelte Offsetspannung als bei V=1.
Auch tragen die Beschaltungswiderstände viel stärker zum Rauschen bei
als beim nicht-invertierenden Verstärker. Soll beispielsweise eine
Verstärkerstufe eine Eingangsimpedanz von 47kOhm haben und von einer
100R-Quellimpedanz getrieben werden, hat man beim invertierenden
Verstärker rund 47kOhm Widerstandsrauschen, beim nicht-invertierenden
Verstärker dagegen nur 100R Widerstandsrauschen. Durch die
Verstärkungseinstellung kommt zwar noch etwas hinzu, das kann aber
erheblich kleiner gehalten werden, als beim invertierenden Verstärker.
Im Datenblatt des MAT02 und MAT03 von http://www.analog.com/ finden
sich Schaltungen für rauscharme und driftstabile Verstärker für Signale aus
niederohmigen Quellen (Dehnungsmesstreifen, Hallsensor), die besser als die
besten derzeit verfügbaren monolithischen OpAmps sind (LT1028, LT1128, OP27),
aber so driftstabil muss es für Audio (dyn. Mikrophon, Moving Coil) gar nicht
sein. Eine Sammlung Mikophonvorverstärker findet sich in
http://www.mdw.ac.at/I101/iea/tm/scripts/jecklin/material/micpreamp.pdf
Wenn man Operationsverstärker ohne Gegenkopplung (sondern vielleicht sogar
mit Mitkopplung für Schmitt-Trigger) als Komparatoren einsetzen will, dann
sollte man 2 Dinge beachten: So ein in Sättigung übersteuerter OpAmp braucht
länger bis er aus der Sättigung kommt, ist also langsamer, und MOSFET-OpAmps
wie CA3130 haben das Problem, daß der Offset durch Ionenwanderung davonläuft.
> Lautsprecherkabel
> Audio-ICs bzw. Bausätze Mangelware?
Filter:
Von Marc
Nun, das liegt wohl daran, das Audio Effekte kaum noch analog mit
Spezial-ICs gemacht werden. Für Billigstanwendungen mit niederer
Qualität werden oft einfache Mikrocontroller eingesetzt. Für "richtige"
Effekte dagegen DSPs. Du solltest den Einstieg in DSP wagen und
dir ein sog. "Starterkit" besorgen. Das gibt es so ab 75-150 EUR neu,
oder bei eBay auch schon mal für 20 EUR.
Früher, als die PCs noch nicht leistungsfähig genug waren, haben
viele Hobby-Leute DSPs für Audio eingesetzt. Motorolas 56k war da
eigentlich am beliebtesten. Du solltest aus der damaligen Zeit
eine Menge Beispielcode finden können. Die aktuellen Symphony DSP
von Freescale sind noch codekompatibel.
Ein FFT ist in fixed point numerisch stabil, in floating point nicht mehr,
ein IIR funktioniert in fixed point nicht wirklich und braucht floating
point.
Interessant für kleine Anwendungen sind auch die ADAU1761/1786 von
Analog Devices, die Stereo A/D und D/A Wandler bereits beinhalten,
und ADAU1701/1702 mit 2 Stereoausgängen, ähnlich den alten Fujitsu
Whisper (die aber nicht HiFi-tauglich waren). Ganz reichhaltig sind
die DSP von Asahi-Kasei, leider im Web nicht gut dokumentiert:
In der Gruppe comp.dsp bekommst du kompetente Antworten, wenn du
z.B. einen bestimmten Audio-Effekt implementieren möchtest, aber
nicht weisst wie man das am besten anpackt.
Hier ein paar Links:
Mit einem DSP kannst du selbst mit einfachsten Standard-Filtern viele
interessante Effekte erzielen. Zum Beispiel kannst Du zwei Räume "einmessen"
in dem du ein Knallgeräusch aufzeichnest. Der erste Raum könnte das
gekachelte Badezimmer sein, der zweite ein Theater. Aus der Messung erstellst
du einen inversen Filter. Nun machst du eine Sprachaufnahme im Badezimmer,
und filterst die Einflüsse des Raumes weg. Übrig bleibt die pure Sprache.
Dann legst du den Theater-Filter an und schon entsteht der Eindruck eines
grossen Auftritts vor gespanntem Publikum. Das macht ein DSP im Leerlauf,
aber mit "fertigen Spezial-ICs" kriegst du das nie hin.
> VU-Meter, Peak-Meter, PA Power Meter
Ein VU-Meter (Volume-Unit = Lautstärkeeindruck) hat per Definition eine
Zeitkonstante, so daß es 300ms dauert bis die Anzeige auf 99% steht. Deine
LED-Zeile ist kein VU-Meter, wenn sie schneller reagiert, sondern
wahrscheinlich ein PPM (Peak Programme Meter, Spitzenwertanzeige). Die
Zeitkonstante ist da nach DIN45406 bzw. IEC60268-10 etwa 400us (bis 15dB an
Sollwert), 3ms (bis 4dB), 5ms (bis 2dB), 10ms (bis 1dB), Abfallzeit 1.5s pro
20dB. Ein PA Power Meter verwendet log10 statt log20.
VU-Meter 20Hz-20kHz, 300ms Zeitkonstante bis 99%, 0dB führt zu 0.7V (dazu muß
Mittelwert um 2.2 statt 1.1 verstärkt werden weil negative Halbwellen fehlen).
Die Schaltung nutzt aus, daß single supply OpAmp nicht unter 0V kommt, und
daß der LM358 nicht so rasend schnell ist.
http://cds.linear.com/docs/LT%20Journal/Rail-To-Rail_Mar02_Mag.pdf
Logarithmiert man, kann der Anzeigebereich sehr gross werden:
http://www.mydarc.de/dc4ku/S_Meter.pdf
Will man ein Spektrum darstellen, kann das ein uC berechnen, man verwendet
keine FFT, sondern Oktavfilter: Angenommen 40ksps, dann rechnet man ein
Terzfilter von fs/4 bis fs/2, also von 10-20kHz. Dann schmeisst man jedes
zweite Sample weg und wartet doppelt so lange damit wieder dieselbe Anzahl
von Samples vorliegt, und rechnet dieselbe Funktion erneut, bekommt nun eine
Oktave tiefer.
http://diy.elektroda.eu/analizator-widma-akustycznego-v2/?lang=en
Der handelsübliche Schaltplan einfacher 3 Kanal Lichtorgeln befindet sich in
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/100000-124999/116246-as-01-de-3_Kanal_Lichtorgel.pdf
der NF-Trafo am Eingang dient der galvanischen Trennung.
Eine automatische Lautstärkeregelung wünscht man sich spätestens, seit dem
die Werbung im Fernsehen einem wegen Lärmmaximierung die Ohren abfallen
lässt. Die simpelste Methode verwendet einen Spannungsteiler aus einem
Widerstand und einem LDR der von einer Glühlampe bestrahlt wird, die am
Lautsprecher hängt, weil die Glühlampe eine perfekte RMS-Umsetzung macht und
der LDR die passende Trägheit für die Regelung mitbringt. Tontechniker haben
'ihre' Glühlampe gehütet wie ihren Augapfel. Lässt sich auch mit einem OTA
wie LM13700 aufbauen.
Um viel besser zu werden, muß man das Signal vorher kennen und entweder eine
Sekunde Vorlaufzeit haben oder gleich die ganze Aufnahme durchrechnen können,
dann kann man den Pegel vor Spitzen langsam absenken.
Auch ausserhalb der Akustik werden oft Angaben in dB (Dezibel, 10tel Bel)
gemacht, obwohl es keine SI Einheiten sind. Mit Dezibel gibt man immer das
Verhältnis von 2 LEISTUNGEN P1 und P2 an dB = 10 log (P1/P2), damit man bei
Hintereinanderschaltung von Verstärkern oder Abschwächern einfach die Angaben
addieren kann und nicht multiplizieren muss. Also alles eine Erfindung der
Vor-Taschenrechner-Ära.
3 dB mehr sind also eine Verdopplung der Leistung, 10dB schon Verzehnfachung
der Leistung und 20dB ist eine Verhundertfachung der Leistung.
Da man an derselben Last mit doppelter Spannung die vierfache Leistung
bekommt, sind die Spannungsverhältnisse leicht ableitbar db = 20 log (U1/U2).
3 dB mehr Leistung entsprechen also der 1.414-fache Spannung, 10dB der
ungefähr 3-fachen und 20dB der 10-fachen Spannung.
Bleibt die Frage: Im Verhältnis zu was ? Fachidioten sagen "ist doch klar",
Klügere schreiben es wenigstens dazu, z.B. dBuV, also Dezibel in Bezug auf
1uV, und merken nicht, das das immer noch nicht ausreicht, weil man zum
Vergleich mit einem dBm (Bezug 1mW) wissen muss, an welchem Lastwiderstand Z
gemessen wird. In diesem Fall an 60 Ohm, weil es bei uV wohl um
Antennensignale geht. (Dieser Satz stammt aus der Zeit als Koaxkabel noch 60
Ohm hatten, heute haben sie 75 Ohm, man sieht also, wie blind die Annahme
ist, daß 'man schon weiß' welche Impedanz gemeint ist).
Von: Hartwig Retzlaff 9.9.2008
Ähnlich ist es mit dem Rauschabstand, denn es kommt darauf an, worauf der
Rauschabstand bezogen ist. Normalerweise würde man das Nenn-Ausgangsignal ins
Verhältnis setzen mit dem Rauschen, das am gleichen Ausgang ohne
Eingangssignal bei entsprechend abgeschlossenem Eingang gemessen wird. Also
angenommen, die Bezugs-Ausgangsspannung deines Verstärkers sei 1V an 600Ohm,
bei einem Eingangssignal mit einem Quellwiderstand von 47kOhm, dann ist ein
Signal mit diesem Quellwiderstand einzuspeisen und die Verstärkung (wenn
einstellbar) so einzustellen, daß am Ausgang an 600Ohm 1V anliegen. Dann das
Eingangssignal abklemmen und den Eingang mit 47kOhm abschließen. Verstärkung
nicht verstellen und jetzt das Ausgangssignal messen. Das wird dann ins
Verhältnis gesetzt. Bei einem MP3-Player wird es recht schwierig, das
Rauschen der Elektronik von dem durch die Aufnahme/Kompression verursachten
Rauschen zu unterscheiden. Grundsätzlich müßte man die Nenn-Ausgangsamplitude
des Players kennen und dann den Ausgang ohne Signal messen. Oder halt eine
leere MP3-Aufnahme erzeugen und dann das Signal messen - das wäre dann aber
streng genommen das Bandrauschen wie aus der Zeit der Bandgeräte, nicht
unbedingt das des Players.
So gesehen stellt sich dann die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Angabe,
wenn nicht genau beschrieben wird, wie das gemessen wurde.
Bei Audio gibt es noch ein anderen Problem. Man will optimale Qualität. Da
Stromrauschen und Spannungsrauschen nicht zu trennen sind, und bei auf 0
reduziertem Stromrauschen eben der andere Term unendlich wird und umgekehrt,
erreicht man minimalstes Rauschen bei Leistungsanpassung. Eine starke
Belastung des Ausgangs erhöht aber normalerweise ihren Klirrfaktor. Die der
Berechnung zu Grunde gelegten 600 Ohm des Ausgangs will man durch den Eingang
nicht belasten, also hat der über 10k. Zu Hause (Chinch) ist 1dBu = 1mW an
600 Ohm und somit 0.775Vrms oder 1Vp oder 2Vpp, im Studiobereich (XLR) wird
in dBVU gemessen und 1dBVU = +4dBu. Der Headroom bis Verzerrungen durch
Übersteuerung auftreten sollte weitere +6dB betragen, und da OpAmps nur im
mittleren Drittel der Versorgungsspannung halbwegs linear sind, braucht man
schon +15V/-15V Versorgungsspannung.
Die für viele Bastler erste Schaltung ist der 2-Transistor-Rechteckgenerator.
Ab 6V Versorgungsspannung Ub benötigt er Dioden in der Basiszuleitung, sonst
wird Ubemaxreverse der Transistoren überschritten, denn die Spannung der
beiden sich in X kreuzenden Leitungen liegt zumeist unter 0 Volt im
Negativen. In der Simulation geht der nur, wenn man absichtlich Unsymmetrieen
einbaut und ihm viel Zeit zum Anschwingen lässt:
Wenn für R1 (und R4) Glühlampen (oder LEDs mit Vorwiderstand) genommen werden,
und die Cs gross genug sind (Elkos) bekommt man einen (Wechsel-)blinker. Mit
kleinen Kondensatoren und Lautsprecher anstelle R4 (oder Verstärker an out)
wird´s ein Tongenerator. Ein Blitzlicht entsteht durch:
Für langsame Takte müsste man grosse Kondensatoren verwenden (Elkos sind
wegen Leckstrom und Ungenauigkeit hier schlecht). Dann greift man zum CD4060
oder CD4045 und betreibt ihn mit RC oder (32.768kHz) Quartz (siehe Datenblatt)
oder CD4521 an 4,194304 MHz Quartz. Sekundentakt und Minutentakt produzieren
auch PCF8573 und ICM7213, Sekundentakt viele der alten Uhren-ICs von Eurosil
wie 1150a, 1114a, 1115a (ICM1115), 1156 (U117X), TC8066PB (U114D) U118D,
SAJ220S U124D T3648A ICM7038. DS2417 ist
eine winzige RTC mit bloss 200nA Stromaufnahme von http://www.maxim-ic.com/ .
von: Harald Wilhelms 21.12.10
In Uhren aller Art wird häufig ein genauer Taktgeber gebraucht. Den entnimmt man am besten
einer Analog-Quarzuhr, die man teilweise für < 1EUR kaufen kann. Als erstes sollte man die
Uhr einige Tage laufen lassen, um die Genauigkeit zu testen. Dann entfernt man alle Mechanik-
Teile. Die Stromversorgung erfolgt über einen Vorwiderstand und einer parallel geschalteten roten
LED. Dann werden die beiden Anschlüsse der Antriebsspule über je einen Vorwiderstand von
ca. 1kOhm an den Basen von zwei Kleinleistungstransistoren z.B. BC548 angeschlossen. Die
Emitter werden beide an Masse angeschlossen. Die Kollektoren werden parallel geschaltet und
über einen passenden Arbeitswiderstand mit der Plus-Versorgung der zu taktenden Schaltung
verbunden. Man bekommt so den gewünschten 1s-Takt. Für einen 2s-Takt nimmt man nur einen
Transistor.
Ohne zusätzliche Bauteile, dazu noch programmierbar und ohne Quartz auf
1% genau sind DS1075 & Co von http://www.maxim-ic.com/, DS1065 gar nur
3-polig, aber wer verkauft die schon ? Auch http://www.kinseki.co.jp/
hat so was.
Für Sinussignale siehe AN-263 und LB-16 von http://www.national.com/ ,
oder das Datenblatt des CA3140 von Intersil (mit CA3080A und CA3086).
Siehe auch XR2206, XR8038 und MAX038 als Funktionsgeneratoren
http://www.alternatezone.com/electronics/hsfg.htm oder
http://www.cappels.org/dproj/functsweep/functionswp.html
oder HSP5412/5416, ISL5314 und AD9850/9852 u.a. als DDS Generatoren
oder AD9833 erzeugt bis 10MHz DDS Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck,
ADF4350 Sinus/Cosinus von 134MHz bis 4.4GHz per PLL.
Und die blinkende Glimmlampe ist so leicht nicht zu schlagen, in der BlinkLED
sind viel mehr Bauteile hineinintegriert.
> Quartzoszillatoren
...sind Schwingquartze zusammen mit der Oszillatorelektronik in einem Gehäuse
(ca. 1 x 2cm wie DIP14 mit Pin1:n.c. Pin7:GND Pin8:Ausgang Pin14:VCC).
Wie misst man Temperaturen ?
Bei ratiometrischer Messung kommt man ohne Referenzspannungsquelle aus und
spart sich somit Probleme mit deren eventueller Temperaturabhängigkeit oder
sinkender Batteriespannung. Grundschaltung ist die Wheatstone-Brücke bei der
die Differenz auf 0 abgeglichen wird, oder ein batteriespannungsbezogenes
Sigma-Delta A/D Umsetzungsverfahren wie im ICL7107. Für die ratiometrische
Messung eignen sich eigentlich nur temperaturabhängige NTC und PTC (auch
Silizium KTY) Widerstände, netterweise sind die auch noch sehr billig.
Alterung: http://www.b-kainka.de/Daten/Sensor/gentemp.pdf . Linearisierung
eines NTC R(parallel) = Rntc(T) * (B-2T)/(B+2T) mit T mittlerer Temperatur.
Platin Pt100 (100 Ohm bei 0GradC, Messstrom um 1mA, Spannung um 0.1V, sonst
Eigenerwärmung zu gross) und Pt1000 (100uA für 0.1V) RTD Sensoren sind
genauer und temperaturfester, aber auch teurer und leider nicht ganz linear.
Um das Signal eines solchen Temperatursensors auf den Bereich zu verstärken,
den ein A/D-Wandlereingang eines Microcontrollers sehen will, kann man
folgende Schaltung verwenden.
Oder man nimmt einfach die Vorwärts-Flussspannung einer Diode, die ist
temperaturabhängig genug, siehe AppNote AN781.pdf "Solving Sensor Offset
Problems with the TC7106" von http://www.microchip.com/ .
Wenn man ein Messgerät hat, welches einen Absolutwert anzeigt, so wie ein
Digitalmultimeter, gibt es Halbleitersensoren wie LM34, LM35, LM45, LM50,
LM334, LM335, AD590 (100nF von Gehäuse zu beiden Anschlüssen legen,
sonst Probleme mit Hf), AD592 an einer extra Batterie (9V Block).
Thermoelemente ERZEUGEN gar eine Spannung, allerdings benötigen sie
einen ZWEITEN Temperatursensor zur Kompensation, weil man mit einem
Thermoelement eigentlich nur die Temperaturdifferenz zwischen Sensor
und Messgerät misst. Billige Multimeter mit Thermoelementanschluss gehen
daher davon aus, das das Messgerät immer 20 GradC hat :-)
Siehe "temperature sensors" in section 7 und "resistor and thermocouple errors
in high accuracy systems" in section 10 der "practical design techniques for
sensor signal conditioning" von http://www.analog.com/ "Training and Events"
Obwohl die meisten Microcontroller inzwischen eingebaute A/D-Wandler sogar
mit 10 bit haben, suchen viele Leute noch immer nach direkt digitalen Sensoren
wie DS1620/1820 (Maxim, bleiben nach hundert Auslesungen schon mal einfach
stehen, nur VCC aus/an hilft) LM75/76 (NS, braucht Serienwiderstände zur
Verhinderung von LatchUp, LM75A von Philips liefert 0.125 GradC Auflösung),
MCP9808 von Microchip mit 0.5 GradC Genaugkeit zwischen -20 und +100 GradC,
AD7816 (Analog) obwohl die teuer und ungenau sind und relativ schnell wieder
durch inkompatible 'Nachfolgemodelle' ersetzt werden. Der TSIC306 von ZMD
misst von -50.. +150 teilweise +/-0.3 GradC genau und 0.1 GradC auflösend
ist aber bei Reichelt und Conrad 5 EUR teuer. Der ADT7320/ADT7420 auf 0.25
GradC genau und auf 0.0017K auflösend.
Der LM56 von http://www.national.com/ ergibt einen selbständigen Thermostaten,
der ADT05 sowie teure TMP01 von http://www.analog.com/ auch, aber man kann
so was auch einfach mit einem als Schmitt-Trigger verwendeten OpAmp basteln.
Möchte man bei einer bestimmten Temperatur einschalten und bei einer anderen
ausschalten, eignet sich ein NE555 mit resistiven Temperatursensoren (NTC,
PTC, KTY), denn der NE555 enthält nicht nur Komparatoren und ein FlipFlop,
sondern schaltet auch Lasten bis 200mA an 16V, so daß man oft mit weniger
Bauteilen auskommt als bei einem als Schmitt-Trigger geschalteten
Operationsverstärker, dessen Ausgangsstrom meistens mit einem Transistor
verstärkt werden muß. Neben dem NE555 und dem Sensor braucht man einen
Widerstand, um die eine Temperaturgrenze zu bestimmen und einen zweiten
Widerstand, um die andere Temperaturgrenze festzulegen und einen
Versorgungsspannungsentkopplungskondensator. Pin 5 wird NICHT beschaltet.
Leider liegt die Genauigkeit des NE555 nur bei 10%, das ergibt bei den
bekannten KTY Temperatursensoren einen Fehler von über 10 GradC, der SE555
wäre mit 4% deutlich präziser. Wenn man es genauer haben will, muss man
(Trimm-)potis Poti1 und Poti2 zum Einstellen vorsehen. Strom liefernde
Temperatursensoren wie LM334 oder AD590 sind auch verwendbar, Spannung
liefernde wie LM335 sind hingegen nur verwendbar wenn die Versorgungsspannung
Referenzspannungsqualität hat.
Siehe auch PWM Lüfterreglung F.25. Motoren & Dimmer
Berührungslos kann man Temperaturen mit PIR Infrarotsensoren wie RE200 von
http://www.glolab.com/ messen, beschrieben in irsystem.pdf. Da die Dinger nur
auf TemperaturÄNDERUNG reagieren, klappt beim 'ImOhrFieberThermometer'
mechanisch eine Oberfläche bekannter Temperatur aus der Sensorsichtlinie.
Bessere enthalten eine Thermopile, mit der man direkt absolute Temperaturen
messen kann. Das sind übereinandergestapelte Thermoelemente (z.B. TPS334 von
Perkin-Elmer, bei Reichelt).
Die meisten Hobbybastler haben Angst vor Spulen, obwohl das die einzigen
Bauteile sind, die man mit gutem Ergebnis (oft sogar besserem als kommerziell
hergestellte) selbst bauen kann. Dann sollte man das auch tun :-) schliesslich
ist das kommerzielle Angebot so dünn, weil auch viele Elektronikproduzenten
sie sich aus Draht selber herstellen. Drosseln (choke) nennt man solche
Spulen, bei denen der Gleichstromanteil grösser als der Wechselstromanteil
ist. Drosseln sind deswegen auf geringen Drahtwiderstand hin optimiert,
während Spulen (coils) lieber weniger Ummagnetisierungsverluste bringen.
Die bei Detektorempfängern verwandten komplizierten Waben-Luft-Spulen
(honeycomb) mit extrem niedriger Wicklungskapazität und hoher Güte (bis 100)
aus seidenumsponnener Hf-Litze sind heute dank aktiver Bauelemente
(Verstärkung) nicht mehr nötig, es tut meist ein um einen Kern gewickelter
Kupferlackdraht was eine Güte von 10 ergibt. Induktivität und Güte ändern
sich letztlich mit der Frequenz und dem Strom. Ein LRC-Messgerät ist nützlich,
damit man sein Ergebnis bewerten kann, denn Datenblätter und Formeln geben
nur Abschätzungen an. Aber bei Störfiltern und Schaltreglern kommt es eh nicht
so genau drauf an, und bei Schwingkreisen wird man sowieso an einer Stelle
eine Trimmbarkeit haben.
Kondensatoren kennt jeder: Wenn man in einen 1 Farad Kondensator 1 Sekunde
lang einen Strom von 1 Ampere hineinschickt, wurde er um 1 Volt aufgeladen.
Die Ladung wird im elektrischen Feld im Dielektrikum gespeichert. Die Spule
funktioniert vollkommen identisch, lediglich Strom und Spannung sind
vertauscht. Wenn man an eine 1 Henry Spule 1 Sekunde lang 1 Volt anlegt,
steigt der Strom durch die Spule um 1 Ampere. Die Energie wird im magnetischen
Feld gespeichert. Ein geladener Kondensator, den man kurzschliesst, erzeugt
einen heftigen Strom. Eine geladene Spule, die man von der Stromquelle
abklemmt (ja, wenn schon das Gegenteil, dann richtig gegenteilig), erzeugt
eine hohe Spannung (Zündfunke durch Gegeninduktion).
Während man an einem Kondensator ruck-zuck den fliessenden Strom ändern kann
(z.B. von wenig hinein auf viel heraus), sich aber die Spannung an den
Anschlüssen nur widerwillig ändert, weswegen man Kondensatoren zur Glättung
der Spannung verwendet, kann man an einer Spule die Spannung an den
Anschlüssen beliebig ändern, der Strom jedoch wehrt sich und ändert sich
nur langsam, so daß eine Spule zur Glättung des Stromflusses verwendet werden
kann.
Man mag fragen, welchen Unterschied das macht, fliesst doch bei einer
bestimmten Spannung auch meist ein bestimmer Strom (U=R*I), so das es egal
ist, was man nun von beiden glättet, das andere wird dann gleichziehen. Aber
das gilt nur bei einer rein ohmschen (also primitiven) Schaltungsbetrachtung.
Sobald es interessanter wird, macht es sehr wohl einen Unterschied. Bei der
rein ohm'schen Betrachtung eines Stromkreises gilt die Kirchhoff'sche
Maschenregel, die Spannung entlang eines Leitungskreises ist 0. Die Wirkung
des magnetischen Feldes kommt aber gerade dadurch in den Stromkreis, dass die
Summe aller Spannungen einmal im Kreis herum eben nicht gleich 0 ist, sondern
-dPhi/dt.
Wer sich dann nur auf ein Bauteil (den Kondensator) verlässt, konstruiert
murksige Schaltungen. Ein Beispiel wäre die Verringerung einer Gleichspannung
von sagen wir 12V auf 5V bei einem Strombedarf von 1A. Man kann das
(ungeregelt) mit einem Widerstand von 7 Ohm machen, oder durch den geregelten
Widerstand eines Transistors aus einem linearen Spannungsregler, verbrät
damit aber 7 Watt. Man kann auch mit einem (Transistor als) Schalter die 12V
nur 17.36% der Zeit einschalten, was an den Verbraucher dieselben 5 Watt
bringt, aber die meisten Verbraucher halten diese gepulste Überspannung (PWM)
nicht aus (Widerstände, Motoren und Glühlampen i.A. schon). Ein Kondensator
parallel zum Verbraucher, der die Spannung glätten soll, erzeugt Probleme:
Schaltet der Transistor ein, bewirkt das einen Kurzschluss zwischen der 12V
Spannungsquelle und dem ungeladenen oder auf 5V geladenen Kondensator. Es
fliesst viel Strom, der Transistor geht kaputt, und es wird mehr als 50%
der in den Kondensator fliessenden Energie im Zuleitungskabel in Wärme
verballtert. Da hätte man gleich einen Widerstand oder Linearregler
verwenden können. Man muss also den Stromfluss in der Zuleitung zum
Kondensator glätten, obwohl die Spannung springt. Dafür eignet sich eine
Spule. Es interessiert die Spule nicht, das die Spannung an ihren Anschlüssen
springt, sie hält einen nahezu gleichen Stromfluss aufrecht, wenn ihre
Induktivität gross im Verhältnis zur Schaltzeit ist. Wenn man nun noch das
Ein-/Ausschaltverhältnis des Schalttransistors in Abhängigkeit zur
Ausgangsspannung regelt, ist der Step Down Buck Schaltregler mit seinem hohem
Wirkungsgrad erfunden.
Eine gute (aus dem englischen übersetzte) Erklärung findet sich hier:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Transformatoren_und_Spulen
Wer mit Spulen zu tun hat, sieht oft das Hysteresediagramm:
Von: Bill Sloman 22.02.2007
The maximum magnetic field you can build up in the magnetic path is
independent of the gap - it is limited by the saturation flux for the
core material. The number of ampere-turns of current through the
winding required to generate that flux depends on the magnetic path
length. The magnetic path length through the core itself is divided by
the relative permeability of the core (about 1000 times air for
ferrites, and 10,000 times air for iron) so even a small air-gap can
dramatically increase the magnetic path length.
A ten-fold increase in magnetic path length allows a ten fold increase
in current through the winding before you hit stuaration, and reduces
the inductance of the assembly by a factor of ten, thus allowing a
factor of ten increase in the energy stored in the inductance (LI^2)
before saturation sets in.
A gap in a transformer core increases the leakage inductance, which is
usually undesirable.
Moreoever, a transformer isn't usually used as an energy storage
device, so increasing the energy storage capacity is rarely a design
priority.
At 100kHz you probably need to worry more about inter-winding
capacitance. The detailed structure of the windings can get to be very
important at this sort of frequency. The pot core may well have a two
or four section former with the windings built up as two or four
successive sections, while the toriod is more likely to have its
windings built up as successive layers, one on top of another, which
gives a higher winding capacitance and a lower self-resonant
frequency.
Legt man von aussen an die Spule eine Spannung (von 1 Volt) eine Zeit (1
Sekunde) lang an, bewegt man sich auf der B-Achse nach oben. Legt man die
Spannung doppelt so lange an, bewegt man sich doppelt so weit nach oben. Legt
man die halbe Spannung an, kommt man nur halb so weit. Je weiter man im
Diagramm nach oben kommt, um so mehr steigt auch der Strom in der Spule an. Je
steiler die Kurve ist, je grösser ist die Induktivität der Spule, je höher die
Permeabilität, aber irgendwann ist die Spule gesättigt (bei Metallkern recht
schnell, bei Luft eher nie). Dann steigt der Strom sehr schnell an, die Spule
hat kaum noch eine Induktivität. Legt man dann 0 Volt an die Spule an
(Anschlüsse kurzschliessen), fliesst weiterhin der bis da hin erreichte Strom
(Verluste durch Drahtwiderstand), kehrt man aber die angelegte Spannung um, um
den Stromfluss zu verringern, folgt man der anderen Linie der Hysteresekurve.
Der Unterschied zwischen den beiden Linien ist der Verlust im Kern.
Das war's, das Diagramm für Kondensatoren sieht übrigens genau so aus, bloss
Strom und Spannung vertauscht und (viel geringere) dielektrische Verluste statt
Verluste im Kern, und statt Sättigung gibt es Durchschläge.
Eine Spule geht kaputt weil sie zu heiss wird und die Isolation schmilzt oder
der Kern seine Curie-Temperatur überschreitet. Sie muss also die Verluste im
Draht und vom Kern (optimalerweise 50% zu 50%) über ihre Oberfläche an die
Umgebung abstrahlen können. Eine Spule muss also eine bestimmte bauliche Grösse
haben, um eine bestimmte Leistung verbraten zu können. Das kann man bei
üblichen Umgebungsbedingungen aus den Datenblättern der Kernmaterialhersteller
abschätzen, wer's genau wissen will muss die Temperatur in seinem Aufbau messen,
und wer sich nicht sicher ist, nimmt eine baulich grössere Spule. Wer eine
kleinere Spule haben will, nimmt ein (bei der Frequenz) tauglicheres (=teureres)
Kernmaterial.
Wer Kondensatoren kauft, versucht, den nötigen Kapazitätswert zu bekommen (oder
etwas mehr) und kauft ein Teil, das mindestens die angegebene Spannung aushält.
Eine viel zu hohe Spannung ist baulich zu gross und zu teuer, wird man also
vermeiden. Bei Spulen sollte halt auch der Induktivitätswert erreicht werden,
und die Spule muss mindestens für den fliessenden Maximalstrom geeignet sein.
Das war's im wesentlichen, statt 1000uF/16V also 45uH/2A.
Und ebenso, wie es unterschiedliche Kondensatoren gibt (Elkos, Vielschicht, Folie,
Glimmer) die aber normalerweise 'schon passen', gibt es verschiedene Spulen
(Eisenkerntrafo, Ferritringkern, Luftspule) deren Eigenschaften auch zum
Anwendungszweck passen sollten. Zur EMV Unterdrückung nimmt man Material #43.
Leider unterscheiden sich deutsche SI und amerikanische CGS Einheiten:
Ein Transformator ist eine Spule mit einer zweiten Wicklung (oder mehr,
oder Spartrafo). Die primäre Wicklung ist so ausgelegt, das bei offener
(=nicht vorhandener) zweiter Wicklung der Kern nicht in Sättigung geht
(oder zumindest der Trafo nur so weit in Sättigung geht das er nicht zu
warm wird). Die zweite Wicklung wird im notwendigen Windungsverhältnis
angelegt, wobei es den Unterschied zwischen Leerlaufspannung und
Nennspannung bei Nennbelastung gibt, hervorgerufen durch den ohmschen
Widerstand der Sekündärwicklung und dem transformierten Wicklungswiderstand
der Primärwicklung (Kupferverluste) und magnetische Verluste.
Kupferverluste: Eine Stromdichte von 4,5 Ampere/mm2 ergibt bei einer
Übertragergröße bis etwa 100 Watt erfahrungsgemäß eine Temperaturerhöhung
von etwa 30 Grad. Berechne bei DC-überlagterter HF den Gleichstromquerschnitt
und den Wechselstromquerschnitt (Skin-Effekt) getrennt.
Windungsanzahl bei Netztrafos: 230V/(4.44*1.4T*50Hz*Fläche in mm x mm)
Von: Joerg Schulze-Clewing 22.9.2004
Übertrager: Im Datenblatt des Hersteller nachsehen, ob er für die Frequenz
geeignet ist. Dann Al Wert nachsehen. Alte Bauernregel: Wicklung muss etwa
vierfache Blindimpedanz haben verglichen mit der Nennimpedanz der Schaltung,
die den Übertrager treibt. Oder etwas mehr. Die dazu nötige Zahl Windungen
mit dem Al Wert berechnen. Sekundär so viele Windungen, dass das gewünschte
Verhältnis herauskommt. Es sollte einfach, zweifach, vierfach, halb, viertel
etc. sein, damit man bifilar wickeln kann. Dann bekommt man einen schönen
Breitbandübertrager.
Ein Reed-Schalter braucht eine Durchflutung von 10-100A, wenn der grosse also
bei 16A sicher schalten soll 7 Windungen Draht drumrum.
Normaler Kupferlackdraht (magnet wire) besteht aus einer Lackschicht, triple
insulated wire ist 3-fach lackiert und damit in einigen Ländern (USA...) als
ausreichend eingestuft um Primärspannung uns Sekundärspannung schutzisolierter
Geräte zu trennen. Back-Lackdraht (bondable wire) enthält eine Lackschicht
deutlich niedrigeren Schmelzpunkts über dem Lackdraht, die beim backen
schmilzt und mit den Nachbarwindungen verklebt.
> Güte eines Schwingkreises
Stösst man einen Schwingkreis der Güte 6 mit einem impulsförmigen Strom von
3A an, stellt sich ein Kreisstrom von 3*6=18A ein.
Leergehäuse sind teuer. Billige Gehäuse sind Ramsch. Wenn man sich keine
fertigen Gehäuse leisten will, sollte man sich nach Plastikschachteln und
alten HiFi-Geräten umsehen. Man kann Frontplatte und Rückseite meist leicht
mit einer dünnen selbstklebenden Aluplatte abdecken, auch UV-belichtbar
Damit bei den bewährten Bopla Element Gehäusen keine Befestigungsschrauben
im Frontdeckel notwendig sind und man den Deckel einfach abnehmen kann, baut
man alles auf die im Boden eingelassenen Gewindebuchsen auf, durch ausreichend
grosse, eventuell mehrstöckige Platinen auf Gewindeabstandsbolzen.
Schon das simple Anbringen eines Bauteils ohne direkte Befestigungsmöglichkeit
an einer Frontplatte kann zu einem Abenteuer werden, weil man es meist nicht
solide genug macht. Kleben ist schon mal ganz schlecht, man muss das Teil
sicher noch mal austauschen. Irgendein Halter irgendwo ist auch wackelig.
Lötet man das Teil auf eine eigene Platine, und befestigt diese mit 2
Gewindeabstandsbolzen und 2 Schrauben hinter der Frontplatte, taugt es was.
Betrachte die sichtbaren Schrauben in der Frontplatte als Markenzeichen für
Qualität.
> Selbermachen ?
Ohne Biegebank kann man das Abknicken von Blech schlicht vergessen (und
fertige Biegebänke sind selbst bei eBay teuer, weil sich die meisten
metallverarbeitenden Betriebe Ihre selber bauen). Es bleiben nur einfache
Methoden, die ohne Blechbiegerei auskommen. Denkt durchaus auch an
Gehäuse aus Holz, ein in der Massenproduktion viel zu edles Material, das
man durch eintauchen in Natronwasserglas oder Natriumtetraborat (Borax)
flammhemmend hinbekommt.
> Fontplatte
Bekleben mit bedrucker Folie (Zweckform 2507 oder Laserdrucker Polyesterfolie
Avery/Zweckform 4776) mit Ausschnitten für Anzeigen und LEDs, laminieren bzw.
abdecken mit Klarsichtfolie (REGULUS Signolit UV 2G), das ist dann auch
geeignet, um Taster hinter Löchern abzudecken. Laserschneiden (1mm Edelstahl)
kostet weniger als 1 EUR pro Meter.
Von: Ralf Stephan 23.11.1999
ELKO Elektronik Kompendium Elektronik Grundlagen-Wissen
Grundlagen in Englisch
Elektroniktutorium Transistorschaltungen
Bauelemente der Elktrotechnik (vom Widerstand bis Hallsensor)
Online Elektronik Grundlagen Bücher mit Experimenten
The Unusual Diode FAQ
LED Museum
DSP Digitale Signal Prozessoren
Electronics info page
Analog Chip Design Handbuch
Mikophone
GNU
Liste Online-Bücher zum Thema Elektronik
Von: Oliver Betz 1999
> Wo kann ich die teueren Normen und Bücher einsehen?
Im Lesesaal der Hochschule Deines Mißtrauens. Kostenlos, und jeder mit
Wohnsitz in D kann sogar ausleihen, auch wenn er nicht studiert. Mache ich
heute noch, obwohl schon an der Schwelle zum Verwesi.
Von: MaWin 7.8.2000
Gehört nicht in die d.s.e FAQ, aber mein Epson Stylus Color 600 hatte
neulich Probleme mit verstopften Düsen, und nach d.c.h.d kommt das öfters
vor. Allerdings fand sich in d.c.h.d und den dort genannten WebSeiten
keine Problemlösung und keine FAQ. Also musste ich selbst ran:
Fehlerbeschreibung: Der Drucker funktionierte problemlos mit 2 Sätzen
Original Epson Tinte. Seit dem ich auf die deutlich billigere KMP Ersatztinte
umgestiegen bin, erforderte jede längere Stillstandszeit 1 - 2 Reinigungen.
Seit dem mein Händler UPrint Tinte lieferte (zuerst bei farbig verwendet),
nützte auch mehrfaches Reinigen nichts mehr, einige Düsen blieben inaktiv.
Im Gegenteil: Die nächste Reinigung zeigte oft ein schlechteres Druckbild
als die vorhergehende. Also konnte es keine Verstopfung sein. Da beim
Reinigen auch schwarz leer wurde, tauschte ich auch schwarz gegen eine
neue Patrone von UPrint. Danach fiel schwarz komplett aus. Nur nach
tagelangem Warten kamen beim Düsentest mal kurzzeitig einzelne Linien.
Ursachenanalyse: Nach Auseinanderbau des Druckers (4 Schrauben des
Deckel ab, blauen Patronenhalterdeckel hinten aushaken und wegklappen)
entsprechend den Hinweisen in der FAQ auf
und Entnahme der Patronen fiel auf, das am Auslass der farbigen Tinte
Luftblasen in der Patrone waren, die vermutlich auch in den Druckkopf
gelangten. Bei der schwarzen Patrone war die Luftausgleichsöffnung
(die von der oben der Aufkleber entfernt wird) durch Kleberreste noch
immer verschlossen.
Nachdem der Kleber entfernt wurde und Luft in die Luftöffnungen der
Patronen geblasen wurde, bis aus dem Druckköpfen unten Tinte rauslief,
(dazu schlauerweise vorher ein gefaltetes Küchentuch unter dem Kopf
durchziehen, Aber Achtung: Es ist dann deutlich weniger Tinte in der
Patrone, die Restmengenanzeige funktioniert nicht mehr richtig, ihr solltet
die Patronen rechtzeitig austauschen) funktionierte der Drucker wieder
unregelmässig. Bei grossen Flächen gab es Aussetzer, weil die Tinte
nicht schnell genug nachläuft, manchmal fallen einzelne Düsen aus. Es
lag also an den miesen Patronen, das sich Luftblasen gebildet haben.
Seit dem wieder Epson Tinte drin ist, geht er problemlos. Die c't warnt
davor, Ersatztinte verschiedener Hersteller zu mischen. Also sollte
zwischen 2 Patronen von verschiedenen Fremdherstellern mindestens
eine Original Epson Patrone verwendet werden. Das Service Manual von
Epson erwähnt die Probleme mit Luftblasen, daher nur neue Tintentanks
einsetzen.
Resümee: Ich kaufe keine Tinte von UPrint mehr. BASF-Tinte scheint auch ruck-
zuck Drucker zu ruinieren. Es gibt nach Angaben von d.c.h.d viele Leute, die
wegen angeblich verstopftem Druckkopf ihre Drucker weggeschmissen haben. Es
würde mich nicht wundern, wenn die alle miese Ersatztinte verwendeten. Eine
extreme Reinigung kann man bei Epson Druckern vornehmen, in dem man einen
Schlauch über die Stutzen steckt, die im Patronenhalter sichtbar werden,
wenn man die Patrone entfernt. Dann kann man mit einer Spritze Luft oder
Tinte durch den Schlauch und die Druckköpfe in ein druntergelegtes Küchentuch
blasen und vor allem saugen, bis sie platzen. Nach dem Einsetzen der Patrone
sollte man oben in die Patrone pusten bis aus dem Druckkopf wieder Tinte
rauskommt. Selbst völlig verklebte Druckköpfe, bei denen bei einzelnen Farben
aus gar keiner Düse mehr etwas rauskam, habe ich durch mehrtägige Behandlung
einlegen in Wasser oder Isopropanol und durchblasen wieder 100% in Ordnung
bekommen.
Zumindest bei Epson Druckern scheint die Verwendung von Isopropanol zum
Gerinnen der Tinte zu führen, ist also kontraproduktiv. Wasser mit Salzgehalt
ebenfalls. Also am Besten die Köpfe erst mit destilliertem Wasser reinigen und
dann mit Luft ausblasen. Das ist auch die Methode, wenn man einen
Tintenstrahldrucker länger lagern will.
Ich war früher überzeugt von Ersatztinte (und habe mir nach Begutachtung der
Ersatztintenpreise den Epson gekauft), aber die Erlebnisse, bei denen ich fast
meinen Drucker verloren hätte, haben mir gezeigt, das Drittanbietertinte recht
risikoreich ist. Auch gibt es viele Leute, die irgendwelche Ersatztinte
nachfüllen, und gleich berichten, wie perfekt der Drucker wieder druckt.
Allerdings mit der alten Tinte, die noch im Schwamm steckt. Denn es braucht
mehrere Nachfüllungen, bevor wirklich alle Originaltinte ausgewaschen ist und
die neue Tinte die Farbe bestimmt, und manche erleben dann beim Photofarbdruck
ihr scheckiges Wunder.
Das WISO-Magazin berichtete, das der Canon BJC600 Drucker ein eingebautes
Verfallsdatum hat, weil er die Tintentröpfchen mitzählt, die beim Reinigen im
Auffangsbehälter landen, und bei Erreichen einer bestimmten Tröpfchenzahl den
Dienst verweigert. Nur eine teure 'Reparatur' reaktiviert den Drucker, wenn
man den Trick nicht kennt (Schwamm der Tintenauffangwanne reinigen, Power+Form
Feed+Print Mode während des Einstecken des Netzkabels gedrückt halten).
Natürlich ist das nicht im Handbuch beschrieben. Nachzulesen in c't 18/2000.
Der Epson Stylus Color 400 macht es (nach angeblich 75000 Seiten) genau so
(alle 4 LEDs blinken), siehe Service-Manual. Viele Canon Drucker lassen sich
nach gereinigtem Tintenauffangbehälter rücksetzen durch: Drucker ausschalten,
Netzkabel ziehen, Einschalttaster drücken und gedrückt halten, Netzkabel
einstecken und warten, 2 x auf Resume-Knopf drücken, LED geht von grün auf
gelb. Im Canon Pixma IP4000 wird nach Service Manual durch: Power off, Resume
drücken und halten, Power On, noch 2 mal Power drücken, Resume loslassen, 4
mal Resume drücken, Power off, der Waste Ink Counter zurückgesetzt. Drückt
man statt 4 mal Resume nur 1 mal Resume, gibt's einen Testseitenausdruck.
Ältere Tintendrucker scheinen schneller einzutrocken als damals, als man sie
neu gekauft hat. Und das ist auch kein Wunder, wenn man sich den Aufbau der
Teile so ansieht. Beim Ausschalten wird der Druckkopf zurückgezogen und mit
einem Deckel mit Gummiring abgedichtet. Allerdings sammelt sich gerade dort
Staub, so das der Deckel nicht mehr abdichten kann. Auch die
Reinigungs-Funktion des Druckers selbst, bei der bei Epson tatsächlich mit
einer kleinen Pumpe (mäek, mäek, mäek) Unterdruck an den Düsen erzeugt wird,
funktioniert nicht mehr, wenn der Deckel nicht mehr dicht ist. Leider kommt
man zum Reinigen dort nur ran, in dem man den Drucker auseinanderbaut. Dabei
kann man auch gleich den Kopf-Scheibenwischer :-) (eine Gummilippe mit Fließ)
reinigen, die auch stark Staub fängt. Danke Epson. "No user serviceable parts
inside". Ja, zumindest wenn man dem Kunden jedes Jahr einen neuen Drucker
verkaufen will. Inzwischen hat es den 600er vollkommen zerrissen. Die
Schlauchpumpe hat sich den Schlauch reingewickelt.
Die meisten Tintendrucker sind für nur 5 Jahre Lebenszeit gebaut, und
enthalten eine Uhr mit Lithium-Batterie. Wenn der Drucker sich merkwürdig
verhält (und z.B. die Tintenköpfe zu oft putzt), kann eine Kontrolle und
Ersatz der Batterie sinnvoll sein.
Auch andere Druckerhersteller hassen niemanden mehr, als ihre Kunden:
Hewlett-Packard sagt zum LaserJet 4: "Da die offizielle HP Garantie Ihres
Produktes abgelaufen ist, besteht keine Möglichkeit mehr für Software
Unterstützung per eMail oder Hardware Reparatur Service. Bitte nehmen Sie zur
Kenntnis, daß die garantiebedingte Periode für technische Unterstützung bei
Ihrem Gerät verstrichen ist, was auch telefonische Unterstützung mit
einschließt." Die Reparatur eines HP4L kostet pauschal 285 EUR, also
Totalschaden. Beim HP4M reisst oft das auf die Schrittmotorachse aufgepresste
Plastikzahnrad. Reparatursätze für 1100, 1200, 5l etc. die den ganzen
Papiervorrat auf ein mal einziehen, gibt es aber immer noch zu kaufen.
Wenn ein HP3820 beim Öffnen der Klappe den Druckkopf nicht mehr hervorholt und
mit viel TamTam nur noch leere Blätter auswirft, ist ein unterdimensioniertes
Zahnradpaar gebrochen. Drucker bis zum Tintenauffangbehälter auseinanderbauen.
Ich habe bei dem einen Zahnrad den überstehenden Zapfen abgefeilt, und beim
anderen Zahnrad den abgebrochenen Zapfen ganz entfernt, dann einen Metallring
auf den Körper aufgeklebt, der seinerseits einen Zapfen hat, der in den Rest
des Zapfens des anderen Zahnrad einhakt. Besonders gut wird es, wenn der Ring
in eine extra hineingemachte Kerbe des Zahnrads einrastet, so das er sich
sogar ohne Kleber nicht verdrehen kann, denn es liegt übermässig viel Kraft
auf der Verbindung.
Wenn der HP PSC2410 eine Seite einzieht, aber Papier leer meldet, und auf OK
dann die Seite auswirft (also irgendwie doch gemerkt hat, das eine drin war),
ist der Papier- und Alignment- Photosensor QEDC 7192 am Kopfschlitten defekt,
es war tatsächlich die LED im Photosensor zerbrochen, man kann ihn öffnen.
Andere immer wiederkehrende Probleme: HP IIP/IIIP bis '93 kämpfen mit dem
Fehler 52 (Laserdrehspiegel läuft zu schnell: 4*10u/16V Subminiaturelkos
austauschen, der in der Ecke gegen 63V, Laserdrehspiegel läuft nicht an: SMD
HA13456AMP (5 1/4" Floppymotortreiber http://www.VermontFicks.org/hplj.htm
tauschen, neu mit Kühlkörper http://www.strixner-holzinger.de/ , über dem IC
liegt ein 1 Ohm Widerstand, oft auch geschädigt, siehe auch d.s.e Message ID
409BE490.DCE40ECD@epost.de) und Papierstausensor Fehler 50. Auch
die Meldung bei defektem Fuser ist bekannt uninformativ. Der HP5L/6L/1100
bekommt ein sprödes Papiereinzugtrenngummi und zieht dann den ganzen
Papiervorrat auf einmal ein, was er sonst nur bei ungeeignetem (rauhem
Tintendrucker-)Papier tut. Dafür gab es mal ein kostenloses Reparaturkit,
heute bei http://www.fixyourownprinter.com/
Gegen Speichererweiterung wehrt sich HP auch. Der 5L benötigt eine 1-8MB
JEIDA 70ns 5V EDO 88 pin DRAM Speicherkarte. HP 4P / 4MP, 4 Plus / 4M Plus,
4V / 4MV, 5Si / 5Si MX, 5P / 5MP und 6P / 6MP brauchen 72 pin 32 bit SIMMs
ohne Parity von exakt 70ns mit "presence detect". HP LaserJet IIISi, 4 / 4M
und 4Si / 4Si MX brauchen 72 polige 36 bit SIMMs mit Parity von exakt 80ns
mit "presence detect". Normalerweise FPM (FastPageMode), EDO geht nur in
einigen Druckern. "presence detect" sind die Pins 11 und 67-70 von denen
einige mit Masse verbunden sind, andere offen sind, wie es auch
Apple-Computer erforderten.
Und hat man 60ns wenn der Drucker aber 80ns sehen will, lötet man einfach um.
Toshiba ist nicht besser. Wenn man endlich die richtige WebSite der Dutzenden
von Toshibas gefunden hat, und ohne Suchfunktion durch alles-durchklicken
feststellt, das nicht mehr produzierte Drucker dort gar nicht mehr aufgeführt
werden, man eben so lange nach einer eMail-Adresse sucht, die sich dann als
nicht druckbar und nicht kopierbar herausstellt (argh, Applet), also
abschreiben und eintippen wie zur Steinzeit, stellt man fest, das die auf
Mail erst gar nicht reagieren. Na, wie konnte auch jemand die Frechheit
besitzen, sich durch den Dschungel von Kundenzurückweisungen durchzukämpfen...
Wird beim Laserdrucker/Kopierer das weisse Papier nicht nur ausnahmsweise
(danebengerieselter Toner) sondern zunehmend grauer, insbesondere bei jeder
ersten Trommelumdrehung, ist es Zeit, Trommel und Reinigungsfilz
auszutauschen. Immerhin gibt es gute Refill- und Trommel-Reset Anleitungen:
und ein Forum:
Achtung beim Tonernachfüllen: Es gibt heutzutage meistens magnetischen Toner
(enthält schon den Developer) und Toner mit getrenntem Developer (da bleibt
der Developer im Drucker und muss nur alle paar Jahre ausgetauscht werden,
wenn der Druck trotz ausreichend Toner immer fader wird, zumeist in alten
Kopieren). Ausserdem ist Toner für hochauflösende Drucker feiner. Zudem gibt
es Hellschreiber (der Laser belichtet die Stellen, die weiss werden sollen)
und Dunkelschreiber. Die Fehlerbeschreibungen, -ursachen und Behebungen
beider passen natürlich nicht zusammen.
Im Prinzip dreht sich bei neueren Laserdruckern eine magnetische Walze im
Toner, und ein Gummi streift zu vielen Toner ab. An der Walze liegt
Wechselspannung mit Gleichspannungsanteil je nach gewünschter
Druckintensität. Die Belichtertrommel wird elektrostatisch aufgeladen (heute
meist durch einen Bürstenkontakt anstelle des alten Koronadrahtes), der Laser
belichtet und entlädt die Stellen die schwarz werden sollen. Die Trommel
läuft an der Tonertrommel vorbei und schnappt sich den Toner, kommt zum
Papier unter dem ein elektrostatisch geladener Draht liegt so das das Papier
den Toner von der Walze abzieht. Die Trommel wird danach ganz beleuchtet,
Resttoner abgestriffen (alte Drucker enthalten einen extra Resttonerbehälter,
manchmal ist der in der Kartusche, neuere Drucker haben so was nicht mehr)
und wieder aufgeladen. Das Papier wird elektrostatisch entladen und im Fuser
(durch Halogenlampenstab aufgeheizte teflonbeschichtete Walze) wird der Toner
auf das Papier geschmolzen.
Andere Serienfehler wie Eizo F56 Zeilentrafo für 60 Euro bei Teleplan Repair
2000 GmbH Werkstraße 5 22844 Norderstedt 040 52250310
Sony KV29FX20D schaltet mit blinkender LED automatisch die Programme um, als
ob jemand dauernd auf die Taste Prog+ am Bedienpanel drückt: Zuleitung KEY
zum Bedienpanel kappen.
Humax FTV5600 Netzteil ZD3 ZDP30 unterdimensi
F.6.1. Durchkontaktieren
F.6.2. Silberleitlack
F.6.3. Lötstoplack
> ich nur milchig-weisses Epoxy Basismaterial ?
F.6.4. Layout
> Einrichtung, einmalig : 90 EUR (bei Folgeauftrag 45 EUR)
> Fertigung : 14,60 Material : 2,70 (im wesentlichen Hühnerfutter und ein paar OP07)
> Für die Bestückung der 16 Leiterplatten haben wir am Ende
> 460 EUR plus MwSt bezahlt. Das bleibt ein Stück unter den
> von Dir genannten Beträgen.
+---------------+
| |
X Z
| |
+------Y--------+
kann eine andere Leitungsführung mit viel weniger umschlossener Fläche viel
bewirken. Die geringere Induktivität verringert auch die Störausstrahlung und
Störempfindlichkeit (EMV).
+-+ +-+
X | | Z
| +-----------+ |
+------Y--------+
Masseflächen sind gut, aber unter grossen Bauelementen (Spulen) vergrössern
sie die Streukapazität.
Silber 0,016 Ohm mm^2/m
Kupfer 0,0179
Lötzinn Sn60Pb38Cu2 0,086
Lötzinn Sn60Pb40 0,2
> den Schutzleiteranschluss mit dem GND (0V) des entsprechenden Gerätes
> direkt (z.B. über Jumper) verbinden?
F.6.5. Folienleiter
F.7. Microcontroller
> Es sollen ca. 4 analoge und 3 digitale Sensoren, mit wenigen externen
> Bauelementen angeschlossen werden.
> Es müssen mindestens 4 analoge Ausgänge vorhanden sein.
> Ich habe mir das 'C-Control' von CONRAD (Seite 76) angeschaut
> Kennt jemand ein vergleichbares Gerät ?
> PS. Sollte nicht grösser als eine Zigarettenschachtel sein . . . .
+---------------------------------+ +5V
| E8OCD Pfostenstecker |
DB9 | +---U---+ |
Buchse | : o : o-:--(--+
+-1u-+ +-1u-+ +---+---+ | |
1 | | | | : o : o-:--(--+
6 +-1----3-2---16-+ TxD +---+---+ | |
2---14 11--------------------:-o : o-:--(--+
7 | MAX232 | +---+---+ | |
3---13 12-------------+ +--:-o : o-:--+ |
8 +-4----5-6---15-+ | | +---+---+ |
4 | | | | +---o/ o---(---+ : o : o-:-----+
9 +-1u-+ +-1u-+ | MODE | RxD +---+---+ |
5---+ | | Schalter +------:-o : o-:-----+
| | | __ +---+---+ |
+-------------+----+---o o----------:-o : o-:-----+
| RESET +---+---+ |
| Taster |
+-------------------------------+ GND
Falls man nicht das FDT-Tool von Renesas sondern http://www.m16c-flasher.de/
verwendet, kann man MODE und RESET durch RTS und DTR schalten lassen, z.B.
mit einem Transistor nach Masse (da MAX232-Ausgänge nicht open collector
sind, bringt deren Verwendung keinen Bauteilevorteil). Die Polarität lässt
sich im M16C Flasher einstellen.
+---RESET
|
DTR 4--10k--+-----|< BC547
| |E
+-|<|--+---GND
1N4148
+---MODE
|
RTS 7--10k--+-----|< BC547
| |E
+-|<|--+---GND
1N4148
Der R8C ist AUCH ein 16 bit Prozessor, aber mit 8 bit Datenbus, also so was
wie der 8088 im Vergleich zum 8086. Leider gibt es noch nicht viele
Applikationsbeispiele für den Chip und noch nicht so viele Foren und
Benutzergemeinschaften, so das das Zusammensammeln von Vorgefertigtem und
Hilfe bei Problemen nicht so leicht ist wie bei AVR, ausserdem ist der
verschenkte R8C/13 schon wieder abgekündigt und es gibt keinen pinkompatiblen
Nachfolger. Der M16C kann leider die Datenrichtung der Ports nicht bitweise
umschalten, sondern nur Portweise, und ist insofern etwas unflexibel. Auch
Funktionen wie SPI sind unsinnigerweise auf 8 bit limitiert, so wie die
Timer bei R8C. Zudem liefern die Ausgänge bei allen diesen japanischen
Controllern wenig Strom, eher 2mA statt 20mA.
> mitzuteilen?
> Dazu steht irgendwie nichts im Datenblatt des Microcontrollers...
> Controller 1 an XIN von Controller 2, aber es schwingt nicht.
> Gibt es eine zuverlässige Lösung ?
> wie richtige Prozessoren (Pentium & Co.) ?
F.7.1. Atmel AVR Controller
> aber lieber in C weitermachen. Dazu habe ich mich schon im Netz umgeschaut,
> aber eigentlich hat mir nur das Programm von Imagecraft richtig gut gefallen,
> naja bis auf den Preis halt :) Gibt es denn keine vergleichbare Software
> die (kostenlos)/preiswerter ist ?
> nicht.
> nach dem Anlegen der Betriebsspannung nicht anschwingt ?
F.7.2. Microchip PIC
> PIC16F84 ersetzen ?
> Nullen auskesen ?
F.7.3. Intel 8051 kompatible
> Er reagiert gar nicht und liefert immer 0xFF. Andere AT89S8252 gehen.
> Nein, mein Rechner ist nicht zu schnell für PonyProg.
> d.h. nur eine solche 'Programmdatei' lässt sich ohne Fehlermeldung brennen.
> 8051er, damit das interne EEPROM nicht versehentlich überschrieben wird ?
F.7.4. EPROMs / GALs programmieren
F.7.5. EPROMs löschen
F.7.6. Massenspeicher an Mikrocontrollern
> an meinen Microcontroller an ?
F.7.7. Flash-EEPROMs
F.7.8. A/D - D/A Wandler
> einfache Anwendungen zu empfehlen ?
--+
Q0|--10k--+---------|+\ TLC271 oder so an 12V oder mehr
| 5k | >-+-- ergibt 0-10V Ausgang
Q1|--10k--+ +-|-/ |
| 5k | |
Q2|--10k--+ +--10k-+
| 5k |
Q3|--10k--+ |
| 5k 10k
Q4|--10k--+ |
| 5k | (bitte exakt 5k, nicht 4k7, lieber 2*10k 1% parallel)
Q5|--10k--+--10k--+-- Masse
--+
Analogausgänge gibt es bei uC fast nicht, weil die einen abweichenden
Herstellungsprozess mit lasergetrimmten Dünnschichtwiderständen auf
dem Chip benötigen würden. Man verwendet statt dessen schnell mit
variablem prozentualen Tastverhältnis zwischen HI und LO wechselnde
Digitalausgänge, sogenanntes PWM (pulse width modulation), für die
die meisten uC Hardwarezähler besitzen, und bildet mit einem Filter den
Mittelwert der Ausgangsspannung.
Möchte man 8 bit auflösen, darf sich die Spannung an C pro Impuls nur
um 20mV ändern. Sie wird sich aber auch nur in so winzigen Schritten an
die Sollspannung annähern. Besteht der Impuls aus 256 Zeiteinheiten a 1 us,
also 256us, und der C aus 1uF, darf R minimal 33kOhm betragen. Dadurch braucht
der Ausgang 0.2 Sekunden, bis er sich auf 1/256tel (20mV) an die Sollspannung
angenähert hat. Man versucht also eine hohe Frequenz, möglichst unterstützt
durch PWM Hardware im uC, zu benutzen. Wird man zu schnell, verschlechtert
die endliche Flankensteilheit des PWM-Ausgangs wieder das Ergebnis.
Es kann sich auch lohnen, statt dem simplen RC-Filter einen mehrstufigen aktiven
Filter mit besserer Sprungantwort zu verwenden, z.B. einen 4 poligen Bessel.
Damit die Ausgangsspannung halbwegs genau wird, sollte der PWM-Ausgang
symmetrisch sein. Ausgänge eines uC der 8051 Familie sind nicht so gut, weil sie
nicht auf gleiche Art nach Masse und +5V verbinden. Es kann sich lohnen, einen
74HCxx als Puffer zu verwenden den man mit einer genauen Referenzspannung
versorgt, z.B. aus einem LM336-5, damit die Analogspannung ähnlich genau
werden kann.
uC --R--+-- Analog (gering belastbar) --|+\ besser
| | >-+- belastbar
C +-|-/ |
| | |
Masse +------+
Oder man verwendet switches capacitor digital analog converter:
Schaltung : im PC Gameport
+--------+----:------- +5V
| | :
| 47R :
| | :
510R +-+-+ :
| | | :
| 330R 180R:
E| | |E :
PNP >|--+--(--|< PNP wie BC557
| | | | :
+---+ | | :
| | | ;
Poti | +--:-2k2-+- NE555
| | : 10nF
+------+------:-----+- GND
Wer eine Spannung messen will, baut stattdessen eine spannungsgesteuerte
Stromquelle vor das Gameport (klassische Howland-Variante reicht, genauer ist
das Gameport eh nicht), mit einem OpAmp der am Ausgang bis mindestens 3.5V
geht inklusive dem Spannungsabfall am Messwiderstand bei Maximalstrom.
+-100k-- +5V
|
0-100% PWM --|>|--+------- Gameport
MAX186/MAX192 +--100u---+
(+5V)| |
0-4V +--------+ +--ZD5V1--+
| | | |
In1 --|1 VDD|------+-|<|-+ |
In2 --|2 SCLK|-47k--------+---(-- DTR
In3 --|3 CS|------+---------+-- GND
In4 --|4 DIN|-47k--(-----+---(-- RTS
In5 --|5 STRB|- ( | |
In6 --|6 DOUT|------(-----(---(-- CTS
In7 --|7 DGND|------+ | |
In8 --|8 AGND|------+ | |
+--|VSS ADJ|-100n-+ | |
| -|SHDN REF|--10u-+ | |
| +--------+ 1N4148 | |
+------------------+-|>|-+ |
| |
+--ZD5V1--+
(-5V)| |
+--100u---+
http://www.franksteinberg.de/SOURCE/MAX192.BAS
Ähnliches geht mit LTC1290 (8 Kanäle mit 12 bit) und LTC1090 (8 Kanäle mit 10 bit)
siehe DN35.PDF von http://www.linear.com/ und http://www.conrad.de/ 190226 und
967653 und auch http://www.franksteinberg.de/SOURCE/LTC1290.TXT
bzw. dem Evaluation-Kit des 68HC11A1 (Bauplan in pcbug11.pdf) im Special Bootstrap
Modus, also MODA und MODB an GND. Es besteht lediglich aus dem 68HC11A1, einem
MAX232, einem MC34064-5, 8MHz Quartz und den üblichen Kondensatoren und Pull-Ups
(und einen 7805 Regler) und ist somit für weniger als 10 EUR auf Lochraster
aufbaubar bzw. fertig erhältlich bei http://www.mct.de/ oder
http://www.elektronikladen.de/ .
VCC VCC
| LT1013 |
| /+|-----+-- Aref
+------+---(---------------- Vref+ --+--< | |
| | | | \-|--+ |
R1 R2 | | | | |
| | | +----(---+ |
+------)---)--R5--+ | |
| | | | | |
+--R6--)--|+\ | | |
| | | >----+--R7--+-- A/D | 100nF
| +--|-/ | | | |
| | | | | | |
RTD +---)--R4--+ C | |
| | | | | |
| R3 | | | |
| | | | | |
+------+---+-------------+-- Vref- -------+------+-- AGND
Beispielrechnung:
+------+---+--------- AVCC
| | |
20k 19k6 | TS507
| | |
+------)---)-48k3-+
| | | |
+------)--|+\ |
| | | >----+-- 0 bis 100 GradC
| +--|-/ |
| | | |
Pt1000 +---)-582k-+
| | |
| 1k |
| | |
+------+---+--------- AGND
Andere Schaltungen und Rechenwege
http://www.rn-wissen.de/index.php/Bild:PT1000-Br%C3%BCcke.png
Rechenformeln siehe http://www.maxim-ic.com/app-notes/index.mvp/id/3450
http://www.umnicom.de/Elektronik/Schaltungssammlung/Temperatur/Pt1000/Pt1000.html
ARef ---|+\
| >------+--------------------------------------------------+
+--|-/ | |
| | R4
+------------+ 74HC4051 74HC4051 |
| +------+ +------+ |
R1 | |------------------+--| | |
| | |------------+-----(--| | +---R6---+
+-----|+\ | |-------+----(-----(--| | | |
| | >--| |--+----(----(-----(--| |--(--|+\ |
| +--|-/ +------+ | | | | +------+ | | >--+--10k-- A/D
| | 100R 500R Pt100 Pt100 +--|-/
| | | | | | |
| +------------------+----+----+-----+ R5
| | ^ ^ |
R2 R3 Vishay Z Foil 0.2ppm 0.005% |
| | |
GND -----+--+-----------------------------------------------+
URef -----|+\ +---R----+
| >--+ +--Rt--+--+-----|+\ | |
+--|-/ \/ | | | >-+--R--+--|+\ |
| Pt100 Ct Cx +--|-/ | | >--+-- A/D
| /\ | | +-------+ +--|-/
+--------+ +--Rt--(--+-----|+\ | (oder Instrumentenverstärker)
| | | | >-+--R--+--R---+
Rm | Ct +--|-/ | |
| | | +-------+ |
GND GNDGND GND
Beim 3-Leiter-Anschluss dient die dritte Ader dazu, den Spannungsabfall durch
den Messstrom zu kompensieren, dazu muß sie aber von demselben Strom
durchflossen werden der auch den Pt100 durchfliesst. Ist die
Versorgungsspannung genau genug oder als Referenzbezug von A/D-Wandler und
Stromsenke verwendet, kann ISink der dritten Leitung auch durch einen
Festwiderstand erfolgen.
+---------------- Versorgungsspannung
|
| +-------+
\ / |
Pt100 +---o
| | Meßschaltung (380uV/GradC)
+-----+---(---o
| |
8 8 (zwei präzise 1mA Stromsenken)
| |
Masse
Oder die dritte Leitung misst stromlos die Spannung und der Spannungsabfall
über die Stromleitung wird von ihr abgezogen (Rt/Ct wieder zur Filterung von
Störungen, auszulegen nach Bedarf).
|
8 (präzise 1mA Stromquelle, aus VRef der Messchaltung abgeleitet)
|
+--------+-----------------o
| Meßschaltung (380uV/GradC)
Pt100 +--o
/ \ |
| +--Rt--+--------|+\ |
| | | >--+
| Ct +--|-/ |
| | | |
+----------+--R--+---R----+
|
Masse
+---------o------------|+\
Typ K Klemmen | >-+-- A/D (75uV/K * (R2+R1)/R1)
+---------o--+--R1--+--|-/ |
| | |
GND +--R2---+
Verwendet man zur Temperaturmessung den LM75 (3.3V oder 5V) oder LM76,
so sollte man einen Entkoppelkondensator (z.B. die üblichen 100nF) über die
Versorgungsspannungsanschlüsse löten und einen 1k Widerstand in Reihe vor
den SCL Eingang, sonst zeigt das Teil eventuell falsche Temperaturen an
(ggf. 120GradC statt 40GradC weil Strom über die Eingangsschutzdiode fliesst).
F.7.9. serielle Schnittstelle RS232
+--470R-- +5V
+-----+ |
Signal ----1k--+--|A C|--+-------- Signalausgang
+-|>|-+ | B|
Masse --+--------|K E|----------- GND
1N4148 +-----+ 6N136
spart man sich die teure galvanische Trennung auf Senderseite (MAX250 mit
Trafo und Optokopplern), ausserdem ist das kompatibel mit einer 20mA
Stromschleife (HCPL4100/4200).
+-|>|----+--+--+-- +10V --+----+
| | | | | |
| +-|>|-+ | |+ | |
| | | | | |
| | +-|>|-+ Elko | +---+ 1/4 LC4966
Steuer --+ | | | +--|A | oder OpAmp
| | | | | |
Signal --)--+--)--... Masse ...-----|S X|-- Ausgang
| | | | | |
Steuer --)--)--+ |+ +--|B |
| | +-|<|-+ Elko | +---+
| | | | | |
| +-|<|-+ | | | |
| | | | | |
+-|<|----+--+--+-- -10V --+----+
Ein anderer interessanter Weg findet sich hier http://www.oliverbetz.de/icl.htm
F.7.10. Speicherprogrammierbare Steuerungen SPS
F.8. LEDs
Normalgluehlampe Osram CLAS A CL 15W 230V E27 FS1 230V/15W: 90 Lumen, 6 lm/W
Normal 2.5V/0.30A: 6 Lumen 8 lm/W
Krypton 2.4V/0.50A: 10 Lumen 8.3 lm/W
Halopin 25W/230V: 230 lm 9.2 lm/W Hochvolt-Halogen
Normalglühlampe Osram CLAS A CL 100W 230V E27 FS1 230V/100W: 1340 Lumen, 13.4 lm/W
Halogen 2.8V/0.85A: 35 Lumen 14.7 lm/W
Halolux Ceram 100W: 1470 Lumen 14.7 lm/W Hochvolt-Halogen
Normalglühlampe Osram CLAS A FR 200W 230V E27 FS1 230V/200W: 3040 Lumen, 15.2 lm/W
Halogen 12V/20W/1.67A: 350 Lumen 17.5 lm/W
Haloline 1000W/230V: 22000 Lumen 22lm/W
Halogen Osram 64447 ES 65W/12V: 1700 Lumen 26 lm/W (4000h Lebensdauer)
Halogen Projektorlampe 24V/250W/10.42A: 8000 Lumen 32 lm/W (50h Lebensdauer)
Philips MSA 2500DE 2500W: 260000 Lumen 104 lm/W (2000h Lebensdauer, 500 EUR)
WeisslichtLED Osram LW 541C-BW: 3.6V/0.02A: 1.7 Lumen 22 lm/W
WeisslichtLED Osram LW 541C-DW: 3.6V/0.02A: 2.8 Lumen 33 lm/W
LuxeonStar weiss LXHL-MW1C: 3.4V/0.35A typ 45 Lumen 37 lm/W
Osram OPAL OLED: <10W 500 Lumen 46 lm/W (5000h Lebensdauer)
Osram OStar LE W E3B: 20V/0.35A 50 lm/W 21V/0.7A 35 lm/W
+---+----+-L1-+-|>|-+---+ L1 = 120uH/>400mA/<0.5Ohm
| | |2 |3 |A | -|>|- = SB120 oder 1N5817, notfalls 1N4148
+| R1 +--------+8 LED | R1 = 130 Ohm
| | | | | |+
1.5V +--| LT1073 |---+ 47uF R2 = 10 Ohm (bei 20mA LED, 22 Ohm für 10mA LED)
| | | | |
| 1+--------+ R2 | LED = auch 2 LEDs in Reihe bei L1 = 68uH/>680mA/<0.25Ohm
| |4 |5 | |
+--------+----+-----+---+
Mit dieser Schaltung sind LEDs bis 1.5A zu versorgen, die
Versorgungsspannung muss grösser sein als die LED Spannung und
die SPule ausreichend gross um den Ripplestrom niedrig genug zu
halten damit sich ein Mittelwert bilden kann.
+--------------------------|<|-----+
| LEDs SB140 |
+12V ---+-0.22-+--|>|--|>|--|>|--100uH--+--+
| | | |
| | +---------------+
| +-------------|7 8 1 |
| | MC34063 5|-- PWM
+--------------------|6 3 2 4 |
+---------------+
| | |
Ct | |
| | |
GND -------------------------------+--+--+
Die TPS610xx-Serie von http://www.ti.com/ bietet 0.5V FeedBack Spannung und
wesentlich mehr Leistung, bei leider sehr geringer Spannungsfestigkeit. Beim
LT1932 wird der Strom indirekt eingestellt, praktisch zum Dimmen per Poti.
Allerdings ändern Weisslicht LEDs und gelbe LEDs bei geringerem Strom ihre
Farbe. Dimmen kann man effektiver per PWM (schnellem ein/aus Schalten).
Der LM2803 hat den dazu nötigen on/off-Eingang, aber leider 1.23V Feedback,
treibt aber 5 weisse LEDs aus 2 Batteriezellen, da könnte man auch den LT1303
nehmen.
-|>|-+-----+---+
| |A |
1k LED |
FB --+-|>|-+ 47uF
1N4148 R | R = 30 Ohm (20mA/LED) 1R8 (350mA/LED)
-----------+---+
Die Bauweise ist lustig http://www.emanator.demon.co.uk/bigclive/joule.htm
aber der Wirkungsgrad mies, ausserdem muss man an den Windungszahlen des
Trafos rumprobieren bis bei dieser Bastelei alles gut zusammenpasst.
--------+---+--+--|>|-+ Last, hier LED
| | | |
R | R |
| | | |
1N4148| | +-----|I NMOSFET (bei weniger als 9V Betriebsspannung nimm LogicLevel)
+-|<|-+ | | |S
| | | +--+ |
| | | | | |
| | >|-+-|< | 2 möglichst gleiche NPN (BC847BS, LM394N, CA3046)
| | |E E| |
| Poti--+ +---+
| | |
| | Shunt (für Spannungsabfall von 0.7V bei maximaler Potieinstellung)
| | |
--+-----+-------------+
Der LM10 ermöglicht 0.2V und hat einen geringen Eigenverbrauch, ist aber eher
teuer. Das Poti (250 Ohm bis 2k5 Ohm) regelt die Helligkeit. R und C müssen
angepasst werden damit es nicht schwingt aber noch ausreichend schnell regelt.
+--------+-- +4.5-7V
LM10C | |A
+-----+ Luxeon Star
+--|1 7 | |
| | 6|-+--|I LogicLevel NMOSFET mit RDSon (bei UGS 3V) um 0.2 Ohm
+--|8 | C |S
| | 2|-+-R-+
Poti-|3 4 | |
| +-----+ Shunt für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom
| | |
+-----+--------+-- Masse
Will man immer volle Helligkeit, entfällt das Poti und 3 geht an 8. Verwendet
man einen NPN Bipolartransistor statt dem MOSFET kommt man ohne R und C aus.
+--------+-- +4.5-7V
LM10C | |A
+-----+ Luxeon Star
+--|1 7 | |
| | 6|----|< NPN wie BD135
+--|8 | |E
| | 2|-----+
+--|3 4 | |
+-----+ Shunt für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom
| |
+--------+-- Masse
Mit moderneren Chips in SMD und nur 0.1V am Shunt:
+-------------------------------+--o Akku
| |
| LMP7731 LED
MAX6120--12k--+-----|+\ |
| | | >--+-100R-|I IRLML6344
| | +--|-/ | |S
| | | 10n |
| | | | |
| | +--------+--10k--+
| | |
| 1k 0.27R
| | |
+-----------+-------------------+--o
etwas anspruchsvoller ist der Hystereseschaltregler
+----------------------------+----------o Akku
| |
| +--|+\ |S
| | | >--+--|I IRLML6401
TLV3012--12k--+---(--|-/ | |
| Ref | | | +--|<|--+ BAV100
| | | | | |
| | +--270k--+ LED |
| | | | |
| | | 100uH |
| | | | |
| 1k +----1k------+ |
| | | |
| | 0.27R |
| | | |
+-----------+----------------+-------+--o
Früher wurde ein JFET mit ca. 20mA bei 0V UGS wie BF254C eingesetzt, um vor
einer LED als Konstansttromquelle zu wirken, allerdings funktioniert das erst
bei einigen Volt mehr als die LED benötigt, und ist bei 20V mehr meist am
Ende weil die zulässige Verlustleistung des JFET erreicht wird. Heute ist der
BCR402 (Infineon, Conrad, -.25) besser geeignet die 20mA linear geregelt zu
liefern, BCR401 liefert 10mA, BCR321 10-250mA (Reichelt, -.39), der AMC7135
von ADDtek ist ein 350mA Linearregler mit 0.12V drop out für 1 LED an 2.7 bis
6V, der AMC7150 1.5A, und AMC7140 liefert 700mA bis 50V bei 0.5V drop out und
NSI45020 20mA NSI45060 60mA bis 45V bei 1.8V drop out, andere Zahlen andere
Werte:
+---------+-- +4.5-40V
LM10 | |E
+-----+ +--|< PNP oder PMOSFET
+--|1 7 | 470R |
| | 6|--+ +---+---+- ...
+--|8 | LED LED LED
| | 3|------+ | |K
+--|2 4 | | | |
+-----+ R R R (für 0.2V Spannungsabfall bei Nennstrom/LED)
| | | |
+---------+---+---+-- Masse
Chinesen kommen für viele LEDs auf solche Schaltungen:
LED LED LED LED
+--|<|--|<|--...--|<|--+--|<|--+-- +
| | |
NPN >|------+ | |
E| | | 180R
| | | |
180R | | |E
| | +------|< PNP
| | |
- --+--|<|--+--|<|--...--|<|--|<|--+
LED LED LED LED
An 230V~ sind normale 20mA-LEDs nur mit Aufwand anzuschliessen. Entweder man
begrenzt den Strom mit einem Vorwiderstand und lässt die negative Halbwelle
ungenutzt vorbei
LED
+--|>|--+
~ o--5k6/10W--+ +--o ~
+--|<|--+
1N4148
aber 10 Watt zu verheizen um eine Lichtleistung von weniger als 1 Milliwatt zu
bekommen ist ein wahrlich schlechter Wirkungsgrad, unendlich viel schlechter
als jede Glühlampe. Die negative Halbwelle nutzt ein Brückengleichrichter, der
weniger als 5V und weniger als 50mA aushalten muß, also ein B80C800 wäre schon
massiv überdimensioniert, man kann 4 einfache 1N4148 Dioden verwenden:
+--|>|--+--|<|--+
| |A |
~ o--12k/5W--+ LED +--o ~
| |K |
+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
Das sind immer noch viel Verlust und damit viel Verlustwärme für ein kleines
Licht. Daher nimm besser eine 2mA low current LED in einer Gleichrichterbrücke
die über einen spannungsfesten (also 3 normale Widerstände in Reihe) 120k/0.5W
Vorwiderstand an 230V~ hängt:
+--|>|--+--|<|--+
| |A |
~ o--39k--39k--39k--+ LED +--o ~
| |K |
+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
Besser nutzt man den Blindwiderstand eines Kondensators an Wechselstrom und
nimmt einen 270nF Kondensator (120nF für 10mA LED, 27nF für 2mA LED, 470nF
wenn eine 20mA LED antiparallel mit einer einzelnen Diode anstelle des
Brückengleichrichters verwendet wird) parallel zu 1M5/0.25W (damit er sich
beim Abschalten entlädt) und in Reihe mit 1k/0.6W Sicherungswiderstand (damit
beim ersten Einstecken der Ladestrom im Rahmen bleibt) an einen B250C800
Brückengleichrichter an dem die 20mA LED hängt. Auf diese Art braucht die
Schaltung nur ungefähr so viel Leistung wie die LED, sie ist also viel
effektiver als die zuvor gezeigten Vorwiderstände.
~ o--1k/0.6W--+--------270nF-------+--|>|--+--|<|--+--o ~
| | |A |
| | LED |
| | |K |
+--470k--470k--470k--+--|<|--+--|>|--+ 4 x 1N4148
LED Phototransistor
+-----+ +--2k2-- +5V (oft auch 470R (schneller) oder 10k (langsamer))
+5V ----------|A B| |
out --220Ohm--|K C|--+------- Signal
| E|---------- Masse
+-----+
Einen eventuell vorhandenen Basisanschluss lässt man offen. Legt man ihn über
einen Widerstand (1k-10k) an den Emitter, wird der Phototransistor
unempfindlicher, geht aber schneller wieder aus. Noch schneller wird der
Optokoppler, wenn man den Empfänger in Kaskodenschaltung betreibt.
+-------+-- +5V
| |
680R 3k
| |
BFR90A >|--+---+
E| | |
Photo |< 1k 100n
|E | |
GND GND GND
4 x 1N4007 +----+
+----------+--|>|--+--+---------|A C|--+------- Signal
| | | | +--|K B| +--4k7-- +5V
| +--(--|>|--+ 150k | | E|---------- Masse
o | | : | | +----+
12V=..230V~ | | C +-----|< BU805
o | | : | |E
| | +--|<|--+ >|-----+ BC547
| | | E| 150R (Strom für 5mA)
+-------+-----|<|--+--+------+
Lichtschranken lassen sich durch Umgebungslicht stören, wenn man das Licht
nicht moduliert. Dafür eignet sich z.B. ein NE/LM567C oder der neuere LMC567
(Bauteilewertanpassung nach Datenblatt) als kombinierter Sender/Empfänger
(aus Elektor 7/8 98), der Empfänger reagiert dann nur auf Licht passender
Frequenz:
+---+--+----------------+------+--+-- +5V
| | | | | |
| 4k7 | +----+---+ 1M 220R
E| | | | 4 | | |
>|--+--(--4k7---+--|5 1|--+ |
|BC307 | 10k |LM/NE567| | |A
| | +--|6 | | LED
| | | | | | |
100R 10kPoti-22n-(--|3 2 7 8|--(--+-- kann bis 100mA nach Masse schalten
| | | +--+--+--+ |
A| C| | | | |
LED=PhotoTrans 22n 2u2 | 4u7
| | | | | |
+------+--------+-----+--+-----+----- GND
Alternativ erzeugt man mit 2 Oszillatoren aus einem NE556 mit 50Hz
getastete 36kHz für die LED und nimmt als Empfänger einen der üblichen
IR Demodulations Empfänger für Fernbedienungen wie den TSOP1736, der
dann aber 50Hz am Ausgang produziert und sich von Fernbedienungen
stören lässt).
230V~ L ---270k---(||)-- N
Ebenso funktionieren Nixie-Röhren. Jede Ziffer ist eine dort Glimmlampe. Die
Betriebsspannung muss über der Zündspannung (ca. 100V) liegen, also so bei
120 bis 160V. Vor jede Stelle muss ein Vorwiderstand, der den Strom auf den
Nennwert von meist so 2mA begrenzt, wenn man von der Betriebsspannung die
Brennspannung (meist so 70V) abzieht, also 33k bei 130V. Die Ansteuerung
erfolgt mit 7441 (70V) und 74141=K155D1 (60V) , jeweils die Brennspannung der
Nixie (ca. 70V) hinzuzählen für maximale Betriebsspannung, ergibt dann so
130V. Bei Plasmaanzeigen ist jedes Segment eine Glimmlampe. Leuchtstoffröhren
(erzeugen mit Quecksilber UV Licht das der Leuchtstoff ins sichtbares
transformiert) und CCFL (Leuchtstofflampe ohne Heizwendeln) bis hin zum
Fernseherplasmaflachbildschirm (jeder Bildpunkt ist eine CCFL
Leuchtstofflampe) sind auch Glimmlampen.
F.8.1. Multiplexanzeigen
+5V
|
Pin ----|< NPN
|E
Anode der LED-Anzeige
1.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|E
Pin ----|< PNP
|
GND
+---+-- +5V
R2 |E
Pin --R1-+--|< PNP (z.B. BC369/BC328/FMMT617)
|
Anode der LED-Anzeige
2.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|
Pin --R1-+--|< NPN
R2 |E
+---+-- GND
+5V
|
Pin ----|I PMOSFET
|S
Anode der LED-Anzeige
3.2. Strom aus einer Kathode
Kathode der LED-Anzeige
|S
Pin ----|I NMOSFET (z.B. BSP295, GF2304)
|
GND
+---+-- +Ub (nach nach Treiber bis 17V oder 50V)
| 10k |E
ULN2803|---150R--+--|< PNP, z.B. BC368
| ^ |
angepasst an +Ub Anoden der LEDs
Diskret kann man das mit einem Haufen Widerständen und 2 bipolaren
Transistoren aufbauen:
+----+-- +Ub (z.B. 12V)
R4 |E R4 pull up, so 1k
+---|< PNP z.B. BC368 für 1A
| | R3 z.B. 120R für 100mA Basisstrom des PNP
R3 +-- Anoden der LEDs, Spitzenstrom z.B. 1A
| R1 z.B. 220R für 10mA Basisstrom den NPN
Pin --R1-+--|< NPN z.B. BC547 schaltet 100mA
R2 |E R2 überflüssig wenn Pin nie offen (Eingang) sein kann,
GND -----+---+
oder in Basisschaltung bei Pins die mehr Strom nach Masse ableiten können als
von VCC liefern können, wie beim 8051. Allerdings wirkt hier der NPN nicht
stromverstärkend so daß dieser einfachere Pegelwandler nur für geringe Lasten
taugt, wenn man nicht als PNP einen Darlington einsetzt.
+----+-- +Ub (z.B. 12V)
R1 |E R1 pull up, so 2k2
+---|< PNP z.B. BC338 bis 200mA, Darlington für mehr Strom
| |
| +-- Anoden der LEDs
VCC --------|< NPN z.B. BC547 schaltet 20mA
|E
R2 R2 legt Basisstrom fest, sollte 1/10 bis 1/20 des
| Ausgangsstroms sein, Berechnung (VCC-Ulo-0.7)/R2
Pin ---------+
+---------------+
--56R--|a |
--56R--|b |
--56R--|c 4-stellige |
--56R--|d 7-Segment |
--56R--|e Anzeige |
--56R--|f mit 10mA |
--56R--|g |
--56R--|d.p. |
+---------------+
| | | |
--120R--|< | | |
|E | | |
--120R---(--|< | | PNPs bei Display mit gemeinsamer Anode,
| |E | |
--120R---(---(--|< | NPNs bei Display mit gemeinsamer Kathode.
| | |E |
--120R---(---(---(--|<
| | | |E Plus bei Display mit gemeinsamer Anode,
+---+---+---+-- Masse bei Display mit gemeinsamer Kathode.
Also noch mal zur Erinnerung: Bei obenstehender Schaltung werden ca. 40mA an
den Anschlüssen benötigt. Das ist mehr als die Datenblattangabe der meisten
uC erlaubt. Es kann sinnvoll sein, pro Segment 2 Ausgänge parallel zu
schalten. Oder man verstärkt die Stromlieferfähigkeit der Ausgänge mit einem
Emitterfolger durch den man allerdings weitere 0.7V verliert:
+--+--+--+--+--+--+--+-- +5V
| | | | | | | |
--(--(--(--(--(--(--(-|< NPN (BC547, BC337)
--(--(--(--(--(--(-|< E| +-------------------+
--(--(--(--(--(-|< E| +-15R--|a |
--(--(--(--(-|< E| +----15R--|b |
--(--(--(-|< E| +-------15R--|c 5 x 8 LED |
--(--(-|< E| +----------15R--|d Matrix |
--(-|< E| +-------------15R--|e mit 20mA |
-|< E| +----------------15R--|f (2.1V/LED) |
E| +-------------------15R--|g |
+----------------------15R--|h |
100mA Zeilenstrom +-------------------+
| | | | |
--120R-------------------------|< | | | |
|E | | | |
--120R--------------------------(--|< | | | 800mA Spaltenstrom
| |E | | |
--120R--------------------------(---(--|< | |
| | |E | |
--120R--------------------------(---(---(--|< |
| | | |E |
--120R--------------------------(---(---(---(--|< NPN (BC337, BC369, ZTX1048)
| | | | |E
GND --+---+---+---+---+
Besser funktioniert es mit PNP Transistoren in Sättigung,
die Spannung sollte auch für blaue/weisse LEDs ausreichen,
dazu brauchen die Transistoren aber Basisvorwiderstände:
+--+--+--+--+--+--+--+-- +5V
| | | | | | | |E
--120R--(--(--(--(--(--(--(-|< PNP (BC557, BC327)
--120R--(--(--(--(--(--(-|< | +-------------------+
--120R--(--(--(--(--(-|< | +-6R8--|a |
--120R--(--(--(--(-|< | +----6R8--|b |
--120R--(--(--(-|< | +-------6R8--|c 5 x 8 LED |
--120R--(--(-|< | +----------6R8--|d Matrix |
--120R--(-|< | +-------------6R8--|e mit 20mA |
--120R-|< | +----------------6R8--|f (3.6V/LED) |
| +-------------------6R8--|g |
+----------------------6R8--|h |
100mA Zeilenstrom +-------------------+
| | | | |
--120R-------------------------------|< | | | |
|E | | | |
--120R--------------------------------(--|< | | | 800mA Spaltenstrom
| |E | | |
--120R--------------------------------(---(--|< | |
| | |E | |
--120R--------------------------------(---(---(--|< |
| | | |E |
--120R--------------------------------(---(---(---(--|< NPN (BC337, BC369, ZTX1048)
| | | | |E
GND --+---+---+---+---+
Bei mehr Strom und mehr LEDs sind kräftigere Treiber notwendig und wenn man
nur 5V zur Verfügung hat will man an ihnen nur eine möglichst geringen
Spannungsabfall damit an den Widerständen noch genug Spannung für eine
ausreichend genaue Strombegrenzung abfällt, daher sind MOSFETs eine gute
Wahl. Die gibt es in als Dual LogicLevel in SO8 von IRF (IRF7331/IRF7329)
oder Vishay (Si9926/Si9934) für beachtliche Ströme.
+--+--+--+--+--+--+--+-- +5V
| | | | | | | |S
--(--(--(--(--(--(--(-|I
--(--(--(--(--(--(-|I | +-------------------------------+
--(--(--(--(--(-|I | +--2.7R--|a |
--(--(--(--(-|I | +-----2.7R--|b |
--(--(--(-|I | +--------2.7R--|c 8 x 8 LED |
--(--(-|I | +-----------2.7R--|d Matrix |
--(-|I | +--------------2.7R--|e mit 20mA |
-|I | +-----------------2.7R--|f |
| +--------------------2.7R--|g |
+-----------------------2.7R--|h |
PMOSFETs +-------------------------------+
| | | | | | | |
---------------------------------|I | | | | | | |
|S | | | | | | |
----------------------------------(--|I | | | | | |
| |S | | | | | |
----------------------------------(---(--|I | | | | |
| | |S | | | | |
----------------------------------(---(---(--|I | | | | NMOSFETs
| | | |S | | | |
----------------------------------(---(---(---(--|I | | |
| | | | |S | | |
----------------------------------(---(---(---(---(--|I | |
| | | | | |S | |
----------------------------------(---(---(---(---(---(--|I |
| | | | | | |S |
----------------------------------(---(---(---(---(---(---(--|I
| | | | | | | |S
GND --+---+---+---+---+---+---+---+
Hier ein 5 x 25 Multplexer für einen 5 x 5 x 5 LED Cube mit 20mA LEDs:
+--+--+--+--+-- +5V/2.5A
| | | | |S
--(--(--(--(-|I IRF7413
--(--(--(-|I | +--------------...--------------+
--(--(-|I | +--|A |
--(-|I | +-----|A 5 x 25 |
-|I | +--------|A rote, gelbe oder grüne |
| +-----------|A 20mA LEDs |
+--------------|A K K K K K K |
+--------------...--------------+
| | | | | |
27R 27R 27R ... 27R 27R 27R (18R bei weiss/blau)
| | | | | |
--470R-------------|< | | | | |
|E | | | | |
--470R--------------(--|< | | | |
| |E | | | |
--470R--------------(---(--|< | | |
| | |E | | |
: : : : : : :
| | | | | |
--470R--------------(---(---(-- -|< | |
| | | |E | |
--470R--------------(---(---(-- --(--|< |
| | | | |E |
--470R--------------(---(---(-- --(---(--|< BC547 (25 Stück)
| | | | | |E
GND --+---+---+-- ... --+---+---+
Hier dasselbe mit LogicLevel NMOFSTs wie GF2304 (aktuell bei Pollin billig):
+--+--+--+--+-- +5V/2.5A
| | | | |S
--(--(--(--(-|I IRF7413
--(--(--(-|I | +--------------...--------------+
--(--(-|I | +--|A |
--(-|I | +-----|A 5 x 25 |
-|I | +--------|A rote, gelbe oder grüne |
| +-----------|A 20mA LEDs |
+--------------|A K K K K K K |
+--------------...--------------+
| | | | | |
27R 27R 27R ... 27R 27R 27R (18R bei weiss/blau)
| | | | | |
-------------------|I | | | | |
|S | | | | |
--------------------(--|I | | | |
| |S | | | |
--------------------(---(--|I | | |
| | |S | | |
: : : : : : :
| | | | | |
--------------------(---(---(-- -|I | |
| | | |S | |
--------------------(---(---(-- --(--|I |
| | | | |S |
--------------------(---(---(-- --(---(--|I GF2304 (25 Stück)
| | | | | |S
GND --+---+---+-- ... --+---+---+
Hier dasselbe mit Konstantstromsenken wie CAT4016, STP16CP05, PCA9626B:
+--+--+--+--+-- +5V
| | | | |S
--(--(--(--(-|I IRF7413
--(--(--(-|I | +--------------...--------------+
--(--(-|I | +--|A |
--(-|I | +-----|A 5 x 25 |
-|I | +--------|A rote, gelbe oder grüne |
| +-----------|A 20mA LED Matrix |
+--------------|A K K K K K K |
+--------------...--------------+
| | | | | |
+-----------+ +-----------+
| | | |
Data -------------|Sin Sout|---- |Sin Sout|-
| CAT4016 | | CAT4016 |
+-----------+ +-----------+
| | | | | |
Latch --------------+---(---(---------+ | |
| | | |
Clock ------------------+---(-------------+ |
| |
680R 680R
| |
GND ----------+-- ... ----------+
+--|>|-- Zeile1 -----------------|>|--R--+
| 1N4148 LED |
+---R--------- Multiplexsyncsignal |
| 1N4148 |
o--+ +--+--|>|--+--+-- Betriebsspannung |
S|S | C Segmentausgang --+
S|+----------)--+-- Masse (20mA bei 10mA LED) |
S|S 1N4148| |
o--+ +--+--|>|--+ |
| 1N4148 LED |
+--|>|-- Zeile2 -----------------|>|--R--+
F.8.2. Laufschriften
+5V -+----+----+-----+
| | | |
10k 10k | |
| +---|+\ |S
| | | >--|I LogicLevel PMOSFET wie IRF7307
+----(---|-/ |
| | |
uC --+ 10k +--- three state power Ausgang
| | |
+----(---|+} |
| | | >--|I LogicLevel NMOSFET wie IRF7307
| +---|-/ |S
10k 10k | |
| | | |
GND -+----+----+-----+
> 99 Ausgänge mit 100 Leitungen an 8 PortPins schalten
+8V (je nach LED-Farbe) LED-Kathoden
|E |
Spalte --100R-|< BDX34C R für Spaltenanzahl*LED_Strom
| |
LED-Anoden Zeile aus TPIC6B595
+-----+---+-----------+----- +5V bis 9V
| | | |
| | | +------(-----270R--+
| | | | | |
R1 | | | +-------+ LEDs |
| +-------+ | | Q0|--|>|--+
+---|DIS | | | Q1|--|>|--+
R2 | NE555 | | | Q2|--|>|--+
+---|TRG OUT|--+--|CLK Q3|--|>|--+
+---|THR | | Q4|--|>|--+
| +-------+ | Q5|--|>|--+
C | | Q6|--|>|--+
| +---------|/EN Q7|--|>|--+
| | | Q8|-----+
| | +--|RST Q9|-- |
| | | +-------+ |
| | | | |
| | +------(---------+
| | |
+-------+-------------+------ GND
Und diese Variante macht aus Leuchtpunkten eine Balkenanzeige, wenn man
einen ausreichend spannungsfesten Treiber und eine Konstantstromquelle
hat (20mA mit NSI45020, 30mA mit NSI45030, auch 35, 60, 90), und nicht
45 Dioden spendieren will.
+------+ 7441 LEDs
-|A Q0|-----------------------------------------------------+-|<|-+-62R-LM317-- +30V
-|B Q1|-----------------------------------------------+-|<|-+ | out| in
-|C Q2|-----------------------------------------+-|<|-+ +-------+
-|D Q3|-----------------------------------+-|<|-+ adj
| Q4|-----------------------------+-|<|-+
| Q5|-----------------------+-|<|-+
| Q6|------------------+|<|-+
| Q7|------------+-|<|-+
| Q8|------+-|<|-+
| Q9|--|<|-+
+------+
Weitere in
+++++++---+++++++--GND
||||||| |||||||K
DDDDDDD DDDDDDD <- 1 - 6 LEDs
||||||| |||||||A in Reihe
||||||| |||||||
RRRRRRR RRRRRRR <- passender VCC
||||||| ||||||| Vorwiderstand |
||||||| ||||||| 10k
+-------+ +-------+ 40106 |
| 40110 |-| 40110 |--o<|--+--47k--+
+-------+ +-------+ | |
| | | | 47n Taster hochzählen +1
| | | | | |
| | | | GND GND
| | | |
| | | +---o<|-- (wie oben) Taster setzen 1
| | |
| +----)--------o<|-- (wie oben) Taster setzen 10
| |
+---------+--------o<|-- (wie oben) Reset
oder den 4 stelligen ICM7217 oder 4-1/2 stellig ICM7224, ICM7225 oder 5-stellige
HEF4534B, MC14534, oder 8 stelligen ICM7226 in passender Variante (A/B/C/D),
beschaltet nach Datenblatt von http://www.intersil.com/ . Oder soll es gar eine
ganze Uhr sein ? Die findet sich auf http://www.microchip.com/ in AN590 "A
Clock Design Using the PIC16C54 for LED Displays and Switch Inputs" und
zig weiteren AppNotes von Microchip.
F.8.3. Infrarot Fernbedienungen
F.9. Netzteile
Trafo Gleichr. +-----+
o--+ +---+-|>|-+---+----+--|78?xx|--+-- OUT
| | | | | | +-----+ |
S:S +-(-|>|-+ | | | |
S:S | | Elko 330nF | 100nF
S:S | +-|<|-+ | | | |
| | | | | | | |
o--+ +-+---|<|-+---+----+-----+-----+-- GND
(Trafo, Gleichr. und Elko = Steckernetzteil)
Für krumme Ausgangsspannungen empfiehlt sich der LM317L bis 0.1A, LM317 bis 1A,
LM350 bis 3A, LM338 bis 5A (alle http://www.national.com/ ), CS5207-1 bis 7A,
CS5208-1 bis 8A (http://www.onsemi.com/ ) und PQ7DV10 oder LT1038 bis 10A
(http://www.linear.com/ ).
Schaltpläne findest du jeweils in den Datenblättern bei den Herstellern.
AH-28 von http://www.micrel.com/ zeigt, wie man 4-beinige Spannungsregler
ab 0V verwendet. Aber achte auf den eingebauten SOA (save operating area)
Schutz dieser Chips. Ein LM317 wird z.B. keine 1.5V mit 1.5A liefern, wenn er
mit 30V versorgt wird, und 10A kommen aus dem LT1038 nur bei knappster
Eingangsspannung. Daher sind diese Chips für Labornetzteile (z.B. 1.2 bis
24V regelbar) nicht so geeignet, man nimmt dazu lieber diskret aufgebaute
Transistorschaltungen oder macht die Trafospannung umschaltbar. Da der
LM317 auch nicht direkt als Stromquelle gebaut wurde, muss man sich nicht
wundern, wenn er in dieser Verwendung nicht bei jeder Last stabil bleibt.
Trafo 4*1N4001 +-----+
o--+ +-----+-|>|-+----+-----+--|LM317|--+---+-- OUT
| | | | | | +--+--+ | |
S:S +--(-|>|-+ | + | | 240R |
S:S | | Elko 330nF +-----+ 4u7
S:S | +-|<|-+ | | Poti5k |
| | | | | | | |
o--+ +--+----|<|-+----+-----+-----+---------+-- GND
LM317 mit nachgerüsteter definierter Strombegrenzung, die jedoch im
Kurzschlussfall bis zum Maximalstrom den LM317 (ca. 2A) hochläuft:
+-----+
----|LM317|--+---+
+-----+ | |
| 240R |
| | |
+-----+ Last
| | |
| R1 |
| | |
NPN >|-1k-+---+
E| |
| Shunt (für 0.6V Spannungsabfall bei Nennstrom)
| |
-------+-----+
und dasselbe das nicht hochläuft aber 1.2V mehr Spannung benötigt:
+-----+
----|LM317|--+---+
+-----+ | |
| 240R |
| | |
+-----+ Last
| | |
| R1 |
| | |
| +---+
| |
| 2*Shunt (für 1.2V Spannungsabfall bei Nennstrom)
| |
NPN >|-1k-+
E| |
| Shunt (für 0.6V Spannungsabfall bei Nennstrom)
| |
-------+-----+
LM317 mit slow turn on, als Diode tut es eine 1N4001, als PNP Transistor ein
2N2907 oder BC556:
+-----+
----|LM317|--+----+-----+
+-----+ | | |
| 240R 47k |
| | | |
+-----+ +-|>|-+
| E| | |
| PNP >|---+ |
Poti | | Last
| | 10uF |
| | | |
-------+-----+----+-----+
Amerikaner verwenden oft anders gewickelte Trafos in Mittelpunktschaltung und
kommen mit 2 Dioden aus. Wenn man dafür einen in Europa gefertigten Trafo mit
2 Wicklungen verwendet, bei dem beide Wicklungen für Dauerstrom und nicht nur
für 50%ige Nutzung ausgelegt sind, wodurch sich ein anderes Masseverhältnis
von Eisenkern zu Wicklungskupfer ergibt, kostet das nur unnötiges Geld für
den 1.4 mal dickeren Trafo. Als Hobbyist vielleicht egal, bei kommerzieller
Pfennigfuchserei aber wichtig. Im Umkehrschluss heisst das, das bei
amerikanischen Trafos nicht beide Wicklungen gleichzeitig voll belastet
werden dürfen, aber da der Trafo eh für 127V~ und 60Hz ausgelegt ist,
erübrigt sich dessen Verwendung meistens sowieso. Die Mittelpunktschaltung
hat nur 1 Diodenspannungsabfall, da aber bei gleichem Kern der
Wicklungswiderstand doppelt so hoch und damit der Spannungsabfall im
Belastungsfall höher ist, wird dieser Vorteil wieder aufgehoben.
Bei professioneller Auslegung wird der Trafoinnenwiderstand zwischen
Leerlaufspannung und Gleichrichterspitzenstrom eingepasst (Section 8 in
HB206 von OnSemi, auf gut Deutsch: Profis machen den Draht so dünn wie es
geht, es geht so lange die Elektronik die Effekte ausregeln kann, und
sparen damit Kupfer), als Bastler muss man nehmen was angeboten wird.
Trafo Gleichrichter +-----+
o--+ +-|>|-+------+----+--|78?xx|--+-- OUT
S:S | | | +-----+ |
S +-----(--+ Elko 330nF | 100nF
S:S | | | | | |
o--+ +-|>|-+ +---+----+-----+-----+-- GND
Wenn man nur knapp mehr Eingangsspannung hat, als die Ausgangsspannung
betragen soll benötigt man einen teuren 'low drop' Regler. Z.B. für geregelte
5V aus einer 9V Blockbatterie die zum Ende hin ja nur noch 6V abgibt, oder
wie ein 2*6V Trafo, dessen 6*1.414=8.5V durch einfachen Gleichrichter (-1V)
und Siebelko (-10%) bei 10% Netzunterspannung gerade mal diese 6V abliefert.
Schau bei http://www.st.com/ nach erschwinglichen Varianten wie L4940 und
LD1117, oder bei http://www.nsc.com/ nach LM1084/85/86-3.3/5 bevor du bei
http://www.linear.com/ Luxus einkaufst, und achte auf die Anschlussbelegung,
die sich meist von den 78xx-Typen unterscheidet, ebenso wie sich der negative
Regler 79xx vom 78xx unterscheidet. LowDrop/79xx haben auch andere
Spezifikationen. Manche brauchen eine Mindestlast, manche widerstehen nur
geringeren Eingangsspannungen als entsprechende 78xxer und manche brauchen
einen grösseren Kondensator (25uF) am Ausgang um ihre Schwingneigung zu
unterdrücken. Falls jemand meint, man könne die Kondensatoren ja weglassen,
weil im Datenblatt steht "No external Components required" und nur in der
Fussnote "All characteristics are measured with capacitor across the input
of 0.22 uF, and a capacitor across the output of 0.1uF."
http://www.mikrocontroller.net/attachment/97748/78XX_05_12_15.pdf
dann sollte er hier mal lesen http://www.mikrocontroller.net/topic/204263
und es gibt viele weitere solcher Erfahrungen. 3V Regler sind auch selten:
HT7130 (Holtek, TO92), ebenso einstellbare negative low drop Regler wie
LM2991 und LT3015.
Wenn man genauere (LP2954, LP2986, LT1086) oder rauscharme (LP2985/3985,
MAX8877/8878, TPS7A49xx/TPS79301, LT1761/LT1762/LT1763/LT1964)
Spannungsregler haben will, oder welche mit geringem Eigenverbrauch (XC6206
(Torex), TPS79730 (TI), LM2936, LP2950, MCP1702/1703) oder rauscharm und
sparsam zusammen (LT1763) kann man auch nach Alternativen anstelle der 78xx
sehen, denn damit ein Regler was regeln kann, muss ja erst eine Abweichung
vom Sollwert vorliegen, und bei universellen Bauteilen wie den 78xx darf die
Verstärkung nicht zu hoch sein, da sie sonst zu leicht ins Schwingen kommen,
die anderen Regler brauchen daher meist grössere Kondensatoren auf Lastseite.
Bei Spannungsreglern sind einige Dutzend Millivolt Regelabweichung also
normal. Aber selbst die 78xx unterscheiden sich bei verschiedenen Herstellern
und werden mit den Herstellungsjahren immer besser. Reicht ein integrierter
Regler nicht aus, z.B. weil man ultra low drop bei viel Strom haben will,
kann man einen IC mit externem Transistor einsetzen wie den LP2975. Oder es
diskret aufbauen:
Trafo Gleichrichter
o--+ +--------+-|>|-+---------+-- +
| | | | |
S:S +-|>|-+ | |
S:S | | |
S +--(-----------(---+ Elko
S:S | | | |
S:S +-|>|-+ | | |
| | | | | | |
o--+ +--(-----+-|>|-+ o\ |
| \o--+-- GND
+---------------o
o--+ +-----+-|>|-+---+--- + (7805)
| | | | |
S:S +--(-|>|-+ |
S:S | | C1 (C1, C2: 4700uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung)
S:S | +-|<|-+ |
S:| | | |
S:+--+----|<|-+---+
S: +-- Masse
S:+-----+-|>|-+---+
S:| | | |
S:S +--(-|>|-+ |
S:S | | C2
S:S | +-|<|-+ |
| | | | |
o--+ +--+----|<|-+---+--- - (7905)
Die Schaltung eignet sich auch, wenn man nur 2 positive Spannungsregler hat,
aber eine stabilisierte negative und positive Spannung benötigt, es werden
aber Schhutzdioden am Ausgang gegen Verpolung der Spannungsregler benötigt:
+-----+
o--+ +-----+-|>|-+---+--|LM317|---+-- +
| | | | | +--+--+ |
S:S +--(-|>|-+ | +--R1--+
S:S | | C1 R2 |
S:S | +-|<|-+ | +--|>|-+ (1N4001)
S:| | | | | C3
S:+--+----|<|-+---+-----+------+
S: +-----+ +-- GND
S:+-----+-|>|-+---+--|LM317|---+
S:| | | | +--+--+ |
S:S +--(-|>|-+ | +--R3--+
S:S | | C2 R4 |
S:S | +-|<|-+ | +--|>|-+ (1N4001)
| | | | | | C4
o--+ +--+----|<|-+---+-----+------+--- -
Bei exakt gleichen Trafoausgangsspannungen und auch für Trafos mit
Mittelanzapfung brauchbar ist diese Lösung:
o--+ +--+---|>|-+---+-- + (7805)
S:S | | |
S:S | +-|>|-+ C1 (C1, C2: 4700uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung)
S:S | | |
S:+--)-)---------+-- Masse
S:S | | |
S:S +-)-|<|-+ C2
S:S | | |
o--+ +----+-|<|-+---+-- - (7905)
nicht nur weil eine Gleichrichterbrücke eingespart wird. Im Gegensatz zur
Mittelpunktschaltung mit 2 Dioden weiter oben wird hier der Vorteil, einen
Diodenspannungsabfall weniger zu haben, nicht aufgehoben durch einen trotz
Überdimensionierung mehr belasteten Trafo, sondern der Trafo wird genau so gut
genutzt wie bei 2 Brückengleichrichtern, die nutzbare Ausgangsspannung ist um
0.7V höher. Lediglich bei voneinander abweichenden Trafowechselspannungen
sollte man auf die Schaltung mit 2 Brückengleichrichtern zurückgreifen.
2 x 9V~ +----+
o--+ +--+---|>|-+---+--|7812|--+--------------- +12V
S:S | | | +----+ |
S:S | +-|>|-+ C1 | 100nF
S:S | | | | | +----+
S:+--)-)---------+-----(----(----|7805|--+-- +5V
S:S | | | | | +----+ |
S:S +-)-|<|-+ C2 | | | 100nF
S:S | | | | | | |
o--+ +----+-|<|-+---+-----+----+-------+----+-- GND
wobei C1 auch an GND gehen darf oder falls man die höhere Spannung ungeregelt
und ungesiebt haben will weggelassen werden darf:
2 x 9V~
o--+ +--+---|>|-+-------+--------------- +24V unstabilisiert
S:S | | |
S:S | +-|>|-+ C1
S:S | | | +----+
S:+--)-)---------+---(----|7805|--+-- +5V
S:S | | | | +----+ |
S:S +-)-|<|-+ C2 | | 100nF
S:S | | | | | |
o--+ +----+-|<|-+---+---+-------+----+-- GND
o--+ +--+-|>|-+-- + (7805)
S:S | |
S:S | C1 (C1, C2: 10000uF ergibt 2V Ripple = 'Kondensatorverlust' bei 1A Belastung)
S:S | |
o--+ +--)-----+-- Masse
| |
| C2
| |
+-|<|-+-- - (7905)
aber C1 und C2 müssen dann doppelt so gross sein wie oben. Wenn jedoch die
negative Spannung nur mit wenigen mA belastet ist, geht es mit einer
zusätzlichen Villard-Schaltung
o--+ +--+-------|>|-+--+-- + (7805)
| | | | |
S:S | +-|>|-+ C1
S:S | | |
S:S +-----)-|<|----+
| | | | |
o--+ +--(-----+-|<|----+-- Masse
| | |
| C2 C3
| | |
+-|<|-+-|<|----+-- - (79L05)
besser (C1 normal gross, C2 und C3 sind eh für wenig Strom). Ähnlich kann
man sich eine gering belastbare höhere Spannung basteln, siehe:
+-|>|-+--|>|--------+-- + (LM317HV für 48V, 20mA)
| | |
| C4 C3
| | |
o--+ +--+--(--|>|--+--+--)-- + (7815)
| | | | | | |
S:S | +--|>|--+ C1 |
S:| | | | |
S:+--)--)----------+--+-- Masse
S:| | | |
S:S +--)--|<|--+ C2
| | | | |
o--+ +-----+--|<|--+--+----- - (7915)
Wenn die Eingangsspannung immer mehr als 4.5V über der gewünschten
Ausgangsspannung liegt, kann man einen Standardfestspannungsregler wie
78xx mit einem externen PNP Transistor passender Leistungsfähigkeit
verstärken, ohne den Kurzschlussschutz zu verlieren. Man verliert jedoch die
Übertemperatursicherung und den SOA-Schutz. R1= 1/(Ioutmax-1) bei
entsprechender Wattzahl. Der 1R muss 2 Watt aushalten. Leider führen diese
zumindest 4.5V Spannungsverlust gerade bei hohem Ausgangsstrom zu
immensen Verlusten im externen Transistor, so das ein Schaltregler (F.24.)
dann die bessere Wahl ist.
in --+---R1---+----------+
| | |
| 10R |
| | |E
1R +---------|< PNP-Leistungstransistor (kein Darlington)
| | |
| 1N5401 | +----+ |
+---|>|--+--|78xx|--+-- out
| +----+ |
330nF | 100nF
| | |
GND ----------+----+-----+-- GND
> Dimensionierungshinweise:
Volllaststrom
Siebelkogrösse [in Farad] = -----------------------------------------
(Trafospannung * 1.4 - 2) * (Ripple in %)
vergossen Flachtrafo offene Bauweise
2VA +35% 3.5VA +35% 12VA +34%
3.2VA +32% 7VA +38% 24VA +23%
5VA +32% 14VA +30% 36VA +18%
10VA +28% 30VA +14% 48VA +16%
16VA +22% 72VA +14%
108VA +11%
150VA +10%
Seitenlänge (mm) Wärmewiderstand (K/W)
25 100
30 60
40 40
55 20
80 10
100 7
120 5,5
150 4
200 3
Schwarz eloxiert reichen 70% dieser Werte.
1 Wicklung 1 Diode Halbwellengleichrichter: Trafo Strom = 2.3 * Last Strom
1 Wicklung mit Mittenanzapfung 2 Dioden: Faktor 1.2 pro Wicklung
1 Wicklung 4 Dioden Graetz Brückengleichrichter: Faktor 1.8
1 Wicklung 2 Dioden Villard Spannungsverdoppler: Faktor 4
Wie gross muss so ein Trafo sein ? Bei normalen Verhältnissen bzw. unbekannten
Trafos reicht eine Tabelle, in Katalogen wird manchmal nach oben geschummelt:
M55/20: 11VA
EI84/28: 50VA
UI70/20: 70VA
UI75/25: 100VA
Unser 9V Trafo muss also 1.8A aufgedruckt haben, also 16.2VA liefern können,
um nach Regelung 5V/1A zu liefern.
Temperaturklassen der Isolationsmaterialien gemäss IEC 85
Temperaturklasse Max. Temperatur (C°)
Y 90
A 105
E 120
B 130
F 155
H 180
200 200
220 220
250 250
F.9.1. Labornetzteile
+--+-----|>|--+------------------------------------------------------------------+------+
| | | | |
| | +--|>|--+ optional +VCC +------(-----|< T2
| | | | +----+ | | | |E
| | | | +--+-----|>|--+----|VReg|---+---R2---+--+-------------+-----|< T1 |
| | | | | | | +----+ | C1 C2 | |E |
| | | | | | +--|>|--+ + | R1 | +-------------(--+---(--+ |
S | | + | S | | | | | | | | | | | |
S | | Elko S | | Elko | +--+----+ | +--|-\ D1 | +-R-+ +-R-+
S | | | S | | | | | | | | |A >--|<|--+ | |
S | | | | +--(--|<|--+ | R3 Ref IPoti-(-----|+/ | Rs Rs
S | | | | | | >Z | | | | | | x | |
S | | | +-----+--|<|--+------+---(--+----+---(----------------(------+------+--o
| | | | Hilfstrafo | | | | | |
| | | | | +--10k---+-----|-\ D2 | |
| | | | -VCC | |V >--|<|--+ |
| | | | +----10k----------|+/ C Ausgang
| | | | | |
| +--(--|<|--+ Upoti |
| | | | |
+-----+--|<|--+------------------------------+-----------------------------------+---------o
Leistungstrafo
Viele Benutzer möchten eine Anzeige per Leuchtdiode, ob sich das Netzteil im
Spannungsbetrieb oder in Strombegrenzung befindet. Die sich offensichtlich
anbietenden D1 und D2 durch LEDs zu ersetzen und R2 (und damit den maximalen
Leistungstransistorbasisstrom) auf den maximalen LED-Strom auszulegen, ist
aber nur möglich, wenn der OpAmp so weit herunterregeln kann, daß der Strom
von den Leistungstransistoren auch abgezogen werden kann, was ohne negative
Betriebsspannung -VCC der OpAmps kaum gelingen dürfte.
--------------------------------------------------+------+
+--+-----|>|--+---+----+------------------------+----+---o
| | | | | R4 |
| | +--|>|--+ Ref Upoti--+ +---------------+ C Ausgang
| | | | | | | | R3 |
| | | | +----+ | | +----+---o
| | | | | R5 | |
| | | | | | +--|+\ D2 |
| | | | | | |V >--|<|--+ |
| | | | | +---+--|-/ | |
S | | | | C1 | |
S | | +---(-----R2------+-------------+-----|I T1
S | | | | C2 | |E
S | | | R1 +-------------(---R--+
S | | Elko | | | |
| | | | +----+ +--|-\ D1 | |
| | | | | | |A >--|<|--+ |
| +--(--|<|--+ Ref IPoti---------|+/ Rs
| | | | | |
+-----+--|<|--+---+----+-----------------------------+
+Ub --+--+--------------------------------------+---+---+
| | | | |
| | +--------------------------------+ 470R | |
| +--12----+-----------+ uA723 | | |E |
| | | | +---11--+--|< |
| | +--(--+ +----|+\ | | BD138| |
10000uF/40V | Z | | | | >---+--|< | +--|< 2N3055 oder besser MJ4502
| | +-|>--+ | +-|-/ | +-+-10 | |E
| | 8 | | | | | +--+ Z | 68R |
| +--7--+--+--(--(--(--+ | >|-+ +--9--+ | |
| | | | | | | E| | | | +---+
| | +--------6--5--4----13--3--2-----+ | |
| | | | | | | | | |
| | +---+---+ | +--1n-+ | | | |
| | | | 10k | | | | 4k7 |
| | 4k7 | +--+ | | | | |
| | | | | | | | | |
| | | P5k-10k-(--+--100k--(--(--------(---+---+--o
| | | | 100k | | | | | +
| | P470-(------(-----470R--(--+ | 3k3 47uF Ausgang
| | | | | | | | | -
| +---+---+------+-----------(-----------(---(---+--o
| | | | R22 (0.65V @ Maximalstrom)
GND --+-----------------------------+-----------+---+---+
Conrad spendiert, weil Plastiktransistoren nicht 200 GradC heiss werden
dürfen, einen weiteren Leistungstransistor parallel:
rectified
ac in p-channel
Q1 FET +38V
--|>|---+----+-------+---+-- s d ----+----+---o 4A
| | | \_|_ g | |
--|>|---+ | R2 /_\ | IRF9Z | | C2
| | | | D2 | 34N | ===
C1 | | +---+-----' | |
=== R1 | ,--------+ gnd
| | | | |
| | Q2 | Q3 | R5 R1 12k
gnd | 5V c c | R2 12k
+---- b b ------+ R3 4.7k
\_|_ e --+-- e | R4 2.49k
D1 /_\ | R4 R5 16.2k
| LM336- R3 | C1 100uF
| 5.0 | gnd C2 10,000uF
gnd gnd
Um die maximale Verlustleistung eines regelbaren Labornetzteils zu halbieren,
kann man einen Trafo mit Mittelanzapfung (oder 2 Wicklungen) so verschalten,
daß er auch die halbe Spannung liefert, und dann 2 Leistungstransistoren so
einsetzen, daß geringe Ausgangsspannungen aus der halben Trafospannung
gewonnen werden, ohne ein Relais verwenden zu müssen. Beide Transistoren und
die Diode müssen den vollen Strom vertragen, der NPN sogar als Basisstrom, da
sie aber jeweils maximal die halbe Spannung unter vollem Strom tragen müssen
ist ihr SOA Bereich wesentlich besser ausnutzbar und man spart sich neben 50%
der Kühlkörpergrösse die Parallelschaltung mit der leidigen Stromverteilung.
o--+ +--+---|>|-+---+------------+---+
S:S | | | E| 100R
S:S | +-|>|-+ C1 2N6134PNP >|--+-- Regelspannung, nach Masse ableiten
S:S | | | |
S:+--)-)---------+--|>|---+ |
S:S | | | 1N5401 | |
S:S +-)-|<|-+ C2 NPN >|--+
S:S | | | 2N3055 |E 10R
o--+ +----+-|<|-+---+ +---+--o
| Ausgangsspannung
+---------------o
> Stromsenke als Belastung für ein Labornetzteil
>12V
|
2k7 BC337 +--7k5---+-- zu belastender Labornetzteilausgang
| | |
+---+---+---(-------|I BUZ72
| | | | |S
| 22n >|--+--100R--+ I*0.5R+U*100.5/7600.5 = Ube(BC337)
ZD12 | E| |
| | | 0.5R
| | | |
+---+---+------------+-- GND
einstellbare elektronische Stromsenke
+---+--R--------------+--o
| | |
| | Last
| Poti---|+\ |
| | | >-+--Rb--|< NPN oder MOSFET
VRef | +-|-/ | |E oder S
| | | Cx |
| | | | |
| | +------+--Rx---+
| | |
| | Shunt
| | |
+---+-----------------+--o
R dient als Vorwiderstand für die stabile Referenzspannung VRef, Poti zum
Einstellen des Nennstroms, Rb kann das Regelverhalten bei bipolaren
Transistoren verbessern und ist bei MOSFETs zur Verhinderung des Oszillierens
der Gate-Leitung im Analogbetrieb sinnvoll. Der Shunt wird so ausgelegt, daß
bei voller Einstellung des Poti der maximale Strom fliesst, üblich sind
Spannungen um 1V. Rx und Cx kompensieren die zusätzliche Verstärkung des
Transistors damit die Regelung nicht schwingt. Rx kann mit 10k angesetzt
werden, Cx muss man ausprobieren bis die Schaltung schnell regelt ohne zu
schwingen. Als OpAmp reicht ein single supply OpAmp wie LM324 bei geringen
Genauigkeits- und Geschwindigkeitsanforderungen. Bei MOSFETs sind OpAmps von
Vorteil, die hohe kapazitive Lasten treiben können, wie MC34074. Bei OpAmps,
die nicht nahe an ihrer negativen Versorgungsspannung messen können, wie
uA741 und TL074, ist eine zusätzliche negative Versorgungsspannung notwendig.
> von www.conrad.de, aber auch alle anderen mit ICL7xx6 aufgebauten)
> an mein Netzgerät an ?
+Ub --+---------Hauptregler-------+------ out
| | R1
78L05-+---+------)---------+ +---+
| | | | | R2 |
GND --+---)---)--+-R-+---------)--+---)-- GND
| | | | | | | |
ICL7660--)--)---)--+------)--)---)--+
| | | | | | | |
+-------------+ +-------------+
|+B -In +In -B| |+B -In +In -B|
|Ampereanzeige| | Voltanzeige |
+-------------+ +-------------+
INLO und COMMON getrennt !
Elektor Juni 2005 zeigt auch eine Lösung, um Spannungen um den Nullpunkt
messen zu können, ohne eine galvanisch getrennte Versorgungsspannung zu
benötigen. Die Abweichung des Messergebnisses liegt im Rahmen der
Offsetspannung des OpAmps (OP07 etc. verwendbar).
+5V (mindestens 3V+Drop-Out Spannung des OpAmps über GND und In)
|
GND --|+\
| >---+
+-|-/ | B+
| | +-----+
+--(--|InLo | Panel
In ----(--|InHi | Meter
| +-----+
| | B-
-5V ---+-----+
Kapazitive Isolation aus einem per 12V versorgten CD40106:
+----------|>o--100pF--+--|>|----+---+-----+
| +--|<|--+ | | | +
| CD40106 | | 100nF Panelmeter
+--|>o---+--|>o--+--|>o--100pF--+--|>|--(-+ | | -
| | | +--|<|--+-----+-----+
+--100R--+ | 1N4148
| | +--|>o--100pF--+--|>|----+---+-----+
100pF | +--|<|--+ | | | +
| | | | 100nF Panelmeter
GND +----------|>o--100pF--+--|>|--(-+ | | -
+--|<|--+-----+-----+
Wer den ICL7106 gegen uC ersetzt, kann massebezogen zumindest 3 Stellen
(10 bit A/D) messen http://coolcircuit.com/project/meter/index.html ,
solche Panelmeter werden auch über eBay aus China angeboten und messen
teilweise mit 8 bit noch ungenauer, die Anzeige springt dann jeweils um
3er bis 4er Einheiten.
--+--SHUNT--+--
| |
| | +---20k--+
| | | |
| +--1k--+--|-\ |
| | >--+--
+------------1k--+--|+/
|
20k
|
GND
hat schnell ein Genauigkeitsproblem
http://electronicdesign.com/article/power/what-s-all-this-error-budget-stuff-anyhow-12629.aspx
welche Widerstände besser 0.1% benötigen würde.
--+--Shunt--+--
| |
100R |
E| |E
PNP >|----+--|< PNP
| | |
+---+ +---+ (Alle Transistoren auf demselben Chip)
| | |
NPN >|--+----|< NPN
E| |E
| |
+---------(-- Vout
| |
100R 100R
| |
--+---------+-- GND
oder mir einem OpAmp und MOSFET:
--+---SHUNT----+--
| |
1k |
| |
+---------+ |
| | |
S| /-|--+ |
BS250 I|--< | |
o.ä. | \+|-----+
|
+--------------- Spannungsabfall am SHUNT * 20
|
20k
|
GND
Der OpAmp muß dabei aber an der positiven Versorgungsspannung messen können,
das können JFET OpAmps wie LF356, TL071.
F.9.2. Symmetrische Versorgungsspannung für OpAmps
+ --+------+-----------------+-- +/2
| | |
| +---)---------+ 47uF
| | | | |
10k +--|-\ | |
| | >--10R--+--10R--+-- GND
+-----|+/ |
10k | L272 47uF
- --+------+-----------------+-- -/2
F.9.3. Kleinnetzteil ohne Trafo
230V~ +----+
o--330k--|A C|---------- +5V
o--------|K E|--+------- out (an Eingang von uC)
+----+ +--10k-- GND
Mit einem Kondensatornetzteil, welches Dank Phasenverschiebung einen Elko
rechtzeitig aufgeladen hat, kann ein MOSFET die LED exakt synchron zur Phase
einschalten, hier für ca. 1mA LED-Strom dimensioniert:
+-4M7-+
| | 1N4148
+----+-1k-+-22n-+-|>|-+-1k-+
| | | | |
| 470k | | LED des Optokopplers
o | | | |
230V~ +----------(-----(---|I MOSFET (z.B. BS170)
o | | | + |S
| ZD5V1 ZD5V1 10uF |
| | | | |
+----+----------+-----+----+
Mit nur 50mW viel weniger Energie benötigt eine Schaltung die nur exakt im
Nulldurchgang die LED des Optokopplers für 100us einschaltet:
+---+-----|>|--+--2M2--+----------------+
| | | | LED |
| | +--|>|--+---+ 100k +--2k2--|<|--+
| | | | | | |
o | | 4M7 +--|< 2*2N3904 |
230V~ | | 1N4007 | | |E |
o | | +--|< | +-----+
| | | | |E | | |
| +--(--|<|--+ 470k | | ZD12 47nF
| | | | | | | |
+------+--|<|--+---+---+---+------+-----+
oder man nimmt http://www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm (man sagt die würde
dem Impuls 1msec vor dem Nulldurchgang liefern und nicht stabil) oder
http://www.edn.com/design/analog/4368740/Mains-driven-zero-crossing-detector-uses-only-a-few-high-voltage-parts
+---+--1k--47nF--+--|>|--+---+ ADUM1200/1201
| | | | | +-----+
o | ZD5V6 1uF +--|1 8|-- +5V
230V~ | | | |2 7|
o +---1M-------(-------(------|3 6|-- Signal
| | | +--|4 5|-- GND
+----------------+-------+---+ +-----+
F.9.4. Einschaltstrombegrenzung
F.9.4.1. MOV Überspannungsschutz
N --TS98--+--VDR140--+
| |
Kontrolle +--GAS600-- PE
| |
L --TS98--+--VDR140--+
Statt ungenauer aber robuster MOVs verwendet man in Niederspannungsschaltungen
meist genauere aber schwächere TRANSILs (arbeiten wie eine Z-Diode) und
TRISILs (arbeiten wie eine CrowBar bzw. Gasableiter).
F.9.5. Solarladeregler
Diode
+------+--|>|------+----------+--------+---+---+-----+
| | | | | | | |
| | R12 | R23 10k | |
| | | +---------+ | | | |S
| | +-R13-|Out2 Out1|---)---+---(----|I P-MOSFET
| | N-MOSFET | | | | | |
+ | I|----+-----(-----|Hys2 Hys1|---+ | |
Solarmodul S| | | | | | | + |
- | | | | | ICL7665 | R22 Akku |
| | | | | | | | - |
| | 10k +-----|Set2 Set1|---+ | |
| | | | +---------+ | | | +
| | | R11 | R21 | Verbraucher
| | | | | | | | -
+------+-----+-----+----------+--------+-------+-----+
Der ICL7665 enthält einen zweiten Komparator und kann damit gleichzeitig
einen Tiefentladeschutz für den Akku durch Lastabwurf mit einem P-MOSFET
liefern. Wer an LEDs zur Kontrolle interessiert ist, kann die 10k durch
2mA LED mit passendem Vorwiderstand in Reihe ersetzen, die dann bei vollem
Akku oder normalem Betrieb leuchten (bei Unterspannung ist alles aus).
Die MOSFET Gate-Schaltspannungen müssen zur Akkuspannung passen, also IRF7413
etc. bei 1 LiIon Zelle (Spannungsgrenzen müssen bei LiIon an den bis 2%
ungenauen ICL7665A mit Trimmpotis angepasst werden), und nicht über 16V
Akkuspannung wegen dem ICL7665.
Akku --+---+-----+
| | |
60k 10k |
| | |S
| +----|I PMOSFET wie IRF9530
| | |
+---(-4M7-+
| | |
+-TL431 +-- Lampe
| |
20k |
| |
Masse
Tiefentladeschutz mit BTS55. Wird an den Verbraucher eine Spannung angelegt
die höher als die Teifentladespannung ist, wird der Akku über die interne
Diode des BTS555 geladen, kommt er dadurch über die Hysterese schaltet er
wieder ein, damit kann der Akku niederohmig ohne Diodenspannungsverlust bis
zu Ende geladen werden. Der Chip bietet allerdings keinen Überladeschutz.
+----------+--------+---------+
| | | |
| | R23 |
| +---------+ | |
| --|Out2 Out1|---)-------BTS555
| | | | |
+ | --|Hys2 Hys1|---+ |
Akku | | | |
- | | ICL7665 | R22 |
| | | | +-- Ladegerär
| --|Set2 Set1|---+ |
| +---------+ | | +
| | R21 Verbraucher
| | | | -
+----------+--------+---------+
oder aufwändiger http://www.pollin.de/shop/downloads/D810045B.PDF
F.9.5.1. Energy Harvesting
F.9.6. Spannungsreferenzen
F.10. Schrittmotoren
Phase 1 ----____----
Phase 2 ____----____
Phase 3 __----____--
Phase 4 --____----__
Die Freilaufdioden über COM dürfen nicht direkt an +5V weil ein unipolarer
Schrittmotor eine Trafofunktion hat und die unbenutze Spule eine Spannung
in entgegengesetzer Polarität erzeugt, die auf +5V draufgesetzt wird, also
doppelt so hoch ist. Es geht statt der ZD6V2 gegen +5V auch eine ZD12 gegen
Masse mit doppelter Leistung. Der ULN2803 kann also Motoren bis 25V
versorgen, der ULN2823 bis 46V.
+--R--+-- +12V
| |E
Stillst --R--+----|< PNP
+----+ |
| |--Phase1--+ |
| | | |
| ULN|--Phase2--+--+
|2003| |
|o.ä.|--Phase3--+--+--|<|-- +5V
| | |
| |--Phase4--+
+----+
Und wenn ihr einen Schrittmotor mit nur 4 Anschlüssen findet (bipolar), nehmt
gleich einen ordentlichen IC mit Takt- und Richtungssignal (A3977, MC3479,
SAA1042, L297 (Achtung: Geht gerne von Rückwirkungen des Motortreibers in
Latch-Up) +L298, L6506+L6501/2/3, L6208/6209/6219, TA8435) oder 2 Vollbrücken
vom uC aus (L293=SN754410, LB1930/LB1836M (10V/400mA PNP+NPN), L298, L6201/2/3
(Ladungspumpe für 100% Einschaltzeiet schon eingebaut), LMD18200 (Ladungspumpe
eingebaut), LMD18245 (current sense und Chopper eingebaut), BD622x,
TLE4205/5204/5205/6209) und steuert sie direkt, mit Stromreglung (L297, L6506,
TLE4728/TLE5250, TEA3718, LMD18245) oder im Mikroschritt
(PBL3717, TMC236, A3955/57/72/73/77, L6258, M54640/670/679, MB86521,
LB1847/11847, NJM3772+NJU39610, TA8435 (Toshiba)=IMT901, TB6560 (40V 3.5A),
TB6564AHQ=THB6064AH (200kHz 42V 4.5A) oder TMC249 (Trinamic, externe MOSFETs,
StallGuard) und A3986 (externe MOSFETs, Mikroschritt), TC4469 (300mA oder
externe MOSFETs, Beispiele im Datenblatt, Conrad)
Vollschritt
Phase 1 ++--
Phase 2 -++-
mit Halbschritten
Berger Lahr baut Schrittmotore mit 5 Spulen, die dann so angesteuert werden:
A +o---------o++++++++
B ---o+++++++++o------
C +++++o---------o++++
D -------o+++++++++o--
E +++++++++o---------o
Der Schrittkraftverlust im Halbschritt geht nicht auf die Hälfte (bzw. bei
Ausgleichung durch 1.4-fachen Strom auf das 0.707-fache) zurück sondern nur
um 4/5tel, aber sonst gibt es keine Vorteile, und im Mikroschrittbetrieb hat
auch ein Schrittmotor mit 2 Spulen keine Probleme.
A2919S A3957S A3962S A3964S A3966S A3972SB A3955 Allegro
AN6664S AN6668NS AN8208S Matsushita Panasonic
BA6343 BA6845FS BA6846FS BA6846FV Rohm Co Ltd
CS279 CS293DN16BW CS3710M15 CS3717 CS3770 CS4161 CS8441N8 CS8442N8 Cherry Semiconductor
HA13421A HA13475P Hitachi
IP293 Semelab
KA2820 KA3100D Fairchild
L293 L297 L6219 L6223 L6506 L9925 L9935 ST Microelectronics
LB11946, LB11945H, LB11847, LB1946, LB1945H, LB1945D, LB1847, LB1845, LB1924, LB1923M, LB1823, LB1823M, LB1838M Sanyo Semiconductor Corp
M54640P M54646AP M54670P M54671SP M54672SP M54676P M54677FP M54678FP Mitsubishi
MC33192DW Motorola
MC3479 ST Microelectronics Motorola ON Semiconductor
MTD1110 MTD1120 MTD2001 MTD2003 MTD2005 MTD2007F MTD2009J Shindengen Electric
PBL3717A ST Microelectronics
SAA1027, SAA1042 Philips
SDK03M SI7230M SI7500A SLA7020M SLA7021M SLA7022MU SLA7024M SLA7026M SLA7027MU SLA7029M
SLA7042M SLA7044M SMA7022MU SMA7029M Allegro
http://www.allegromicro.com/ic/motor.asp
SN754410NE Texas Instruments
STK6713 STK672 Sanyo
TA7289 TA7774 TA8068L TA8415P TA8430AF TA8435H TA8529F TB62200 TB6504F TB6512AF TB6528P TB6560 Toshiba
http://www.semicon.toshiba.co.jp/eng/solution/mtele/moter/steping.html
TCA3727 Infineon
TD6330BP Toshiba
TEA3717DP TEF3718 ST Microelectronics
TLE4726G TLE4727 TLE4728G TLE4729G TLE5250 Infineon
UC1517 UC1717J UC3517 UC3717 UC3770 Unitrode
UCN5804B UCN5804LB UDN2916 UDN2917EB UDQ2916 Allegro
uPD16803GS uPD16808GS uPD16813GS uPD16814GS uPD16818 uPD16833 uPD16835 NEC
F.10.1. BLDC brushless direct current bürstenlose Gleichstrommotore
F.11. LCD Flüssigkristallanzeigen
> in Scannern verwendeten CCFL (Kaltkathodenfluoreszenz) Leuchtstoffröhern her ?
F.12. VFD Vakuumfluoreszenzanzeigen
F.13. Bauteile prüfen
+---+---------------+----+
10k | Summer |
o--+--|+\-----------+ | | +
10R | >----------)--+ Batterie
o--+--|-/-TrimmPoti-+ | -
10k | | |
+---+------+-------------+
Ein genial einfacher Transistortester von Erich Schock ist mit einer
Piezoscheibe mit 3 Anschlüssen aufgebaut, wie sie in manchen Rauchmeldern
eingesetzt werden (Conrad 712930 hat nach Bild im Katalog auch einen dritten
Anschluss, aber nicht nach Masszeichnung, also kann man sich wohl nicht
darauf verlassen, daß Conrad was geeignetes liefert), und bildet einen
Oszillator der automatisch auf der Frequenz der Piezoscheibe schwingt, mit
einem Umschalter ausgestattet um NPN und PNP Transistoren testen zu können.
/o-----+-----+---------+
+ --o/ | 220k 510R
: o--+ | +--+ +--+
: | | | | | |
: | | | Piezo |
3..15V : | | | | |
: +--)--+--(----+ |
: | | | | |
:/o--+ | | +---10k--|< <-- zu prüfender Transistor
- --o/ | | |E
o-----+ +------------+
http://web.archive.org/web/20050212160036/http://de.geocities.com/xantia99at/tr_pruef.pdf
F.13.1. MOS-Transistoren
ein/ /o-----+---+----------------+
+--o/ o--o/ | 12V50mAGlühlampe |
| : o--+ | +--D S G--180R--250R Poti
| + : | | Taster | |
9V : +--)---+----+-----------+
| - : | |
| :/o--+ | NPN/NMOSFET/TRIAC+THYRISTOR
+--------o/ |
o-----+ PNP/PMOSFET/TRIAC
Man nimmt eine 9V Batterie, hängt den N-Kanal MOSFET mit D über eine
Glühlampe 12V/50mA an + und S an - der Batterie, und das Gate über einen
180 Ohm Widerstand an ein 250 Ohm Poti, das mit + und - verbunden ist.
Ein Aufdrehen des Potis sollte den MOSFET zum Leiten bringen. Bei P-Kanal
MOSFET Batterie verpolen.
Quadrant A2 Gate Triggerart
F.13.2. Farbcodes
Ring 1 2 3 4 5
schwarz 0 0 *1
braun 1 1 *10 100V
rot 2 2 *100 200V
orange 3 3 *1000 300V
gelb 4 4 *10000 5% 400V
grün 5 5 *100000 500V
blau 6 6 *1000000 600V
violett 7 7 *10000000 700V
grau 8 8 *100000000 800V
weiß 9 9
gold *0,1 5% 1000V
silber *0,01 10% 2000V
ohne 20% 500V
Ring 1 2 3 4 5 6
schwarz 0 0 0 *1
braun 1 1 1 *10 1% 100V
rot 2 2 2 *100 2% 200V
orange 3 3 3 *1000 300V
gelb 4 4 4 *10000 5% 400V
grün 5 5 5 *100000 0,5% 500V
blau 6 6 6 *1000000 600V
violett 7 7 7 *10000000 700V
grau 8 8 8 *100000000 800V
weiß 9 9 9 Sicherungswiderstand
gold *0,1 5% 1000V
silber *0,01 10% 2000V
ohne 500V
MMB Beyschlag macht noch gepunktete Ringe dazwischen:
http://www.vishay.com/docs/49617/mi0008.pdf
Ring 1 2 3 4 5
schwarz 0 0 *1
braun 1 1 *10
rot 2 2 *100
orange 3 3 *1000
gelb 4 4 *10000 5%
grün 5 5 *100000
blau 6 6 *1000000 Vitrohm BWF "failsave"
violett 7 7 *10000000 Vishay NFR25
grau 8 8 *100000000
weiß 9 9 Sicherungswiderstand
gold *0,1 5%
silber *0,01 10%
ohne 20%
schwarz 0 0 0 *1 250ppm
braun 1 1 1 *10 1% 100ppm
rot 2 2 2 *100 2% 50ppm
orange 3 3 3 *1000 15ppm
gelb 4 4 4 *10000 5% 25ppm
grün 5 5 5 *100000 0,5% 20ppm
blau 6 6 6 *1000000 0,25% 10ppm
violett 7 7 7 *10000000 0,1% 5ppm
grau 8 8 8 *100000000 0,05% 1ppm
weiß 9 9 9 Sicherungswiderstand
gold *0,1 5%
silber *0,01 10%
ohne 20%
schwarz 0 0 *1
braun 1 1 *10
rot 2 2 *100 2%
orange 3 3 *1000
gelb 4 4 *10000
grün 5 5 *100000
blau 6 6 *1000000
violett 7 7
grau 8 8
weiß 9 9
gold 5%
silber 10%
ohne 20%
schwarz 0 0 *1pF 20%
braun 1 1 *10pF 0,1pF/1% 100V
rot 2 2 *100pF 0,25pF/2% 200V
orange 3 3 *1nF 300V
gelb 4 4 *10nF 400V
grün 5 5 *100nF 0,5pF/5% 500V
blau 6 6 600V
violett 7 7 700V
grau 8 8 *0,01pF 800V
weiß 9 9 *0,1pF 1pF/10% 900V
gold 1000V
silber 2000V
ohne 20% 500V
01=100 13=133 25=178 37=237 49=316 61=422 73 562 85 750
02=102 14=137 26=182 38=243 50=324 62=432 74 576 86 768
03=105 15=140 27=187 39=249 51=332 63=442 75 590 87 787
04=107 16=143 28=191 40=255 52=340 64=453 76 605 88 806
05=110 17=147 29=196 41=261 53=348 65=464 77 619 89 825
06=113 18=150 30=200 42=267 54=357 66=475 78 634 90 845
07=115 19=154 31=205 43=274 55=365 67=487 79 649 91 866
08=118 20=158 32=210 44=280 56=374 68=499 80 665 92 887
09=121 21=162 33=215 45=287 57=383 69=511 81 681 93 909
10=124 22=165 34=221 46=294 58=392 70=523 82 698 94 931
11=127 23=169 35=226 47=301 59=402 71=536 83 715 95 953
12=130 24=174 36=232 48=309 60=412 72=549 84 732 96 976
Y (alt: S)=0.01 X (alt: R)=0.1 A=1 B=10 C=100 D=1000 E=10000 F=100000
> Könnte mir jemand mal erklären, wie man diese Angaben entschlüsselt?
A=1.0, B=1.1, C=1.2, D=1.3, E=1.5, F=1.6, G=1.8, H=2.0, J=2.2, K=2.4, a=2.5
L=2.7, M=3.0, N=3.3, b=3.5, P=3.6, Q=3.9, d=4.0, R=4.3, S=4.7, f=5.0, T=5.1,
U=5.6, m=6.0, V=6.2, W=6.8, n=7.0, X=7.4, t=8.0, Y=8.2, y=9.0, Z=9.1
und die Ziffer gibt den Exponenten an. S4 ist also 47nF, eine 9 bezeichnet den
Exponenten -1 (also pF-Angabe mal 0.1). Ein vorangestellter weiterer Buchstabe
kennzeichnet den Hersteller.
> der hat wohl 470uF/22uF/47uF, aber welche Spannungsfestigkeit ?
schwarz X 0 0
braun AA 1 1
rot BA 2 2
orange S 3 3
gelb T 4 4
grün V 5 5
blau W 6 6
violett 7 7
grau Y 8 8
weiß Z 9 9
z.B. rot blau violett grün = BAW75
F.13.3. linear oder logarithmisch ?
F.14. Kondensatoren
> Ich habe unlängst eine Schaltung gesehen, in der ein
> 2x45V-Trafo-Netzteil mit zwei 63V-Elkos versehen war. Wenn man es
> genau nimmte wäre das eine Leerlaufspg. (beim Nennwert der Netzspg.)
> von (90*sqrt(2)-2)/2=62.6V an den Elkos und das würde ich hinsichtlich
> der Toleranz der Netzspannung als reichlich knapp dimensioniert
> bezeichnen.
Hersteller Elna Illinois Mallory Marcon Nichicon Panasonic Richey Rubycon Sanyo Tecate TF UCC
Chip Electrolytics WX CD50
General Purpose, Axial-Leaded TTA TC/TCG/ TVX SU MDI 701 SME-T, 53D
Low Leakage, Axial-Leaded TLS Z MDIL 714
Hi Temp/-40+105 C. TCX HFA 715E KME-T
Low ESR/-55+105 C. HF, HFS, NHE PZA
Non-Polar, Axial-Leaded SU-NP NA
Non-Polar SU-NP MDIN
NP Speaker Crossover Y MDIN(L)
NP Speaker Crossover Y NA(L) TN
General Purpose RE2 CKR SKR CESEM UVX SU LC TWSS, YK 711 SME-VB
Low Profile RC RSS UVS LP 730 SRG
Hi Temp/-40+105C RJ4 RMR TKR CEUSM UVZ NHE HFR SSP, YXA 725E CD26L KME-VB
Super Miniature RC2 PUM SSR CESSM USA, USL KA SM MS7 724S CD11CX SRAC
Hi Temp SM RC2S PGM CEASM RZ HSM MH7 724SE KMA
Low Leak RB(LL) RLR CE04W-MD KL Z LCL TWL 724E LLA
Three-leaded LC RP2 LCT
Low ESR/-55+105 C. RSE RZM VPR CESFM UPR HFQ PZ TRZ LXF
Low ESR/Hi Rip/Hi Frequency RSH RZS WGR UPL HF/HFU PZ(L)
Non-polar RBP2 BPS CEBPM UVP Bi-Polar SU NC NW RNB CD71 SME-BP
7mm Non-Polarized NS CD71C
NP Speaker Crossover UKZ NC(L) BIW
TV Deflection NC(TV) RNH CDSH KSA-BP
Standard LH2 LBA LPW CEAWF LQ TS TR USP LG SMH
Hi Temp/-40+105° C. LP3J LMU LP CEAUF GQ TRH MXR LGE CD294 KMH
Computer Grade CGS NR CT LSQ CD13N
Es lohnt also, sich auch mal Datenblätter von so profanem Zeugs wie Elkos
anzusehen, z.B. bei Panasonic oder Rubycon
DIN Code :
M = Metal layer ---------- M K S
K = Plastic ----------------------| |
Third is the dielectric types : -----|
S = Polystyrol (MKS = MKY)
P = Polypropylen (MKP)
C = Polycarbonat (MKC = MKM)
T = Polyethereftalate (MKT = MKH)
U = Zelluloid (MKU = MKL)
Real:
Epcos Vishay MKT metallisierte Polyester
Epcos Vishay MKP " Polypropylene
Vishay MKC " Polycarbonat
http://www.wima.de hat für Polyester geringfügig andere Bezeichnung:
Polyester : MKS FKS
Polypropylen : MKP FKP
Polycarbonat : MKC FKC
> Ich suche engtolerierte und temperaturstabile Kondensatoren
> Multimeter mit Kapazitätsmessung bis 20uF, das dann ca. 11uF anzeigt wohl
> eher nicht ;)
F.14.1. Abblockkondensatoren Stützkondensatoren
F.15. VA = W?
F.16. Welche Sendefrequenzen für Bastler?
> auf irgendeiner Frequenz senden? Gibt es vielleicht so etwas wie eine
> "Bastlerfrequenz"?
F.16.1. Schädlichkeit von elektrischen Feldern und elektromagnetischen Wellen
I [mA] ^
|
55 | /
45 | /
35 | /
25 | /
15 | \___________________/
5 |
+-------------------------------->
10 100 1000 10000 f [Hz]
Bei Frequenzen oberhalb von ca. 7kHz kann man nicht mehr von einer
Loslassstromstärke sprechen, da hier die oben beschriebenen Effekte
i.d.R. nicht mehr auftreten, die Vorgänge in der Muskelzelle sind
einfach zu langsam.
F.17. Laserdioden
F.18. Wasserstandsmesser
F.19. Wellenwiderstand eines Kabels
> "Ich auch nicht. Habe ich Ihnen gesagt, sie sollen sich darunter was vorstellen?"
> Deswegen hier meine Frage: Was kann man sich darunter vorstellen?
____________________
Ausgang --50R---____________________---+-- Eingang
50R Leitung | |
| 50R
| |
GND GND
F.20. Firma aufbauen
> ... Diesen Punkt hätte ich beinahe aus den Augen verloren.
> ein Zusammenstellen einiger hochintergrierter Chips ist.
F.20.1. CE-Zeichen / Elektronikschrott / RoHS / WEEE / Bleifrei / ISO9001
F.21. Akkus und Memory Effekt
Trafo Diode
o---+ +---|>|--o +
230V~ S:S Akku (geht nur mit speziellem Trafo!)
o---+ +--------o -
Der Akku muss bei diesem simplen Ladeverfahren vor dem Aufladen ausreichend
entladen sein, damit man ihn nicht überlädt. Er ist entladen, wenn unter
Belastung die Spannung unter 0.9V/Zelle fällt, da lässt das Gerät dann auch
meist deutlich nach. Entlädt man einen Akku aus mehreren Zellen weiter,
beginnt die Tiefentladung, die dem Akku schadet, so bald eine Zelle unter
0V entladen wird, also von den anderen Zellen über das Gerät hinweg umgepolt
wird. Hat der Akku deswegen einen dauerhaften Zellenschluss (also eine intern
kurzgeschlossene Zelle die auch beim Laden nicht mehr über 0V hinaus kommt)
wird oft das billige Ladegerät überlastet weil nun die Akkuspannung niedriger
ist, der Spannungsanfall über der Wicklung des strombegrenzenden Trafos höher
wird, der Trafo heisser läuft, so daß dessen interne Temperatursicherung
abschaltet. Man muss dann zusätzlich zum Akku im Gerät auch den defekten
Trafo des Laders auswechseln, bekommt aber, weil es ein Spezialteil ist,
keinen passenden Ersatz. Bitte keine nicht-kurzschlussfesten Kleintrafos
ohne Temperatursicherung einbauen, entweder er muss kurzschlussfest sein oder
eine Temperatursicherung enthalten.
Gleichrichter Schalter
Dynamo --+---|>|-+--+--o/o--+-------+
| +-|>|-+ | + | |
| | Akku Lampe Rücklicht (6V)
+-(-|<|-+ | - | |
Masse -----+-|<|-+--+-------+-------+ (NICHT Rahmenmasse)
5*1N4001
+-----+ --+------+-----------+
+--|>|--+ --+ --|LM317|-+ R1 | Akku
| | | +--+--+ R +-----|+\ |
| Lampe R +----+ R2 | >--100R--|< NPN oder NMOSFET
Trafo | | | | +--|-/ |E
| Akku Akku Akku | +---)-----------+
| | | | | | R3
+-------+ --+ -----+ --+------+-----------+
Am Ende des Ladevorgangs wird jedoch der Akku überladen. Es beginnt
sich der Elektrolyt im Akku zu zersetzen. Dagegen enthält jeder Akku
einen Katalysator, der den Elektrolyten wieder rekombinieren lässt. Aber
nur in geringer Menge pro Zeit. Deshalb sollte man beim Laden eines
eventuell schon vollen Akkus nicht mehr Strom verwenden, als der Akku
laut Datenblatt erlaubt. Meist nur C/10tel und beim Dauerladen gar nur
C/25tel. Damit schadet man dem Akku aber auch nicht übermässig.
(http://www.gpbatteries.com/ sagt z.B. das man 2 Jahre C/20tel verwenden
darf, ohne dem Akku signifikant zu schaden, Sanyo Cadnica H Serie gelten
bei C/30 als dauerladefest). Hat ein Akku nur noch 80% seiner
Nennkapazität, ist er nach DIN 43539 als defekt einzustufen.
+ --+-R-+ Ladestrombegrenzung auf ca. 1C
| |
| o +
| Akku
| o -
| |
| | +-+--+
| | | | |
| o o | o
Relais==\ | / Bimetall-Temperaturschalter
| o | o
+----(--+ |
- -------+-----+
Oder man erkennt die Temperaturerhöhung indirekt weil die chemische Spannung
bei steigender Temperatur sinkt, und wartet darauf, das die Zellspannung beim
Laden nicht mehr steigt, sondern gleich bleibt (NiMH) oder gar fällt (NiCd).
Das Verfahren heisst -DeltaU. Man kann die Spannung messen während Ladestrom
fliesst, bekommt dann aber Probleme mit sinkendem Innenwiderstand lange
gelagerter Zellen während des Ladevorgangs. Schaltet man periodisch zum
Messen den Ladestrom ab, wie es der ICS17xx tut, kann man einerseits effektive
Schaltregler als Stromquelle nutzen, die sonst den A/D-Wandler zu sehr stören
würden, und bekommt andererseits innenwiderstandsunabhängigere Messwerte,
wenn man exakt in derselben Zeit nach Abschaltung misst. Andererseits
bekommt man interessante Erkenntnisse aus dem Vergleich der Zellenspannung
während der Ladestrom floss und kann den Innenwiderstand berechnen.
Lädt man nicht einzelne Akkus, sondern mehrere in Reihe geschaltete Zellen
als Säule, so sind nicht alle Akkus zur Selben Zeit voll. Man muss aber den
hohen Ladestrom abschalten, wenn die erste Zelle voll geworden ist. Da der
-DeltaU Effekt von der steigenden Spannung der anderen Zellen überlagert
wird, kann man nicht mehr auf eine fallende Spannung am Akkupack warten.
Man schaltet ab, wenn sich die Kurve wieder abflacht, also die Ableitung der
Kurve der Ladespannung ihr Maximum überschreitet. Siehe ICS QuickSaver
von Galaxypower.
+-----+
+-------------|7805A|------------------------+
| +--+--+ |
+--10k--+--------(---------------------------(------------+
| | | |VCC |
| +------+ | +-------+ |
| |on/off| | 1N5404 |VIN | |
o--+---|LM2576|--+--(--L--+--|>|--+--R1--+--|ICS1700|--4k7--|< BC547
| |GND FB| | | | | | |GND CHG| |E
30V | +------+ | | Elko Akku R2 +-------+ |
| | | | | | | | | |
Elko | +----(--+-----(-------+------+----+--------------+
| | | | |
| | +--|<|---+ Shunt (0R4 = 3A Ladestrom)
| | SB360 | |
o--+-----+----------------+-------+
> Bleiakkus
+--Vorwiderstand---+ (ausgelegt für maximal 1C bei leerem Akku)
o | +
4.5..6.5V LiIon Akku mit Schutzschaltung
o | -
+------------------+
Wenn die Schutzschaltung den Akku als voll erkennt und abschaltet, springt
die Spannung am Akku von 4.2V auf die Spannung des Netzteils, also 4.5..6.5V.
Damit kann man den Ladeschluss erkennen, z.B. mit TL431 und mit LED anzeigen:
+--Vorwiderstand--+------+----------+
| | | |
| LED | |
| | | |
o 1k 39k | +
4.5..6.5V | | LiIon Akku mit Schutzschaltung
o TL431----+ | -
| | | |
| | 47k |
| | | |
+-----------------+------+----------+
Hat der Akku keine Schutzschaltung, muß man EXAKT bei 4.2V den Ladestrom
abschalten. Der L200 ist zu ungenau, man muß also mit einem Trimmpoti die
Spannung exakt einstellen. Die Strombegrenzung muß nicht so genau sein,
mit den angegebenen 0.47 Ohm liefert die Schaltung 1A. Man darf NICHT die
Bleiakkuladeschaltung aus dem L200 Datenblatt verwenden, weil die Diode
am Ausgang die Genauigkeit ruiniert. Daher trennt sich diese Ladeschaltung
bei Stromausfall nicht vom Akku ab, er wird langsam entladen. Will man das
auf alle Fälle verhindern (LiIon Akkus werden durch Tiefentladung zerstört,
falls also so eine Schaltung mal tagelang unbeobachtet vom Netz getrennt
mit dem Akku verbunden ist könnte das passieren), dann sollte man den Akku
mit einen einpoligen Relais abtrennen, dessen Spule aus der Spannung vor
dem L200 versorgt wird. Der L200 sollte übermässig gut gekühlt werden, weil
seine Genauigkeit bei steigender Temperatur beeinträchtigt wird und dann die
Spannung nicht mehr so bleibt wie eingestellt. Glücklicherweise fällt die
Ausgangsspannung mit steigender Temperatur.
auf Kühlkörper
+------+5
1| |--0R47--+---------+---+
7-25V --+--| L200 | 2W | | |
| | |--------+ 100n |
| +------+2 | | |
| 3| |4 100RTrimmPoti | |
| | | | | | +
10u | +--1k5_1%--+ | LiIon Akku ohne Schutzschaltung
| | | | | - (mit geht natürlich auch)
| | 2k7_1% | |
| | | | |
Masse --+----+--+--------------------+---+
Eine alternative Schaltung stützt sich auf die Genauigkeit eines TL431B (nur
der B-Typ ist die benötigten 0.5% genau, nehmt wahlweise einen LT1431C) als
Spannungsüberwachung und den LM317 als Strombegrenzung, die hier mit 1.2 Ohm
auf 1A eingestellt ist. Auch diese Schaltung entlädt den Akku wenn der Strom
ausfällt, auch hier kann ein Relais dagegen helfen.
auf Kühlkörper
+-----+
9-15V --+--|LM317|--1R2--+------+---+
| +-----+ 2W | | |
| | | | |
| +----1k----+ 100n |
| | | | |
47u | 6k8_0.1% | |
| | | | | +
| TL431B-------+ | LiIon Akku ohne Schutzschaltung
| | | | | - (mit geht natürlich auch)
| | 10k_0.1% | |
| | | | |
Masse --+-----+----------+------+---+
Ein LiIon-Akku geht sofort kaputt, weil sich Lithiumionen in die
Metalloxidelektrode einlagern, die dabei an Volumen zunimmt und zerbröselt,
wenn er unter eine bestimmte Spannung entladen wird, auch durch
Selbstentladung, also rechtzeitig bei meist 3.0V abschalten und gleich wieder
aufladen. LiPolymer sind letztlich LiIon Akkus ohne Hülle, also nichts
prinzipiell anderes, und werden genau so behandelt. Ob 3.6V oder 3.7V als
Nennspannung angegeben wird, ist letztlich egal, nur die Ladeschlussspannung
von 4.1, 4.2 oder 4.3V darf nie überschritten werden. Eine niedrigere
Ladeschlussspannung verlängert angeblich die Akkulebensdauer signifikant
(das halte ich aber für Humbug, auch Sanyo redet bei trickle charge nur von
einer Gefahr die im Akku befindliche Sicherung auszulösen). Die JEITA
schlägt bestimmte Ladebedingungen je anch Akkutemperatur vor:
GradC max. Ladestrom max. Ladespannung
nicht laden
0
0.5C 4.25V
10
1C 4.25V
45
1C 4.15V
50
1C 4.1V
60
nicht laden
+-------+-----+
| | |
Zelle1 | 100k0.5%
| /+|----+
+---+--1k-< | | Microampere CMOS OPAMP
| | \-|-+ |
| | | | |
+---(-------(--+ |
| | |
Zelle2 | 100k0.5%
| | |
+-------+-----+
Mit dem passenden Chip kann man die Ladungsdifferenzen sogar umladen:
+----------+
| |
Zelle1 +----8----+
| +--3 ICL7660 2--+
+--+ | LTC660 | C
| +--6 MAX660 4--+
Zelle2 +----5----+
| |
+----------+
auf Kühlkörper
+-----+
+ ---+--|LM317|--+---+---+
| +-----+ | | |
| | 240R | |
| | | | | +
47u +-----+ 100n LiFePo4 Akkuzelle
| | | | -
| 470R | |
| | | |
- ---+-----+---------+---+
will man den Ladestrom reduzieren passt:
auf Kühlkörper
+-----+
+ ---+--|LM317|--+---+---+
| +-----+ | | |
| | 240R | |
| | | | |
| +-----+ 100n LiFoPo4 Akkuzelle
| | | | |
47u | 470R | |
| | | | |
| NPN >|-1k-+---+---+
| E| |
| | 0R68/1W (für 0.68V Spannungsabfall bei Nennladestrom)
| | |
-----+-----+-----+
oder mit dem L200 (hier für eine Zelle und 1A Ladestrom dimensioniert)
auf Kühlkörper
+------+5 1N5401
1| |--0R47--+--|>|--+
7-25V --+--| L200 | 2W | |
| | |--------+ |
| +------+2 |
| 3| |4 |
| | | |
10u | +-------R1---------+
| | | | +
| | 8k2 LiFePo4 Akku
| | | | -
Masse --+----+--+------------------+
und auch die Reihenschaltung von Zellen und ihr gemeinsames Aufladen an einem
Ladegerät, welches einfach die Gesamtspannung liefert, ist problemlos möglich.
1N4001 1N4001
+----R----+--|>|--+--|>|--(+)
| | |
| +---+ 10R
| | E| |
~ o | >|--+
Stecker- | | BC557
ladeteil 1k5 1k5
~ o | |
| grüne LED LED rot
| | |
+---------+---+-----------(-)
Inhalt Akkupack nach Umrüstung auf 4 LiFePo4 Zellen, MOSFETs auf Kühlkörper
mit weniger als 10K/W.
(+)--+---+---------------+----------------+
| | | |
| 820k +----------+ |
+ | | | VCC | |
Akkuzelle1 +----------|SET2 HYST2|------+ |
| | | ICL7665A | | |
Akkuzelle2 47k | OUT2|------+ |
| | | | | |S
Akkuzelle3 +---+---+--|SET1 HYST1|--+---)--|I BS250/BSS84
| | | | | GND | | | |
Akkuzelle4 82k 10M 10M +----------+ 120k | |
- | | | | | | | |
| | | +-------(--------+ | |
| | | | | | |
| | | | 12k | |
| | | | | | |
+---+---(-----------+--------+ | |
S| | | |
IRF3205 I|------+------------------------+ |
D| |
IRF3205 I|-------+---------------------------+
S| |
+--100k--+
|
Sicherung 30A
|
(-)--+
F.21.0. Akkupacks schweissen
F.21.1. Schutz gegen Tiefentladung
Einschalttaster (Schliesser)
+Akku --+--o/o--+--- +Ub
| |
+--o/o--+ Relaiskontakt
: |
+--Rel--+
| |
+--|>|--+ Freilaufdiode
| |
| +-----+ Unter-
+----| | spannungs-
Ausgang +-----+ sensor
|
-Akku -----o-o--+--- GND
Ausschalttaster (Oeffner, oder zwischen Relais und Ausgang des Unterspannungssensors)
Unterspannungssensor bestehend aus Komparator und Spannungsreferenz
+---+---+---- Batt
10k 8k2 |
| +--|-\
| | | >-- Ausgang
+---(--|+/ Komparator wie 1/4 LM339 oder OpAmp
Ref 2k2 | Ref = 2.5V Referenz wie LM336-2.5
+---+---+---- Masse
Verwendet man ein bistabiles Relais und einen Unterspannungssensor mit active
low, so braucht die Schaltung praktisch keinen Strom
/
+Akku --+-o o-+-----+-- +Ub
Rel1:Rel2 | bistabiles Relais
| +-|>|-+ Freilaufdiode
o | +---+ Unterspannungs-
AN / +---| | sensor mit
Taster o o +---+ aktiv low Reset
| AUS / |
| o |
-Akku --+-----+-----+-- GND
Man /kann/ auch per RESET-Controller (z.B. dem einstellbaren ICL7665) den
Verbraucher per MOSFET abklemmen, jedoch braucht die Schaltung dann auch
ausgeschaltet doch noch einige uA und darf demnach nicht ewig im Keller
rumliegen, sondern muss demnächst ans Ladegerät oder echt ausgeschaltet
werden. Der RESET-Controller muss jedoch eine ausreichend grosse Hysterese
haben, um nicht bei fehlender Belastung durch die ansteigende Spannung wieder
einzuschalten, sondern erst bei neu aufgeladenem Akku
/
+-o/ o--+------+---+
| | | |
| | 10k |
| +-------+ | |S
Akku |ICL7665|--+--|I PMOSFET (ggf. LogicLevel)
| +-------+Out1 |
| | Schaltung
| | |
+-------+----------+
Manche Spannungsregler haben einen shutdown-Eingang, aber oftmals hat der
keine harte Schaltgrenze oder schaltet genau falschrum. Die KA78Rxx-Serie von
Fairchild hat zwar keine referenzgenau Schaltschwelle, aber immerhin eine
harte Schaltschwelle die bei Unterschreitung den Regler ausschaltet.
F.21.2. Verpolschutz
(+) --|>|-- +
(-) ------- -
und eine Verpolschutzdiode mit (ggf. selbstrückstellender PTC Polyfuse)
Sicherung aus irgendwelchen Gründen nicht angebracht ist
(+) ---Sich-+-- +
+-|>|-+
(-) --+-------- -
kann man mit einem 'falschrum' angeschlossenen MOSFET batteriebetriebene
Geräte vor dem verpolten Einlegen von Batterien schützen. Zuerst leitet die
(eingebaute Body-) Diode, dann schaltet der MOSFET durch und überbrückt
die Diode, wenn die Threshold-Spannung zur Batteriespannung passt (also
bei 3V braucht man MOSFETs mit sehr niedriger Threshold-Spannung wie
IRF7401 (NMOS) / IRF7404 (PMOS), bei 4.5 bis 9V LogicLevelMOSFETs wie
IRL2505, ab 18V wird's auch für normale MOSFETs wie IRF530 (NMOS) oder
IRF9530 (PMOS) zu viel und man muss das Gate mit Spannungsteiler oder
Z-Dioden schützen). Umgekehrt sperrt alles, zumindest bis 20V Spannung.
(+) --------+-------- +
D |G S
(-) --+--NMOSFET--+-- -
+----|<|----+ (Interne parasitäre Diode)
F.22. Transistoren und Dioden
I = Is * ( exp( U / (n*Ut) ) -1 )
Is = Sättigungsstrom ca. 1E-14A
n = Korrekturfaktor ca. 1..2 je nach Diode
Ut = Temperaturspannung = (k * T ) / e ca. 26mV bei 25 GradC
T = Temperatur [K]
e = Elementarladung = 1.6E-19 [C]
k = Boltzmann-Konstante = 1.38E-23 [K/J]
> Sperrstrom verschiedener Dioden
+--------+
|+ |
Last | +
B | Spannungsquelle
--|< NPN | -
|E |
---+--------+
Der einfache Transistor kann den Strom durch eine Last steuern, wenn er in
Reihe zur Last an eine Spannungsquelle geschaltet wird. Erhöht man die
Spannung am Eingang B langsam von 0V auf 1V, so bemerkt man ab 0.5V einen
raschen Anstieg des Stroms durch die Last. Der Transistor sollte den
maximalen Strom der durch die Last fliessen kann aushalten, also 1.5A bei
12V Spannungsquelle und 8 Ohm Last. Und auch den maximalen Verlust von
0.75*6 = 4.5´Watt der bei halber Aussteuerung auftritt. Auch der Strom in
die Basis darf nicht zu gross werden, meist 1/10tel des Stroms durch den
Kollektor, hier also 150mA. Diese 150mA werden schon in der Gegend von 1V
erreicht. Leider kann man die genaue benötigte Spannung nicht angeben,
weil sie von Transistor zu Transistor (selbst bei derselben Typennummer)
unterschiedlich ist, und stark mit der Temperatur schwankt.
Daher verwendet man einen Vorwiderstand, mit dem man den erlaubten
Spannungsbereich zur Ansteuerung des Transistors vergrössert
0-12V +--------+
| | |
74R 8R |
| | Spannungsquelle
+---|< NPN |
|E |
------+--------+
Egal, ob für 150mA Basisstrom nun 0.9V oder 1.1V an der Basis benötigt
werden, hat man nun 150mA Basisstrom recht genau bei 12V am Eingang. So
macht man aus dem stromgesteuerten Transistor einen spannungsgesteuerten.
Er ist zwar vor Beschädigung geschützt, aber auch nicht besonders linear,
so das diese Beschaltung meist für Digitalsignale, also blosses
Ein-/Ausschalten der Last durch eine Steuerspannung verwendet wird.
Legt man den Widerstand, der den Basis-Emitter-Strom begrenzen soll, an
den Emitter, wird er zusätzlich vom Kollektorstrom durchflossen, daher
gilt dort ein wesentlich kleinerer Widerstandswert. Er zeigt sich am
Eingang durch den Stromverstärkungsfaktor vergrössert.
Der Eingangswiderstand dieser Verstärkers liegt also bei Re*hfe.
Es stellt sich am Emitterwiderstand eine Spannung ein, die ca. 0.7V
kleiner ist, als die Spannung am Eingang. Dadurch kann man mit der
Eingangsspannung also die Spannung am Emitterwiderstand und damit den
Strom durch den Emitterwiderstand und somit recht genau den Strom
bestimmen, der durch den Transistor und die Last fliesst. Weiss man
den Strom durch die Last, kann man den Spannungsabfall an der Last
ausrechnen. Die Eingangsspannung steuert also den Transistorstrom,
der wiederum die Ausgangsspannung an der Last bestimmt. Ist der
Widerstand der Last grösser als der am Emitter, erfolgt durch die Stufe
eine Spannungsverstärkung.
0-12V +--------+
| | |
| 8R |
| | Spannungsquelle
+---|< NPN |
|E |
7.4R |
| |
------+--------+
Bei 6V am Eingang leitet der Transistor. Es fliesst Strom durch ihn
hindurch. Der Strom erzeugt einen Spannungsabfall am 7.4R Widerstand.
Wenn 850mA durch den 7.4R Widerstand fliessen, führt das zu einem
Spannungsabfall von 6.3V. Es verbleiben nur noch 0.7V zwischen Basis
und Emitter. Wenn mehr Strom fliessen will, wird die Spannung zwischen
Basis und Emitter kleiner, der Transistor geht weiter zu und regelt
den Strom wieder herunter. Der Emitterwiderstand bewirkt also eine
Gegenkopplung, die Schaltung regelt den Strom. Wenn sie, wie die
erste Schaltung, aber 1.5A durch die Last fliessen lassen soll, was
bei einer Eingangsspannung von 12V passiert und damit 11.3V am
Emitterwiderstand abfallen, so braucht sie eine Spannungsquelle von
24V, sonst ist nicht genug Spannug für die 8R Last übrig.
Bei 850mA entstehen am 8 Ohm Lastwiderstand 6.8V.
+------+-- DD
| |
+---(--+ |
| | | |
GG --+--|I +--|I
| |
R R
| |
+------+-- SS
Um mit kleineren R´s und ohne Selektiererei auszukommen sollte man einen
OpAmp (Achtung: Er muss trotz kapazitiver Last stabil bleiben, z.B.
MC34072/LM6364/AD848/OP279 oder 'per Hand' stabilisiert werden mit extra
Kompensationskondensator C in der Rückkopplung) pro MOSFET spendieren, der
den Spannungsabfall am Stromverteilungswiderstand dieses MOSFETs regelt,
denn solche Schaltungen neigen zum phase lag der durch diese phase lead
Schaltung ausgeglichen wird. Auch diese Schaltung hat allerdings Probleme
bei bestimmten Lasten (wenn der eine MOSFET noch zu wenig Strom zieht,
wird aufgeregelt, dadurch bekommt der andere MOSFET aber weniger Strom und
regelt nach, dann muss der erste MOSFET wieder weniger liefern) und die
Schaltung kommt ins Schwingen. Parallelgeschaltete MOSFETs im Linearbetrieb
sind also immer mit Vorsicht zu geniessen.
+-----------------+-- DD
| |
+--------------(--+ |
GG --+--|+\ | +--|+\ |
| >--+----|I | >--+----|I MOSFET
+--|-/ C |S +--|-/ C |S
+--------+--R--+ +--------+--R--+
| |
R R
| |
+-----------------+-- SS
F.22.1. MOSFET Treiber
VCC ------
Normale MOSFETs brauchen aber Ansteuerspannungen um 10V, so daß man eine
Ansteuerschaltung benötigt. Ein N-Kanal MOSFET trennt die Verbindung nach
Masse und wird ausgeschaltet wenn der Microcontrollerausgang HIGH liefert:
VCC ------+-------
|
1k +--- Ausgang
| |
+--|I N-Kanal MOSFET
| |S
uC --1k--|< | (als Transistor tut's ein BC547 oder ähnlich)
|E |
GND ------+---+
Ein P-Kanal MOSFET trennt die Verbindung nach Plus auf. Er schaltet ein, wenn
der Microcontrollerausgang HIGH ist:
VCC ------+---+ (9 bis 15V, bei 5V bis 9V einen LogicLevel MOSFET verwenden)
| |
1k |
| |S
+--|I P-Kanal MOSFET
| |
uC --1k--|< +--- Ausgang
|E
GND ------+-------
und wenn die Betriebsspannung höher als 15V ist hilft diese Schaltung:
VCC ------+---+ (15V bis so viel wie die Transistoren aushalten)
| |
1k | (470 Ohm für LogicLevel P-Kanal MOSFET)
| |S
+--|I P-Kanal MOSFET
| |
uC --1k--|< +--- Ausgang
|E
430R (270 Ohm bei 3.3V uC)
|
GND ------+-------
Wenn man jedoch schnell umschalten will (und das will man wenn man oft
schaltet, denn beim Umschaltvorgang entstehen sonst die grössten Verluste,
allerdings erst bei Frequenzen jenseits des Audiobereichs), benötigt man mehr
Strom zum Umladen der Kapazitiät des Gates des MOSFETs. Bis zu mehreren
Ampere wenn man mit Megahertz umschalten will. Die diskrete Schaltung ist
eher aufwändig:
VCC ----------o-----------. (9 bis 15V)
| |
.-. | BC337
1k | | |/
| | .----| |
'-' | |> ||-+
| | | ||<-
o----o o-------||-+ N-MOSFET
BC547 | | | |
___ |/ | |< |
in --|___|--| '----| |
1k |> |\ |
| | BC327 |
GND ----------o-----------o----------'
VCC ----------o-----------o----------. (9 bis 15V)
| | |
.-. | BC337 |
1k | | |/ |
| | .----| |
'-' | |> |
| | | |
o----o o-------||-+ P-MOSFET
BC547 | | | ||>-
___ |/ | |< ||-+
in --|___|--| '----| |
1k |> |\
| | BC327
GND ----------o-----------'
VCC ----------o-----------o----------. (15 bis 40V und mehr wenn ausreichend
| | | Transistoren verwendet werden)
.-. | BC337 |
1k | | |/ |
| | .----| |
'-' | |> |
| | | |
o----o o-------||-+ P-MOSFET
BC547 | | | ||>-
5V |/ | |< ||-+
in ---------| '----| |
0V |> |\
| | BC327
.-. |
| | |
470 Ohm | | |
'-' |
GND ----------o-----------'
F.23. Das KFZ-Bordnetz
falls keine Sicherung, so auslegen daß Transzorb Testimpuls 5 übersteht
:
: wenn zugänglich, z.B. im Zigarettenanzünderadapter
: :
: 2A BYV27/400 MIC29150/LM2940/TLE4284DV50 +5V/1A
: 1A Drossel GF1G (400V/1A) L4995K +5V/500mA
: flink +------+
UBat --Widerstand--Sicherung--47uH--+--|>|--+------+--|Regler|--+--
| | | +------+ |
Transzorb LDP24A 220uF/40V 100nF | 100nF
| | | | |
Masse ------------------------------+-------+------+-----+------+--
Bereits Leuchtdioden in der simplen Schaltung LED + Vorwiderstand können
durch die oben genannten Störimpulse zerstört werden, erfordern also so was
um vor Überstrom durch Überspannung und negative Spannung geschützt zu sein:
UBat --680R--+--100R--+
| |
Transil P6KE5V6A LED (3.6V 20mA nominal)
| |
Masse -------+--------+
Bei empfindlicheren Schaltungen sollte man auch die Ein- und Ausgänge
schützen, damit sie beim Fremdstarten oder Schweissen nicht gleich kaputt
geht. Um den geschilderten Testimpulsen zu widerstehen tut es meist
+-|>|- +5V
|
Eingang --10k--+----+--1k--| CMOS-Eingang
| |
10nF +-|<|- GND
|
GND
wobei die Eingangsschutzdioden des CMOS-ICs (oder eine 4V7 Z-Diode) meist als
Dioden ausreichen, ansonsten bietet sich die BAV99 an. Erst wenn nicht bloss
12V Schaltzustände, sondern mehr Strom (oder sich schnell ändernde analoge
Messwerte) über den Eingang hereinkommen sollen, wird es komplizierter.
F.24. Schaltregler
| | hoher Peak-Strom = Schaltzeit der Diode
| |
/| /| vertikaler Versatz = ESR (effektiver bei Schaltfrequenz)
/ | / |
/ \ / \ Schräge = Ripple = effektive Kapazität (bei Schaltfrequenz)
/ \ / \ etwas überlagert mit Spannungsabfall durch Strom am ESR
\ | \
\| \ abklingende Sinusschwingung = Klingeln auf Eigenresonanz
|
| überstehende Nadeln = Streuinduktivität
Trafos in Flusswandlern brauchen einen möglichst verlustarmen, 'steifen' Kern
mit hoher Permeabilität zur besten Kopplung der Wicklungen mit niedriger
Streuinduktivität. Trafos in Sperrwandlern (Flyback) und Spulen in Buck (auch
Ausgangsspule Flusswandler) oder Boost-Reglern speichern die Energie im Kern,
und dazu braucht der Kern einen Luftspalt. Man nimmt also entweder einen
E-Kern oder Schalenkern oder den distributed Gap im Ringkern. In
Ausgangsfiltern werden gerne Stabkerne verwendet, da der durch sie
hindurchfliessende Strom ja möglichst sowieso Gleichstrom sein soll, und sie
die Konstruktion von Spulen mit besonders geringer Wicklungskapazität
erlauben (zwei Drähte parallel aufwickeln, den zweiten danach wieder
entfernen, dadurch Abstand der Windungen), um Hf bestmöglich zu dämpfen.
U --+--+-----+
| | |
R C S
| | |
+--+-|<|-+
|
-|<
|
Angenommen die Spannung U beträgt 300V.
Angenommen der Strom I durch die Spule S beträgt max. 1A.
Angenommen die Streuinduktivität L beträgt 5uH (man misst sie, in dem man auf
Sekundärseite Kurzschlussbrücken statt Bauteile einsetzt, und die Impedanz
der Primärwicklung misst).
Die in der Steuinduktivität reflektierte Energie ist dann 0.5*L*I*I = 2.5uJ
Angenommen der Sperrwandler arbeitet mit 100kHz. Dann gibt es 100000 mal
pro Sekunde diese 2.5uJ, also 100000*0.0000025 = 0.25W
Wenn der Schalttransi maximal 400V aushält, darf die Spannung an RC nicht
über 100V steigen. Damit 0.25W bei 100V in R verbraten werden braucht man
(100*100)/0.25=40000 Ohm. Die Zeitkonstante der RC-Kombination sollte das
10 - 30 fache der Schaltfrequenz sein. Jene hat bei 100kHz eine Periode von
10uS, also nehmen wir eine 20fache Zeitkonstante von 200us = R*C. Bei
40k Ohm braucht man dazu 5nF. Überdimensionieren muss man nicht, da die
Schaltung effizienter arbeitet als in dieser Berechnung zu Grunde gelegt.
12V --F1A--+-R1-+-+-+ +---+-330uH-+---+----+-- Nokia 3210
| | | | | | 09P | | |
+-6----1-7-8--2+ | R2 560R |
| | | | | |
| MC34063 5--)-------+ | 220uF/16V
| | | | | |
+--3--------4--+ +-|<|-+ 1k LED |
1nF | 1N5818| | |K |
GND --------+--------+-----------+-+---+----+-- GND
Als Ersatz für uneffiziente 7805/7812 an mehr als 12V/24V nimmt man so was
wie den LM2675 (Platine im Datenblatt). Braucht man nur 0.5A, nimmt man
besser den LM2671, weil ein Schaltregler den Strom in Impulsen aufnimmt, und
bei dem kleineren dann die Impulse nicht so heftig sind. Reichen 200mA tuts
der MAX639. Dadurch kommt man mit einer schwächeren Spule und einem
kleinerern Elkos zum Filtern aus. Die Strombegrenzung ist bei diesen
einfachen Reglern ja fest eingestellt und nicht durch einen externen
Widerstand dimensionierbar. Also bei diesen AllInOne Reglern ohne Widerstand
zum Einstellen der Strombegrenzung immer den gerade angemessenen
Schaltregler-IC nehmen, die Berechnungssoftware sagt i.A. schon, welcher
passt. Beim LT1173/1174 ist die Strombegrenzung einstellbar. LM5022 ist für
höhere Spannungen und höhere Ströme dank externem MOSFET.
+12V --+-------+ +---+--- Spannung für Last
| | | |
R +-----+ R | Widerstand je nach Last, induktionsfrei
+----| | | |
R +-|NE555|--|I | NMOSFET BUZ10 oder so
+--+-| | | |
C +-----+ | R Widerstand für Grundlast, induktionsfrei
| | | |
GND --+-------+------+---+--- GND
Leiterplattenlayouttipps:
F.24.1. KFZ 'Netzteile'
+12V ------------+-------100u------+----|>|--+----+-- +24V/10A
| | MBR2545 | |
+---------------+ | | |
| VCC Comp|--+---+ | 21.5k |
| | 22k 1n | | |
+---+--|Vref FB|--+---+--(---------+ |
| | | UC3843 | | | 4700u
| 22k | OUT|--------|I IRF1405 | |
| | | | |S | |
100n +--|RC Sense|--+--1k--+ 2k5 |
| | | GND | | | | |
| 1n +---------------+ 100p 0.047R | |
| | | | | | |
--+---+----------+----------+------+---------+----+-- GND
und als Step-Down geht es so:
.--------------o-----------------------o-------o----o----------.
| | | | + | |
| | - ### .-. |
| | (Dieter Wiedmann) ^ --- | | |
| | | ___ | | | R7 |
| | o--UUU--o '_' |
| .----------. | | | |
| | Vcc(7) | ||-+ | | o +
| | | ___ ||<- | | max. Vin-1V
| | Out(6)|------|___|----||-+ | | PNP o -
| .--|Ref(8) | ___ | | >| BC557 |
+ o | | CS(3)|----------o-|___|-o | |--. |
10-20V | | Comp(1)|--o---. | | | /| | |
- o | | | | | | | | | | |
| .-. | | .-. | | | | | | |
| | | | UC3843 | | | --- | .-. '----(----o-----'
| | | | | | | --- --- | | R5 |
| '-' | | '-' | --- | | .----o
| | | | | | | '-' | |
| o--|RC(4)FB(2)|--o---o---(-------(-------' .-.
| | | GND(5) | | | | | Ufb*(Vout-0.7)/R7
| --- '----------' | | | |
| --- | | | '-'
| | | | | |
'-----o--------o---------------o-------o------------'
Der Shunt R5 führt zu 10% Verlust, also vielleicht ein Stromwandlertrafo
oder einen OpAmp oder eine vorgespannte Diode auf dem Weg zu CS einbauen.
Wenn's einfach sein soll (aber wegen nicht festlegbarer Strombegrenzung
kaum als Laptop-Netzteil geeignet), bietet sich bis 60W der teure LT1270
bzw. LT1270A an (bei Elpro für 9.50 / 16 EUR, Datenblatt und
Bauteil-Berechnungssoftware bei http://www.linear.com/).
Bat --+-L-+--+-L1-+-|>|-+--+--+-- ca. 60 Watt
| | | | | | |
| | +---------+ R1 | |
VDR C1 | LT1270x |-+ C2 Grundlast
| | +---------+ | | |
| | | | R2 | |
| | +-Rc-Cc-+ | | |
| | | | | |
GND --+---+--+----------+--+--+-- GND
Das Ding läuft bei mir problemlos auf Lochraster, sprengt aber billige Elkos.
Achtet beim Nachbau auf den benötigten niedrigen ESR-Wert der Elkos.
Elpro hat 10A Speicherdrosseln mit 30uH, 68uH und 100uH für ca. 5 EUR.
Spendiert aber eine KFZ-Schutzschaltung am Eingang, um den Regler vor
dem verseuchten Bordnetz zu schützen (und das Radio vor'm Schaltregler).
Um Rc/Cc an die verwendeten Bauteile und das Layout anpassen zu können,
benötigt man ein Oszilloskop und eine geschaltete Last (Widerstand und
PowerMOSFET an NE555) oder eine elektronische Last (deren Verhalten auch
mit einem Oszilloskop vorher überprüft und Cx angepasst werden sollte).
Appendix B von AN25 von http://www.linear.com/
Vin(24V) --o/o-----+--------L-------+--+--+-- Vout
: | | | |
: | +---C1---+ R3 | |
: | | | | R1 |
: |K +-C2--R2-+ C3 | |
: D | | | | C
+-----+ |A | /-|--+--+--+ |
|Contr|---(----+--< | | |
+-----+ | \+|- VRef R4 |
| | |
GND ---------------+-------------------+--+-- GND
Die Resonanzfrequenz von L und C macht einen Doppelpol, sagen wie bei 3,9kHz.
Bei dieser Frequenz beginnt die Phase abzufallen, und genau da muss man mit
dem Regler entgegenwirken.
Deshalb setze ich aus Erfahrung die Nullstellen leicht darüber bei 4,6kHz.
Aufpassen muss man, dass keine "conditional instability" (also kreuzen der
0dB Linie vor dem eigentlichen Crossover) auftritt.
Bei 24V Eingangsspannung hat jeder 1.2V VRef Buckconverter einen DC-Gain von
G0 = 20log(24V/1.2V) = 26dB
Die Reglerbandbreite lege ich auf 40kHz fest. Daher muss die Open-Loop
Übertragungsfunktion bei der Resonanzfrequenz eine Verstärkung von
GD = 20log(3800/40000) = -26dB
haben. Der Regler muss einen DC-Gain (ohne Integralanteil) von -6dB (die
Differenz) haben.
R1 habe ich auf 18k festgelegt. Für -6db muss daher R2=9k sein. Die
restlichen Parameter erhält man aus der Übertragungsfunktion des Regler:
R1+R3 (s+1/(R2*C2)) * (s+1/(C3*(R1+R3)))
GC(s) = -------- * ------------------------------------------
R1*R3*C1 s * (s+(C1+C2)/(R2*C1*C2)) * (s+1/(R3*C3))
Wenn man so beginnt macht man Anfangs nichts falsch. Wenn es doch instabil
sein sollte, Bandbreite mal auf weniger festlegen. Das ein Regler in einem
Schaltnetzteil durch Messung (z.B. Vanable) der Übertragungsfunktion (bei
allen Extrembedingungen) kontrolliert werden soll, sollte klar sein.
+---R2----+--o Last
| |
NE555--|I MOSFET R1
|S |
GND----+---------+--o
Universeller ist eine getaktete elektronische Last:
Oszillator elektronische Last
12V -+-------+ +-------------------+--o Last
| | | |
| | R5 |
R1 +---)--R3--+ | |
| | | | Poti----|+\ |
+---+--|+\ | | | >--+--R6--|I PowerMOSFET
| | >----+--|>|--)--+--|-/ | |S auf KK
R2 +--|-/ | | | Cx |
| | | | | | | |
| +---)--R4--+ | +--------+--Rx---+
| | | | |
| C | | Shunt
| | | | |
GND -+---+---+--------------+-------------------+--o
Elektronische Last alleine:
+-------------------+--o Last
| |
R1 |
| |
Poti----|+\ |
| | >--+--R2--|I PowerMOSFET
| +--|-/ | |S auf KK
| | Cx |
| | | |
| +--------+--Rx---+
| |
| Shunt
| |
+-------------------+--o
aber Rx/Cx muß man vorher auf optimale Regeleigenschaften auslegen, sonst
versaut einem die Schaltung die Messergebnisse. R6 ist notwendig bei OpAmps
die keine hohen kapazitiven Lasten vertragen, leider macht R6 die Flanken
auch sclhechter, also lohnt sich ein OpAmp wie MC34071.
F.25. Motoren & Dimmer
+---------------------+-------+-----+-- +U
| | | |
R +----R---+ R | Motor
| | | | | |
+--+--|+\ | | +-|<|-+ Freilaufdiode
| | >--+ | |
| +--|-/ R v --R--+--|+\ |
| | | | | >--Rv--|< NPN oder NMOSFET
| +--------+---------(--|-/ |E oder S
R | | |
| C R |
| | | |
+--+------------------+-------------+-- GND
oder mit präziserer Einstellbarkeit
+--------------------------------+-----+-- +U
| +------+--+ | |
| | | | | |
47k +-|+\ 47k | |K |
| | >-+ | Diode Motor
| +---|-/ 47k | |A |
| | | | | |
| | +------+ 22k | |
+----|+} | | | | | |
| | >-+ +-|-\ 10n | +--+--+
47k +-|-/ | | >-+--+--|+\ |
| | +---|+/ | >--Rv--|< T
| +------+ v --|-/ |E oder S
| |
+-----------------------------------+-- GND
oder nur von 1% bis 99% regelbar, dafür lässt sich der NE555 rücksetzen wenn
zu viel Strom fliesst.
+--100kPoti--1k---+---------+-----+-- +
| | | | |
1k | 10k | |
| | +-----+ | Motor |
+-|<|-+--|7 8|--+ | |
| 1N4148 |NE555| | +-|>|-+ Freilaufdiode
+--------|2 | | |
| | | | |
+--------|6 1 3|--(--100R--|< NPN (ggf. Darlington oder MOSFET)
| +-----+ | |E
| | NPN >|--100R--+ (47nF für ca. 1kHz)
47nF | E| |
| | | Shunt (für 0.5V bei Nennstrom, ab 0.7V wird abgeregelt)
| | | |
+-----------+-----+---------+-- Masse
Die LM339 Schaltung verwendet eine auf 5.1V geregelte Versorgungsspannung,
die heruntergeteilt auch als Referenz für Unterspannungsabschaltung und
Überstromabschaltung dient.
U1 ist der Oszillator, U2 die Unterspannungserkennung, U3 der MOSFET-Treiber
und U4 die Überstromabschaltung. So eine Schaltung ist in chinesischen
Elektrospielzeugautos drin.
Die Schaltung hat aber die unangenehme Eigenschaft, falls die
Versorgungsspannung vom IC abfällt, Vollgas zu geben.
Bei 24V Versorgungsspannung ist der 270 Ohm Widerstand grösser zu wählen, der
27k Widerstand auf 68k zu erhöhen damit nicht mehr bei 9.88V sondern bei 19.23V
abgeschaltet wird, und 0R auf 1k abzuwandeln.
+-----------+---+------+-------------+-----270R------+--+---------+-- +12V
| 1k | | | | | |
10k +---10k--+ | VCC 4k7 +------+ | Motor
| | | | LM339 | | | | |
| | U1 | | +-------(--------+ 1k +---|<|---+ Freilaufdiode
+--+--|+\ | | | | | | |
| | >--+ | | | U3 +-|< BC338 |
| +--|-/ 10k | 27k 10kPoti--+--|+\ | |E |
| | | | | | | | >-0R-+ +--------|I NMOSFET
| +--------+---(------------(-------(----(--|-/ | |E |S
| | | | U2 | | U4 +-|< BC328 |
10k | +----+--1k--+--+--(--|-\ | | /+|------(--+--1k5-+
| | | | | | | | >-)----+---< | | | |
| 100nF | | | | +--|+/ | \-|--+ | | |
| | 47uF ZD5V1 100n | 10k 4k7 | | 100nF Shunt (0.25V/Überstrom)
| | | | | +--(-------(---1k---+-----+ | | |
| | | | | | | 100R | | |
+--+-------+----+------+-----+-------+--------+---------+--+------+-- GND
PWM Innenlichtdimmer ohne grosse Verlustleistung am MOSFET:
+---------------+-----+---------+-- +U
| | | |
10k +--10k---+ | | Lampe
| | | 47uF 1M |
+--+--|+\ | | | |
| | >--+ | | TS912 |
| +--|-/ 10k +-----+--|-\ |
| | | | | >--|I NMOSFET
| +--------+---(--------|+/ |S
10k | | |
| 100nF Türkontaktschalter |
| | | |
+--+------------+---------------+-- GND
In Akkuschraubern ist so eine Schaltung auf einer kleinen Platine im Griff
drin, die gleichzeitig die Widerstandsbahn des Potis trägt und bei Vollgas
den auf einen Kühlkörper ausgelagerten MOSFET überbrückt.
+----+---+----------+---+-- +12V
| | | K| |
| NTC | BYW29 Lüfter
| | | A| |
R1 +---(-R6-+ +-+-+
| | | | |
| +--|+\ | | Irgendein OpAmp der mit 12V läuft
| | | >--+--R4--|I NPN oder MOSET Transistor >0.2A, kein Kühlkörper nötig
+----(--|-/ | |S
| | | R5 | R4 bei NPN ca. 1k, bei MOSFET 100 Ohm
| | | | |
+-R3-(---(-P2-+ | Anlauftemp Poti P1 Wert ca. NTC-Wert
| | | | + | R5 deutlich kleiner als R3
R2 P1 | C1 | R5/C1 PWM Frequenz
| | | | | R1=R2, z.B. 10k, R6 ca. 100 * NTC
+----+---+----+-------+ R3+P2 ca. 10*R1, ca. 100k
Die primitivsten Netzteile enthalten einen NTC in Reihe mit einem Lüfter und
werben dann mit 'with noise killer':
+12V
|
NTC (47 Ohm bei 25 GradC, 3.6mm Scheibe)
|
Motor (12V/0.27A)
|
Masse
Stärkere Motoren und feine Regelung bekommt man durch die Verstärkung des
Stroms aus dem NTC durch einen Transistor:
+----+-- +12V
| |
NTC Motor (auf eine Freilaufdiode wird verzichtet weil nicht geschaltet wird)
| |
+---|< BD135 (ab 0.2A Motor muss der auf ein Kühlblech)
| |E
R |
| |
+----+-- Masse
Je nach vorhandenen Bauteilen und gewünschter Temperaturcharakteristik
(die man am Originallüfter mit einem Poti an Stelle des NTC ausprobieren
kann) braucht man einen Transistor der den Strom des Lüfters aushält
(meist 0.25A) und die dadurch entstehende Verlustleistung (so 2 Watt)
loswerden kann, ohne zu heiss zu werden (also zumindest TO126 Gehäuse,
besser TO220 wenn man ohne Kühlblech auskommen will), es bieten sich
BD135 oder BD241 an. Der Widerstand R wird an den NTC angepasst. Mit ihm
regelt man auch den Grunddurchsatz des Lüfters. Bei einem NTC um 10k hat
R um 500 Ohm (einstellbar wird es z.B. mit einem 1kOhm Poti). Hat man
einen NTC mit höherem Widerstand, verwendet man als Transistor einen
Darlington-Typ wie TIP110 und bei R einen grösseren Wert.
+----+-------- +12V
| |
NTC Motor
| |
| +-|<|-+ ZD5V1
| | |
+---|< |
| |E |
R | |
| | |
+----+-----+-- Masse
Eine Z-Diode in Reihe zum NTC ergibt eine steilere Temperaturcharakteristik.
Zum Ausgleich der niedrigeren Spannung am NTC muss man einen mit niedrigerem
Widerstand bei 20 GradC nehmen, z.B. 4k7 bei 6V8 Z-Diode, oder stattdessen
den Wert von R erhöhen wenn die Stromverstärkung des Transistors dafür
ausreicht:
ZD5V1/6V8/7V5/9V1
+-|<|-+-- +12V
| |
NTC Motor
| |
+----|< BD135
| |E
R |
| |
+-----+-- Masse
Findet man eine Z-Diode von 6V8 optimal, kann man den NTC im PC-Netzteil
gleich an +5V anschliessen:
+5V +12V
| |
NTC Motor
| |
+----|< BD135
| |E
R |
| |
+-----+-- Masse
Ein Widerstand am Transistor ergibt eine gewisse Drehzahlbelastungsregelung:
ZD5V1/ZD6V8
+-------+-- +12V
| |
NTC Motor
| |
+--2k2--+
| |
+------|< BD135
| |E
R |
| |
+-------+-- Masse
Wahlweise kann man auch einen U2352B oder U6084 von Temic/Vishay verwenden,
das ist dann etwas feiner. Schaltung siehe Datenblatt. Der BTS629 eignet sich
gut für Drehzahlregelung bei Kleinbohrmaschinen, da ein Überstromschutz und
Belastungsregelung mit drin ist. Glühlampen gehen bei ihm aber nicht ganz aus.
o 230V~ o
| 470k |
+--Poti--+ Lampe (oder: Motor, dann kann Entstördrossel entfallen)
| | | |
o +-- o Funkentstördrossel
| | |
+--560k--+--10k--+--0.1u--+
| | |
| DIAC |
| | |
| 33Ohm |
| | |
| \ |
+--------------TRIAC------+
o 230V~ o
| |
| +--|>|--+----+--|<|--+
| | | | |
Motor | 100u 1M |
| | | | |
| +--|<|--+----+--|>|--+
| | |
+--6k8--+----470k----+--0u1--+
| Poti | |
| DIAC |
| | |
| 35Ohm |
| | |
| \ |
+------------------TRIAC-----+
Oder mit dem U2008:
/o---------+ + -----+--o
+ --o/ | | /o--+
: o-+ | +--(--o/: |
: | | oder | | : (M)
:/o-+--(M)--+ | +--o : |
- --o/ | | /o--+
o---------+ - --+-----o/
oder einer Vollbrücke (H-bridge). Entweder mit fertigen ICs Si9986/87 (Vishay)
L293/298 L6201/2/3 (http://www.st.com/) BA6208/BA6209/6219/6260 (Rohm, bei
Reichelt) TLE420x (Infineon, schon wieder obsolet) CS3701 (OnSemi) SN754410
TPIC0107B, DRV592 (http://www.ti.com/) VNH3SP30 (ST) LB1641/1649 (Sanyo, bei
Reichelt) oder LT1162 mit externen MOSFETs (http://www.linear.com/) (siehe
Datenblatt) oder (weniger Verluste) aus einzelnen Transistoren:
+12V ---+---+-------+-------+---+
| | | | |
R6 | | | R9
| |E | E| |
+--|< PNP | PNP >|--+
| | | | |
| | | | |
links R7 +--|>|--+--|<|--+ R10
| | | | |
| | +------(M)--+---+ |
| R1 | | | |
470R | +-----------(---+ |
| | | | |
| | +-----------+ | |
| NPN | | | | NPN R2
+-----|< +--|<|--+--|>|--+ >|--+-470R-+-- rechts
| |E | | | E| | |
| +--|< NPN | NPN >|--+ | |
| | |E | E| | | |
| R8 | | | R11 | |
| | | | | | | |
| +---+-------+-------+---+ | |
| | | |
+--|>|-------------)-------+--|<|--+ |
| 1N4148 | | 1N4148 |
>|--------1k-------)-------(--------------+
E| T8 R3 | |
| BC547 +-100R-|< T7 BC547
| | R4 |E
| R5 |
| | |
+------------------+-------+---------- Masse
Die beiden oberen Transistoren sind PNP-Typen, die anderen NPN. Die 4 Dioden
D verhindern eine Überspannung an der Brücke beim Abschalten, verwendet man
die Schaltung nicht nur zum langsamen umpolen des Motors sondern schnellen
PWM zur Geschwindigkeitsregelung sollten es schnelle Dioden sein (fast
recovery, ultra fast recovery oder Schottky).
Legt man an links eine Spannung von >2V (TTL-Signal), läuft der Motor M in
die eine Richtung, legt man an rechts >2V läuft der Motor andersrum.
+Ub ---+---+-------+-------+---+
| | | | |
R3 | | | R6
| |E | |E |
+--|< PNP | PNP >|--+
| | | | |
| +--|>|--+--|<|--+ |
R4 | | R7
links | +------(M)--+---+ | rechts
| | | | | |
| | +-----------(---+ | |
R1 | | | | R2
| | +-----------+ | | |
A| | | | | |A
LED = |< +--|<|--+--|>|--+ >| = LED
| |E | | | E| |
GND +--|< NPN | NPN >|--+ GND
| |E | |E |
R5 | | | R8
| | | | |
GND ---+---+-------+-------+---+
Es kann sinnvoll sein, die 'langsameren' Transistoren (meist die oberen) nur
zur Drehrichtungsumkehr umzuschalten, und mit den anderen PWM zu machen. Das
Drehzahlverhalten wird besser wenn man PWM durch Bremsen als durch Freilauf
macht: http://www.mikrocontroller.net/topic/227593#2292374
+Ub -------------+-----+-----+
| | |
+--270R--|< | |
| |E | |
+--(--270R---(-----(----|<
| | | | |E
| | +-|>|-+-|<|-+
| | | |
F --(--+ +---Motor---+
| | | |
| | +-|<|-+-|>|-+
| | | | |
| +--270R---(-----(----|<
| | | |E
R --+-----270R--|< | |
|E | |
GND -------------+-----+-----+
Bei Allstrommotoren, wie Märklin Modelleisenbahnmotoren, die statt dem
Permanentmagneten einen Elektromagneten als Stator haben und somit für
Gleich- und für Wechselstrom gleichermassen geeignet sind, aber nicht so
effektiv wie Permanentmagnetmotoren arbeiten weil die Statorspule natürlich
auch Energie braucht, hilft umpolen nicht. Man darf entweder die Statorspule S
nicht mit umpolen (a) oder man schliesst sie hinter einem Gleichrichter an (b).
Bei Märklin reichen wegen der geteilten (doppelten) Statorspule 2 Dioden (c)
aus.
a /o---------+ b /o---------+--|>|--+ c /o------------+
+ --+--o/ | + --o/ | | + --o/ |
| : o-+ | : o-+-------(--|>|--+ : o-+--S--|<|--+
| : | | : | | | : | |
S : +--(M)--+ : +--(M)--+ S : +-(M)------+
| : | | : | | | : | |
| :/o-+ | :/o-+-------(--|<|--+ :/o-+--S--|>|--+
- --+--o/ | - --o/ | | - --o/ |
o---------+ o---------+--|<|--+ o------------+
Wer einfach nur Wechselstrom schalten will:
+--R---C--+ (Snubber, 1Ohm/V 2W Widerstand + 0.1uF/A X2 Kondensator)
| |
230V~ o-+-Kontakt-+-o 230V~ zum Verbraucher
:
+-Spule-+-- +5V (oder wie viel das Relais benötigt)
| |
+--|>|--+ (Freilaufdiode, 1N4148 oder 1N4001)
|
D0 --1k--|< (Transistor ausreichend für Relaisstrom, BC517 oder BC368)
|E
Masse
Die ganze Elektronik gibt es auch in einem ULN2003 (7 Stück) oder ULN2803
(8 Stück), MIC5801 (parallel mit Latch, 220mA, Reichelt), SN75468 bis 100V
oder als HV513/HV514 von Supertex bis 250V.
+---+---+---- +12V
| | |
R R | R mit ähnlichem Widerstandswert wie die LDRs im Licht
| | | OpAmp, leistungsstark genug für den Motor, z.B. L272
+---)--|+\
| | | >-- 12V_Gleichstrommotor-- Masse
| +--|-/
| | |
LDR LDR |
| | |
+---+---+---- -12V
Drehrichtung
230V --+-----o\
| \o--(9)--+
| +--o |
| | Rotor
| +--o\ |
| | \o--(8)--+
+--(--o
|
| /o--(10)-+
+--o/ Stator (Rest der ganzen Wicklung)
o--(1)--+
Geschwindigkeit Stator (halbes Feld)
+--(5)--+
|
+--(6)--+
Thermosicherung
+-----------(7)--+
| +---+
TRIAC--| |--(3)--+
| | | Tachogenerator
+----| |--(4)--+
| +---+
Shunt TDA1085
|
Null --+
Wäschetrockner haben hingegen oft Kondensatormotoren mit je einer Wicklung
für Linkslauf und Rechtslauf und der dritten Wicklung am Kondensator, denn
sie müssen in ihrer Drehzahl nicht geregelt werden.
/o--+------Windung--+
230V --o/ | +--Thermosicherung-- Null
o--(---+--Windung--+
links/ | |
rechts | +--Windung--+
Schalter | |
+--Kondensator--+
Die Schaltung entspricht Rohrmotoren von Rollläden und Dachlukenöffnern, und
wenn man statt der Relais lieber TRIACs verwenden möchte, müssen die enorm
spannungsfest sein, denn sie bekommen durch die Kondensator-Wicklung fast die
doppelte Netzspannung vorgesetzt.
F.25.1. Snubber
--+--Schalter--+--Last--
| |
+---R----C---+
Echte Relais, Halbleiterrelais und Nullspannungsschalter sollten eine
RC-Kombination über dem Kontakt bekommen, damit dieser länger hält. Faustregel
1Ohm/V und 0,1uF/A. Genauer gilt, das R so gross sein muss, das ein voll
geladener Kondensator C beim Einschalten des TRIAC nicht dessen Maximalstrom
überschreiten soll (8A TRIAC am 230V Netz (325V Spitze) also R minimal 325/8=
41 Ohm). Der C soll, leider mit R als Spannungsteiler gegenüber der
Quellimpedanz, (z.B. 230 Ohm bei 1A Last) schnelle Störimpulse auffangen und
den Spannungsanstieg kleiner als dU/dt max laut Datenblatt des TRIAC halten.
Beim Schalter oder Relais geht es um Unterdrückung von Funken. Da die
Störquelle meist unbekannt ist, fehlen Zahlen zum ausrechnen. Bei
Leuchtstofflampen mit konventionellem Vorschaltgerät (Drossel) ist der Snubber
kritischer, da geht wegen der hohen Drosselinduktivität nur 10kOhm und
47-100nF, sonst wird das Stromnetz zum Schwingkreis. Bei geringer Leistung
kann der R gar in Reihe (Vishay IL4108 Datenblatt) zum Verbraucher:
+-----+--R--+--Last--o
| | |
Triac VDR C 230V
| | |
+-----+-----+--------o
Man kann auch einen VDR verwenden, aber achtet auf deren Bezeichnung: Beim
für 230V passenden VDR-0.6 270V von Reichelt bedeutet die 270, das er ab 270V
Wechselspannung anfängt zu begrenzen und dem angeschlossenen Gerät nie mehr
als 430V Spitzenspannung zumutet. Ein VDR verhindert so Überspannung, er
verringert aber im Gegensatz zum RC-Glied nicht die Flankensteilheit, wirkt
also nicht EMV entstörend.
F.25.2. Entstörung von Relais an Mikocontrollern
Freilaufdiode
+---|<|----+
| |
+12V +------------------+--Relais--+
| +----+ |
+--+-----|>|--+----+---+--|7805|--+----+ VCC |
| | | | | +----+ | | |
o | +--|>|--+ + | | | | +----+ |
9V~ | | Elko 100n | 100n | uC |--R--|< NPN Schalttransistor
o +--(--|<|--+ - | | | | +----+ |E
| | | | | | | | |
+-----+--|<|--+----+---+----+-----+----+ GND |
Gleichrichter | |
+-----------------------------+ Masseleitung
Die Masseleitungen (aus dem 5V Teil und von den Relais bzw Masse und Plus des
ULN2x03) lässt man erst am Siebelko zusammenlaufen, dann sollte sich der uC
nicht durch schaltende Relais (ohne angeschlossene Last) aus dem Tritt bringen
lassen. Der im vorigen Kapitel genannte Snubber am Relaiskontakt hilft dann,
wenn die Schaltung bei angeschlossener Last zu spinnen anfängt. Ein räumlicher
Abstand zwischen uC und Relais ergibt sich wegen der 230V Isolationsabstände
meist eh von selbst.
|
Relais
|
+-Z<|-+ Z-Diode nach Masse statt Freilaufdiode nach Plus
| |
--|< |
|E |
---+-----+
Bei den älteren AT90S Atmel AVRs hilft das alles manchmal trotzdem nicht, dann
muss man auf die neueren ATmega/ATtiny zurückgreifen.
In verseuchter Umgebung sollte man auch an einen Watchdog denken. Hängt sich der
uC dann mal auf, dann kommt er wenigstens von alleine wieder auf die Füsse. In
einigen Anwendungen fällt es nicht mal auf, das er einige Millisekunden mit
einem Reset beschäftig war.
F.26. Roboter
F.27. Oszilloskop
> schon mal angesehen und musste feststellen, das man diesen Typ nicht
> nachbauen kann, weil da ein Tektronix-IC darauf ist, das wahrscheinlich
> richtig teuer ist.
+--+-- X
o--+ | K (zu testende Komponente)
230V~ S:S +--GND
o--+ | 10k
+--+-- Y
> Ich würde gerne einen Fernseher als Oszilloskop verwenden.
> Gibt es eine Möglichkeit sowas zu realisieren?
F.28. Drehstrom
ZD39V500mW
+----|<|----+
| |G LED
L1 --100mAT--15k5W--|>|--+--|>|--+--|>|--|>|--+
4 * 1N4007 | 2*TIC126N +-- N
L2 --100mAT--15k5W--|>|--+--|>|--+--|>|--|>|--+
| |G LED
+----|<|----+
ZD39V500mW
Hagen Jakubaschk hat mal im "Der praktische Funkamateur", Heft 28, 1962,
folgendes veröffentlicht, funktioniert ohne Mikrocontroller !
L1>L2>L3
+-----Glimmlampe------+
| |
+--50nF--40k--+--75k--+--40k--50nF--+--75k--+
| | |
L1--+ +--L3 +--L2
| | |
+--75k--+--50nF--40k--+--75k--+--40k--50nF--+
| |
+------Glimmlampe-----+
L3>L2>L1
Leuchten beide Glimmlampen, sind nur 2 Phasen angeschlossen. In der
Originalschaltung ist L2 und L3 vertauscht, was aber IMO falsch ist. Hier
habe ich es schon korrigiert.
+--+-----|>|--+--+-- A/D-Wandler
| | | |
| | +--|>|--+ |
S | | BAT45 100R (Bürdewiderstand je nach Spannungsbereich)
| +--(--|<|--+ |
| | | |
+-----+--|<|--+--+-- AGND
und mit Filterung
+--+-----|>|--+--+--10k--+--10k--+-- A/D-Wandler
| | | | | |
| | +--|>|--+ | | |
S | | BAT45 100R 4u7 4u7
| +--(--|<|--+ | | |
| | | | | |
+-----+--|<|--+--+-------+-------+-- AGND
denn die Stromwandlertrafos verhalten sich wie Strmoquellen wie Dynamos, und
wenn der Bürdewiderstand hinter den Dioden angeordnet ist, zählt der
Spannungsabfall an den Dioden nicht mit - er wird nur zurücktranformiert auf
die Primärseite.
> Und ein neuer Trafo dieser Leistungsklasse ist mir zu teuer.
> zum Betrieb eines Gerätes, das wohl lieber einen Sinuswechselrichter sehen
> will. Was tun ?
F.29. Quadraturdecoder für Inkrementaldrehgeber
+5V +--470k--+
| | |
+--KMZ10--10k--+--|+\ |
| | C | >--+-- uC-Einang
+----(----10k--+--|-/
| | z.B. TS912
GND--470k--+
int table[4][4]={{0,1,-1,0},{-1,0,0,1},{1,0,0,-1},{0,-1,1,0}};
int position=0; // zaehlen wir mal die absolute Position
volatile int quadrature_input; // bit 0 und bit 1 sind Quadratureingaenge
int new_quadrature_value, last_quadrature_value=quadrature_input;
Folgenden Code ausreichend oft wiederholen (in der Programm Hauptscheife oder
einer Zeitgeber gesteuerten Interrupt Routine):
new_quadrature_value=quadrature_input;
position+=table[last_quadrature_value][new_quadrature_value];
last_quadrature_value=new_quadrature_value;
Fertige ICs gibt's dafür auch:
MODULE q_dec
" a quadratur decoder
" IO signals
T PIN 1; " clock signal
A_IN PIN 2; " first quadrature signal
B_IN PIN 3; " second quadrature signal
FORWARD PIN 14 ISTYPE 'COM'; " forward signal for counter
CE PIN 16 ISTYPE 'COM'; " clock enable signal for counter
" internal signals
A PIN 17 ISTYPE 'REG_D'; " synchronized A
B PIN 18 ISTYPE 'REG_D'; " synchronized B
ADEL PIN 19 ISTYPE 'REG_D'; " delayed A
BDEL PIN 20 ISTYPE 'REG_D'; " delayed B
EQUATIONS
" synchonize A and B
A.CLK = T;
A.D = A_IN;
B.CLK = T;
B.D = B_IN;
" delay A and B
ADEL.CLK = T;
ADEL.D = A;
BDEL.CLK = T;
BDEL.D = B;
" generate forward, reverse and CE
FORWARD = (A $ BDEL);
CE = (A $ ADEL) $ (B $ BDEL);
END
denn die Schaltung ist eher aufwändig, benötigt ein 74xx175 und ein 74xx86.
Das Taktsignal T muss mehr als doppelt so hoch sein wie die höchste Frequenz
des Inkrementalgebers A, B und geringer als die maximale Zählfrequenz des
nachfolgenden flankengetriggertern Zählers.
+---+
A -----|D Q|---+
+-|T | +-(---------- Clock
| +---+ | | +---+
+-------+ +---| |
| +---+ | |XOR|-- Forward Direction
B ---(-|D Q|-+ | +-| |
+-|T | | | | +---+
| +---+ | | |
+---(-------+ | | +---+
| +-(-------(-+-(-| |
| | | +---+ | | |XOR|-+ +---+
| +-(-|D Q|-(---(-| | +-| |
| +-|T | | | +---+ |XOR|-- Clock Enable
| | +---+ | | +---+ +-| |
| | +---(-| | | +---+
| | +---+ | |XOR|-+
+---(-|D Q|-----+-| |
T ---+-|T | +---+
+---+
F.29.1. Entprellen von Tastern
VCC --4k7---+
| +_--+ +-----10k----+
/o--+--|S Q|-- VCC --o\ | |
GND --o/ |_ | \o--+--|>o--|>o--+--
o--+--|R | GND --o 74HC04
| +---+
VCC --4k7---+
Wenn der Taster nur einen einfachen Schliesskontakt hat, benötigt man einen
Schmitt-Trigger wie den 74HC14 (ein 74LS14 bräuchte unglücklich niederohmige
Widerstände und grosse Kondensatoren und ist hochgradig unsymmetrisch):
VCC
|
4k7
| 74HC14
+-100k-+--|>o--
| |
Taster 100n
| |
GND GND
Bei Microcontrollerschaltungen kann man per Software entprellen, braucht also
diese aufwändigen Schaltungen nicht, und auch nicht den teuren MC14490.
uint8_t tasten,gedrueckt;
uint8_t geaendert,zaehler0,zaehler1,gedrueckt,tasten;
+-----------+----------------------+
| | | +
| +---)----------------+ Schaltung
| + | | | | -
Batterie +--|>o--10k--+--|>o--+----|I MOSFET falls die Schaltung mehr braucht
| - | | _ 1M |S als der Inverter liefern kann
| | +--o o--+ |
| | 100nF |
+-----------+----------------+-----+
F.29.2. Aus einem Impuls zwei machen
|\ EXOR wie 74HC86
--|S)--+-------------|\
|/ | |\ |+)--
+--R--+--|S)--|/
| |/
C Schmitt-Trigger wie 74HC14
|
GND
Ein Aufbau mit einem Schmitt-Trigger NAND IC wie 74HC132 wird nichts weil die
beiden Schmitt-Trigger-Eingänge am C zu unterschiedlichen Zeiten umschalten:
+-----------|\
| |S)o--+
+--------+--|\ +--|/ +--|\
--+ |S)o--+ 74HC132 |S)o--
+--R--+--+--|/ +--|\ +--|/
| | |S)o--+
C +-----------|/
|
GND
Bei 2 MonoFlops, z.B. aus einem 74HC123 braucht man ein ODER-Gatter um beide
Impulse zu verknüpfen, allerdings kann man unterschiedliche Zeiten bei
steigender und fallender Flanke haben, es spart aber auch keine Bauteile wenn
man bei beiden die gleiche Zeit braucht. Diese Schaltung ist zumindest nicht
abhängig davon, wie lange es her ist, daß der andere Impuls ausgelöst wurde.
VCC --R-+-C-+-- GND
| |
1a +-----------+
+--|1/2 74HC123|--+
| +-----------+ +--|\
--+ |=)--
| +-----------+ +--|/
+--|1/2 74HC123|--+
2b +-----------+
| |
VCC --R-+-C-+-- GND
Mit Komparatoren wie LM393 kommt man mit einem IC aus, und er ist auch noch
unproblematisch was die Versorgungsspannung angeht, so lange sie während
des Impulses konstant bleibt, und es lassen sich unterschiedliche Zeiten
bei steigender Flanke wie bei fallender Flanke erreichen (braucht man das
nicht, kann man die Dioden und R2 weglassen und hat nur R1C als
zeitbestimmende Bauteile). Für 1 Sekunde nimmt man 10uF und 33k.
+--------+-- +12V
| |
10k 1k
| |
+--|+\ |
1N4148 | | >--+
+--|<|--R1--+--(--|-/ |
| | 80k |
--+--|>|--R2--+--(--|+\ |
1N4148 | | | >--+-- Ausgang
| +--|-/
| | LM393
C 10k
| |
+--+----------- Masse
Ja klar, wer will kann auch einen Mikrocontroller programmieren, dieses zu
tun.
F.30. Audioverstärker
Minimum RMS Output Power 8 Ohm, 20Hz to 20kHz, 0.019% THD: 85W+85W
Maximum Output Power (EIAJ) 1kHz, 10% THD: 8 Ohm/6 Ohm 130W / 150W
Dynamic Power (IHF) 8/6/4/2 Ohm: 130/150/185/220W
DIN Standard Output Power 4 Ohm, 1kHz, 0.7% THD: 120W
IEC Output Power 8 Ohm, 1kHz, 0.019% THD: 100W
A ^
|
| .
|\ .
| \ .
| \ ..
| \
+------> V
Bei jedem brauchbaren Verstärker ist eine Strombegrenzung für die
Ausgangstransistoren drin, damit er nicht gleich beim ersten Kurzschluss hops
geht. Der NAP250 enthält eine klassische Variante die dem optimalen
SOA-Schutz recht nahe kommt. Ein Clipping-Indikator erkennt, wenn die
Gegenkopplung ausser Tritt kommt weil der Ausgang nicht mehr dem
Eingangssignal folgen kann; sei es wegen Übersteuerung, Erreichen der
maximalen Slew Rate oder Strombegrenzungseinsatz. Es ist ein Temperatursensor
drin, der den Verstärker bei zu hoher Kühlkörpertemperatur abschaltet. Damit
wird er dauerkurzschlussfest. Er hat eine Temperatursicherung im (immer
unterdimensionierten :-) Trafo, damit wird er überlastungssicher. Und er hat
eine Schutzschaltung mit Relais für die Lautsprecher, um sie beim
Einschalten, Ausschalten und bei versehentlicher Gleichspannung am
Lautsprecherausgang diese abzutrennen, damit ein defekter Verstärker nicht
die teuren Boxen beschädigt. Viele Bauvorschläge oder allerbilligste
Kaufhausware haben solche Schaltungen nicht, und sind damit von minderer
Qualität. Nicht jedes Relais schafft es die bis zu 60V Gleichspannung
abzuschalten.
+---|>|---+--|>|---------+----+
| 1N4004 | 1N4004 | |
| 25uF 100uF 2k2
| | | |
o--+ +------+--(--|>|--+--+---)----)-------+
| | | | | | | | | NPN Leistungs Darlington
S:S | +--|>|--+ | | +---+--|< BDW83 o.ä. auf Kühlkörper
S:S 24V~ | | KBPC 25mF | | | |E
S:S | | 2502 | | ZD27 47uF +-- +25V
S:| | | o.ä. | | | |
S:+------)--)----------+---+----+---+------ Masse
S:| | | | | | |
S:S | | | | ZD27 47uF +-- -25V
S:S 24V~ | | 25mF | | | |E
S:S +--)--|<|--+ | | +---+--|< BDW84 o.ä. auf Kühlkörper
| | | | | | | | | PNP Leistungs Darlington
o--+ +------(--+--|<|--+--+---(----(-------+
| | | |
| 25uF 100uF 2k2
|1N4004| 1N4004 | |
+--|<|-+-----|<|---------+----+
Ein konventionelles Trafonetzteil passt gut zu Audioverstärkern, denn sie
verkraften sehr hohe Belastungsspitzen, weil sie thermisch limitiert sind,
und der grosse Netztrafo nur langsam warm wird. Allerdings sollte während
der Belastungsspitze nicht die Ausgangsspannung einbrechen, es sind also
grosszügig dimensionierte Siebelkos vorzusehen. Während die Siebelkos bei
normalen Netzteilen meist auf 20% Ripple bei Volllast ausgelegt sind, sollte
bei Audionetzteilen diese 20% bei der hohen Belastungsspitze eingehalten
werden, die meist 5 mal so gross ist wie die Dauerleistung aber sich auf zwei
Polaritäten der Spannungsversorgung verteilt, also sollten die Elkos 2.5 mal
so gross sein wie bei konventionellen Netzteilen vorgesehen. Exakter kann man
das natürlich durch Simulation bestimmen oder in dem man im Betrieb misst. So
machen es die Verstärkerhersteller mit den Normmessimpulsen Sinus bzw. RMS,
allerdings bekommt man dadurch einen Verstärker der mehr verspricht als er
bei realer Musik einhält. Beispiel für ein Audioverstärkernetzteil:
Klasse A:
Eintaktverstärker:
Ein Transistor leitet je nach Eingangssignal mal mehr und mal weniger,
aber geht nie ganz aus. Zur anderen Spannungsseite führt der Lautsprecher
oder ein Widerstand: 6.25% bis 50%
Gegentaktverstärker:
Ein Transistor leitet nach + und einer nach -, beide leiten immer,
Wirkungsgrad 50%
Klasse B Ein Transistor leitet nach + und einer nach -, davon leitet nur einer
zu einer Zeit, der andere ist aus: Übernahmeverzerrungen, 50% bis 78%
Klasse AB1: Wie Klasse B, aber über den ganzen Bereich sind beide Transistoren
etwas an, also fliesst Ruhestrom: < 78%.
Klasse AB2: Wie Klasse B, aber in einem mittleren Bereich sind beide Transistoren
etwas an, also fliesst Ruhestrom: < 78%.
Klasse AB Brücke BTL (also 2 Verstärker gegeneinander): < 78%, THD+N um 3dB
schlechter
Edwin Prinzip von Elektor 1970: Stark vorgespannte Klasse AB Stufe 1 mit hohem
Ruhestrom und hohem Ausgangswiderstand. Bei hoher Last übernimmt ruhestromlose
Klasse B Stufe 2. Den hohen Verzerrungen wird mit viel Gegenkopplung begegnet.
A>--2k2--+--4k7--+
| |
10k | | Gnd |
<-|-+--| +--> out
| | |
| |
B>--2k2--+--4k7--+
logarithmisches Poti aus linearem (z.B. elektronischem) Poti (25dB Dynamik):
in>--+
|
10k | |
<-|-+--+--> out = in / (1 + 10*in - 10*in^2), in = 0..1
| | |
| 1k (1/10 der Potiwiderstandes)
| |
gnd -+---+--gnd
logarithmisches Poti aus linearem (z.B. elektronischem) Poti (45dB Dynamik):
in >--R--P--------+--> out = in / (1 + R/P - in), in = 0..1
| |
+--|-\ |
| >--+ R = 0,06 * P
+--|+/
|
GND
Von: Dieter Wiedmann
47k 470k
___ ___
In-o-|___|-o-|___|-o--Out
| | |
| || | || |
'--||---o--||---o
|| || |
1n5 6n8 .-.
| | 560
| |
'-'
|
GND----------------o--GND
F.30.1. Operationsverstärker
+Eingang -Eingang Ausgang
Spannung Spannung Spannung normaler Operationsverstärker
Strom egal Strom Stromverstärker
Spannung egal Strom Transkonduktanzverstärker (OTA, Diamond-Transistor OPA660/860)
Strom egal Spannung Transimpedanzverstärker (AN1244 von http://www.nsc.com , "Photodiode Front Ends - The REAL Story" Philip Hobbs http://www.electrooptical.net/www/frontends/frontends.pdf)
egal Strom egal current feedback Verstärker (CFA) http://www.elenota.pl/pdf/National_Semiconductor/an-597.pdf
Typischer Operationsverstärker (ausser Norton LM3900)
| |
R R
| |
| +--out
| 2 |
+in --|< NPN >|--+
|E E| |
+--+--+ |
| |
-in ------(------+
|
ISink (Konstantstromsenke)
|
Typischer current feedback Operationsverstärker
| |
R R
| |
| +--out
| |
+-----|< NPN
|E |E
+in --|< PNP |
| |
-in ---(------+
| |
| ISink (Konstantstromsenke)
| |
Brauchbare OpAmps für Audio-Linepegel (1Vpp an 600 Ohm), in steigendem Preis
|\ |\
| >-600R-+ +---+--| >--
|/ | | | |/
S : S 600R
| | |
GND GND GND
Ein Trafo transformiert die Impedanz übrigens quadratisch zum
Windungsverhältnis, will man also ein 75 Ohm Antennenkabel auf ein 100 Ohm
CAT5 Kabel umsetzen, braucht man ein Windungsverhältnis von 1:sqrt(100/75)
also 7 zu 8 Windungen (schon die Kabel haben teilweise mehr als 10%
Abweichung in der Impedanz)
Eingang -----|+\
| >-+-- Ausgang
+-|-/ |
| |
Masse --R1--+--R2--+
Aber in welchem Rahmen darf man die Verstärkung auf diese Art einstellen ?
Die Untergrenze steht im Datenblatt und liegt meist bei 1 (interessant hier:
LT1028 1, LT1128 -1 (= +2)), bei grösserer Verstärkung ist der OpAmp auf Grund
der begrenzten Slew Rate ja langsamer so das die Stabilität eh besser wird.
Im Datenblatt steht die 'open-loop-gain' als maximale Verstärkung' und die
'unity gain bandwidth', die maximale Frequenz bei der er gerade noch die
Verstärkung 1 schafft.
Liegt die 'open loop gain' bei 100000 und 'unity gain bandwidth' bei "1 Mio",
so schafft er bei 1Hz also eine Verstärkung von 1:100000 (open loop gain),
bei 10Hz 1:100000 (open loop gain und unity gain bandwidth), bei 1kHz 1:1000
(unity gain bandwidth), und bei 20kHz nur noch 1:50 (unity gain bandwidth).
Soll der Ausgang also auf 10V liegen, braucht es dazu eine Spannungsdifferenz
zwischen den OpAmp-Eingängen von 0.2V. Hat man den Verstärkungsfaktor
durch R1 und R2 also auf 10 gestellt, und glaubt, das eine Eingangsspannung
von 1V damit auf 10V verstärkt wird, so irrt man. Da (+) um 0.2V grösser als
(-) sein muss, reichen 1V am (-) Eingang nur für 8V am Ausgang. Ein durchaus
wesentlicher Verstärkungsfehler von 20%, bei der schlappen Frequenz von
20kHz und einem Verstärkungsfaktor von 10. Also: So schön die Zahl "1 Mio"
klingt, so genau sollte man sie im Auge behalten, wenn man einen präzisen
Verstärkungsfaktor haben will und es nicht gerade um Gleichspannung geht.
Deswegen braucht man bei schnellen Signalen oft mehrere Stufen mit eher
geringer Verstärkung hintereinander und ist damit wesentlich schneller und
genauer als mit einer Stufe, und vermindet noch das Risiko von unerwünschten
Oszillationen.
F.30.2. Audioeffektgeräte
+5V oder mehr
|
Audio --330nF--+---150k--|+\ LM358
| | >-----+--150k--+-- LM3915
22k +--|-/ | |
| | | | 330nF
+--1k--+---(--1k2--+ |
| | |
GND ---+----------+----------------+
> single supply 20kHz Spitzenwertgleichrichter
LT1715
in --+-----|+\ 1N5711 dieser Widerstand verhindert overshoot
| | >--|>|--2k--+--+--+-- out
50R +--|-/ | | |
| | | 1nF 1M Widerstand bestimmt decay Zeit
| +-----------------+ | |
GND -+-----------------------+--+--
Echter Spitzenwert, muß zurückgesetzt werden, geht aber bis 100kHz
besser als 0.1%:
in --------|+\ OPA624
| >--+--|>|-----+----------|+\
+--|-/ | BAS70 | | >--+-- Peak
| +--|<|--+ 220nF +--|-/ |
| | | | |
+----------------+--(--10k--+--------+
|
GND ------------------------+
Schalldruckpegel werden nach dem psychoaktustischen Lautspärkeeindruck
bewertet, ein Filter ist nötig: http://sound.westhost.com/project17.htm
F.30.3. Dynamikkompressoren / Limiter
F.30.4. Dezibel
F.31. Oszillatoren
+---+---+---+-- +Ub +------+---+------+-- +Ub
| | | | | | | |
R1 R2 R3 R4 R1 R2 R3 R4
| | | | | | | |
+-C-+ +-C-+-- out +---C--+ +--C---+-- out
|+ \ / +| | + \ / + |
| X | | X |
| / \ | | / \ |
>|--+ +--|< >|-|<|-+ +-|>|-|< (NPN)
E| |E E| |E
+-----------+-- GND +-----------------+-- GND
Man glaubt es nicht, wie viele Oszillatorschaltungen es mit 2 Transistoren
gibt: http://www.4qdtec.com/mvibs.html
+----------------+--- 6V
E| PNP Lampe (6V/0.5W)
>|-|>|-+-2k2-10u-+
| | |
+------(--22R---|< NPN
| |E
+--120k---+--- Masse
Vielleicht auch einen LC-Oszillator für Sinusschwingungen von kHz bis GHz mit
f=sqrt(1/(L*C)). Der Emitterwiderstand R sollte ca. Rres*(Vcc-0.7)/1.4 sein.
Rres ist der Resonanzwiderstand des Kreises. Oder statt R eine
Konstantstromsenke geregelt aus dem Mittelwert des Ausgangssignals, das ergibt
ein klirrarmes Signal regelbar (per Kapazitätsdiode) über einen grossen
Frequenzbereich.
+--+--+--+-- +Ube
| | | |
| L C |
| | | |
| +--+-|< NPN
| | |E
+-|< NPN |
|E |
+-----+--
|
R (einstellbar zum Ausprobieren)
|
Masse
Viele (digitale) Schaltungen benötigen ein Taktsignal. Klassischerweise kann
man den NE555 oder dessen CMOS-Version LMC555/TLC555 nehmen, aber der braucht
recht viele zusätzliche Bauteile. (Beim NE555 braucht man ausserdem einen
extrem niedrigen Pegel um RESET auszulösen, 0.5V können schon zu viel sein).
Ein Schmitt-Oszillator mit dem 74HC14 bzw. TC4S584 Schmitt-Trigger ist
einfacher wenn die Frequenz nicht so genau sein muss
TC4S584 NL27WZ04
GND --C--+-|>o-+- +-|>o-+-|>o-+-
| | R2 R |
+--R--+ +-----+--C--+
und die zweite Schaltung kommt mit einem kleinerem Kondensator aus, weil er
um 1 1/3 VCC umgeladen wird, und nicht nur um die Hysterese (Abstand zwischen
Einschaltspannungsschwelle und Ausschaltspannungsschwelle des
Schmitt-Triggers), aber dafür muss R2 verhindern, das der Strom über die
Schutzdioden abfliesst.
+Ub (ca. 130V)
|
R (hochohmig genug, so 1M)
|
+---+
| |
C Glimmlampe
| |
GND GND
F.32. Temperaturmessung
+------- VCC
|
+-----+---(------- AREF
R1 R2 |
+-----)--|+\
| | | >--+-- zum A/D-Wandlereingang
| +--|-/ |
Therm. | | |
| +---(-R4-+
| R3 |
+-----+---+------- Masse
Da die Messung ratiometrisch ist, ist die Ausgangsspannung abhängig von der
Betriebsspannung. Verwendet man dieselbe Spannungsquelle, die auch der
A/D-Wandler als Referenzspannung verwendet (AREF), ist das Messergebnis
unabhängig von der genauen Spannung. Als Versorgungsspannung für den OpAmp
kann man eine andere Spannungsquelle verwenden. Das ist sinnvoll, wenn der
OpAmp mit dem Ausgang nicht bis zur vollen Betriebsspannung kommt (nicht
rail-to-rail wie es ein TS912/LMC6484 wäre), sondern ein paar Volt drunter
bleibt (wie z.B. der preiswerte LM324 oder der präzise LT1014) aber immerhin
bis knapp an 0V kommt (also single supply fähig ist). Muss man exakt 0V
erreichen, bleibt nur die Versorgung des OpAmps mit einer negativen
Betriebsspannung. Fertig gibt es das als LM35 und AD22100 sogar bei Reichelt,
leider mit fest eingestelltem Temperaturbereich.
Verwendet man als Thermistor einen Silizium Temperatursensor wie KTY der
eine mit der Temperatur steigende Krümmung in der Kennline hat, linearisiert
man ihn im dem R1 nach dem Widerstand des KTY bei kleinster (Ra) und grösster
(Rc) Temperatur eingestellt wird: R1 = ((Rb*(Ra+Rc)-2Ra*Rc)/(Ra+Rc-2Rb) mit
Rb = dem Widerstand des Thermistors bei mittlerer Temperatur (Ta+Tc)/2.
Statt des Thermistor kann man auch einen LM335 nehmen, er liefert ein
lineares Signal. Dann ist die Schaltung aber nicht mehr ratiometrisch,
sondern erfordert eine stabile Referenzspannung.
LM35 an 24V, verstärkt auf 0V (für -35 GradC) bis 10V (für 65 GradC):
+---+---------------+---- +24V
| | |
10k LM35--+ +---(--390k--+
| | | | | |
+---+---(--43k--+--|-\ |
| | | | >------+--
| 10k +----------|+/ LM358
| | | 3.5V |
TL431-+ 68k |
| | | |
| 25k | |
| | | |
+---+---+-----------+---- GND
Will man den Sensor weit absetzen und austauschbar machen, kann man einen
LM334 der mit einem direkt angelöteten Widerstand kalibriert wird, an einen
verdrillten Kabel verwenden, der Spannungsabfall in der Leitung ist egal
und der Strom wird nur am Empfänger mit einem Widerstand in eine Spannung
gewandelt. Achte auf Leckströme des Kabels. Es bietet sich ggf. an, R1 und
den Therm. zu vertauschen, um bei steigender Temperatur ein positives Signal
zu bekommen.
+9V +9V
| |
LM334--+ 10k
| 230R |
+----+-- Messgerät 10mV/K +-----+-- Messgerät 10mV/K (2.18-4.23V)
| | |
10k LM335--10kAdj
| | |
GND GND GND
Allerdings ist der LM334 nicht geeignet, wenn sich bei niedrigem Strom die
Spannung über ihm schnell ändert, er muss also aus eine stabilen und
rauschfreien Quelle versorgt werden. Die Slew-Rate bei 10uA liegt unter
0.01V/us, es kann also bei steigender Spannung sein, das der LM334
millisekundenlang gar keinen Strom fliessen lässt. Der LT3092 ist da besser.
+-----+---+----------+-- +
| | | |
| R2 | |
R1 | | |
| +--|+\ Last (bei Motor oder Spule mit Freilaufdiode)
| | | >--+ |
+-----(--|-/ | |
| | | | |
| +---)-R4-+-R5-|< NPN oder NMOSFET
Therm | | |E
| R3 | |
| | | |
+-----+---+----------+-- Masse
Widerstandswert R1, R2, R3 ungefähr gleich dem von Therm. (Thermistor, NTC
seltener PTC dann lieber R1 und NTC vertauschen) bei Nenntemperatur. R4
bestimmt die Hysterese (gross im Verhältnis zu R2|R3), z.B. 100 * R2|R3.
Gewisse Widerstände (R1, eventuell R4) können mit einstellbaren Potis ersetzt
werden. R1 und Therm. vertauschen wenn Ausgang genau im umgekehrten Moment
schalten soll (Heizung/Kühlung), ein LDR an Stelle des Therm. verwandelt die
Schaltung in einen Helligkeitsschalter/Dunkelsensor. Geht auch direkt an 230V
per TRIAC für ohm'sche Lasten durch Impulssteuerung zu Beginn der Halbwelle
sehr energieeffizient und daher mit kleinem Kondensatornetzteil auskommend,
wenn der Themistor nicht zu niederohmig wird (immer über 10k):
+----+----+---+-----------+---+---+-----------+-----------+-----+----+
| | | | | | | |+ | | |
| | 120k | 1k 120k 120k ZD12 | 100nX2 |
| Poti | | | | | | | | |
| | +--|+\ LED | +---(-----1M-+--(--470nF-- | 100R1W |
|+ | | | >---+-|<|-+ | | | | \ | | o
22u +----(--|-/ | | +--|+\ | | TRIAC | 230V~
| | | | | | | | >--+ | | | o
| | +---)-10M-+-|<|-+---+---(--|-/ | +-----+ |
| Therm | | 1N4148 | | | TS912 | | |
| | 120k | | 120k 122k7 +---10M---+ Last |
| | | | | | | | | | |
+----+----+---+-----------(---+---+------|>|--+--27nX2--+--10k--+----+
| 1N4148 |
+----------------------4M7------------+
+------+-+-----+---+-- +4.5 .. 16V
| | | | |
R1 | | Last |
| +--4-8--+ | |
Poti1--6 | | |
| | 3--+ |
R2 | NE555 | 100nF
| | | |
Poti2--2 | |
| +---1---+ |
R3 | |
| | |
+-------+----------+-- Masse
Die Last wird eingeschaltet, wenn an Pin 6 eine Spannung von ca. 2/3 der
Versorgungsspannung erreicht wird, und ausgeschaltet, wenn an Pin 2 die
Spannung 1/3 der Versorgungsspannung unterschreitet. Bei einem NTC (dessen
Widerstandswert mit steigender Temperatur sinkt) und Einschalten bei hoher
Temperatur (z.B. eines Lüftermotors), wird R1 der NTC und der Widerstand von
R2+R3 muss 2*dem Widerstandwert des NTC bei dieser Temperatur betragen, der
Widerstandswert des NTC bei niedriger Temperatur + R2 muss 2*R3 betragen. Mit
PTC oder KTY Temperatursensoren, die ihren Widerstandswert erhöhen, oder wenn
bei niedriger Temperatur eingeschaltet werden soll, wird R3 der Sensor.
F.32.1. Gas-Sensoren
F.33. Drosseln & Spulen
B^ ...
| ....
| . .
|. . (erster Quadrant, schlecht gezeichnet)
. .
.|.
-+---------> H
und dabei stehen physikalische Begriffe, die die Elektroniker nicht kennt.
H ist proportional dem durch die Spule fliessenden Strom (Windungsanzahl und
die Länge der Magnetfeldlinien fliesst hier ein, können dem Elektroniker aber
egal sein, der seine Spule fertig kauft). B kann man von aussen beeinflussen.
B wird in Weber = Vs (Volt mal Sekunden) angegeben (Windungsanzahl und
Querschnitt des Kerns fliessen hier ein, können einem aber auch egal sein,
wenn man die Spulen nicht selber baut). H kann man nicht beeinflussen, H
ergibt sich als Folge aus dem angelegten B.
Windungen Fläche Stromdichte
Type S n/pri n/sek Afe AFen n/230V Durchm. innen aussen Eisengewicht
Kern VA Wdg/V Wdg/V cm2 cm2 Wdg. mm pri A/mm2 A/mm2 Gramm
M20/5 0,4 156,00 162,00 0,25 0,52 10,7
M30/7 1,4 80,00 82,50 0,49 1,30 33
M30/10 2 53,00 54,70 0,74 1,30 50
M42/10 5 22,00 22,50 1,80 2,70 5060 0,08 4,5 5,2 132
M55/20 15 11,50 12,00 3,40 4,00 2645 0,15 3,8 4,3 321
M65/27 30 7,30 7,50 5,40 5,60 1672 0,25 3,3 3,6 600
M74/32 50 5,35 5,50 7,36 7,10 1233 0,3 3,0 3,3 945
M85/32 70 4,18 4,30 9,43 7,60 963 0,4 2,9 3,3 1360
M102/33 120 3,26 3,35 12,10 11,60 749 0,55 2,4 2,8 2120
M102/52 180 2,20 2,25 17,90 11,60 506 0,7 2,3 2,7 3140
EI130/35 250 3,22 3,31 12,25 21,00 740 0,9 1,7 2,2 2440
EI130/45 290 2,50 2,58 15,75 21,00 575 1 1,7 2,1 3110
EI150/40 340 2,47 2,54 16,00 28,00 567 1,15 1,5 1,9 3670
EI150/50 430 1,97 2,03 20,00 28,00 452 1,3 1,5 1,9 4610
EI150/60 580 1,64 1,69 24,00 28,00 376 1,55 1,4 1,8 5620
EI170/65 750 1,35 1,39 29,25 38,00 310 1,8 1,3 1,7 7800
EI170/75 900 1,17 1,20 33,75 38,00 268 2 1,2 1,6 9010
F.34. Gehäuse
G. Links
H. Drucker (Tinte / Laser)